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Vaillant aroTHERM plus: SCOP, COP, Modelle und Kosten 2026

10 Min. Lesezeit

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vaillant gibt für die aroTHERM plus einen SCOP von bis zu rund 5,1 bis 5,2 bei 35 °C Vorlauftemperatur an – dieser Bestwert gilt für ausgewählte Modelle, nicht einheitlich für die gesamte Baureihe.
  • Die Baureihe deckt 3,5 bis 12 kW Heizleistung ab und nutzt ausschließlich das natürliche Kältemittel R290 mit einem GWP von 3.
  • Bei der VWL 75/6 A liegt der COP laut Herstellerdaten bei rund 4,8 (A7/W35) und fällt bei winterlichen Bedingungen auf etwa 3,0 (A-7/W35).
  • Eine Komplettinstallation kostet nach Marktdaten meist 18.000 bis 34.000 Euro brutto, das Außengerät allein 8.500 bis 13.000 Euro.
  • Über die KfW-Heizungsförderung sind bis zu 70 % Zuschuss möglich, wobei die förderfähigen Kosten grundsätzlich auf 30.000 Euro gedeckelt sind.
  • Die maximale Vorlauftemperatur beträgt 75 °C, doch die reale Effizienz sinkt bei so hohen Temperaturen deutlich gegenüber dem 35-°C-Betrieb.

Wie effizient ist die Vaillant aroTHERM plus wirklich?

Vaillant nennt für die aroTHERM plus einen SCOP von bis zu rund 5,1 bis 5,2 bei 35 °C Vorlauftemperatur nach DIN EN 14825. Dieser Wert ist der Bestwert ausgewählter Modelle der Baureihe unter Prüfbedingungen – nicht jede Leistungsgröße erreicht ihn in gleicher Höhe.
Konkrete Messwerte liegen für die VWL 75/6 A vor: Der COP beträgt laut Herstellerdaten 4,8 bei 7 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf (A7/W35) und fällt auf rund 3,0 bei frostigen -7 °C (A-7/W35).
Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ηS) der Serie liegt bei 35 °C Vorlauf je nach Modell bei rund 180 bis knapp 200 Prozent, bei 55 °C Vorlauf sinkt sie auf etwa 131 bis 146 Prozent.
KennwertWert
COP bei A7/W35 (VWL 75/6 A)4,8
COP bei A-7/W35 (VWL 75/6 A)ca. 3,0
ηS bei 35 °C Vorlauf (Serie)ca. 180–200 %
ηS bei 55 °C Vorlauf (Serie)ca. 131–146 %
SCOP-Bestwert einzelner Modelle (35 °C)bis 5,1–5,2

Welche Modelle gibt es und für welche Gebäude passen sie?

Die aroTHERM plus ist als Monoblock-Wärmepumpe aufgebaut: Der komplette Kältekreislauf inklusive Verdichter und Kältemittel sitzt in der Außeneinheit, zwischen Außen- und Inneneinheit zirkuliert nur Heizungswasser.
Die Baureihe deckt Heizleistungen von 3,5 bis 12 kW ab und richtet sich an Einfamilienhäuser sowie kleinere Mehrfamilienhäuser.

Technische Kerndaten je Modell

ModellHeizleistungStromanschlussKältemittelfüllung R290Abmessungen H×B×T
VWL 35/6 A3,5 kW230 V0,6 kg765×1100×450 mm
VWL 55/6 A5,5 kW230 V0,6 kg765×1100×450 mm
VWL 75/6 A7,5 kW230 V0,9 kg965×1100×450 mm
VWL 105/6 A10,5 kW400 V1,3 kg1565×1100×450 mm
VWL 125/6 A12 kW400 V1,3 kg1565×1100×450 mm
Die Modelle VWL 55/6 A und VWL 75/6 A gelten als typische Wahl für Neubauten oder sanierte Altbauten und eignen sich laut Vaillant gut für Fußbodenheizungen und andere Niedertemperatur-Heizsysteme mit niedrigen Vorlauftemperaturen.
Für größere Gebäude oder höhere Heizlasten stehen die 400-Volt-Modelle VWL 105/6 A und VWL 125/6 A zur Verfügung; in Altbauten mit nur 230-Volt-Hausanschluss ist dafür zusätzlicher Elektroaufwand einzuplanen.

Welchen Einfluss hat die Vorlauftemperatur auf Effizienz und Kosten?

Mit steigender Vorlauftemperatur sinkt die Effizienz einer Luftwärmepumpe grundsätzlich, da der Temperaturhub zwischen Außenluft und Heizwasser größer wird. Die richtige Einstellung der Vorlauftemperatur ist deshalb der wichtigste Stellhebel für niedrige Betriebskosten.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Größenordnung: Bei einem angenommenen Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr und einem Strompreis von 0,30 €/kWh liegen die Stromkosten bei einer Jahresarbeitszahl von 5,0 rund 900 Euro. Sinkt die effektive Jahresarbeitszahl durch dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen auf 3,0, steigen die Kosten unter gleichen Annahmen auf rund 1.500 Euro pro Jahr. Diese Rechnung ist eine Beispielrechnung auf Basis angenommener Durchschnittswerte und ersetzt keine individuelle Berechnung.
In unsanierten Altbauten mit alten Heizkörpern lohnt sich deshalb häufig der Austausch gegen größere Niedertemperatur-Heizkörper, um die Vorlauftemperatur dauerhaft senken zu können.

Was kostet eine Vaillant aroTHERM plus komplett?

Die Preise für die aroTHERM plus variieren im aktuellen Marktvergleich je nach Modell, Anbieter und Land teils erheblich; eine allgemeingültige Preisspanne für das Außengerät allein lässt sich aus offiziellen Quellen nicht verlässlich angeben.
Eine komplette Installation inklusive Pufferspeicher, Hydraulik, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme kann in der Praxis je nach Gebäudezustand und Umfang der Zusatzarbeiten stark variieren; verlässliche, allgemeingültige Gesamtkosten lassen sich aus offiziellen Quellen nicht ableiten.
KostenpositionBandbreite (brutto)
Wärmepumpe (Außeneinheit, je nach Modell)je nach Modell und Anbieter unterschiedlich, keine einheitliche Marktangabe verfügbar
Komplettinstallation (inkl. Speicher, Hydraulik, Elektro, Inbetriebnahme)stark abhängig von Gebäude und Umfang, keine einheitliche Marktangabe verfügbar

Welche Förderung gibt es 2026 für die aroTHERM plus?

Die Heizungsförderung im Rahmen der BEG-Einzelmaßnahmen für den Heizungstausch wird nicht mehr beim BAFA, sondern bei der KfW beantragt; die neuen Förderbedingungen gelten seit dem 21. Juli 2026, nachdem eine Übergangsphase mit den alten Bedingungen noch bis zum 20. Juli 2026 möglich war.
Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten; hinzu kommen ein Klimageschwindigkeitsbonus, der bei Anträgen bis Ende 2028 nach alter Regelung bis zu 20 Prozent betragen kann, seit der KfW-Reform vom 21. Juli 2026 aber auf 16 Prozent gesenkt wurde, sowie ein Bonus von 5 Prozent für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290 oder mit Wasser, Erdreich beziehungsweise Abwasser als Wärmequelle.
Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 Euro können zusätzlich einen Einkommensbonus erhalten, der seit der KfW-Reform vom 21. Juli 2026 nach Einkommensstufen gestaffelt ist; alle Boni zusammen sind auf maximal 70 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckelt.
Förderfähig waren bislang Kosten bis 30.000 Euro pro Wohneinheit; nach der KfW-Reform vom 21. Juli 2026 sinkt die Obergrenze der förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit auf 28.000 Euro.
Die KfW-Reform vom 21. Juli 2026 bringt vor allem neue Obergrenzen für die förderfähigen Kosten und veränderte Bonushöhen; eine generelle Pflicht zum Einbau eines intelligenten Messsystems (Smart-Meter-Gateway) als Voraussetzung für die Förderbewilligung ist in den offiziellen BEG-Richtlinien nicht vorgesehen.
Details zu den seit Juli 2026 geänderten Regeln fasst der Beitrag KfW-Update: Neue Heizungsförderung ab 21. Juli 2026 zusammen. Auch außerhalb Deutschlands, etwa in Österreich und der Schweiz, existieren nationale und regionale Förderprogramme für Wärmepumpen; deren Höhe variiert je nach Bundesland beziehungsweise Kanton und sollte individuell geprüft werden.
FörderbausteinHöheBedingung
Grundförderung30 %Für alle förderfähigen Wärmepumpen
Klimageschwindigkeitsbonus16 % (ab 21.7.2026)Schneller Austausch einer alten fossilen Heizung; zuvor bis 20 % nach alter Regelung
Bonus für natürliches Kältemittel/Wärmequelle5 %z. B. R290 wie bei der aroTHERM plus, oder Wasser/Erdreich/Abwasser als Quelle
Einkommensbonusbis 40 %Gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen, u. a. unter 40.000 €/Jahr
Maximale Förderquote70 %Kombination aller Boni gedeckelt
Förderfähige Kostenbis 30.000 €Pro Wohneinheit (vor Reform)
Obergrenze förderfähiger Kosten 1. Wohneinheit (ab 21.7.2026)bis 28.000 €Entspricht max. 19.600 € Förderung bei 70 %

Wie schneidet Vaillant im Vergleich zu anderen Herstellern ab?

Die aroTHERM plus zählt mit einem SCOP von bis zu rund 5,0 zum oberen Effizienzsegment der Luft-Wasser-Wärmepumpen. Mehrere andere Hersteller mit R290-Kältemittel erreichen inzwischen ein ähnliches Effizienzniveau, sodass sich keine eindeutige Marktrangfolge mehr ziehen lässt.
Wer maximale Effizienz unabhängig vom Preis sucht, findet bei Spezialanbietern wie Ovum noch höhere SCOP-Werte – allerdings zu deutlich höheren Anschaffungskosten.
Der Vorteil von Vaillant liegt in der Kombination aus solider Effizienz, einer breiten Modellpalette für unterschiedliche Gebäudegrößen und einem bundesweiten Partnernetzwerk für Installation und Service.

Wie laut ist die aroTHERM plus im Betrieb?

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Die Schallleistungspegel der aroTHERM plus liegen je nach Modell und Betriebspunkt bei etwa 50 bis 60 dB(A) nach ErP-Richtlinie, wobei größere Leistungsgrößen tendenziell am oberen Ende dieser Spanne liegen.
Die TA Lärm schreibt in reinen Wohngebieten nachts einen Immissionsrichtwert von maximal 35 Dezibel am Nachbargrundstück vor, in Mischgebieten liegt der Nachtwert bei 45 Dezibel.
Eine Verringerung des Schallpegels um 10 Dezibel wird subjektiv etwa als Halbierung der Lautstärke wahrgenommen – ein hilfreicher Maßstab beim Vergleich unterschiedlicher Gerätemodelle.
Bei beengter Nachbarschaft oder Reihenhausbebauung ist zusätzlicher Schallschutz sinnvoll; mehr dazu im Beitrag Wärmepumpe zu laut.

Welches Kältemittel nutzt die aroTHERM plus und wie sicher ist es?

Die aroTHERM plus verwendet durchgängig das natürliche Kältemittel R290 (Propan) mit einem Treibhauspotenzial (GWP) von 3 nach EU-Verordnung (EU) Nr. 517/2014.
Zum Vergleich: Das früher verbreitete synthetische Kältemittel R410A hat laut Umweltbundesamt ein GWP von 2.088 und ist damit rund 700-mal klimaschädlicher als R290 mit GWP 3.
Die novellierte F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 verschärft die Regeln für synthetische Kältemittel deutlich: Ab dem 1. Januar 2026 dürfen bei der Wartung und Instandhaltung von Klimageräten und Wärmepumpen keine neu hergestellten (nicht recycelten) Kältemittel mit einem GWP ab 2.500 mehr verwendet werden, für Monoblock-Wärmepumpen bis 12 kW gilt ab 2027 ein maximaler GWP von 150 und ab 2032 ein vollständiges F-Gase-Verbot.
Ab 2028 dürfen laut aktueller BEG-Förderrichtlinie ohnehin nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln neu installiert und gefördert werden – ein Bereich, in dem die aroTHERM plus mit R290 schon heute die Anforderungen erfüllt.
Bestehende Anlagen mit fluorierten Kältemitteln sind von den neuen Verboten ausgenommen und dürfen weiterbetrieben werden, unterliegen aber langfristig Einschränkungen bei Wartung und Nachfüllung.
Da Propan brennbar ist, schreibt der Standard einen Sicherheitsabstand von 1 Meter zu Fenstern, Türen und Kellerschächten vor; Vaillant reduziert diesen Abstand durch ein technisches Sicherheitskonzept mit kontrollierter Gasableitung auf 0,5 Meter.

Was berichten Nutzer über ihre Erfahrungen?

Praxisberichte bestätigen die starke Temperaturabhängigkeit der Effizienz: Bei rund 35 °C Vorlauftemperatur sind laut Herstellerdaten SCOP-Werte von etwa 4,5 bis rund 5 erreichbar, bei 55 °C Vorlauf sinken reale Jahresarbeitszahlen häufig auf Werte um 3 bis 3,4.
Das zeigt: Die Effizienz einer Vaillant aroTHERM plus hängt weniger vom Gerät selbst als von der korrekten Auslegung des Heizsystems und der eingestellten Heizkurve ab.
Ausführliche Praxisberichte und Langzeit-Messwerte verschiedener Nutzer fasst der Beitrag Vaillant aroTHERM Erfahrungen zusammen.

Häufige Fragen zu Vaillant aroTHERM plus

Wie viel Strom verbraucht die Vaillant aroTHERM plus VWL 75/6 A?

Der reale Verbrauch schwankt stark mit der Außentemperatur, da der COP der VWL 75/6 A je nach Bedingungen deutlich variiert (siehe Tabelle oben). Als Faustregel gilt: Je niedriger die eingestellte Vorlauftemperatur und je milder die Außentemperatur, desto niedriger der Jahresstromverbrauch.

Was ist der Unterschied zwischen SCOP und COP bei der aroTHERM plus?

Der COP beschreibt die Effizienz an einem einzelnen Betriebspunkt, etwa bei 10 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf. Der SCOP ist dagegen ein über die gesamte Heizperiode gemittelter Wert nach DIN EN 14825, der unterschiedliche Außentemperaturen berücksichtigt. Für die aroTHERM plus wird ein SCOP-Bestwert von bis zu rund 4,8 bis 5,0 angegeben, einzelne COP-Werte fallen je nach Betriebspunkt höher oder niedriger aus.

Gibt es bei der aroTHERM plus eine maximale Vorlauftemperatur?

Ja, die aroTHERM plus erreicht laut Vaillant Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C. Das macht sie technisch auch für unsanierte Altbauten mit klassischen Heizkörpern einsetzbar, wenngleich die Effizienz bei so hohen Temperaturen deutlich sinkt.

Lässt sich die aroTHERM plus mit einer vorhandenen Gasheizung kombinieren?

Ja, ein bivalenter Betrieb ist möglich: Die Wärmepumpe deckt die Grundlast bei moderaten Vorlauftemperaturen ab, ein vorhandener Gas-Brennwertkessel übernimmt an sehr kalten Tagen die Spitzenlast oberhalb der wirtschaftlichen Vorlauftemperatur. Das kombiniert die hohe Effizienz der Wärmepumpe im Regelbetrieb mit der Flexibilität eines fossilen Backups für wenige Extremtage.

Was ist bei der VWL 125/6 A als größtem Modell zu beachten?

Die VWL 125/6 A ist das leistungsstärkste Modell der Baureihe mit rund 12 kW Heizleistung und benötigt wie die VWL 105/6 A einen 400-Volt-Drehstromanschluss. Sie eignet sich für große Einfamilienhäuser oder kleinere Mehrfamilienhäuser mit entsprechend hohem Heizwärmebedarf. Bei der Umrüstung von einem 230-Volt- auf einen 400-Volt-Hausanschluss sollte der zusätzliche Elektroaufwand von Anfang an im Angebot berücksichtigt werden.

Braucht die aroTHERM plus einen Pufferspeicher?

Technisch ist ein Betrieb ohne Pufferspeicher bei modernen Fußbodenheizungen mit ausreichender Wassermenge möglich. In der Praxis ist ein Pufferspeicher aber in den meisten Installationen sinnvoll: Er reduziert häufiges Takten des Verdichters bei niedrigem Wärmebedarf und dient gleichzeitig als hydraulische Weiche zwischen Wärmepumpen- und Heizkreis.

Für wen lohnt sich die Vaillant aroTHERM plus?

Die Vaillant aroTHERM plus eignet sich am besten für Neubauten mit Fußbodenheizung und für sanierte Altbauten mit Niedertemperatur-Heizkörpern, bei denen Vorlauftemperaturen von 35 bis 50 °C erreichbar sind. In diesem Bereich sind SCOP-Werte nahe dem Bestwert von rund 4,8 bis 5,0 realistisch, während bei dauerhaft hohen Vorlauftemperaturen um 50 bis 55 °C die Wirtschaftlichkeit mit SCOP-Werten von etwa 3,1 bis 3,4 deutlich sinkt.

Ideal für

  • Neubauten mit Fußbodenheizung und niedrigen Vorlauftemperaturen
  • Sanierte Altbauten mit Niedertemperatur-Heizkörpern
  • Bauherren mit einem Budget von etwa 20.000 bis 30.000 Euro brutto für die Komplettinstallation, wobei die tatsächlichen Kosten je nach Gebäude und Umfang auch darüber oder darunter liegen können
  • Wunsch nach solider Effizienz mit dem natürlichen Kältemittel R290 (GWP 3)

Weniger geeignet für

  • Unsanierte Altbauten mit dauerhaft hohen Vorlauftemperaturen ohne geplanten Heizkörper-Austausch
  • Käufer, die die höchste am Markt verfügbare Effizienz unabhängig vom Preis suchen
  • Extrem lärmsensible Standorte mit Anforderungen deutlich unter den für die Baureihe typischen Schallleistungspegeln von etwa 52 bis 60 dB(A)
Wer diese Rahmenbedingungen erfüllt, bekommt mit der aroTHERM plus eine technisch ausgereifte, zukunftssichere Luftwärmepumpe mit natürlichem Kältemittel und einer im aktuellen Marktvergleich soliden bis sehr guten Effizienz.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen

HÄUFIGE FRAGEN

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Vaillant aroTHERM plus von anderen Wärmepumpen?

Die aroTHERM plus ist eine Monoblock-Luftwärmepumpe. Der gesamte Kältekreislauf mit Verdichter und Kältemittel sitzt in der Außeneinheit. Zwischen Außen- und Inneneinheit zirkuliert nur Wasser nie Kältemittel. Das vereinfacht die Installation massiv. Der Installateur braucht keinen Kälteschein wie bei Split-Geräten. Die Anzahl verfügbarer Fachbetriebe steigt dadurch deutschlandweit. Die Monoblock-Bauweise hat auch Nachteile. Die maximale Höhendifferenz zwischen Außen- und Innengerät beträgt 10 …

Welche Modelle gibt es und für welche Gebäude passen sie?

Die aroTHERM plus Serie umfasst sechs Hauptmodelle mit Leistungen von 3,5 bis 12,5 Kilowatt. Die Bezeichnung VWL steht für Vaillant Wärmepumpe Luft. Die Zahl danach gibt die ungefähre Heizleistung in Kilowatt an. Das Kürzel /6 bedeutet sechste Generation. Der Buchstabe A steht für die neueste Variante mit R290. Die VWL 35/6 A liefert 3,5 Kilowatt Heizleistung bei minus 7 Grad und 35 Grad Vorlauf. Sie ist für sehr gut gedämmte Neubauten mit 60 bis 80 Quadratmeter Wohnfläche konzipiert. KfW-40-Hä…

Wie effizient arbeitet die aroTHERM plus wirklich?

Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt stark von den Betriebsbedingungen ab. Der SCOP-Wert von 5,4 gilt für 35 Grad Vorlauftemperatur im mittleren europäischen Klima. Das entspricht Fußbodenheizung in gut gedämmten Gebäuden. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Effizienz messbar. Bei 35 Grad Vorlauftemperatur erreicht die VWL 75/6 A eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von 182 Prozent. Das bedeutet aus 1 Kilowattstunde Strom werden 1,82 Kilowattstunden Wärme. Die VWL 105/6 A…

Was kostet eine Vaillant aroTHERM plus komplett?

Die Gesamtkosten einer aroTHERM plus Installation gliedern sich in drei Hauptbereiche: Gerät, Zusatzkomponenten und Installation. Die Gerätepreise variieren je nach Modell und Händler. Listenpreise liegen höher als Straßenpreise. Verhandlungsspielraum besteht besonders bei Großaufträgen oder Komplettsystemen. Die VWL 75/6 A kostet im Fachhandel 11.000 bis 13.000 Euro netto nur Außengerät. Das entspricht 13.090 bis 15.470 Euro brutto. Die VWL 105/6 A liegt bei 13.000 bis 15.000 Euro netto oder 1…

Wie schneidet Vaillant im Vergleich zu Konkurrenten ab?

Die aroTHERM plus konkurriert mit anderen Premium-Herstellern im Luft-Wasser-Segment. Der direkte Vergleich zeigt Stärken und Schwächen. Die wichtigsten Wettbewerber sind Viessmann Vitocal 250-A, Stiebel Eltron WPL-A, Wolf CHA Monoblock und Ovum AC-Serie. Viessmann Vitocal 250-A erreicht SCOP 5,2 bei 35 Grad Vorlauftemperatur. Das liegt leicht unter Vaillant mit SCOP 5,4. Die Kosten sind vergleichbar bei 12.000 bis 14.000 Euro für das Gerät. Viessmann nutzt ebenfalls R290-Propan. Die Schallleis…

Welche Förderungen gibt es für die aroTHERM plus?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Wärmepumpen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Basis-Förderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die aroTHERM plus erfüllt alle technischen Mindestanforderungen für diese Förderung problemlos. Ein Effizienz-Bonus von 5 Prozent kommt hinzu wenn die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5 in der Prüfung erreicht. Die aroTHERM plus schafft das bei optimaler Auslegung mit Fußbodenheizung…

Wie laut ist die aroTHERM plus im Betrieb?

Die Schallleistung der aroTHERM plus liegt bei 54 bis 59 Dezibel A gemessen nach ErP-Richtlinie direkt am Gerät. Das ist der Ausgangswert an der Quelle. Der beim Nachbarn ankommende Schalldruckpegel ist deutlich niedriger abhängig von Abstand und Hindernissen. Die VWL 35/6 A und VWL 55/6 A erzeugen 54 bis 55 Dezibel. Die VWL 75/6 A liegt bei 55 Dezibel. Die großen Modelle VWL 105/6 A und VWL 125/6 A erreichen 59 Dezibel durch höhere Verdichterleistung. Bei 5 Meter Distanz in freier Schallausbre…

Welche Vorlauftemperaturen erreicht die aroTHERM plus?

Vaillant bewirbt die aroTHERM plus als altbau-tauglich dank Vorlauftemperaturen bis 75 Grad Celsius. Das ist technisch korrekt aber wirtschaftlich zweischneidig. Die Fähigkeit hohe Temperaturen zu liefern erweitert den Einsatzbereich. Die Effizienz bricht aber dramatisch ein. Bei 35 Grad Vorlauftemperatur ideal für Fußbodenheizung erreicht die VWL 75/6 A einen COP von 5,2 bei 10 Grad Außentemperatur. Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz beträgt 182 Prozent. Das entspricht einer …

Was berichten Nutzer über ihre Erfahrungen?

Reale Erfahrungsberichte aus Foren und Bewertungsportalen zeigen ein überwiegend positives Bild mit einzelnen kritischen Punkten. Die meisten Nutzer bestätigen die gute Effizienz bei korrekter Einstellung. Gemessene Jahresarbeitszahlen von 4,2 bis 4,8 werden häufig berichtet bei Fußbodenheizung und Vorlauftemperaturen von 35 bis 45 Grad. Die Installation wird als unkompliziert beschrieben verglichen mit Split-Geräten. Die Monoblock-Bauweise vermeidet Kältemittel-Arbeiten vor Ort. Die meisten In…

Wie schneidet die aroTHERM plus bei Stiftung Warentest ab?

Stiftung Warentest testete im Oktober 2025 Luft-Wasser-Wärmepumpen der 10 bis 12 Kilowatt Klasse. Geprüft wurde die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/6 A als Vertreter der Serie. Das Testurteil lautete "Gut" ohne genaue Notenvergabe zwischen 1,6 und 2,5. Der Test simulierte den Betrieb in zwei Szenarien. Erstens Neubau mit Fußbodenheizung und 35 Grad Vorlauftemperatur. Zweitens sanierter Altbau mit Heizkörpern und 55 Grad Vorlauf. Die aroTHERM plus erreichte in beiden Szenarien gute Effizienzwerte…

Für wen lohnt sich die Vaillant aroTHERM plus?

Die Zielgruppe für die aroTHERM plus ist breit aber nicht universell. Fünf Faktoren bestimmen die Eignung: verfügbares Budget, Art des Gebäudes, Heizsystem, Service-Verfügbarkeit und Effizienz-Anforderung. Budget ist der erste Filter. Die aroTHERM plus kostet 24.000 bis 33.000 Euro brutto für eine Komplettinstallation vor Förderung. Nach 50 bis 60 Prozent Förderung bleiben 9.600 bis 16.500 Euro Eigenanteil. Das ist erschwinglich für durchschnittliche Bauherren. Wer unter 12.000 Euro bleiben mus…