PV-Einspeisevergütung 2026: EEG-Vergütung & Degression
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Das Wichtigste in Kürze:
- Degression halbjährlich -1% seit Februar 2024: Vergütungssätze sinken kontinuierlich, Februar-Juli 2026 Teileinspeisung bis 10 kWp 7,78-7,79 ct/kWh, Volleinspeisung 12,35 ct/kWh – Inbetriebnahme-Zeitpunkt fixiert Vergütung 20 Jahre
- Solarspitzengesetz 2025 verschärft Regeln: 60%-Wirkleistungsbegrenzung ohne Smart Meter (früher 70%), Vergütungs-Ausfall negative Strompreise §51 EEG (nachholbar nach 20 Jahren), iMSys-Pflicht ab 7 kWp für volle Einspeisung
- Eigenverbrauch dominant wirtschaftlich: Jede selbst verbrauchte kWh spart 35 ct/kWh Netzstrom versus nur 8 ct/kWh Einspeise-Vergütung = Faktor 4,4× wertvoller – Speicher steigert Quote 25-35% auf 60-80%, Wärmepumpe/E-Auto ermöglichen >90%
- Steuerfreiheit revolutioniert Wirtschaftlichkeit: 0% USt Lieferung+Installation bis 30 kWp spart 19% Anschaffungskosten, Einspeise-Einnahmen komplett einkommensteuerfrei – Amortisation 8-12 Jahre ohne Speicher, 10-14 Jahre mit Speicher
- Balkonkraftwerke 800 W Wechselrichter: Modulleistung bis 2.000 Wp erlaubt, Schuko-Stecker normkonform DIN VDE V 0126-95, nur MaStR-Anmeldung (nicht Netzbetreiber), privilegierte Maßnahme Mietrecht (Vermieter kann nicht pauschal ablehnen)
- Direktvermarktung-Pflicht ab 100 kWp: Marktprämie gleicht Differenz EEG-Vergütung versus Börsenstrompreis aus, Sanktion 10 EUR/kW/Monat bei Verstoß, ab 2027 geplant Absenkung Grenze auf 25 kWp
- Energy Sharing ab 01.07.2026: Gemeinschaftliche Nutzung lokaler PV-Anlagen §42c EnWG, viertelstündliche Abrechnung Smart Meter, Potenzial Netzentgelt-Rabatte (Schweiz LEG 40% diskutiert)
PV-Einspeisevergütung entwickelte sich von statischem Förderinstrument zur dynamischen Steuerung netzdienlicher Integration: EEG-Novellen Osterpaket 2022, Solarpaket I 2024, Solarspitzengesetz 2025 transformierten regulatorischen Rahmen fundamental – 70%-Wirkleistungsbegrenzung aufgehoben 2023, dann verschärft auf 60% 2025 ohne Smart Meter, Vergütungs-Ausfall negative Börsenstrompreise §51 EEG eingeführt (nachholbar Ende 20-Jahre-Zeitraum), iMSys-Pflicht ab 7 kWp für volle Einspeisung. Degression halbjährlich -1% seit Februar 2024 senkt Vergütungssätze kontinuierlich: Februar-Juli 2026 Teileinspeisung bis 10 kWp 7,78-7,79 ct/kWh (40-100 kWp nur 5,50 ct/kWh), Volleinspeisung bis 10 kWp 12,35 ct/kWh ermöglicht reine Einspeiser-Strategie kleine Dächer, Mischpreis 15 kWp Anlage 7,43 ct/kWh zeigt Größen-Degression. Wirtschaftlichkeit dominiert durch Eigenverbrauch nicht Einspeisung: 35 ct/kWh Netzstrom-Ersparnis versus 8 ct/kWh Vergütung = Faktor 4,4×, ohne Speicher Quote 25-35%, mit 5-10 kWh Batterie 60-80%, Sektorkopplung Wärmepumpe/E-Auto/Wallbox ermöglicht >90% Autarkie. Steuerliche Revolution 2023: 0% USt §12 Abs. 3 UStG spart 19% Anschaffungskosten 10 kWp Anlage = 2.800 EUR Ersparnis, Einspeise-Einnahmen bis 30 kWp komplett einkommensteuerfrei §3 Nr. 72 EStG eliminiert bürokratischen Aufwand. Balkonkraftwerke profitieren Solarpaket I: 800 W Wechselrichter (früher 600 W), 2.000 Wp Modulleistung erlaubt, Schuko-Stecker normkonform DIN VDE V 0126-95 (beendet Wieland-Debatte), privilegierte Maßnahme Mietrecht WEG verhindert pauschale Vermieter-Ablehnung. Politische Unsicherheit Ministerin Reiche 10-Punkte-Plan September 2025: Abschaffung fixe Einspeisevergütung Neuanlagen diskutiert, Fokus marktbasierte Modelle, EU-Beihilfe-Genehmigung EEG läuft Ende 2026 aus erfordert Neuregelung 2027, Bestandsschutz 20 Jahre garantiert bereits in Betrieb genommene Anlagen. Energy Sharing ab 01.07.2026 ermöglicht gemeinschaftliche lokale Stromnutzung §42c EnWG ohne reduzierte Netzentgelte initial, viertelstündliche Smart-Meter-Abrechnung erforderlich, Schweiz LEG-Modell diskutiert 40% Netzentgelt-Rabatte (Deutschland noch offen).
Warum senkt Degression halbjährlich -1% EEG-Vergütungssätze kontinuierlich?
Degression korreliert sinkende PV-Modul-Preise + steigende Effizienz mit Förderung – halbjährliche Schritte seit Februar 2024 fixieren Inbetriebnahme-Zeitpunkt Vergütung 20 Jahre.
Historische Entwicklung Degression: Aussetzung 2023-2024
Osterpaket 2022 Reform:
Vergütungssätze angehoben erstmals seit Jahren:
- Teileinspeisung bis 10 kWp: 8,2 ct/kWh (vorher 6,5 ct/kWh)
- Volleinspeisung bis 10 kWp: 13,0 ct/kWh (neu eingeführt!)
- 70%-Wirkleistungsbegrenzung aufgehoben Neuanlagen
Degression ausgesetzt:
- Januar 2023 - Januar 2024: Keine Absenkung Vergütungssätze
- Ziel: Zubau-Beschleunigung (2023: 14,1 GWp installiert ✅)
Degression reaktiviert ab Februar 2024:
Halbjährliche Schritte -1% (0,5% pro Quartal effektiv):
| Zeitraum | Degression kumulativ | Beispiel 10 kWp Teileinspeisung |
|---|---|---|
| Feb 2024 - Jul 2024 | Ausgangswert | 8,11 ct/kWh |
| Aug 2024 - Jan 2025 | -1% | 8,03 ct/kWh |
| Feb 2025 - Jul 2025 | -2% | 7,94-7,96 ct/kWh |
| Aug 2025 - Jan 2026 | -3% | 7,86 ct/kWh |
| Feb 2026 - Jul 2026 | -4% | 7,78-7,79 ct/kWh |
Begründung Degression:
PV-Modul-Preise sanken 2010-2023 durchschnittlich 8-12% jährlich:
- 2010: ~3.000 EUR/kWp
- 2015: ~1.500 EUR/kWp
- 2020: ~1.200 EUR/kWp
- 2024: ~800-1.000 EUR/kWp (mit Installation)
Degression -1% halbjährlich = -2% jährlich bleibt deutlich unter Kostenrückgang → Wirtschaftlichkeit steigt trotz sinkender Vergütung!
Vergütungssätze Februar-Juli 2026: Leistungsstufen-System
Teileinspeisung (Eigenverbrauch-Überschuss):
| Leistungsklasse | Feb-Jul 2026 ct/kWh | Charakteristik |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78-7,79 | Einfamilienhaus Standard |
| 10-40 kWp | 6,73-6,74 | Großes EFH, kleines Gewerbe |
| 40-100 kWp | 5,50 | Gewerbe, Mehrfamilienhaus |
| >100 kWp | Direktvermarktung Pflicht | Freiflächenanlagen |
Volleinspeisung (keine Eigenverbrauch):
| Leistungsklasse | Feb-Jul 2026 ct/kWh | Vorteil versus Teileinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 12,35 | +58% höher! |
| 10-40 kWp | 10,35 | +54% höher |
| 40-100 kWp | 10,35 | +88% höher |
Volleinspeisung-Strategie sinnvoll wenn:
✅ Kleine Dachfläche (3-5 kWp) bei niedrigem Eigenverbrauch (<20%)
✅ Tagsüber Abwesenheit (Berufstätige ohne Speicher)
✅ Vermietetes Objekt (Mieter-Eigenverbrauch technisch komplex)
✅ Maximale Rendite prioritär (höhere Vergütung kompensiert fehlende Netzstrom-Ersparnis teilweise)
✅ Tagsüber Abwesenheit (Berufstätige ohne Speicher)
✅ Vermietetes Objekt (Mieter-Eigenverbrauch technisch komplex)
✅ Maximale Rendite prioritär (höhere Vergütung kompensiert fehlende Netzstrom-Ersparnis teilweise)
Nachteil Volleinspeisung:
- Kein Netzstrom-Ersparnis 35 ct/kWh (größter Wirtschaftlichkeits-Hebel entfällt!)
- Amortisation 12-15 Jahre versus 8-10 Jahre Teileinspeisung
- Speicher sinnlos (da kein Eigenverbrauch)
Mischpreis-Berechnung gestaffelte Vergütung
Beispiel 15 kWp Anlage Teileinspeisung Feb-Jul 2026:
Vergütung nicht einheitlich sondern gestaffelt nach Leistungsklassen:
$$V_{gesamt} = \frac{(P_1 \times V_1) + (P_2 \times V_2)},{P_{gesamt}}$$
Konkret:
- Erste 10 kWp: 7,78 ct/kWh
- Restliche 5 kWp: 6,73 ct/kWh
$$V_{gesamt} = \frac{(10 \text{ kWp} \times 7,78 \text{ ct/kWh}) + (5 \text{ kWp} \times 6,73 \text{ ct/kWh})},{15 \text{ kWp}}$$
$$V_{gesamt} = \frac{77,80 + 33,65},{15} = \frac{111,45},{15} = 7,43 \text{ ct/kWh}$$
Vergleich verschiedene Anlagengrößen:
Amortisation iMSys durch Mehrertrag:
10 kWp Süd-Anlage ohne Speicher:
- Mehrertrag ohne 60%-Limit: +900 kWh/Jahr (9% Steigerung)
- Wert Mehrertrag: 900 kWh × 0,08 ct/kWh Vergütung = 72 EUR/Jahr
- Kosten iMSys: 80 EUR/Jahr laufend + 300 EUR einmalig (amortisiert 4 Jahre)
- Netto-Bilanz negativ: -8 EUR/Jahr langfristig
Aber: iMSys-Pflicht ab 7 kWp ohnehin für Neuanlagen → Keine Wahl!
iMSys-Pflicht gesetzlich:
§ 14a EnWG + MsbG (Messstellenbetriebsgesetz):
- Wärmepumpen >4,2 kW elektrisch
- PV-Anlagen >7 kWp (neu ab 2025!)
- Wallboxen E-Mobilität >4,6 kW
- Haushalte Gesamtverbrauch >6.000 kWh/Jahr
Rollout-Zeitplan:
- 2025: 50% Haushalte mit WP/PV >7 kWp
- 2026: 80% Abdeckung
- 2027: 100% verpflichtend (Gesetz)
Negative Strompreise §51 EEG: Vergütungs-Ausfall
§51 EEG Neufassung Solarspitzengesetz:
Wenn Spotmarktpreis Day-Ahead EPEX negativ (börsenhandelter Strompreis <0 ct/kWh):
→ Einspeisevergütung entfällt für diesen Zeitraum (typisch 1-4 Stunden)
Mechanismus:
Beispiel sonniger Pfingstmontag Mai 2026:
11:00-14:00 Uhr: Spotmarktpreis -5 ct/kWh (Überangebot Solar+Wind)
PV-Anlage 10 kWp speist 3 Stunden × 8 kW = 24 kWh ein
Ohne §51 EEG:
→ Vergütung: 24 kWh × 7,78 ct/kWh = 1,87 EUR
Mit §51 EEG (neu):
→ Vergütung: 0 EUR (entfällt!)
→ Verlust: 1,87 EUR
11:00-14:00 Uhr: Spotmarktpreis -5 ct/kWh (Überangebot Solar+Wind)
PV-Anlage 10 kWp speist 3 Stunden × 8 kW = 24 kWh ein
Ohne §51 EEG:
→ Vergütung: 24 kWh × 7,78 ct/kWh = 1,87 EUR
Mit §51 EEG (neu):
→ Vergütung: 0 EUR (entfällt!)
→ Verlust: 1,87 EUR
Nachholung am Ende 20-Jahre-Frist:
Verlorene Vergütung nicht komplett verloren:
- Nach 20 Jahren Förderung + Inbetriebnahme-Jahr endet
- Verlängerung Förderzeitraum um Stunden negativer Preise
- Praktisch: 20 Jahre + ca. 50-150 Stunden (abhängig Häufigkeit negative Preise)
Häufigkeit negative Strompreise 2023-2025:
| Jahr | Stunden negative Preise | Betroffene kWh 10 kWp Süd | Finanzieller Verlust |
|---|---|---|---|
| 2023 | 82h | ~450 kWh | 35 EUR |
| 2024 | 124h | ~680 kWh | 53 EUR |
| 2025 (Prognose) | 180h | ~980 kWh | 76 EUR |
Trend: Zunehmende negative Preise durch PV-Ausbau (2024: +14 GWp Zubau!)
Bestandsanlagen (IBN vor 01.01.2024):
§51 EEG greift nicht automatisch (Bestandsschutz!)
Aber: Freiwillige Opt-In möglich:
- Bonus: +0,6 ct/kWh Vergütung auf gesamte Einspeisung
- Bedingung: §51 EEG akzeptieren (Vergütungs-Ausfall negative Preise)
Wann lohnt Opt-In?
Beispiel-Rechnung 8 kWp Bestandsanlage 2022:
Ohne Opt-In:
- Vergütung: 8,2 ct/kWh (Tarif 2022)
- Einspeisung: 6.000 kWh/Jahr
- Einnahmen: 492 EUR/Jahr
Mit Opt-In:
- Vergütung erhöht: 8,2 + 0,6 = 8,8 ct/kWh
- Einspeisung normal: 5.800 kWh (200 kWh Verlust negative Preise)
- Einnahmen: 5.800 × 0,088 = 510 EUR/Jahr
- Gewinn: +18 EUR/Jahr ✅
Opt-In lohnt wenn:
✅ Hoher Eigenverbrauch 60-80% (wenig Einspeisung Mittags kritische Stunden)
✅ Batteriespeicher vorhanden (puffert negative-Preis-Zeiträume)
✅ Bonus 0,6 ct/kWh > Verlust negative Preise (ca. 0,3-0,5 ct/kWh effektiv)
✅ Batteriespeicher vorhanden (puffert negative-Preis-Zeiträume)
✅ Bonus 0,6 ct/kWh > Verlust negative Preise (ca. 0,3-0,5 ct/kWh effektiv)
Warum dominiert Eigenverbrauch Wirtschaftlichkeit statt Einspeise-Vergütung?
Netzstrom-Ersparnis 35 ct/kWh versus Vergütung 8 ct/kWh = Faktor 4,4× wertvoller – Speicher steigert Quote 25-35% auf 60-80%, Sektorkopplung WP/E-Auto ermöglicht >90%.
Wirtschaftlicher Vergleich Eigenverbrauch versus Einspeisung
Stromkosten-Struktur Haushalt 2026:
| Position | Preis ct/kWh | Anteil |
|---|---|---|
| Energie-Beschaffung | 9-12 ct | 26-34% |
| Netzentgelte | 7-9 ct | 20-26% |
| EEG-Umlage | 0 ct | 0% (abgeschafft 2023!) |
| Steuern/Abgaben | 8-10 ct | 23-29% |
| Mehrwertsteuer 19% | 5-7 ct | 14-20% |
| Gesamt Netzstrom | 31-37 ct/kWh | 100% |
Versus PV-Einspeise-Vergütung:
- Teileinspeisung bis 10 kWp: 7,78 ct/kWh
- Volleinspeisung bis 10 kWp: 12,35 ct/kWh
Eigenverbrauch-Wert-Berechnung:
$$\text{Wert Eigenverbrauch} = \text{Netzstrom-Preis} - \text{PV-Gestehungskosten}$$
PV-Gestehungskosten (LCOE - Levelized Cost of Energy):
10 kWp Anlage, 15.000 EUR Investition, 25 Jahre Lebensdauer, 10.000 kWh/Jahr:
$$LCOE = \frac{15.000 \text{ EUR}},{10.000 \text{ kWh/Jahr} \times 25 \text{ Jahre}} = 6 \text{ ct/kWh}$$
Eigenverbrauch-Ersparnis:
$$35 \text{ ct/kWh (Netzstrom)} - 6 \text{ ct/kWh (LCOE)} = 29 \text{ ct/kWh Ersparnis}$$
Versus Einspeisung:
$$7,78 \text{ ct/kWh (Vergütung)} - 6 \text{ ct/kWh (LCOE)} = 1,78 \text{ ct/kWh Gewinn}$$
Verhältnis:
$$\frac{29 \text{ ct}},{1,78 \text{ ct}} = 16,3 \times \text{ wertvoller!}$$
(Konservativ gerechnet. Wenn man LCOE vernachlässigt: 35/7,78 = 4,5×)
Eigenverbrauchsquote: Ohne versus mit Speicher
Eigenverbrauchsquote Definition:
$$\text{Eigenverbrauchsquote} = \frac{\text{Eigenverbrauch kWh}},{\text{PV-Erzeugung gesamt kWh}} \times 100%$$
Typische Werte ohne Optimierung:
| Haushalt-Typ | Stromverbrauch/Jahr | PV-Anlage | Quote ohne Speicher |
|---|---|---|---|
| 2-Personen-Haushalt | 2.500 kWh | 5 kWp | 25-30% |
| 4-Personen-Familie | 4.500 kWh | 8 kWp | 30-35% |
| Familie + WP | 8.000 kWh | 10 kWp | 40-45% |
Mit 5-10 kWh Batteriespeicher:
| Haushalt-Typ | Quote mit Speicher | Autarkie-Grad |
|---|---|---|
| 2-Personen | 60-70% | 70-80% |
| 4-Personen | 65-75% | 65-75% |
| Familie + WP | 70-80% | 60-70% |
Autarkie-Grad versus Eigenverbrauchsquote:
Unterschied oft verwechselt!
Eigenverbrauchsquote: Wie viel PV-Strom wird selbst verbraucht (nicht eingespeist)?
Autarkie-Grad: Wie viel Gesamt-Stromverbrauch wird durch PV gedeckt (nicht Netz-bezogen)?
Autarkie-Grad: Wie viel Gesamt-Stromverbrauch wird durch PV gedeckt (nicht Netz-bezogen)?
Beispiel:
- PV-Erzeugung: 8.000 kWh/Jahr
- Stromverbrauch Haushalt: 5.000 kWh/Jahr
- Eigenverbrauch: 3.500 kWh
- Einspeisung: 4.500 kWh
- Netzbezug: 1.500 kWh
Eigenverbrauchsquote: 3.500 / 8.000 = 43,8%
Autarkie-Grad: 3.500 / 5.000 = 70%
Autarkie-Grad: 3.500 / 5.000 = 70%
Wirtschaftlichkeits-Vergleich verschiedene Eigenverbrauchsquoten
5 kWp Anlage, 5.000 kWh/Jahr Erzeugung:
| Eigenverbrauch-Quote | Eigenverbrauch kWh | Einspeisung kWh | Ersparnis 35 ct | Vergütung 7,78 ct | Gesamtvorteil/Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| 0% (reine Einspeisung) | 0 | 5.000 | 0 EUR | 389 EUR | 389 EUR |
| 25% | 1.250 | 3.750 | 438 EUR | 292 EUR | 730 EUR |
| 50% | 2.500 | 2.500 | 875 EUR | 195 EUR | 1.070 EUR |
| 75% | 3.750 | 1.250 | 1.313 EUR | 97 EUR | 1.410 EUR |
| 100% (null Einspeisung) | 5.000 | 0 | 1.750 EUR | 0 EUR | 1.750 EUR |
Kernaussage:
100% Eigenverbrauch bringt 4,5× mehr Gesamtvorteil als 0% Eigenverbrauch (reine Einspeisung)!
Investition Batteriespeicher Amortisation:
7 kWh Speicher-Kosten: 7.000 EUR (1.000 EUR/kWh 2026)
Ohne Speicher (25% Quote):
- Vorteil: 730 EUR/Jahr
Mit Speicher (70% Quote):
- Vorteil: 1.400 EUR/Jahr
- Mehrkosten Speicher abschreiben 15 Jahre: 7.000 / 15 = 467 EUR/Jahr
- Netto-Vorteil: 1.400 - 467 = 933 EUR/Jahr
Vergleich:
- Ohne Speicher: 730 EUR/Jahr
- Mit Speicher: 933 EUR/Jahr
- Mehrwert: +203 EUR/Jahr
Speicher-Amortisation: 7.000 EUR / 203 EUR = 34,5 Jahre (zu lang!)
Aber: Berücksichtigt nicht:
- Unabhängigkeit Stromausfall
- Flexibilität Lastverschiebung
- Wertsteigerung Immobilie
- Zukunfts-Potenzial dynamische Tarife
Speicher lohnt wenn:
✅ Dynamische Tarife genutzt (Lade-Steuerung billige Nacht-Stunden)
✅ Förderung vorhanden (regional 10-30% Zuschuss)
✅ Eigenverbrauch ohne Speicher <20% (Potenzial Steigerung groß)
✅ Notstrom-Funktion wertvoll (abgelegene Lage, kritische Infrastruktur)
✅ Förderung vorhanden (regional 10-30% Zuschuss)
✅ Eigenverbrauch ohne Speicher <20% (Potenzial Steigerung groß)
✅ Notstrom-Funktion wertvoll (abgelegene Lage, kritische Infrastruktur)
Sektorkopplung: Wärmepumpe + E-Auto maximieren Eigenverbrauch
Wärmepumpe Integration:
Stromverbrauch WP 4.000-6.000 kWh/Jahr erhöht Gesamt-Verbrauch massiv:
Ohne WP:
- Haushalt: 4.000 kWh/Jahr
- PV: 8.000 kWh (10 kWp)
- Eigenverbrauchsquote ohne Speicher: 30%
Mit WP:
- Haushalt + WP: 10.000 kWh/Jahr
- PV: 8.000 kWh (10 kWp)
- Eigenverbrauchsquote ohne Speicher: 45% (Steigerung +50% relativ!)
WP intelligent steuern:
SG-Ready-Kontakt (Smart Grid Ready):
- PV-Überschuss vorhanden → WP heizt Pufferspeicher 55-65°C (statt 50°C)
- Thermischer Speicher 200-300L puffert 4-8h
- Eigenverbrauch-Steigerung +10-15%
E-Auto + Wallbox:
Stromverbrauch 15.000 km/Jahr: 3.000 kWh (20 kWh/100km)
PV-gesteuertes Laden:
Arbeitsweg 30 km = 6 kWh/Tag benötigt
Ohne PV-Steuerung:
→ Laden 18-22 Uhr (Netzstrom 35 ct/kWh)
→ Kosten: 6 kWh × 0,35 = 2,10 EUR/Tag
Mit PV-Steuerung (Wallbox + Energiemanagement):
→ Laden 11-15 Uhr PV-Überschuss
→ 5 kWh PV-Strom (kostenlos!) + 1 kWh Netz
→ Kosten: 1 kWh × 0,35 = 0,35 EUR/Tag
→ Ersparnis: 1,75 EUR/Tag = 639 EUR/Jahr!
Ohne PV-Steuerung:
→ Laden 18-22 Uhr (Netzstrom 35 ct/kWh)
→ Kosten: 6 kWh × 0,35 = 2,10 EUR/Tag
Mit PV-Steuerung (Wallbox + Energiemanagement):
→ Laden 11-15 Uhr PV-Überschuss
→ 5 kWh PV-Strom (kostenlos!) + 1 kWh Netz
→ Kosten: 1 kWh × 0,35 = 0,35 EUR/Tag
→ Ersparnis: 1,75 EUR/Tag = 639 EUR/Jahr!
Kombination PV + Speicher + WP + E-Auto:
Optimale Konfiguration Einfamilienhaus:
- PV: 12-15 kWp (Dach vollbelegen)
- Speicher: 10-12 kWh (1 Tag Autarkie)
- WP: 8-12 kW Heizleistung
- Wallbox: 11 kW mit Lastmanagement
Eigenverbrauchsquote erreichbar: 85-95% ✅
Autarkie-Grad: 70-80% (Winter PV-arm bleibt Netzbezug)
Autarkie-Grad: 70-80% (Winter PV-arm bleibt Netzbezug)
Wie revolutionieren Steuerbefreiungen PV-Wirtschaftlichkeit ab 2023?
0% USt §12 Abs. 3 UStG Lieferung+Installation spart 19% Anschaffungskosten, Einspeise-Einnahmen bis 30 kWp einkommensteuerfrei §3 Nr. 72 EStG.
Umsatzsteuer-Nullsatz: 19% Kostenreduktion sofort
§12 Absatz 3 UStG seit 01.01.2023:
Lieferung + Installation PV-Anlagen bis 30 kWp (peak): 0% Umsatzsteuer
Gültig für:
- Photovoltaik-Module
- Wechselrichter
- Montagesystem (Schienen, Dachhaken)
- Verkabelung
- Installation-Arbeitsleistung Elektriker
- Auch Batteriespeicher! (wenn zusammen mit PV installiert)
Ausgeschlossen:
- Anlagen >30 kWp (gewerblich)
- Zubehör ohne direkte PV-Funktion (z.B. Smart-Home-Komponenten standalone)
Kostenersparnis-Beispiel:
10 kWp Anlage mit 7 kWh Speicher:
| Position | Netto | USt 19% (alt) | Brutto alt | Brutto neu (0% USt) |
|---|---|---|---|---|
| PV-Module | 4.000 EUR | 760 EUR | 4.760 EUR | 4.000 EUR ✅ |
| Wechselrichter | 1.500 EUR | 285 EUR | 1.785 EUR | 1.500 EUR ✅ |
| Speicher 7 kWh | 5.000 EUR | 950 EUR | 5.950 EUR | 5.000 EUR ✅ |
| Montage | 3.000 EUR | 570 EUR | 3.570 EUR | 3.000 EUR ✅ |
| Gesamt | 13.500 EUR | 2.565 EUR | 16.065 EUR | 13.500 EUR ✅ |
Ersparnis: 2.565 EUR = 16% effektiv (19% auf Netto = 16% auf alten Brutto)
Vorsteuerabzug entfällt:
Früher konnten Anlagenbetreiber Vorsteuer (19%) vom Finanzamt zurückfordern, mussten aber:
- Kleinunternehmer-Regelung ablehnen
- Umsatzsteuer-Erklärungen abgeben (bürokratisch!)
- Eigenverbrauch mit 19% USt "selbst berechnen" (kompliziert)
Jetzt: Nullsteuersatz → kein Vorsteuerabzug nötig → keine USt-Erklärung → Bürokratie eliminiert!
Einkommensteuer-Befreiung Einspeise-Einnahmen
§3 Nummer 72 EStG seit 01.01.2022:
Einnahmen aus Einspeisung PV-Anlagen bis 30 kWp (peak) komplett einkommensteuerfrei.
Gilt für:
- EEG-Einspeisevergütung
- Direktvermarktung-Erlöse
- Mieterstrom-Einnahmen
- Unabhängig von Höhe (keine Deckelung!)
Ausnahmen:
- Anlagen >30 kWp
- Gewerbliche Nutzung (z.B. Solarpark Landwirtschaft)
Beispiel-Rechnung Steuerlast alt versus neu:
10 kWp Anlage, 8.000 kWh/Jahr Erzeugung, 50% Einspeisung:
Einspeisung: 4.000 kWh × 7,78 ct/kWh = 311,20 EUR/Jahr
Früher (bis 2021):
Einnahmen 311 EUR:
- Einkommensteuer-Satz 30% (Durchschnitt): -93 EUR
- Abschreibung Anlage 5% (13.500 EUR / 20): +675 EUR (steuerlich absetzbar)
- Netto-Steuer: -93 + (675 × 0,3) = +109 EUR Erstattung (durch Abschreibung)
Aber: Bürokratie enorm! EÜR, Anlage G, Liebhaberei-Prüfung, etc.
Jetzt (ab 2023):
Einnahmen 311 EUR: 0 EUR Steuer (komplett befreit!)
Keine Abschreibung möglich (aber auch nicht nötig)
Keine Steuererklärung-Ergänzung PV-Anlage!
Keine Abschreibung möglich (aber auch nicht nötig)
Keine Steuererklärung-Ergänzung PV-Anlage!
Vereinfachung massiv:
✅ Keine Gewinnermittlung
✅ Keine EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)
✅ Keine Anlage G Einkünfte Gewerbebetrieb
✅ Keine Liebhaberei-Diskussion Finanzamt
✅ Keine EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung)
✅ Keine Anlage G Einkünfte Gewerbebetrieb
✅ Keine Liebhaberei-Diskussion Finanzamt
Wirtschaftlicher Vorteil Kombination 0% USt + Steuerbefreiung:
Effektive Kosten-Reduktion 10 kWp Beispiel:
- Investition alt (mit 19% USt): 16.065 EUR
- Investition neu (0% USt): 13.500 EUR (-2.565 EUR)
- Jährliche Einnahmen Einspeisung: 311 EUR
- Steuer alt (komplex, aber ca. Null): 0 EUR
- Steuer neu: 0 EUR (garantiert!)
Amortisation:
Ohne Speicher 10 kWp, 35% Eigenverbrauch:
- Jährliche Ersparnis Eigenverbrauch: 2.800 kWh × 0,35 = 980 EUR
- Jährliche Einnahmen Einspeisung: 5.200 kWh × 0,0778 = 404 EUR
- Gesamt: 1.384 EUR/Jahr
Amortisation: 13.500 EUR / 1.384 EUR = 9,8 Jahre ✅
Früher (mit 19% USt, komplexer Steuer):
- Investition: 16.065 EUR
- Gesamt-Vorteil: ca. 1.400 EUR/Jahr (inkl. Steuer-Effekte)
- Amortisation: 11,5 Jahre
Verbesserung: -1,7 Jahre Amortisation durch Steuerreform!
Wie funktionieren Balkonkraftwerke 800 W rechtlicher Rahmen?
Wechselrichter 800 W + Module 2.000 Wp erlaubt, Schuko-Stecker normkonform DIN VDE V 0126-95, nur MaStR-Anmeldung, privilegierte Maßnahme Mietrecht.
Solarpaket I Vereinfachungen Mai 2024
Alte Regelung (bis April 2024):
- Wechselrichter max. 600 W AC-Ausgang
- Modulleistung keine klare Grenze (oft 600-800 Wp)
- Doppel-Anmeldung: Netzbetreiber + Marktstammdatenregister (MaStR)
- Wieland-Stecker oft gefordert (Energiesteckdose spezial)
- Rücklaufsperre Stromzähler Pflicht (Zähler-Tausch erforderlich!)
Neue Regelung (ab Mai 2024):
- Wechselrichter max. 800 W AC-Ausgang (+33% Leistung!)
- Modulleistung bis 2.000 Wp DC explizit erlaubt
- Nur MaStR-Anmeldung (Netzbetreiber-Meldung entfällt!)
- Schuko-Stecker normkonform (DIN VDE V 0126-95 Dezember 2024)
- Rückwärtslaufende Zähler übergangsweise erlaubt (bis Smart-Meter-Tausch)
Technische Spezifikationen Balkonkraftwerk
Komponenten:
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1-2 PV-Module (je 400-500 Wp)
↓
Mikro-Wechselrichter (800 W AC max)
↓
Schuko-Stecker (230V)
↓
Haussteckdose (bestehend)
↓
Stromzähler
↓
Haushalts-Stromkreis
↓
Mikro-Wechselrichter (800 W AC max)
↓
Schuko-Stecker (230V)
↓
Haussteckdose (bestehend)
↓
Stromzähler
↓
Haushalts-Stromkreis
Typische Konfigurationen:
| Konfiguration | Module | Modulleistung | Wechselrichter | Jahresertrag | Kosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Mini | 1× 400 Wp | 400 Wp | 600 W | 350-400 kWh | 300-400 EUR |
| Standard | 2× 400 Wp | 800 Wp | 800 W | 700-800 kWh | 500-700 EUR |
| Maximal | 4× 500 Wp | 2.000 Wp | 800 W | 1.400-1.600 kWh | 800-1.200 EUR |
Warum 2.000 Wp bei 800 W Wechselrichter?
Überdimensionierung Module sinnvoll:
- Wechselrichter limitiert auf 800 W AC
- Module erreichen 2.000 Wp nur unter Idealbedingungen (selten!)
- Typisch Mittags-Peak: 1.200-1.500 W DC
- Nach Wechselrichter-Umwandlung 90% Effizienz: 1.080-1.350 W AC
- 800 W Limit kappe nur Peak-Stunden (erhöht Jahresertrag morgens/abends!)
Vergleich Jahresertrag:
| Modulleistung | Wechselrichter | Jahresertrag | Abregelung |
|---|---|---|---|
| 800 Wp | 800 W | 700 kWh | 0% |
| 1.200 Wp | 800 W | 950 kWh | 5% |
| 1.600 Wp | 800 W | 1.150 kWh | 12% |
| 2.000 Wp | 800 W | 1.280 kWh | 18% |
2.000 Wp bringt +83% Mehrertrag versus 800 Wp trotz 18% Abregelung!
DIN VDE V 0126-95: Schuko-Stecker offiziell zulässig
Norm veröffentlicht Dezember 2024:
Technische Anforderungen Steckersolargeräte definiert:
Sicherheits-Features erforderlich:
- NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz):
- Wechselrichter erkennt Netz-Ausfall binnen 0,2 Sekunden
- Abschaltung Einspeisung automatisch
- Verhindert Rückspeisung bei getrenntem Netz (Insel-Betrieb gefährlich!)
- Überspannungsschutz Typ II:
- Schutz gegen Blitzschlag indirekt
- Ableitung Überspannungen >1.500 V
- DC-Freischaltung:
- Trennung DC-Seite (Module) von AC-Seite (Netz)
- Verhindert DC-Gleichstrom ins Wechselstrom-Netz
Schuko-Stecker versus Wieland:
| Stecker-Typ | Berührungsschutz | Kosten | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| Schuko | Pins exponiert | 0 EUR (Standard-Steckdose) | Überall |
| Wieland | Pins versenkt | 50-150 EUR (Spezial-Steckdose Elektriker) | Selten |
DIN VDE V 0126-95 Klarstellung:
"Schuko-Stecker zulässig wenn Wechselrichter NA-Schutz + Überspannungsschutz erfüllt."
Praktisch: Alle modernen Mikro-Wechselrichter erfüllen diese Anforderungen bereits!
Wieland nur noch:
- Freiwillig (höherer Schutz Kindersicherheit)
- Industrie/Gewerbe Vorsichtsmaßnahme
MaStR-Anmeldung: Vereinfachtes Verfahren
Marktstammdatenregister (MaStR) Bundesnetzagentur:
Online-Formular: https://www.marktstammdatenregister.de
Angaben erforderlich:
- Betreiber-Daten:
- Name, Adresse
- Anlagen-Daten:
- Standort (Adresse)
- Modulleistung DC (z.B. 800 Wp)
- Wechselrichter-Leistung AC (z.B. 600 W oder 800 W)
- Inbetriebnahme-Datum
- Netzbetreiber: (wird automatisch zugeordnet via PLZ)
Dauer: 10-15 Minuten Online-Formular
Frist: Innerhalb 1 Monat nach Inbetriebnahme (keine Sanktion bei Verspätung für Kleinanlagen!)
Netzbetreiber-Meldung entfällt:
Früher zusätzlich erforderlich:
- Separates Formular Netzbetreiber
- Technische Daten Wechselrichter
- Konformitäts-Bescheinigung
Jetzt: MaStR übermittelt Daten automatisch an Netzbetreiber → Doppel-Anmeldung eliminiert!
Privilegierte Maßnahme Mietrecht + WEG
WEG-Reform 2020 + Solarpaket I:
Balkonkraftwerk = "bauliche Veränderung zur Verbesserung Energieeffizienz"
Rechtsfolge:
Vermieter / Eigentümergemeinschaft kann nicht pauschal ablehnen!
Zustimmungs-Pflicht außer:
❌ Denkmalschutz (Gebäude-Fassade geschützt)
❌ Statische Bedenken (Balkon-Belastung kritisch)
❌ Optische Beeinträchtigung erheblich (z.B. Luxus-Wohnanlage einheitliche Fassade)
❌ Statische Bedenken (Balkon-Belastung kritisch)
❌ Optische Beeinträchtigung erheblich (z.B. Luxus-Wohnanlage einheitliche Fassade)
Miet-Vertrag darf nicht verbieten:
Klauseln wie "Installation elektrischer Geräte Balkon verboten" unwirksam wenn Balkonkraftwerk gemeint!
Praktische Durchsetzung:
- Mieter informiert Vermieter schriftlich (E-Mail genügt)
- Wartet 4 Wochen (Frist angemessen)
- Keine Antwort = Zustimmung (stillschweigende Genehmigung)
- Ablehnung nur begründet (triftige Gründe nachweisen)
WEG Eigentümergemeinschaft:
- Beschluss Mehrheit nicht erforderlich (privilegierte Maßnahme!)
- Information Hausverwaltung ausreichend
- Kosten trägt Eigentümer selbst (keine Umlage)
Wirtschaftlichkeit Balkonkraftwerk 800 W
Beispiel-Rechnung 800 Wp Standard-Konfiguration:
Investition:
- 2× 400 Wp Module: 300 EUR
- 800 W Mikro-Wechselrichter: 250 EUR
- Montage-Set Balkon: 50 EUR
- Gesamt: 600 EUR
Jahresertrag:
- 800 Wp Südbalkon 30° Neigung: 700 kWh/Jahr
- Eigenverbrauch-Quote ohne Steuerung: 60% (Grundlast tagsüber)
- Eigenverbrauch: 420 kWh
- Einspeisung: 280 kWh
Jährliche Ersparnis:
- Eigenverbrauch: 420 kWh × 0,35 EUR = 147 EUR
- Einspeisung: 280 kWh × 0,0778 EUR = 22 EUR (wenn angemeldet EEG)
- Gesamt: 169 EUR/Jahr
Amortisation: 600 EUR / 169 EUR = 3,6 Jahre ✅
Ohne EEG-Anmeldung (typisch Balkonkraftwerk):
- Nur Eigenverbrauch-Ersparnis: 147 EUR
- Amortisation: 4,1 Jahre (immer noch sehr gut!)
Lebensdauer: 20-25 Jahre Module, 10-15 Jahre Wechselrichter
20-Jahre Gewinn:
- Einnahmen: 169 EUR × 20 = 3.380 EUR
- Minus Investition: -600 EUR
- Minus Wechselrichter-Ersatz Jahr 12: -200 EUR
- Netto-Gewinn: 2.580 EUR (über 4× ROI!)
Wie fordert Direktvermarktung ab 100 kWp Markt-Integration?
Marktprämie gleicht Differenz Börsenstrompreis versus EEG-Vergütung aus, Sanktion 10 EUR/kW/Monat bei Verstoß, ab 2027 geplant Absenkung Grenze 25 kWp.
Direktvermarktung-Mechanismus erklärt
Klassische EEG-Einspeisung (bis 100 kWp):
PV-Anlage
→ einspeist ins Netz
→ Netzbetreiber zahlt fixe Vergütung (z.B. 7,78 ct/kWh)
→ 20 Jahre garantiert
→ einspeist ins Netz
→ Netzbetreiber zahlt fixe Vergütung (z.B. 7,78 ct/kWh)
→ 20 Jahre garantiert
Direktvermarktung (ab 100 kWp Pflicht):
PV-Anlage
→ Direktvermarkter verkauft Strom an Börse
→ Börsenpreis schwankt stündlich (z.B. 5-15 ct/kWh Day-Ahead)
→ Netzbetreiber zahlt Marktprämie (Differenz zu EEG-Vergütung)
→ Anlagenbetreiber erhält Börsenpreis + Marktprämie = EEG-Vergütung
→ Direktvermarkter verkauft Strom an Börse
→ Börsenpreis schwankt stündlich (z.B. 5-15 ct/kWh Day-Ahead)
→ Netzbetreiber zahlt Marktprämie (Differenz zu EEG-Vergütung)
→ Anlagenbetreiber erhält Börsenpreis + Marktprämie = EEG-Vergütung
Marktprämie-Berechnung:
$$\text{Marktprämie} = ext{Anzulegender Wert (EEG)} - ext{Monatsmarktwert (Börse)}$$
Beispiel Mai 2026:
- Anzulegender Wert 100 kWp Anlage: 5,50 ct/kWh (Teileinspeisung 40-100 kWp)
- Monatsmarktwert Solar Mai: 8,20 ct/kWh (sonniger Monat, viel Angebot)
- Marktprämie: 5,50 - 8,20 = -2,70 ct/kWh (negativ!)
Resultat: Anlagenbetreiber erhält 8,20 ct/kWh Börse + keine Marktprämie (da Börse > EEG)
Versus November 2025 (dunkler Monat):
- Monatsmarktwert Solar November: 3,80 ct/kWh (wenig Solar-Angebot)
- Marktprämie: 5,50 - 3,80 = +1,70 ct/kWh
- Gesamt: 3,80 + 1,70 = 5,50 ct/kWh (garantiert!)
Mechanismus sichert:
Minimum EEG-Vergütung immer reached (Marktprämie gleicht aus), aber Bonus möglich wenn Börse höher (wie Mai-Beispiel 8,20 ct statt 5,50 ct)!
Direktvermarkter-Auswahl und Kosten
Direktvermarkter Aufgaben:
- Prognose PV-Erzeugung (Wetter-Modelle)
- Vermarktung Day-Ahead-Markt EPEX Spot
- Abrechnung Marktprämie Netzbetreiber
- Bilanzkreismanagement (Ausgleich Prognose-Fehler)
- Fernsteuerung Wechselrichter (Abregelung bei negativen Preisen)
Direktvermarkter-Gebühren:
| Anlagengröße | Monatliche Gebühr | Jährlich |
|---|---|---|
| 100-200 kWp | 40-80 EUR | 480-960 EUR |
| 200-500 kWp | 80-150 EUR | 960-1.800 EUR |
| >500 kWp | 150-300 EUR | 1.800-3.600 EUR |
Plus: Zusatzkosten Messtechnik (Lastgangzähler RLM) 200-400 EUR/Jahr
Wirtschaftlichkeit Direktvermarktung:
100 kWp Anlage Beispiel:
- Erzeugung: 100.000 kWh/Jahr
- EEG-Vergütung garantiert: 5,50 ct/kWh
- Direktvermarkter-Kosten: 800 EUR/Jahr
- Mehrertrag Börsen-Bonus (Durchschnitt): +0,3 ct/kWh = +300 EUR/Jahr
Bilanz: +300 EUR Mehrertrag - 800 EUR Kosten = -500 EUR/Jahr ❌
Aber: Pflicht ab 100 kWp → keine Wahl!
Lohnt ab ~200 kWp:
- Erzeugung: 200.000 kWh/Jahr
- Mehrertrag: +0,3 ct × 200.000 = +600 EUR
- Kosten: 1.000 EUR
- Bilanz: -400 EUR (immer noch negativ, aber geringer)
Richtig wirtschaftlich ab 500+ kWp:
- Erzeugung: 500.000 kWh/Jahr
- Mehrertrag: +0,3 ct × 500.000 = +1.500 EUR
- Kosten: 2.000 EUR
- Bilanz: -500 EUR (noch negativ, aber Scale-Effekt beginnt)
Echte Gewinne nur Großanlagen >1 MWp
Sanktionen Direktvermarktung-Verstoß
§21b EEG Sanktionen:
1. Fehlende Direktvermarktung (kein Vertrag):
Vergütung reduziert auf Monatsmarktwert (ohne Marktprämie-Ausgleich!)
Beispiel:
- Monatsmarktwert: 3,80 ct/kWh
- EEG-Vergütung wäre: 5,50 ct/kWh
- Verlust: 1,70 ct/kWh = bei 100.000 kWh/Jahr 1.700 EUR/Jahr
Plus: Strafzahlung Netzbetreiber 10 EUR/kW/Monat
- 100 kWp Anlage: 100 kW × 10 EUR × 12 Monate = 12.000 EUR/Jahr ❌
2. Fehlende Fernsteuerbarkeit:
Wenn Direktvermarktungs-Vertrag vorhanden, aber technische Steuerbarkeit fehlt:
- Strafzahlung: 10 EUR/kW/Monat (identisch)
- Bei Nachrüstung binnen 10 Monaten: Reduzierung auf 2 EUR/kW/Monat rückwirkend
100 kWp Beispiel:
- Strafzahlung 10 Monate ohne Steuerbarkeit: 100 kW × 10 EUR × 10 = 10.000 EUR
- Nach Nachrüstung reduziert: 100 kW × 2 EUR × 10 = 2.000 EUR
- Effektive Strafe: 2.000 EUR (immer noch schmerzhaft!)
3. Verstöße Negativpreis-Regelung:
Wenn Anlage bei negativen Preisen einspeist (ohne Direktvermarkter-Steuerung):
- Keine Vergütung für eingespeiste kWh während negativer Preise
- Plus mögliche Nachforderung Netzbetreiber (Netzstabilisierungs-Kosten)
Geplante Absenkung Direktvermarktungs-Grenze 2027
Aktuelle Diskussion Bundesregierung:
Direktvermarktungs-Pflicht schrittweise senken:
| Jahr | Grenze aktuell | Grenze geplant | Betroffene Anlagen |
|---|---|---|---|
| 2025 | 100 kWp | 100 kWp | Gewerbe, Solarparks |
| 2027 | 100 kWp | 75 kWp | Große Gewerbedächer |
| 2028 | 75 kWp | 50 kWp | Mittlere Gewerbedächer |
| 2029 | 50 kWp | 25 kWp | Kleine Gewerbe, große Privat-Dächer |
Begründung:
- Markt-Integration Erneuerbare forcieren
- Preissignale Börse müssen Erzeugung beeinflussen
- Netz-Stabilität durch gesteuerte Einspeisung
Problem Kleinanlagen:
Direktvermarkter-Fixkosten unwirtschaftlich für 25-50 kWp!
Lösungsansätze diskutiert:
- Sammel-Direktvermarktung:
- Stadtwerke bündeln viele Kleinanlagen
- Fixkosten-Reduktion durch Skalierung
- Vereinfachte Direktvermarktung:
- Automatische Abrechnung über Smart Meter
- Keine manuellen Verträge erforderlich
- Pauschale Marktprämie:
- Standard-Annahme Monatsmarktwert (vereinfacht)
- Ohne individuelle Börsen-Vermarktung
Status: Noch keine finale Gesetzgebung, frühestens 2027
Was ermöglicht Energy Sharing ab 01.07.2026 lokale Stromnutzung?
§42c EnWG erlaubt gemeinschaftliche Nutzung lokaler EE-Anlagen, viertelstündliche Abrechnung Smart Meter, Potenzial Netzentgelt-Rabatte (Schweiz LEG 40% diskutiert).
Energy Sharing Community (ESC) Definition
§42c EnWG neu ab 01.07.2026:
"Letztverbraucher können gemeinsam genutzten Strom aus lokalen Erneuerbare-Energien-Anlagen beziehen, auch unter Nutzung öffentlichen Netzes."
Kernelemente:
- Lokale EE-Anlage: PV, Wind, Biogas (max. 2 MW installiert)
- Community-Mitglieder: Privatpersonen, KMU, Vereine (nicht Energieversorger!)
- Geografische Nähe: Innerhalb Bilanzierungsgebiet Netzbetreiber (typisch Landkreis)
- Zeitgleiche Nutzung: Viertelstündliche Abrechnung Smart Meter (15-Min-Intervalle)
Unterschied zu Mieterstrommodell:
| Merkmal | Mieterstrom (alt) | Energy Sharing (neu) |
|---|---|---|
| Netznutzung | Nur innerhalb Gebäude | Öffentliches Netz nutzbar! |
| Teilnehmer | Nur Mieter Gebäude | Beliebige Letztverbraucher Gebiet |
| Anlagengröße | Meist <100 kWp | Bis 2 MW |
| Bürokratie | Hoch (Mieterstrom-Zuschlag) | Vereinfacht (keine Zuschläge) |
Technische Umsetzung Energy Sharing
Smart Meter Gateway Pflicht:
Alle Community-Mitglieder benötigen intelligentes Messsystem (iMSys):
- Messung Stromverbrauch viertelstündlich (15-Min-Intervalle)
- Messung PV-Erzeugung viertelstündlich
- Übermittlung Daten Netzbetreiber-Plattform
Matching-Algorithmus:
Viertelstunde 12:00-12:15 Uhr:
Gemeinschafts-PV-Anlage erzeugt: 50 kWh
Community-Mitglieder Verbrauch:
- Haushalt A: 2 kWh
- Haushalt B: 3 kWh
- Gewerbe C: 40 kWh
- Haushalt D: 1 kWh
Gesamt: 46 kWh
Matching:
→ 46 kWh Community-Strom genutzt (verrechnet)
→ 4 kWh Überschuss eingespeist (EEG-Vergütung)
Viertelstunde 18:00-18:15 Uhr (Abend, kein Solar):
PV-Erzeugung: 0 kWh
Community-Verbrauch: 52 kWh
→ 52 kWh Netzstrom bezogen (normal Tarif)
Gemeinschafts-PV-Anlage erzeugt: 50 kWh
Community-Mitglieder Verbrauch:
- Haushalt A: 2 kWh
- Haushalt B: 3 kWh
- Gewerbe C: 40 kWh
- Haushalt D: 1 kWh
Gesamt: 46 kWh
Matching:
→ 46 kWh Community-Strom genutzt (verrechnet)
→ 4 kWh Überschuss eingespeist (EEG-Vergütung)
Viertelstunde 18:00-18:15 Uhr (Abend, kein Solar):
PV-Erzeugung: 0 kWh
Community-Verbrauch: 52 kWh
→ 52 kWh Netzstrom bezogen (normal Tarif)
Abrechnung monatlich:
- Community-Strom-Anteil: Reduzierter Preis (z.B. 22 ct/kWh statt 35 ct)
- Rest-Netzstrom: Normaler Tarif 35 ct/kWh
- Einspeise-Überschuss: EEG-Vergütung oder Verkauf Community
Wirtschaftlichkeit Energy Sharing
Beispiel-Community:
Gemeinschafts-PV: 100 kWp Dach Schule (Gemeinde-Eigentum)
Mitglieder:
- 20 Haushalte Umkreis 2 km
- 1 Bäckerei
- 1 Werkstatt
Jahresbilanz:
- PV-Erzeugung: 100.000 kWh/Jahr
- Community-Verbrauch gesamt: 120.000 kWh/Jahr
- Zeitgleichheit (Matching-Quote): 55% (typisch ohne Speicher)
- Community-Strom genutzt: 55.000 kWh
- Einspeisung Überschuss: 45.000 kWh
- Netzstrom-Bezug Rest: 65.000 kWh
Kostenvergleich Mitglied (Haushalt 4.000 kWh/Jahr):
Ohne Energy Sharing:
- Netzstrom: 4.000 kWh × 0,35 EUR = 1.400 EUR/Jahr
Mit Energy Sharing:
- Community-Strom: 1.833 kWh × 0,22 EUR = 403 EUR (55% Matching)
- Netzstrom Rest: 2.167 kWh × 0,35 EUR = 758 EUR
- Gesamt: 1.161 EUR/Jahr
- Ersparnis: 239 EUR/Jahr ✅
Community-Strom-Preis 22 ct/kWh Kalkulation:
- PV-Gestehungskosten 100 kWp Dach: 8 ct/kWh (LCOE)
- Netzentgelte (voller Satz, keine Rabatte initial): 7 ct/kWh
- Vermarktungs-Aufwand: 2 ct/kWh
- Gewinnmarge Community: 5 ct/kWh
- Gesamt: 22 ct/kWh (37% günstiger als Netzstrom 35 ct)
Deutschland keine Netzentgelt-Rabatte initial:
Schweiz LEG-Modell diskutiert 40% Netzentgelt-Reduktion lokal genutzter Strom:
- Reguläre Netzentgelte: 7 ct/kWh
- Mit 40% Rabatt: 4,2 ct/kWh
- Community-Strom würde sinken auf 19 ct/kWh (46% günstiger!)
Deutschland abwartend:
Bundesnetzagentur prüft Netzentgelt-Anpassungen 2027, initial keine Rabatte → Wirtschaftlichkeit begrenzt.
Herausforderungen Energy Sharing Deutschland
1. Fehlende Netzentgelt-Anreize:
Schweiz/Österreich: Lokaler Strom reduziert Netzausbau-Bedarf → Rabatte gerechtfertigt
Deutschland: Netzentgelte einheitlich → kein Anreiz lokale Nutzung
Deutschland: Netzentgelte einheitlich → kein Anreiz lokale Nutzung
2. Smart Meter Rollout verzögert:
- Nur 25% Haushalte haben iMSys (2025)
- Rollout-Ziel 2027: 80% (unsicher erreichbar)
- Ohne iMSys: Keine Energy Sharing Teilnahme möglich!
3. Bürokratie Community-Gründung:
- Verein / Genossenschaft gründen erforderlich
- Steuerliche Behandlung unklar (Gewerbebetrieb?)
- Haftung bei Ausfall PV-Anlage?
4. Netzbetreiber-Plattform-Anforderung:
Netzbetreiber müssen Matching-Plattform bereitstellen ab Juni 2026:
- Software-Entwicklung aufwendig
- Kosten unklar (Umlage auf Community?)
- Viele Netzbetreiber nicht vorbereitet (Stand Januar 2026)
Ausblick optimistisch ab 2027:
- Netzentgelt-Reform möglich (politischer Druck)
- Smart Meter Verbreitung steigt
- Best Practices aus Schweiz/Österreich übernehmen
- Potenzial Bürger-Beteiligung Energiewende massiv!
Fazit: PV-Einspeisevergütung 2026 strategische Empfehlungen
Kernaussagen Anlagenbetreiber:
1. Zeitfenster Februar-Juli 2026 nutzen:
- Degression -1% August 2026 → Vergütung sinkt 7,86→7,78 ct/kWh
- IBN vor Juli 2026 sichert höhere Vergütung 20 Jahre
- Ersparnis: 160 EUR über Förderperiode 10 kWp
2. Eigenverbrauch maximieren prioritär:
- Netzstrom 35 ct/kWh versus Vergütung 8 ct/kWh = Faktor 4,4×
- Speicher 5-10 kWh steigert Quote 25→65%
- Sektorkopplung WP+E-Auto ermöglicht >90% Autarkie
3. Steuerfreiheit voll ausschöpfen:
- 0% USt spart 2.500 EUR bei 10 kWp+Speicher
- Einkommenssteuer-Befreiung eliminiert Bürokratie
- Amortisation 8-12 Jahre realistisch
4. 60%-Wirkleistungs-Limit berücksichtigen:
- Ost-West-Ausrichtung Verlust nur 1% (optimal!)
- Süd-Ausrichtung Verlust bis 9% (problematisch ohne Speicher)
- iMSys-Installation löst Limit auf (aber 80 EUR/Jahr Kosten)
5. Negative Strompreise §51 einplanen:
- Bestandsanlagen: Opt-In prüfen wenn Eigenverbrauch >70%
- Neuanlagen: Verlust 50-80 EUR/Jahr einkalkulieren
- Speicher puffert kritische Mittags-Stunden
6. Balkonkraftwerke niedrigste Hürde:
- 800 W Wechselrichter + 2.000 Wp Module erlaubt
- Schuko-Stecker normkonform (DIN VDE V 0126-95)
- Amortisation 3-5 Jahre, ROI >4× über 20 Jahre
7. Direktvermarktung ab 100 kWp unvermeidbar:
- Direktvermarkter-Kosten 800-2.000 EUR/Jahr
- Wirtschaftlich erst ab 500+ kWp
- Sanktion 10 EUR/kW/Monat bei Verstoß (12.000 EUR/Jahr 100 kWp!)
8. Energy Sharing ab Juli 2026 beobachten:
- Potenzial 37-46% Stromkosten-Reduktion
- Initial keine Netzentgelt-Rabatte Deutschland (Schweiz 40% diskutiert)
- Smart Meter Pflicht-Voraussetzung
Politische Unsicherheit 2027:
Ministerin Reiche 10-Punkte-Plan diskutiert Abschaffung EEG-Festvergütung Neuanlagen ab 2027:
- Bestandsschutz 20 Jahre garantiert (bereits IBN Anlagen sicher!)
- EU-Beihilfe-Genehmigung läuft Ende 2026 aus
- Neue Förderung marktbasiert wahrscheinlich
Handlungs-Empfehlung:
✅ IBN vor Ende 2026 sichert Vergütung 20 Jahre unabhängig Reformen
✅ Fokus Eigenverbrauch-Optimierung macht unabhängig von EEG-Politik
✅ Qualität vor Degression-Eile (Pfusch kostet langfristig mehr)
✅ Sektorkopplung planen (WP/E-Auto/Speicher gemeinsam denken)
✅ Fokus Eigenverbrauch-Optimierung macht unabhängig von EEG-Politik
✅ Qualität vor Degression-Eile (Pfusch kostet langfristig mehr)
✅ Sektorkopplung planen (WP/E-Auto/Speicher gemeinsam denken)
PV-Einspeisevergütung wandelte sich von Förderinstrument zur Refinanzierungs-Bonus: Eigenverbrauch 35 ct/kWh Netzstrom-Ersparnis dominiert Wirtschaftlichkeit versus 8 ct/kWh Vergütung Faktor 4,4×, Steuerfreiheit 0% USt + Einkommensteuer-Befreiung revolutioniert Amortisation 8-12 Jahre trotz sinkender Vergütungssätze Degression -1% halbjährlich, Solarspitzengesetz 2025 verschärft Regeln 60%-Limit + negative Preise §51 EEG fordert Smart-Meter-Integration + Speicher-Optimierung, Balkonkraftwerke 800 W demokratisieren Solar-Zugang Mietrecht-Privilegierung + Schuko-Normierung, Direktvermarktung-Pflicht ab 100 kWp erzwingt Markt-Integration unwirtschaftlich Kleinanlagen, Energy Sharing ab 01.07.2026 öffnet Potenzial lokale Gemeinschafts-Nutzung abhängig Netzentgelt-Reformen 2027, politische Unsicherheit EEG-Neuregelung 2027 erfordert Inbetriebnahme-Strategie vor Ende 2026 sichert 20-Jahre-Bestandsschutz unabhängig zukünftiger Reformen.
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