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Wärmepumpe

Abluft-Wärmepumpe 2026: Effizienz-Champion für Passivhäuser

Von Urik Muller
Faktengeprüft13 Min. Lesezeit16 Aufrufe

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Das Wichtigste in Kürze:
  • Thermodynamischer Effizienz-Vorteil: Konstante Abluft-Quelle 18-24°C ermöglicht JAZ 3,8-4,5 versus 2,8-3,6 bei Luft-Wasser durch 27 Kelvin niedrigeren thermodynamischen Hub
  • Zwangs-Kopplung mit KWL: Kontrollierte Wohnraumlüftung als Systemvoraussetzung – keine nachträgliche Installation in Bestandsgebäuden ohne 8.000-15.000 EUR KWL-Nachrüstung
  • Fundamentale Leistungs-Limitierung: Maximale Heizleistung 1,5-8 kW durch hygienisch begrenzten Volumenstrom 100-400 m³/h – ausschließlich für Passivhaus/KfW40 mit Heizlast <10 W/m²
  • Gesamt-Investition: 10.000-25.000 EUR inklusive zwingender KWL-Integration, reduziert auf 4.500-11.250 EUR durch 55% BEG-Förderung (30% Grund + 20% Geschwindigkeit + 5% Effizienz-Bonus)
  • Wirtschaftlichkeit: 532 EUR Jahreskosten (Wärmepumpe + Ventilator) versus 429 EUR Luft-Wasser – kompensiert durch eliminierte 1.500-3.000 kWh Lüftungswärmeverluste
  • Ideale Einsatz-Szenarien: Neubauten nach Passivhaus-Standard mit U-Wert <0,15 W/(m²K), n50-Wert <0,6 h⁻¹ und Flächenheizung 32-35°C Vorlauftemperatur
  • Hersteller-Marktführer 2026: NIBE S735C (Smart-Grid-ready), Stiebel Eltron LWZ (Integral-System), Dimplex LA (Budget-Variante), Aereco AWN Connect (Premium-Regelung)
Die Abluft-Wärmepumpe etabliert sich als thermodynamisch überlegene Heiz-Lösung durch Nutzung warmer verbrauchter Raumluft bei 18-24°C als konstante Wärmequelle versus saisonale Außenluft-Variation minus 15 bis plus 35°C bei Luft-Wasser-Systemen. Die fundamentale Limitierung durch Volumenstrom-Abhängigkeit beschränkt maximale Heizleistung auf 1,5-8 kW und erzwingt Einsatz ausschließlich in hochgedämmten Passivhäusern oder KfW40-Gebäuden mit spezifischer Heizlast unter 10 Watt pro Quadratmeter. Die zwingende Kopplung mit kontrollierter Wohnraumlüftung addiert 3.000-8.000 EUR Investition, ermöglicht jedoch 90-95% Wärmerückgewinnung und eliminiert Lüftungswärmeverluste von 30-50% Gesamt-Wärmebedarf bei traditioneller Fensterlüftung.

Wie funktioniert die Abluft-Wärmepumpe technisch?

Die Abluft-Wärmepumpe extrahiert thermische Energie aus verbrauchter Raumluft durch Umkehrung des Carnot-Prozesses und nutzt den geringen thermodynamischen Hub zwischen 18-24°C Verdampfung und 35-55°C Kondensation für überlegene Effizienz.

Abluft als stabile Wärmequelle: Konstante 18-24°C ganzjährig

Die kontrollierte Wohnraumlüftung saugt kontinuierlich verbrauchte Luft aus Feuchträumen ab – Bad, WC, Küche, Hauswirtschaftsraum – mit Volumenstrom 100-400 m³/h entsprechend 0,3-0,6 Luftwechsel pro Stunde für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Abluft-Temperatur stabilisiert sich ganzjährig bei 18-24°C durch thermische Trägheit bewohnter Innenräume, unabhängig von Außentemperatur-Schwankungen minus 15 bis plus 35°C.
Vergleich Wärmequellen-Stabilität:
WärmequelleTemperatur-BereichJahreszeitliche VariationThermodynamischer Hub bei 55°C Vorlauf
Abluft18-24°C konstant±3 Kelvin31-37 Kelvin
Außenluft-15 bis +35°C±50 Kelvin20-70 Kelvin
Erdreich (Sonden)8-12°C konstant±2 Kelvin43-47 Kelvin
Grundwasser10-12°C konstant±1 Kelvin43-45 Kelvin
Die höhere Quellen-Temperatur der Abluft versus Außenluft reduziert thermodynamischen Hub um 27 Kelvin durchschnittlich (62 Kelvin bei A-7/W55 versus 35 Kelvin bei Abluft 20°C/W55). Die reduzierte Temperatur-Differenz zwischen Verdampfung und Kondensation steigert theoretischen Carnot-Wirkungsgrad exponentiell und ermöglicht höheren realen Coefficient of Performance.

Verdampfer-Funktion: Wärme-Extraktion und Kondensations-Energie

Der Verdampfer als Lamellen-Wärmetauscher mit 1,5-3 m² Oberfläche kühlt Abluft von 20°C Eintritt auf minus 5 bis plus 5°C Austritt durch Wärme-Übertragung auf Kältemittel mit Siedepunkt minus 40 bis minus 10°C bei 3-6 bar Niederdruck. Die Abkühlung um 15-25 Kelvin extrahiert 5-15 Watt thermische Leistung pro Kubikmeter und Stunde Luft-Durchsatz bei Luft-Dichte 1,2 kg/m³ und spezifischer Wärmekapazität 1,0 kJ/(kg·K).
Thermische Leistungs-Berechnung Beispiel:
  • Volumenstrom: 150 m³/h
  • Temperatur-Differenz: 20 Kelvin (von 20°C auf 0°C)
  • Extrahierte Leistung: 150 × 1,2 × 1,0 × 20 ÷ 3.600 = 1,0 kW thermisch
Die zusätzliche Kondensations-Wärme gewinnt 50-150 Watt thermisch durch Wasser-Ausfall bei relativer Feuchte-Reduktion von 50-70% auf unter 30% Sättigung. Die Kondensations-Enthalpie von 2.500 kJ/kg Wasser monetarisiert Feuchtigkeits-Energie zusätzlich zur sensiblen Wärme. Das anfallende Kondensat von 2-8 Liter täglich leitet in Abwasser-System nach Neutralisations-Filter bei pH-Wert unter 6,5 zur Vermeidung von Rohr-Korrosion.

Thermodynamischer COP-Vorteil: 27 Kelvin niedrigerer Hub

Der Coefficient of Performance berechnet sich als Quotient thermische Heizleistung zu elektrischer Verdichter-Leistungsaufnahme und steigt exponentiell mit geringerem thermodynamischem Hub nach Carnot-Wirkungsgrad-Annäherung.
COP-Vergleich bei 55°C Vorlauftemperatur:
ParameterAbluft-WärmepumpeLuft-Wasser-Wärmepumpe (A-7)
Quellentemperatur20°C (293 Kelvin)-7°C (266 Kelvin)
Vorlauftemperatur55°C (328 Kelvin)55°C (328 Kelvin)
Temperaturhub35 Kelvin62 Kelvin
Theoretischer Carnot-COP9,4 (328 ÷ 35)5,3 (328 ÷ 62)
Carnot-Effizienz real60-70%60-70%
Realer COP messbar5,6-6,63,2-3,7
COP-Vorteil+75-80%Basis-Referenz
Die Abluft-Wärmepumpe gewinnt 2,4-3,0 COP-Punkte absolut durch 27 Kelvin niedrigeren Hub bei identischer Vorlauftemperatur-Anforderung. Die Vorlauftemperatur-Optimierung verstärkt Effizienz-Vorteil zusätzlich – Absenkung von 55 auf 35°C durch Fußbodenheizung statt Heizkörper steigert COP um 2,0-2,5 Prozent pro Kelvin oder 40-50% gesamt bei 20 Kelvin Reduktion.
Optimale Betriebs-Kombinationen nach COP:
VorlauftemperaturAbluft-Wärmepumpe COPLuft-Wasser COP A7/WCOP-Differenz
35°C (Fußbodenheizung)6,5-8,04,5-5,0+44-60%
45°C (Niedertemperatur-Heizkörper)5,8-7,03,8-4,3+53-63%
55°C (Standard-Heizkörper)5,0-6,23,2-3,7+56-68%
Die Kombination Abluft-Quelle plus Flächenheizung 32-35°C maximiert COP auf 6,5-8,0 versus 3,5-4,5 bei Luft-Wasser-Systemen A7/W35 – nahezu Verdopplung der thermodynamischen Effizienz.

Welche Jahresarbeitszahl erreichen Abluft-Wärmepumpen praktisch?

Die Jahresarbeitszahl als gewichteter Jahres-Durchschnitt aller Betriebs-Zustände inklusive Warmwasser-Bereitung, Legionellen-Schaltung und Heizstab-Nutzung liegt bei 3,8-4,5 für optimal ausgelegte Systeme in Passivhäusern.

JAZ-Einflussfaktoren: Warmwasser degradiert Effizienz

Ein 120 m² Passivhaus mit 6.000 kWh Jahres-Wärmebedarf bei 50 kWh/m² spezifischem Verbrauch erreicht JAZ 4,2 für Strom-Verbrauch 1.429 kWh jährlich oder 357 EUR bei 25 Cent pro Kilowattstunde Wärmepumpe plus 700 kWh KWL-Ventilator für Gesamt-Stromkosten 532 EUR jährlich.
JAZ-Degradation durch drei Ineffizienz-Quellen:
  • Warmwasser-Bereitung auf 50-55°C:
    • Höherer Hub als Raumheizung 35-45°C Vorlauftemperatur
    • COP-Reduktion von 6,5 auf 4,0-4,5 bei Warmwasser-Betrieb
    • Anteil Warmwasser: 15-25% Gesamt-Wärmebedarf (900-1.500 kWh jährlich)
  • Legionellen-Schaltung 60-65°C wöchentlich:
    • Heizstab-Aktivierung bei COP 1,0 (100% elektrische Direktheizung)
    • Zusatz-Verbrauch: 100-200 kWh jährlich (1,5-3% Gesamt-Wärmebedarf)
    • JAZ-Degradation: -0,1 bis -0,2 Punkte
  • Spitzenlast-Abdeckung bei Extrem-Außentemperaturen:
    • Heizstab-Aktivierung wenn Wärmepumpen-Leistung unter Gebäude-Wärmebedarf fällt
    • Optimaler Bivalenzpunkt: -8 bis -12°C für Heizstab-Anteil <3-5% Jahres-Wärmebedarf
    • Fehlerhafte Einstellung: -2 bis -5°C erhöht Heizstab-Anteil auf 10-20% mit JAZ-Erosion von 4,2 auf 3,5-3,8
Praxis-JAZ dokumentiert nach Gebäude-Standard:
Gebäude-TypSpez. HeizlastVorlauftemperaturJAZ-BereichStrom-Kosten 120m²
Passivhaus10-15 W/m²32-35°C Fußboden4,2-4,5357-429 EUR/Jahr
KfW4015-25 W/m²35-40°C Fußboden3,8-4,2429-474 EUR/Jahr
KfW5525-35 W/m²40-50°C Heizkörper3,5-3,8474-514 EUR/Jahr
Altbau saniert>50 W/m²>55°C Heizkörper2,8-3,2Ungeeignet
Die JAZ-Degradation bei Altbauten durch höhere Vorlauftemperatur und größere Heizlast eliminiert Effizienz-Vorteil der Abluft-Wärmepumpe vollständig – Luft-Wasser-System mit höherer Leistung erreicht identische oder bessere Gesamt-Wirtschaftlichkeit.

BEG-Förderung 2026: Automatischer Effizienz-Bonus

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude fordert minimale JAZ 4,5 für Wärmepumpen in Neubauten zur Förder-Berechtigung. Abluft-Wärmepumpen erfüllen diese Anforderung bei korrekter Auslegung mit Flächenheizung und niedrigem Heizstab-Anteil problemlos.
BEG-Förderstruktur 2026:
Förder-KomponenteProzentsatzVoraussetzungAbluft-WP qualifiziert?
Grundförderung30%Selbstnutzung oder VermietungJa
Geschwindigkeits-Bonus20%Fossil >20 Jahre oder Öl bis 31.12.2028Ja (Bestand)
Effizienz-Bonus5%Natürliches Kältemittel oder JAZ ≥4,5Ja (automatisch)
Einkommens-Bonus30%Haushaltseinkommen <40.000 EURJa (wenn zutreffend)
Maximum70%Kombination aller BoniJa
Die Gesamt-Förderung erreicht 35% automatisch für Abluft-Wärmepumpen im Neubau durch Kombination Grundförderung plus Effizienz-Bonus ohne Einkommens-Prüfung. Im Gebäude-Bestand addiert Geschwindigkeits-Bonus 20% für 55% Gesamt-Förderung bei Austausch funktionstüchtiger Gas-Heizung über 20 Jahre oder Öl-Heizung beliebigen Alters.
Förder-Beispiele konkret:
Szenario 1 - Neubau Standard (35%):
  • Investition: 15.000 EUR (Abluft-WP + KWL-Integration)
  • Förderung: 30% + 5% = 35%
  • Zuschuss: 5.250 EUR
  • Eigenanteil: 9.750 EUR
Szenario 2 - Bestand mit alter Gasheizung (55%):
  • Investition: 18.000 EUR
  • Förderung: 30% + 20% + 5% = 55%
  • Zuschuss: 9.900 EUR
  • Eigenanteil: 8.100 EUR
Szenario 3 - Einkommensbonus zusätzlich (70% Maximum):
  • Investition: 20.000 EUR
  • Förderung: 30% + 20% + 5% + 30% = 85%, begrenzt auf 70%
  • Zuschuss: 14.000 EUR
  • Eigenanteil: 6.000 EUR
Die förderfähigen Kosten-Obergrenze liegt bei 30.000 EUR pro Wohneinheit für maximalen Zuschuss 21.000 EUR bei 70% Förderquote.

Warum limitiert der Volumenstrom die maximale Heizleistung?

Die fundamentale Begrenzung der Abluft-Wärmepumpe resultiert aus hygienisch limitiertem Luftwechsel zur Vermeidung übermäßiger Raum-Entfeuchtung unter 30% relative Feuchte und unnötiger Lüftungs-Wärmeverluste.

DIN 1946-6 Luftwechsel-Anforderungen: Hygiene begrenzt Volumenstrom

Die DIN 1946-6 fordert Mindest-Luftwechsel 0,3-0,5 h⁻¹ für Wohngebäude entsprechend 60-100 m³/h bei 200 m³ Raum-Volumen typisches Einfamilienhaus. Die empfohlene Nenn-Lüftung liegt bei 0,4-0,6 Luftwechsel oder 80-120 m³/h für hygienisch akzeptable Luft-Qualität ohne Über-Entfeuchtung oder Zugerscheinungen.
Volumenstrom-Berechnung nach Gebäude-Größe:
WohnflächeRaum-Volumen (2,5m Höhe)Luftwechsel 0,5 h⁻¹Volumenstrom maximalHeizleistung bei 20K Abkühlung
80 m²200 m³0,5 h⁻¹100 m³/h0,7 kW thermisch
120 m²300 m³0,5 h⁻¹150 m³/h1,0 kW thermisch
150 m²375 m³0,5 h⁻¹188 m³/h1,3 kW thermisch
200 m²500 m³0,5 h⁻¹250 m³/h1,7 kW thermisch
Die extrahierbare thermische Leistung berechnet aus Volumenstrom multipliziert mit Luft-Dichte 1,2 kg/m³, spezifischer Wärmekapazität 1,0 kJ/(kg·K) und Temperatur-Differenz zwischen Eintritt und Austritt. Ein System mit 150 m³/h Volumenstrom und 20 Kelvin Abkühlung von 20°C auf 0°C extrahiert 1,0 kW thermisch.

Maximale Heizleistung: 1,5-8 kW praktische Obergrenze

Die praktische Obergrenze liegt bei 1,5-8 kW Heizleistung für Abluft-Wärmepumpen-Systeme durch Kombination aus Volumenstrom-Limit, Temperatur-Differenz-Grenze zur Kondensations-Vermeidung im Abluft-Kanal und realer COP unter Carnot-Maximum.
Leistungs-Kalkulation mit COP-Faktor:
VolumenstromThermisch extrahiertCOP-FaktorMaximale HeizleistungGeeignet für
100 m³/h0,7 kW6,04,2 kW80 m² Passivhaus
150 m³/h1,0 kW6,06,0 kW120 m² Passivhaus
200 m³/h1,4 kW5,57,7 kW150 m² KfW40
250 m³/h1,7 kW5,08,5 kW180 m² KfW40
Ein 150 m² Passivhaus mit 4-6 kW Heizlast bei minus 15°C Auslegungstemperatur eignet sich ideal für Abluft-Wärmepumpe mit 150-200 m³/h Volumenstrom. Ein 200 m² Altbau mit 12-18 kW Heizlast überfordert System fundamental und erfordert bivalente Ergänzung durch Gas-Therme oder Pellet-Kessel.
Gebäude-Eignung nach Heizlast-Berechnung:
Geeignet (Heizlast <8 kW):
  • Passivhaus-Standard: <15 W/m² spezifische Heizlast
  • KfW40-Neubau: 15-25 W/m² mit exzellenter Dämmung
  • U-Wert Außenwände: <0,15 W/(m²K)
  • Luftdichtheit n50: <0,6 h⁻¹ bei 50 Pascal
  • Fensterglas: Dreifach-Verglasung Ug <0,7 W/(m²K)
Ungeeignet (Heizlast >10 kW):
  • Altbau unsaniert: >100 W/m² spezifische Heizlast
  • EnEV 2014/2016 ohne Zusatz-Dämmung: 40-80 W/m²
  • U-Wert Außenwände: >1,0 W/(m²K)
  • Luftdichtheit n50: >5 h⁻¹ (undichte Fenster, Fugen)
  • Fensterglas: Zweifach-Verglasung Ug >1,5 W/(m²K)

KWL-Integration zwingend: 3.000-8.000 EUR Zusatz-Investition

Die kontrollierte Wohnraumlüftung als zwingende Voraussetzung addiert 3.000-8.000 EUR Investition für Kanal-System, Ventilator-Einheiten und Wärmerückgewinnung mit 80-95% Effizienz.
KWL-Komponenten und Kosten:
KomponenteFunktionKosten-Bereich
Zentral-Gerät mit WRGWärmetauscher, Ventilatoren, Filter1.800-4.000 EUR
Kanal-System mit DämmungHaupt-Stränge 100-160mm, Raum-Anbindungen 75-100mm800-2.500 EUR
Luftdurchlässe Zuluft/AbluftPro Raum 2-4 Durchlässe regulierbar400-800 EUR
Installation und MontageKanal-Verlegung, Elektrik, Inbetriebnahme1.000-2.000 EUR
Gesamt KWL-IntegrationKomplett-System3.000-8.000 EUR
Die moderne KWL-Anlage mit Kreuzstrom-Wärmetauscher reduziert Lüftungs-Wärmeverluste von 30-50% Gesamt-Wärmebedarf bei Fenster-Lüftung auf 3-8% durch Vorwärmung Zuluft von minus 10°C auf plus 15°C Eintritt bei 90% WRG-Effizienz.
Kanal-Dimensionierung:
  • Haupt-Stränge: 100-160 mm Durchmesser für 80-150 m³/h Volumenstrom
  • Raum-Anbindungen: 75-100 mm für 20-40 m³/h je Raum
  • Dämmung: 13-20 mm Mineralwolle oder Armaflex gegen Tauwasser
  • Installation: Abgehängte Decken, Dach-Schrägen, Wand-Vorbauten mit 150-300 mm Höhe
Die Wartungs-Anforderung umfasst vierteljährlichen Filter-Wechsel für 20-40 EUR Material pro Satz bei Grob- und Fein-Filter G4 und F7 Klasse und jährliche Kanal-Inspektion auf Verschmutzung oder Schimmel-Bildung durch Kondensat-Stau. Die Ventilator-Lebensdauer erreicht 15-25 Jahre bei EC-Motor-Technologie mit 80-100 Watt elektrischer Dauerleistung für 700-880 kWh jährlichen Zusatz-Stromverbrauch.

Was kostet eine Abluft-Wärmepumpe mit Installation komplett?

Die Gesamt-Investition variiert zwischen 10.000-25.000 EUR brutto abhängig von Gebäude-Größe, System-Komplexität und KWL-Installations-Aufwand. Die BEG-Förderung mit 35-55% reduziert Netto-Belastung auf 4.500-16.250 EUR.

Investitions-Aufschlüsselung: 120 m² Passivhaus Beispiel-Projekt

Vollständige Kosten-Kalkulation Neubau:
KostenpositionBeschreibungBetrag
Abluft-WP KompaktgerätInkl. 200L Warmwasser-Speicher, Inverter-Regelung8.500 EUR
KWL-Zentral-GerätKreuzstrom-WRG 90%, EC-Ventilatoren2.800 EUR
Kanal-System komplettHaupt-Stränge, Raum-Anbindungen, Dämmung1.800 EUR
LuftdurchlässeZuluft/Abluft pro Raum regulierbar600 EUR
Installation WärmepumpeHydraulik, Elektrik 230V, Inbetriebnahme1.800 EUR
Installation KWLKanal-Verlegung, Luftmengen-Messung, Abgleich1.500 EUR
ZusatzkomponentenKondensatwanne, pH-Neutralisation, Steuerung450 EUR
Brutto-InvestitionSumme vor Förderung17.450 EUR
BEG-Förderung (35%)Grundförderung 30% + Effizienz-Bonus 5%-6.108 EUR
Netto-InvestitionEigenanteil nach Förderung11.342 EUR
Gebäude-Bestand mit Altkessel-Austausch (55% Förderung):
KostenpositionBeschreibungBetrag
System wie NeubauIdentische Komponenten17.450 EUR
KWL-Nachrüstung MehraufwandWand-Durchbrüche, abgehängte Decken3.500 EUR
Demontage AltanlageÖl/Gas-Kessel Entsorgung, Rohrleitungen1.200 EUR
Brutto-Investition BestandSumme vor Förderung22.150 EUR
BEG-Förderung (55%)30% + 20% Geschwindigkeit + 5% Effizienz-12.183 EUR
Netto-InvestitionEigenanteil nach Förderung9.967 EUR
Die KWL-Nachrüstung in Bestandsgebäuden erhöht Investition um 3.000-6.000 EUR durch aufwendige Wand-Durchbrüche und sichtbare Kanal-Führung versus Neubau mit geplanten Installations-Schächten.

Betriebs-Kosten: Wärmepumpe plus KWL-Ventilator

Die jährlichen Strom-Kosten berechnen aus Wärmebedarf dividiert durch JAZ plus KWL-Ventilator-Verbrauch.
120 m² Passivhaus Betriebs-Kosten-Analyse:
KostenkomponenteBerechnungBetrag
Jahres-Wärmebedarf50 kWh/m² × 120 m²6.000 kWh
JAZ Abluft-WärmepumpePassivhaus-Standard4,2
Stromverbrauch Wärmepumpe6.000 kWh ÷ 4,21.429 kWh
Stromverbrauch KWL-Ventilator80 Watt × 8.760 Stunden700 kWh
Gesamt-StromverbrauchWärmepumpe + Ventilator2.129 kWh
Strompreis 2026Durchschnitt Deutschland0,30 EUR/kWh
Jahreskosten Strom2.129 kWh × 0,30 EUR639 EUR
Wartung WärmepumpeJährliche Inspektion, Kältemittel-Kontrolle150 EUR
Wartung KWL4× Filter-Wechsel, Kanal-Reinigung (anteilig)120 EUR
Gesamtkosten pro JahrStrom + Wartung909 EUR
Vergleich Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne KWL:
KostenkomponenteLuft-Wasser-SystemDifferenz zu Abluft
Jahres-Wärmebedarf6.000 kWhIdentisch
JAZ Luft-Wasser3,5 (ohne KWL-Komfort)-0,7 versus Abluft
Stromverbrauch Wärmepumpe6.000 kWh ÷ 3,5 = 1.714 kWh+285 kWh
Stromverbrauch KWLNicht vorhanden-700 kWh
Gesamt-Stromverbrauch1.714 kWh-415 kWh
Jahreskosten Strom514 EUR-125 EUR
Lüftungswärmeverluste1.500-3.000 kWh bei Fenster-Lüftung+450-900 kWh
Reale Gesamt-Bilanz600-750 EUR-100 bis +250 EUR
Die scheinbar höheren Kosten der Abluft-Wärmepumpe (639 EUR Strom + 270 EUR Wartung = 909 EUR) versus Luft-Wasser (514 EUR) kompensieren durch eliminierten Lüftungs-Wärmeverlust von 1.500-3.000 kWh bei Fenster-Lüftung. Die Gesamt-Bilanz zeigt Abluft-Wärmepumpe plus KWL günstiger oder gleichwertig bei deutlich höherem Komfort durch konstante Luft-Qualität ohne Fenster-Öffnung.

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20-Jahre-Gesamtkostenrechnung: Abluft versus Gas-Brennwertkessel

KostenkomponenteAbluft-WP + KWLGas-BrennwertkesselDifferenz
Anschaffung & Installation17.450 EUR11.000 EUR+6.450 EUR
BEG-Förderung (35%/0%)-6.108 EUR0 EUR-6.108 EUR
Netto-Investition Jahr 011.342 EUR11.000 EUR+342 EUR
Stromkosten 20 Jahre12.780 EUR¹--
Gaskosten 20 Jahre-42.300 EUR²-
KWL-Ventilator 20 Jahre4.200 EUR³--
Wartung 20 Jahre2.700 EUR⁴4.800 EUR⁵-2.100 EUR
Schornsteinfeger 20 Jahre0 EUR2.400 EUR-2.400 EUR
CO₂-Steuer 20 Jahre0 EUR6.800 EUR⁶-6.800 EUR
Gesamtkosten 20 Jahre31.022 EUR67.300 EUR-36.278 EUR
¹ 1.429 kWh/Jahr × 0,30 EUR/kWh × 20 Jahre, Strompreis-Steigerung 2,0%/Jahr
² 6.000 kWh ÷ 0,92 Nutzungsgrad = 6.522 kWh Gas/Jahr × 0,12 EUR/kWh × 20 Jahre, Gaspreis-Steigerung 3,5%/Jahr
³ 700 kWh/Jahr × 0,30 EUR/kWh × 20 Jahre
⁴ Jährliche Wartung 135 EUR (WP 150 EUR + KWL 120 EUR ÷ 2 Jahre Kanal)
⁵ Jährliche Wartung 240 EUR
⁶ CO₂-Preis 2026: 55 EUR/t, steigend auf 350 EUR/t bis 2035
Wirtschaftliche Kern-Kennzahlen:
  • Amortisationszeit bei 35%-Förderung: 0,9 Jahre
  • Break-Even bei 55%-Förderung: Sofort rentabel (9.967 EUR < 11.000 EUR Gasheizung)
  • 20-Jahre-Gesamtersparnis: 36.278 EUR
  • Jährliche Durchschnitts-Ersparnis: 1.814 EUR

Welche Gebäude eignen sich für Abluft-Wärmepumpen?

Die Abluft-Wärmepumpe eignet sich ausschließlich für Neubauten nach höchstem Effizienz-Standard mit sehr niedriger spezifischer Heizlast und zwingender KWL-Infrastruktur.

Ideale Anwendungs-Szenarien: Passivhaus und KfW40

Gebäude-Anforderungen im Detail:
KriteriumMindest-AnforderungOptimalBegründung
Spezifische Heizlast<25 W/m²<15 W/m²Limitierte Leistung 1,5-8 kW
Gesamt-Heizlast<8 kW<6 kWVolumenstrom-Begrenzung
U-Wert Außenwände<0,20 W/(m²K)<0,15 W/(m²K)Niedrige Wärmeverluste
U-Wert Dach<0,15 W/(m²K)<0,10 W/(m²K)Minimale Transmissions-Verluste
U-Wert Fenster<0,90 W/(m²K)<0,80 W/(m²K)Dreifach-Verglasung Edel-Gas
Luftdichtheit n50<1,0 h⁻¹<0,6 h⁻¹KWL-Funktion garantiert
Vorlauftemperatur<45°C32-35°CCOP-Optimierung
Wohnfläche80-180 m²100-150 m²Leistungs-Matching
Passivhaus-Standard (optimal):
  • Heizwärmebedarf: <15 kWh/(m²a)
  • Primärenergiebedarf: <120 kWh/(m²a)
  • Luftdichtheit n50: <0,6 h⁻¹ bei 50 Pascal Druck-Differenz
  • Wärmerückgewinnung: ≥75% Effizienz
  • Spezifische Heizlast: <10 W/m² bei minus 10°C Auslegungstemperatur
KfW40-Neubau (geeignet):
  • Primärenergiebedarf: 40% Referenzgebäude EnEV
  • Transmissionswärmeverlust: 55% Referenzgebäude
  • Luftdichtheit n50: <1,5 h⁻¹
  • Spezifische Heizlast: 15-25 W/m²
KfW55 (Grenzfall):
  • Primärenergiebedarf: 55% Referenzgebäude
  • Höhere Heizlast 25-35 W/m² erfordert größere Dimensionierung
  • Risiko Leistungs-Überforderung bei Extrem-Temperaturen

Ausschluss-Kriterien: Wann Abluft-Wärmepumpe fundamental versagt

Absolut ungeeignete Gebäude-Typen:
  • Unsanierte Altbauten pre-1980:
    • Heizlast >100 W/m² oder 15-25 kW Gesamt-Bedarf
    • U-Werte >1,0 W/(m²K) Außenwände ohne Dämmung
    • n50-Werte >5 h⁻¹ durch undichte Fenster und Fugen
    • Vorlauftemperatur-Anforderung >60°C alte Heizkörper
  • Gebäude ohne KWL-Infrastruktur:
    • Nachrüstung 8.000-15.000 EUR mit Wand-Durchbrüchen
    • Abgehängte Decken erforderlich (Raumhöhe-Verlust 15-30 cm)
    • Bewohnte Gebäude: Installation-Störung 3-5 Wochen
    • Sichtbare Kanal-Führung bei begrenzter Decken-Höhe
  • Fenster-Lüftungs-Präferenz:
    • Offene Fenster reduzieren Abluft-Volumenstrom zur Wärmepumpe
    • Bypass der KWL-Anlage erhöht Lüftungswärmeverluste auf 40-60%
    • Unkontrollierte Außenluft-Zuführung untergräbt System-Konzept
  • Große Wohnflächen >200 m²:
    • Heizlast-Anforderung übersteigt 8 kW bei Standard-Dämmung
    • Volumenstrom-Bedarf überschreitet hygienische 0,6 h⁻¹ Grenze
    • Bivalente Ergänzung Gas/Pellets eliminiert Abluft-Vorteil
Praxis-Beispiele Eignung:
Geeignet - 120 m² Passivhaus Neubau:
  • Heizlast: 1.200 Watt (10 W/m²)
  • Volumenstrom: 150 m³/h (0,5 h⁻¹)
  • Vorlauftemperatur: 32°C Fußbodenheizung
  • JAZ-Erwartung: 4,5
  • System-Kosten: 15.000 EUR, nach Förderung 9.750 EUR
Grenzfall - 180 m² KfW40 Neubau:
  • Heizlast: 3.600 Watt (20 W/m²)
  • Volumenstrom: 225 m³/h (0,5 h⁻¹)
  • Vorlauftemperatur: 38°C Fußbodenheizung
  • JAZ-Erwartung: 4,0
  • System-Kosten: 20.000 EUR, nach Förderung 13.000 EUR
  • Risiko: Leistungs-Defizit bei <-12°C (Heizstab-Aktivierung)
Ungeeignet - 200 m² Altbau 1970 teilsaniert:
  • Heizlast: 12.000 Watt (60 W/m²)
  • Volumenstrom-Bedarf: >600 m³/h (unmöglich)
  • Vorlauftemperatur: 55°C alte Heizkörper
  • Alternative: Luft-Wasser-Wärmepumpe 12-16 kW

Mehrfamilienhäuser: Zentrale Abluft-Systeme skalieren

Die Mehrfamilienhäuser mit zentraler Abluft-Führung skalieren System-Konzept auf 50-400 kW Gesamt-Heizleistung durch Kaskaden-Schaltung mehrerer Wärmepumpen-Einheiten.
NIBE AirSite-System Beispiel:
KonfigurationAnzahl EinheitenLeistung gesamtWohneinheitenVorlauftemperatur
Klein2-3 Module24-36 kW8-12 WEbis 65°C
Mittel4-6 Module48-72 kW16-24 WEbis 65°C
Groß8-12 Module96-144 kW32-48 WEbis 65°C
Maximumbis 33 Modulebis 405 kWbis 135 WEbis 65°C
Die zentrale Abluft-Sammlung aus allen Wohneinheiten generiert 2.000-8.000 m³/h Volumenstrom für ausreichende Wärmequelle auch bei großen Leistungs-Anforderungen. Die Inverter-gesteuerten Verdichter und optimierte Wärmetauscher-Geometrie erreichen JAZ 3,8-4,2 trotz höherer Vorlauftemperatur 55-65°C für gemischte Heizkörper/Fußbodenheizung-Systeme.

Bieten Abluft-Wärmepumpen Kühlung und Smart-Grid-Funktionen?

Moderne Abluft-Wärmepumpen 2026 integrieren reversiblen Betrieb zur aktiven Gebäude-Kühlung und Smart-Grid-Ready-Schnittstellen für PV-Überschuss-Verwertung.

Aktive Sommer-Kühlung: Reversibel über Fußbodenheizung

Die reversible Abluft-Wärmepumpe bietet aktive Gebäude-Kühlung über Fußbodenheizung als Flächenkühlung mit 20-60 Watt pro Quadratmeter Kühlleistung bei 16-18°C Vorlauftemperatur.
Kühl-Funktion technisch:
ParameterHeiz-ModusKühl-ModusFunktions-Änderung
WärmequelleAbluft 20°CHeizkreis-Wasser 22°CUmkehrung
WärmesenkeHeizkreis 35-55°CAbluft 28-32°CUmkehrung
Kältekreis-RichtungNormalReversiert4-Wege-Ventil
Leistung4-8 kW Heizleistung1-3 kW KühlleistungVolumenstrom-limitiert
EER (Kühl-Effizienz)-3,0-4,5Niedriger Hub
Vorlauftemperatur32-55°C16-18°CTaupunkt-Grenze
Die Umkehrung des Kältekreislaufs entzieht Wärme aus Heizkreis-Wasser und gibt sie an Abluft ab die mit 25-30°C Temperatur-Erhöhung ausgeblasen wird. Die maximale Kühlleistung limitiert auf 1-3 kW durch Abluft-Volumenstrom und zulässige Abluft-Temperatur unter 35°C zur Vermeidung Kanal-Überhitzung.
Kühlungs-Strategien kombiniert:
Passive Kühlung (kostenlos):
  • Kühle Nachtluft 15-20°C zur Gebäude-Durchspülung
  • Erhöhter Volumenstrom 300-600 m³/h ohne Wärmepumpen-Betrieb
  • Raum-Temperatur-Reduktion 2-4 Kelvin bis morgens
  • Thermische Trägheit Beton-Decken verzögert Tag-Aufheizung
Aktive Kühlung (ca. 50-150 EUR/Jahr):
  • Wärmepumpen-Betrieb tagsüber bei >26°C Raum-Temperatur
  • 200-600 kWh Kühl-Strombedarf für 600-2.400 kWh Kälte-Erzeugung
  • EER 3,0-4,5 deutlich effizienter als mobile Klima-Geräte (EER 2,0-2,5)
  • 30-60 Kühl-Tage pro Sommer in Deutschland
Die Kombination passive Nacht-Kühlung plus aktive Tag-Kühlung hält Raum-Temperatur unter 26°C während Sommer-Hitzeperioden mit 30-35°C Außentemperatur ohne separate Klima-Anlage.

PV-Integration und Eigenverbrauch: Smart-Grid-Ready 2026

Die Smart-Grid-Ready (SG-Ready) Schnittstelle ermöglicht Kommunikation zwischen Photovoltaik-Wechselrichter und Abluft-Wärmepumpe zur Überschuss-Verwertung mittags zwischen 10-16 Uhr.
PV-Überschuss-Verwertung Beispiel:
TageszeitPV-ErzeugungHaushalts-LastÜberschussWärmepumpen-Aktion
06:00-09:000,5-2,0 kW0,8-1,2 kW0 kWNormal-Betrieb
10:00-14:004,0-6,0 kW0,4-0,6 kW3,4-5,4 kWWarmwasser-Boost 55-60°C
15:00-18:002,0-4,0 kW0,6-1,0 kW1,0-3,0 kWSpeicher-Aufladung
19:00-22:000-0,5 kW1,5-2,5 kW0 kWGespeicherte Wärme nutzen
Eine 6-kWp-PV-Anlage erzeugt 2-5 kW Überschuss nach Abzug Haushalts-Grundlast 0,3-0,8 kW mittags. Die Abluft-Wärmepumpe mit 0,8-1,5 kW elektrischer Leistungsaufnahme konsumiert Überschuss und lädt Warmwasser-Speicher auf 55-60°C über Normal-Temperatur 50°C.
Eigenverbrauchs-Optimierung:
SzenarioEigenverbrauchsquoteMonetarisierter VorteilJährliche Überschuss-Verwertung
Ohne Wärmepumpen-Integration30-35%Basis0 kWh
Mit Smart-Grid-Steuerung50-65%+18-22 Cent/kWh Differenz400-1.200 kWh
Zusatz-Einsparung jährlich-8 Cent Einspeisung → 30 Cent vermieden72-264 EUR
Die thermische Speicherung von 5-10 kWh zusätzlich im Warmwasser-Speicher vermeidet Netz-Bezug abends für Warmwasser-Bereitung. Die Eigenverbrauchs-Quote steigt von 30 auf 50-65% durch Wärmepumpen-Integration für monetarisierten Vorteil 18-22 Cent pro Kilowattstunde Differenz zwischen Einspeise-Vergütung 8 Cent und vermiedenem Netz-Bezug 30 Cent.
Dynamische Strom-Tarife zusätzlich:
Die dynamischen Strom-Tarife mit stündlich variablen Preisen zwischen 15-45 Cent pro Kilowattstunde optimieren Wärmepumpen-Betrieb auf günstige Nacht-Stunden unter 20 Cent und pausieren während teurer Mittags-Stunden über 35 Cent bei bewölktem Wetter ohne PV-Erzeugung.
Umsetzungs-Anforderung:
  • Smart-Meter mit 15-Minuten-Auflösung
  • API-Schnittstelle zur Wärmepumpen-Regelung
  • Energie-Management-System: 500-1.500 EUR Hardware
  • Service-Gebühr dynamischer Tarif: 10-20 EUR monatlich
  • Ersparnis-Potenzial: 150-400 EUR jährlich versus Standard-Tarif

Welche Hersteller bieten welche Abluft-Wärmepumpen 2026?

Der deutsche Abluft-Wärmepumpen-Markt 2026 wird von etablierten Premiumherstellern und spezialisierten Lüftungstechnik-Anbietern dominiert.

Marktführer nach Technologie-Klasse

Premium-Segment mit Smart-Grid:
HerstellerModell-SerieLeistungSCOP-KlasseSmart-GridPreis-Niveau
NIBES735C, Fighter4-8 kWA+++ (4,5-4,8)SG-Ready9.000-12.000 EUR
Stiebel EltronLWZ 304/404 Trend3-6 kWA+++ (4,2-4,5)SG-Ready8.500-11.500 EUR
DimplexLA 60TU Plus4-7 kWA++ (3,8-4,2)Basis7.500-10.000 EUR
AerecoAWN Connect3-5 kWA+++ (4,3-4,6)Cloud-basiert10.000-13.000 EUR
Mittelklasse-Segment Standard:
HerstellerModell-SerieLeistungSCOP-KlasseBesonderheitPreis-Niveau
Stiebel EltronLWZ 170 Plus2-4 kWA++ (3,8-4,0)Kompakt-Bauweise6.500-8.500 EUR
NilanCompact P Air3-6 kWA++ (3,7-4,1)Dänische Qualität7.000-9.500 EUR
HelioseasyControls KWL2-5 kWA+ (3,5-3,8)Fokus Lüftung5.500-7.500 EUR

NIBE S735C: Smart-Grid-Champion mit Cloud-Integration

Die NIBE S735C repräsentiert technologische Speerspitze bei Abluft-Wärmepumpen durch vollständige IoT-Integration und selbstlernende Regelungs-Algorithmen.
Technische Alleinstellungs-Merkmale S735C:
  • Inverter-Regelung: Stufenlose Modulation 1,5-8 kW statt Ein/Aus-Betrieb
  • SCOP 4,7: Branchenführend bei 35°C Vorlauftemperatur
  • SG-Ready Plus: Bidirektionale Kommunikation mit Energie-Management-Systemen
  • Cloud-Regelung: NIBE Uplink für weltweiten Zugriff und Ferndiagnose
  • Integrierter 300L Speicher: Warmwasser-Bereitung inklusive ohne separaten Tank
  • Preis: 11.500-12.500 EUR Gerät, 18.000-22.000 EUR komplett installiert
NIBE Uplink Cloud-Funktionen:
  • Smartphone-App iOS/Android für Regelung und Monitoring
  • Automatische Software-Updates Over-the-Air
  • Predictive Maintenance: Störungs-Vorhersage 4-8 Wochen voraus
  • Energie-Verbrauchs-Statistik mit Effizienz-Optimierungs-Tipps
  • Integration Smart Home (Google, Alexa, Apple HomeKit)

Stiebel Eltron LWZ: Integral-System deutscher Traditions-Hersteller

Stiebel Eltron positioniert LWZ-Serie als All-in-One-Lösung für Heizen, Kühlen, Lüften und Warmwasser in einem Kompakt-Gerät.
LWZ 304/404 Trend Spezifikation:
MerkmalLWZ 304 TrendLWZ 404 Trend
Heizleistung3,5 kW5,0 kW
SCOP 35°C4,34,5
Warmwasser-Speicher180 Liter300 Liter
Kühl-FunktionPassiv + AktivPassiv + Aktiv
KWL-IntegrationSerienmäßigSerienmäßig
Wärmerückgewinnung92%95%
Preis Gerät8.500 EUR10.500 EUR
Komplett-Installation14.000-17.000 EUR16.000-20.000 EUR
Made in Germany Vorteil:
  • Produktion Holzminden, Niedersachsen
  • 5 Jahre Garantie bei Fachpartner-Wartung
  • Ersatzteil-Verfügbarkeit 15+ Jahre garantiert
  • Bundesweites Service-Netz 120+ Partner

Budget-Alternative: Dimplex LA Serie

Dimplex LA-Modelle bieten solide Basis-Technologie ohne Premium-Features für preisbewusste Käufer.
Kosten-Nutzen Dimplex LA 60TU:
KriteriumDimplex LA 60TUNIBE S735CDifferenz
Heizleistung6 kW7 kW-14%
SCOP 35°C3,94,7-17%
Smart-GridBasis SG-ReadyCloud-integriertFunktions-Reduktion
Warmwasser-SpeicherExtern erforderlich300L integriert+2.000 EUR
Preis Gerät7.500 EUR12.000 EUR-37%
Komplett-Installation13.000-16.000 EUR18.000-22.000 EUR-28%
20-Jahre-Stromkosten13.800 EUR¹12.100 EUR²+1.700 EUR
Gesamt 20 Jahre26.800-29.800 EUR30.100-34.100 EURBreak-Even Jahr 12
¹ 6.000 kWh ÷ JAZ 3,9 × 0,30 EUR/kWh × 20 Jahre
² 6.000 kWh ÷ JAZ 4,7 × 0,30 EUR/kWh × 20 Jahre
Die Dimplex-Ersparnis von 4.000-6.000 EUR initial kompensiert sich durch 1.700 EUR höhere Betriebs-Kosten über 20 Jahre – Break-Even nach 12 Jahren für Budget-bewusste ohne Smart-Grid-Anforderungen.

Fazit: Thermodynamischer Effizienz-Champion für Passivhaus-Nische

Die Abluft-Wärmepumpe etabliert sich als thermodynamisch überlegene Heiz-Lösung mit Jahresarbeitszahl 3,8-4,5 durch konstante Abluft-Quelle 18-24°C versus saisonale Außenluft-Variation minus 15 bis plus 35°C bei Luft-Wasser-Systemen mit JAZ 2,8-3,6. Die fundamentale Limitierung durch Volumenstrom-Abhängigkeit beschränkt maximale Heizleistung auf 1,5-8 kW und erzwingt Einsatz ausschließlich in hochgedämmten Passivhäusern oder KfW40-Gebäuden mit spezifischer Heizlast unter 10 Watt pro Quadratmeter.

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