Das Wichtigste in Kürze
- Modellreihe: Die Vaillant aroTHERM plus /8.1 ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit dem Kältemittel R290 in 5 Leistungsgrößen von 3 bis 12 kW und erreicht im Heizbetrieb 20 bis 75 °C Vorlauftemperatur.
- Test: Die Stiftung Warentest hat die aroTHERM plus VWL 105/8.1 A in Ausgabe 10/2025 geprüft.
- Effizienz: Der SCOP (saisonale Leistungszahl) liegt laut Hersteller bei 35 °C Vorlauf zwischen 4,83 und 5,13 und fällt bei 55 °C deutlich niedriger aus; der Wert 5,39 ist ein COP-Punktwert, keine Jahreszahl.
- Förderung (Stand 29.10.2026): 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus ergeben 46 %, bei 28.000 € förderfähigen Kosten also 12.880 €; der 5-%-Effizienzbonus für R290 ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen. Mit dem Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer ist der Fördersatz auf höchstens 70 % (19.600 €) beziehungsweise bei niedrigem Einkommen auf 80 % (22.400 €) gedeckelt.
- Lautstärke: Die maximale Schallleistung liegt bei 52,7 bis 59,9 dB(A), je nach Modell.
- Kosten: Einen verbindlichen Installationspreis gibt es nicht; der Test-Listenpreis der von der Stiftung Warentest geprüften Kombination betrug 19.729 € (Stand 17.07.2025).
- Auslegung: Die Heizlast des Hauses entscheidet über die Modellgröße, nicht die Wohnfläche; ab 55 °C Vorlauf rechnet der Betreiber mit dem niedrigeren SCOP.
Wie bewerten Tests und Praxisdaten die Vaillant aroTHERM plus?
Die aroTHERM plus /8.1 ist eine gut bewertete Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Platz 4 von 5 im Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 10/2025): Die Variante VWL 105/8.1 A erhält die Note 2,3 (gut). Testsieger ist die Viessmann Vitocal 250-A mit 2,0.
Belastbare Erfahrungswerte stammen aus 2 Quellen: dem Warentest und dem Fraunhofer-ISE-Feldprojekt. Das Projekt hat 4 Jahre lang 77 Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern gemessen. Die Jahresarbeitszahl (JAZ, Verhältnis aus abgegebener Wärme und aufgenommenem Strom über ein Jahr) lag bei Luft-Wasser-Wärmepumpen im Mittel bei 3,4, bei einer Spanne von 2,6 bis 4,9; über alle untersuchten Anlagen reichte sie von 2,6 bis 5,4. Das Projekt weist keine Ergebnisse nach Hersteller aus.
Einzelberichte aus Foren und Bewertungsportalen sind Anekdoten ohne Messmethode und fließen hier nicht als Beleg ein. Sie drehen sich bei der aroTHERM plus meist um 3 Themen: Auslegung, Vorlauftemperatur und Lautstärke. Genau diese 3 Punkte entscheiden auch in den Daten über Zufriedenheit und Stromkosten.
Vorteile der aroTHERM plus
- Im Test der Stiftung Warentest 10/2025 geprüft (VWL 105/8.1 A)
- Vorlauftemperatur bis 75 °C, sodass auch vorhandene Heizkörper versorgt werden
- COP von bis zu 5,39 bei A7/W35 (7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf) nach EN 14511
- 5 Größen von 3 bis 12 kW; die Modelle bis 7 kW sind mit 230 Volt, die Modelle mit 10 und 12 kW mit 400 Volt erhältlich
- Natürliches Kältemittel R290 mit einem GWP (Treibhauspotenzial) von 0,02 nach der maßgeblichen EU-Bewertung
Nachteile der aroTHERM plus
- Platz 4 von 5 im Warentest, hinter Viessmann, Alpha Innotec und Stiebel Eltron
- SCOP fällt bei 55 °C Vorlauf auf 3,62 bis 3,86 und damit um rund 1,2 bis 1,4 Punkte unter die Werte bei 35 °C
- Schallleistung von bis zu 59,9 dB(A) beim 12-kW-Modell
- Außengerät der Modelle 10 und 12 kW wiegt 206 kg
- Kein Feldtest weist Ergebnisse speziell für die aroTHERM plus aus; Überdimensionierung führt zu häufigem Takten
Die Empfehlung fällt klar aus: Die aroTHERM plus passt zu Häusern mit sauber berechneter Heizlast und niedrigen bis mittleren Vorlauftemperaturen. Ein zu großes Gerät schaltet häufig ein und aus; wie sich dieses
Takten der Wärmepumpe erkennen und vermeiden lässt, erklärt ein eigener Beitrag.
Welche Modelle der aroTHERM plus /8.1 gibt es und welche Daten nennt Vaillant?
Die Baureihe umfasst 5 Modelle mit 3, 5, 7, 10 und 12 kW Heizleistung. Die Modelle bis 7 kW benötigen einen 230-Volt-Anschluss, die Modelle mit 10 und 12 kW einen 400-Volt-Drehstromanschluss. Alle Geräte arbeiten mit R290 und liefern im Heizbetrieb 20 bis 75 °C Vorlauftemperatur.
| Modell | Heizleistung | Anschluss | COP A7/W35 | ηs 35 °C | ηs 55 °C | Schallleistung max. |
|---|
| VWL 35/8.1 | 3 kW | 230 V | 4,92 | 196 % | 143 % | 52,7 dB(A) |
| VWL 55/8.1 | 5 kW | 230 V | 4,94 | 190 % | 143 % | 55,6 dB(A) |
| VWL 75/8.1 | 7 kW | 230 V | 5,29 | 196 % | 142 % | 57,4 dB(A) |
| VWL 105/8.1 | 10 kW | 400 V | 5,39 | 202 % | 151 % | 58,2 dB(A) |
| VWL 125/8.1 | 12 kW | 400 V | – | 202 % | 151 % | 59,9 dB(A) |
Der COP (Leistungszahl) beschreibt einen einzelnen Betriebspunkt, hier 7 °C Außenluft bei 35 °C Vorlauf. Der SCOP bildet dagegen die ganze Heizsaison unter Normbedingungen ab. Die Zahl 5,39 aus dem Datenblatt ist daher ein COP und kein Jahreswert; der höchste SCOP bei 35 °C beträgt rund 5,13. Beim Wechsel von 35 °C auf 55 °C Vorlauf verliert jedes Modell etwa 1,1 bis 1,3 SCOP-Punkte.
Welche aroTHERM-plus-Größe passt zum Haus? Entscheidungslogik nach Heizlast
Die passende Größe ergibt sich aus der Heizlast nach DIN EN 12831, also der Wärmeleistung, die das Haus bei der Auslegungs-Außentemperatur benötigt. Die Wohnfläche taugt nur als grobe Schätzung. 3 Fälle decken die meisten Häuser ab.
Fall 1: Heizlast bis zur 7-kW-Klasse und 35 bis 55 °C Vorlauf
Liegt die berechnete Heizlast inklusive Warmwasser bei 7 kW oder darunter und genügen 35 bis 55 °C Vorlauftemperatur, vergleicht der Planer das VWL 75/8.1 mit den kleineren Modellen VWL 35/8.1 und VWL 55/8.1. Er wählt das kleinste Modell, das die Heizlast deckt. Alle 3 Modelle laufen mit 230 Volt, sodass kein Drehstromanschluss nötig wird. Ein zu großes Gerät taktet in gut gedämmten Häusern häufiger und verschenkt Effizienz.
Fall 2: Dauerhaft hohe Vorlauftemperatur
Braucht das Haus dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen, rechnet der Betreiber die Stromkosten mit dem 55-°C-SCOP von 3,62 bis 3,86 statt mit dem 35-°C-Wert. Zusätzlich prüft der Fachbetrieb, ob die Heizkörper jedes Raums die Heizlast bei dieser Temperatur abgeben. Die Vorlauftemperatur bis 75 °C dient als Reserve für Spitzenlasten, nicht als Dauerbetrieb: Je höher der Vorlauf, desto niedriger die Effizienz.
Fall 3: Selbstnutzer mit Förderanspruch
Selbstnutzende Eigentümer berechnen den Zuschuss in 3 Schritten: Förderfähige Kosten auf 28.000 € begrenzen, Fördersatz aus 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus addieren, Satz auf 70 % beziehungsweise bei niedrigem Einkommen auf 80 % kappen. Die Zahlen für jede Einkommensstufe stehen im Förderabschnitt weiter unten. Der R290-Bonus von 5 % zählt nicht mehr mit.
Die Baureihe endet bei 12 kW. Wer eine höhere Heizlast hat, braucht eine größere Baureihe, etwa die Vaillant aroTHERM perform, oder eine Kaskade mehrerer Geräte.
Wie viel Strom verbraucht die aroTHERM plus im Alltag und im Altbau?
Im Referenz-Haus mit 12.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr verbraucht die aroTHERM plus je nach Vorlauftemperatur rund 2.410 bis 3.529 kWh Strom. Das entspricht bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 €/kWh Stromkosten von rund 723 bis 1.059 € pro Jahr. Die Formel lautet: Stromverbrauch = Wärmebedarf ÷ Leistungszahl.
| Szenario | Kennzahl | Stromverbrauch pro Jahr | Stromkosten pro Jahr |
|---|
| Flächenheizung, 35 °C (VWL 75/8.1) | SCOP 4,98 | 2.410 kWh | 723 € |
| Heizkörper, 55 °C (VWL 75/8.1) | SCOP 3,62 | 3.315 kWh | 995 € |
| Feldmittel Luft-Wasser im Bestand | JAZ 3,4 | 3.529 kWh | 1.059 € |
Die Tabelle zeigt: Der Wechsel von der Flächenheizung auf Heizkörper mit 55 °C kostet im Referenz-Haus rund 272 € mehr Strom pro Jahr. Die SCOP-Zeilen sind Normwerte; die reale JAZ liegt im Feld meist niedriger, weil Warmwasser, Abtauen und Regelung dazukommen. Das Feldmittel von 3,4 dient deshalb als realistische Obergrenze für die Kostenplanung im Bestand. Der Strompreis von 0,30 €/kWh ist eine Annahme für das Rechenbeispiel, kein Tarifwert.
Das Fraunhofer-ISE-Projekt trägt den Titel „Wärmepumpen heizen auch im Altbau klimafreundlich“ und belegt die Eignung im Bestand mit 77 gemessenen Anlagen. Für die aroTHERM plus gilt: Je weniger Heizkörper-Vorlauf im Altbau nötig ist, desto näher rückt der Verbrauch an die obere Tabellenzeile.
Wie laut ist die Vaillant aroTHERM plus?
Die aroTHERM plus erreicht einen maximalen Schallleistungspegel von 52,7 dB(A) beim 3-kW-Modell bis 59,9 dB(A) beim 12-kW-Modell. Im schallreduzierten Betrieb bei A-7/W35 (−7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf) gibt Vaillant 45,0 bis 49,6 dB(A) an.
Der Schallleistungspegel misst die Geräuschabgabe des Geräts selbst. Beim Nachbarn zählt dagegen der Schalldruckpegel am Immissionsort, also an Fenster oder Grundstücksgrenze; er sinkt mit wachsendem Abstand. Die TA Lärm nennt nachts Immissionsrichtwerte von 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet und 35 dB(A) im reinen Wohngebiet, jeweils am maßgeblichen Immissionsort. Welche Abstände und Maßnahmen dafür nötig sind, zeigt der Beitrag zum
Schallschutz für Wärmepumpen.
Bei den großen Modellen mit 10 und 12 kW verdient die Aufstellung besondere Sorgfalt. Tieffrequentes Brummen überträgt sich bei starrer Verbindung auf Fundament und Hauswand. Eine schwingungsentkoppelte Aufstellung auf einem separaten Fundament und die Aktivierung des Nachtmodus senken die Belastung. Die 230-Volt-Modelle bis 7 kW liegen mit 52,7 bis 57,4 dB(A) um bis zu 7,2 dB(A) unter dem 12-kW-Gerät.
Was sagt die Stiftung Warentest zur Vaillant aroTHERM plus?
Die Stiftung Warentest hat die aroTHERM plus VWL 105/8.1 A in Ausgabe 10/2025 (online veröffentlicht am 23. September 2025) getestet. Getestet wurde die Kombination aus Außengerät VWL 105/8.1 A (400 V), Zusatzkomponente VWZ MEH 97/7 und Regler sensoCOMFORT VRC 720/3.
| Platz | Modell | Gesamtnote | Testpreis |
|---|
| 1 | Viessmann Vitocal 250-A | 2,0 (gut) | 20.354 € |
| 2 | Alpha Innotec Hybrox 11 | 2,2 (gut) | 18.558 € |
| 2 | Stiebel Eltron WPL-A 10.2 Plus | 2,2 (gut) | 19.038 € |
| 4 | Vaillant aroTHERM plus VWL 105/8.1 A | 2,3 (gut) | 19.729 € |
| 5 | Mitsubishi Electric Set 13.10 | 2,8 (befriedigend) | – |
Die Prüfer gewichteten die Energieeffizienz mit 70 %, die Handhabung mit 25 % und den Datenschutz mit 5 %. Die aroTHERM plus punktet mit einer App-Bedienung, die die Prüfer als sehr gut einstufen. Das Außengerät lässt sich mit geringen Abständen zu Türen und Kellerfenstern aufstellen. Als Schwäche nennen die Tester das Gewicht von rund 206 kg. Alle Platzierungen aller Geräte stehen im Überblick zum
Wärmepumpen-Testsieger 2026.
Was kostet die Vaillant aroTHERM plus 2026?
Einen verbindlichen Marktpreis für die komplett installierte aroTHERM plus gibt es nicht, weil der Preis von Heizlast, Gebäude und Installationsaufwand abhängt. Die einzige belastbare Preisangabe ist der Brutto-Listenpreis von 19.729 € für die von der Stiftung Warentest getestete Kombination (Stand 17. Juli 2025). Dieser Wert enthält weder Montage noch Elektroarbeiten und gilt nicht als Einbaupreis.
Fachbetriebe schreiben ihre Angebote deshalb nach Positionen. Die folgende Tabelle zeigt, was jedes Angebot mindestens ausweisen muss, damit der Vergleich von 3 Angeboten möglich ist.
| Angebotsposition | Was das Angebot ausweisen muss |
|---|
| Außengerät VWL /8.1 | Leistungsgröße nach Heizlast; 230 V (bis 7 kW) oder 400 V (10 und 12 kW) |
| Inneneinheit | uniTOWER oder Hydraulikstation, jeweils mit Speichergröße |
| Hydraulik und Zubehör | Pufferspeicher, Pumpen, Rohrleitungen, Regler einzeln aufgeführt |
| Elektroanschluss | Zählerschrank und, bei 10 und 12 kW, Drehstromanschluss |
| Montage und Inbetriebnahme | Fundament, Demontage der Altheizung, Inbetriebnahme |
| Hydraulischer Abgleich | Als Teil der Optimierung des Heizungsverteilsystems (förderrelevant, Bedingungen der KfW vorab prüfen) |
Der Preis des 400-Volt-Anschlusses fällt bei den Modellen mit 10 und 12 kW an, wenn das Haus nur 230 Volt bietet. Dieser Aufpreis ist kein Standardwert von Vaillant, sondern eine Schätzung des jeweiligen Elektrikers. Er gehört deshalb als eigene Zeile ins Angebot.
Welche KfW-Förderung gilt im Oktober 2026 für die aroTHERM plus?
Die KfW-Heizungsförderung 458 zahlt seit dem 21. Juli 2026 grundsätzlich höchstens 70 % der förderfähigen Kosten; selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € erreichen bis zu 80 %. Ein R290-Bonus existiert nicht mehr: Der 5-%-Effizienzbonus für natürliche Kältemittel ist für neue Anträge seit dem 21. Juli 2026 entfallen.
| Förderbaustein | Höhe (Stand 29.10.2026) | Bedingung |
|---|
| Grundförderung | 30 % | für alle Antragsteller |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 16 % seit 21.07.2026 | sinkt für Anträge ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab 01.08.2028 |
| Einkommensbonus | 40 % / 30 % / 10 % | selbstgenutzte Haupt- oder alleinige Wohneinheit; Einkommen bis 30.000 € / 40.000 € / 50.000 €; bei Haushalten mit mindestens einem minderjährigen Kind erhöhen sich die Grenzen um 10.000 € (Familienzuschlag) |
| Effizienzbonus (R290) | entfallen | seit 21.07.2026 für neue Anträge abgeschafft |
| Förderfähige Kosten, Einfamilienhaus | max. 28.000 € | für Anträge ab 01.02.2027 sinkt der Betrag halbjährlich um 750 € |
| Obergrenze Fördersatz | 70 %, bei Einkommen bis 30.000 € (mit Familienzuschlag bis 40.000 €) 80 % | nur für selbstnutzende Eigentümer |
Für Haushalte mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind unter 18 Jahren erhöht sich die Einkommensgrenze pauschal um 10.000 €. Die folgende Tabelle rechnet 4 Einkommensstufen für einen selbstnutzenden Eigentümer durch. Annahmen: Antrag im Oktober 2026, 28.000 € förderfähige Kosten, Anspruch auf den Klimageschwindigkeitsbonus, Gesamtkosten von 30.000 € als reine Rechengröße.
| Einkommensstufe | Rechnung Fördersatz | Zuschuss auf 28.000 € | Eigenanteil bei 30.000 € Gesamtkosten |
|---|
| bis 30.000 € | 30 + 16 + 40 = 86 %, gekappt auf 80 % | 22.400 € | 7.600 € |
| bis 40.000 € | 30 + 16 + 30 = 76 %, gekappt auf 70 % | 19.600 € | 10.400 € |
| bis 50.000 € | 30 + 16 + 10 = 56 % | 15.680 € | 14.320 € |
| über 50.000 € | 30 + 16 = 46 % | 12.880 € | 17.120 € |
Die Tabelle zeigt: Der Einkommensbonus bringt in der niedrigsten Stufe 9.520 € mehr Zuschuss als ohne Bonus, und die Obergrenzen kappen die obersten 2 Stufen. Alle Änderungen seit dem 21. Juli 2026 fasst der Beitrag zum
KfW-Update für die Heizungsförderung zusammen; ob der Klimageschwindigkeitsbonus im Einzelfall gilt, regelt das KfW-Merkblatt.
Wie läuft der KfW-Antrag für die aroTHERM plus ab?
Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Zusätzlich muss der Liefer- oder Leistungsvertrag eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten, nach der er erst mit der Förderzusage wirksam wird; eine nachträgliche Ergänzung dieser Bedingung ist nicht zulässig. Ein vorab unterschriebener Vertrag ohne diese Klausel gefährdet den Zuschuss.
- Schritt 1 – Gebäude prüfen: Der Bauantrag oder die Bauanzeige des bestehenden Wohngebäudes liegt zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 5 Jahre zurück.
- Schritt 2 – Heizlast und Angebot: Der Fachbetrieb berechnet die Heizlast und erstellt ein Angebot, das die Optimierung des Heizungsverteilsystems enthält, bei Wasserheizungen samt hydraulischem Abgleich, bei Luftheizungen mit Anpassung der Luftvolumenströme.
- Schritt 3 – Vertrag mit Bedingung: Der Vertrag wird erst mit der Förderzusage wirksam.
- Schritt 4 – Antrag stellen: Der Antrag geht vor Arbeitsbeginn bei der KfW ein.
- Schritt 5 – Umsetzen: Der Einbau ist innerhalb von 36 Monaten nach der Förderzusage abgeschlossen.
- Schritt 6 – Nachweise einreichen: Bestätigung nach Durchführung, Rechnungen und weitere Nachweise werden fristgerecht über das zuständige Kundenportal eingereicht; nach Prüfung durch die KfW wird der Zuschuss ausgezahlt.
Der
hydraulische Abgleich verteilt das Heizwasser so auf die Heizkörper, dass jeder Raum die nötige Wärme bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur erhält. Er senkt damit die Stromkosten und gehört zugleich zu den Fördervoraussetzungen.
Welche Garantie gilt für die Vaillant aroTHERM plus?
Vaillant bietet für die aroTHERM plus eine kostenlose 5-jährige GarantiePLUS nach Installation und Registrierung innerhalb von 180 Tagen. Die konkreten Bedingungen ergeben sich aus den Garantiebedingungen; sie lassen sich nicht pauschal mit einer 2-jährigen Herstellergarantie gleichsetzen.
Der Käufer sichert den Anspruch mit 3 Handgriffen. Er lässt sich das Registrierungsdatum vom Fachbetrieb schriftlich bestätigen und trägt die Frist von 180 Tagen für Registrierung und Aktivierung des Internetmoduls über die myVAILLANT App im Kalender ein. Er fordert die aktuellen Garantiebedingungen vor Vertragsabschluss an und prüft darin Wartungsnachweise und weitere Pflichten. Er klärt, ob der Fachbetrieb oder er selbst die Registrierung übernimmt.
Preise für kostenpflichtige Garantieerweiterungen und Wartungsverträge nennt dieser Artikel nicht, weil Vaillant sie über die aktuellen Garantiebedingungen und Fachpartner festlegt. Wer sie vergleicht, setzt den Preis ins Verhältnis zur kostenlosen 5-jährigen Stufe.
Häufige Fragen zur Vaillant aroTHERM plus
Wie viel wiegt das Außengerät der aroTHERM plus?
Das Außengerät VWL 75/8.1 wiegt laut Vaillant 130 kg, die Außengeräte VWL 105/8.1 und VWL 125/8.1 wiegen jeweils 206 kg. Das Fundament oder der Untergrund muss dieses Gewicht dauerhaft tragen und schwingungsentkoppelt sein.
Lässt sich die aroTHERM plus mit uniTOWER und Pufferspeicher kombinieren?
Ja, Vaillant gibt die Kombination mit uniTOWER oder Hydraulikstation an. Ob zusätzlich ein Pufferspeicher nötig ist, entscheidet die Hydraulik des Hauses; der Fachbetrieb legt das bei der Heizlastberechnung fest.
Fällt das Kältemittel R290 unter das F-Gas-Verbot ab 2027?
Nein. Die EU-F-Gas-Verordnung verbietet ab dem 1. Januar 2027 das Inverkehrbringen bestimmter selbstständiger Wärmepumpen bis einschließlich 12 kW, die fluorierte Kältemittel mit einem GWP von mindestens 150 enthalten, vorbehaltlich von Sicherheitsausnahmen; für Geräte über 12 bis 50 kW gilt eine eigene Regelung. R290 ist Propan und kein fluoriertes Kältemittel; es hat laut Vaillant ein GWP von 0,02. Die Füllmenge beträgt je nach Modell 0,6, 0,9 oder 1,3 kg.
Gilt beim Einbau noch die 65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht?
Die allgemeine 65-Prozent-Pflicht gilt nach der im
Juli 2026 beschlossenen Reform (neue Regeln ab 29. Juli 2026) nicht mehr als einheitliche Vorgabe für alle Neu- und Bestandsbauten. Übergangs- und Gebietsvorschriften sind im Einzelfall zu prüfen; der Überblick zum
Heizungsgesetz 2026 erklärt die aktuelle Rechtslage.
Wer stellt die aroTHERM plus her?
Die aroTHERM plus stammt von der Vaillant Group, einem 1874 gegründeten Familienunternehmen mit Hauptsitz in Remscheid.
Für wen lohnt sich die Vaillant aroTHERM plus?
Die aroTHERM plus lohnt sich für Hausbesitzer mit einer Heizlast bis 12 kW, die ein gut getestetes R290-Gerät mit hoher Vorlauftemperatur und einfacher Bedienung suchen. Die Kaufentscheidung hängt an Vorlauftemperatur, Heizlast und Förderanspruch, nicht an der Marke.
Neubau mit Fußbodenheizung
Im Neubau mit 35 °C Vorlauf erreicht die aroTHERM plus hohe SCOP-Werte und im Referenz-Haus rund 723 € Stromkosten pro Jahr. Die Technik ist marktüblich: Von den 2025 fertiggestellten Wohngebäuden in Deutschland nutzten 73,6 % hauptsächlich Wärmepumpen.
Sanierter Altbau mit Heizkörpern
Im sanierten Altbau mit 55 °C Vorlauf liegt der SCOP deutlich niedriger als bei 35 °C, und die Stromkosten im Referenz-Haus steigen entsprechend. Mit der Förderung von 30 % Grundförderung plus 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (Stand Oktober 2026) bleibt die Wirtschaftlichkeit gegeben, sofern Heizlast und Heizkörperleistung stimmen.
Unsanierter Altbau mit hohem Vorlauf
Im unsanierten Altbau lohnt sich die aroTHERM plus erst nach der Prüfung der Heizkörperleistung und einem hydraulischen Abgleich. Die Kostenplanung orientiert sich am Feldmittel von JAZ 3,4 statt an Datenblattwerten.
Wer die beste Testnote priorisiert
Wer ausschließlich die Testnote gewichtet, sollte die Platzierungen im Test der Stiftung Warentest 10/2025 vergleichen, etwa mit der Viessmann Vitocal 250-A. Für Heizlasten über 12 kW kommen Baureihen wie die Vaillant aroTHERM perform in Betracht. Für alle anderen Profile bleibt die aroTHERM plus mit 75 °C Vorlauf und 5 Größen eine Option für den Angebotsvergleich.