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Gree Wärmepumpe 2026: Modelle, Preise und Erfahrungen in Deutschland

17 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

  • Herkunft: Gree ist ein chinesischer Hersteller aus Zhuhai, 1991 durch Umstrukturierung der Zhuhai Haili Cooling Engineering Co. formal gegründet, und wird in Deutschland exklusiv von der KRONE Kälte+Klima Vertriebs-GmbH vertrieben.
  • Preis 2026: Die Versati IV Monoblock mit 16 kW kostet als Gerät 5.499 Euro — deutlich unter dem Preisniveau etablierter Marken, die im Stiftung-Warentest-Testfeld 10/2025 zwischen rund 14.500 und 20.400 Euro kosteten.
  • Effizienz: Der COP liegt bei 4,3 bis 4,6 im Normpunkt A7/W35, die SCOP-Angabe des Herstellers reicht bis 4,83.
  • Kältemittel: Die Versati-III/IV-Baureihe nutzt R32, ab 2026 ergänzt die neue Versati Monobloc V mit R290 (Propan) das Portfolio.
  • Förderung: Bis zu 80 Prozent der Kosten sind über die KfW-Heizungsförderung 458 möglich — eine Gree-spezifische Listung im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal ist unabhängig nicht bestätigt.
  • Schwachpunkt: Für die Versati-Baureihe liegt kein Test der Stiftung Warentest und keine bestätigte EHPA- oder Eurovent-Zertifizierung vor.
  • Eignung: Lohnt sich für preissensible Käufer mit Fachbetrieb-Zugang zu Gree; weniger geeignet für Käufer, die auf lückenlose Testhistorie und lange Herstellergarantie Wert legen.

Was ist Gree und was zeichnet die Gree-Wärmepumpen der Versati-Baureihe aus?

Gree ist ein 1991 durch Umstrukturierung der Zhuhai Haili Cooling Engineering Co. formal gegründeter chinesischer Hersteller von Klima- und Heiztechnik mit Sitz in Zhuhai, dessen Versati-Baureihe Luft-Wasser-Wärmepumpen für Ein- und Mehrfamilienhäuser umfasst. Der Konzern zählt nach eigener Angabe zu den größten Klimaanlagenherstellern der Welt und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von 170,447 Milliarden Renminbi, ein Rückgang von 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben lagen in den ersten neun Monaten 2025 bei 5,62 Milliarden Renminbi, das entspricht 4,1 Prozent des Umsatzes.
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie über einen Kältemittelkreislauf an das Heizungswasser ab. Innerhalb dieser Gerätekategorie ist die Versati-Baureihe die Gree-eigene Produktlinie, bestehend aus den Generationen Versati III, Versati IV und der 2026 vorgestellten Versati Monobloc V. Abzugrenzen ist die Versati-Baureihe von Grees Klimaanlagen-Sortiment (etwa die Multisplit-Serie Free Match) und von der VRF-Gewerbetechnik (GMV-Serie) — beide sind keine Heizungswärmepumpen für Wohngebäude.

Wer steht hinter Gree und wie ist das Unternehmen in Deutschland aufgestellt?

Der exklusive deutsche Vertriebspartner für Gree-Wärmepumpen ist die KRONE Kälte+Klima Vertriebs-GmbH aus Bielefeld, die seit über 20 Jahren als Generalimporteur agiert. KRONE beliefert ausschließlich zertifizierte Kälte- und Klimafachbetriebe — ein Direktverkauf an Endkunden findet nicht statt, jede Gree-Wärmepumpe wird über einen Fachbetrieb bezogen und installiert.
Parallel dazu ist im deutschen Handelsregister eine eigene Rechtseinheit unter dem Namen Germany GREE GmbH mit Sitz in Villingen-Schwenningen eingetragen, gegründet am 1. Oktober 2019 mit einem Stammkapital von 2 Millionen Euro. Diese Eintragung steht im Kontrast zur Außendarstellung von Gree Deutschland, die keine eigenständige deutsche Herstellerniederlassung ausweist. Welche operative Funktion die eingetragene Gesellschaft neben KRONE als Vertriebspartner konkret ausfüllt, lässt sich aus den verfügbaren Quellen nicht abschließend klären. Für Kaufentscheidung und Service ist praktisch relevant: Ansprechpartner ist in jedem Fall der Fachbetrieb vor Ort, nicht der Hersteller direkt.

Welche Gree-Wärmepumpen-Modelle gibt es — Monoblock oder Split?

Gree bietet Wärmepumpen für Wohngebäude in drei Bauformen an: als kompakte Monoblock-Außeneinheit, als Split-Hydrobox mit innenliegendem Hydraulikmodul und als Split-All-in-One-Variante mit integriertem 200-Liter-Speicher. Die Monoblock-Bauform enthält den kompletten Kältekreislauf im Außengerät und benötigt im Haus lediglich Wasserleitungen — das vereinfacht die Installation gegenüber der Split-Variante, bei der Kältemittelleitungen zwischen Außen- und Innengerät verlegt werden.

Versati III

Die Versati III ist mit einem patentierten, zweistufig verdichtenden Gree-Kompressor ausgestattet und deckt im Katalog Leistungsklassen von 6 bis 16 kW ab. Die Split-Hydrobox-Variante mit 15,5 kW (V16S3) besteht laut Herstellerangabe aus Innen- (460 × 318 × 860 mm, 60 kg) und Außeneinheit (940 × 460 × 820 mm, 110 kg) und erreicht einen COP von 3,7 im Heizbetrieb. Die Vorlauftemperatur reicht im Heizbetrieb von 20 bis 60 °C, für Warmwasser von 40 bis 80 °C, wobei 80 °C nur mit zugeschaltetem Elektroheizstab erreicht werden. Split-Modelle dieser Baureihe sind im Fachhandel noch vereinzelt erhältlich, werden jedoch zunehmend durch die Versati IV ersetzt.

Versati IV

Die Versati IV ersetzt den Gree-eigenen Kompressor durch einen Panasonic-Zweirotor-Kompressor mit EVI-Gaseinspritzung; der Betriebsbereich im Heizbetrieb bleibt laut Herstellerangabe unverändert bei -25 °C bis +35 °C. Das Monoblock-Modell mit 16 kW (GRS-CQ16PD/NHG4-M) liefert eine Heizleistung von 15,7 kW bei einem COP von 4,40 und einer maximalen saisonalen Effizienz (SCOP) von bis zu 4,83. Es misst 455 × 1.214 × 886 mm, wiegt 140 kg und kostet im Fachhandel aktuell 5.499 Euro.

Versati Monobloc V R290

Mit dem 2026er-Katalog stellte Gree die Versati Monobloc V R290 vor — das erste Modell der Baureihe mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) und der Energieeffizienzklasse A+++. Für dieses Modell liegen noch keine eigenständigen Marktpreise oder Langzeit-Erfahrungswerte aus Deutschland vor, da es erst 2026 in den Katalog aufgenommen wurde.
Vergleich der Gree-Wärmepumpen-Generationen nach Kältemittel, Kompressor und Betriebsbereich.

Modellreihe

Kältemittel

Kompressor

Betriebsbereich Heizen

 

Versati III

R32

Gree, zweistufig

-25 °C bis +35 °C

Versati IV

R32

Panasonic-Zweirotor mit EVI

-25 °C bis +35 °C

Versati Monobloc V R290

R290 (Propan)

nicht spezifiziert

nicht spezifiziert

Was leistet die Gree-Wärmepumpe mit 16 kW konkret?

Die Gree Versati IV Monoblock mit 16 kW (Modell GRS-CQ16PD/NHG4-M) liefert eine reale Heizleistung von 15,7 kW und ist damit für Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Jahreswärmebedarf im oberen Sanierungs- oder Bestandsbau-Bereich ausgelegt. Für das Referenz-Szenario dieses Artikels — ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und rund 15.000 kWh Jahreswärmebedarf — deckt ein 16-kW-Gerät den Spitzenlastfall auch bei niedrigen Außentemperaturen ab, ohne dass durchgehend ein elektrischer Zusatzheizstab zuschalten muss.
Bei Normbedingungen A7/W35 erreicht das Modell GRS-CQ16PD/NHG4-M einen COP von 4,40, bei Kaltklima-Bedingungen A-7/W35 sinkt der Wert herstellerseitig auf 2,7 — der Kaltklima-Wert gilt laut Gree Deutschland einheitlich für die gesamte Monoblock-Baureihe. Die Energieeffizienzklasse der 16-kW-Variante liegt bei A++ (35 °C) / A+ (55 °C), eine Stufe unter der 12-kW-Variante mit A+++/A++. Das Gerät wiegt 140 kg und misst 455 × 1.214 × 886 mm — Werte, die bei der Aufstellungsplanung im Garten oder auf der Terrasse berücksichtigt werden müssen.

Wie effizient sind Gree-Wärmepumpen (COP, SCOP, R32 vs. R290)?

Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis von abgegebener Heizleistung zu aufgenommener elektrischer Leistung bei einem festen Prüfpunkt und liegt bei den Gree-Versati-Modellen zwischen 4,3 und 4,6 im Normpunkt A7/W35, abhängig von der Modellgröße.
COP = Nutzwärmeleistung [kW] ÷ elektrische Aufnahmeleistung [kW]
Wo:
  • Nutzwärmeleistung: von der Wärmepumpe abgegebene Heizleistung in kW
  • Elektrische Aufnahmeleistung: vom Kompressor und den Nebenaggregaten aufgenommene Strommenge in kW
Beispiel: Versati IV Monoblock 16 kW im Referenz-Haus
Gegeben: Heizleistung 15,7 kW, COP 4,40 bei A7/W35 laut Herstellerangabe.
Berechnung: 15,7 kW ÷ 4,40 = 3,57 kW elektrische Aufnahmeleistung bei diesem Prüfpunkt.
Ergebnis: Die Wärmepumpe erzeugt bei diesem Betriebspunkt aus 1 kWh Strom rund 4,4 kWh Wärme.
Der COP ist ein Momentanwert bei einem definierten Prüfpunkt, während die SCOP (saisonale Arbeitszahl) die Effizienz über eine vollständige Heizperiode mit wechselnden Außentemperaturen abbildet. Für die Versati IV 16-kW-Klasse nennt der Fachhandel eine maximale SCOP von 4,83 — dieser Wert stammt vom Verkäufer, nicht aus einer unabhängigen Prüfung, und ist daher als Herstellerangabe zu behandeln.
Beim Kältemittel setzt die Versati-III/IV-Baureihe auf R32 mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 675. Ab dem 1. Januar 2027 dürfen neue Monoblock- und Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW nur noch mit Kältemitteln verkauft werden, deren GWP unter 150 liegt — R32 überschreitet diesen künftigen Grenzwert deutlich. Gree reagiert darauf bereits mit der neuen Versati Monobloc V, die das natürliche Kältemittel R290 (Propan, GWP nahe 3) nutzt und damit auch nach 2027 uneingeschränkt verkaufsfähig bleibt.
COP- und Energieeffizienzwerte der Gree-Versati-Monoblock-Baureihe nach Modellgröße bei A7/W35, laut Herstellerdatenblatt.

Modell

Heizleistung

COP (A7/W35)

Energieeffizienzklasse

 

GRS-CQ12

12,0 kW

4,6

A+++/A++

GRS-CQ14

14,0 kW

4,4

A++/A++

GRS-CQ16

15,5–15,7 kW

4,3–4,4

A++ (35 °C) / A+ (55 °C)

Ist eine Gree-Wärmepumpe zertifiziert und auf der BAFA-Förderliste?

Für die Versati-Baureihe ist keine EHPA-Gütesiegel-Zertifizierung und keine Eurovent-Zertifizierung unabhängig belegbar. Ein Eurovent-Zertifikat mit Gree-Bezug existiert zwar, bezieht sich jedoch auf ein Klimaanlagen-Modell (GWH12ACC-K6DNA1F) und nicht auf eine Versati-Wärmepumpe — dieses Zertifikat ist daher kein Nachweis für die Wärmepumpen-Baureihe.
Ob ein konkretes Versati-Modell aktuell im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal (elan1.bafa.bund.de) als förderfähig gelistet ist, lässt sich aus öffentlich zugänglichen Quellen nicht automatisiert bestätigen, da das Portal als reine JavaScript-Anwendung arbeitet. Die Förderfähigkeit des konkreten Modells ist vor Vertragsabschluss direkt über das Portal oder gemeinsam mit dem Fachbetrieb zu prüfen — eine pauschale Zusage lässt sich aus den verfügbaren Herstellerangaben nicht ableiten.

Wie lange ist die Garantie auf eine Gree-Wärmepumpe?

Auf der offiziellen Gree-Deutschland-Produktseite zur Versati-Baureihe sind keine konkreten Garantiezeiträume angegeben. Einzelne deutsche Fachhändler wie wks-discount.com nennen für Versati-IV-Modelle eine Garantiezeit von 5 Jahren — eine herstellerseitig einheitlich zugesicherte Garantiedauer lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, da diese Angabe vom jeweiligen Händler und nicht von Gree selbst stammt. Das unterscheidet Gree von mehreren etablierten Wettbewerbern: Daikin gewährt auf Altherma-Geräte standardmäßig 2 Jahre Garantie, die sich bei Registrierung im "Stand By Me"-Programm um 3 Jahre auf insgesamt 5 Jahre verlängert. Stiebel Eltron bietet auf Wärmepumpen-Komplettsysteme bei Registrierung des Reglers und zweijährlicher Wartung bis zu 7 Jahre Garantie. Die konkrete Garantiedauer und -bedingungen einer Gree-Wärmepumpe sind vor Kauf direkt beim installierenden Fachbetrieb schriftlich zu bestätigen.

Was kostet eine Gree-Wärmepumpe 2026?

Eine Gree Versati IV Monoblock mit 16 kW kostet als Gerät aktuell 5.499 Euro im Fachhandel, ohne Installation. Ältere, deutlich niedrigere Preisangaben für die 15,5–16-kW-Klasse (rund 2.885 bis 3.485 Euro) stammen aus einer undatierten Quelle und sind für eine aktuelle Kaufentscheidung nicht belastbar.
Zum Vergleich: Eine komplette Luft-Wasser-Wärmepumpen-Anlage mit 16 kW inklusive Installation kostet marktweit, herstellerunabhängig betrachtet, zwischen 24.000 und 36.000 Euro vor Förderung. Bei etablierten Marken liegt das reine Gerät laut Stiftung-Warentest-Testfeld 10/2025 typischerweise bei rund 14.500 bis 20.400 Euro — der Gree-Gerätepreis von 5.499 Euro liegt damit spürbar unter dem Preisniveau dieser Marken; wie viel von dieser Differenz durch niedrigere Installationskosten bei anderen Anbietern ausgeglichen wird, hängt vom jeweiligen Fachbetrieb ab.
Kostenaufschlüsselung für eine 16-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Referenz-Haus, Marktrahmen vor Förderung. Die Gree-Gerätezeile ist ein Einzelposten und kein Bestandteil der Marktrahmen-Summe darunter.

Kostenposition

Betrag

 

Gerät (Gree Versati IV Monoblock 16 kW)

5.499 €

Installation, Marktrahmen 16-kW-Klasse (herstellerunabhängig, unabhängig vom Gerätehersteller)

6.000–10.000 €

Pufferspeicher, Zubehör, Anpassungen (Marktrahmen, unabhängig vom Gerätehersteller)

3.000–6.000 €

Zum Vergleich — Gesamtrahmen Komplettanlage 16 kW im Markt, herstellerunabhängig, vor Förderung (kein Gree-Wert, keine Summe der Zeilen oben)

24.000–36.000 €

Beim laufenden Betrieb verbraucht eine 16-kW-Wärmepumpe marktüblich 7.000 bis 9.000 kWh Strom pro Jahr, was bei einem Wärmepumpentarif von 22 bis 26 Cent pro kWh 1.540 bis 2.340 Euro jährliche Stromkosten ergibt.
Jährliche und über 10 Jahre kumulierte Stromkosten einer 16-kW-Wärmepumpe bei marktüblichem Wärmepumpentarif.

Szenario

Jahreskosten

Summe über 10 Jahre

 

Unterer Verbrauchswert (7.000 kWh, 22 ct/kWh)

1.540 €

15.400 €

Oberer Verbrauchswert (9.000 kWh, 26 ct/kWh)

2.340 €

23.400 €

Wie hoch ist die BAFA/KfW-Förderung 2026 — und profitiert Gree davon genauso wie EU-Hersteller?

Der Kauf einer Gree-Wärmepumpe wird seit 2024 nicht mehr über die BAFA, sondern über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) bezuschusst. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, hinzu kommt im Zeitraum vom 21. Juli 2026 bis 31. Januar 2027 ein Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent, der danach halbjährlich um 4 Prozentpunkte sinkt und ab 1. August 2028 vollständig entfällt. Selbstnutzer mit einem zu versteuernden Einkommen bis 30.000 Euro erhalten zusätzlich einen Einkommensbonus von 40 Prozent, gestaffelt auf 30 Prozent (bis 40.000 Euro) beziehungsweise 10 Prozent (bis 50.000 Euro). Der zuvor mögliche Effizienzbonus von 5 Prozent für natürliche Kältemittel ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen — das betrifft auch die neue, propanbetriebene Versati Monobloc V.
Beispiel: Maximale Förderung im Referenz-Haus
Gegeben: Förderfähige Kosten 28.000 € (aktueller Höchstbetrag), Selbstnutzer mit zu versteuerndem Einkommen unter 30.000 €, Kauf im Zeitraum 21.7.2026–31.1.2027.
Berechnung: 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus + 40 % Einkommensbonus = 86 %, gedeckelt auf den gesetzlichen Höchstsatz von 80 %; 80 % von 28.000 € = 22.400 €.
Ergebnis: Maximal 22.400 € Förderung, verbleibender Eigenanteil mindestens 5.600 € der förderfähigen Kosten.
Die maximale Gesamtförderung liegt bei 80 Prozent für Geringverdiener beziehungsweise 70 Prozent für alle anderen Selbstnutzer, gedeckelt auf förderfähige Kosten von aktuell 28.000 Euro für die erste Wohneinheit in einem Bestandsgebäude. Ab dem ersten Quartal 2027 ist eine strukturelle Änderung angekündigt: Die Grundförderung sinkt dauerhaft auf 15 Prozent, im Gegenzug ist ein neuer Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent vorgesehen — dieser gilt ausschließlich für in der EU produzierte Wärmepumpen. Gree fertigt seine Versati-Geräte in China und ist daher von diesem Bonus ausgeschlossen. Europäische Hersteller erhalten ihn zusätzlich zur Grundförderung. Diese Ankündigung stammt aus einer einzelnen Quelle (ADAC) und ist vor einer Kaufentscheidung 2027 gegenzubestätigen.
Förderbausteine der KfW-Heizungsförderung 458 im Zeitraum 21.7.2026 bis 31.1.2027.

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Förderbaustein

Höhe

Voraussetzung

 

Grundförderung

30 %

für alle Antragsteller

Klimageschwindigkeitsbonus

16 %

Austausch einer fossilen Heizung, zeitlich gestaffelt

Einkommensbonus

10–40 %

Selbstnutzer, gestaffelt nach zu versteuerndem Einkommen bis 50.000 €

Effizienzbonus (natürliche Kältemittel)

entfallen seit 21.7.2026

zuvor 5 % für R290 u. a.

Wertschöpfungsbonus (angekündigt)

15 % ab Q1 2027

nur EU-gefertigte Wärmepumpen — betrifft Gree nicht

Wie sind die Praxis-Erfahrungen mit Gree-Wärmepumpen in Deutschland?

Belastbare, aktuelle Praxis-Erfahrungsberichte zu Gree-Wärmepumpen speziell für den deutschen Markt sind über unabhängige Quellen kaum dokumentiert. Der deutsche Gesamtmarkt für Wärmepumpen erreichte 2025 laut dem Bundesverband Wärmepumpe e.V., dem deutschen Branchenverband, ein Volumen von 299.000 verkauften Geräten, ein Plus von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr — eine Gree-spezifische, aktuelle Absatzzahl für Deutschland lässt sich darin nicht gesondert ausweisen. Eine vielfach zitierte, aber nicht vom offiziellen Bundesverband Wärmepumpe stammende Angabe von rund 19.000 nach Deutschland exportierten Einheiten bezieht sich auf das Jahr 2022 und ist damit für eine Bewertung der aktuellen Marktpräsenz veraltet.
Auf europäischer Ebene machen chinesische Hersteller — Gree zusammen mit Haier und Midea — laut einer Mitgliederumfrage des europäischen Wärmepumpenverbands EHPA etwa 10 Prozent des installierten Wärmepumpenbestands aus, während dieselben drei Hersteller laut dem Marktforschungsinstitut Euromonitor International rund 32 Prozent des europäischen Klimaanlagenmarkts nach Absatzvolumen kontrollieren. Das zeigt: Gree ist im Klimaanlagen-Segment europaweit deutlich stärker etabliert als im Wärmepumpen-Segment. Da der Vertrieb in Deutschland ausschließlich über Fachbetriebe läuft, hängt die individuelle Erfahrung stark von der Qualität der Installation und Einregulierung durch den jeweiligen Betrieb ab — ein Faktor, der bei jeder Luft-Wasser-Wärmepumpe unabhängig vom Hersteller entscheidend ist.

Wie schneidet Gree im Vergleich zu Daikin, Mitsubishi, Vaillant und Viessmann ab?

Gree positioniert sich gegenüber etablierten Marken vor allem über den Gerätepreis: Die Versati IV Monoblock 16 kW kostet 5.499 Euro, während die im Stiftung-Warentest-Testfeld 10/2025 geprüften Wärmepumpen Listenpreise zwischen rund 14.500 und 20.400 Euro aufwiesen — das günstigste, zugleich am schlechtesten bewertete Gerät im Testfeld war das Mitsubishi-Set (14.500 Euro, Note 2,8, "befriedigend"), die vier mit "gut" bewerteten Geräte lagen im oberen Preisbereich zwischen rund 18.500 und 20.400 Euro. Bei der reinen COP-Kennzahl liegt Gree mit 4,3 bis 4,6 im Bereich der getesteten Wettbewerber, verfügt jedoch jedoch — anders als Alpha Innotec, Mitsubishi, Stiebel Eltron, Vaillant und Viessmann — über keinen unabhängigen Institutstest und über keine herstellerseitig einheitlich festgelegte Garantiedauer (einzelne Fachhändler nennen 5 Jahre, ohne dass Gree dies selbst verbindlich kommuniziert).
Wettbewerbsvergleich ausgewählter Kennzahlen zwischen Gree und etablierten Wärmepumpen-Marken.

Hersteller

Garantie

Unabhängiger Test 2025

 

Gree

5 Jahre laut Fachhändlerangabe, nicht herstellerseitig bestätigt

nicht getestet

Daikin

2 Jahre, mit Registrierung 5 Jahre

nicht im Testfeld 10/2025

Mitsubishi Electric (Ecodan)

herstellerabhängig

Stiftung Warentest 10/2025: Platz 5, Note 2,8

Stiebel Eltron

bis 7 Jahre (mit Registrierung/Wartung)

Stiftung Warentest 10/2025: Platz 3, Note 2,2

Viessmann

herstellerabhängig

Stiftung Warentest 10/2025: Testsieger, Note 2,0

Was sagen unabhängige Tests wie Stiftung Warentest zu Gree?

Die Stiftung Warentest prüfte im Test 10/2025 fünf Luft-Wasser-Wärmepumpen der Hersteller Viessmann, Alpha Innotec, Stiebel Eltron, Vaillant und Mitsubishi Electric — Gree war nicht Teil des Testfelds. Testsieger wurde die Viessmann Vitocal 250-A mit der Note 2,0, während die Mitsubishi Ecodan mit Note 2,8 den letzten Platz belegte, unter anderem wegen der im Testfeld schwächsten Effizienz und eines bei Kälte häufig zuschaltenden Elektroheizstabs. Für Käufer bedeutet das Fehlen eines Gree-Tests: Die Effizienz- und Praxiswerte der Versati-Baureihe stammen ausschließlich vom Hersteller selbst und sind nicht durch eine unabhängige Prüfinstanz gegengeprüft.

Welche Nachteile und Risiken hat eine Gree-Wärmepumpe?

Fehlende unabhängige Zertifizierung

Symptom: Für die Versati-Baureihe liegt keine bestätigte EHPA-Gütesiegel- oder Eurovent-Zertifizierung vor. Folge: Käufer können die Effizienz- und Qualitätsangaben nicht gegen einen unabhängigen Prüfstandard abgleichen. Prävention: Vor Kauf die aktuelle Modellliste im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal direkt prüfen und sich die konkrete Förderfähigkeit vom Fachbetrieb schriftlich bestätigen lassen.

Unklare Garantiebedingungen

Symptom: Die offizielle Produktseite nennt keine Garantiedauer; einzelne Fachhändler geben 5 Jahre an, ohne dass Gree dies selbst herstellerseitig bestätigt. Folge: Im Vergleich zu Wettbewerbern mit bis zu 7 Jahren herstellerseitig zugesicherter Garantie (Stiebel Eltron) entsteht Unsicherheit über die Kostenübernahme bei einem späteren Defekt. Prävention: Garantiezusagen des installierenden Fachbetriebs vertraglich fixieren lassen, nicht nur mündlich zusichern lassen.

Schallleistung über dem neuen Förder-Grenzwert

Symptom: Die Versati-Monoblock-Baureihe erreicht laut Hersteller einen Schallleistungspegel von 69 bis 72 dB(A), während die BEG-Förderung für die 6-12-kW-Klasse ab 2026 einen neuen Grenzwert von 60 dB(A) vorsieht. Folge: Bei einzelnen Modellen ist unklar, ob sie den neuen, strengeren Schallwert für die Förderfähigkeit einhalten. Prävention: Den herstellerseitigen Schallwert des konkreten Modells vor Kauf mit dem aktuell gültigen Förder-Grenzwert abgleichen, idealerweise durch den Fachbetrieb im Förderantrag bestätigen lassen.

Kein Direktvertrieb, ein einziger Importeur

Symptom: Gree-Wärmepumpen sind in Deutschland ausschließlich über KRONE Kälte+Klima und deren angeschlossene Fachbetriebe erhältlich. Folge: Bei Lieferengpässen oder Ersatzteilbedarf gibt es keinen zweiten Vertriebsweg. Prävention: Vor Kauf beim Fachbetrieb die aktuelle Ersatzteilverfügbarkeit über KRONE erfragen.

Welche typischen Installationsfehler sollte man bei einer Monoblock-Wärmepumpe vermeiden?

Fehler 1: Heizlast nach Erfahrungswert statt nach Norm schätzen

Die Dimensionierung nach pauschalen Erfahrungswerten statt nach DIN EN 12831 führt regelmäßig zu über- oder unterdimensionierten Anlagen. Eine korrekt nach Norm berechnete Heizlast ist Voraussetzung dafür, dass ein 16-kW-Gerät wie die Versati IV im Referenz-Haus weder taktet noch bei Kälte unterversorgt bleibt.

Fehler 2: Bivalenzpunkt falsch oder gar nicht festlegen

Ohne festgelegten Bivalenzpunkt — üblicherweise bei etwa -5 °C, dem Punkt, ab dem die Wärmepumpe allein den Wärmebedarf nicht mehr deckt — fehlt die Grundlage für die Auslegung eines eventuellen Zusatzheizstabs und für realistische Betriebskosten-Prognosen.

Fehler 3: Kein hydraulischer Abgleich

Ein fehlender hydraulischer Abgleich führt zu ungleichmäßiger Wärmeverteilung im Heizkreis und senkt die reale Effizienz spürbar unter den vom Hersteller angegebenen COP-Wert — unabhängig vom eingesetzten Gerätehersteller.

Fehler 4: Frostschutz bei Stromausfall vernachlässigen

Bei einer Monoblock-Außeneinheit muss das wasserführende System innerhalb von 6 Stunden entleert werden, wenn bei Außentemperaturen unter -5 °C ein Stromausfall länger andauert — andernfalls drohen Frostschäden am Wärmetauscher mit Totalausfall der Anlage.

Wie entwickeln sich Preise, Technik und Förderung für Gree in den kommenden Jahren?

Technisch treibt die Regulierung Gree in Richtung natürlicher Kältemittel: Ab dem 1. Januar 2027 dürfen neue Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW nur noch mit einem GWP unter 150 verkauft werden, was das bisherige R32 in dieser Leistungsklasse ausschließt. Die bereits eingeführte Versati Monobloc V mit R290 positioniert Gree für diese Umstellung, während größere Modelle ab 12 kW von der Regelung zunächst nicht betroffen sind.
Förderpolitisch verschlechtert sich die Ausgangslage für Gree tendenziell: Die für das erste Quartal 2027 angekündigte Absenkung der Grundförderung auf 15 Prozent bei gleichzeitiger Einführung eines Wertschöpfungsbonus von 15 Prozent nur für EU-gefertigte Geräte benachteiligt chinesisch gefertigte Wärmepumpen wie die Versati-Baureihe gegenüber europäischen Herstellern strukturell. Gleichzeitig bleibt der Preisvorteil von rund 60 bis 75 Prozent gegenüber den im Stiftung-Warentest-Testfeld 10/2025 geprüften Markengeräten (Gerätepreis 5.499 Euro gegenüber rund 14.500 bis 20.400 Euro) der bestimmende Wettbewerbsfaktor, solange sich diese Förderänderung nicht in vollem Umfang bestätigt.

Häufige Fragen zu Gree-Wärmepumpen

Ist Gree eine gute Marke für Wärmepumpen?

Gree bietet mit COP-Werten von 4,3 bis 4,6 technisch wettbewerbsfähige Kennzahlen zu einem deutlich niedrigeren Preis als etablierte Marken, verfügt jedoch über keinen unabhängigen Institutstest und keine herstellerseitig einheitlich zugesicherte Garantiedauer.

Wo werden Gree-Wärmepumpen in Deutschland verkauft?

Ausschließlich über zertifizierte Kälte- und Klimafachbetriebe, beliefert vom exklusiven Generalimporteur KRONE Kälte+Klima Vertriebs-GmbH — ein Direktverkauf an Endkunden findet nicht statt.

Welches Kältemittel nutzt die Gree Versati-Baureihe?

Die Versati III und IV nutzen R32 mit einem GWP von 675, die neue Versati Monobloc V ab 2026 nutzt stattdessen das natürliche Kältemittel R290 (Propan).

Ist eine Gree-Wärmepumpe BAFA-förderfähig?

Die aktuelle Listung eines konkreten Versati-Modells im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal lässt sich aus öffentlichen Quellen nicht automatisiert bestätigen und ist vor Kauf direkt zu prüfen.

Was kostet eine Gree-Wärmepumpe mit 16 kW?

Das Gerät der Versati IV Monoblock 16 kW kostet aktuell 5.499 Euro ohne Installation — eine Komplettanlage inklusive Einbau liegt marktweit üblicherweise bei 24.000 bis 36.000 Euro vor Förderung.

Wie laut ist eine Gree-Wärmepumpe?

Der Schallleistungspegel der Monoblock-Baureihe liegt herstellerseitig bei 69 bis 72 dB(A), abhängig von der Modellgröße — ein Wert, der über dem neuen BEG-Förder-Grenzwert von 60 dB(A) für die 6-12-kW-Klasse liegt.

Gibt es einen Stiftung-Warentest-Test für Gree-Wärmepumpen?

Nein, im Test 10/2025 der Stiftung Warentest waren Viessmann, Alpha Innotec, Stiebel Eltron, Vaillant und Mitsubishi Electric vertreten — Gree war nicht im Testfeld.

Für wen lohnt sich eine Gree-Wärmepumpe?

Die Kaufentscheidung für eine Gree-Wärmepumpe hängt vom Gewicht ab, das ein Käufer dem Preisvorteil gegenüber der Testhistorie und Garantiesicherheit etablierter Marken beimisst.

Profil 1: Preissensibler Bestandsbau-Sanierer mit Fachbetrieb-Zugang

Wer sein Einfamilienhaus im Bestand saniert, einen COP von rund 4,3 als ausreichend ansieht und einen Fachbetrieb mit Gree-Erfahrung in der Nähe hat, profitiert vom Gerätepreis von 5.499 Euro für die 16-kW-Klasse — deutlich unter dem marktüblichen Rahmen für Markengeräte.

Profil 2: Käufer mit Fokus auf lückenlose Testhistorie

Wer vor dem Kauf einen unabhängigen Stiftung-Warentest-Vergleich als Entscheidungsgrundlage voraussetzt, findet bei Gree keine Grundlage — hier sind Marken wie Viessmann (Testsieger 10/2025, Note 2,0) oder Stiebel Eltron die belastbarere Wahl.

Profil 3: Käufer mit langem Planungshorizont bis 2027

Bei einer Investition erst ab 2027 sind die angekündigte Absenkung der Grundförderung und der neue, auf EU-Fertigung beschränkte Wertschöpfungsbonus zu beachten — dieser gleicht den heutigen Preisvorteil von Gree gegenüber EU-gefertigten Wärmepumpen teilweise aus.
Entscheidungsmatrix: Eignung einer Gree-Wärmepumpe nach Käuferprofil.

Käuferprofil

Eignung Gree

 

Preissensibler Sanierer, Fachbetrieb mit Gree-Erfahrung vorhanden

gut geeignet

Fokus auf unabhängige Testhistorie und lange Herstellergarantie

wenig geeignet

Kaufentscheidung erst ab 2027 geplant

Förderentwicklung vorab prüfen

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen