Das Wichtigste in Kürze
- Verfügbarkeit Deutschland: In Deutschland ist ausschließlich die Midea PortaSplit erhältlich, ein mobiles Split-Klimagerät mit Fensterdurchführung — die echte US-Fenstereinbau-Wärmepumpe "Midea U" gibt es hierzulande nicht.
- Preis 2026: Die UVP liegt bei 1.199 Euro (Standard mit Heizfunktion) bzw. 899 Euro (Cool), aktuelle Marktpreise reichen wegen einer Hitzewelle-bedingten Knappheit bis auf 1.997 Euro.
- Effizienz laut Hersteller: Die PortaSplit erreicht Energieeffizienzklasse A++ im Kühlen (SEER 6,1) und A+ im Heizen (SCOP 4,0) — Werte aus dem Herstellerdatenblatt, nicht EPREL-bestätigt.
- Testergebnis: Die Stiftung Warentest bewertete die PortaSplit am 21. Mai 2025 mit der Note 3,3 (befriedigend) — als einziges mobiles Splitgerät, das die Tester in diesem Jahrgang exemplarisch neben fest installierten Anlagen prüften.
- Auszeichnungen: Die PortaSplit gewann 2024 sowohl den German Design Award als auch den iF Design Award.
- Schwachpunkt: Unabhängig gemessen erreicht das Gerät rund 62 dB(A) Betriebslautstärke statt der im Datenblatt angegebenen 39 bis 49 dB(A).
- Eignung: Die PortaSplit lohnt sich vor allem für Mietwohnungen mit Kipp- oder Drehfenstern, in denen eine feste Klimaanlage baulich nicht möglich ist.
Was ist die Midea PortaSplit und wie funktioniert sie als Fenster-Wärmepumpe?
Die Midea PortaSplit ist ein mobiles Split-Klimagerät mit Wärmepumpenfunktion, dessen Außeneinheit über eine schmale Fensterdurchführung nach draußen geführt wird. Ein Bohrloch in der Wand ist dafür nicht nötig. Der Suchbegriff "Midea Fenster-Wärmepumpe" führt in Deutschland zu diesem Gerät. Die baugleich benannte "Midea U" ist eine echte Fenstereinbau-Wärmepumpe, die ausschließlich für den US-Markt entwickelt wurde und dort in Schiebefenster eingesetzt wird.
Technisch besteht die PortaSplit aus einem Innengerät (32,5 kg) und einem Außengerät (9,9 kg), die über einen Verbindungsschlauch durch eine mitgelieferte Fensterabdichtung gekoppelt sind. Anders als bei klassischen Splitgeräten sind beide Einheiten fest miteinander verbunden und nicht trennbar montierbar. Das Modell arbeitet im Kühlmodus zwischen 0 und 45 Grad Celsius Außentemperatur und im Heizmodus zwischen minus 10 und 24 Grad Celsius, betrieben an einer haushaltsüblichen 220 bis 240-Volt-Steckdose.
Die Verwechslungsgefahr hat einen technischen Grund: Die Midea-U-Fensterwärmepumpe ist für US-Schiebefenster konzipiert. In Deutschland sind dagegen überwiegend Kipp- und Drehfenster verbaut, die sich nach innen öffnen und keinen passenden Einbaurahmen bieten. Die Midea PortaSplit umgeht dieses Problem durch ihre mobile Split-Bauweise mit flexibler Fensterdurchführung statt eines festen Einbaurahmens.
Woher kommt Midea, und welche Marktposition hat der Konzern?
Der Midea-Konzern wurde im Jahr 1968 in China gegründet und beschäftigt heute weltweit über 190.000 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben belegte Midea Rang 246 der Fortune-Global-500-Liste 2025 (veröffentlicht im Juli 2025) und zählt damit zu den größten Haushaltsgeräte- und Klimatechnik-Herstellern der Welt.
In Deutschland betreibt Midea einen Firmensitz in Eschborn sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Stuttgart. Das Unternehmen vertreibt hierzulande sein Portfolio an Klimatisierungs- und Heiztechnik unter der Marke Midea, während in den USA parallel eigenständige Produktlinien wie die Midea-U-Fensterwärmepumpe entwickelt werden, die auf lokale Bauformen und Förderprogramme zugeschnitten sind.
Welche Modelle bietet Midea im Bereich Fenster-Wärmepumpe an?
Midea führt in Deutschland zwei PortaSplit-Varianten: die Standard-Version mit Heiz- und Kühlfunktion sowie die Cool-Version, die ausschließlich kühlt. Beide Modelle teilen sich das Grundprinzip der fensterdurchgeführten Split-Technik, unterscheiden sich aber in Leistung, Gewicht und Preis.
Midea PortaSplit Standard
Die Standard-Variante liefert eine Kühl- und Heizleistung von 12.000 BTU/h beziehungsweise 3,5 kW und erreicht die Energieeffizienzklasse A++ im Kühlbetrieb (SEER 6,1) sowie A+ im Heizbetrieb (SCOP 4,0). Das Gesamtgewicht aus Innen- und Außeneinheit liegt bei über 40 Kilogramm. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.199 Euro.
Midea PortaSplit Cool
Die Cool-Variante verzichtet auf die Heizfunktion und liefert eine Kühlleistung von 8.000 BTU/h beziehungsweise 2,35 kW. Sie richtet sich an Nutzer, die ausschließlich eine sommerliche Raumkühlung benötigen und keine Zusatzheizung suchen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 899 Euro, rund 300 Euro unter dem Standard-Modell.
Vergleich der beiden Midea-PortaSplit-Modelle nach Leistung, Effizienz und Preis.
Kennzahl | PortaSplit Standard |
PortaSplit Cool |
Kühlleistung | 12.000 BTU/h (3,5 kW) | 8.000 BTU/h (2,35 kW) |
Heizfunktion | Ja | Nein |
Effizienzklasse Kühlen | A++ (SEER 6,1) | laut Hersteller nicht separat ausgewiesen |
Effizienzklasse Heizen | A+ (SCOP 4,0) | entfällt |
UVP | 1.199 € | 899 € |
Wie effizient ist die Midea PortaSplit technisch?
Die technische Effizienz der PortaSplit wird über drei Kennzahlen beschrieben: COP, SCOP und JAZ. Der COP misst die Momentanleistung an einem einzelnen Prüfpunkt, während SCOP und JAZ die Effizienz über eine gesamte Heiz- oder Kühlsaison abbilden.
COP = Qab ÷ Pel
Wo:
- Qab: abgegebene Nutzwärmeleistung in Kilowatt (kW)
- Pel: eingesetzte elektrische Leistung in Kilowatt (kW)
Der COP ist laut Umweltbundesamt definiert als das Verhältnis der abgegebenen Nutzwärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung, gemessen an einem festgelegten Prüfpunkt. Der SCOP dagegen wird gemäß der Norm EN 14825 über eine normierte saisonale Temperaturkurve ermittelt, wie der Bundesverband Wärmepumpe erläutert.
Beispiel: Referenzwohnung mit PortaSplit Standard
Gegeben: Heizleistung 3,5 kW, SCOP laut Hersteller 4,0.
Berechnung: 3,5 kW ÷ 4,0 = 0,875 kW rechnerisch benötigte elektrische Leistung, um die volle Heizleistung von 3,5 kW bereitzustellen.
Ergebnis: Die PortaSplit setzt rechnerisch 0,875 kW elektrische Leistung in 3,5 kW Heizleistung um — ein Verhältnis von 1 zu 4.
Zum Vergleich nutzt die Fachwelt die Jahresarbeitszahl (JAZ), berechnet nach VDI 4650-1:
JAZ = QJahr ÷ Eel,Jahr
Wo:
- QJahr: im Jahresverlauf abgegebene Wärmemenge in Kilowattstunden (kWh)
- Eel,Jahr: eingesetzte elektrische Energie inklusive Hilfsantriebe in Kilowattstunden (kWh)
Die Verbraucherzentrale stuft eine Wärmepumpe ab einer JAZ von
3 als effizient ein. Zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen laut Umweltbundesamt im Neubau eine JAZ von 2,6 bis 3,3 und im Altbau von 2,4 bis 3,1; eine Feldmessung von
Fraunhofer ISE ermittelte einen durchschnittlichen SPF von
3,4 bei
Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand. Der SCOP-Wert der PortaSplit von 4,0 liegt damit laut Herstellerangabe oberhalb dieser Referenzwerte für zentrale Anlagen — ein direkter Vergleich ist jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig, da die PortaSplit einen einzelnen Raum statt eines gesamten Gebäudes versorgt.
Ist die Midea PortaSplit zertifiziert und was sagen unabhängige Tests?
Die Stiftung Warentest bewertete die Midea PortaSplit am 21. Mai 2025 mit der Gesamtnote 3,3 (befriedigend). Die Tester prüften die PortaSplit dabei exemplarisch als einziges mobiles Splitgerät des Jahrgangs, ohne Bohren nutzbar, im Vergleich zu fest installierten Anlagen. In einem Folgetest vom 29. Mai 2026 zu mobilen Klimaanlagen stellte die Stiftung Warentest wörtlich fest, die PortaSplit erreiche eine Effizienz auf dem Niveau mancher fester Splitgeräte — ohne die verglichenen Modelle namentlich zu benennen. Einfache Monoblock-Klimageräte erreichen laut demselben Test eine bis zu siebenmal geringere Effizienz als feste Split-Anlagen.
Zusätzlich gewann die PortaSplit 2024 den German Design Award in der Kategorie Household sowie den iF Design Award. Eine EU-Datenbankbestätigung ihrer Effizienzklassen über das europäische Produktregister EPREL ließ sich im Rahmen dieser Recherche nicht einsehen — die Werte A++ (Kühlen) und A+ (Heizen) stammen aus dem Herstellerdatenblatt und sind als Herstellerangabe zu werten, nicht als unabhängig zertifizierter EU-Labelwert.
Unabhängig gemessen erreicht das Gerät zudem eine Betriebslautstärke von rund 62 dB(A) in 1,5 Meter Abstand, während das Datenblatt einen Bereich von 39 bis 49 dB(A) nennt — eine Diskrepanz, die bei der Raumwahl zu berücksichtigen ist.
Testergebnisse und Auszeichnungen der Midea PortaSplit im Überblick.
Institution | Ergebnis | Datum |
Stiftung Warentest | 3,3 (befriedigend) | 21.05.2025 |
Stiftung Warentest (Folgetest) | Effizienz auf Niveau fester Splitgeräte | 29.05.2026 |
German Design Award | Winner, Household | 2024 |
iF Design Award | Winner | 2024 |
Was kostet die Midea Fenster-Wärmepumpe 2026?
Die Midea PortaSplit kostet je nach Modell zwischen 899 und 1.199 Euro unverbindlicher Preisempfehlung, aktuelle Marktpreise liegen im Juli 2026 wegen einer Nachfragespitze jedoch teils deutlich darüber. Die Preisspanne zerfällt in drei klar unterscheidbare Kategorien: die Hersteller-UVP, den regulären Handelspreis und die knappheitsbedingte Preisspitze.
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.199 Euro für das Standard-Modell und 899 Euro für die Cool-Variante. Im regulären Handel unterschreiten Anbieter diesen Wert teils deutlich: MediaMarkt Österreich führte die PortaSplit im Juli 2026 für 959 Euro statt der 1.199 Euro UVP. Seit Beginn der Hitzewelle Mitte Juni 2026 ist das Gerät jedoch laut heise online fast in ganz Deutschland ausverkauft, was Preise bis auf 1.997 Euro treibt. Der Preisvergleichsdienst Geizhals.de listete am 15. Juli 2026 einen Ab-Preis von 1.579,98 Euro — ein Indikator für ein knappes Warenangebot, nicht für ein reguläres Marktniveau.
Preisentwicklung der Midea PortaSplit Standard von der Hersteller-UVP bis zur Hitzewelle-bedingten Knappheit 2026.
Preiskategorie | Preis | Quelle / Datum |
Hersteller-UVP | 1.199 € | Midea, 2026 |
Regulärer Handelspreis (unter UVP) | 959 € | MediaMarkt AT, Juli 2026 |
Aggregator-Ab-Preis (Knappheit) | 1.579,98 € | Geizhals.de, 15.07.2026 |
Preisspitze Hitzewelle | bis 1.997 € | MediaMarkt/Saturn, 03.07.2026 |
Wo kann man die Midea PortaSplit aktuell kaufen, und warum ist sie oft ausverkauft?
Die Midea PortaSplit ist seit der Hitzewelle Mitte Juni 2026 in weiten Teilen Deutschlands ausverkauft, wie heise online am 23. Juni 2026 berichtete: Zu diesem Zeitpunkt führten nur noch 3 von über 1.100 Baumarktfilialen das Gerät auf Lager. Das Gerät wird regulär über Elektronikhändler und Preisvergleichsportale wie Geizhals.de sowie über MediaMarkt und vergleichbare Fachhändler vertrieben, aktuelle Angebote weisen dabei teils mehrwöchige bis mehrmonatige Lieferzeiten aus.
Der Ausverkauf entsteht durch einen kurzfristigen Nachfrageüberhang. Sobald hohe Außentemperaturen einsetzen, übersteigt die Kaufnachfrage nach mobilen Kühlgeräten das verfügbare Warenlager, sodass Käufer auf Marktplätzen zeitweise deutlich über der UVP liegende Preise zahlen. Wer die PortaSplit zum regulären Preis erwerben möchte, plant den Kauf idealerweise außerhalb akuter Hitzeperioden, da Angebot und Preis dann stabiler sind.
Wie unterscheidet sich die US-amerikanische Midea-Fensterwärmepumpe vom deutschen Markt?
Die US-amerikanische Midea-Fensterwärmepumpe ist für den deutschen Markt ohne praktische Bedeutung, da sie als fest eingebautes Fenstermodul auf US-Schiebefenster und US-Förderprogramme zugeschnitten ist. Technisch als Packaged Window Heat Pump (PWHP) bezeichnet, schwanken ihre COP-Werte zudem stark temperaturabhängig: Laut Herstellerdatenblatt (Modell MAH09H1AGR) erreicht das Gerät einen COP von 3,5 bei 47 Grad Fahrenheit (etwa 8 Grad Celsius) Außentemperatur und sinkt auf einen COP von 2,35 bei 17 Grad Fahrenheit (etwa minus 8 Grad Celsius); das Gerät arbeitet laut Hersteller bis minus 13 Grad Fahrenheit (etwa minus 25 Grad Celsius).
Die PWHP wird in den USA im Rahmen der Clean Heat for All Challenge des Staates New York gefördert. Midea America erhielt darin einen Auftrag über 20.000 Einheiten für einen Zeitraum von sieben Jahren. Dieser Auftrag ist Teil eines Gesamtprogramms von 30.000 geförderten Einheiten mit einer Anschubinvestition von 70 Millionen US-Dollar. Ein Pilotprojekt der New York City Housing Authority (NYCHA) an den Woodside Houses installierte 2023 bereits 36 Einheiten und erzielte laut QNS.com eine Energieeinsparung von bis zu 87 Prozent gegenüber der vorherigen Heizlösung.
Für den deutschen Markt bleibt die PWHP damit ohne praktische Relevanz: Fensterformat, Stromnetz und Förderlandschaft unterscheiden sich zu stark von den US-Rahmenbedingungen, unter denen das Gerät entwickelt wurde.
Wie schneidet die Midea PortaSplit im Vergleich zu Gradient und zu fest installierten Split-Klimaanlagen ab?
Gegenüber dem US-Wettbewerber
Gradient und
fest installierten Split-Klimaanlagen etablierter Hersteller wie Daikin oder Mitsubishi liegt der Vorteil der PortaSplit in der bohrfreien Montage, der Nachteil in der geringeren Maximalleistung und der im Test gemessenen höheren Lautstärke. Laut Stiftung Warentest erreicht die PortaSplit im Effizienzvergleich das Niveau mancher fester Splitgeräte, bleibt aber ein Kompromiss zwischen mobiler Flexibilität und der Effizienz einer dauerhaft verbauten Anlage.
Gradient ist kein Midea-Produkt, sondern ein eigenständiger US-Wettbewerber im selben Marktsegment der Fensterwärmepumpen. Das Unternehmen wurde 2017 in San Francisco als Ausgründung aus dem Forschungslabor Otherlab gegründet und erhielt im selben NYCHA-Förderprogramm einen Auftrag über 10.000 Einheiten — zusätzlich zu den 20.000 Einheiten von Midea America. Beide Hersteller sind damit unabhängige Vertragspartner desselben Förderprogramms, keine Kooperationspartner. Gradient erreichte 2024 die ENERGY-STAR-Zertifizierung für seinen Kühlmodus und wurde 2022 von TIME zu den Best Inventions gezählt.
Vergleich der Midea PortaSplit mit der US-Fensterwärmepumpe Midea U und dem Wettbewerber Gradient.
Merkmal | Midea PortaSplit | Midea U (PWHP) | Gradient |
Hersteller | Midea | Midea | Gradient Comfort (unabhängig) |
Markt | Deutschland/EU | USA | USA |
Bauform | Mobiles Split-Gerät, Fensterdurchführung | Fest eingebautes Fenstermodul | Fest eingebautes Fenstermodul |
Effizienzkennzahl | SCOP 4,0 / SEER 6,1 (Hersteller) | COP 2,35 bis 3,5 (temperaturabhängig) | ENERGY-STAR-zertifiziert (Kühlen) |
Förderprogramm/Auftrag | keins bekannt | 20.000 Einheiten NYCHA-Vertrag | 10.000 Einheiten NYCHA-Vertrag |
Wie sind die Praxis-Erfahrungen mit der Midea PortaSplit in deutschen Haushalten?
In der Praxis bewertet die Stiftung Warentest die PortaSplit als solide, aber nicht spitzenklassige Lösung mit der Note 3,3, während Verbraucherportale wie homeandsmart.de zusätzlich auf die Differenz zwischen Datenblatt-Lautstärke und real gemessenem Schallpegel hinweisen. Nutzer schätzen vor allem die bohrfreie Installation über die mitgelieferte Fensterabdichtung, die ohne behördliche Baugenehmigung auskommt, aber weiterhin die schriftliche Zustimmung des Vermieters voraussetzt.
Als praxisrelevanten Nachteil nennen Tests das Gesamtgewicht von über 40 Kilogramm, das den Transport und die Erstmontage erschwert, sowie die feste Kopplung von Innen- und Außeneinheit, die anders als bei klassischen Splitgeräten keine flexible Trennung der beiden Komponenten erlaubt. In der Anwendung wird zudem regelmäßig auf die notwendige Fensterspalt-Öffnung während des Betriebs hingewiesen, die eine dauerhafte Schwachstelle in der Gebäudehülle darstellt.
Welche rechtlichen Voraussetzungen gelten für die Installation?
Die Installation der Midea PortaSplit unterliegt je nach Wohnsituation unterschiedlichen rechtlichen Anforderungen. In Mietwohnungen ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich, sobald die Installation eine bauliche Veränderung darstellt. In denkmalgeschützten Gebäuden gilt zusätzlich eine Genehmigungspflicht für sichtbare Außenveränderungen.
Mietwohnung
Eine Außeneinheit, die über die Fensterdurchführung sichtbar nach außen ragt, gilt laut nebenkostenrechneronline.de nicht als privilegierte Maßnahme nach Paragraf 554 BGB. Sie benötigt daher vor der Montage eine schriftliche Vermieterzustimmung.
Denkmalgeschütztes Gebäude
In denkmalgeschützten Objekten ist laut enter.de jede von außen sichtbare Veränderung genehmigungspflichtig, was auch die außen sichtbare Einheit der PortaSplit betrifft und vor der Montage geklärt werden muss.
Sicherheit bei dauerhaftem Fensterspalt
Da das Fenster während des Betriebs einen Spalt offenlassen muss, empfiehlt die polizeiliche Kriminalprävention für den privaten Wohnbereich mindestens die Fenster-Widerstandsklasse RC 2, um das dadurch entstehende Sicherheitsrisiko zu begrenzen.
Welche Nachteile und Risiken hat die Midea PortaSplit?
Die Midea PortaSplit weist drei praxisrelevante Schwachpunkte auf: erhöhte Betriebslautstärke, ein dauerhafter Fensterspalt und ein hohes Gesamtgewicht.
Nachteil 1: Betriebslautstärke über Datenblattangabe
Symptom: Unabhängig gemessen erreicht das Gerät rund 62 dB(A) statt der angegebenen 39 bis 49 dB(A). Folge: In Schlafräumen kann die tatsächliche Lautstärke den Schlaf stören. Prävention: Vor dem Kauf die Platzierung auf einen Raum mit Toleranz für höhere Geräuschpegel prüfen, etwa Wohn- statt Schlafzimmer.
Nachteil 2: Dauerhafter Fensterspalt
Symptom: Das Fenster muss im Betrieb einen Spalt offenlassen, damit der Verbindungsschlauch nach außen geführt werden kann. Folge: Es entsteht eine dauerhafte Schwachstelle gegen Einbruch und Wärmeverlust. Prävention: Nutzung der mitgelieferten Fensterabdichtung in Kombination mit einer zusätzlichen Fenstersicherung (Details dazu im Abschnitt zu den rechtlichen Voraussetzungen).
Nachteil 3: Hohes Gesamtgewicht
Symptom: Innen- und Außeneinheit wiegen zusammen über 40 Kilogramm. Folge: Der Transport in obere Stockwerke ohne Aufzug und die Erstmontage sind körperlich anspruchsvoll. Prävention: Montage zu zweit planen und vorab prüfen, ob der Zielraum im Erdgeschoss oder mit Aufzug erreichbar ist.
Was ist bei Wartung und Pflege der Midea PortaSplit zu beachten?
Die
Wartung der PortaSplit konzentriert sich auf die regelmäßige Kontrolle der
Fensterabdichtung und die Reinigung der Luftfilter im Innengerät, um die Kühl- und Heizleistung dauerhaft zu erhalten. Laut Herstellerhandbuch sollte der Luftfilter mindestens
alle zwei Wochen entnommen und mit warmem Wasser gereinigt werden. Eine verschlissene oder unsachgemäß angebrachte Fensterabdichtung mindert nicht nur die Effizienz durch unkontrollierten Luftaustausch, sondern vergrößert auch die zuvor beschriebene
Sicherheitslücke am Fensterspalt.
Da die PortaSplit an einer regulären 220- bis 240-Volt-Steckdose betrieben wird, entfällt eine gesonderte Elektroinstallation. Vor der Wintersaison empfiehlt sich eine Prüfung des Betriebstemperaturbereichs von minus 10 bis 24 Grad Celsius im Heizmodus, da die Heizfunktion unterhalb dieser Grenze laut Herstellerangabe nicht mehr zuverlässig arbeitet.
Wie entwickeln sich Preise und Verfügbarkeit von Fenster-Wärmepumpen bis Ende 2026?
Die Preis- und Verfügbarkeitslage der Midea PortaSplit bleibt bis Ende 2026 stark von der Witterung abhängig. Bei erneuten Hitzewellen ist mit ähnlichen Lieferengpässen und Preisspitzen wie im Juni und Juli 2026 zu rechnen, während sich das Preisniveau außerhalb solcher Phasen wieder in Richtung der UVP von 1.199 beziehungsweise 899 Euro einpendelt.
In den USA treibt das Clean Heat for All Challenge-Programm mit einem Gesamtvolumen von 30.000 geförderten Einheiten die Weiterentwicklung der Fenstereinbau-Wärmepumpen-Technologie von Midea America und Gradient voran. Eine Übertragung dieser Fördermechanik auf den deutschen Markt für die Midea-U-Baureihe ist auf Basis der vorliegenden Quellen nicht erkennbar, sodass die PortaSplit die maßgebliche Midea-Lösung für den deutschen Markt bleibt.
Häufige Fragen zu Midea PortaSplit und Fenster-Wärmepumpen
Ist die Midea PortaSplit dasselbe Gerät wie die US-Fensterwärmepumpe?
Nein, die Midea PortaSplit ist ein mobiles Split-Klimagerät für europäische Fenstertypen, während die als "Midea U" bekannte Packaged Window Heat Pump eine fest eingebautes Fenstermodul ausschließlich für den US-Markt ist.
Kann ich die Midea PortaSplit ohne Vermieterzustimmung installieren?
Nein, die Installation gilt laut nebenkostenrechneronline.de nicht als privilegierte Maßnahme nach Paragraf 554 BGB und benötigt in Mietwohnungen eine schriftliche Vermieterzustimmung, bevor die Außeneinheit montiert wird.
Wie laut ist die Midea PortaSplit im Betrieb wirklich?
Unabhängig gemessen erreicht die PortaSplit rund 62 dB(A) in 1,5 Meter Abstand, während das Herstellerdatenblatt einen Bereich von 39 bis 49 dB(A) angibt.
Ist Gradient ein Midea-Produkt?
Nein, Gradient ist ein unabhängiger US-Wettbewerber, gegründet 2017 in San Francisco als Ausgründung aus Otherlab, der im selben NYCHA-Förderprogramm einen eigenen Auftrag über 10.000 Einheiten erhielt.
Warum ist die Midea PortaSplit im Sommer 2026 oft ausverkauft?
Seit der Hitzewelle Mitte Juni 2026 übersteigt die Nachfrage laut heise online das verfügbare Warenlager, wodurch das Gerät phasenweise fast in ganz Deutschland ausverkauft ist und Marktpreise bis auf 1.997 Euro steigen.
Sind die Effizienzklassen A++ und A+ der PortaSplit EU-zertifiziert?
Nein, die Werte A++ (Kühlen) und A+ (Heizen) stammen aus dem Herstellerdatenblatt; eine Bestätigung über die EU-Datenbank EPREL ließ sich im Rahmen dieser Recherche nicht einsehen.
Für wen lohnt sich die Midea PortaSplit als Fenster-Wärmepumpe?
Die Midea PortaSplit lohnt sich für Haushalte, die eine bohrfreie Kühl- und Zusatzheizlösung ohne bauliche Veränderung suchen und dafür eine im Test gemessene höhere Lautstärke sowie einen dauerhaften Fensterspalt in Kauf nehmen.
Profil 1: Mieter mit Kipp- oder Drehfenstern
Für Mieter ohne Erlaubnis zur festen Splitanlagen-Montage ist die PortaSplit nach Einholung der Vermieterzustimmung die praktikabelste Lösung, da sie ohne Bohrung auskommt und Stiftung Warentest sie 2025 exemplarisch als einziges mobiles Splitgerät des Jahrgangs testete.
Profil 2: Käufer mit Fokus auf reine Sommerkühlung
Wer ausschließlich kühlen möchte und keine Zusatzheizung benötigt, spart mit der PortaSplit Cool rund 300 Euro gegenüber dem Standard-Modell und erhält mit 8.000 BTU/h ausreichend Leistung für einen einzelnen Wohnraum.
Profil 3: Käufer in denkmalgeschützten oder sicherheitssensiblen Gebäuden
In denkmalgeschützten Gebäuden oder bei hohem Einbruchschutzbedarf lohnt sich die PortaSplit nur nach vorheriger Genehmigung der sichtbaren Außeneinheit und nach Absicherung des dauerhaften Fensterspalts gemäß der zuvor genannten Widerstandsklasse RC 2.
Profil 4: Käufer, die eine echte Fenstereinbau-Wärmepumpe suchen
Wer gezielt eine fest eingebaute Fenstereinbau-Wärmepumpe wie die US-amerikanische Midea U sucht, findet in Deutschland kein entsprechendes Produkt — die PortaSplit deckt dieses Bedürfnis nur als mobile Alternative mit abweichender Bauform ab.