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EnBW Wärmepumpe 2026: Tarife, Preise, Anmeldung und Sperrzeiten

14 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

  • Tarifmodell: EnBW bietet für Wärmepumpen den Grundversorgungstarif Komfort WärmePro und den Sondertarif Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe mit 100 % Ökostrom an.
  • Preis 2026: Komfort WärmePro kostet 25,92 ct/kWh brutto Arbeitspreis plus 9,07 €/Monat Grundpreis, nach einer Preissenkung von -9,8 % zum 1. Januar 2026.
  • Anmeldepflicht: Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung müssen beim Netzbetreiber Netze BW nach §14a EnWG angemeldet werden, nicht bei EnBW selbst.
  • Sperrzeiten: Seit 1. Januar 2024 gibt es keine vollständige Abschaltung mehr — Netze BW darf die Leistung nur auf eine Mindestleistung von 4,2 kW dimmen, statt sie komplett zu unterbrechen.
  • Netzentgelt-Rabatt: Über §14a-Modul 2 sinkt der Netzentgelt-Arbeitspreis bei Netze BW von 9,01 auf 3,61 ct/kWh — eine Reduktion von rund 60 %.
  • Marktvergleich: Der EnBW-Grundversorgungspreis liegt mit 25,92 ct/kWh über dem bundesweiten Marktdurchschnitt für Wärmepumpenstrom-Neukundentarife von rund 20,7 ct/kWh (Verivox).
  • Für wen: Komfort WärmePro eignet sich für Kunden ohne Tarifwechsel-Aufwand, ein separater Sondertarif oder Wechsel zu einem Regionalanbieter senkt die Jahreskosten meist deutlicher.

Was ist der EnBW-Wärmepumpentarif und wie funktioniert er?

Der EnBW-Wärmepumpentarif ist ein separater Stromtarif der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für den Betrieb von Wärmepumpen, der über einen eigenen Zähler abgerechnet wird und niedrigere Netzentgelte als Haushaltsstrom nutzt. EnBW mit Sitz in Karlsruhe zählt laut Wikipedia nach Umsatz zu den drei größten Energieunternehmen Deutschlands und versorgt nach Angaben der EnBW-Bürgerbeteiligung mehr als 5,5 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Wasser. Für Wärmepumpenbesitzer stehen zwei Vertragsformen bereit: die automatische Grundversorgung mit dem Tarif Komfort WärmePro und der wählbare Sondertarif Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe mit 100 % Ökostrom.
Technisch setzt der Tarif voraus, dass die Wärmepumpe über einen eigenen Zähler oder Zählpunkt erfasst wird. Diese Trennung ermöglicht die korrekte Abrechnung des reduzierten Arbeitspreises. Der Wärmepumpentarif als Lieferantenprodukt unterscheidet sich von der Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG, die unabhängig vom gewählten Stromlieferanten über den Netzbetreiber Netze BW läuft. Beide Ebenen — Liefertarif und Netzentgelt — bestimmen gemeinsam den Endpreis pro Kilowattstunde.

Wer ist EnBW und welche Rolle spielt das Unternehmen im Wärmepumpen-Markt?

EnBW ist ein 1997 aus dem Zusammenschluss von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben entstandener Energiekonzern mit Sitz in Karlsruhe, der als drittgrößtes Energieunternehmen Deutschlands nach Umsatz gilt. Im Wärmepumpen-Markt tritt EnBW nicht als Gerätehersteller auf, sondern als Stromanbieter und Vermittler von Installationspartnern.
Seit Mai 2023 kooperiert EnBW mit dem Heizungshersteller Vaillant und seit April 2024 zusätzlich mit Viessmann Climate Solutions, um Kunden an zertifizierte Fachbetriebe für die Wärmepumpen-Installation zu vermitteln. Getrennt davon betrieb EnBW ein B2B-Contracting-Geschäft für Wärmelösungen bei Gewerbekunden: Laut pv magazine unterzeichnete EnBW dazu am 31. Juli 2026 eine Vereinbarung über den Verkauf an RheinEnergie; der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und wird für Anfang 2027 erwartet. Diese Trennung ist relevant: Der Verkauf betrifft das Privatkunden-Wärmestromgeschäft mit den Tarifen Komfort WärmePro und Grün und Sicher nicht — es bleibt vollständig bei EnBW.

Ist EnBW mein Netzbetreiber oder mein Stromlieferant?

EnBW ist in Baden-Württemberg der Stromlieferant, während die Konzerntochter Netze BW GmbH als separater Netzbetreiber für Anschluss, Messung und Netzentgelte zuständig ist. Diese Rollentrennung ist gesetzlich vorgeschrieben und entscheidet, wer für welchen Vorgang zuständig ist.
Der Lieferant EnBW verkauft die Kilowattstunde Strom und stellt den Arbeits- sowie Grundpreis in Rechnung. Der Netzbetreiber Netze BW betreibt dagegen die physische Infrastruktur mit rund 98.000 Kilometern Stromleitungen im Netzgebiet und erhebt dafür das Netzentgelt — unabhängig davon, welchen Lieferanten der Kunde wählt. Für Wärmepumpenbesitzer bedeutet das konkret: Die Anmeldung der Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG erfolgt bei Netze BW, nicht bei EnBW. Ein Wechsel des Stromlieferanten ändert nichts an der Zuständigkeit von Netze BW für Netzanschluss und Steuerung.

Welche Wärmestromtarife bietet EnBW 2026 an?

EnBW führt 2026 zwei Wärmestromtarife: den automatischen Grundversorgungstarif Komfort WärmePro und den wählbaren Sondertarif Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe. Beide unterscheiden sich in Preisbindung, Ökostrom-Kennzeichnung und Vertragsdauer.
Vergleich der EnBW-Wärmestromtarife nach Vertragsform, Preisbestandteilen und Merkmalen, Stand 01.01.2026.

Merkmal

Komfort WärmePro (Grundversorgung)

Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe (Sondertarif)

 

Vertragsart

automatischer Fallback-Tarif ohne aktive Wahl

separat abzuschließender Sondervertrag

Arbeitspreis (NT-Bereich)

25,92 ct/kWh brutto

tarifabhängig, PLZ-Rechner

Grundpreis

9,07 €/Monat brutto

tarifabhängig, PLZ-Rechner

Ökostrom-Anteil

gesetzlicher Strommix

100 % Ökostrom

Preisgarantie

keine feste Garantie, jederzeit änderbar

18 Monate laut Stiftung Warentest

Kündigungsfrist

14 Tage in Textform

vertragsabhängig

Der Sondertarif Grün und Sicher richtet sich an Kunden, die eine feste Preisgarantie und garantiert grünen Strom wünschen. Komfort WärmePro dagegen ist die Grundversorgung ohne aktiven Vertragsabschluss und greift automatisch, sobald keine andere Belieferung gewählt wird.

Was bedeutet Grundversorgung für Wärmepumpenstrom bei EnBW?

Grundversorgung ist der gesetzlich vorgeschriebene Fallback-Tarif, den EnBW automatisch anwendet, wenn ein Haushalt ohne aktive Lieferantenwahl Strom bezieht oder ein vorheriger Liefervertrag endet. Für Wärmepumpen heißt dieser Tarif bei EnBW Komfort WärmePro.
Die Ersatzversorgung unterscheidet sich von der Grundversorgung: Sie greift nur übergangsweise für maximal drei Monate, etwa bei einem plötzlichen Lieferantenausfall, und ist täglich kündbar. Die Grundversorgung dagegen läuft dauerhaft weiter, bis der Kunde aktiv in einen Sondervertrag wechselt. Die Kündigungsfrist der EnBW-Grundversorgung beträgt laut EnBW-Preisübersicht 14 Tage in Textform. Wärmepumpenbesitzer, die ohne bewusste Tarifwahl in der Grundversorgung landen, zahlen in der Regel mehr als in einem separat abgeschlossenen Wärmestrom-Sondertarif. Komfort WärmePro enthält weder eine Preisgarantie noch einen Neukundenrabatt. Nach §41 Abs. 5 Satz 4 EnWG steht Kunden bei einer Preiserhöhung durch den Lieferanten zudem ein Sonderkündigungsrecht zu.

Was kostet Wärmepumpenstrom bei EnBW 2026?

Wärmepumpenstrom kostet bei EnBW im Grundversorgungstarif Komfort WärmePro 2026 25,92 ct/kWh brutto Arbeitspreis plus 9,07 €/Monat Grundpreis, nachdem EnBW die Preise zum 1. Januar 2026 um 9,8 % gesenkt hat.
Laut EnBW-Pressemitteilung spart ein Musterhaushalt mit 6.500 kWh jährlichem Wärmepumpenverbrauch durch diese Preissenkung rund 194 Euro pro Jahr. Ein Vorteil für Wärmepumpenkunden: Auf Wärmepumpenstrom entfallen seit dem 1. Januar 2023 die KWKG- und die Offshore-Netzumlage vollständig. Sie liegen laut EnBW-Preisübersicht bei 0,000 ct/kWh statt der sonst üblichen Aufschläge. Zum Vergleich: Der durchschnittliche deutsche Haushaltsstrompreis liegt laut BDEW 2026 bei 37,2 ct/kWh und setzt sich zu 41 % aus Energiebeschaffung und Vertrieb, zu 34 % aus Steuern, Abgaben und Umlagen sowie zu 25 % aus Netzentgelten inklusive Messung zusammen. Wärmepumpenstrom liegt durch die Befreiung von mehreren Umlagen strukturell unter diesem Durchschnitt.
Jahreskosten = (Arbeitspreis × Jahresverbrauch) + (Grundpreis × 12) − Netzentgeltreduzierung
  • Arbeitspreis: Preis je Kilowattstunde in ct/kWh
  • Jahresverbrauch: Stromverbrauch der Wärmepumpe in kWh/Jahr
  • Grundpreis: monatlicher Fixbetrag in €/Monat
  • Netzentgeltreduzierung: Rabatt durch §14a-Modul 1 oder 2 in €/Jahr
Beispiel: Referenz-Einfamilienhaus im Netze-BW-Gebiet
Gegeben: Jahresverbrauch Wärmepumpe 6.500 kWh, Arbeitspreis Komfort WärmePro 25,92 ct/kWh brutto, Grundpreis 9,07 €/Monat
Berechnung: 6.500 kWh × 0,2592 €/kWh = 1.684,80 € Arbeitskosten; 9,07 € × 12 Monate = 108,84 € Grundpreis
Ergebnis: 1.684,80 € + 108,84 € = 1.793,64 € Jahreskosten für den reinen Wärmepumpenstrom, ohne Netzentgelt-Rabatt nach §14a
Kostenaufschlüsselung für Wärmepumpenstrom bei EnBW Komfort WärmePro im Referenz-Szenario (6.500 kWh/Jahr), mit Hochrechnung auf drei Jahre.

Posten

Wert

Kosten pro Jahr

Kosten über 3 Jahre

 

Arbeitspreis

25,92 ct/kWh × 6.500 kWh

1.684,80 €

5.054,40 €

Grundpreis

9,07 €/Monat × 12

108,84 €

326,52 €

Summe

1.793,64 €

5.380,92 €

Wie melde ich meine Wärmepumpe bei EnBW/Netze BW an?

Die Anmeldung einer Wärmepumpe erfolgt beim Netzbetreiber Netze BW, nicht beim Stromlieferanten EnBW, und ist für alle Anlagen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung nach §14a EnWG verpflichtend.
In der Praxis übernimmt in der Regel der ausführende Elektroinstallateur die Anmeldung direkt über das Kundenportal von Netze BW, meist noch vor Inbetriebnahme der Anlage. Für die Nutzung des reduzierten Netzentgelts nach §14a-Modul 2 ist zusätzlich ein separater Zähler für die Wärmepumpe erforderlich, damit der begünstigte Verbrauch getrennt von übrigem Haushaltsstrom erfasst wird. Für die reine Grundversorgung ohne Modul-Wahl ist ein zweiter Zähler dagegen nicht zwingend vorgeschrieben. Bestandsanlagen mit einem bereits bestehenden §14a-Vertrag nach altem Modell werden laut BNetzA-Festlegung BK8-22/010-A spätestens zum 1. Januar 2029 automatisch in die neue §14a-Regelung überführt; die Übergangsfrist für die alte Regelung endet am 31. Dezember 2028. Bestandsanlagen ohne einen solchen Vertrag genießen dagegen dauerhaften Bestandsschutz und werden nicht automatisch überführt, können aber freiwillig in die neue Regelung wechseln.

Was sind Sperrzeiten für Wärmepumpen und wie betreffen sie EnBW-Kunden?

Sperrzeiten im klassischen Sinn — die vollständige, mehrstündige Abschaltung der Wärmepumpe durch den Netzbetreiber — existieren seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr. §14a EnWG ersetzt das alte Modell durch ein Dimmen auf eine garantierte Mindestleistung.
Netze BW darf steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen bei Netzengpässen zeitweise auf eine Mindestleistung von 4,2 kW reduzieren, sie aber nicht mehr vollständig vom Netz trennen. Diese Steuerung greift laut Bundesnetzagentur-Festlegung BK6-22-300 vom 27. November 2023 nur in tatsächlichen Netzengpass-Situationen und nicht als planmäßige Sperrzeit zu festen Uhrzeiten. Als Gegenleistung für die Duldung dieser Steuerung erhalten Kunden nach der zweiten Festlegung BK8-22/010-A vom 23. November 2023 eine Netzentgeltreduzierung über eines der drei §14a-Module. Wichtig für EnBW-Kunden: Die frühere EVU-Sperre, bei der der Netzbetreiber bis zu dreimal täglich für je bis zu zwei Stunden abschalten durfte (insgesamt bis zu sechs Stunden täglich), gilt für alle ab 2024 angemeldeten Anlagen nicht mehr. Nur Bestandsanlagen mit altem Vertrag nutzen die alte Regelung noch bis zur Übergangsfrist 2028/2029.

Wie funktionieren die §14a-Module 1, 2 und 3 – und welches lohnt sich?

Netze BW bietet drei §14a-Module mit unterschiedlicher Rabattform: eine pauschale Jahresreduzierung, eine prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises oder ein zeitvariables Tarifmodell mit unterschiedlichen Preisen je Tageszeit.
Vergleich der drei §14a-Netzentgeltmodule von Netze BW für steuerbare Verbrauchseinrichtungen, Stand 01.01.2026.

Modul

Rabattform

Wert

Voraussetzung

 

Modul 1

pauschaler Jahresrabatt

147,56 €/Jahr brutto

keine separate Messung nötig

Modul 2

reduzierter Arbeitspreis

3,61 ct/kWh brutto statt 9,01 ct/kWh

separater Zähler für die Wärmepumpe

Modul 3

zeitvariabler Tarif

3,61 ct/kWh (10–14 Uhr), 9,01 ct/kWh (Standard), 13,16 ct/kWh (17–22 Uhr)

separater Zähler, steuerbares Lastmanagement sinnvoll

Beispiel: Ersparnis durch Modul 2 im Referenz-Szenario
Gegeben: Standardarbeitspreis Netze BW 9,01 ct/kWh, Modul-2-Arbeitspreis 3,61 ct/kWh, Jahresverbrauch Wärmepumpe 6.500 kWh
Berechnung: (9,01 − 3,61) ct/kWh = 5,40 ct/kWh Differenz; 5,40 ct/kWh × 6.500 kWh = 35.100 ct = 351,00 €
Ergebnis: Modul 2 spart im Referenz-Szenario 351,00 € pro Jahr Netzentgelt gegenüber dem Standardarbeitspreis
Modul 2 lohnt sich für Haushalte mit gleichmäßigem Wärmepumpenverbrauch über den Tag, weil der Rabatt unabhängig von der Uhrzeit gilt. Modul 3 lohnt sich zusätzlich für Haushalte, die den Verbrauch aktiv ins Niedrigtarif-Fenster von 10 bis 14 Uhr verlagern können, etwa über einen Pufferspeicher. Modul 1 eignet sich für Anlagenbetreiber ohne separaten Zähler, bringt aber mit 147,56 €/Jahr im Referenz-Szenario eine geringere Ersparnis als Modul 2.

Wie sicher ist die Preisgarantie bei EnBW-Wärmepumpentarifen?

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Die Preisgarantie im EnBW-Sondertarif Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe gilt laut Stiftung Warentest für 18 Monate ab Vertragsbeginn und schützt in diesem Zeitraum vor Preiserhöhungen durch EnBW.
Nach Ablauf der 18 Monate kann EnBW den Arbeits- oder Grundpreis neu festsetzen. In diesem Fall greift das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach §41 Abs. 5 Satz 4 EnWG, mit dem Kunden fristlos zu einem anderen Anbieter wechseln können. Die Grundversorgung Komfort WärmePro enthält dagegen keine feste Preisgarantie — EnBW kann den Arbeits- und Grundpreis jederzeit mit gesetzlicher Ankündigungsfrist anpassen, wie es die Preissenkung zum 1. Januar 2026 um 9,8 % zeigt. Ein separates Zertifizierungssiegel für den Ökostrom-Anteil von 100 % im Sondertarif weist EnBW auf der Produktseite aus. Eine unabhängige Herkunftsnachweis-Prüfung durch ein externes Prüfinstitut liegt für diese Behauptung in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

Was sagen unabhängige Tests und Kundenbewertungen zu EnBW?

Die Stiftung Warentest hat die EnBW-Wärmestromtarife Grün und Sicher und Planbar und Sicher Privatstrom Wärmepumpe in einem Artikel mit Stand 15. März 2023 geprüft und die 18-monatige Preisgarantie bestätigt. Die vollständige Testnote ist kostenpflichtig und in den ausgewerteten Quellen nicht frei zugänglich.
Kundenbewertungsportale zeigen für EnBW ein uneinheitliches Bild. Bei Verivox erreicht EnBW eine Bewertung von 4,4 von 5 Sternen aus 967 Bewertungen. Das Verbraucherportal reklamation24.de vergibt dagegen eine Gesamtnote von 58,7 von 100 Punkten bei 314 erfassten Beschwerden, mit einer Lösungsquote gemeldeter Fälle von 67 %. Auf Trustpilot liegt die EnBW-Bewertung deutlich niedriger als bei Verivox, allerdings stammen diese Werte überwiegend aus Suchergebnis-Auszügen ohne vollständigen Zugriff auf die Einzelbewertungen und sind daher als weniger belastbar einzustufen als die primärquellennahen Verivox- und reklamation24-Daten.
Kundenbewertungen zu EnBW im Plattformvergleich, Stand 2026.

Plattform

Bewertung

Datenbasis

 

Verivox

4,4 von 5 Sternen

967 Bewertungen

reklamation24.de

58,7 von 100 Punkten

314 Beschwerden, Lösungsquote 67 %

Wie schneidet EnBW im Vergleich zu anderen Wärmepumpenstromanbietern ab?

Der EnBW-Grundversorgungspreis von 25,92 ct/kWh liegt im Mittelfeld regionaler Wärmestromtarife und über dem bundesweiten Marktdurchschnitt für Neukundentarife von rund 20,7 ct/kWh laut Verivox.
Wärmestrompreise verschiedener Regionalversorger im Vergleich zu EnBW, Stand 2026.

Anbieter

Region

Preis (ct/kWh brutto)

Gültig ab

 

energis GmbH

Saarbrücken

21,82 (Wärmestrom1)

01.03.2026

N-ERGIE

Nürnberg

23,70 NT / 26,74 HT (STROM WÄRME direkt)

01.01.2026

EnBW

Baden-Württemberg

25,92 (Komfort WärmePro)

01.01.2026

Stadtwerke Fürstenfeldbruck

Fürstenfeldbruck

25,85 NT / 28,45 HT

01.02.2026

Bundesweite Großanbieter wie Vattenfall, E.ON, SWM und RheinEnergie veröffentlichen für Wärmepumpenstrom kein statisches Preisblatt, sondern ausschließlich PLZ-abhängige Tarifrechner, wodurch ein direkter Preisvergleich mit festen Zahlen für diese Anbieter nicht möglich ist. EnBW gehört damit im ausgewerteten Vergleichsfeld zu den wenigen großen Versorgern mit einem vollständig veröffentlichten, primärquellenbelegten Wärmestrom-Preisblatt. Im Vergleich zu den geprüften Regionalversorgern liegt EnBW mit 25,92 ct/kWh teurer als energis Saarbrücken und N-ERGIE Nürnberg, aber leicht günstiger als der Niedertarif der Stadtwerke Fürstenfeldbruck.

Welche Nachteile und typischen Fehler gibt es bei EnBW-Wärmepumpenstrom?

Die drei häufigsten Fehler bei EnBW-Wärmepumpenstrom sind der Verbleib in der teuren Grundversorgung, eine fehlende Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung und ein fehlender separater Zähler trotz Modul-2-Wunsch — im Referenz-Szenario mit 6.500 kWh Jahresverbrauch kostet je nach Fehler bis zu 351 Euro pro Jahr zusätzlich.

Fehler 1: Verbleib in der teureren Grundversorgung

Symptom: Der Haushalt bezieht Wärmepumpenstrom dauerhaft über Komfort WärmePro, ohne einen Sondertarif oder Anbieterwechsel zu prüfen. Folge: Die Jahreskosten liegen mit 25,92 ct/kWh über dem Marktdurchschnitt von 20,7 ct/kWh. Im Referenz-Szenario mit 6.500 kWh ergibt das einen Mehrbetrag von rund 339 € pro Jahr. Prävention: Tarifvergleich über den EnBW-Tarifrechner oder ein unabhängiges Vergleichsportal spätestens sechs Monate nach Einzug oder Inbetriebnahme durchführen.

Fehler 2: Fehlende Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung

Symptom: Die Wärmepumpe wird in Betrieb genommen, ohne bei Netze BW als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG angemeldet zu sein. Folge: Der Netzentgelt-Rabatt über Modul 1 oder 2 entfällt vollständig. Im Referenz-Szenario entgeht dem Haushalt dadurch ein Vorteil von bis zu 351 € pro Jahr. Prävention: Anmeldung durch den ausführenden Elektroinstallateur direkt bei Inbetriebnahme über das Netze-BW-Kundenportal sicherstellen.

Fehler 3: Kein separater Zähler trotz Modul-2-Wunsch

Symptom: Der Haushalt möchte den reduzierten Modul-2-Arbeitspreis nutzen, hat aber keinen separaten Wärmepumpen-Zähler installiert. Folge: Netze BW kann den begünstigten Verbrauch nicht getrennt erfassen. Der Rabatt von 3,61 statt 9,01 ct/kWh bleibt ungenutzt. Prävention: Vor Vertragsabschluss mit dem Installateur klären, ob ein zweiter Zähler baulich vorgesehen und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ein weiterer Nachteil betrifft die Servicequalität: reklamation24.de dokumentiert Beschwerdefälle zu Abrechnungsproblemen, etwa eine ausbleibende Schlussrechnung nach Vertragsende oder einen Abrechnungsstillstand nach Zählerabbau. Wärmepumpenbesitzer dokumentieren Zählerstände und Vertragsänderungen deshalb schriftlich.

Wie entwickeln sich Wärmepumpenstrom-Preise und Regulatorik bei EnBW bis 2030?

Die Wärmepumpenstrom-Regulatorik bewegt sich bis 2030 in Richtung vollständiger §14a-Umsetzung: Bestandsanlagen mit altem §14a-Vertrag werden spätestens zum 1. Januar 2029 in das neue Modul-System überführt, während Bestandsanlagen ohne einen solchen Vertrag dauerhaft von der Umstellung ausgenommen bleiben.
Bei den Preisen zeigt die Entwicklung zum 1. Januar 2026 mit einer Senkung um 9,8 % eine Tendenz zu sinkenden Wärmestromtarifen, getrieben auch durch die vollständige Befreiung von KWKG- und Offshore-Netzumlage seit 2023. Gleichzeitig bleibt der EnBW-Grundversorgungspreis über dem Marktdurchschnitt konkurrierender Regionalversorger, sodass der Wettbewerbsdruck durch Anbieter wie energis Saarbrücken oder N-ERGIE Nürnberg mittelfristig weiteren Preisdruck erzeugen kann. Die vereinbarte Veräußerung des B2B-Contracting-Geschäfts an RheinEnergie, deren Vollzug für Anfang 2027 erwartet wird, signalisiert zudem eine strategische Fokussierung von EnBW auf das Privatkundengeschäft mit Wärmestromtarifen und Netzdienstleistungen über Netze BW.

Häufige Fragen zu EnBW Wärmepumpe

Muss ich meine Wärmepumpe bei EnBW anmelden?

Die Anmeldung erfolgt nicht bei EnBW, sondern beim Netzbetreiber Netze BW, verpflichtend für alle Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW Anschlussleistung nach §14a EnWG.

Wie hoch ist der Grundpreis für Wärmepumpenstrom bei EnBW?

Der Grundpreis im Tarif Komfort WärmePro liegt 2026 bei 9,07 Euro brutto pro Monat, zusätzlich zum verbrauchsabhängigen Arbeitspreis.

Gibt es bei EnBW noch Sperrzeiten für Wärmepumpen?

Vollständige Sperrzeiten existieren seit 1. Januar 2024 nicht mehr; Netze BW darf die Leistung im Engpassfall nur noch auf mindestens 4,2 kW dimmen.

Was passiert, wenn ich in der EnBW-Grundversorgung bleibe?

Die Grundversorgung mit Komfort WärmePro läuft automatisch weiter und kann mit einer Frist von 14 Tagen in Textform gekündigt werden, enthält aber keine Preisgarantie.

Lohnt sich der separate Wärmepumpen-Zähler bei EnBW?

Für den Modul-2-Netzentgelt-Rabatt von Netze BW ist ein separater Zähler notwendig; er ermöglicht eine Ersparnis von rund 351 Euro pro Jahr im Referenz-Szenario mit 6.500 kWh.

Ist EnBW-Wärmepumpenstrom günstiger als der Marktdurchschnitt?

Nein, der EnBW-Grundversorgungspreis von 25,92 ct/kWh liegt über dem bundesweiten Marktdurchschnitt für Neukundentarife von rund 20,7 ct/kWh laut Verivox.

Für wen lohnt sich der EnBW-Wärmepumpentarif?

Der EnBW-Wärmepumpentarif lohnt sich vor allem für Bestandskunden im Netze-BW-Gebiet, die Wert auf einen bekannten Anbieter und eine feste Preisgarantie legen. Haushalte mit reinem Preisfokus fahren dagegen meist mit einem Regionalanbieter oder Wechseltarif günstiger.

Profil 1: Bestandskunde mit Sicherheitsbedürfnis

Ein Haushalt, der bereits EnBW-Kunde ist und eine planbare, feste Preisbindung ohne Anbietervergleich wünscht, profitiert vom Sondertarif Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe mit 18 Monaten Preisgarantie und 100 % Ökostrom.

Profil 2: Preissensibler Neubau-Haushalt

Ein Haushalt im Neubau mit Fokus auf minimale Jahreskosten spart im Referenz-Szenario mit 6.500 kWh Verbrauch durch einen Wechsel zu einem günstigeren Regionalanbieter wie energis Saarbrücken (21,82 ct/kWh) gegenüber der EnBW-Grundversorgung (25,92 ct/kWh) rund 266 Euro pro Jahr Arbeitskosten.

Profil 3: Haushalt mit flexiblem Lastmanagement

Ein Haushalt mit Pufferspeicher oder steuerbarer Heizungssteuerung, der Verbrauch gezielt in Niedrigtarif-Fenster verlagern kann, profitiert zusätzlich von §14a-Modul 3 bei Netze BW mit einem Niedrigtarif von 3,61 ct/kWh zwischen 10 und 14 Uhr, unabhängig vom gewählten Lieferanten.

Profil 4: Haushalt ohne separaten Zähler

Ist ein zweiter Zähler baulich nicht vorgesehen, bleibt nur §14a-Modul 1 mit einer pauschalen Netzentgelt-Reduzierung von 147,56 €/Jahr nutzbar. Dieser Rabatt gilt unabhängig davon, ob EnBW oder ein anderer Lieferant gewählt wird.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen