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Mobile Wärmepumpe 2026: Kosten, Modelle und Förderung

16 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Definition: Eine mobile Wärmepumpe ist ein tragbares, reversibles Split- oder Monoblock-Klimagerät mit Heiz- und Kühlfunktion für 300 bis 1.200 Euro – ohne bauliche Installation.
  • Referenzmodell: Die Midea PortaSplit kostet im Handel ca. 870 bis rund 1.900 Euro und erreicht laut Hersteller 3,5 kW Heizleistung unter Standardbedingungen.
  • Testurteil: Die Stiftung Warentest bewertet die Midea PortaSplit mit 3,3 (Befriedigend) und empfiehlt mobile Geräte generell nur für den sporadischen Einsatz, nicht für Dauerbetrieb.
  • Effizienz: Mobile Monoblock-Geräte erreichen laut Stiftung Warentest eine bis zu 7-fach geringere Effizienz als fest installierte Klimageräte.
  • Förderung: Eine mobile Wärmepumpe ist über BAFA und KfW nicht förderfähig, da die Bundesförderung eine ortsfest installierte Anlage voraussetzt, die die bestehende Heizung vollständig ersetzt – ein Kriterium, das steckerfertige Geräte nicht erfüllen.
  • Mietrecht: Als reines Steckdosengerät ohne Wanddurchbruch ist eine mobile Wärmepumpe in der Mietwohnung zustimmungsfrei nutzbar.
  • Alternative Kauf zu Vorzugskonditionen: Die Stadtwerke Lünen bieten ihren Kunden mobile Wärmepumpen mit COP 3,6 zum Kauf zu wirtschaftlichen Konditionen an – der Preis wird ausschließlich auf Anfrage genannt.

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Was ist eine mobile Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Eine mobile Wärmepumpe ist ein steckerfertiges Klimagerät, das über einen Kompressions-Kältekreislauf sowohl heizt als auch kühlt und sich ohne feste Installation zwischen Räumen bewegen lässt. Das Gerät entzieht der Umgebungsluft oder Außenluft Wärme und gibt sie über ein Vierwegeventil reversibel an den Raum ab oder führt sie im Kühlbetrieb nach außen ab.
Der Kältekreislauf besteht aus vier Kernbauteilen: Verdichter, Verdampfer, Verflüssiger und Expansionsventil. Das Vierwegeventil schaltet zwischen Heiz- und Kühlmodus um, ohne dass der Nutzer Bauteile austauschen muss – dieser reversible Betrieb unterscheidet die mobile Wärmepumpe von einer reinen Klimaanlage ohne Heizfunktion.
Zwei Bauarten dominieren den Markt: das Monoblock-Gerät, bei dem alle Komponenten in einem Gehäuse stecken und die Abluft über einen Schlauch nach draußen geführt wird, sowie das Split-Gerät mit getrenntem Innen- und Außenteil, das laut Hersteller Midea eine höhere Effizienz erreicht. Die Midea PortaSplit gilt als erstes mobiles Splitgerät, das die Stiftung Warentest im Juni 2025 in ihren regulären 3,5-kW-Testparcours für Klimageräte aufgenommen hat.
Von der stationären Luft-Wasser-Wärmepumpe unterscheidet sich die mobile Wärmepumpe grundlegend: Stationäre Systeme kosten laut co2online 8.000 bis 16.000 Euro, sind fest installiert und versorgen eine komplette Zentralheizung über Wasser als Wärmeträger. Die mobile Variante beheizt dagegen nur den Raum, in dem sie steht, für einen Bruchteil des Preises. Eine dritte, völlig andere Kategorie sind professionelle Miet-Heizzentralen für Baustellen und Events mit rund 40 bis über 900 kW Leistung – diese teilen zwar den Namen „mobil", richten sich aber an Gewerbekunden, nicht an Privathaushalte.

Welche Bauarten und Modelle mobiler Wärmepumpen gibt es (z. B. Midea PortaSplit)?

Der Markt für mobile Wärmepumpen gliedert sich in Monoblock- und Split-Geräte, wobei die Midea PortaSplit aktuell das meistdiskutierte Modell ist. Sie kombiniert ein kompaktes Außenteil mit einem schlanken Innengerät und wird laut Hersteller mit 3,5 kW Heizleistung unter Standardbedingungen beworben.
Bei den Kennzahlen der PortaSplit gibt es zwei unterschiedliche, beide korrekte Werte: Der Hersteller nennt auf seiner Produktseite 3,5 kW als Nennleistung unter Standard-Prüfbedingungen. Das amtliche EU-Energielabel (EPREL-Registrierung 1917520, gültig seit dem 27.03.2024) weist dagegen 2,2 kW als sogenannte Auslegungslast aus – den nach der Bin-Methode der Norm EN 14825 berechneten Wert für eine durchschnittliche Heizperiode. Beide Zahlen beschreiben dieselbe Maschine aus unterschiedlicher methodischer Perspektive: die Nennleistung den kurzfristigen Spitzenwert, die Auslegungslast den realistischen Jahresdurchschnitt.
Technische Kennzahlen der Midea PortaSplit laut Hersteller- und EU-Label-Angaben.

Kennzahl

Wert

Quelle

 

Heizleistung (Hersteller-Nennwert)

3,5 kW

Midea Produktseite

Heizleistung (EU-Label, Auslegungslast)

2,2 kW

EU-Energielabel EPREL 1917520

SCOP (Heizen)

4,0

Midea Produktseite

SEER (Kühlen)

6,1

Midea Produktseite

Midea Produktseite

Kältemittel

R32

Geizhals Produktdaten

Lautstärke (Herstellerangabe, Silent-Modus)

39 dB(A)

Midea Produktseite

Lautstärke (unabhängig gemessen, 1,5 m Abstand)

62 dB(A)

homeandsmart.de Testbericht

Diese Differenz zwischen Herstellerangabe und Testmessung bei der Lautstärke ist bezeichnend: Der Silent-Modus-Wert von 39 dB(A) gilt nur unter reduzierter Last, während unabhängige Messungen im Normalbetrieb 62 dB(A) ergeben – ein Unterschied, der bei der Wahl des Aufstellungsorts relevant ist.
Neben der PortaSplit bietet AEG mit der Comfort-6000-Serie (Modell AXP26U559HW) ein Monoblock-Gerät mit COP 3,6 (EER Kühlen: 3,1) und Kältemittel R290 an, das ab 549 Euro erhältlich ist. Für Camping und Wohnmobile existiert mit der Truma Aventa comfort ein eigenes Marktsegment, und im Einstiegspreissegment positioniert sich der Hersteller DREIHA mit zwei Leistungsklassen für 1.200 bzw. 1.300 Euro.

Kann eine mobile Wärmepumpe eine Wohnung wirklich beheizen?

Eine mobile Wärmepumpe beheizt einen einzelnen Raum zuverlässig, ersetzt aber laut Stiftung Warentest keine Zentralheizung im Dauerbetrieb. Die Testergebnisse zeigen, dass mobile Monoblock-Geräte eine bis zu 7-fach geringere Effizienz als fest installierte Klimageräte erreichen.
Der Effizienzunterschied lässt sich über die SCOP-Kennzahl (Seasonal Coefficient of Performance) greifbar machen:
SCOP = Jahres-Heizwärmeabgabe [kWh] ÷ Jahres-Stromaufnahme [kWh]
  • Jahres-Heizwärmeabgabe: die vom Gerät über eine Heizperiode abgegebene Wärmemenge in Kilowattstunden
  • Jahres-Stromaufnahme: die dafür benötigte elektrische Energie in Kilowattstunden
Beispiel: Referenz-Mietwohnung, 60 m²
Gegeben: Midea PortaSplit mit SCOP 4,0, angenommener Heizwärmebedarf von 1.000 kWh für eine Heizperiode im beheizten Einzelraum, Stromtarif 0,40 €/kWh.
Berechnung: 1.000 kWh ÷ 4,0 = 250 kWh Stromverbrauch; 250 kWh × 0,40 €/kWh = 100 €.
Ergebnis: 100 Euro Stromkosten für die Heizperiode im Einzelraum – bei einem SCOP von 1,0 (reine Elektroheizung) wären es 400 Euro für dieselbe Wärmemenge.
Diese Rechnung zeigt zugleich die Grenze: Die Auslegungslast von 2,2 kW laut EU-Label reicht für einen einzelnen Raum bei milden Außentemperaturen, verliert aber bei sehr niedrigen Außentemperaturen deutlich an Effizienz, wie bei jeder Luft-Luft-Wärmepumpe üblich. Für eine komplette 60-m²-Wohnung mit mehreren Zimmern ist ein einzelnes mobiles Gerät nicht ausgelegt – es bleibt eine Ergänzung, keine Vollheizung.

Kann eine mobile Wärmepumpe im Sommer auch kühlen?

Ja, die Kühlfunktion ist bei jeder mobilen Wärmepumpe serienmäßig vorhanden. Dasselbe Vierwegeventil, das im Winter heizt, kehrt im Sommer die Strömungsrichtung um. Bei der Midea PortaSplit liegt der SEER-Wert (Seasonal Energy Efficiency Ratio) für den Kühlbetrieb bei 6,1 und damit höher als der SCOP-Wert von 4,0 für den Heizbetrieb.
Die Stiftung Warentest hat den Kühlbetrieb mobiler Klimageräte in einer 9 m² großen Prüfkammer über 14 Tage Dauerbetrieb gemessen: Bei einem Stromtarif von 40 Cent/kWh entstanden Stromkosten von 53 bis 67 Euro für den Zwei-Wochen-Zeitraum, abhängig vom Modell. Das Testurteil fällt jedoch zurückhaltend aus: Die Geräte eignen sich laut Stiftung Warentest nur für den sporadischen Einsatz an einzelnen heißen Tagen, nicht für einen durchgehenden Sommerbetrieb über Wochen.
Technisch limitiert die gleiche Bauweise, die im Winter die Heizleistung einschränkt, auch den Kühlbetrieb: Ein Monoblock-Gerät führt die Abwärme über einen Abluftschlauch ab, wofür ein gekipptes Fenster oder ein Fenster-Kit nötig ist – über diese Öffnung strömt zugleich wieder warme Außenluft nach, was die reale Kühlleistung gegenüber einem fest installierten Split-Klimagerät senkt.

Eignet sich eine mobile Wärmepumpe für die Mietwohnung ohne Umbau?

Eine mobile Wärmepumpe lässt sich in der Mietwohnung ohne Zustimmung des Vermieters betreiben, solange keine Wand durchbohrt und keine feste Leitung verlegt wird. Laut Mieterengel benötigen Mieter für reine Steckdosengeräte ohne bauliche Veränderung keine ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters.
Diese Zustimmungsfreiheit gilt jedoch nur für das Monoblock-Gerät mit Abluftschlauch durchs gekippte Fenster. Sobald ein Split-Außengerät fest an Fassade, Balkonbrüstung oder Gemeinschaftsfläche montiert wird, ändert sich die Rechtslage: Laut 360Volt ist hierfür die Zustimmung des Vermieters erforderlich, da ein Eingriff in das Gemeinschaftseigentum vorliegt. Die Midea PortaSplit als Split-Gerät mit kompaktem Außenteil erfordert daher in vielen Mietsituationen ebenfalls eine Rücksprache, sobald das Außenteil fest positioniert statt nur aufgestellt wird.
Für den reinen Betrieb ist zusätzlich die Stromanschlussleistung der Wohnung zu beachten: Geräte bis rund 3,5 kW laufen an einer normalen 230-V-Steckdose mit 16-A-Sicherung, was in praktisch jeder Mietwohnung vorhanden ist. Zusätzlich gilt die TA Lärm (6. Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz): In einem allgemeinen Wohngebiet liegt der Immissionsrichtwert bei 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts – ein Wert, den ein Außengerät mit den gemessenen 62 dB(A) aus nächster Nähe überschreiten kann, wenn kein ausreichender Abstand zur Nachbarwohnung eingehalten wird.

Lohnt sich eine mobile Wärmepumpe für Wohnmobil und Camping?

Ja, für Camping und Wohnmobile lohnt sich eine mobile Wärmepumpe als Ergänzung zur Bordheizung, sofern Fahrzeuggröße und Stromversorgung dafür ausreichen. Für Wohnmobile gibt es mit der Truma Aventa comfort ein speziell für den Campingeinsatz entwickeltes Modell, das in der zweiten Generation 2.000 Watt Heizleistung und 2.500 Watt Kühlleistung erreicht. Truma gibt als Mindestvoraussetzung für den Heizbetrieb eine Außentemperatur von etwa 4 °C an – unterhalb dieser Schwelle sinkt die Wärmepumpeneffizienz so stark, dass der Heizbetrieb nicht mehr sinnvoll ist.
Das Gerät wiegt 28,7 Kilogramm und ist laut Hersteller ab einer Fahrzeuglänge von 7 Metern einsetzbar – ein Hinweis darauf, dass Gewicht und Platzbedarf auf dem Dach bei kleineren Wohnmobilen zum limitierenden Faktor werden.
Entscheidend für den Praxiseinsatz ist die Stromversorgung am Stellplatz: Die reguläre Bordsicherung eines Wohnmobils lässt bei einer 6-A-Sicherung laut Reisemobil International eine maximale Dauerlast von 1.380 Watt für alle gleichzeitig laufenden 230-V-Geräte zu. Die vom Hersteller genannten 2.000 Watt der Truma Aventa comfort sind die Heizleistung, nicht die elektrische Leistungsaufnahme – dennoch schöpfen Wärmepumpe und weitere Bordgeräte (Kühlschrank, Ladegerät, Wasserpumpe) die reguläre Bordsicherung im Zusammenspiel schnell aus. Ein eigener, ausreichend abgesicherter Landstromanschluss auf dem Campingplatz statt der internen Bordelektrik ist daher empfehlenswert.

Welche technischen Kennzahlen (Leistung, SCOP/SEER, Kältemittel, Lautstärke) sind entscheidend?

Die wichtigsten Kaufkriterien einer mobilen Wärmepumpe sind Heiz-/Kühlleistung in Kilowatt, die Effizienzkennzahlen SCOP und SEER, das verwendete Kältemittel sowie die Lautstärke in dB(A). Diese vier Werte unterscheiden sich zwischen den Modellen erheblich.
Technischer Vergleich verfügbarer mobiler Wärmepumpen-Modelle nach Leistung, Effizienz und Kältemittel.

Modell

Leistung

Effizienz

Kältemittel

Lautstärke

 

Midea PortaSplit

2,2–3,5 kW

SCOP 4,0 / SEER 6,1

R32

39–62 dB(A)

AEG Comfort 6000 (AXP26U559HW)

n. a.

COP 3,6 / EER 3,1

R290

61 dB(A)

Truma Aventa comfort

2,0 kW (Heizen) / 2,5 kW (Kühlen)

n. a.

n. a.

n. a.

FRAL FSC25HP (professionell)

6,5 kW (Heizen) / 7,0 kW (Kühlen)

n. a.

R1234yf

55 dB(A)

Beim Kältemittel zeigt sich ein deutlicher Unterschied im Treibhauspotenzial (GWP): R290 (Propan) erreicht laut enter.de einen GWP von nur 3, während das in der PortaSplit verbaute R32 einen GWP von 675 aufweist – bei einem eventuellen Leckageverlust hat R32 damit eine deutlich höhere Klimawirkung. Aus Sicherheitsgründen begrenzt die Kälte-Klima-Fachbranche laut kka-online.info die zulässige Füllmenge von Propan (R290) in mobilen Klimageräten auf maximal 0,304 Kilogramm, was die realisierbare Gerätegröße für R290-Modelle technisch beschränkt.
Bei der Stromanschlussleistung markiert die 3,5-Kilowatt-Grenze einen praktischen Schwellenwert: Geräte bis zu dieser Leistung laufen an einer normalen 230-V-Steckdose mit 16-A-Sicherung, größere Modelle ab etwa 7 bis 8 kW benötigen einen dreiphasigen 400-V-Drehstromanschluss, wie er in Wohngebäuden meist nur für die Zentralheizung oder den Herd vorhanden ist.

Was kostet eine mobile Wärmepumpe in Anschaffung und Betrieb?

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Eine mobile Wärmepumpe für den privaten Gebrauch kostet in der Anschaffung 300 bis 1.200 Euro, wie Verivox in ihrem Marktüberblick beziffert – deutlich weniger als eine stationäre Monoblock-Wärmepumpe mit 8.000 bis 16.000 Euro laut co2online.
Anschaffungskosten verschiedener mobiler Wärmepumpen-Modelle im Vergleich zur stationären Alternative.

Gerät/Kategorie

Preis

Quelle

 

Konsumgerät, Marktspanne allgemein

300–1.200 €

Verivox

AEG Comfort 6000 (AXP26U559HW)

ab 549 €

moebel.de, März 2026

DREIHA 2,5-kW-Modell

1.200 €

Herstellerangabe

DREIHA 3,5-kW-Modell

1.300 €

Herstellerangabe

Midea PortaSplit

ca. 870–1.900 €

Stiftung Warentest / Geizhals, Juli 2026

Stationäre Monoblock-Wärmepumpe (Kontrastwert)

8.000–16.000 €

co2online

Bei den Betriebskosten liefert die Stiftung Warentest den konkretesten Vergleichswert: Im Kühlbetrieb über 14 Tage Dauerbetrieb in einer 9-m²-Prüfkammer entstanden bei 40 Cent/kWh Stromkosten von 53 bis 67 Euro. Hochgerechnet auf einen vollen Sommermonat mit durchgehendem Betrieb ergäbe sich daraus überschlägig mehr als das Doppelte – ein Wert, der die Empfehlung der Stiftung Warentest untermauert, das Gerät nur an einzelnen heißen Tagen statt dauerhaft zu betreiben.

Kann man eine mobile Wärmepumpe mieten statt kaufen?

Für private Konsumgeräte ist eine echte Miete die Ausnahme: Die Stadtwerke Lünen etwa bieten ihren Kunden eine mobile Wärmepumpe mit COP 3,6 und EER 3,1 nicht zur Miete, sondern zu wirtschaftlichen Konditionen zum Kauf an; den Preis nennen sie ausschließlich auf persönliche Anfrage. Alternativ existiert bei manchen Stadtwerken ein Contracting-Modell, bei dem ein Partnerunternehmen die Heizanlage stellt und betreibt – das betrifft aber Heizlösungen allgemein, nicht speziell mobile Geräte.
Echte Vermietung findet sich vor allem im gewerblichen Bereich: Anbieter wie Deutsche Thermo vermieten professionelle mobile Heizzentralen von rund 40 bis über 900 Kilowatt Leistung (Container-Großanlagen im Kaskadenbetrieb noch deutlich mehr) für Baustellen, Interimsheizungen oder Veranstaltungen; die benötigte elektrische Anschlussleistung richtet sich nach Anlagengröße und erfordert bei größeren Einheiten einen mehrphasigen 400-V-Starkstromanschluss. Dieses B2B-Segment richtet sich an Gewerbekunden und Baustellenbetreiber, nicht an Privathaushalte, die eine einzelne Wohnung beheizen wollen – die Leistungsklassen liegen um ein Vielfaches über dem privaten Konsumgerät.

Was bietet die mobile Wärmepumpe der Stadtwerke Lünen?

Die Stadtwerke Lünen bieten ihren Kunden eine mobile Wärmepumpe zum Kauf zu wirtschaftlichen Konditionen an, die mit einem COP-Wert von 3,6 und einem EER-Wert von 3,1 beziffert ist. Diese Kennzahlen liegen im Bereich vergleichbarer Konsumgeräte wie der AEG Comfort-6000-Serie mit COP 3,6.
Anders als bei den Herstellerangaben zur Midea PortaSplit veröffentlichen die Stadtwerke Lünen jedoch keine öffentlich einsehbaren Preise. Interessenten werden auf ein persönliches Beratungsgespräch unter der Telefonnummer 02306/707-3010 verwiesen. Diese Zurückhaltung bei der Preisangabe unterscheidet das kommunale Angebot deutlich vom freien Handel, wo Modelle wie die PortaSplit oder das AEG-Gerät mit festen Listenpreisen bei Online-Händlern gelistet sind.

Ist eine mobile Wärmepumpe über BAFA/KfW förderfähig?

Nein, eine mobile Wärmepumpe ist über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nicht förderfähig – anders als ortsfest installierte Luft-Luft-Wärmepumpen (Split-Klimageräte mit Heizfunktion), die über die KfW-458-Förderung grundsätzlich förderfähig sind, sofern sie im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal gelistet sind und die bestehende Heizung vollständig ersetzen. Genau diese Voraussetzung erfüllt ein steckerfertiges, bewegliches Gerät nicht.
Der Ausschlussgrund ist also nicht die Luft-Luft-Bauart, sondern die fehlende ortsfeste Installation: Die Förderung setzt eine dauerhaft eingebaute Anlage voraus, die als alleiniges Heizsystem eine bestehende Heizung vollständig ersetzt und im BAFA-Wärmeerzeuger-Portal gelistet ist – eine mobile Wärmepumpe erfüllt keines dieser Kriterien. Bei ortsfesten Luft-Wasser-Wärmepumpen im Bestand setzt die Förderung zusätzlich eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 voraus – ein Kennwert, der für mobile Konsumgeräte ohnehin nicht nach der geforderten Methodik ermittelt und zertifiziert wird. Wer als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzt oder ein natürliches Kältemittel einsetzt, erhält zusätzlich einen Effizienz-Bonus von 5 Prozent.
Mindest-Jahresarbeitszahlen (JAZ) für förderfähige Wärmepumpen im Bestand nach Wärmequelle.

Wärmequelle

Mindest-JAZ

 

Luft-Wasser

3,0

Erdwärme

3,8

Wasser/Grundwasser

3,8

Zusätzlich verschärft sich die Lage 2026 weiter: Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) meldet für förderfähige Anlagen ab dem 1. Januar 2026 eine neue Schallanforderung von mindestens 10 Dezibel unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert – auch das betrifft ausschließlich stationäre Anlagen. Auch das separate BAFA-Förderprogramm für Kälte- und Klimatechnik, das ausschließlich stationäre Anlagen fördert, läuft laut BAFA am 31. Dezember 2026 ohne bislang angekündigte Anschlussförderung aus. Wer eine geförderte Heizlösung sucht, kommt an einer fest installierten Wärmepumpe daher nicht vorbei; die KfW-458-Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten bis 30.000 Euro gilt ausschließlich für diese stationären Systeme.

Gibt es mobile Wärmepumpen für den Pool?

Ja, für Pools existiert mit der Pool-Wärmepumpe ein eigenständiges Marktsegment, das technisch von der Raumheizung getrennt ist: Statt Luft wird hier das Poolwasser direkt erwärmt. Der Hersteller Steinbach bietet dafür mehrere Leistungsklassen an.
Vergleich der Steinbach-Pool-Wärmepumpen nach Leistung, Effizienz und Preis.

Modell

Leistung

COP

Preis

Poolgröße

 

Steinbach Mini (049275)

3,9 kW

6,0

ca. 430–580 €

bis 20 m³

Steinbach Waterpower 8500

8,5 kW

6,0

ca. 990–1.150 €

größere Becken

Beide Steinbach-Modelle erreichen einen COP von 6,0 und übertreffen damit die Raumheizungsgeräte wie die AEG Comfort 6000 (COP 3,6) – Poolwasser lässt sich mit vergleichsweise geringem Temperaturhub effizienter erwärmen als Raumluft im Winter. Eine mobile Raumheiz-Wärmepumpe wie die PortaSplit ist für die Poolwassererwärmung technisch nicht ausgelegt und umgekehrt: Beide Gerätekategorien verfolgen unterschiedliche Anwendungsfälle und lassen sich nicht austauschen.

Bietet AEG eine mobile Wärmepumpe an?

Ja, AEG führt mit der Comfort-6000-Serie, konkret dem Modell AXP26U559HW, ein mobiles Monoblock-Gerät mit Wärmepumpenfunktion im Sortiment, das ab 549 Euro erhältlich ist. Das Vorgängermodell PX71-265WT ist dagegen mittlerweile ausgelistet und im regulären Handel nicht mehr verfügbar.
Das aktuelle AEG-Modell erreicht im Heizbetrieb laut EU-Energielabel einen COP-Wert von 3,6 (EER Kühlen: 3,1) in der Effizienzklasse A+++, arbeitet mit dem klimafreundlicheren Kältemittel R290 und erzeugt maximal 61 dB(A) Betriebslautstärke. Damit positioniert sich AEG technisch nah an der Midea PortaSplit, jedoch als reines Monoblock- statt Split-Gerät und zu einem niedrigeren Einstiegspreis.

Welche Nachteile und Risiken hat eine mobile Wärmepumpe?

Nachteil 1: Geringe Effizienz im Dauerbetrieb

Mobile Monoblock-Geräte erreichen laut Stiftung Warentest eine bis zu 7-fach geringere Effizienz als fest installierte Klimageräte. Folge: Bei durchgehendem Betrieb über mehrere Wochen steigen die Stromkosten deutlich über die im Test gemessenen 53 bis 67 Euro pro 14 Tage hinaus. Prävention: Das Gerät nur an einzelnen heißen oder kalten Tagen statt dauerhaft betreiben, wie es die Stiftung Warentest empfiehlt.

Nachteil 2: Begrenzte Heizleistung im Kaltbetrieb

Die reale Auslegungslast vieler Geräte liegt laut EU-Label bei nur 2,2 kW statt der beworbenen 3,5 kW Nennleistung. Folge: Bei tiefen Außentemperaturen oder in großen Räumen reicht die Heizleistung nicht für eine spürbare Erwärmung. Prävention: Vor dem Kauf gezielt den EU-Label-Wert statt der Marketingangabe des Herstellers prüfen und das Gerät nur als Ergänzung zur Hauptheizung einplanen.

Nachteil 3: Lautstärke über den gemessenen Zielwerten

Unabhängige Messungen ergeben bei der Midea PortaSplit 62 dB(A) statt der beworbenen 39 dB(A) im Silent-Modus. Folge: In dünnwandigen Mietwohnungen kann der nächtliche TA-Lärm-Richtwert von 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet überschritten werden. Prävention: Das Außenteil mit Abstand zu Schlafräumen und Nachbarwohnungen aufstellen und den Betrieb nachts auf den Silent-Modus beschränken.

Nachteil 4: Keine Förderfähigkeit

Eine mobile Wärmepumpe erhält keine BAFA- oder KfW-Förderung, da nur ortsfest installierte Systeme, die die Heizung vollständig ersetzen, förderfähig sind. Folge: Die vollen Anschaffungskosten von 300 bis 1.200 Euro müssen ohne staatlichen Zuschuss selbst getragen werden. Prävention: Bei dauerhaftem Heizbedarf die Wirtschaftlichkeit einer geförderten stationären Wärmepumpe gegenrechnen, statt ausschließlich mobil zu planen.

Was sagen unabhängige Tests (Stiftung Warentest) zur mobilen Wärmepumpe?

Die Stiftung Warentest hat mobile Klimageräte mit Wärmepumpenfunktion getestet und kommt zu einem verhaltenen Urteil: Die Midea PortaSplit erreicht die Gesamtnote 3,3 (Befriedigend), nachdem sie im Juni 2025 erstmals als mobiles Splitgerät in den regulären 3,5-kW-Testparcours aufgenommen wurde.
Im Testbericht „Mobile Klimaanlagen im Test" vom 29. Mai 2026 fasst die Stiftung Warentest das zentrale Ergebnis zusammen: Mobile Monoblock-Geräte erzielen eine bis zu 7-fach geringere Effizienz als fest installierte Klimaanlagen, und die Stromkosten für 14 Tage Dauerbetrieb in einer 9-m²-Prüfkammer belaufen sich bei 40 Cent/kWh auf 53 bis 67 Euro. Die klare Testempfehlung lautet, die Geräte nur für den sporadischen Einsatz an einzelnen besonders heißen oder kalten Tagen zu nutzen, nicht als dauerhafte Heiz- oder Kühllösung.
Für die Kaufentscheidung bedeutet dieses Testurteil: Wer eine mobile Wärmepumpe als alleinige Heizquelle für den Winter einplant, weicht von der getesteten Nutzungsempfehlung ab. Als Ergänzung für einzelne kalte Nächte oder heiße Sommertage decken sich Testergebnis und Praxisnutzen dagegen.

Wie entwickeln sich Preise und Technik mobiler Wärmepumpen?

Die Marktpreise für mobile Wärmepumpen bewegen sich 2026 stabil in der Spanne von 300 bis 1.200 Euro, während sich auf regulatorischer Seite die Anforderungen an stationäre Alternativen weiter verschärfen. Zum 1. Januar 2026 tritt für förderfähige stationäre Wärmepumpen laut BWP eine neue Schallanforderung von mindestens 10 Dezibel unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert in Kraft – ein Zeichen, dass der regulatorische Fokus auf leiseren, fest installierten Anlagen liegt, während mobile Konsumgeräte von diesen Verschärfungen unberührt bleiben, weil sie ohnehin nicht förderfähig sind.
Auf Geräteseite zeigt die Aufnahme der Midea PortaSplit in den regulären Stiftung-Warentest-Parcours im Juni 2025, dass mobile Splitgeräte technisch zunehmend ernst genommen werden und nicht mehr nur als Nischenprodukt neben klassischen Monoblock-Klimaanlagen gelten. Gleichzeitig läuft das BAFA-Förderprogramm für Kälte- und Klimatechnik zum 31. Dezember 2026 aus, ohne dass bisher eine Anschlussförderung angekündigt wurde – für mobile Geräte ändert das nichts, da sie von diesem Programm ohnehin ausgeschlossen waren.

Für wen lohnt sich eine mobile Wärmepumpe – und für wen nicht?

Entscheidungsmatrix: Eignung der mobilen Wärmepumpe nach Nutzerprofil.

Profil

Empfehlung

Begründung

 

Mieter mit Einzelraum-Bedarf, sporadischer Nutzung

Geeignet

Zustimmungsfrei nutzbar, Anschaffungskosten ab 549 € (AEG), passend zur Testempfehlung „sporadischer Einsatz"

Haushalt mit Wunsch nach voller Zentralheizung

Nicht geeignet

Keine Förderung, nur Einzelraumheizung, 7-fach geringere Effizienz laut Stiftung Warentest im Dauerbetrieb

Camper mit Wohnmobil ab 7 m Länge

Geeignet mit Einschränkung

Truma Aventa comfort passend, aber eigener Landstromanschluss wegen 1.380-Watt-Sicherungsgrenze nötig

Poolbesitzer mit Wunsch nach Wassererwärmung

Andere Gerätekategorie nötig

Steinbach-Poolwärmepumpe statt Raumheizgerät, ab ca. 430 €, COP 6,0

Bauherr/Sanierer mit Förderinteresse

Nicht geeignet, stationäre Wärmepumpe prüfen

Nur ortsfest installierte Systeme mit JAZ ab 3,0 sind über BAFA/KfW förderfähig

Kurzfristiger, unsicherer Bedarf (z. B. Übergangszeit)

Kauf zu Vorzugskonditionen prüfen

Stadtwerke Lünen bieten COP-3,6-Gerät zu wirtschaftlichen Konditionen, Preis auf Anfrage

Eine mobile Wärmepumpe lohnt sich vor allem für Mieter und Nutzer mit sporadischem Heiz- oder Kühlbedarf in einem einzelnen Raum, die keine bauliche Veränderung vornehmen dürfen oder wollen. Für eine vollständige, geförderte Heizlösung eines ganzen Gebäudes bleibt dagegen die stationäre Luft-Wasser-Wärmepumpe die technisch und finanziell passendere Wahl – die 300 bis 1.200 Euro einer mobilen Wärmepumpe stehen den 8.000 bis 16.000 Euro einer stationären Anlage gegenüber, mit entsprechend geringerer, aber immerhin fördermittelfreier Investition.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen