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EnBW Wärmepumpenstrom 2026: Preise, Voraussetzungen und Anbietervergleich

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Das Wichtigste in Kürze

  • Preis 2026: Der EnBW-Wärmepumpenstrom kostet in der Grund-/Ersatzversorgung 25,92 Ct/kWh brutto zzgl. 9,07 € Grundpreis pro Monat — rund 9,45 Ct/kWh günstiger als der EnBW-Haushaltsstromtarif.
  • Marktvergleich: Der bundesweite Marktdurchschnitt für Wärmepumpenstrom liegt 2026 bei 20,66 Ct/kWh — EnBW liegt damit über dem Durchschnitt.
  • Netzentgelt-Vorteil nach §14a EnWG: Modul 1 spart je nach Netzgebiet 110 bis 190 € pro Jahr, Modul 2 bis zu rund 360 € pro Jahr bei 6.000 kWh Verbrauch (netzgebietsabhängig).
  • Umlagebefreiung: EnBW gibt die KWKG-/Offshore-Netzumlage-Befreiung bereits seit dem 1. Januar 2023 mit 0,000 Ct/kWh weiter.
  • Voraussetzung: Der Tarif setzt eine steuerbare Verbrauchseinrichtung ab 4,2 kW Anschlussleistung nach §14a EnWG voraus.
  • Zentrale Einschränkung: Netzbetreiber dürfen die Wärmepumpe bis zu 2 Stunden pro Tag dimmen, mindestens jedoch auf 4,2 kW Leistung.
  • Wettbewerb: Vattenfall, E.ON und regionale Stadtwerke bewegen sich laut Marktübersichten 2026 in einer ähnlichen Bandbreite von rund 22 bis 30 Ct/kWh wie EnBW am Markt.

Was ist Wärmepumpenstrom bei EnBW und wie funktioniert der Tarif?

EnBW-Wärmepumpenstrom ist ein separat abgerechneter Sondertarif der EnBW Energie Baden-Württemberg AG für Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung, der 2026 in der Grund-/Ersatzversorgung 25,92 Ct/kWh brutto kostet. Der Tarif trägt offiziell den Produktnamen Komfort WärmePro und wird über einen eigenen Zähler oder einen Zweitarifzähler mit separater Messung erfasst. Anders als der reguläre Haushaltsstromtarif (Komfort, 35,37 Ct/kWh brutto) profitiert Wärmepumpenstrom von einem niedrigeren Arbeitspreis, weil Wärmepumpen als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG gelten und der Netzbetreiber im Gegenzug ein zeitweises Dimmrecht erhält. Die Abgrenzung zum normalen Haushaltsstrom ist wichtig: Wer seine Wärmepumpe nicht separat anmeldet, bezahlt für den gesamten Verbrauch den teureren Haushaltsstrompreis. Der Zweitarifzähler trennt Haushalts- und Wärmepumpenverbrauch messtechnisch, sodass beide Anteile zum jeweils passenden Tarif abgerechnet werden.

Was ist EnBW und welche Marktposition hat das Unternehmen?

EnBW ist laut Wikipedia mit einem Konzernumsatz von 34,39 Milliarden Euro (2025) der nach Umsatz drittgrößte Energiekonzern Deutschlands, mit Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen entstand 1997 durch die Fusion von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben (EVS) und beschäftigt 31.541 Mitarbeiter. EnBW betreibt im Kernvertriebsgebiet Baden-Württemberg zugleich den Netzbetrieb über die Tochtergesellschaft Netze BW GmbH — diese vertikale Integration von Vertrieb und Netz bedeutet, dass EnBW-Kunden in Baden-Württemberg häufig direkt von Netze BW als §14a-Netzbetreiber abgerechnet werden. Für die Wärmepumpenstrom-Entscheidung ist das relevant, weil Netzentgeltreduzierung (Netze BW) und Stromtarif (EnBW-Vertrieb) beim selben Konzern liegen, auch wenn es rechtlich getrennte Vertragsverhältnisse sind.

Welche Wärmepumpenstrom-Tarife bietet EnBW 2026 an?

EnBW bietet 2026 zwei Wärmepumpenstrom-Varianten an: den Grund-/Ersatzversorgungstarif Komfort WärmePro und einen aktiv beworbenen Sondervertrag „Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe" mit bis zu 18 Monaten Preisgarantie. Komfort WärmePro ist der Tarif, den Kunden ohne aktive Vertragswahl automatisch erhalten, mit einem festen, veröffentlichten Preis von 25,92 Ct/kWh brutto und 9,07 € Grundpreis pro Monat (Stand 1. Januar 2026). Der Sondervertrag richtet sich an Neukunden, die aktiv wechseln, und wird ausschließlich über den EnBW-Tarifrechner mit Postleitzahl und Jahresverbrauch individuell berechnet — ein bundesweit einheitlicher Ct/kWh-Preis wird für dieses Produkt nicht veröffentlicht. Beide Tarife liefern zu 100 % Ökostrom. Kunden, die zusätzlich einen Haushaltsstromvertrag bei EnBW abschließen, erhalten einen Kombi-Rabatt von 5 % auf den Wärmestromanteil.
Preisübersicht der EnBW-Stromtarife für Wärmepumpen und Haushalt, Stand 1. Januar 2026.

Tarif

Verbrauchspreis (brutto)

Grundpreis (brutto)

Preisgarantie

 

Komfort WärmePro (Grund-/Ersatzversorgung)

25,92 Ct/kWh

9,07 €/Monat

keine (Grundversorgungstarif)

Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe (Sondervertrag)

individuell (Tarifrechner)

individuell (Tarifrechner)

bis zu 18 Monate

Komfort (Haushaltsstrom, zum Vergleich)

35,37 Ct/kWh

16,89 €/Monat

bis zu 24 Monate

Zusätzlich bietet EnBW einen dynamischen Stromtarif an, der eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Vertragsende hat. Kunden, die im Zuge eines Tarifabschlusses einen Smart Meter benötigen, erhalten den Einbau von EnBW kostenfrei.

Was kostet Wärmepumpenstrom bei EnBW 2026 pro kWh?

Der EnBW-Wärmepumpenstrom kostet in der Grund-/Ersatzversorgung 25,92 Ct/kWh brutto (21,78 Ct/kWh netto) zuzüglich 9,07 € Grundpreis pro Monat, Stand 1. Januar 2026. Zum Vergleich: Der bundesweite Marktdurchschnitt für Neukunden-Wärmepumpentarife liegt laut Verivox bei 20,66 Ct/kWh — EnBW positioniert sich damit oberhalb des Marktdurchschnitts. Zum 1. Januar 2026 hat EnBW den Wärmestromtarif um 9,8 % gesenkt — bezogen auf die gesamte Jahresrechnung (Arbeitspreis plus Grundpreis) bei 6.500 kWh Verbrauch entspricht das einer Ersparnis von 194 € pro Jahr.
Beispiel: Referenzhaushalt mit 6.000 kWh Jahresverbrauch
Gegeben: Verbrauchspreis 25,92 Ct/kWh, Grundpreis 9,07 €/Monat, Jahresverbrauch 6.000 kWh.
Berechnung: 6.000 kWh × 0,2592 €/kWh = 1.555,20 € Arbeitspreis; 9,07 € × 12 Monate = 108,84 € Grundpreis; Summe = 1.555,20 € + 108,84 €.
Ergebnis: 1.664,04 € Jahreskosten für Wärmepumpenstrom bei EnBW im Referenzszenario — hochgerechnet auf 10 Jahre bei unverändertem Preis ergibt das 16.640,40 €.
Jahreskosten von EnBW-Wärmepumpenstrom im Vergleich zum EnBW-Haushaltsstromtarif bei 6.000 kWh Jahresverbrauch, mit Mehrjahres-Hochrechnung.

Tarif

Jahreskosten

Kosten über 10 Jahre (nominal)

 

Komfort WärmePro (Wärmepumpenstrom)

1.664,04 €

16.640,40 €

Komfort (Haushaltsstrom, gleicher Verbrauch)

2.324,88 €

23.248,80 €

Die Differenz von 660,84 € pro Jahr zeigt den Effekt der separaten Wärmepumpenstrom-Abrechnung gegenüber dem regulären Haushaltstarif bei identischem Verbrauch — in der Praxis kommt dieser Wärmepumpen-Verbrauch zum normalen Haushaltsverbrauch hinzu, sodass der Tarifvorteil die Mehrkosten der Wärmepumpe teilweise kompensiert.

Welche technischen Voraussetzungen gelten für Wärmepumpenstrom nach §14a EnWG?

Wärmepumpenstrom nach §14a EnWG setzt eine steuerbare Verbrauchseinrichtung mit mindestens 4,2 kW Anschlussleistung im Niederspannungsnetz voraus, geregelt durch die Bundesnetzagentur-Festlegung BK6-22-300 vom 27. November 2023, gültig seit 1. Januar 2024. Die Regelung erfasst Wärmepumpen, Wallboxen und Klimaanlagen ab dieser Leistungsschwelle, nicht jedoch Nachtspeicherheizungen, die dauerhaft von §14a EnWG ausgenommen bleiben. Voraussetzung ist zudem ein moderner Zähler: Für die verpflichtende zeitvariable Netzentgeltvariante (Modul 3) ist seit 1. April 2025 ein Smart Meter (intelligentes Messsystem) erforderlich. Der Netzbetreiber darf den Anschluss einer neuen Wärmepumpe seit dem 27. November 2023 nicht mehr ablehnen — die Bearbeitungszeit für ein Anschlussbegehren liegt in der Praxis bei mehreren Wochen bis wenigen Monaten.

Welche Netzentgeltreduzierung nach §14a EnWG (Modul 1/2/3) gilt 2026, und wie unterscheidet sie sich von der KfW/BAFA-Förderung?

§14a EnWG kennt 2026 drei Netzentgelt-Module mit unterschiedlichen Sparbeträgen und Zählervoraussetzungen — anders als die einmalige KfW-458-Förderung zu den Anschaffungskosten wirkt diese Reduzierung laufend auf der Stromrechnung. Modul 1 reduziert das Netzentgelt pauschal um 110 bis 190 € pro Jahr. Modul 2 spart 60 % bei separatem Zähler. Modul 3 ist seit dem 1. April 2025 verpflichtend zeitvariabel und ausschließlich mit Modul 1 kombinierbar. Die KfW-458-Förderung deckt dagegen 30 % Grundförderung der Anschaffungskosten als einmaligen Zuschuss.
Modul-1-Pauschale = 80 € + 3.750 kWh × Arbeitspreis Netzentgelt × 0,2
Wo:
  • 80 €: fixer Sockelbetrag der Pauschale
  • 3.750 kWh: pauschal angesetzte Referenzmenge für steuerbare Verbrauchseinrichtungen
  • Arbeitspreis Netzentgelt: der individuelle, netzgebietsabhängige Netzentgelt-Preis in €/kWh
  • 0,2: gesetzlich festgelegter Reduzierungsfaktor (20 %)
Je nach individuellem Arbeitspreis Netzentgelt im Netzgebiet von Netze BW ergibt diese Formel eine jährliche Reduzierung zwischen 110 und 190 €. Modul 2 spart im Referenzszenario mit 6.000 kWh Jahresverbrauch bis zu rund 360 € pro Jahr (netzgebietsabhängig), verlangt dafür aber einen separaten Zähler für die steuerbare Verbrauchseinrichtung.
Vergleich der drei Netzentgelt-Module nach §14a EnWG, Stand 2026.

Modul

Ersparnis

Zähler-Voraussetzung

Kombinierbar mit

 

Modul 1

110–190 €/Jahr (pauschal)

kein separater Zähler nötig

Modul 3 (verpflichtend)

Modul 2

60 % Netzentgeltreduzierung, bis zu ca. 360 €/Jahr bei 6.000 kWh (netzgebietsabhängig)

separater Zähler Pflicht

nicht mit Modul 3

Modul 3

zeitvariabel, verpflichtend seit 01.04.2025

Smart Meter Pflicht

nur mit Modul 1

Zusätzlich zur Netzentgeltreduzierung gibt EnBW die KWKG-/Offshore-Netzumlage-Befreiung nach §22 Energiefinanzierungsgesetz (EnFG) bereits seit dem 1. Januar 2023 mit 0,000 Ct/kWh weiter — bei 6.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das laut Verbraucherzentrale einer Rückerstattung von rund 78 € pro Jahr. Die KfW-458-Förderung wiederum deckt 30 % der förderfähigen Anschaffungskosten einer Wärmepumpe (maximal 28.000 € für Einfamilienhäuser), mit einem zusätzlichen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % bis zum 31. Januar 2027 und einem Einkommensbonus von bis zu 40 % — bei einer Gesamtförderobergrenze von 70 bis 80 %.
KfW-458-Förderbausteine für die Anschaffung einer Wärmepumpe, Stand 21. Juli 2026, bezogen auf maximal 28.000 € förderfähige Kosten bei Einfamilienhäusern.

Förderbaustein

Höhe

Betrag bei 28.000 € Kosten

 

Grundförderung

30 %

8.400 €

Klimageschwindigkeitsbonus (bis 31.01.2027)

16 %

4.480 €

Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus (ohne Einkommensbonus)

46 %

12.880 €

Gesamtobergrenze (inkl. Einkommensbonus)

70–80 %

19.600–22.400 €

Woraus besteht der EnBW-Wärmepumpenstrom, und wie lange gilt die Preisgarantie?

Der EnBW-Wärmepumpenstrom besteht zu 100 % aus Ökostrom. Der Grundtarif Komfort WärmePro selbst hat als Grund-/Ersatzversorgungstarif keine Preisgarantie; wer eine Garantie will, muss aktiv in den Sondervertrag „Grün und Sicher Privatstrom Wärmepumpe" mit bis zu 18 Monaten Preisgarantie wechseln — der separate EnBW-Haushaltsstromtarif Komfort trägt bis zu 24 Monaten. Die Kündigungsfrist für den dynamischen EnBW-Stromtarif beträgt laut EnBW-Angabe 4 Wochen zum Vertragsende. Eine dedizierte, unabhängige Testzertifizierung speziell für den Wärmepumpenstrom-Tarif von EnBW liegt nach aktueller Recherche nicht vor — belastbare Einordnungen liefern stattdessen der Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW und aggregierte Kundenbewertungsportale (siehe Abschnitt Kundenerfahrungen).

Wie meldet man sich für den EnBW-Wärmepumpenstrom-Tarif an und wechselt den Anbieter?

Die Anmeldung für den EnBW-Wärmepumpenstrom-Tarif läuft über ein 4-Schritte-Onlineformular, bei dem EnBW einen bestehenden Altvertrag automatisch kündigt. Ein separater Zähler für die Wärmepumpe ist laut EnBW-eigener Aussage ratsam, aber nicht zwingend vorgeschrieben. Bestandskunden, die von einem EnBW-Haushaltstarif in den Wärmepumpentarif wechseln, erledigen den Wechsel nach EnBW-Angabe oft innerhalb weniger Minuten und kostenfrei.

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Schritt 1: Anschlussbegehren beim Netzbetreiber

Der Kunde meldet die steuerbare Verbrauchseinrichtung beim zuständigen Netzbetreiber an — das Ablehnungsverbot und die Bearbeitungszeit von mehreren Wochen bis wenigen Monaten sind im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Schritt 2: Zählerkonzept festlegen

Der Kunde entscheidet zwischen Eintarifzähler und Zweitarifzähler mit separater Messung von Haushalts- und Wärmepumpenverbrauch.

Schritt 3: Online-Anmeldung bei EnBW

Der Kunde durchläuft das 4-Schritte-Onlineformular von EnBW, das den Wärmepumpenstrom-Tarif aktiviert und einen bestehenden Vertrag bei einem anderen Anbieter automatisch kündigt.

Schritt 4: Bestätigung und Zählerwechsel

Netze BW führt den Zählerwechsel durch; ab diesem Zeitpunkt greift die separate Abrechnung zum Wärmepumpenstrom-Preis.

Wie lässt sich EnBW-Wärmepumpenstrom mit Photovoltaik und Batteriespeicher kombinieren?

EnBW-Wärmepumpenstrom lässt sich mit einer Photovoltaikanlage kombinieren, wobei sich die Amortisationszeit der PV-Anlage laut EnBW-Berechnung je nach Eigenverbrauchsquote zwischen 8,5 und 16 Jahren bewegt. Bei einer Eigenverbrauchsquote von 50 % beträgt die Amortisationszeit 16 Jahre, bei 80 % Eigenverbrauch sinkt sie auf 8,5 Jahre. Eine wichtige Einschränkung für die Wintermonate: Nur rund 10 % der PV-Jahresproduktion entfällt auf die vier dunkelsten Monate, sodass ein Batteriespeicher die Wärmepumpe im Winter nicht vollständig autark versorgen kann und der Reststrom weiterhin über den EnBW-Wärmepumpentarif bezogen wird. Für Haushalte mit Wärmepumpe wird ein Lithium-Ionen-Speicher mit 6 bis 15 kWh nutzbarer Kapazität empfohlen, abhängig vom Verbrauch und Zusatzverbrauchern wie einem E-Auto, installiert zu Kosten von rund 800 bis 1.200 € pro kWh; ein 10-kWh-Speicher deckt damit primär die Abend- und Nachtstunden ab, wird aber bei hohem Winterverbrauch der Wärmepumpe tagsüber kaum vollständig geladen.
Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage in Kombination mit einer Wärmepumpe, abhängig von der Eigenverbrauchsquote.

Eigenverbrauchsquote

Amortisationszeit

 

50 %

16 Jahre

80 %

8,5 Jahre

Was bedeutet die Steuerung/Dimmung der Wärmepumpe durch den Netzbetreiber praktisch?

Der Netzbetreiber darf eine steuerbare Wärmepumpe bei Netzengpässen auf maximal 4,2 kW Mindestleistung dimmen, jedoch höchstens 2 Stunden pro Tag und niemals vollständig abschalten. Die Steuerung erfolgt technisch über eine Steuerbox, deren verpflichtender Einbau durch die MsbG-Novelle vom 18. Dezember 2025 für §14a-Fälle und PV-Anlagen über 7 kW geregelt ist. Bestandsanlagen, die bislang über eine einfache Schaltuhr gesteuert werden, dürfen diese Lösung nach aktuellem Planungsstand noch bis Ende 2028 weiterverwenden, bevor ab 2029 die Überführung in die neue Steuerungslogik vorgesehen ist.

Voraussetzung: Smart-Meter-Rollout

Der bundesweite Smart-Meter-Rollout schreitet gestuft voran: 20 % der Pflichteinbaufälle bis zum 31. Dezember 2025, 50 % bis 2028 und 95 % der Pflichteinbaufälle bis 2030 — dieser Rollout ist Voraussetzung für die verpflichtende zeitvariable Netzentgeltvariante Modul 3.

Welche Nachteile, Risiken und typische Fehler gibt es beim EnBW-Wärmepumpentarif?

Der EnBW-Wärmepumpentarif birgt drei typische Fehlerquellen: den verspäteten Wechsel in den Sondervertrag, die fehlende Zählerprüfung vor der Modul-Wahl und die Verwechslung von Netzentgeltreduzierung und Förderzuschuss.

Fehler 1: Tarif nicht rechtzeitig auf den Sondervertrag wechseln

Kunden, die nach Ablauf einer Preisgarantie automatisch im teureren Grund-/Ersatzversorgungstarif Komfort WärmePro verbleiben, zahlen mehr, als ein aktiv abgeschlossener Sondervertrag kosten würde. Prävention: den Vertragsablauf im Kalender vormerken und den EnBW-Tarifrechner vor Ablauf erneut prüfen.

Fehler 2: §14a-Modul-Wahl ohne Zählerprüfung

Modul 2 verlangt einen separaten Zähler für die steuerbare Verbrauchseinrichtung — wird dieser nicht rechtzeitig beauftragt, entfällt der Anspruch auf die 60%ige Netzentgeltreduzierung. Prävention: Zählerkonzept vor der Antragstellung mit Netze BW klären.

Fehler 3: Netzentgeltreduzierung mit Förderzuschuss verwechseln

§14a-Modul-Ersparnisse sind laufende Rabatte auf der Stromrechnung, keine einmalige Anschaffungsförderung — wer die Netzentgeltreduzierung anstelle der KfW-458-Förderung bei der Wärmepumpen-Investitionsentscheidung einkalkuliert, unterschätzt die Anschaffungskosten. Prävention: beide Positionen getrennt in der Kostenrechnung führen.
Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale NRW vom 23. März 2026 unter 23 geprüften Anbietern fand bei einem Teil der Anbieter keine Information zu §14a EnWG auf der Website — ein Transparenzrisiko, das Kunden zu einer eigenständigen Prüfung der Vertragsbedingungen zwingt. Historisch erhöhte EnBW den Wärmestromtarif zum 1. April 2024 um 4,5 %. Das zeigt: Preisgarantien sind zeitlich begrenzt, nach Ablauf folgen Preisanpassungen.

Wie sind die Kundenerfahrungen mit EnBW als Wärmepumpenstrom-Anbieter?

EnBW erreicht beim Bewertungsportal Stromauskunft.de eine Kundenzufriedenheit von Note 2,4 ("gut") mit 86 % Weiterempfehlung unter 975 Bewertungen. Dieses aggregierte Bild steht im Kontrast zu einzelnen, überwiegend negativen Stimmen auf Plattformen wie Trustpilot — ein Hinweis auf Stichproben-Verzerrung zwischen den Portalen, da unzufriedene Kunden auf offenen Bewertungsplattformen tendenziell überrepräsentiert sind. Das Vergleichsportal Cheapenergy24 bewertet EnBW im Gesamturteil mit 4 von 5 Sternen, aufgeschlüsselt in die Einzelkategorien Angebot (5 von 5), Tarif (4 von 5), Service (5 von 5) und Preis (3,5 von 5) — die im Vergleich schwächste Einzelbewertung entfällt damit ausgerechnet auf die Preiskategorie, ohne dass eine gesonderte Bewertung speziell für den Wärmepumpenstrom-Tarif vorliegt.

Wie schneidet EnBW im Vergleich zu Vattenfall, E.ON und Stadtwerken ab?

EnBW liegt 2026 laut einer unabhängigen Marktübersicht mit 23 bis 26 Ct/kWh im mittleren Preisfeld der Wärmepumpentarife. Vattenfall und E.ON bewegen sich laut verschiedenen Marktübersichten in einer breiteren Spanne von rund 24 bis 30 Ct/kWh — die genauen Werte schwanken je nach Quelle und Region. Diese Marktspanne weicht vom weiter oben genannten EnBW-Festpreis der Grund-/Ersatzversorgung (25,92 Ct/kWh brutto) ab. Grund: Sie schließt zusätzlich die individuell nach Postleitzahl und Verbrauch berechneten Angebote des Sondervertrags ein, für den EnBW keinen bundesweiten Einheitspreis veröffentlicht. Regionale Stadtwerke zeigen mit 21 bis 28 Ct/kWh die breiteste Preisspanne und stellen oft die günstigste Option im jeweiligen Netzgebiet. Octopus Energy positioniert sich mit dem Tarif „Octopus Heat" über eine 24-monatige Preisgarantie, 100 % Ökostrom und drei Preiszonen, mit einem beworbenen Sparpotenzial von bis zu 291 € pro Jahr gegenüber Vergleichstarifen. Der Anbieter LichtBlick bleibt in diesem Vergleich unberücksichtigt, weil sich für dessen Wärmepumpentarif 2026 kein belastbarer, quellenbelegter Ct/kWh-Preis ermitteln ließ.
Vergleich der Arbeitspreise für Wärmepumpenstrom-Tarife verschiedener Anbieter, Stand März 2026.

Anbieter

Arbeitspreis

 

EnBW

23–26 Ct/kWh

Vattenfall

ca. 25–30 Ct/kWh (quellenabhängig)

E.ON

ca. 24–28 Ct/kWh (quellenabhängig)

Regionale Stadtwerke

21–28 Ct/kWh

Wie entwickeln sich Wärmepumpenstrom-Preise und die §14a-Regelung 2026 und danach?

Der Smart-Meter-Rollout schreitet planmäßig auf 50 % bis 2028 und 95 % der Pflichteinbaufälle bis 2030 voran, wodurch die zeitvariable Netzentgeltvariante Modul 3 in den kommenden Jahren für immer mehr Haushalte technisch verfügbar wird. Die Bundesnetzagentur hat am 28. Mai 2026 zudem ein Durchsetzungsverfahren gegen zwei Netzbetreiber eingeleitet, die Modul 3 noch nicht umgesetzt haben, mit einer Frist bis zum 30. September 2026. Die Übergangsfrist für Schaltuhr-Bestandsanlagen endet nach aktuellem Planungsstand Ende 2028, ab 2029 ist die Überführung in die neue Steuerungslogik vorgesehen. Für Wärmepumpenbesitzer bedeutet das: Wer heute noch mit einer Schaltuhr steuert, muss sich bis 2029 auf eine Steuerbox-Pflicht einstellen. Preislich zeichnet sich für Wärmepumpenbetreiber eher Entlastung als weiterer Anstieg ab: Laut Bundesregierung senkt ein seit 12. Dezember 2025 gesetzlich verankerter Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds die Netzentgelte 2026 für alle Verbraucher, und auch die Großhandelsstrompreise sollen laut der Eurosystem-Prognose vom Juni 2026 von rund 89,3 €/MWh (2026) auf rund 78,2 €/MWh (2027) zurückgehen.
Auch auf der Förderseite läuft die Zeit: Der KfW-458-Klimageschwindigkeitsbonus von aktuell 16 % gilt nur bis zum 31. Januar 2027 in dieser Höhe — danach sinkt er laut KfW-Förderbedingungen halbjährlich um jeweils 4 Prozentpunkte. Wer eine Wärmepumpe plant und den vollen Bonus mitnehmen will, muss den Förderantrag deutlich vor diesem Stichtag stellen. Die Degression wirkt sich unmittelbar auf die in der vorherigen Tabelle gezeigten Förderbeträge aus.

Für wen lohnt sich der EnBW-Wärmepumpenstrom-Tarif?

Der EnBW-Wärmepumpenstrom-Tarif lohnt sich vor allem für Bestandskunden mit bestehendem EnBW-Haushaltsvertrag. Sie profitieren dank kostenfreiem Tarifwechsel innerhalb weniger Minuten und dem 5%igen Kombi-Rabatt am schnellsten. Auch Haushalte im Netzgebiet von Netze BW profitieren, weil sie die Modul-1- oder Modul-2-Netzentgeltreduzierung direkt beim gleichen Konzern beantragen können.
Entscheidungsmatrix: Für welches Nutzerprofil sich der EnBW-Wärmepumpenstrom-Tarif eignet.

Nutzerprofil

Empfehlung

 

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Amortisation von 8,5 Jahren macht Eigenverbrauchsoptimierung vor Tarifwahl priorisierenswert

Preissensibler Neukunde ohne EnBW-Bestandsvertrag

Marktvergleich empfohlen: EnBW (23–26 Ct/kWh) liegt über dem Marktdurchschnitt von 20,66 Ct/kWh, regionale Stadtwerke oder Vattenfall können günstiger sein

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen