Das Wichtigste in Kürze
- Eine komplette Pelletheizung für ein Einfamilienhaus kostet 2026 20.000–35.000 Euro brutto (Kessel, Lager, Fördersystem, Pufferspeicher, Montage, Schornstein).
- Nach BEG-Förderung (KfW-Programm 458, 30–70 %) verbleiben je nach Bonuskonstellation 6.000–24.500 Euro Eigenanteil.
- Der Pelletpreis liegt im März 2026 bei ca. 354 Euro/t (lose, 6-t-Abnahme) – entspricht ca. 6,7–7,4 Ct/kWh Wärme.
- Jährliche Heizkosten für 20.000 kWh Wärmebedarf (EFH): ca. 1.200–1.800 Euro Pellets plus 300–700 Euro Nebenkosten (Wartung, Schornsteinfeger, Strom) = 1.500–2.500 Euro/Jahr gesamt.
- Pellets sind von der CO₂-Abgabe befreit – bei 65 Euro/t CO₂ spart das gegenüber Erdgas ca. 1,40 Ct/kWh; dieser Vorteil wächst mit jedem CO₂-Preisanstieg.
- Umbau Ölheizung auf Pelletheizung: 25.000–35.000 Euro brutto; Eigenanteil mit Klimageschwindigkeitsbonus (50 % Förderung) ca. 12.500–17.500 Euro.
- Sommer-Einkauf (Mai–Juli): Pelletpreise sinken auf 290–330 Euro/t – bei 6 t Jahresbedarf ca. 600 Euro Ersparnis gegenüber Winterkauf.
Was kostet eine Pelletheizung? Gesamtüberblick
Eine Pelletheizung ist kein einfaches Gerät, sondern ein Gesamtsystem aus Kessel, Brennstofflager, Fördertechnik, Wärmespeicher und Abgasanlage. Jede Komponente kostet Geld – und jede ist für die Förderfähigkeit und den effizienten Betrieb notwendig.
Vollständige Kostenstruktur für ein EFH (Standard vs. Premium)
| Komponente | Standardausführung | Premiumausführung |
|---|
| Pelletkessel (10–15 kW) | 9.000–12.000 € | 12.000–15.000 € |
| Pelletlager (Silo/Tank) | 1.500–3.000 € | 3.000–9.000 € |
| Fördersystem (Schnecke/Sauger) | 1.500–2.500 € | 2.500–3.800 € |
| Pufferspeicher inkl. Regelung | 2.000–3.000 € | 3.000–4.000 € |
| Montage und Inbetriebnahme | 4.000–6.000 € | 6.000–8.000 € |
| Abgasanlage (Schornstein) | 1.500–2.000 € | 2.000–3.000 € |
| Gesamt vor Förderung | 19.500–28.500 € | 28.500–42.800 € |
Wichtig: Die Praxis zeigt für typische EFH-Installationen (ca. 150 m², 18.000–20.000 kWh Jahreswärmebedarf) Gesamtkosten von 20.000–30.000 Euro brutto inklusive aller Systemkomponenten und Einbau.
Zusatzkosten bei Sanierung im Bestand
Tankdemontage und Entsorgung (alter Öltank): ca. 2.500 Euro. Der freiwerdende Tankraum kann oft als Pelletlager umgebaut werden, was das neue Silo erspart.
Umbau Tankraum zum Pelletlager: Einbau von Schrägböden und Brandschutzverkleidungen: ca. 1.000–2.500 Euro.
Schornsteinsanierung: Pelletkessel mit Brennwerttechnik arbeiten mit niedrigen Abgastemperaturen. Das bestehendes Schornsteinmauerwerk muss mit einem Edelstahl- oder Keramikrohr ausgekleidet werden, um Versottung (Feuchtigkeitsschäden durch Kondensation) zu verhindern: ca. 1.500–2.000 Euro.
Hydraulischer Abgleich: Von der KfW zwingend vorgeschrieben für die Förderfähigkeit. Bei älteren Heizkörpern: neue Thermostatventile (200–500 Euro) und hocheffiziente Umwälzpumpe (300–600 Euro).
Kosten nach Anlagengrößen
| Anlagengröße | Kessel kW | Gesamtkosten vor Förderung |
|---|
| Kleines EFH | 10–15 kW | 20.000–30.000 € |
| Großes EFH / ZFH | 20–25 kW | 28.000–40.000 € |
| Kleines MFH | 30–40 kW | 35.000–55.000 € |
Pelletheizung Förderung 2026: KfW-Programm 458
Grundstruktur der Förderung
Die Pelletheizung ist vollständig BEG-förderfähig. Antragsweg: ausschließlich über das KfW-Portal vor Beginn der Maßnahme. Förderfähige Kosten sind für das erste Einfamilienhaus auf 30.000 Euro gedeckelt.
Förderkomponenten im Detail
| Komponente | Fördersatz | Voraussetzung |
|---|
| Grundförderung | 30 % | Klimafreundliche Heizung, technische Mindestanforderungen |
| Klimageschwindigkeits-Bonus | +20 % | Austausch fossiler/alter Heizung + Kombination mit Solar/PV/WP |
| Einkommens-Bonus | +30 % | Haushaltseinkommen ≤ 40.000 Euro/Jahr |
| Emissionsminderungs-Zuschlag | +2.500 € pauschal | Staubemission ≤ 2,5 mg/m³ |
| Maximaler Gesamtzuschuss | 70 % + 2.500 € | Bis 23.500 € bei 30.000 € förderfähiger Investition |
Kritische Regel für den Klimageschwindigkeits-Bonus bei Pelletheizungen: Der 20-%-Bonus wird 2026 für Pelletheizungen nur gewährt, wenn die Anlage mit einer Solarthermie-, PV-Anlage oder Wärmepumpe kombiniert wird. Eine alleinstehende Pelletheizung ohne Solar-Kombination erhält diesen Bonus nicht.
Staffelung bei Mehrfamilienhäusern
| Wohneinheit | Förderfähige Kosten |
|---|
| 1. Wohneinheit | 30.000 € |
| 2.–6. Wohneinheit | je 15.000 € |
| Ab 7. Wohneinheit | je 8.000 € |
Förderkonstellationen im Überblick
| Kombination | Fördersatz | Zuschuss (30.000 € Invest) | Mit Emissionsbonus |
|---|
| Nur Grundförderung | 30 % | 9.000 € | 11.500 € |
| Grundförderung + Klimabonus | 50 % | 15.000 € | 17.500 € |
| Grundförderung + Einkommensbonus | 60 % | 18.000 € | 20.500 € |
| Maximalkombination | 70 % | 21.000 € | 23.500 € |
Effektiver Eigenanteil nach Förderung (EFH, 25.000 Euro Gesamtinvestition):
- Bei 30 % Grundförderung: ca. 17.500 Euro
- Bei 50 % (inkl. Klimabonus): ca. 12.500 Euro
- Bei 70 % (inkl. Einkommens- und Klimabonus): ca. 7.500 Euro
Pelletheizung Kosten pro kWh und pro Jahr
Pelletpreise 2026: Marktdaten
| Zeitraum | Preis lose (6-t-Abnahme) | Ct/kWh Wärme |
|---|
| Jahresø 2024 | ca. 279 €/t | ca. 5,6–5,8 Ct/kWh |
| Dezember 2024 | ca. 260–265 €/t | ca. 5,2–5,4 Ct/kWh |
| März 2026 | ca. 354–372 €/t | ca. 7,1–7,5 Ct/kWh |
Heizwert Pellets: Eine Tonne Pellets (ENplus A1) liefert ca. 4.800–5.000 kWh Wärme. Bei 354 Euro/t ergibt das ca. 7,1–7,4 Ct/kWh Brennstoffkosten.
Vergleich mit fossilen Energieträgern:
| Energieträger | Ct/kWh | Jahreskosten 20.000 kWh | CO₂-Abgabe 2026 |
|---|
| Pellets (ENplus A1) | ca. 7,1–7,4 | ca. 1.420–1.480 € | 0 € (befreit) |
| Heizöl | ca. 10,5 | ca. 2.100 € | ca. 340 €/Jahr |
| Erdgas | ca. 11,5 | ca. 2.300 € | ca. 280 €/Jahr |
Ersparnis Pellets gegenüber Gas: ca. 820–880 Euro/Jahr allein beim Brennstoff – plus die vermiedene CO₂-Abgabe von ca. 280 Euro/Jahr = ca. 1.100–1.160 Euro/Jahr Gesamtersparnis gegenüber Erdgas.
Saisonalität: Wann Pellets am günstigsten kaufen
| Quartal | Preisbereich (€/t) | Empfehlung |
|---|
| Q1 (Jan–Mrz) | 340–420 € | Nur Notkäufe bei leerem Lager |
| Q2 (Apr–Jun) | 290–330 € | Bester Kaufzeitpunkt |
| Q3 (Jul–Sep) | 310–360 € | Strategischer Einkauf vor Heizperiode |
| Quartal | Preis/t | Anmerkung |
|---|
| Q4 (Okt–Dez) | 350–410 € | Steigende Preise durch Heizsaison |
Ersparnis durch Sommereinkauf: Bei 6 t Jahresbedarf und einer Preisdifferenz von ca. 100 Euro/t zwischen Sommer (300 Euro/t) und Winter (400 Euro/t) = 600 Euro/Jahr Ersparnis. Voraussetzung: ausreichend dimensioniertes Pelletlager für den gesamten Jahresbedarf.
Vollständige jährliche Betriebskosten
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.
| Position | Kosten/Jahr |
|---|
| Pellets (20.000 kWh, Jahresø) | 1.200–1.800 € |
| Wartung durch Fachbetrieb | 150–300 € |
| Schornsteinfeger + Emissionsmessung | 100–200 € |
| Strom für Fördersystem und Steuerung | 80–150 € |
| Ascheentsorgung (Material minimal) | gering, oft selbst |
| Gesamte Betriebskosten | 1.530–2.450 €/Jahr |
Wartung und gesetzliche Prüfpflichten
Jährliche Wartung (150–300 Euro)
Eine Pelletheizung ist wartungsintensiver als ein Gas-Brennwertgerät. Die Jahreswartung durch einen Fachbetrieb umfasst:
- Reinigung des Brenners und der Brennkammer
- Überprüfung und Schmierung der Förderanlage (Schnecke, Motoren)
- Inspektion des Wärmetauschers auf Ablagerungen
- Überprüfung aller Sicherheitseinrichtungen
- Kontrolle des Pufferspeichers und Ausdehnungsgefäßes
- Software-Update der Regelungselektronik
Schornsteinfeger und Emissionsmessung (100–200 Euro/Jahr)
Gesetzliche Pflichten nach 1. BImSchV:
- Jährlich: Kehrung des Schornsteins + Prüfung der Brandsicherheit
- Alle zwei Jahre: Emissionsmessung (Feinstaub, CO)
- Alle 7 Jahre (2×): Feuerstättenschau
Was die Feinstaubmessung kostet: Ca. 32 Euro netto reine Messgebühr (zusätzlich zur Schornsteinfeger-Anfahrt) – in der Jahrespauschale des Schornsteinfegers meist bereits integriert.
Ascheentsorgung
Bei hochwertigen Pellets (ENplus A1) ist der Ascheanteil minimal (ca. 0,5 % der Pelletmasse). Für 4 t Jahresbedarf entstehen ca. 20 kg Asche – das entspricht ca. 3–5 Leerungen des Aschebehälters pro Jahr. Holzasche ist phosphat- und kaliumreicher Dünger und kann im Garten verwendet werden.
Technologie: Brennwert und Emissionsminderung
Pellet-Brennwertkessel: Mehrkosten und Amortisation
Pellet-Brennwertkessel nutzen die im Wasserdampf der Abgase gebundene Kondensationswärme. Der Wirkungsgrad steigt um 10–15 % gegenüber Standardkesseln.
| Merkmal | Standardkessel | Brennwertkessel |
|---|
| Investitionsmehrkosten | — | +2.000–3.000 € |
| Wirkungsgrad | ca. 85–90 % | ca. 98–104 % |
| Brennstoffersparnis | — | ca. 10–15 % |
| Amortisation Mehrpreis | — | ca. 8–10 Jahre |
Technische Voraussetzung: Ein Brennwertkessel benötigt einen sanierten, feuchtigkeitsresistenten Schornstein (Edelstahlrohr) und einen Abwasseranschluss für das Kondensat. Bei zu saurem Kondensat ist eine Neutralisationseinrichtung nötig (ca. 50 Euro/Jahr Wartungskosten).
Partikelabscheider und ÖkoFEN ZeroFlame
Die 1. BImSchV setzt Feinstaubgrenzwerte für Neuanlagen. Der KfW-Emissionsminderungs-Zuschlag von 2.500 Euro erfordert Staubwerte ≤ 2,5 mg/m³ – achtmal strenger als der gesetzliche Mindestgrenzwert (20 mg/m³).
Zwei Wege zur Einhaltung:
Option 1 – Externer Elektrofilter (E-Filter): Partikel werden elektrisch aufgeladen und aus dem Abgasstrom abgeschieden. Kosten: ca. 1.500–3.000 Euro Aufpreis. Wartungsarm.
Option 2 – Primärmaßnahmen (z. B. ÖkoFEN ZeroFlame): Durch extrem präzise Luftführung und Verbrennungsoptimierung werden Staubemissionen bereits im Brennraum auf ≤ 2,5 mg/m³ gesenkt – ohne externen Filter. Das reduziert den Wartungsaufwand und erfüllt die KfW-Bonusbedingung direkt.
Empfehlung: Kessel mit Emissionswerten ≤ 2,5 mg/m³ wählen – der Pauschalbonus von 2.500 Euro amortisiert den etwaigen Aufpreis direkt.
Pelletlagerung: Anforderungen und Kosten
Lagerraum-Dimensionierung
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.
Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Jahreswärmebedarf:
- Jahresbedarf: ca. 4.000 kg Pellets
- Volumen bei Schüttdichte 650 kg/m³: ca. 6–7 m³ Pellets
- Lagerraum benötigt: ca. 8–10 m³ nutzbares Raumvolumen (Zugabe für Entnahmefreiheit)
- Raumfläche: ca. 6–8 m² bei 1,8–2,0 m nutzbarer Füllhöhe
Normen und Sicherheitsanforderungen (DIN EN ISO 20023)
Feuchtigkeit: Das Lager muss absolut dicht sein. Pellets quellen bei Feuchtigkeitskontakt auf und verlieren ihre Form – das blockiert die Förderschnecke.
Belüftung: Holz gibt beim Lagern natürlich CO ab. Belüftungsdeckel an Befüllstutzen sind Pflicht. Ab 10 t Lagervolumen oder Lüftungsleitungen über 5 m: mechanische Belüftung (dreifacher Luftwechsel/h beim Betreten).
Brandschutz nach Lagermenge:
| Lagermenge | Brandschutzanforderungen |
|---|
| Bis 6,5 t | Keine besonderen Anforderungen; Mindestabstand 1 m zum Kessel |
| Über 6,5 t | Wände und Decken in F90-Qualität; Türen T30 |
Prallschutz: Die Wand gegenüber dem Einblasstutzen braucht einen Prallschutz, damit Pellets beim Einblasen nicht zerbrechen. Zu hoher Feinanteil blockiert die Förderschnecke.
Kostenübersicht Pelletlager
| Lagertyp | Kosten |
|---|
| Umbau bestehender Kellerraum (Schräge + Brandschutz) | 1.500–3.500 € |
| Kunststoff-Gewebetank (Innenraum) | 1.000–2.500 € |
| Stahlsilo (außen, unterirdisch) | 3.000–6.000 € |
| Premiumlösung (Betonkeller, komplett ausgebaut) | 5.000–9.000 € |
Umbau Ölheizung auf Pelletheizung: Kosten im Detail
Der Umstieg von einer Ölheizung auf Pellets ist 2026 wirtschaftlich besonders attraktiv, weil:
- Der Klimageschwindigkeitsbonus (+20 %) beim Austausch fossiler Heizungen greift
- Der freiwerdende Ölkeller oft als Pelletlager nutzbar ist
- CO₂-Kostensteigerung für Heizöl weiterwächst
Vollständige Kostenrechnung Umbau Öl→Pellet
| Position | Kosten |
|---|
| Neue Pelletheizung (Komplettsystem) | 22.000–30.000 € |
| Tankdemontage und Entsorgung | 2.000–3.500 € |
| Umbau Tankraum zum Pelletlager | 1.000–2.500 € |
| Schornsteinsanierung | 1.500–2.000 € |
| Gesamtkosten brutto | 26.500–38.000 € |
| BEG-Förderung (50 %, max. 15.000 €) | −15.000 € |
| Eigenanteil | ca. 11.500–23.000 € |
Mit maximalem Einkommensbonus (70 % Förderung + Emissionsbonus):
- Zuschuss: bis 23.500 Euro
- Eigenanteil: ca. 3.000–14.500 Euro
Sektorenkopplung: Pelletheizung im Gesamtsystem
Kombination mit PV-Anlage (Pflicht für Klimabonus)
Die Kombination von Pelletheizung und PV-Anlage ist 2026 nicht nur für den Klimageschwindigkeitsbonus notwendig, sondern auch energetisch sinnvoll:
- PV liefert Betriebsstrom für Förderschnecke und Steuerung (ca. 80–150 kWh/Jahr)
- Überschuss-Solarstrom wird über Heizstab oder Brauchwasser-Wärmepumpe im Pufferspeicher in Wärme umgewandelt
- Modernes Energiemanagementsystem (EMS) hält den Pelletkessel im Sommer komplett abgeschaltet → verlängerte Lebensdauer, weniger Verschleiß
Autarkiequote: Mit 10 kWp PV und intelligent gesteuertem Pelletkessel steigt die Eigenverbrauchsquote von ca. 30 % auf über 60 % – das verkürzt die Amortisation des Gesamtsystems auf ca. 8–12 Jahre.
Hybrid Pellet + Wärmepumpe
In Altbauten mit hohem Wärmebedarf ist das Hybrid-System aus kleiner Wärmepumpe (Grundlast) und Pelletkessel (Spitzenlast bei Minustemperaturen) eine technisch überzeugende Lösung:
- Wärmepumpe arbeitet im Effizienzoptimum bei Temperaturen über 0 °C
- Pelletkessel springt bei tiefen Temperaturen (unter −5 °C) ein, wenn der COP der Wärmepumpe sinkt
- Der Kessel wird nicht im schädlichen Kurzlast-Betrieb genutzt → maximale Lebensdauer
Kosten Hybrid-System: 30.000–50.000 Euro vor Förderung. Beide Komponenten sind separat über die BEG förderfähig.
Pelletheizung vs. Wärmepumpe: Kostenvergleich 2026
Investitionsvergleich (EFH, 20.000 kWh/Jahr)
| Merkmal | Pelletheizung | Wärmepumpe (LW) |
|---|
| Brutto-Investition | 20.000–35.000 € | 25.000–40.000 € |
| Förderung (50 %) | −10.000–15.000 € | −10.000–15.000 € |
| Eigenanteil | 7.500–24.500 € | 10.000–25.000 € |
| Jährliche Heizkosten | 1.530–2.450 € | 1.200–2.200 € |
| 20-Jahres-Gesamtkosten | ca. 41.000–61.000 € | ca. 38.000–58.000 € |
Wann Pelletheizung wirtschaftlich überlegen ist
Altbau ohne Sanierung: In unsanierten Gebäuden mit alten Heizkörpern sind hohe Vorlauftemperaturen (60–70 °C) nötig. Eine Wärmepumpe arbeitet dann mit schlechtem COP (unter 2,5) – der effektive Strompreis für Wärme steigt auf 14–18 Ct/kWh. Die Pelletheizung liefert hohe Temperaturen ohne Effizienzeinbußen.
Eigenverbrauchsoptimierung: Wer eigenes Holz oder günstige regionale Hackschnitzel hat und auf Pellets umsteigen will, hat einen zusätzlichen Kostenvorteil.
Energiepolitisches Risiko: Pellets sind von der CO₂-Abgabe befreit. Steigt der CO₂-Preis von 65 Euro/t (2026) auf 150 Euro/t (2030), verteuert sich Gas um ca. 3,25 Ct/kWh zusätzlich – Pellets bleiben davon unberührt.
Wann Wärmepumpe wirtschaftlich überlegen ist
- Neubau oder Niedrigstenergiegebäude (< 50 kWh/m²·a Heizlast)
- Fußbodenheizung vorhanden (niedrige Vorlauftemperatur, hoher COP)
- Kein Platz für Pelletlager (6–10 m² erforderlich)
- Vollständige Wartungsfreiheit gewünscht (keine Ascheentsorgung, kein Schornsteinfeger)
Direktvergleich 20-Jahres-Gesamtkosten
| System | Eigenanteil | Heizkosten 20 J. | Gesamt 20 J. |
|---|
| Pelletheizung (50 % Förderung) | 12.500 € | 29.000 € | 41.500 € |
| Wärmepumpe (50 % Förderung) | 13.500 € | 37.000 € | 50.500 € |
| Gasheizung (keine Förderung) | 12.000 € | 52.000 € | 64.000 € |
Nachteile der Pelletheizung aus Kostensicht
Hohe Anschaffungskosten
Pelletheizungen kosten vor Förderung 20.000–35.000 Euro – deutlich mehr als eine Gas-Brennwerttherme (7.500–11.500 Euro). Auch gegenüber einfachen Wärmepumpen ist der Erstinvest vergleichbar oder höher.
Platzbedarf und Lagerkosten
Ein Pelletlager von 6–10 m² Nutzfläche ist für die meisten EFH notwendig. Wer keinen geeigneten Kellerraum hat, muss in ein externes Silo investieren (3.000–6.000 Euro) oder auf Sackware ausweichen (erheblich teurer: ca. 45–60 Euro/Sack zu 15 kg = ca. 13 Ct/kWh).
Wartungs- und Betriebskosten
Wartung + Schornsteinfeger + Emissionsmessung = 300–700 Euro/Jahr bei einer Pelletheizung, verglichen mit 100–300 Euro/Jahr bei einer Wärmepumpe. Über 20 Jahre macht das 4.000–8.000 Euro Unterschied.
Pelletpreis-Volatilität
Der Pelletmarkt ist konjunktursensitiv. In den Krisenjahren 2022/2023 stiegen die Preise auf über 700 Euro/t. Wer sich auf Pellets verlässt, braucht ein ausreichendes Lager für mindestens einen Jahresbedarf, um Preisspitzen zu umgehen.
Häufige Fragen zu Pelletheizung Kosten
Was kostet eine Pelletheizung für ein Einfamilienhaus?
Eine schlüsselfertige Pelletheizung (Kessel, Lager, Fördersystem, Pufferspeicher, Montage, Schornstein) kostet 2026 ca. 20.000–35.000 Euro brutto. Nach BEG-Förderung (30–70 %) verbleiben je nach Bonuskonstellation ca. 6.000–24.500 Euro Eigenanteil.
Was kostet Pellets pro kWh?
Aktuelle Preise im März 2026: ca. 354 Euro/t (lose, 6-t-Abnahme) = ca. 7,1–7,4 Ct/kWh Wärme. Im Sommer (Mai–Juli) sinken die Preise auf ca. 290–330 Euro/t = ca. 5,8–6,6 Ct/kWh. Das ist deutlich günstiger als Erdgas (ca. 11 Ct/kWh) und Heizöl (ca. 10,5 Ct/kWh).
Was kostet der Betrieb einer Pelletheizung pro Jahr?
Für ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh Jahreswärmebedarf: Pellets ca. 1.200–1.800 Euro + Wartung 150–300 Euro + Schornsteinfeger/Emissionsmessung 100–200 Euro + Strom ca. 80–150 Euro = ca. 1.530–2.450 Euro/Jahr gesamt.
Welche Förderung gibt es für eine Pelletheizung 2026?
KfW-Programm 458 (BEG EM) fördert mit 30–70 % der förderfähigen Kosten (max. 30.000 Euro/Wohneinheit) plus pauschal 2.500 Euro Emissionsbonus bei Feinstaubwert ≤ 2,5 mg/m³. Maximale Förderung: 23.500 Euro.
Was kostet der Umbau von Öl auf Pellets?
Gesamtkosten inkl. Tankdemontage und Schornsteinsanierung: ca. 26.500–38.000 Euro brutto. Mit Klimageschwindigkeitsbonus (50 % Förderung): Eigenanteil ca. 11.500–23.000 Euro. Mit maximaler Förderung (70 %): Eigenanteil ab ca. 3.000 Euro.
Was kostet die Wartung einer Pelletheizung?
Jährliche Wartung durch Fachbetrieb: 150–300 Euro. Schornsteinfeger inkl. Emissionsmessung: 100–200 Euro/Jahr. Gesamt: 300–500 Euro/Jahr – mehr als bei einer Wärmepumpe (100–300 Euro/Jahr), weniger als bei einer Gasheizung mit Schornsteinfeger.
Ist eine Pelletheizung günstiger als eine Wärmepumpe?
Im Altbau ohne Sanierung oft ja – weil die Wärmepumpe bei hohen Vorlauftemperaturen (60–70 °C) ineffizient wird. Im Neubau oder sanierten Gebäude mit Fußbodenheizung ist die Wärmepumpe über 20 Jahre meist günstiger (ca. 5.000–10.000 Euro weniger Gesamtkosten). Der wichtigste Faktor ist der tatsächliche COP der Wärmepumpe im spezifischen Gebäude.
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.