Ovum Wärmepumpe: SCOP Weltrekord, Kosten und Erfahrungen
Die Ovum AC312P erreicht einen SCOP-Wert von 6,02 bei 35 Grad Celsius Vorlauftemperatur. Das ist der höchste zertifizierte Wert am Markt.
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Die Ovum AC312P erreicht einen SCOP-Wert von 6,02 bei 35 Grad Celsius Vorlauftemperatur. Das ist der höchste zertifizierte Wert am Markt. Vaillant aroTHERM plus erreicht 5,5, Wolf CHA Monoblock 5,4, Stiebel Eltron WPL-A 5,3. Der Unterschied von 0,5 bis 0,9 SCOP-Punkten entspricht 8 bis 15 Prozent weniger Stromverbrauch über das Jahr. Bei 15.000 Kilowattstunden Heizwärmebedarf spart die Ovum 236 bis 450 Kilowattstunden Strom pro Jahr gegenüber Standard-Wärmepumpen. Bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde sind das 71 bis 135 Euro jährlich. Über 20 Jahre summiert sich die Ersparnis auf 1.420 bis 2.700 Euro nur durch höhere Effizienz.
Ovum Heiztechnik aus Kirchbichl in Tirol produziert seit Jahrzehnten Premium-Wärmepumpen. Der Fokus liegt auf maximaler Effizienz durch patentierte Heißgas-Technologie und R290-Propan als Kältemittel. Die Geräte kosten 13.000 bis 16.000 Euro für die AC312P ohne Installation. Mit Cube-Speicher, Frischwasserstation und Installation liegen die Gesamtkosten bei 30.000 bis 34.000 Euro. Das ist 6.000 bis 12.000 Euro mehr als vergleichbare Systeme von Vaillant oder Wolf. Die höhere Investition amortisiert sich durch niedrigere Betriebskosten über 15 bis 25 Jahre bei optimaler Nutzung.
Das Wichtigste in Kürze
- SCOP 6,02 vs. Konkurrenz 5,3-5,5: 8-15% weniger Stromverbrauch, 1.420-2.700€ Ersparnis über 20 Jahre
- Heißgas-Prozess (HGS) patentiert: Verdichter-Abwärme clever genutzt, +8-12% COP-Gewinn möglich
- R290 Propan mit GWP 3: 700-fach umweltfreundlicher als R410A, zukunftssicher gegen F-Gase-Verordnung
- Kosten 30.000-34.000€ gesamt: 6-12k€ teurer als Standard, amortisiert durch Effizienz + Förderung
- Lautstärke 39,9 dB: Leiser als Kühlschrank, nachbarfreundlich auch bei dichter Bebauung
Was macht Ovum als Hersteller besonders?
Ovum Heiztechnik GmbH sitzt in Kirchbichl im österreichischen Tirol. Das Unternehmen produziert seit über 30 Jahren Wärmepumpen und Heizsysteme. Die Firma ist ein Mittelständler mit etwa 80 Mitarbeitern. Der Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum Deutschland, Österreich und Schweiz. Anders als Großkonzerne wie Bosch, Vaillant oder Viessmann bedient Ovum eine Premium-Nische. Die Zielgruppe sind Effizienz-Maximalisten, Bauherren mit Photovoltaik-Anlagen und Kunden die langfristige Qualität über niedrigen Kaufpreis stellen.
Die Markenphilosophie basiert auf drei Säulen: maximale Energieeffizienz durch innovative Technik, Integration aller Komponenten in kompakte Systeme, und Nutzung natürlicher Kältemittel. Ovum war einer der ersten Hersteller die konsequent auf R290-Propan setzten. Das war 2015 bis 2018 ein Wagnis wegen der Brennbarkeit. Heute gilt die Entscheidung als vorausschauend wegen der F-Gase-Verordnung.
Die Produktion erfolgt in Österreich mit hohen Qualitätsstandards. Jede Wärmepumpe wird vor Auslieferung einem mehrstündigen Funktionstest unterzogen. Die Verdichter kommen von etablierten Herstellern wie Panasonic oder Mitsubishi. Die Regelungselektronik und Software entwickelt Ovum selbst. Das ermöglicht Features wie PV-Watch für intelligente Photovoltaik-Integration.
Der Vertrieb läuft ausschließlich über zertifizierte Fachpartner. Endkunden können nicht direkt bei Ovum kaufen. Das sichert Installationsqualität, führt aber zu regionalen Verfügbarkeits-Unterschieden. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Mitteldeutschland ist das Partnernetzwerk gut ausgebaut. In Norddeutschland und Südwestdeutschland gibt es weniger Partner. Das kann bei Service und Wartung zum Problem werden.
Wie positioniert sich Ovum im Wettbewerb?
Der österreichische Hersteller konkurriert nicht im Massenmarkt. Produkte wie Vaillant flexoTHERM oder Viessmann Vitocal 200-A kosten 8.000 bis 11.000 Euro für das Gerät. Sie erreichen SCOP-Werte von 4,8 bis 5,2. Das ist gut für den Durchschnitt. Ovum zielt auf die oberen 10 bis 15 Prozent des Marktes. Käufer zahlen 30 bis 50 Prozent mehr für 10 bis 20 Prozent höhere Effizienz.
Vergleichbare Premium-Hersteller sind Nibe aus Schweden mit dem Nibe S-Serie oder Ochsner aus Österreich. Nibe erreicht SCOP-Werte bis 5,8 mit High-End-Modellen. Ochsner liegt bei 5,6 bis 5,9. Beide kosten ähnlich viel wie Ovum zwischen 12.000 und 18.000 Euro nur Gerät. Der entscheidende Unterschied ist das All-in-One-Konzept. Ovum integriert Speicher, Frischwasserstation und Regelung in kompakte Einheiten. Das spart Platz und reduziert Wärmeverluste durch freiliegende Rohre.
Die Hauptkonkurrenz im Premium-Segment kommt von deutschen Herstellern wie Wolf mit der CHA-Monoblock-Serie. Wolf erreicht SCOP 5,4 und kostet etwa 11.000 bis 14.000 Euro für das Gerät. Das Servicenetzwerk ist deutschlandweit dichter als bei Ovum. Für Kunden außerhalb der Ovum-Kernregionen kann das ausschlaggebend sein trotz etwas niedrigerer Effizienz.
Warum erreicht Ovum SCOP 6,02 als Weltrekord?
Der Seasonal Coefficient of Performance beschreibt die durchschnittliche Effizienz über eine Heizperiode. Ein SCOP von 6,02 bedeutet: Aus 1 Kilowattstunde Strom werden 6,02 Kilowattstunden Wärme. Der Wert wird nach EN 14825 unter standardisierten Bedingungen ermittelt. Die Prüfung erfolgt bei verschiedenen Außentemperaturen von minus 7 bis plus 12 Grad und verschiedenen Vorlauftemperaturen. Der SCOP berücksichtigt auch Abtauverluste und Hilfsenergie für Pumpen.
Ovum erreicht 6,02 bei 35 Grad Vorlauftemperatur im mittleren Klimaprofil. Das entspricht Mitteleuropa mit moderaten Wintern. Bei 55 Grad Vorlauftemperatur sinkt der SCOP auf 4,50. Das ist immer noch exzellent verglichen mit Wettbewerbern bei 3,8 bis 4,2. Der hohe Wert bei 35 Grad macht die AC312P ideal für Fußbodenheizung in Neubauten oder sanierten Altbauten.
Die konkrete Verbesserung lässt sich beziffern. Eine Standard-Wärmepumpe mit SCOP 5,0 braucht für 15.000 Kilowattstunden Heizwärme 3.000 Kilowattstunden Strom. Die Ovum braucht 15.000 geteilt durch 6,02 gleich 2.492 Kilowattstunden. Die Differenz von 508 Kilowattstunden kostet bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde 152 Euro pro Jahr. Über 20 Jahre sind das 3.040 Euro Ersparnis nur durch Effizienz.
Tabelle 1 zeigt den SCOP-Vergleich führender Hersteller:
| Feature |
|---|
Die Tabelle zeigt Ovum führt knapp vor Nibe. Der Abstand zu Massenprodukten wie Viessmann beträgt fast 1 SCOP-Punkt. Das entspricht 16 bis 18 Prozent Effizienz-Unterschied.
Was ist der Heißgas-Prozess und wie funktioniert er?
Der Heißgas-Prozess (HGS) ist eine patentierte Ovum-Technologie. Er nutzt die Abwärme des Verdichters intelligenter als Standard-Wärmepumpen. Nach der Kompression ist das gasförmige Kältemittel sehr heiß zwischen 80 und 110 Grad Celsius. Diese Überhitzung (Superheat) enthält wertvolle Energie. In normalen Wärmepumpen wird diese Energie im Verflüssiger mit der Kondensationswärme vermischt. Das funktioniert aber die hohe Temperatur wird nicht optimal genutzt.
Ovum koppelt die Superheat-Energie vor dem Verflüssiger aus. Ein spezieller Wärmetauscher überträgt sie direkt an den Warmwasserspeicher oder die Heizungs-Vorlaufleitung. Das Heißgas gibt 10 bis 15 Prozent seiner Energie bei sehr hoher Temperatur ab. Der Rest kondensiert dann im Hauptverflüssiger bei der normalen Temperatur der Fußbodenheizung um 35 bis 45 Grad.
Der Vorteil ist doppelt. Erstens wird Warmwasser effizienter bereitet weil die hohe Temperatur direkt genutzt wird statt erst auf 45 Grad abgekühlt zu werden. Zweitens kann der Verdichter etwas niedriger verdichten weil er das Temperaturniveau nicht ganz so hoch bringen muss. Jedes Grad weniger Temperaturdifferenz verbessert den COP um etwa 2 bis 3 Prozent.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Gewinn. Standard-WP für 50 Grad Vorlauf erreicht COP 3,8. Mit HGS-Nutzung kann die effektive Vorlauftemperatur auf 48 Grad gesenkt werden weil die Spitzentemperatur durch Heißgas abgedeckt wird. Der COP steigt auf 4,1. Das ist ein Gewinn von 8 Prozent. Über ein Jahr mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf spart das 400 Kilowattstunden Strom oder 120 Euro.
Die Technologie erklärt teilweise warum Ovum bei gleicher Hardware-Basis wie Wettbewerber höhere SCOP-Werte erreicht. Der Heißgas-Prozess ist eine Software- und Regelungs-Innovation nicht nur bessere Komponenten. Das zeigt die Bedeutung intelligenter Steuerung für moderne Wärmepumpen.
Warum nutzt Ovum R290-Propan als Kältemittel?
Propan (R290) ist ein natürliches Kältemittel. Es hat ein Global Warming Potential (GWP) von nur 3. Das bedeutet 1 Kilogramm freigesetztes Propan wirkt wie 3 Kilogramm CO2 über 100 Jahre. Im Vergleich dazu hat R410A ein GWP von 2.088 und R32 ein GWP von 675. R290 ist also 225-fach umweltfreundlicher als R32 und 696-fach besser als R410A.
Die Europäische Union verschärft die F-Gase-Verordnung schrittweise. Synthetische Kältemittel mit hohem GWP werden verteuert und ab 2030 weitgehend verboten. Wärmepumpen mit R410A oder R32 können dann nicht mehr kostengünstig nachgefüllt werden bei Leckagen. Der Kältemittelpreis für R410A ist bereits von 15 Euro auf über 150 Euro pro Kilogramm gestiegen zwischen 2018 und 2024. R290 kostet stabil 5 bis 10 Euro pro Kilogramm weil es nicht reguliert ist.
Propan bietet auch thermodynamische Vorteile. Die volumetrische Kälteleistung ist hoch. Das bedeutet pro Liter Verdichtervolumen wird mehr Wärme transportiert. Die Verdichter können kompakter bauen bei gleicher Leistung. Die kritische Temperatur von R290 liegt bei 97 Grad Celsius. Das ist höher als bei R32 mit 78 Grad. Höhere kritische Temperatur ermöglicht höhere Vorlauftemperaturen ohne thermische Überlastung des Verdichters.
Der Nachteil ist die Brennbarkeit. R290 ist als A3-Kältemittel eingestuft brennbar und explosiv in Luft-Mischungen von 2 bis 10 Prozent. Ovum begrenzt die Füllmenge auf 1,3 bis 1,7 Kilogramm je nach Modell. Diese Menge ist so gering dass selbst bei vollständiger Freisetzung in einem 20 Quadratmeter Raum die Konzentration unter der Explosionsgrenze bleibt. Zusätzlich ist der Kältekreis im Außengerät vollständig geschlossen. Im Gebäude zirkuliert nur Wasser nie Kältemittel.
Moderne Sicherheitsstandards nach EN 378 und IEC 60335-2-40 regeln den Umgang mit brennbaren Kältemitteln. Ovum erfüllt alle Vorgaben. Gaswarnmelder und automatische Ventilations-Systeme sind bei Installation im Keller empfohlen aber nicht zwingend. Die über 8 Jahre Markterfahrung mit R290-Geräten zeigt keine erhöhte Unfallrate verglichen mit synthetischen Kältemitteln.
Was kostet eine Ovum-Wärmepumpe komplett?
Die Gesamtkosten einer Ovum-Installation gliedern sich in Gerät, Zusatzkomponenten und Handwerkerleistung. Die AC312P kostet als Außengerät 13.000 bis 16.000 Euro netto beim Fachhandel. Der Cube-Speicher mit 500 Liter Volumen addiert 4.000 bis 4.500 Euro. Die Frischwasserstation für hygienische Warmwasserbereitung kostet 1.000 bis 1.200 Euro. Optional erhältlich ist das PV-Watch-Modul für intelligente Photovoltaik-Integration um 800 bis 1.000 Euro.
Die Hardware-Summe beträgt damit 18.000 bis 22.700 Euro netto. Hinzu kommen Installationskosten. Ein Fundament oder Aufstellrahmen für das Außengerät kostet 800 bis 1.500 Euro. Die hydraulische Anbindung an das Heizsystem erfordert 2.500 bis 4.000 Euro für Rohre, Armaturen und Pumpen. Die elektrische Installation schlägt mit 1.800 bis 2.800 Euro zu Buche für Starkstrom-Anschluss und Regelungskabel. Der hydraulische Abgleich des Heizsystems kostet zusätzlich 800 bis 1.200 Euro. Die Inbetriebnahme und Einstellung durch den Fachbetrieb berechnet 600 bis 1.000 Euro.
Die Gesamt-Investition liegt bei 24.500 bis 33.200 Euro netto. Mit 19 Prozent Mehrwertsteuer sind das 29.155 bis 39.508 Euro brutto. Für Einfamilienhäuser mit 120 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche ist die AC312P typisch dimensioniert. Größere Häuser benötigen die AC417P für 15.000 bis 18.000 Euro Gerätepreis. Das erhöht die Gesamtkosten auf 32.000 bis 42.000 Euro brutto.
Tabelle 2 schlüsselt die Kosten detailliert auf:
| Feature |
|---|
Der Vergleich mit Standard-Herstellern zeigt den Aufpreis. Eine Vaillant aroTHERM plus mit ähnlicher Leistung kostet 9.000 bis 11.000 Euro nur Gerät. Mit Standardspeicher 300 Liter um 2.000 Euro und gleichen Installationskosten ergibt sich ein Gesamt von 18.000 bis 24.000 Euro brutto. Die Ovum ist also 11.000 bis 15.500 Euro teurer als eine gute Standard-Lösung. Bei Wolf CHA-Monoblock liegt die Differenz bei 8.000 bis 12.000 Euro.
Wie viel Strom spart Ovum wirklich pro Jahr?
Die Stromersparnis hängt vom Vergleichssystem und den Betriebsbedingungen ab. Ein realistisches Szenario: Einfamilienhaus mit 15.000 Kilowattstunden Heizwärmebedarf und 2.500 Kilowattstunden für Warmwasser pro Jahr. Gesamt 17.500 Kilowattstunden thermische Energie nötig. Die Ovum AC312P erreicht im Realbetrieb eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,5 bei optimaler Einstellung mit Fußbodenheizung.
Stromverbrauch Ovum: 17.500 kWh geteilt durch 4,5 gleich 3.889 Kilowattstunden Strom. Bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde kostet das 1.167 Euro pro Jahr.
Eine Standard-Wärmepumpe mit JAZ 3,8 verbraucht: 17.500 kWh geteilt durch 3,8 gleich 4.605 Kilowattstunden Strom. Das kostet 1.382 Euro pro Jahr.
Die Differenz beträgt 716 Kilowattstunden oder 215 Euro jährlich. Über 20 Jahre summiert sich das auf 4.300 Euro Stromersparnis. Bei steigenden Strompreisen erhöht sich der Betrag. Steigt der Preis auf 0,40 Euro pro Kilowattstunde bis 2030 plausibel bei CO2-Bepreisung wären es 286 Euro pro Jahr oder 5.720 Euro über 20 Jahre.
Die Amortisation der Mehrkosten von 11.000 Euro erfordert also 51 Jahre bei konstanten Strompreisen von 0,30 Euro. Das klingt lange aber drei Faktoren ändern die Rechnung. Erstens senkt die Förderung die effektive Mehrkosten auf 3.300 bis 5.500 Euro bei 50 bis 70 Prozent Zuschuss. Dann amortisiert sich die Investition in 15 bis 26 Jahren. Zweitens steigen Strompreise langfristig schneller als die Inflation. Die Ersparnis wächst jedes Jahr. Drittens erhöht Photovoltaik-Integration die Wirtschaftlichkeit dramatisch.
Mit einer 10 Kilowatt-Peak Photovoltaik-Anlage können 60 bis 70 Prozent des Wärmepumpen-Stroms selbst erzeugt werden in den Übergangsmonaten März bis Mai und September bis Oktober. In diesen Monaten fällt etwa 40 Prozent des Jahres-Heizbedarfs an. PV-Strom kostet 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde Gestehungskosten. Die Ovum mit PV-Watch nutzt Überschüsse optimal. Das spart zusätzlich 200 bis 400 Euro pro Jahr verglichen mit Standard-Wärmepumpen ohne intelligente PV-Steuerung.
Welche Förderungen gibt es für Ovum-Wärmepumpen?
In Deutschland fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Wärmepumpen über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Basis-Förderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein Effizienz-Bonus von 5 Prozent kommt hinzu für Geräte die eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5 erreichen in der Prüfung. Ovum erfüllt diese Anforderung problemlos. Das ergibt 35 Prozent Grundförderung.
Zusätzlich gibt es einen Klimageschwindigkeit-Bonus von 20 Prozent wenn eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt wird die mindestens 20 Jahre alt ist. Dieser Bonus gilt bis Ende 2028. Ein Einkommens-Bonus von 15 Prozent wird gewährt wenn das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro pro Jahr liegt. Alle Boni sind kombinierbar bis maximal 70 Prozent Förderquote. Die absolut geförderten Kosten sind auf 30.000 Euro begrenzt. Das ergibt maximal 21.000 Euro Zuschuss.
Für eine Ovum-Installation mit 32.000 Euro Gesamtkosten wären 30.000 Euro förderfähig. Bei 50 Prozent Förderquote ohne Einkommens-Bonus ergibt das 15.000 Euro Zuschuss. Die Eigenkosten sinken auf 17.000 Euro. Eine Standard-Wärmepumpe für 20.000 Euro erhält bei gleicher Förderquote 10.000 Euro Zuschuss. Eigenkosten 10.000 Euro. Die Differenz beträgt nur noch 7.000 Euro statt 12.000 Euro ohne Förderung.
In Österreich läuft die Förderung über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Der Zuschuss beträgt pauschal 4.000 bis 6.000 Euro je nach Leistung der Wärmepumpe. Zusätzlich gibt es Landesförderungen in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Die Kombination kann 8.000 bis 11.000 Euro erreichen. Die Förderquote liegt damit bei 25 bis 35 Prozent niedriger als in Deutschland.
In der Schweiz fördern Kantone unterschiedlich stark. Zürich gibt 3.000 bis 8.000 Franken je nach System. Bern bis 6.000 Franken. Aargau bis 10.000 Franken. Die Förderung ist degressiv gestaltet. Je effizienter das System desto höher der Zuschuss. Ovum profitiert überproportional durch die SCOP-Bestwerte.
Wie laut ist eine Ovum-Wärmepumpe im Betrieb?
Die AC312P gibt einen Schallleistungspegel von 39,9 Dezibel A am Gerät ab. Das ist der an der Quelle gemessene Wert nach ErP-Richtlinie. Der beim Nachbarn ankommende Schalldruckpegel ist deutlich niedriger abhängig von Abstand und Abschirmung. Bei 5 Meter Distanz und freier Schallausbreitung sinkt der Pegel auf etwa 26 Dezibel. Das liegt unter der Wahrnehmungsschwelle der meisten Menschen in ruhiger Umgebung.
Zum Vergleich: Ein Kühlschrank erzeugt 40 bis 45 Dezibel in der Küche. Flüstern liegt bei 30 Dezibel. Eine normale Unterhaltung bei 60 Dezibel. Die TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) fordert in reinen Wohngebieten nachts maximal 35 Dezibel Immissionswert am Nachbargrundstück. Die Ovum erfüllt diese Anforderung bereits bei 3 bis 4 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze.
Standard-Wärmepumpen erzeugen 43 bis 48 Dezibel Schallleistung. Bei Volllast im Winter können Spitzen bis 52 Dezibel auftreten. Das ist deutlich hörbarer. Die Differenz von 3 Dezibel klingt wenig wird aber als doppelt so laut wahrgenommen. 6 Dezibel Differenz entsprechen einer Vervierfachung der subjektiven Lautstärke. Ovum liegt also gefühlt deutlich unter dem Durchschnitt.
Der Grund für die niedrige Emission ist mehrfach. Der Verdichter arbeitet modulierend. Er läuft konstant bei niedriger Drehzahl statt ständig an und aus zu schalten. Das vermeidet Anfahrgeräusche. Die Inverter-Technologie ermöglicht sanfte Drehzahlrampen ohne Vibrationen. Das Gehäuse hat eine zusätzliche Schallkapselung mit Dämm-Material. Die Ventilator-Flügel sind aerodynamisch optimiert. Sie bewegen mehr Luft bei niedrigerer Drehzahl. Das reduziert Luftgeräusche.
Bei extremer Kälte unter minus 10 Grad erhöht die Wärmepumpe die Leistung. Der Schallpegel steigt dann auf 43 bis 45 Dezibel. Das ist immer noch akzeptabel aber merklich. Abtau-Zyklen alle 60 bis 90 Minuten dauern 3 bis 5 Minuten. Währenddessen kehrt sich der Kältekreislauf um. Es gibt ein Klickgeräusch vom Umschaltventil und kurzzeitig höheres Gebläse. Diese Phasen sind aus 10 Meter Abstand hörbar aber nicht störend laut.
Nutzer berichten in Foren übereinstimmend von sehr leisem Betrieb. Aussagen wie "man hört die Wärmepumpe nur wenn man direkt daneben steht" sind häufig. Einige Besitzer haben die Installation in 2 Meter Abstand zum Schlafzimmerfenster ohne Beschwerden. Das wäre mit Standard-Geräten nicht möglich. Die niedrige Lautstärke ist neben der Effizienz das zweitwichtigste Kaufargument für Ovum in dicht bebauten Wohngebieten.
Welche Vorlauftemperaturen kann Ovum liefern?
Die ACP-Serie erreicht maximal 70 Grad Celsius Vorlauftemperatur im Heizbetrieb. Das ist technisch bemerkenswert für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Standard-Geräte begrenzen oft bei 60 bis 65 Grad. Die höhere Temperatur ermöglicht den Einsatz in Altbauten mit alten Radiatoren. Diese benötigen an kalten Tagen oft 60 bis 70 Grad um die Räume ausreichend warm zu bekommen.
Allerdings sinkt die Effizienz dramatisch bei hohen Vorlauftemperaturen. Bei 70 Grad erreicht die AC312P nur noch einen COP von etwa 2,2 bis 2,5 bei minus 7 Grad Außentemperatur. Das entspricht einer Jahresarbeitszahl von nur 2,8 bis 3,2 über die Heizperiode. Damit verliert Ovum den Effizienz-Vorteil gegenüber Standard-Wärmepumpen. Eine Vaillant mit JAZ 3,0 bei 65 Grad ist dann praktisch gleichwertig.
Die optimale Nutzung liegt bei 35 bis 45 Grad Vorlauftemperatur. Bei 35 Grad erreicht Ovum JAZ 5,0 bis 5,5 im Realbetrieb. Bei 45 Grad sind es 4,2 bis 4,5. Das ist der Sweet-Spot wo die Premium-Technik sich auszahlt. Fußbodenheizung arbeitet mit 30 bis 35 Grad optimal. Niedertemperatur-Heizkörper mit großen Flächen benötigen 40 bis 45 Grad. Beide Systeme erlauben Ovum die Effizienz auszuspielen.
Für Altbauten mit alten Heizkörpern ist die Empfehlung klar: Entweder die Heizkörper austauschen gegen größere Modelle oder eine Hybrid-Lösung wählen. Ein Gas-Brennwertkessel übernimmt Spitzenlasten über 55 Grad an wenigen kalten Tagen. Die Wärmepumpe deckt die Grundlast bis 50 Grad über 90 Prozent der Heizperiode. Das kombiniert hohe Effizienz der Wärmepumpe mit Wirtschaftlichkeit. Die Investition in neue Heizkörper beträgt 3.000 bis 8.000 Euro je nach Gebäudegröße. Das amortisiert sich durch 15 bis 25 Prozent niedrigeren Stromverbrauch in 8 bis 15 Jahren.
Wo kann man Ovum-Wärmepumpen kaufen?
Ovum vertreibt ausschließlich über zertifizierte Fachpartner. Endkunden können nicht direkt beim Hersteller bestellen. Das Partnernetzwerk ist regional organisiert. In Deutschland gibt es Stützpunkthändler in verschiedenen Regionen.
In Nordrhein-Westfalen ist die Ovum Rheinland GmbH in Köln der Hauptpartner. Sie betreut das Rheinland, das Ruhrgebiet und Teile von Hessen. Angeschlossene Installationsbetriebe gibt es in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Bonn. Die Verfügbarkeit ist gut mit kurzen Lieferzeiten von 4 bis 8 Wochen.
In Bayern arbeitet Ovum mit mehreren regionalen Partnern. Ovum Nordbayern in Erlangen deckt den Raum Nürnberg, Bamberg und Bayreuth ab. Im südlichen Bayern sind lokale Heizungsbauer als Partner registriert in München, Augsburg und Regensburg. Die Dichte ist geringer als in Nordrhein-Westfalen aber ausreichend für guten Service.
Mitteldeutschland wird über Join Heating beliefert. Das ist ein Großhändler mit Sitz in Erfurt. Er vertreibt an Installationsbetriebe in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Verfügbarkeit ist gut über den Großhandel aber die Kompetenz der Installateure schwankt. Nicht jeder Heizungsbauer kennt die Besonderheiten von Ovum-Systemen.
In Norddeutschland ist die Versorgung dünn. Es gibt keine dedizierten Stützpunkthändler in Hamburg, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen. Interessenten müssen Kontakt direkt mit Ovum aufnehmen. Der Hersteller vermittelt dann den nächstgelegenen qualifizierten Partner. Das kann zu längeren Anfahrten und höheren Kosten führen.
In Süddeutschland Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es Ovum Rhein-Neckar in Hockenheim. Dieser Partner deckt Heidelberg, Mannheim, Speyer und Karlsruhe ab. Im restlichen Baden-Württemberg Stuttgart, Freiburg ist die Verfügbarkeit begrenzt.
Tabelle 3 zeigt die Partner-Übersicht:
| Feature |
|---|
Die Kontaktaufnahme erfolgt über ovum.at/kontakt oder telefonisch bei der Zentrale in Österreich. Die Mitarbeiter erfragen die Postleitzahl und vermitteln den zuständigen Partner. Dieser macht einen Vor-Ort-Termin zur Bedarfsanalyse. Danach folgt ein detailliertes Angebot mit Geräteauswahl, Zusatzkomponenten und Installationskosten. Die Preise sind Verhandlungssache. Es gibt keine öffentliche Preisliste. Das erschwert Vergleiche aber ermöglicht Spielraum bei großen Aufträgen oder Mehrfach-Installationen.
Wie läuft der Kaufprozess konkret ab?
Der Prozess gliedert sich in sieben Schritte vom Erstkontakt bis zur Abnahme. Schritt 1 ist die Anfrage beim Hersteller oder direkt beim regionalen Partner. Der Kunde beschreibt das Projekt: Neubau oder Sanierung, Wohnfläche, Dämmstandard, Heizsystem Fußboden oder Heizkörper, Photovoltaik vorhanden oder geplant. Diese Informationen ermöglichen eine erste Einschätzung der Machbarkeit.
Schritt 2 ist der Beratungstermin vor Ort. Ein Fachberater des Partners besichtigt das Gebäude. Er prüft die Aufstellmöglichkeiten für das Außengerät. Er misst den Heizraum für die Inneninstallation. Er begutachtet das vorhandene Heizsystem. Bei Sanierung werden die alten Heizkörper vermessen um die benötigte Vorlauftemperatur zu bestimmen. Der Berater erstellt eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Diese berechnet den maximalen Wärmebedarf des Gebäudes an kalten Wintertagen. Daraus ergibt sich die erforderliche Wärmepumpen-Leistung.
Schritt 3 ist das schriftliche Angebot. Es enthält die empfohlene Gerätekonfiguration, alle Zusatzkomponenten, die Installationsleistungen einzeln aufgeschlüsselt und den Gesamtpreis. Die Angebotserstellung dauert 1 bis 2 Wochen. Der Kunde kann Änderungswünsche äußern zum Beispiel größeren Speicher oder zusätzliche Heizkreise. Nach Vertragsunterzeichnung folgt die Auftragsbestätigung mit Liefertermin typisch 6 bis 12 Wochen ab Bestellung.
Schritt 4 betrifft eventuelle Genehmigungen. In den meisten Bundesländern ist für Luft-Wärmepumpen keine Baugenehmigung erforderlich. Ausnahmen können bestehen bei Aufstellung in Vorgartenbereichen nahe der Straße oder in denkmalgeschützten Gebäuden. Der Partner klärt das mit der zuständigen Baubehörde. Bei Erd-Wärmepumpen mit Tiefenbohrung ist eine wasserrechtliche Genehmigung zwingend. Das übernimmt der Installateur als Dienstleistung.
Schritt 5 ist die Installation. Ein Team von 2 bis 3 Fachkräften arbeitet 2 bis 5 Tage je nach Komplexität. Zuerst wird das Außengerät auf einem Betonfundament oder Metallrahmen aufgestellt. Die Sole-Leitungen zwischen Außen- und Innengerät werden verlegt meist im Erdreich frostfrei. Der Cube-Speicher wird im Heizraum positioniert und angeschlossen. Die Hydraulik wird verkabelt mit Heizkreisverteilern, Pumpen und Mischern. Die elektrische Verbindung zum Sicherungskasten wird hergestellt. Das System wird mit Wasser befüllt und entlüftet.
Schritt 6 ist die Inbetriebnahme durch einen zertifizierten Ovum-Techniker. Er programmiert die Regelung. Er stellt die Heizkurve ein. Das ist die Funktion die festlegt welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren wird. Er führt einen Probebetrieb über mehrere Stunden durch. Er optimiert die Einstellungen basierend auf dem tatsächlichen Verhalten. Er schult den Hausbesitzer in der Bedienung des Touch-Displays und der Smartphone-App.
Schritt 7 ist die Abnahme und Übergabe. Der Kunde unterschreibt das Übergabeprotokoll. Er erhält alle Unterlagen: Bedienungsanleitung, Wartungsheft, Prüfprotokolle, Förderantrags-Unterlagen. Die Gewährleistung beginnt. Sie beträgt 2 Jahre gesetzlich, kann aber auf 5 Jahre verlängert werden gegen Aufpreis. Der Förderantrag wird gestellt falls noch nicht vorab geschehen. Die Auszahlung erfolgt 8 bis 16 Wochen nach Inbetriebnahme.
Was berichten Nutzer über ihre Erfahrungen?
Reale Erfahrungsberichte aus Foren und Bewertungsportalen zeigen ein überwiegend positives Bild. Die meisten Nutzer bestätigen die hohe Effizienz. Gemessene Jahresarbeitszahlen von 4,0 bis 4,8 werden regelmäßig berichtet bei optimaler Einstellung. Die Stromkosten liegen 40 bis 60 Prozent unter früheren Gas- oder Ölheizungen. Die Kombination mit Photovoltaik wird als besonders vorteilhaft hervorgehoben. Die PV-Watch-Funktion nutzt Überschüsse automatisch. Das erhöht die Autarkie auf über 80 Prozent in sonnigen Monaten.
Die Lautstärke wird durchweg als sehr gering beschrieben. Formulierungen wie "man hört nichts" oder "leiser als der Kühlschrank" sind häufig. Selbst bei Aufstellung nahe am Haus oder in Innenhöfen gibt es kaum Beschwerden. Die Nachbarschaft bemerkt die Wärmepumpe nicht. Das ist ein großer Vorteil in dicht bebauten Gebieten wo Standard-Wärmepumpen Konflikte verursachen.
Die Verarbeitungsqualität wird gelobt. Das Außengerät macht einen soliden Eindruck. Die Lackierung ist hochwertig. Das Gehäuse ist stabil ohne Klappern. Die Elektronik arbeitet zuverlässig. Ausfälle sind selten. Die meisten Systeme laufen mehrere Jahre ohne Störungen. Die Cube-Speicher sind sehr gut gedämmt. Wärmeverluste sind minimal auch im unbeheizten Keller.
Kritik betrifft vor allem drei Punkte. Erstens der hohe Preis. Viele Käufer hatten Schwierigkeiten die Mehrkosten gegenüber Standard-Wärmepumpen zu rechtfertigen. Die Amortisation über Stromersparnis dauert lange. Ohne Förderung wäre Ovum für die meisten nicht wirtschaftlich. Zweitens die begrenzte Verfügbarkeit von Service-Partnern. In einigen Regionen gibt es nur wenige qualifizierte Installateure. Bei Problemen müssen Kunden lange auf Termine warten. Die Ersatzteilversorgung ist gut aber langsamer als bei Großherstellern mit Niederlassungen in jeder größeren Stadt. Drittens die Komplexität der Einstellung. Das System bietet viele Optimierungsmöglichkeiten. Das überfordert Laien und teils auch Installateure. Eine falsche Heizkurve oder unpassende Zeitprogramme verschlechtern die Effizienz deutlich. Mehrere Berichte schildern dass erst nach Nachbesserung durch den Hersteller-Service optimale Werte erreicht wurden.
Ein typisches Fallbeispiel aus einem Forum: Familie mit Neubau 140 Quadratmeter Wohnfläche in Bayern. Installation Ovum AC312P mit Cube 500 Liter und 9,6 Kilowatt-Peak Photovoltaik. Gesamtkosten 32.000 Euro brutto nach Förderung 60 Prozent Eigenanteil 12.800 Euro. Heizwärmebedarf gemessen 12.000 Kilowattstunden pro Jahr. Stromverbrauch Wärmepumpe 2.800 Kilowattstunden. Davon 1.900 Kilowattstunden aus Photovoltaik. Netzstrom 900 Kilowattstunden. Kosten 270 Euro pro Jahr für Heizung und Warmwasser. Vergleich zur früheren Gasheizung 1.400 Euro pro Jahr. Ersparnis 1.130 Euro jährlich. Amortisation der Mehrkosten gegen Standard-Wärmepumpe etwa 15 Jahre. Zufriedenheit sehr hoch wegen niedrigen Betriebskosten und Photovoltaik-Autarkie.
Ein Negativbeispiel: Altbau-Sanierung mit Ovum AC417P. Alte Heizkörper beibehalten. Vorlauftemperatur 60 Grad nötig an kalten Tagen. Gemessene JAZ nur 3,4 statt erwarteter 4,5. Enttäuschung beim Kunden. Nachträglicher Austausch von 4 kritischen Heizkörpern gegen größere Modelle. Vorlauftemperatur konnte auf 50 Grad gesenkt werden. JAZ verbesserte sich auf 4,0. Das zeigt: Ovum entfaltet seine Stärken nur bei passender Systemauslegung. Hohe Vorlauftemperaturen konterkarieren die Effizienz.
Welche Jahresarbeitszahlen erreichen Ovum-Systeme real?
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt die Effizienz über eine gesamte Heizperiode inklusive Warmwasserbereitung. Sie berücksichtigt alle Hilfsaggregate wie Pumpen und Regelung. Die JAZ ist immer niedriger als der SCOP weil Warmwasser und Hilfsenergie den Durchschnitt senken. Ovum-Systeme erreichen im Realbetrieb JAZ-Werte zwischen 3,8 und 5,2 abhängig von Vorlauftemperatur, Gebäudedämmung und Nutzerverhalten.
Optimale Bedingungen für hohe JAZ sind Neubau mit Fußbodenheizung 30 bis 35 Grad, Wärmemengenzähler zur Verbrauchskontrolle, hydraulischer Abgleich professionell durchgeführt, Photovoltaik mit PV-Watch zur Effizienzsteigerung. Unter diesen Bedingungen sind JAZ 4,8 bis 5,2 dokumentiert. Das entspricht einem Stromverbrauch von nur 3.000 bis 3.500 Kilowattstunden für ein gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 15.000 Kilowattstunden Wärmebedarf.
Typische Bedingungen im sanierten Altbau mit Niedertemperatur-Heizkörpern 40 bis 45 Grad, teilweise alte Heizkörper 50 Grad, ohne Photovoltaik. Hier werden JAZ 4,0 bis 4,5 erreicht. Das ist immer noch sehr gut und liegt über dem Durchschnitt von Standard-Wärmepumpen mit 3,5 bis 4,0. Der Stromverbrauch beträgt 3.750 bis 4.200 Kilowattstunden pro Jahr für gleichen Wärmebedarf.
Ungünstige Bedingungen sind unsanierter Altbau mit alten Heizkörpern 60 bis 70 Grad, schlechte Dämmung hoher Wärmebedarf über 25.000 Kilowattstunden, keine Photovoltaik. Die JAZ sinkt auf 3,2 bis 3,8. Das liegt nur noch im Bereich guter Standard-Wärmepumpen. Der Effizienz-Vorteil von Ovum verpufft. Der Stromverbrauch steigt auf 6.600 bis 7.800 Kilowattstunden pro Jahr. In solchen Fällen ist Ovum nicht die optimale Wahl. Eine Hybrid-Lösung mit Gas-Brennwert für Spitzenlasten wäre wirtschaftlicher.
Die gemessenen JAZ-Werte hängen auch von der Messmethode ab. Die Wärmepumpe selbst zeigt oft optimistischere Werte als externe Messgeräte. Der interne Zähler erfasst nicht immer alle Hilfsaggregate korrekt. Professionelle Messungen mit geeichten Wärmemengenzählern und Stromzählern ergeben 5 bis 15 Prozent niedrigere JAZ als die Display-Anzeige. Das ist kein Ovum-spezifisches Problem sondern bei allen Herstellern üblich. Für realistische Bewertung sind externe Messgeräte empfohlen.
Tabelle 4 zeigt realistische JAZ-Bereiche nach Anwendungsfall:
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|---|
Die Tabelle zeigt klar: Ovum entfaltet Potenzial bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Bei Hochtemperatur-Anwendungen verpufft der Vorteil. Die Investition lohnt sich nur bei guter Gebäudedämmung und modernem Heizsystem.
Für wen lohnt sich eine Ovum-Wärmepumpe?
Die Zielgruppe für Ovum ist spezifisch. Nicht jeder Bauherr profitiert von der Premium-Technik. Fünf Faktoren bestimmen die Eignung: verfügbares Budget, Effizienz-Priorität, vorhandene oder geplante Photovoltaik, Zeithorizont und regionale Verfügbarkeit.
Budget: Ovum erfordert Gesamtinvestition von 30.000 bis 40.000 Euro brutto vor Förderung. Nach 50 bis 70 Prozent Förderung bleiben 9.000 bis 20.000 Euro Eigenanteil. Das ist 3.000 bis 10.000 Euro mehr als Standard-Wärmepumpen. Wer maximal 15.000 Euro Eigenanteil investieren kann oder will sollte zu Vaillant, Wolf oder Stiebel Eltron greifen. Diese bieten solide Qualität zu niedrigerem Preis. Ovum ist für Budgets ab 18.000 Euro Eigenanteil sinnvoll.
Effizienz-Priorität: Wer langfristig denkt und niedrige Betriebskosten maximieren will findet in Ovum die beste Lösung. Die Stromersparnis von 200 bis 400 Euro pro Jahr summiert sich über 20 bis 30 Jahre auf 4.000 bis 12.000 Euro. Das kompensiert die Mehrkosten vollständig. Wer nur den Kaufpreis optimiert fährt mit Standard-Lösungen besser. Die Amortisation von Ovum erfordert Geduld und langfristige Perspektive.
Photovoltaik: Ovum glänzt in Kombination mit Solarstrom. Die PV-Watch-Funktion nutzt Überschüsse optimal. Das erhöht die Autarkie und senkt Stromkosten zusätzlich um 20 bis 40 Prozent. Ohne Photovoltaik bleibt Ovum effizient aber der wirtschaftliche Vorteil schmilzt. Wer bereits Photovoltaik hat oder sicher installieren wird sollte Ovum priorisieren. Wer keine Photovoltaik plant kann auch zu günstigeren Alternativen greifen.
Zeithorizont: Wer das Haus nach 10 Jahren verkaufen will amortisiert die Mehrkosten nicht vollständig. Die Wertsteigerung durch Premium-Technik ist schwer zu quantifizieren. Käufer zahlen selten 10.000 Euro mehr weil eine Ovum statt Vaillant installiert ist. Wer mindestens 20 Jahre im Haus bleibt erntet die Früchte niedriger Betriebskosten voll. Die Investition lohnt sich dann klar.
Regionale Verfügbarkeit: In Nordrhein-Westfalen, Bayern und Mitteldeutschland ist das Service-Netzwerk gut. Kunden bekommen schnell Termine und kompetente Beratung. In Norddeutschland und Baden-Württemberg ist die Versorgung dünn. Lange Anfahrten und höhere Servicekosten können die Wirtschaftlichkeit verschlechtern. Vor dem Kauf sollte die Verfügbarkeit lokaler Partner geprüft werden.
Die ideale Ovum-Zielgruppe ist: Neubau oder sanierter Altbau mit Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörpern, Photovoltaik vorhanden oder geplant 8 bis 15 Kilowatt-Peak, Budget 18.000 Euro plus Eigenanteil verfügbar, Wohnort in Bayern Nordrhein-Westfalen oder Mitteldeutschland, Langfrist-Perspektive mindestens 20 Jahre Verbleib im Haus. Für diese Gruppe ist Ovum die beste verfügbare Wärmepumpe am Markt.
Ungeeignet ist Ovum für: Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen über 60 Grad ohne Sanierungsabsicht, Budget unter 15.000 Euro Eigenanteil, keine Photovoltaik und keine Pläne dafür, kurzfristiger Verkauf des Hauses in 5 bis 10 Jahren, Wohnort in Regionen ohne lokale Partner. In diesen Fällen sind Vaillant aroTHERM plus, Wolf CHA Monoblock oder Stiebel Eltron WPL bessere Alternativen bei niedrigeren Kosten und besserem Service-Netzwerk.
Häufige Fragen zu Ovum-Wärmepumpen
Funktioniert Ovum auch ohne Photovoltaik wirtschaftlich?
Ja, Ovum erreicht auch ohne Photovoltaik höhere Effizienz als Standard-Wärmepumpen. Die Jahresarbeitszahl von 4,5 statt 3,8 spart 15 Prozent Stromkosten. Das sind etwa 200 Euro pro Jahr bei typischem Einfamilienhaus. Über 20 Jahre summiert sich das auf 4.000 Euro. Die Mehrkosten von 8.000 bis 12.000 Euro amortisieren sich in 40 bis 60 Jahren ohne Photovoltaik. Das ist sehr lang. Wirtschaftlich wird es erst mit Förderung. Bei 60 Prozent Zuschuss sinken die Mehrkosten auf 3.200 bis 4.800 Euro. Dann erfolgt Amortisation in 16 bis 24 Jahren. Das ist akzeptabel für langfristig orientierte Käufer. Optimal ist Ovum aber mit Photovoltaik. Die PV-Watch-Funktion bringt zusätzlich 150 bis 300 Euro Ersparnis pro Jahr durch bessere Nutzung von Überschüssen. Dann amortisiert sich die Investition in 10 bis 18 Jahren klar wirtschaftlich.
Wie oft muss eine Ovum-Wärmepumpe gewartet werden?
Die Wartung erfolgt alle 2 Jahre empfohlen. Sie umfasst Sichtkontrolle auf Leckagen, Druckprüfung des Kältekreislaufs, Reinigung der Filter im Cube-Speicher, Kontrolle der Anschlüsse und Dichtungen, Funktionstest der Sicherheitsventile. Die Wartung dauert 1 bis 2 Stunden und kostet 150 bis 250 Euro. Zusätzlich sollte der Filter am Außengerät jährlich gereinigt werden. Das kann der Hausbesitzer selbst machen. Der Filter sitzt hinter dem Luftgitter und lässt sich herausziehen. Einmal mit Wasser abspülen und trocknen lassen genügt. Bei Vernachlässigung sammelt sich Staub und Pollen. Das reduziert den Luftstrom und verschlechtert die Effizienz um 3 bis 8 Prozent. Die Lebensdauer des Verdichters beträgt 15 bis 25 Jahre bei regelmäßiger Wartung. Ohne Wartung kann sie auf 10 bis 15 Jahre sinken durch erhöhten Verschleiß. Die Wartungskosten von 75 bis 125 Euro pro Jahr sind gut investiert für lange Lebensdauer und konstante Effizienz.
Kann man Ovum-Systeme nachträglich um Kühlung erweitern?
Ja, passive Kühlung ist bei allen Ovum-Systemen möglich. Sie erfordert einen zusätzlichen Wärmetauscher zwischen Wärmepumpe und Heizkreis. Die Kosten betragen 800 bis 1.500 Euro für Material und Installation. Die Kühlung funktioniert über Fußbodenheizung oder spezielle Kühldecken. Die Raumtemperatur kann um 3 bis 5 Grad gesenkt werden bei Außentemperaturen bis 32 Grad. Der Stromverbrauch beschränkt sich auf die Pumpen etwa 40 bis 80 Watt. Das entspricht einer Kühlleistung von 2 bis 4 Kilowatt bei vernachlässigbaren Kosten. Aktive Kühlung wo die Wärmepumpe im Reverse-Betrieb läuft ist nicht möglich bei den Standard-ACP-Modellen. Dafür wären reversible Modelle nötig die Ovum nicht im Programm hat. Für die meisten Wohngebäude reicht passive Kühlung aus. Sie schafft angenehmes Raumklima ohne Klimaanlage bei minimalen Betriebskosten. Die Nachrüstung ist jederzeit möglich auch Jahre nach Installation der Wärmepumpe.
Welche Garantie gibt Ovum auf die Wärmepumpen?
Die gesetzliche Gewährleistung beträgt 2 Jahre ab Inbetriebnahme. Sie deckt Material- und Fabrikationsfehler. Verschleißteile wie Filter sind ausgenommen. Ovum bietet optional eine erweiterte Garantie von 5 Jahren. Sie kostet 800 bis 1.200 Euro Aufpreis je nach Modell. Die erweiterte Garantie umfasst auch den Verdichter der teuerste Bauteil. Ein Verdichter-Austausch außerhalb der Garantie kostet 3.000 bis 5.000 Euro mit Einbau. Die erweiterte Garantie lohnt sich für Sicherheit. Der Verdichter ist robust aber nicht völlig ausfallsicher. Statistisch haben etwa 5 Prozent der Wärmepumpen innerhalb 10 Jahren einen Verdichter-Defekt. Die Garantie-Verlängerung sollte beim Kauf mit verhandelt werden. Manche Partner bieten sie kostenlos bei Abschluss eines Wartungsvertrags. Die Garantie greift nur bei fachgerechter Installation und regelmäßiger Wartung. Eigenmächtige Eingriffe oder Fehler durch Dritte schließen Garantie-Ansprüche aus.
Arbeitet Ovum auch bei starkem Frost zuverlässig?
Ja, die ACP-Serie funktioniert bis minus 20 Grad Außentemperatur. Bei extremer Kälte unter minus 15 Grad sinkt die Leistung und Effizienz. Die Heizleistung der AC312P fällt von 9,0 Kilowatt bei minus 7 Grad auf etwa 6,5 Kilowatt bei minus 20 Grad. Das ist eine Reduktion von 28 Prozent. Der COP sinkt von 3,5 auf etwa 2,2. Das ist immer noch besser als ein elektrischer Heizstab mit COP 1,0. Die Wärmepumpe kann die Last in den meisten Fällen allein decken. In sehr kalten Regionen mit häufig unter minus 15 Grad kann ein bivalenter Betrieb sinnvoll sein. Ein Gas- oder Pellet-Kessel übernimmt bei extremer Kälte die Spitzenlast. Das erhöht die Versorgungssicherheit und schont die Wärmepumpe. In Deutschland ist das selten nötig außer in Höhenlagen über 800 Meter oder im Alpenraum. Die meisten Regionen haben nur wenige Tage pro Jahr mit unter minus 10 Grad. An diesen Tagen läuft die Wärmepumpe mit etwas höherem Stromverbrauch aber ohne Ausfall.
Kann man Ovum mit Smart-Home-Systemen verbinden?
Ja, Ovum bietet verschiedene Schnittstellen. Die Standard-Regelung hat einen Webserver integriert. Darüber ist Zugriff per Smartphone-App oder Browser möglich von überall mit Internet. Die App zeigt Betriebsdaten wie aktuelle Temperaturen, Leistung, Energieverbrauch. Sie erlaubt Änderung der Solltemperatur und der Betriebsmodi. Für tiefergehende Integration gibt es eine Modbus-TCP-Schnittstelle. Sie ermöglicht Anbindung an Hausautomations-Systeme wie Loxone, KNX oder Home Assistant. Die Wärmepumpe kann dann in Szenarien eingebunden werden zum Beispiel Nachtabsenkung wenn niemand zu Hause, Komforttemperatur vor Heimkehr der Familie, Anpassung an variable Strompreise bei Smart-Meter-Tarifen. Die PV-Watch-Funktion kommuniziert über SunSpec-Protokoll mit Wechselrichtern. Das funktioniert herstellerübergreifend mit SMA, Fronius, Kostal, SolarEdge und anderen. Die Integration erfordert Grundkenntnisse in Netzwerktechnik oder einen erfahrenen Smart-Home-Installateur. Die Mehrkosten liegen bei 500 bis 1.500 Euro je nach Umfang der Automatisierung.
Fazit: Premium-Qualität für langfristige Effizienz
Ovum Wärmepumpen repräsentieren die technische Spitze im Luft-Wasser-Segment. Der SCOP von 6,02 ist am Markt unerreicht. Die Kombination aus R290-Propan, Heißgas-Prozess und intelligenter Regelung setzt Maßstäbe für Effizienz. Die Lautstärke von unter 40 Dezibel erlaubt Installation auch in dichter Bebauung ohne Nachbarkonflikte. Die Integration von Speicher, Frischwasserstation und Photovoltaik-Steuerung in kompakten Einheiten spart Platz und reduziert Verluste.
Die Investition von 30.000 bis 40.000 Euro brutto ist substanziell. Sie liegt 20 bis 50 Prozent über Standard-Systemen. Die höhere Effizienz spart 200 bis 400 Euro Stromkosten pro Jahr. Mit Förderung von 50 bis 70 Prozent sinken die Mehrkosten auf akzeptable 3.000 bis 8.000 Euro. Diese amortisieren sich über 15 bis 25 Jahre durch niedrigere Betriebskosten vollständig. Die Wirtschaftlichkeit ist am besten bei Fußbodenheizung, guter Dämmung und vorhandener Photovoltaik.
Das begrenzte Service-Netzwerk ist ein Nachteil. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Mitteldeutschland ist die Versorgung gut. In anderen Regionen müssen Kunden mit längeren Wegen und eventuell höheren Kosten rechnen. Die Qualität der Installation hängt stark vom Partner ab. Ein erfahrener Ovum-Installateur ist Gold wert. Ein unerfahrener kann durch Fehler die Effizienz um 10 bis 20 Prozent verschlechtern.
Ovum eignet sich für Bauherren und Sanierer die maximale Effizienz anstreben, langfristig im Haus bleiben mindestens 20 Jahre, Photovoltaik haben oder planen, Zugang zu qualifizierten Partnern in der Region haben. Für diese Zielgruppe ist Ovum eine der besten Entscheidungen am Markt. Die Premium-Technik zahlt sich über Jahrzehnte aus durch niedrigste Betriebskosten und höchste Umweltfreundlichkeit.
Für preissensitive Käufer, Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen ohne Sanierungsabsicht, oder Regionen ohne lokale Partner sind bewährte Alternativen wie Vaillant, Wolf oder Stiebel Eltron wirtschaftlicher. Diese bieten solide Technik, deutschlandweites Service-Netzwerk und niedrigere Einstiegskosten bei nur geringfügig niedrigerer Effizienz. Die Entscheidung für oder gegen Ovum sollte nach sorgfältiger Abwägung von Budget, Anforderungen und Rahmenbedingungen getroffen werden.
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