Grundwasserwärmepumpe: Kosten, Genehmigung Bayern und JAZ 5,5 2026
Die Grundwasserwärmepumpe nutzt die konstante Grundwasser-Temperatur von 7 bis 12 Grad ganzjährig als Wärmequelle. Sie erreicht eine Jahresarbeitszahl von 5,0 bis 5,5 als physikalisches Effizienz-Maximum aller Wärmepumpen-Typen. Das System arbeitet mit einem Saugbrunnen zur Entnahme und einem Schluckbrunnen zur Rückgabe des Wassers. Die Investitionskosten betragen 25.000 bis 35.000 Euro vor der Förderung.
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Die Grundwasserwärmepumpe nutzt die konstante Grundwasser-Temperatur von 7 bis 12 Grad ganzjährig als Wärmequelle. Sie erreicht eine Jahresarbeitszahl von 5,0 bis 5,5 als physikalisches Effizienz-Maximum aller Wärmepumpen-Typen. Das System arbeitet mit einem Saugbrunnen zur Entnahme und einem Schluckbrunnen zur Rückgabe des Wassers. Die Investitionskosten betragen 25.000 bis 35.000 Euro vor der Förderung.
Die Förderung senkt die Kosten auf 12.500 bis 17.500 Euro nach dem KfW-Zuschuss von 55 bis 70 Prozent. Die Genehmigung erfordert ein zweistufiges Verfahren mit Bohrungsanzeige und Wasserrechtlicher Erlaubnis. Die Dauer beträgt 3 bis 5 Monate mit einem PSW-Gutachten. Die optimale Brunnentiefe liegt zwischen 20 und 50 Meter für beste Wirtschaftlichkeit.
Das Wichtigste in Kürze
- JAZ 5,0 bis 5,5 ist das physikalische Effizienz-Maximum und liegt 30 bis 40 Prozent über Luft-Wasser-Systemen: Die Grundwasserwärmepumpe erreicht die höchste Jahresarbeitszahl durch eine konstante Quelle von 7 bis 12 Grad ohne jahreszeitliche Schwankungen. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen nur eine JAZ von 3,0 bis 3,5 wegen schwankender Außentemperaturen.
- Die zweistufige Genehmigung dauert 3 bis 5 Monate gesamt mit PSW-Beschleunigung: Bayern erfordert die Bohrungsanzeige mindestens einen Monat vor Bohrung beim Landratsamt. Die Wasserrechtliche Erlaubnis mit PSW-Gutachten verkürzt das Verfahren von 6 bis 12 Monate auf 2 bis 4 Monate.
- Die Kosten sinken durch KfW-Förderung von 25.000 bis 35.000 Euro auf 12.500 bis 17.500 Euro: Die Investition umfasst Wärmepumpe 6.000 bis 8.000 Euro, zwei Brunnenbohrungen 6.000 bis 10.000 Euro und Genehmigung 2.000 bis 3.500 Euro. Die KfW BEG 2025 bietet bis zu 70 Prozent Förderung durch Kombination mehrerer Boni.
- Wasserschutzgebiete Zone I und II verbieten die Installation absolut: Die Trinkwasserschutz-Zonen I und II schließen Grundwasserwärmepumpen komplett aus. Zone III erlaubt die Installation unter Auflagen mit biologisch abbaubarer Spülflüssigkeit für 500 bis 1.500 Euro Mehrkosten.
- Der Brunnenabstand beträgt 10 bis 15 Meter abhängig von der Boden-Fließgeschwindigkeit: Schnelle Böden wie Kies erfordern 10 Meter Mindestabstand bei 1 bis 5 Meter Fließgeschwindigkeit täglich. Langsame Böden wie Ton erfordern 15 bis 20 Meter wegen stärkerer thermischer Durchmischung.
Was ist eine Grundwasserwärmepumpe und wie funktioniert sie?
Die Grundwasserwärmepumpe ist ein Wärmepumpen-System das Grundwasser direkt als Wärmequelle nutzt. Es arbeitet mit einem offenen Brunnensystem ohne Sole-Zwischenkreislauf. Das Funktionsprinzip basiert auf zwei separaten Brunnen für Entnahme und Rückgabe. Die Wärmepumpe extrahiert die Wärmeenergie direkt aus dem Grundwasser.
Das System verwendet einen Saugbrunnen der das Grundwasser mit 7 bis 12 Grad entnimmt. Der Schluckbrunnen gibt das abgekühlte Wasser mit 2 bis 5 Grad zurück ins Erdreich. Die Wärmepumpe extrahiert die Wärme über einen Verdampfer ohne Wärmetauscher-Zwischenstufe. Das ermöglicht maximale Effizienz durch direkte Wärmeübertragung.
Die konstante Quelltemperatur ist der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Systemen. Das Grundwasser hält ganzjährig 7 bis 12 Grad während Luft zwischen minus 15 und plus 35 Grad schwankt. Die Luftwärmepumpe verliert im Winter massiv an Effizienz wegen großem Temperaturhub. Die Grundwasserwärmepumpe arbeitet konstant optimal das ganze Jahr über.
Warum erreicht die Grundwasserwärmepumpe eine JAZ von 5,0 bis 5,5?
Die JAZ-Werte von 5,0 bis 5,5 resultieren aus drei physikalischen Vorteilen kombiniert. Der erste Vorteil ist die konstante Quelltemperatur von 7 bis 12 Grad ganzjährig. Das ermöglicht einen optimalen Temperaturhub zwischen Quelle und Vorlauf von 33 bis 38 Kelvin. Die Luftwärmepumpe arbeitet bei minus 10 Grad Außentemperatur mit 55 Kelvin Temperaturhub ineffizient.
Der zweite Vorteil eliminiert Wärmetauscher-Verluste zwischen Sole und Kältemittel. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe verliert 3 bis 5 Kelvin beim Wärmeübergang vom Sole zum Kältemittel. Die Grundwasserwärmepumpe nutzt das Wasser direkt im Verdampfer ohne Zwischenmedium. Die JAZ-Verbesserung beträgt 8 bis 12 Prozent durch die Wärmetauscher-Eliminierung.
Der dritte Vorteil eliminiert die Sole-Umwälzpumpe mit 80 bis 150 Watt Dauerverbrauch. Die Sole-Pumpe verbraucht 320 bis 900 Kilowattstunden jährlich zusätzlich während der Heizperiode. Die Grundwasserwärmepumpe benötigt nur die Brunnenpumpe die ohnehin das Wasser fördern muss. Die Stromeinsparung summiert sich mit dem Wärmetauscher-Vorteil auf 15 bis 25 Prozent höhere Effizienz.
Wie läuft die Genehmigung in Bayern ab?
Die Genehmigung in Bayern erfordert ein zweistufiges Verfahren mit Bohrungsanzeige und Wasserrechtlicher Erlaubnis. Die erste Stufe ist die Bohrungsanzeige nach Paragraf 49 WHG und Artikel 30 BayWG. Sie muss mindestens einen Monat vor Bohrungsbeginn beim Landratsamt angezeigt werden. Die Anzeige enthält Lageplan, Bohrtiefe, Bohrverfahren und Brunnenbauer-Name vollständig.
Die zweite Stufe ist die Wasserrechtliche Erlaubnis nach Paragraf 8 WHG für die thermische Nutzung. Der Antrag kann parallel zur Bohrungsanzeige oder nach dem Pumpversuch eingereicht werden. Er erfordert ein hydrogeologisches Gutachten mit Grundwasser-Fließrichtung und Durchflussmenge. Das Gutachten muss von einem Privaten Sachverständigen Wasserwirtschaft PSW erstellt werden.
Die Dauer des Genehmigungsverfahrens beträgt 2 bis 4 Monate mit PSW-Gutachten. Der PSW bereitet den Antrag entscheidungsreif vor und die Behörde folgt meist der PSW-Empfehlung. Ohne PSW-Gutachten verlängert sich die Dauer auf 6 bis 12 Monate. Die Gesamt-Kosten betragen PSW-Gutachten 1.500 bis 3.000 Euro plus Behördengebühr 100 bis 500 Euro plus Wasseranalyse 300 bis 500 Euro.
Was ist die Rolle des PSW-Gutachters?
Der Private Sachverständige Wasserwirtschaft PSW ist ein staatlich anerkannter Gutachter mit hydrogeologischer Expertise. (See also: Brauchwasserwärmepumpe 2026: Der komplette Ratgeber zu Kosten, Test und Förderung). Die PSW-Qualifikation erfordert ein Studium der Geologie oder Hydrogeologie plus mehrjährige Berufserfahrung plus staatliche Prüfung. Die PSW-Liste wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt geführt und ist öffentlich einsehbar. Die Beauftragung erfolgt durch den Bauherr direkt oder durch die Brunnenbauer-Firma im Paket.
Die PSW-Aufgaben umfassen die Voruntersuchung des Grundstücks auf Machbarkeit. Er begleitet den Pumpversuch mit Durchflussmessung über 72 Stunden. Er erstellt das hydrogeologische Gutachten mit technischen Zeichnungen der Brunnenstandorte. Er bereitet die Antrags-Unterlagen für die Behörde komplett vor.
Die PSW-Kosten variieren nach Komplexität und betragen typisch 1.500 bis 3.000 Euro für ein Standard-Einfamilienhaus. Die Investition amortisiert durch Zeitersparnis von 3 bis 8 Monaten kürzere Genehmigungsdauer. Die Alternative ohne PSW ist länger und birgt das Risiko dass die Behörde eigene Gutachten beauftragt. Die strategische Empfehlung ist die PSW-Einschaltung bei allen Projekten in Bayern.
Welche Wasserschutzgebiete verbieten Grundwasserwärmepumpe?
Die Wasserschutzgebiete Zone I und Zone II verbieten Grundwasserwärmepumpen absolut ohne Ausnahme. Die Zone I ist die unmittelbare Schutzzone um den Trinkwasserbrunnen mit typisch 10 bis 20 Meter Radius. Die Zone II ist die engere Schutzzone mit 50-Tage-Fließzeit zum Brunnen und typisch 100 bis 300 Meter Radius. Die Grundwasserwärmepumpe stellt eine potentielle Kontaminationsquelle dar durch Bohrung und Rückgabe des abgekühlten Wassers.
Die Zone III ist die weitere Schutzzone des Grundwasser-Einzugsgebiets mit typisch mehreren Kilometern Ausdehnung. Sie erlaubt die Installation unter strengen Auflagen mit behördlicher Genehmigung. Die Auflagen umfassen biologisch abbaubare Spülflüssigkeit bei der Bohrung statt Chemikalien. Sie erfordern doppelwandige Brunnenrohre mit Leckage-Überwachung. Sie verlangen regelmäßige mikrobiologische Wasseranalysen vierteljährlich im ersten Jahr dann jährlich.
Die Altlastenverdachtsflächen sind ein zweites Ausschlusskriterium unabhängig vom Wasserschutzgebiet. Die Altlastenkataster-Abfrage erfolgt kostenlos online über das Gelbe Buch oder beim Landratsamt. Die kritischen Flächen sind ehemalige Tankstellen mit Benzol-Kontamination im Boden. Auch Industrie-Brachflächen mit Schwermetallen oder Lösungsmitteln schließen die Installation aus.
Wie prüfe ich den Wasserschutzgebiet-Status meines Grundstücks?
Die Wasserschutzgebiet-Prüfung erfolgt über Online-Karten vom Bayerischen Landesamt für Umwelt. Der UmweltAtlas Bayern ist öffentlich zugänglich und kostenlos nutzbar. Die Eingabe der Adresse oder Flurstück-Nummer zeigt die Karte mit Wasserschutzgebieten farblich markiert. Die Zone I erscheint rot, Zone II orange und Zone III gelb übersichtlich dargestellt.
Die Alternative ist die schriftliche oder telefonische Abfrage beim Landratsamt Untere Wasserbehörde. Die Auskunft erfolgt innerhalb von 1 bis 2 Wochen offiziell. Die Dokumentation des Grundstücksstatus sollte schriftlich erfolgen für den Genehmigungs-Antrag. Sie dient als Beleg dass das Grundstück nicht im Wasserschutzgebiet liegt.
Die Altlastenkataster-Prüfung erfolgt parallel über das Gelbe Buch Online-Portal. Die historische Nutzung des Grundstücks ist relevant für frühere Gewerbe oder Tankstellen. Auch Nachbargrundstücke müssen geprüft werden weil Grundwasser fließt und Kontamination von angrenzenden Flächen möglich ist. Die Gesamt-Prüfung dauert 1 bis 3 Stunden online oder kann durch den PSW-Gutachter im Paket übernommen werden.
Wie hoch sind die Kosten für eine Grundwasserwärmepumpe?
Die Investitionskosten für eine Grundwasserwärmepumpe betragen 25.000 bis 35.000 Euro komplett vor der Förderung. Die Kostenkalkulation setzt sich aus fünf Hauptposten zusammen differenziert nach Komponenten. Die Wärmepumpe selbst kostet 6.000 bis 8.000 Euro für eine Leistung von 10 bis 12 Kilowatt. Der Preis hängt vom Hersteller wie Stiebel Eltron, Vaillant oder Buderus und der Ausstattung ab.
Die Brunnenbohrung ist der größte Kostenblock mit hoher Variabilität von 6.000 bis 10.000 Euro für beide Brunnen. Die Flachbohrung unter 15 Meter Tiefe in Kies oder Sand kostet pauschal 800 bis 1.200 Euro pro Brunnen. Die Tiefbohrung über 15 Meter erfordert Rotary-Bohrverfahren und kostet 110 bis 150 Euro pro Meter. Die Gesamtkosten für die Brunnenbohrung in München betragen typisch 5.000 bis 7.000 Euro wegen flachem Grundwasser.
Die Leitungen und der Pufferspeicher kosten 3.000 bis 4.000 Euro für Material und Installation. Die Installation und Anbindung kostet 2.000 bis 3.000 Euro Arbeitszeit vom Heizungsbauer. Die Genehmigung mit PSW-Gutachten kostet 2.000 bis 3.500 Euro inklusive Wasseranalyse und Behördengebühr. Die versteckten Kosten sind Nachbargenehmigung falls Brunnen unter 5 Meter Grenzabstand liegen.
Detaillierte Kostenaufschlüsselung nach Komponenten
Die folgende Tabelle zeigt die Kosten transparent differenziert für ein Standard-Einfamilienhaus mit 10 bis 12 Kilowatt Heizleistung.. (See also: Luftwärmepumpe: Kosten, Test und Funktion 2026)
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Die Tabelle zeigt eine Spanne von 15.000 Euro zwischen niedrig und hoch Szenario wegen der Tiefe-Variabilität. Die München-Schotterebene mit 5 bis 10 Meter Tiefe erreicht das untere Ende von 23.000 bis 28.000 Euro. Bayern Nord mit 40 bis 60 Meter Tiefe erreicht das obere Ende von 35.000 bis 38.000 Euro wegen verdoppelter Bohrkosten.
Welche KfW-Förderung gibt es 2025?
Die KfW-Förderung 2025 für Grundwasserwärmepumpen erfolgt über das Programm 458 Bundesförderung effiziente Gebäude BEG. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent für alle Antragsteller beim Heizungstausch als Standard-Satz. Der Effizienz-Bonus beträgt zusätzlich 5 Prozent für Wärmepumpen mit Grundwasser, Erdwärme oder Abwasser als Wärmequelle. Die Grundwasserwärmepumpe erfüllt diese Bedingung automatisch durch die Wärmequelle Grundwasser.
Der Geschwindigkeits-Bonus beträgt zusätzlich 20 Prozent beim Austausch funktionstüchtiger fossiler Heizungen. Er gilt für Öl-, Kohle-, Nachtspeicher- oder Gasetagenheizungen beziehungsweise Gas-Zentralheizungen älter als 20 Jahre. Der Bonus ist befristet bis Ende 2028 und fördert den schnellen Heizungstausch. Der Einkommens-Bonus beträgt zusätzlich 30 Prozent für selbstnutzende Eigentümer mit zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen unter 40.000 Euro.
Die maximale Förderquote ist gedeckelt bei 70 Prozent als Summe aller Boni zusammen. Die Berechnungsgrundlage sind förderfähige Kosten maximal 30.000 Euro für die erste Wohneinheit. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Maßnahme und Vorlage der Rechnungen innerhalb von 4 bis 8 Wochen. Die Antragstellung muss vor Vertragsabschluss mit dem Heizungsbauer erfolgen online über das KfW-Portal.
Förderungs-Szenarien konkret durchgerechnet
Die folgende Tabelle zeigt vier realistische Förderungs-Szenarien mit unterschiedlicher Boni-Kombination transparent für 30.000 Euro förderfähige Kosten.
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Die Tabelle zeigt dass der Eigenanteil von 19.500 Euro im Minimum auf 9.000 Euro im Maximum sinkt. Das Geschwindigkeit-Szenario mit 55 Prozent ist der häufigste Fall beim Austausch alter Gas-Heizungen über 20 Jahre. Das Maximum-Szenario 70 Prozent erreicht alte Gasheizung plus niedriges Einkommen kombiniert für den besten Zuschuss von 21.000 Euro.
Wie groß muss der Brunnenabstand sein?
Der Brunnenabstand zwischen Saugbrunnen und Schluckbrunnen beträgt Minimum 10 bis 15 Meter abhängig von der Boden-Fließgeschwindigkeit. Die VDI 4640 Blatt 2 empfiehlt den Mindestabstand unter Berücksichtigung der Grundwasser-Fließgeschwindigkeit und Boden-Wärmeleitfähigkeit. Die schnellen Böden wie Kies oder Sand mit Fließgeschwindigkeit 1 bis 5 Meter täglich ermöglichen 10 Meter Mindestabstand. Die langsamen Böden wie Ton oder Schluff mit Fließgeschwindigkeit 0,1 bis 0,5 Meter täglich erfordern 15 bis 20 Meter Mindestabstand.
Die Grundwasserfließrichtung ist ein kritischer Faktor für die Positionierung der Brunnen. Der Schluckbrunnen muss abstromig vom Saugbrunnen positioniert sein in Fließrichtung hinter ihm. Die Messung der Fließrichtung erfolgt durch den Brunnenbohrer mit einem Drei-Punkt-Dreieck. Drei Messpunkte um das Grundstück mit gleichzeitiger Druckmessung ermöglichen die Berechnung von Fließrichtung und Geschwindigkeit.
Die praktische Limitation ist die Grundstücksgröße mit typisch 300 bis 800 Quadratmeter beim Einfamilienhaus. Ein Grundstück von 300 Quadratmetern entspricht circa 17 mal 18 Meter Fläche. Das ermöglicht maximal 12 bis 14 Meter Brunnenabstand bei diagonaler Anordnung der Brunnen. Die Grenzabstand-Regelung erfordert Mindestabstand 3 bis 5 Meter zur Grundstücksgrenze bauordnungsrechtlich.
Wie wird die Grundwasser-Fließgeschwindigkeit gemessen?
Die Grundwasser-Fließgeschwindigkeit wird durch das hydraulische Gradienten-Verfahren mit drei Messpunkten gemessen. Die Messpunkte sind temporäre Pegel-Rohre eingeschlagen mit 50 bis 100 Millimeter Durchmesser bis zum Grundwasser-Spiegel. Die Druckmessung erfolgt gleichzeitig an allen drei Punkten mit Druck-Sensor oder Wasserspiegel-Messband. Die Fließrichtung berechnet sich aus dem Gradienten-Vektor in Richtung des größten Gefälles zwischen den Messpunkten.
Die typische Fließgeschwindigkeit in der München Schotterebene beträgt 2 bis 4 Meter pro Tag schnell. Das liegt an der hohen Durchlässigkeit des Kies-Aquifers mit guter Wasserleitfähigkeit. Die typische Fließgeschwindigkeit im Bayern Molasse-Becken beträgt 0,2 bis 1 Meter pro Tag langsam. Das liegt am Schluff-Sand-Gemisch Aquifer mit niedrigerer Durchlässigkeit.
Die Variation innerhalb weniger Kilometer ist hoch wegen geologischer Heterogenität im Untergrund. (See also: Erdwärmepumpe: Kosten, Systeme und Effizienz im Vergleich). Eine lokale Messung ist zwingend erforderlich und nicht übertragbar von Nachbargrundstücken. Die Messung wird vom PSW-Gutachter oder Brunnenbohrer mit Erfahrung durchgeführt im Rahmen der Voruntersuchung. Die Auswertung der Messung ergibt die optimale Brunnen-Positionierung für das spezifische Grundstück.
Welche Brunnentiefe ist optimal?
Die optimale Brunnentiefe liegt zwischen 20 und 50 Meter als wirtschaftliches Optimum. Die Tiefe unter 15 Meter ist problematisch wegen zu geringer Grundwasser-Masse und Temperatur-Schwankungen jahreszeitlich. Die Tiefe 20 bis 50 Meter bietet konstante Temperatur 7 bis 12 Grad ganzjährig. Sie ermöglicht ausreichende Durchflussmenge 10 bis 20 Liter pro Minute typisch. Die Bohrkosten liegen bei wirtschaftlichen 3.000 bis 8.000 Euro pro Brunnen in diesem Bereich.
Die Tiefe über 50 Meter wird unwirtschaftlich wegen hoher Bohrkosten von 110 bis 150 Euro pro Meter. Hinzu kommen hohe Brunnenpumpen-Stromkosten wegen größerer Förderhöhe von 300 bis 500 Watt Leistung. Die Brunnenpumpen-Stromkosten steigen linear mit der Tiefe weil die Förderhöhe direkt proportional zur Pumpen-Leistung ist. Eine Pumpe bei 25 Meter Tiefe verbraucht circa 150 Watt elektrisch entspricht 600 bis 900 Kilowattstunden jährlich.
Die Pumpe bei 50 Meter Tiefe verbraucht circa 300 Watt elektrisch entspricht 1.200 bis 1.800 Kilowattstunden jährlich. Die JAZ-Reduktion durch den Brunnenpumpen-Verbrauch beträgt 0,3 bis 0,8 Punkte bei tiefen Brunnen signifikant. Die geografische Variation der Brunnentiefe ist extrem zwischen München Schotterebene 3 bis 10 Meter flach und Bayern Nord Franken 40 bis 100 Meter tief. Die Wirtschaftlichkeitsschwelle liegt circa bei 40 Meter Tiefe darüber wird die Sole-Wärmepumpe besser.
Was kostet die Brunnenpumpe an Strom jährlich?
Die Brunnenpumpen-Stromkosten werden oft vergessen in der Wirtschaftlichkeits-Rechnung. Sie betragen 150 bis 500 Euro jährlich abhängig von der Tiefe des Brunnens. Die Berechnung basiert auf Pumpen-Leistung in Watt, Laufzeit in Stunden pro Jahr und Strompreis in Cent pro Kilowattstunde. Die Pumpen-Leistung hängt von der Förderhöhe in Meter Tiefe plus Druckverlust in Leitungen plus Systemdruck der Wärmepumpe ab.
Die Faustregel ist 10 Meter Förderhöhe benötigt circa 60 bis 80 Watt Pumpen-Leistung für 10 Liter pro Minute Durchfluss. Die Laufzeit der Brunnenpumpe entspricht nicht der Heizungs-Laufzeit weil die Pumpe nur läuft wenn die Wärmepumpe aktiv ist. Die typische Laufzeit beträgt 2.000 bis 4.000 Stunden jährlich während der Heizperiode.
Die Berechnung für 25 Meter Tiefe zeigt 150 Watt Pumpe mal 3.000 Stunden gleich 450 Kilowattstunden mal 30 Cent gleich 135 Euro jährlich. Die Berechnung für 50 Meter Tiefe zeigt 300 Watt Pumpe mal 3.000 Stunden gleich 900 Kilowattstunden mal 30 Cent gleich 270 Euro jährlich. Die Differenz von 135 Euro erscheint klein aber über 20 Jahre Lebensdauer summiert sie sich auf 2.700 Euro zusätzliche Betriebskosten.
Welche Nachteile hat die Grundwasserwärmepumpe?
Die Nachteile der Grundwasserwärmepumpe sind Genehmigungskomplexität, Brunnenbohr-Risiko, Wartungsaufwand und Grundstücksgröße-Limitation mehrere kombiniert. Die Genehmigungskomplexität erfordert ein zweistufiges Verfahren mit Bohrungsanzeige und Wasserrechtlicher Erlaubnis. Das PSW-Gutachten kostet 2.000 bis 4.000 Euro und der Zeitaufwand beträgt 3 bis 5 Monate. Die Luftwärmepumpe benötigt nur eine Baugenehmigung einfach ohne hydrogeologische Expertise in 4 bis 6 Wochen.
Das Brunnenbohr-Risiko ist eine Fehlbohrung mit unzureichender Durchflussmenge unter 5 Liter pro Minute. Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbohrung liegt bei 5 bis 15 Prozent je nach Region und Voruntersuchung-Qualität. Die Kosten der Fehlbohrung sind Verlust der Bohrkosten 2.500 bis 5.000 Euro pro Brunnen. Eine neue Bohrung an anderer Stelle ist erforderlich mit Gesamt-Schaden 5.000 bis 10.000 Euro möglich.
Der Wartungsaufwand ist höher als bei der Luftwärmepumpe wegen Brunnen-Spezifika. Die jährliche Wartung kostet 300 bis 500 Euro inklusive Wasseranalyse Labor. Die Luftwärmepumpe kostet nur 150 bis 300 Euro Standard-Wartung jährlich. Die Spezialisten-Verfügbarkeit ist begrenzt weil nicht jeder Heizungsbauer Grundwasserwärmepumpen warten kann. Die Grundstücksgröße-Limitation betrifft 30 bis 40 Prozent potentielle Interessenten mit kleinen Grundstücken unter 400 Quadratmeter.
Welche Verockerungs-Problematik besteht?
Die Verockerung ist ein chemischer Prozess wo Eisen oder Mangan im Grundwasser oxidiert durch Sauerstoff-Kontakt. Das Eisen oder Mangan fällt als Hydroxid-Schlamm aus und verstopft die Brunnen-Poren. Die Eisen-Verockerung zeigt sich als rötlicher Ocker der den Schluckbrunnen und Wärmetauscher-Kanäle verstopft. Die Mangan-Verockerung zeigt sich als schwarzer Schlamm tritt zeitverzögert auf und ist schwerer löslich.
Die Grenzwerte sind Eisen unter 0,2 Milligramm pro Liter und Mangan unter 0,05 Milligramm pro Liter. Diese Grenzwerte gelten für direkten Betrieb ohne Probleme nach VDI 4640 Empfehlung. Die Ursache der Verockerung ist Sauerstoff-Eintritt durch undichte Schluckbrunnen-Konstruktion. Eine oberflächennahe Pumpe saugt Luft oder ein offenes System im Pufferspeicher ermöglicht Belüftung.
Die Prävention erfolgt durch ein geschlossenes System komplett druckdicht ausgeführt. (See also: Wärmepumpe Altbau: Kosten, Vorlauftemperatur und JAZ-Realität 2026). Die Unterwasserpumpe sitzt im Saugbrunnen unterhalb des Grundwasserspiegels 1 bis 3 Meter tief. Die Vermeidung von Luft-Kontakt beim Rückgabe-Wasser ist absolut erforderlich. Die Wasseranalyse vor der Installation zeigt das Risiko transparent wenn Eisen über 0,2 Milligramm pro Liter liegt.
Welche Hersteller bieten Grundwasserwärmepumpe an?
Die Hersteller von Grundwasserwärmepumpen sind Vaillant, Buderus, Stiebel Eltron, Viessmann und Waterkotte alle etabliert. Vaillant bietet die aroTHERM heat pump with Wasser-Wasser-Version als modulares System. Die Leistung reicht von 5 bis 19 Kilowatt und ist kaskadierbar für größere Objekte. Die technische Besonderheit ist das Green iQ Label für Nachhaltigkeit und Sound Safe System für leisen Betrieb. Der Preis liegt im Mittelfeld bei 7.000 bis 10.000 Euro für 10 bis 12 Kilowatt Anlage.
Buderus bietet die Logatherm WSW196i Inverter-geregelt als Sole-Wasser adaptierbar für Grundwasser. Die technische Besonderheit ist das Glasfront-Design Titanium optisch ansprechend. Die MyBuderus App-Steuerung ist intuitiv und ein integrierter Warmwasserspeicher in der Tower-Variante platzsparend. Der Preis liegt im Premium-Segment bei 8.000 bis 11.000 Euro für 10 bis 12 Kilowatt höher. Die Markt-Position ist Handwerker-bevorzugt wegen schneller Ersatzteil-Verfügbarkeit und dichtem Service-Netz.
Stiebel Eltron bietet die WPE-I Serie spezialisiert auf Grundwasser-Anwendung als Fokus-Produkt. Die technische Besonderheit sind optimierte Wärmetauscher für Grundwasser-Chemie. Das Kältemittel R454C ist zukunftssicher und die Vorlauftemperatur bis 75 Grad Celsius Altbau-geeignet. Der Preis liegt im Standard-Bereich bei 7.000 bis 9.500 Euro für 10 bis 12 Kilowatt wirtschaftlich. Die Markt-Position ist Effizienz-Leader mit dokumentiert höchsten JAZ-Werten von 5,3 bis 5,6 in Feldtests.
Welche Kaufkriterien sind entscheidend?
Das Kaufkriterium Nummer eins ist die lokale Service-Verfügbarkeit innerhalb 50 Kilometer Entfernung. Die Grundwasserwärmepumpe benötigt Spezial-Wartung die nicht jeder Standard-Heizungsbauer durchführen kann. Die Service-Verfügbarkeit prüfen durch Anruf bei der Hersteller-Hotline welche Fachbetriebe zertifiziert sind. Die Ersatzteil-Verfügbarkeit ist kritisch über 20 Jahre Lebensdauer und der Hersteller muss Ersatzteile garantieren.
Das Kaufkriterium Nummer zwei ist der JAZ-Nachweis mit Labor-Test oder Feldtest-Dokumentation unabhängig verifiziert. Stiebel Eltron zeigt Feldtest-Daten mit JAZ 5,3 bis 5,6 transparent veröffentlicht vertrauenswürdig. Andere Hersteller zeigen oft nur Norm-Angaben EN 14511 Labor-Bedingungen die nicht der Realität entsprechen. Die JAZ-Differenz von 0,3 Punkten erscheint klein entspricht aber 6 Prozent Strom-Mehrverbrauch über 20 Jahre.
Das Kaufkriterium Nummer drei ist der Garantie-Umfang mit Standard 2 Jahre gesetzlich. Eine verlängerte Garantie 5 bis 10 Jahre gegen Aufpreis 300 bis 800 Euro ist sinnvoll. Die Verdichter-Garantie ist besonders wichtig weil der teuerste Komponente mit Austausch 3.000 bis 5.000 Euro kostet. Die Installations-Qualität ist entscheidender als die Hersteller-Wahl weil die beste Wärmepumpe schlecht funktioniert bei falscher Installation.
Wie ist die Stromersparnis versus Sole-System?
Die Stromersparnis der Grundwasserwärmepumpe versus Sole-System beträgt 242 Euro jährlich brutto. Nach Abzug der Brunnenpumpen-Kosten bleiben nur 50 bis 100 Euro netto realistisch übrig. Die Berechnung basiert auf einem Wärmebedarf von 20.000 Kilowattstunden jährlich für ein Einfamilienhaus 150 Quadratmeter. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 4,5 verbraucht 4.444 Kilowattstunden Strom entspricht Kosten 1.333 Euro jährlich bei 30 Cent Strompreis.
Die Grundwasserwärmepumpe mit JAZ 5,5 verbraucht 3.636 Kilowattstunden Strom entspricht Kosten 1.091 Euro jährlich. Die Brutto-Ersparnis beträgt 1.333 Euro minus 1.091 Euro gleich 242 Euro jährlich durch höhere JAZ. Die Brunnenpumpe verbraucht zusätzlich 450 bis 900 Kilowattstunden jährlich abhängig von der Tiefe 25 bis 50 Meter. Das entspricht Kosten von 135 bis 270 Euro die von der Brutto-Ersparnis abgezogen werden müssen.
Die Sole-Umwälzpumpe verbraucht 200 bis 400 Kilowattstunden jährlich entspricht Kosten 60 bis 120 Euro ebenfalls. Die Netto-Ersparnis beträgt 242 Euro minus Differenz Brunnenpumpe 75 bis 150 Euro gleich 92 bis 167 Euro jährlich. Die Lebenszykluskosten über 20 Jahre zeigen kumulative Ersparnis 1.840 bis 3.340 Euro ohne Strompreis-Steigerung. Die Berücksichtigung von Strompreis-Steigerung 3 bis 5 Prozent jährlich erhöht die Ersparnis auf 3.000 bis 5.000 Euro.
Vergleich mit Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Stromersparnis der Grundwasserwärmepumpe versus Luft-Wasser-System beträgt 700 bis 1.000 Euro jährlich deutlich höher. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit JAZ 3,2 verbraucht 6.250 Kilowattstunden Strom entspricht Kosten 1.875 Euro jährlich. Die Grundwasserwärmepumpe mit JAZ 5,5 verbraucht 3.636 Kilowattstunden Strom entspricht Kosten 1.091 Euro jährlich. Die Differenz beträgt 784 Euro brutto minus Brunnenpumpe 135 bis 270 Euro ergibt Netto-Ersparnis 514 bis 649 Euro jährlich.
Die Investitions-Differenz beträgt 25.000 bis 35.000 Euro Grundwasserwärmepumpe versus 18.000 bis 28.000 Euro Luft-Wasser. Die Mehrkosten betragen 5.000 bis 10.000 Euro die amortisiert werden müssen. Die Amortisation erfolgt nach 8 bis 19 Jahren abhängig von den Mehrkosten und der Strompreis-Entwicklung. Die Langzeit-Betrachtung über 20 Jahre favorisiert die Grundwasserwärmepumpe mit kumulativer Ersparnis 10.000 bis 13.000 Euro nach Amortisation.
Die folgende Tabelle zeigt den Lebenszykluskosten-Vergleich der drei Wärmepumpen-Typen transparent für 20 Jahre Betriebsdauer.. (See also: Brauchwasserwärmepumpe: Kosten, Test und Speichergröße 2026)
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Die Tabelle zeigt dass die Grundwasserwärmepumpe die niedrigsten Lebenszykluskosten erreicht von 41.770 bis 48.270 Euro. Das Sole-System kostet 3.290 Euro mehr über 20 Jahre wegen höherem Stromverbrauch. Das Luft-Wasser-System kostet 6.830 Euro mehr trotz niedrigster Investition wegen dramatisch höherem Stromverbrauch.
Wann lohnt sich die Grundwasserwärmepumpe?
Die Grundwasserwärmepumpe lohnt sich bei Erfüllung von vier Kriterien gleichzeitig. Das erste Kriterium ist die Genehmigungsfähigkeit mit Zone III oder kein Wasserschutzgebiet. Das zweite Kriterium ist die Grundstücksgröße von 500 Quadratmeter plus für optimalen Brunnenabstand. Das dritte Kriterium ist die Brunnentiefe 20 bis 40 Meter als wirtschaftlich optimal. Das vierte Kriterium ist die Langzeit-Perspektive 15 bis 25 Jahre Betrieb geplant.
Das erste Kriterium Genehmigungsfähigkeit erfordert die Prüfung des Wasserschutzgebiet-Status online im UmweltAtlas Bayern. Die Altlastenkataster-Abfrage im Gelben Buch ist vor der Planung zwingend erforderlich. Die Zone I und II schließen die Grundwasserwärmepumpe absolut aus und erfordern Alternative Sole oder Luft. Die Zone III erlaubt unter Auflagen mit Mehrkosten 500 bis 1.500 Euro die kalkuliert werden müssen.
Das zweite Kriterium Grundstücksgröße 500 Quadratmeter plus ermöglicht optimalen Brunnenabstand 12 bis 15 Meter. Kleinere Grundstücke 300 bis 400 Quadratmeter können funktionieren bei günstiger Geometrie rechteckig länglich. Die strategische Empfehlung ist die Grundstücks-Auswahl bei Neubau mit Berücksichtigung der Grundwasserwärmepumpe. Die Bestandsimmobilien mit kleinem Grundstück sollten Alternative Sole oder Luft prüfen realistisch.
Entscheidungs-Matrix: Grundwasser ja oder nein?
Die folgende Matrix zeigt Entscheidungs-Kriterien strukturiert mit klaren Empfehlungen für typische Szenarien.
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Die Matrix zeigt dass die Grundwasserwärmepumpe eine Spezial-Lösung für optimale Konstellation ist. Das ideale Anwender-Profil ist effizienz-orientiert, langfristig planend 20 Jahre plus und großes Grundstück 500 Quadratmeter plus. Die Mehrheit der Hausbesitzer erfüllt die Kriterien nicht vollständig wegen Wasserschutz 25 bis 35 Prozent Fläche. Auch kleine Grundstücke 40 bis 50 Prozent Bestands-Immobilien oder Tiefe ungünstig 30 bis 40 Prozent Regionen schränken ein.
Welche regionalen Unterschiede gibt es in Bayern?
Die regionalen Unterschiede in Bayern sind extrem zwischen München Schotterebene und Bayern Nord Franken. Die München-Region zeigt Grundwasserspiegel 3 bis 10 Meter unter Gelände typisch in der Schotterebene. Der Kies-Aquifer hat hohe Durchlässigkeit und optimale Bedingungen für Grundwasserwärmepumpen. Die Brunnenbohrung kostet pauschal 800 bis 1.200 Euro pro Brunnen mit Ramm-Verfahren möglich. Die Fertigstellung dauert nur 1 bis 2 Tage schnell und effizient.
Die Bayern Süd Region im Alpenvorland zeigt Grundwasserspiegel 10 bis 30 Meter unter Gelände. Der Molasse-Untergrund mit Sand-Schluff-Gemisch hat mittlere Durchlässigkeit akzeptabel für Grundwasserwärmepumpen. Die Brunnenbohrung kostet 110 bis 130 Euro pro Meter mit Rotary-Verfahren erforderlich. Die Arbeitszeit beträgt 3 bis 5 Tage und die Wirtschaftlichkeit ist gut aber nicht optimal wie München.
Die Bayern Nord Region Franken zeigt Grundwasserspiegel 40 bis 100 Meter unter Gelände tief. Der Sandstein-Aquifer hat niedrige Durchlässigkeit und ist problematisch für Grundwasserwärmepumpen. Die Brunnenbohrung kostet 140 bis 160 Euro pro Meter wegen härterem Gestein plus größerem Rohrdurchmesser. Die Durchflussmenge ist oft grenzwertig 3 bis 8 Liter pro Minute statt optimal 10 bis 15 Liter. Die Wirtschaftlichkeit ist fraglich und die Sole-Erdwärme mit Erdsonden oft die bessere Alternative.
München-Spezifik: Warum ist München ideal?
Die München-Region ist ideal für Grundwasserwärmepumpen wegen drei Faktoren kombiniert optimal. Der erste Faktor ist das flache Grundwasser mit teilweise 4,8 Meter unter Gelände dokumentiert. Das ist der niedrigste Wert in Deutschland und ein Rekord für günstige Erschließung. Der zweite Faktor ist die hohe Durchlässigkeit der Schotterebene durch Gletscher-Ablagerungen der Eiszeit. Die Kies-Schichten haben Durchlässigkeit 0,001 bis 0,01 Meter pro Sekunde Darcy-Koeffizient exzellent.
Der dritte Faktor ist die Grundwasserfließgeschwindigkeit von 2 bis 4 Meter täglich optimal. Das erlaubt einen Standard-Abstand von 10 Meter zwischen den Brunnen ausreichend für thermische Trennung. Die Kosten in München sind die niedrigsten in Deutschland weil Bohrung pauschal statt Meter-Preis angeboten wird. Das typische Angebot zeigt Saugbrunnen 1.000 Euro, Schluckbrunnen 1.000 Euro und Brunnenpumpe 800 Euro gesamt 2.800 Euro Erschließung komplett.
Die Installation der Wärmepumpe plus Genehmigung PSW addiert weitere 15.000 bis 20.000 Euro zur Gesamt-Investition. Die Gesamt-Investition beträgt 18.000 bis 23.000 Euro vor der Förderung günstig. Die Förderung 55 Prozent KfW senkt auf 8.100 bis 10.350 Euro Eigenanteil wirtschaftlich sehr attraktiv. Die Genehmigungspraxis München ist etabliert durch hohe Anzahl existierender Grundwasserwärmepumpen geschätzt 5.000 bis 10.000 Anlagen mit Erfahrung.
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