Vaillant aroTHERM plus: SCOP, Kosten und Modelle im Vergleich
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.
Die Vaillant aroTHERM plus erreicht einen SCOP-Wert von 5,4 bei 35 Grad Celsius Vorlauftemperatur. Das positioniert sie als zweitbeste Luftwärmepumpe am Markt nach Ovum mit SCOP 6,02. Die VWL 125/6 A schafft sogar einen COP von 5,7 bei günstigen Bedingungen von 10 Grad Außentemperatur und 35 Grad Vorlauf. Das sind Spitzenwerte im Mainstream-Segment.
Vaillant setzt auf R290-Propan als natürliches Kältemittel mit einem Global Warming Potential von nur 3. Das ist 700-fach umweltfreundlicher als das frühere R410A mit GWP 2.088. Die F-Gase-Verordnung macht synthetische Kältemittel zunehmend teuer und reguliert. R290 bleibt langfristig verfügbar zu stabilen Kosten von 5 bis 10 Euro pro Kilogramm.
Die Serie umfasst Modelle von 3,5 bis 12,5 Kilowatt Heizleistung. Die VWL 75/6 A ist das Standard-Modell für Einfamilienhäuser mit 100 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche. Sie kostet etwa 11.000 bis 13.000 Euro nur Gerät. Mit Installation und Zubehör liegen die Gesamtkosten bei 18.000 bis 24.000 Euro. Das ist 6.000 bis 12.000 Euro günstiger als Premium-Anbieter wie Ovum aber 2.000 bis 4.000 Euro teurer als Budget-Lösungen.
Das Wichtigste in Kürze
- SCOP 5,4 vs. Konkurrenz 5,0-5,2: Zweitbeste Effizienz nach Ovum, 8-15% weniger Strom als Standard
- R290 Propan GWP 3: 700-fach umweltfreundlicher als R410A, zukunftssicher gegen Regulierung
- Vorlauftemperatur bis 75°C: Altbau-tauglich aber ineffizient, optimal 35-50°C mit JAZ 4,8-5,2
- Kosten 18.000-24.000€ gesamt: 6-12k€ günstiger als Ovum, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Stiftung Warentest "Gut" 10/2025: Unabhängige Bestätigung der Qualität bei Altbau-Szenarien
Was unterscheidet die Vaillant aroTHERM plus von anderen Wärmepumpen?
Die aroTHERM plus ist eine Monoblock-Luftwärmepumpe. Der gesamte Kältekreislauf mit Verdichter und Kältemittel sitzt in der Außeneinheit. Zwischen Außen- und Inneneinheit zirkuliert nur Wasser nie Kältemittel. Das vereinfacht die Installation massiv. Der Installateur braucht keinen Kälteschein wie bei Split-Geräten. Die Anzahl verfügbarer Fachbetriebe steigt dadurch deutschlandweit.
Die Monoblock-Bauweise hat auch Nachteile. Die maximale Höhendifferenz zwischen Außen- und Innengerät beträgt 10 Meter. Bei größeren Höhenunterschieden muss das Expansionsgefäß individuell berechnet werden. In Ausnahmefällen sind 13 Meter möglich aber das erfordert genaue Planung. Standard-Installations ohne Sonderprüfung funktionieren nur bis 10 Meter Höhendifferenz.
Vaillant wirbt mit dem leisesten Außengerät der Firmengeschichte. Die Schallleistung liegt bei 54 bis 59 Dezibel A je nach Modell. Das ist deutlich leiser als ältere Modelle mit 62 bis 65 Dezibel. Verglichen mit Premium-Herstellern wie Ovum mit 39,9 Dezibel ist es aber immer noch Standard-laut. Aus 5 Meter Abstand hört man die Vaillant als leises Summen. Die Ovum ist praktisch unhörbar.
Die wichtigste Innovation ist das R290-Sicherheitskonzept. Propan ist brennbar. Standard-Installation erfordert 1 Meter Schutzabstand zu Fenstern, Türen und Kellerschächten. Vaillant reduziert diesen Abstand auf 0,5 Meter durch technische Sicherheitsmaßnahmen. Die Wärmepumpe wird leicht angehoben. Ein Kanalsystem leitet austretendes Gas kontrolliert ab. Das ermöglicht Installation in engen Innenhöfen und dicht bebauten Reihenhaussiedlungen wo 1 Meter Abstand nicht realisierbar wäre.
Welche Modelle gibt es und für welche Gebäude passen sie?
Die aroTHERM plus Serie umfasst sechs Hauptmodelle mit Leistungen von 3,5 bis 12,5 Kilowatt. Die Bezeichnung VWL steht für Vaillant Wärmepumpe Luft. Die Zahl danach gibt die ungefähre Heizleistung in Kilowatt an. Das Kürzel /6 bedeutet sechste Generation. Der Buchstabe A steht für die neueste Variante mit R290.
Die VWL 35/6 A liefert 3,5 Kilowatt Heizleistung bei minus 7 Grad und 35 Grad Vorlauf. Sie ist für sehr gut gedämmte Neubauten mit 60 bis 80 Quadratmeter Wohnfläche konzipiert. KfW-40-Häuser mit Fußbodenheizung sind ideal. Die Stromaufnahme beträgt maximal 1,2 Kilowatt. Ein 230-Volt-Anschluss genügt. Das Gewicht liegt bei 114 Kilogramm. Die Kältemittelfüllung beträgt nur 0,6 Kilogramm R290.
Die VWL 55/6 A bringt 5,5 Kilowatt Heizleistung. Sie passt für Neubauten mit 80 bis 120 Quadratmeter oder sanierte Altbauten mit guter Dämmung. Die Stromaufnahme erreicht 1,8 Kilowatt maximal. Sie wiegt ebenfalls 114 Kilogramm mit 0,6 Kilogramm Kältemittel. Die kompakte Bauform mit 765 Millimeter Höhe, 1.100 Millimeter Breite und 450 Millimeter Tiefe bleibt über beide Modelle identisch.
Die VWL 75/6 A ist das meistverkaufte Modell. Sie deckt 7,5 Kilowatt Heizlast bei minus 7 Grad ab. Das entspricht einem Standard-Einfamilienhaus mit 100 bis 150 Quadratmeter Wohnfläche und mittlerer Dämmung. Bei 10 Grad Außentemperatur steigt die Leistung auf 9,3 Kilowatt. Der COP erreicht dann 5,2 sehr effizient. Die Anlage wird 128 Kilogramm schwer bei 965 Millimeter Höhe. Die Kältemittelmenge steigt auf 0,9 Kilogramm.
Die VWL 105/6 A liefert 10,5 Kilowatt für größere Häuser mit 150 bis 200 Quadratmeter oder schlechter gedämmte Altbauten. Die Heizleistung bei 10 Grad Außentemperatur beträgt 12,8 Kilowatt. Der COP bleibt bei sehr guten 5,3. Das Gerät benötigt Drehstrom mit 400 Volt. Die Höhe wächst auf 1.565 Millimeter. Das Gewicht erreicht 210 Kilogramm. Die Kältemittelmenge beträgt 1,3 Kilogramm.
Die VWL 125/6 A ist das Spitzenmodell mit 12,5 Kilowatt Heizleistung. Sie ist für sehr große Einfamilienhäuser über 200 Quadratmeter oder Mehrfamilienhäuser mit mehreren Wohneinheiten ausgelegt. Bei 10 Grad Außentemperatur erreicht sie 15,3 Kilowatt Leistung. Der COP von 5,7 ist der beste Wert der gesamten Serie. Die Abmessungen und das Gewicht entsprechen der VWL 105/6 A. Auch hier ist Drehstrom zwingend erforderlich.
Tabelle 1 zeigt die technischen Kerndaten im Überblick:
| Modell | Heizleistung A-7/W35 | COP A10/W35 | Gewicht | Kältemittel R290 | Stromanschluss | Schall dB(A) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| VWL 35/6 A | 3,5 kW | 5,3 | 114 kg | 0,6 kg | 230V | 54 |
| VWL 55/6 A | 5,5 kW | 5,3 | 114 kg | 0,6 kg | 230V | 55 |
| VWL 75/6 A | 7,5 kW | 5,2 | 128 kg | 0,9 kg | 230V | 55 |
| VWL 105/6 A | 10,5 kW | 5,3 | 210 kg | 1,3 kg | 400V | 59 |
| VWL 125/6 A | 12,5 kW | 5,7 | 210 kg | 1,3 kg | 400V | 59 |
Die Tabelle zeigt einen wichtigen Trend. Größere Modelle erreichen höhere COP-Werte bei optimalen Bedingungen. Die VWL 125/6 A übertrifft die kleineren Varianten deutlich mit COP 5,7. Das widerlegt die Annahme dass größere Wärmepumpen immer ineffizienter sind. Bei korrekter Dimensionierung ohne Überdimensionierung bleibt die Effizienz hoch.
Wie effizient arbeitet die aroTHERM plus wirklich?
Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt stark von den Betriebsbedingungen ab. Der SCOP-Wert von 5,4 gilt für 35 Grad Vorlauftemperatur im mittleren europäischen Klima. Das entspricht Fußbodenheizung in gut gedämmten Gebäuden. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Effizienz messbar.
Bei 35 Grad Vorlauftemperatur erreicht die VWL 75/6 A eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz von 182 Prozent. Das bedeutet aus 1 Kilowattstunde Strom werden 1,82 Kilowattstunden Wärme. Die VWL 105/6 A schafft sogar 196 Prozent bei gleichen Bedingungen. Das sind Spitzenwerte im Mainstream-Segment.
Bei 55 Grad Vorlauftemperatur sinkt die Effizienz dramatisch. Die VWL 75/6 A erreicht nur noch 133 Prozent Raumheizungs-Energieeffizienz. Die VWL 105/6 A kommt auf 141 Prozent etwas besser. Der Unterschied von 182 auf 133 Prozent entspricht einem Effizienzverlust von 27 Prozent. Das zeigt wie wichtig niedrige Vorlauftemperaturen für Wirtschaftlichkeit sind.
Vaillant bewirbt Vorlauftemperaturen bis 75 Grad als Altbau-Tauglichkeit. Das ist technisch korrekt aber wirtschaftlich problematisch. Bei 75 Grad sinkt der COP auf etwa 2,8 bei minus 7 Grad Außentemperatur. Die Jahresarbeitszahl fällt dann auf 3,0 bis 3,2. Das ist kaum besser als einfache Standard-Wärmepumpen mit JAZ 3,0.
Für Altbauten mit alten Heizkörpern ist die bessere Lösung der Austausch gegen größere Niedertemperatur-Heizkörper. Diese benötigen nur 45 bis 50 Grad Vorlauf. Die Investition von 3.000 bis 5.000 Euro amortisiert sich durch 15 bis 25 Prozent niedrigeren Stromverbrauch in 8 bis 15 Jahren. Die JAZ bleibt dann bei 4,2 bis 4,5 statt auf 3,0 zu fallen.
Ein realistisches Rechenbeispiel verdeutlicht die Auswirkung. Ein Einfamilienhaus benötigt 15.000 Kilowattstunden Heizwärme pro Jahr. Mit SCOP 5,0 bei optimaler Einstellung verbraucht die Wärmepumpe 3.000 Kilowattstunden Strom. Bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde sind das 900 Euro jährlich.
Mit 75 Grad Vorlauf und JAZ 3,0 steigt der Verbrauch auf 5.000 Kilowattstunden. Die Kosten erreichen 1.500 Euro pro Jahr. Die Differenz von 600 Euro jährlich summiert sich über 20 Jahre auf 12.000 Euro. Das übersteigt die Investition in neue Heizkörper um das Doppelte. Die vermeintliche Einsparung durch Beibehaltung alter Heizkörper wird zum wirtschaftlichen Desaster.
Was kostet eine Vaillant aroTHERM plus komplett?
Die Gesamtkosten einer aroTHERM plus Installation gliedern sich in drei Hauptbereiche: Gerät, Zusatzkomponenten und Installation. Die Gerätepreise variieren je nach Modell und Händler. Listenpreise liegen höher als Straßenpreise. Verhandlungsspielraum besteht besonders bei Großaufträgen oder Komplettsystemen.
Die VWL 75/6 A kostet im Fachhandel 11.000 bis 13.000 Euro netto nur Außengerät. Das entspricht 13.090 bis 15.470 Euro brutto. Die VWL 105/6 A liegt bei 13.000 bis 15.000 Euro netto oder 15.470 bis 17.850 Euro brutto. Die VWL 125/6 A erreicht 15.000 bis 17.000 Euro netto entsprechend 17.850 bis 20.230 Euro brutto.
Zusatzkomponenten erhöhen die Hardware-Kosten deutlich. Ein Pufferspeicher mit 200 Liter Volumen addiert 800 bis 1.200 Euro. Ein 500-Liter-Speicher kostet 2.000 bis 2.800 Euro. Eine Frischwasserstation für hygienische Warmwasserbereitung schlägt mit 1.000 bis 1.500 Euro zu Buche. Hydraulische Weichen und Heizkreisverteiler benötigen weitere 500 bis 1.200 Euro.
Die Installation umfasst mehrere Gewerke. Das Fundament für die Außeneinheit erfordert 800 bis 1.500 Euro für Material und Arbeit. Die Frosttiefe muss regional beachtet werden. In Gebieten ohne Bodenfrost genügen 600 Millimeter Tiefe. Bei Frost sind über 900 Millimeter zwingend. Das Kiesbett für Kondensatdrainage ist Pflicht. Es verhindert Eisbildung im Winter durch stehendes Wasser.
Die hydraulische Anbindung kostet 2.500 bis 4.000 Euro. Sie umfasst alle Rohrleitungen zwischen Außen- und Innengerät sowie die Anbindung an das Heizsystem. Hochwertige Dämmung der Leitungen ist essentiell. Schlecht gedämmte Rohre verlieren 5 bis 15 Prozent der Wärme auf dem Weg ins Haus. Das verschlechtert die Jahresarbeitszahl messbar.
Die elektrische Installation schlägt mit 1.800 bis 2.800 Euro zu Buche. Die kleineren Modelle bis VWL 75/6 A benötigen nur 230 Volt. Dafür reicht meist der vorhandene Hausanschluss. Die großen Modelle VWL 105/6 A und VWL 125/6 A erfordern Drehstrom mit 400 Volt. In älteren Einfamilienhäusern ist dieser oft nicht vorhanden. Die Nachrüstung vom Hausanschluss bis zur Wärmepumpe kostet zusätzlich 1.500 bis 3.000 Euro je nach Leitungslänge.
Der hydraulische Abgleich optimiert das Heizsystem. Er kostet 800 bis 1.200 Euro. Ohne Abgleich zirkuliert das Wasser ungleichmäßig durch die Heizkörper. Einige Räume werden zu warm andere zu kalt. Die Wärmepumpe muss höhere Vorlauftemperaturen fahren um alle Räume ausreichend zu heizen. Das verschlechtert die Effizienz um 8 bis 15 Prozent. Der Abgleich amortisiert sich durch niedrigeren Stromverbrauch in 5 bis 8 Jahren.
Die Inbetriebnahme durch einen Vaillant-zertifizierten Fachbetrieb berechnet 600 bis 1.000 Euro. Sie umfasst die Programmierung der Regelung, die Einstellung der Heizkurve und einen Probebetrieb über mehrere Stunden. Die korrekte Heizkurve ist entscheidend. Sie bestimmt welche Vorlauftemperatur bei welcher Außentemperatur gefahren wird. Eine zu hohe Kurve verschwendet Strom. Eine zu niedrige lässt Räume kalt.
Tabelle 2 schlüsselt die Gesamtkosten auf:
| Kostenposition | VWL 75/6 A | VWL 105/6 A | VWL 125/6 A |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpe Gerät | 11.000-13.000€ | 13.000-15.000€ | 15.000-17.000€ |
| Pufferspeicher 500L | 2.000-2.800€ | 2.000-2.800€ | 2.000-2.800€ |
| Frischwasserstation | 1.000-1.500€ | 1.000-1.500€ | 1.000-1.500€ |
| Fundament + Drainage | 800-1.500€ | 800-1.500€ | 800-1.500€ |
| Hydraulik-Installation | 2.500-4.000€ | 2.500-4.000€ | 2.500-4.000€ |
| Elektro-Installation | 1.800-2.800€ | 3.300-5.300€ | 3.300-5.300€ |
| Hydraulischer Abgleich | 800-1.200€ | 800-1.200€ | 800-1.200€ |
| Inbetriebnahme | 600-1.000€ | 600-1.000€ | 600-1.000€ |
| Summe netto | 20.500-27.800€ | 24.000-32.300€ | 26.000-34.300€ |
| Mit 19% MwSt | 24.395-33.082€ | 28.560-38.437€ | 30.940-40.817€ |
Die Tabelle zeigt die großen Modelle kosten 4.000 bis 8.000 Euro mehr hauptsächlich wegen Drehstrom-Installation. Für Standard-Einfamilienhäuser ist die VWL 75/6 A meist ausreichend und wirtschaftlicher. Überdimensionierung bringt keinen Vorteil sondern erhöht nur die Investition.
Wie schneidet Vaillant im Vergleich zu Konkurrenten ab?
Die aroTHERM plus konkurriert mit anderen Premium-Herstellern im Luft-Wasser-Segment. Der direkte Vergleich zeigt Stärken und Schwächen. Die wichtigsten Wettbewerber sind Viessmann Vitocal 250-A, Stiebel Eltron WPL-A, Wolf CHA Monoblock und Ovum AC-Serie.
Viessmann Vitocal 250-A erreicht SCOP 5,2 bei 35 Grad Vorlauftemperatur. Das liegt leicht unter Vaillant mit SCOP 5,4. Die Kosten sind vergleichbar bei 12.000 bis 14.000 Euro für das Gerät. Viessmann nutzt ebenfalls R290-Propan. Die Schallleistung beträgt 56 bis 60 Dezibel ähnlich wie Vaillant. Der Hauptunterschied liegt im Service-Netzwerk. Viessmann hat mehr Stützpunkte in Süddeutschland und Österreich.
Stiebel Eltron WPL-A kommt auf SCOP 5,3 minimal unter Vaillant. Die Gerätepreise liegen bei 10.000 bis 12.000 Euro leicht günstiger. Stiebel setzt ebenfalls auf R290. Die Lautstärke erreicht 54 bis 58 Dezibel im gleichen Bereich. Der Vorteil ist das dichte Service-Netzwerk bundesweit. Ersatzteile sind schneller verfügbar als bei Vaillant.
Wolf CHA Monoblock erreicht ebenfalls SCOP 5,4 auf Augenhöhe mit Vaillant. Die Preise bewegen sich bei 12.000 bis 15.000 Euro im mittleren bis oberen Bereich. Wolf nutzt R290 und erreicht Schallwerte von 53 bis 57 Dezibel etwas leiser. Das Service-Netzwerk ist gut besonders in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Wolf positioniert sich als Premium-Alternative mit etwas höherer Qualität als Vaillant bei vergleichbarer Effizienz.
Ovum AC-Serie ist der Effizienz-Champion mit SCOP 6,02. Die AC312P übertrifft alle anderen um 0,5 bis 0,8 Punkte. Die Lautstärke von 39,9 Dezibel ist konkurrenzlos leise. Der Nachteil sind die Kosten. Ovum verlangt 13.000 bis 16.000 Euro nur für das Gerät. Die Gesamtinstallation erreicht 30.000 bis 35.000 Euro. Das ist 6.000 bis 12.000 Euro mehr als Vaillant. Die höhere Effizienz spart etwa 200 bis 400 Euro Strom pro Jahr. Die Amortisation dauert 15 bis 30 Jahre.
Tabelle 3 vergleicht die wichtigsten Eigenschaften:
| Hersteller | Modell | SCOP 35°C | Preis Gerät | Lautstärke dB(A) | Service-Netzwerk | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vaillant | aroTHERM plus VWL 75/6 | 5,4 | 11-13k€ | 55 | Sehr gut | R290-Sicherheitskonzept 0,5m |
| Viessmann | Vitocal 250-A | 5,2 | 12-14k€ | 56 | Gut Süd | Starke Süddeutschland |
| Stiebel Eltron | WPL-A | 5,3 | 10-12k€ | 54 | Sehr gut | Bundesweit verfügbar |
| Wolf | CHA Monoblock | 5,4 | 12-15k€ | 53 | Gut Nord | Premium-Qualität |
| Ovum | AC312P | 6,02 | 13-16k€ | 39,9 | Mittel | Effizienz-Champion teuer |
Die Tabelle zeigt Vaillant liegt im soliden Mittelfeld bei Effizienz und Preis. Der entscheidende Vorteil ist die Kombination aus gutem SCOP, akzeptablem Preis und sehr gutem Service-Netzwerk. Vaillant hat über 6.000 Fachpartner in Deutschland. Verfügbarkeit und schneller Service sind praktisch garantiert.
Welche Förderungen gibt es für die aroTHERM plus?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert Wärmepumpen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Basis-Förderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die aroTHERM plus erfüllt alle technischen Mindestanforderungen für diese Förderung problemlos.
Ein Effizienz-Bonus von 5 Prozent kommt hinzu wenn die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4,5 in der Prüfung erreicht. Die aroTHERM plus schafft das bei optimaler Auslegung mit Fußbodenheizung. Die Förderquote steigt damit auf 35 Prozent.
Der Klimageschwindigkeit-Bonus bringt weitere 20 Prozent wenn eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt wird die mindestens 20 Jahre alt ist. Dieser Bonus gilt bis Ende 2028. Die Kombination ergibt 55 Prozent Förderung für typische Sanierungsfälle.
Ein Einkommens-Bonus von zusätzlich 15 Prozent wird gewährt bei Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro zu versteuerndem Einkommen pro Jahr. Alle Boni sind kombinierbar bis maximal 70 Prozent Gesamtförderung. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro begrenzt. Das ergibt maximal 21.000 Euro Zuschuss.
Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die Auswirkung. Installation einer VWL 75/6 A in einem Einfamilienhaus kostet 26.000 Euro gesamt. Davon sind 25.000 Euro förderfähig nach Abzug von Eigenleistungen. Bei 55 Prozent Förderquote ohne Einkommens-Bonus ergibt das 13.750 Euro Zuschuss. Die Eigenkosten sinken auf 12.250 Euro.
Eine vergleichbare Stiebel Eltron WPL-A kostet 22.000 Euro gesamt. Bei gleicher Förderquote von 55 Prozent sind 12.100 Euro förderfähig. Das ergibt 6.655 Euro Zuschuss. Die Eigenkosten betragen 15.345 Euro. Obwohl Vaillant 4.000 Euro teurer ist liegen die Eigenkosten 3.095 Euro niedriger wegen der höheren absoluten Fördersumme.
In Österreich fördert die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) Wärmepumpen mit pauschalen Zuschüssen. Der Betrag liegt bei 4.000 bis 6.000 Euro abhängig von der Leistung. Zusätzlich gibt es Landesförderungen in den meisten Bundesländern zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Die Kombination kann 8.000 bis 11.000 Euro erreichen. Die Förderquote liegt damit bei 25 bis 35 Prozent deutlich niedriger als in Deutschland.
In der Schweiz fördern Kantone unterschiedlich. Zürich zahlt 3.000 bis 8.000 Schweizer Franken. Bern bis 6.000 Franken. Aargau bis 10.000 Franken. Die Förderung ist oft degressiv gestaltet. Höhere Effizienz bringt höhere Zuschüsse. Die aroTHERM plus mit SCOP 5,4 profitiert überproportional.
Wie laut ist die aroTHERM plus im Betrieb?
Die Schallleistung der aroTHERM plus liegt bei 54 bis 59 Dezibel A gemessen nach ErP-Richtlinie direkt am Gerät. Das ist der Ausgangswert an der Quelle. Der beim Nachbarn ankommende Schalldruckpegel ist deutlich niedriger abhängig von Abstand und Hindernissen.
Die VWL 35/6 A und VWL 55/6 A erzeugen 54 bis 55 Dezibel. Die VWL 75/6 A liegt bei 55 Dezibel. Die großen Modelle VWL 105/6 A und VWL 125/6 A erreichen 59 Dezibel durch höhere Verdichterleistung. Bei 5 Meter Distanz in freier Schallausbreitung sinkt der Pegel auf etwa 41 bis 45 Dezibel. Das entspricht einem leisen Gespräch.
Die TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) fordert in reinen Wohngebieten nachts maximal 35 Dezibel Immissionswert am Nachbargrundstück. Die aroTHERM plus erfüllt diese Anforderung bei 6 bis 8 Meter Abstand zur Grundstücksgrenze ohne zusätzliche Schallschutzmaßnahmen. In Mischgebieten gelten nachts 40 Dezibel. Dort genügen 3 bis 4 Meter Abstand.
Verglichen mit Konkurrenten liegt Vaillant im Mittelfeld. Stiebel Eltron erreicht ähnliche 54 bis 58 Dezibel. Wolf ist mit 53 bis 57 Dezibel minimal leiser. Viessmann bewegt sich bei 56 bis 60 Dezibel im oberen Bereich. Der große Unterschied ist Ovum mit nur 39,9 Dezibel. Das sind 15 Dezibel weniger. Eine Reduktion um 10 Dezibel wird als halbierte Lautstärke wahrgenommen. Ovum ist praktisch unhörbar während Vaillant als leises Summen wahrnehmbar bleibt.
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.
Die Lautstärke variiert mit der Betriebsphase. Im Normalbetrieb bei plus 5 Grad Außentemperatur läuft der Verdichter konstant bei mittlerer Drehzahl. Der Schallpegel entspricht den Herstellerangaben. Bei extremer Kälte unter minus 10 Grad erhöht die Wärmepumpe die Leistung. Der Pegel steigt um 2 bis 4 Dezibel merklich aber nicht dramatisch.
Abtau-Zyklen treten alle 60 bis 90 Minuten auf bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Sie dauern 3 bis 5 Minuten. Der Kältekreislauf kehrt sich um. Das Umschaltventil erzeugt ein hörbares Klick-Geräusch. Das Gebläse läuft kurzzeitig auf höherer Stufe. Der Pegel steigt temporär auf 58 bis 62 Dezibel auch bei kleineren Modellen. Diese Phasen sind aus 10 Meter Abstand deutlich hörbar aber nicht dauerhaft störend.
Nutzerberichte aus Foren bestätigen die mittlere Lautstärke. Aussagen wie "man hört die Wärmepumpe als leises Brummen" sind häufig. Bei Installation direkt unter dem Schlafzimmerfenster oder in engen Innenhöfen gibt es vereinzelt Beschwerden. Nachbarn in 5 Meter Entfernung nehmen das Gerät wahr aber empfinden es selten als störend. In Reihenhaussiedlungen mit 3 Meter Grenzabstand ist zusätzlicher Schallschutz empfehlenswert.
Schallschutzmaßnahmen verbessern die Situation. Eine schallabsorbierende Mauer zwischen Wärmepumpe und Nachbargrundstück reduziert den Pegel um 5 bis 10 Dezibel. Die Mauer muss die Wärmepumpe vollständig abschirmen und mindestens 2 Meter hoch sein. Kosten liegen bei 1.500 bis 3.000 Euro für 3 bis 5 laufende Meter. Die Investition lohnt sich bei kritischen Nachbarschaftsverhältnissen.
Welche Vorlauftemperaturen erreicht die aroTHERM plus?
Vaillant bewirbt die aroTHERM plus als altbau-tauglich dank Vorlauftemperaturen bis 75 Grad Celsius. Das ist technisch korrekt aber wirtschaftlich zweischneidig. Die Fähigkeit hohe Temperaturen zu liefern erweitert den Einsatzbereich. Die Effizienz bricht aber dramatisch ein.
Bei 35 Grad Vorlauftemperatur ideal für Fußbodenheizung erreicht die VWL 75/6 A einen COP von 5,2 bei 10 Grad Außentemperatur. Die jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz beträgt 182 Prozent. Das entspricht einer Jahresarbeitszahl von etwa 4,8 bis 5,0 im Realbetrieb. Der Stromverbrauch für 15.000 Kilowattstunden Heizwärme beträgt 3.000 bis 3.125 Kilowattstunden.
Bei 55 Grad Vorlauftemperatur für Standard-Heizkörper sinkt die Effizienz auf 133 Prozent Raumheizungseffizienz. Das entspricht einer JAZ von etwa 3,5 bis 3,8. Der Stromverbrauch steigt auf 3.947 bis 4.286 Kilowattstunden für gleiche Heizleistung. Die Differenz von 900 bis 1.200 Kilowattstunden kostet bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde 270 bis 360 Euro mehr pro Jahr.
Bei 75 Grad Vorlauftemperatur für alte Heizkörper in unsanierten Altbauten fällt der COP auf etwa 2,8 bei minus 7 Grad Außentemperatur. Die Jahresarbeitszahl erreicht nur noch 3,0 bis 3,2 über die gesamte Heizperiode. Der Stromverbrauch explodiert auf 4.688 bis 5.000 Kilowattstunden. Die Kosten belaufen sich auf 1.406 bis 1.500 Euro jährlich. Das ist 500 bis 600 Euro mehr als bei 35 Grad Vorlauf.
Die vermeintliche Kostenersparnis durch Beibehaltung alter Heizkörper entpuppt sich als Milchmädchenrechnung. Neue Niedertemperatur-Heizkörper mit größeren Flächen kosten 3.000 bis 5.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Sie benötigen nur 45 bis 50 Grad Vorlauf. Die JAZ bleibt bei 4,2 bis 4,5. Die Stromkosten sinken um 300 bis 400 Euro pro Jahr verglichen mit 75 Grad Betrieb. Die Investition amortisiert sich in 8 bis 15 Jahren.
Die Alternative ist ein bivalentes System. Ein Gas-Brennwertkessel übernimmt Spitzenlasten über 55 Grad an wenigen sehr kalten Tagen. Die Wärmepumpe deckt die Grundlast bis 50 Grad über 90 bis 95 Prozent der Heizperiode. Das kombiniert hohe Effizienz der Wärmepumpe mit Wirtschaftlichkeit. Die Mehrkosten für den Gaskessel betragen 2.000 bis 3.500 Euro. Die Gaskosten für wenige Spitzentage sind vernachlässigbar bei 100 bis 200 Euro pro Jahr.
Für Neubauten oder gut sanierte Altbauten mit Fußbodenheizung ist die aroTHERM plus optimal. Die volle Effizienz kommt zur Geltung. Für unsanierte Altbauten mit alten Heizkörpern ist eine Hybrid-Lösung wirtschaftlicher. Die reine 75-Grad-Nutzung macht die Premium-Effizienz zunichte.
Was berichten Nutzer über ihre Erfahrungen?
Reale Erfahrungsberichte aus Foren und Bewertungsportalen zeigen ein überwiegend positives Bild mit einzelnen kritischen Punkten. Die meisten Nutzer bestätigen die gute Effizienz bei korrekter Einstellung. Gemessene Jahresarbeitszahlen von 4,2 bis 4,8 werden häufig berichtet bei Fußbodenheizung und Vorlauftemperaturen von 35 bis 45 Grad.
Die Installation wird als unkompliziert beschrieben verglichen mit Split-Geräten. Die Monoblock-Bauweise vermeidet Kältemittel-Arbeiten vor Ort. Die meisten Installationen dauern 2 bis 4 Tage für ein Standard-Einfamilienhaus. Die Verfügbarkeit von Vaillant-Partnern ist deutschlandweit sehr gut. Wartezeiten auf Installationstermine liegen bei 4 bis 12 Wochen je nach Region und Saison.
Die Lautstärke wird unterschiedlich bewertet. Bei Aufstellung mit 5 bis 8 Meter Abstand zum Haus beschreiben Nutzer das Geräusch als "leises Summen nicht störend". Bei Installation in Innenhöfen oder direkt unter Fenstern gibt es vereinzelt Beschwerden über Wahrnehmbarkeit nachts. Die objektiven Messwerte von 54 bis 59 Dezibel werden bestätigt. Das liegt im erwartbaren Bereich für Standard-Luftwärmepumpen.
Das R290-Sicherheitskonzept mit reduziertem Abstand wird positiv hervorgehoben. Mehrere Nutzer berichten dass Installation nur dank 0,5 Meter Abstand möglich war. Der Standard-Abstand von 1 Meter hätte in engen Reihenhaussiedlungen nicht funktioniert. Die technische Umsetzung mit Gasableitung gilt als robust und sicher. Bedenken wegen Brennbarkeit werden als unbegründet beschrieben.
Kritik betrifft hauptsächlich drei Punkte. Erstens die Komplexität der Regelung. Das Touch-Display bietet viele Einstellmöglichkeiten. Das überfordert Laien und teils auch Installateure. Eine falsche Heizkurve verschlechtert die Effizienz um 10 bis 20 Prozent. Mehrere Berichte schildern dass erst nach Nachbesserung durch Vaillant-Service oder erfahrene Fachleute optimale Werte erreicht wurden.
Zweitens hoher Stromverbrauch bei Altbau-Anwendungen mit hohen Vorlauftemperaturen. Nutzer berichten von JAZ-Werten unter 3,5 bei Systemen die konstant mit 60 bis 70 Grad laufen. Das ist kein Gerätefehler sondern Folge ungeeigneter Rahmenbedingungen. Die Wärmepumpe arbeitet technisch korrekt aber thermodynamisch ineffizient. Die Erwartungshaltung basierte oft auf den Hochglanz-Prospekten mit SCOP 5,4 die nur bei 35 Grad gelten.
Drittens die Kosten für Drehstrom-Nachrüstung bei großen Modellen. Die VWL 105/6 A und VWL 125/6 A benötigen 400 Volt. In Altbauten mit nur 230-Volt-Hausanschluss entstehen Mehrkosten von 1.500 bis 3.000 Euro. Diese "versteckten Kosten" waren oft nicht im Erstangebot enthalten. Das führt zu Frustration beim Kunden.
Ein typisches Fallbeispiel aus einem Forum: Familie mit Neubau 140 Quadratmeter Wohnfläche in Nordrhein-Westfalen. Installation VWL 75/6 A mit 500-Liter-Pufferspeicher und Frischwasserstation. Gesamtkosten 24.500 Euro brutto nach Förderung 55 Prozent Eigenanteil 11.025 Euro. Heizwärmebedarf gemessen 13.500 Kilowattstunden pro Jahr. Stromverbrauch Wärmepumpe 2.800 Kilowattstunden. Jahresarbeitszahl 4,8 bestätigt. Kosten 840 Euro pro Jahr für Heizung und Warmwasser. Vergleich zur früheren Gasheizung 1.350 Euro pro Jahr. Ersparnis 510 Euro jährlich. Zufriedenheit sehr hoch wegen niedrigen Betriebskosten.
Ein Negativbeispiel: Altbau-Sanierung mit VWL 105/6 A. Alte Heizkörper beibehalten ohne Austausch. Vorlauftemperatur 65 Grad nötig an kalten Tagen. Gemessene JAZ nur 3,2 statt erwarteter 5,0. Enttäuschung beim Kunden wegen hoher Stromkosten von 1.800 Euro pro Jahr. Nachträglicher Austausch von 6 kritischen Heizkörpern gegen größere Modelle. Vorlauftemperatur konnte auf 50 Grad gesenkt werden. JAZ verbesserte sich auf 4,0. Stromkosten sanken auf 1.350 Euro. Das zeigt die Wärmepumpe war nicht das Problem sondern das Gesamtsystem.
Wie schneidet die aroTHERM plus bei Stiftung Warentest ab?
Stiftung Warentest testete im Oktober 2025 Luft-Wasser-Wärmepumpen der 10 bis 12 Kilowatt Klasse. Geprüft wurde die Vaillant aroTHERM plus VWL 105/6 A als Vertreter der Serie. Das Testurteil lautete "Gut" ohne genaue Notenvergabe zwischen 1,6 und 2,5.
Der Test simulierte den Betrieb in zwei Szenarien. Erstens Neubau mit Fußbodenheizung und 35 Grad Vorlauftemperatur. Zweitens sanierter Altbau mit Heizkörpern und 55 Grad Vorlauf. Die aroTHERM plus erreichte in beiden Szenarien gute Effizienzwerte. Das bestätigt die Altbau-Tauglichkeit bei moderaten Vorlauftemperaturen.
Die Konkurrenten im Test erhielten ebenfalls Bewertungen von "Gut". Viessmann Vitocal 250-A, Stiebel Eltron WPL-A Plus und Wolf CHA lagen im gleichen Bereich. Das zeigt der Markt hat ein sehr hohes Niveau erreicht. Große Unterschiede in der Grundfunktion gibt es nicht mehr zwischen etablierten Herstellern. Die Differenzierung erfolgt über Details wie Installationsflexibilität, Lautstärke und Service-Netzwerk.
Der Test bewertete auch die Benutzerfreundlichkeit der Regelung. Hier erreichte Vaillant nur befriedigende Werte. Die Kritik betraf die Komplexität der Menüführung und unklare Symbole im Display. Laien benötigen oft Unterstützung vom Installateur für Grundeinstellungen. Konkurrenzsysteme mit einfacheren Interfaces schnitten hier besser ab.
Die Lautstärke wurde gemessen und lag bei den angegebenen 59 Dezibel für die VWL 105/6 A. Das war im Testfeld Durchschnitt. Leisere Modelle gab es nicht im getesteten 10-12 Kilowatt Segment. Die Tester bewerteten den Pegel als akzeptabel für normale Aufstellung mit ausreichend Abstand. Kritisch wurde die Lautstärke bei sehr enger Bebauung eingestuft.
Die Verarbeitungsqualität erhielt gute Noten. Das Gehäuse ist robust ohne Klappern. Die Lackierung ist hochwertig und wetterbeständig. Die Anschlüsse sind gut zugänglich für Installation und Wartung. Negative Punkte gab es für das hohe Gewicht von 210 Kilogramm bei großen Modellen. Der Transport und die Aufstellung erfordern Hebezeug oder mehrere kräftige Personen.
Das Fazit von Stiftung Warentest: Die Vaillant aroTHERM plus ist eine solide Wahl für Neubau und Sanierung. Sie erfüllt die Anforderungen an Effizienz und Zuverlässigkeit. Die höchsten Bestnoten gab es nicht wegen komplizierter Bedienung und mittlerer Lautstärke. Für typische Einfamilienhäuser mit guter Planung ist sie aber eine gute Investition.
Für wen lohnt sich die Vaillant aroTHERM plus?
Die Zielgruppe für die aroTHERM plus ist breit aber nicht universell. Fünf Faktoren bestimmen die Eignung: verfügbares Budget, Art des Gebäudes, Heizsystem, Service-Verfügbarkeit und Effizienz-Anforderung.
Budget ist der erste Filter. Die aroTHERM plus kostet 24.000 bis 33.000 Euro brutto für eine Komplettinstallation vor Förderung. Nach 50 bis 60 Prozent Förderung bleiben 9.600 bis 16.500 Euro Eigenanteil. Das ist erschwinglich für durchschnittliche Bauherren. Wer unter 12.000 Euro bleiben muss sollte zu Stiebel Eltron oder Budget-Anbietern greifen. Diese kosten 3.000 bis 5.000 Euro weniger bei leicht niedrigerer Effizienz.
Gebäudetyp ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit. Neubauten mit KfW-Effizienzhausstandard und Fußbodenheizung sind ideal. Die aroTHERM plus entfaltet dort ihre volle Effizienz mit JAZ 4,8 bis 5,2. Sanierte Altbauten mit guter Dämmung U-Wert unter 0,24 W/m²K und Niedertemperatur-Heizkörpern funktionieren ebenfalls sehr gut mit JAZ 4,0 bis 4,5.
Unsanierte Altbauten mit schlechter Dämmung über 150 kWh/m²a Heizwärmebedarf und alten Heizkörpern sind problematisch. Die Wärmepumpe muss konstant mit 60 bis 75 Grad laufen. Die JAZ fällt auf 3,0 bis 3,5. Die Stromkosten explodieren. In solchen Fällen ist eine Hybrid-Lösung mit Gas-Brennwert wirtschaftlicher. Die Wärmepumpe deckt Grundlast bis 50 Grad der Gaskessel übernimmt Spitzen.
Heizsystem beeinflusst direkt die erreichbare Effizienz. Fußbodenheizung mit 30 bis 35 Grad Vorlauf ist optimal. Die aroTHERM plus läuft im besten Betriebspunkt. Großflächige Wandheizung oder Deckenheizung mit 35 bis 40 Grad funktioniert auch sehr gut. Niedertemperatur-Heizkörper mit 45 bis 50 Grad sind akzeptabel mit leichten Effizienz-Einbußen.
Standard-Heizkörper mit 60 Grad Vorlauf verschlechtern die Wirtschaftlichkeit messbar. Alte Gussheizkörper mit 70 bis 75 Grad Bedarf machen die Investition fragwürdig. Der Austausch gegen größere Heizkörper kostet 3.000 bis 5.000 Euro amortisiert sich aber durch 300 bis 500 Euro niedrigere Stromkosten pro Jahr.
Service-Verfügbarkeit ist bei Vaillant kein Problem. Das Unternehmen hat über 6.000 Fachpartner in Deutschland. In jeder größeren Stadt gibt es mehrere autorisierte Installationsbetriebe. Wartezeiten auf Service-Termine liegen bei 1 bis 3 Wochen deutlich kürzer als bei spezialisierten Anbietern wie Ovum. Ersatzteile sind schnell verfügbar über das dichte Händlernetz.
Effizienz-Anforderung bestimmt ob Vaillant oder teurere Alternativen sinnvoll sind. Wer maximale Effizienz anstrebt findet in Ovum mit SCOP 6,02 die bessere Lösung. Die Mehrkosten von 6.000 bis 12.000 Euro amortisieren sich über 20 bis 30 Jahre durch 200 bis 400 Euro niedrigere Stromkosten pro Jahr. Wer gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht ist mit Vaillant SCOP 5,4 bestens bedient. Die Effizienz liegt nur 0,5 bis 0,8 Punkte unter dem Optimum bei deutlich niedrigerer Investition.
Die ideale Vaillant-Zielgruppe ist: Neubau oder sanierter Altbau mit Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörpern, Budget 10.000 bis 18.000 Euro Eigenanteil nach Förderung, gutes Service-Netzwerk in der Region gewünscht, Balance zwischen Effizienz und Preis wichtiger als absolutes Maximum. Für diese Gruppe ist Vaillant aroTHERM plus die beste Mainstream-Wahl am Markt.
Ungeeignet ist Vaillant für: Unsanierte Altbauten mit hohen Vorlauftemperaturen über 65 Grad ohne Sanierungsabsicht, extrem knappes Budget unter 10.000 Euro Eigenanteil, absolute Effizienz-Maximalisten die jeden Prozentpunkt optimieren wollen, Installationsorte mit extremen Lärmschutz-Anforderungen unter 40 Dezibel. In diesen Fällen sind Hybrid-Lösungen, Budget-Anbieter, Ovum oder Erdwärmepumpen die besseren Alternativen.
Häufige Fragen zur Vaillant aroTHERM plus
Wie viel Strom verbraucht die aroTHERM plus real pro Jahr?
Der Stromverbrauch hängt von Heizwärmebedarf und Jahresarbeitszahl ab. Ein typisches Einfamilienhaus mit 15.000 Kilowattstunden Heizwärme benötigt bei JAZ 5,0 genau 3.000 Kilowattstunden Strom. Bei 0,30 Euro pro Kilowattstunde sind das 900 Euro jährlich. Mit JAZ 4,5 steigt der Verbrauch auf 3.333 Kilowattstunden oder 1.000 Euro. Bei ungünstiger JAZ 3,5 explodiert er auf 4.286 Kilowattstunden entsprechend 1.286 Euro. Die Anfangsinvestition in die korrekte Auslegung und Einstellung ist damit wichtiger als die Wahl zwischen verschiedenen Premium-Herstellern.
Funktioniert die aroTHERM plus auch bei minus 20 Grad?
Ja die aroTHERM plus arbeitet bis minus 25 Grad Außentemperatur. Die Heizleistung sinkt bei extremer Kälte deutlich. Die VWL 75/6 A liefert bei minus 7 Grad noch 7,5 Kilowatt. Bei minus 20 Grad fällt die Leistung auf etwa 5 Kilowatt. Der COP sinkt von 2,8 auf etwa 2,0. Das ist immer noch besser als ein elektrischer Heizstab mit COP 1,0. In Deutschland sind Temperaturen unter minus 15 Grad selten außer in Höhenlagen über 800 Meter. An wenigen Extremtagen kann ein bivalenter Betrieb mit Gas-Kessel sinnvoll sein. Dieser übernimmt bei unter minus 10 Grad automatisch die Spitzenlast. Das schont die Wärmepumpe und hält die Effizienz hoch.
Braucht die aroTHERM plus einen Pufferspeicher?
Technisch funktioniert die aroTHERM plus auch ohne Pufferspeicher bei modernen Fußbodenheizungen mit ausreichend Wassermenge. Praktisch ist ein Pufferspeicher in fast allen Fällen sinnvoll. Er verhindert häufiges Takten der Wärmepumpe bei niedrigem Wärmebedarf. Das verlängert die Lebensdauer des Verdichters von 15 auf 20 bis 25 Jahre. Der Speicher dient auch als hydraulische Weiche. Er entkoppelt den Wärmepumpenkreis vom Heizkreis. Das ermöglicht unterschiedliche Volumenströme optimal für beide Seiten. Die Mehrkosten von 2.000 bis 2.800 Euro für einen 500-Liter-Speicher amortisieren sich durch bessere Effizienz und längere Lebensdauer. Nur bei sehr kleinen Systemen unter 5 Kilowatt in perfekt gedämmten Passivhäusern kann auf den Speicher verzichtet werden.
Kann man die aroTHERM plus nachträglich um Kühlung erweitern?
Nein die aroTHERM plus ist nicht für aktive Kühlung ausgelegt. Der Kältekreislauf kann nicht umkehren. Passive Kühlung ist möglich aber nur sinnvoll bei Erdwärme-Systemen. Bei Luftwärmepumpen ist die Außenluft im Sommer wärmer als die gewünschte Raumtemperatur. Eine Kühlung über den Wärmepumpen-Kreislauf würde mehr heizen als kühlen. Wer Kühlung benötigt muss entweder eine separate Klimaanlage installieren für 3.000 bis 6.000 Euro oder von vornherein eine reversible Wärmepumpe wählen. Diese sind 2.000 bis 4.000 Euro teurer in der Anschaffung aber können heizen und kühlen. Vaillant bietet reversible Modelle in anderen Serien an nicht in der aroTHERM plus.
Wie oft muss die aroTHERM plus gewartet werden?
Die Wartung sollte alle 2 Jahre erfolgen. Sie umfasst Sichtkontrolle auf Beschädigungen, Druckprüfung des Kältekreislaufs, Reinigung der Luftfilter, Kontrolle aller Anschlüsse und Dichtungen, Funktionstest der Sicherheitsventile. Die Wartung dauert 1 bis 2 Stunden und kostet 150 bis 250 Euro. Zusätzlich sollte der Luftfilter jährlich gereinigt werden. Das kann der Hausbesitzer selbst machen. Der Filter sitzt hinter dem Frontgitter und lässt sich herausziehen. Mit Wasser abspülen und trocknen genügt. Ein verschmutzter Filter reduziert den Luftstrom um 10 bis 30 Prozent. Das verschlechtert die Effizienz messbar. Die Lebensdauer des Verdichters beträgt 15 bis 25 Jahre bei regelmäßiger Wartung. Ohne Wartung kann sie auf 10 bis 15 Jahre sinken. Die Wartungskosten von 75 bis 125 Euro pro Jahr sind gut investiert.
Welche Garantie gibt Vaillant auf die Wärmepumpe?
Die gesetzliche Gewährleistung beträgt 2 Jahre ab Inbetriebnahme. Sie deckt Material- und Fabrikationsfehler. Verschleißteile sind ausgenommen. Vaillant bietet optional eine Garantie-Verlängerung auf 5 Jahre. Sie kostet 500 bis 800 Euro Aufpreis je nach Modell. Die Verlängerung deckt auch den Verdichter den teuersten Einzelteil. Ein Verdichter-Tausch außerhalb der Garantie kostet 2.500 bis 4.000 Euro mit Einbau. Die Garantie lohnt sich für Sicherheit. Statistisch haben etwa 3 bis 5 Prozent der Wärmepumpen einen Verdichter-Defekt innerhalb 10 Jahren. Die Garantie greift nur bei fachgerechter Installation durch zertifizierte Partner und regelmäßiger Wartung. Eigenreparaturen oder Eingriffe durch Dritte schließen die Garantie aus.
Fazit: Solide Premium-Mainstream-Lösung mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Vaillant aroTHERM plus positioniert sich erfolgreich im Premium-Mainstream-Segment. Der SCOP von 5,4 liegt nur 0,5 bis 0,8 Punkte unter dem Effizienz-Champion Ovum aber 6.000 bis 12.000 Euro günstiger in der Anschaffung. Das ergibt ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Effizienz übertrifft Budget-Anbieter deutlich um 0,3 bis 0,5 SCOP-Punkte bei moderaten Mehrkosten von 2.000 bis 4.000 Euro.
Das R290-Sicherheitskonzept mit reduziertem Schutzabstand auf 0,5 Meter ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Es ermöglicht Installation in engen Innenhöfen und Reihenhaussiedlungen wo Standard-Systeme scheitern. Die Monoblock-Bauweise vereinfacht die Installation und senkt die Anforderungen an den Installateur. Das dichte Partnernetzwerk mit über 6.000 Fachbetrieben garantiert schnelle Verfügbarkeit und guten Service deutschlandweit.
Die Lautstärke von 54 bis 59 Dezibel ist Durchschnitt nicht herausragend. Wer absolute Ruhe benötigt muss zu Premium-Lösungen wie Ovum mit unter 40 Dezibel greifen. Für normale Aufstellung mit 5 bis 8 Meter Abstand reicht die Vaillant aber aus. Die TA-Lärm-Grenzwerte werden eingehalten.
Die Altbau-Tauglichkeit ist vorhanden aber mit Einschränkungen. Vorlauftemperaturen bis 75 Grad sind technisch möglich aber wirtschaftlich fragwürdig. Die JAZ fällt dann auf 3,0 bis 3,2 kaum besser als einfache Wärmepumpen. Für echte Wirtschaftlichkeit sind Vorlauftemperaturen von maximal 50 Grad anzustreben. Das erfordert oft Austausch alter Heizkörper gegen größere Modelle. Die Investition von 3.000 bis 5.000 Euro amortisiert sich durch 300 bis 500 Euro niedrigere Stromkosten pro Jahr.
Die aroTHERM plus eignet sich hervorragend für Neubau mit Fußbodenheizung, sanierte Altbauten mit guter Dämmung und Niedertemperatur-Heizkörpern, Bauherren mit Budget 10.000 bis 18.000 Euro Eigenanteil nach Förderung, normale Lautstärke-Anforderungen bis 55 Dezibel akzeptabel. Für diese breite Zielgruppe ist Vaillant eine der besten Entscheidungen am Markt. Die Kombination aus solider Effizienz, gutem Service-Netzwerk und fairem Preis überzeugt.
Ungeeignet ist die aroTHERM plus für unsanierte Altbauten ohne Heizkörper-Austausch mit konstanten Vorlauftemperaturen über 65 Grad, absolute Effizienz-Maximalisten die jeden Prozentpunkt optimieren wollen, extrem enge Budgets unter 10.000 Euro Eigenanteil, höchste Lautstärke-Anforderungen unter 45 Dezibel. In diesen Fällen sind Hybrid-Systeme, Budget-Anbieter wie Stiebel Eltron, Premium-Lösungen wie Ovum oder Erdwärmepumpen die wirtschaftlicheren Alternativen.
Das Urteil von Stiftung Warentest "Gut" bestätigt die Qualität objektiv. Die aroTHERM plus erfüllt die Anforderungen an moderne Wärmepumpen vollständig. Sie ist kein Technologie-Führer aber ein zuverlässiger Arbeiter mit breiter Einsetzbarkeit. Für die Mehrheit der Sanierungen und Neubauten in Deutschland ist sie eine sichere Wahl.
Kostenlose Beratung anfordern
Füllen Sie das Formular aus, um ein unverbindliches Angebot zu erhalten.