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Wärmepumpe

Gebläsekonvektoren: Wärmepumpen-Optimierung für Sanierung

Von Urik Muller
Faktengeprüft16 Min. Lesezeit15 Aufrufe

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Das Wichtigste in Kürze:
  • Niedertemperatur-Spezialist für Wärmepumpen: Gebläsekonvektoren erreichen volle Heizleistung bei 35-45°C Vorlauftemperatur versus klassische Radiatoren 55-75°C – JAZ-Steigerung Wärmepumpe 5-15% durch reduzierte Systemtemperatur
  • Erzwungene Konvektion übertrifft Strahlung: Mechanischer Luftstrom über Lamellen-Wärmetauscher erhöht Wärmeübergangskoeffizient α um Faktor 3-5 versus natürliche Konvektion – identische Heizleistung bei 40°C wie Radiator bei 75°C möglich
  • Aktive Kühlung + Entfeuchtung: Reversible Wärmepumpen liefern 7-12°C Kaltwasser, Gebläsekonvektor entzieht 2L Kondensat/Stunde bei hoher Luftfeuchtigkeit – latente Kühlung steigert Komfort schwüle Sommer signifikant
  • Schnelle Reaktionszeit 5-10 Minuten: Geringe thermische Masse versus Fußbodenheizung (Stunden Aufheizzeit) – ideal Büros, Badezimmer, intermittierender Betrieb
  • Marktführer-Portfolio: Daikin Altherma HPC 25 dB(A) Flüstermodus, Vaillant aroVAIR pro 2,5-4,5 kW, Viessmann Bi2 SLR AIR Hybrid-Konzept (Gebläse + Strahlungsplatte), Kampmann Venkon VDI 6022 zertifiziert
  • Investition 800-2.000 EUR/Gerät: BEG-Förderung 70% förderfähig als Umfeldmaßnahme Wärmepumpen-Einbau – Amortisation 5-8 Jahre durch Stromkosten-Einsparung Niedertemperatur-Betrieb
  • Akustik kritischste Schwäche: 25-45 dB(A) Schalldruckpegel je Lüfterstufe – Schlafzimmer-Einsatz kontrovers, kontinuierliche Modulation statt Taktung reduziert Störung
Gebläsekonvektoren repräsentieren thermodynamische Brückentechnologie zwischen hocheffizienten Niedertemperatur-Wärmepumpen (COP-Optimum 35-40°C Vorlauf) und flexibler Raumklimatisierung ohne flächendeckende Fußbodenheizung. Das Funktionsprinzip basiert auf erzwungener Konvektion: Ventilator führt definierten Luftstrom über Lamellen-Wärmetauscher, mechanische Steigerung Massenstrom kompensiert geringe Temperaturdifferenz Heizmedium-Raumluft. Kernvorteil Altbau-Sanierung: Austausch hochtemperatur-abhängiger Radiatoren (70-90°C Vorlauf fossil-Kessel-Ära) ermöglicht Wärmepumpen-Integration ohne 8.000-15.000 EUR Fußbodenheizung-Umbau. Zusatzfunktion aktive Kühlung + Entfeuchtung differenziert versus statische Heizkörper – reversible Wärmepumpen nutzen 7-12°C Kaltwasser, Kondensat-Abführung verhindert Taupunkt-Problematik Fußbodenkühlung. Marktlandschaft fragmentiert: Klassische Heizungsbauer (Vaillant aroVAIR, Viessmann Bi2 SLR) versus Klimatechnik-Spezialisten (Daikin Altherma HPC, Kampmann Venkon) – Design-Range schlank 135mm Tiefe (Daikin FWXV) bis Truhengerät flexibel Wand/Decke-Montage. Kritische Akzeptanz-Faktoren: Schalldruckpegel 25-45 dB(A) Lüfterstufen-abhängig, Luftbewegung wirbelt Staub (Allergiker-Problematik ohne Filter), vertikale Temperaturschichtung (Decke warm, Fußboden kühl) reduziert Behaglichkeit versus Strahlungswärme. BEG-Förderung 2026 qualifiziert Gebläsekonvektoren 70% förderfähig als Umfeldmaßnahme Wärmepumpen-Einbau – wirtschaftliche Amortisation 5-8 Jahre trotz 800-2.000 EUR Investition/Gerät durch Stromkosten-Reduktion JAZ-Steigerung 5-15%.

Warum revolutionieren Gebläsekonvektoren Wärmepumpen-Integration im Altbau?

Gebläsekonvektoren lösen fundamentales Dilemma Altbau-Sanierung: Wärmepumpen-Effizienz maximiert bei Niedertemperatur versus Bestandsgebäude-Heizkörper dimensioniert für Hochtemperatur.

Thermodynamisches Effizienz-Problem klassischer Radiatoren

Konventionelle Heizkörper-Systeme Baujahr pre-1990 basieren auf fossiler Kessel-Logik:
Auslegung historischer Radiator-Heizungen:
  • Vorlauftemperatur Norm-Außentemperatur: 70-90°C
  • Rücklauftemperatur: 55-70°C
  • Heizkörper-Größe limitiert (Platzersparnis 1960-1980er)
  • Wärmeabgabe 60% Strahlung, 40% natürliche Konvektion
Wärmepumpen-COP thermodynamische Grenzen:
Der Coefficient of Performance (COP) beschreibt Effizienz-Verhältnis:
COP = Q_Heizung / W_elektrisch
Carnot-Wirkungsgrad zeigt theoretische Maximum-Effizienz:
η_C = T_high / (T_high - T_low)
Praktisches Beispiel Winter -7°C Außentemperatur:
Szenario 1 - Klassische Radiator-Heizung 70°C Vorlauf:
  • Thigh = 70°C + 273 = 343 K
  • Tlow = -7°C + 273 = 266 K (Außenluft-WP)
  • ηC = 343 / (343-266) = 343/77 = 4,45 (theoretisch)
  • COP praktisch: 2,2-2,6 (50-58% Carnot-Nutzung)
Szenario 2 - Gebläsekonvektor-System 35°C Vorlauf:
  • Thigh = 35°C + 273 = 308 K
  • Tlow = -7°C + 273 = 266 K
  • ηC = 308 / (308-266) = 308/42 = 7,33 (theoretisch)
  • COP praktisch: 3,5-4,0 (48-55% Carnot-Nutzung)
Effizienz-Gewinn Niedertemperatur-System: 35-54% Stromkosten-Reduktion versus Hochtemperatur.
Jahresarbeitszahl (JAZ) Vergleich EFH 150 m²:
System-KonfigurationVorlauftemperaturJAZStromverbrauch 20.000 kWh WärmebedarfStromkosten 0,35 EUR/kWh
Klassische Radiatoren65-75°C3,26.250 kWh2.188 EUR/Jahr
Gebläsekonvektoren35-45°C4,24.762 kWh1.667 EUR/Jahr
Ersparnis-+31%-1.488 kWh-521 EUR/Jahr
20-Jahre-TCO-Vorteil Gebläsekonvektoren: 10.420 EUR Stromkosten-Einsparung versus Hochtemperatur-System.

Erzwungene Konvektion: Physikalisches Funktionsprinzip

Der fundamentale Unterschied liegt im Wärmeübergangs-Mechanismus:
Klassischer Radiator - Natürliche Konvektion + Strahlung:
Wärmeübertragung erfolgt dual:
  • Strahlung (40-60%):
    • Infrarot-Emission Heizkörper-Oberfläche
    • Direkte Erwärmung Raum-Oberflächen (Wände, Möbel, Personen)
    • Temperatur-unabhängig (Stefan-Boltzmann-Gesetz: Q ∝ T⁴)
  • Natürliche Konvektion (40-60%):
    • Lufterwärmung Kontakt Heizkörper-Oberfläche
    • Dichteunterschied warme/kalte Luft → Auftrieb
    • Langsame Zirkulation (0,1-0,3 m/s Luftgeschwindigkeit)
Wärmeübergangskoeffizient natürliche Konvektion:
α_nat = 5-10 W/(m²K)
Gebläsekonvektor - Erzwungene Konvektion:
Mechanisches Gebläse erzwingt Luftstrom:
  • Ventilator saugt Raumluft:
    • Volumenstrom 100-400 m³/h je Gerät
    • Luftgeschwindigkeit Lamellen 2-6 m/s
  • Lamellen-Wärmetauscher:
    • Kupfer-Aluminium-Rippen (hohe Oberfläche)
    • Vorlauf/Rücklauf-Durchströmung
    • Effektive Wärmetauscher-Fläche 1,5-4 m²
  • Temperatur-Abgabe Luft:
    • Eintrittstemperatur Luft: 20°C (Raumtemperatur)
    • Austrittstemperatur Luft: 28-35°C (je Vorlauftemperatur)
    • Temperaturdifferenz-Nutzung: 8-15 K
Wärmeübergangskoeffizient erzwungene Konvektion:
α_erzw = 25-50 W/(m²K)
Effizienz-Steigerung Faktor 3-5 versus natürliche Konvektion.
Übertragbare Wärmeleistung Berechnung:
Q = ṁ · c_p · (T_aus - T_ein)
Wobei:
  • ṁ = Massenstrom Luft (kg/s)
  • c_p = Spezifische Wärmekapazität Luft (1,005 kJ/(kg·K))
  • T_aus - T_ein = Temperaturdifferenz Luftstrom
Beispiel Daikin FWXV15ATV3 bei 45/40°C Vorlauf/Rücklauf:
  • Volumenstrom: 280 m³/h = 0,078 m³/s
  • Luftdichte: 1,2 kg/m³
  • Massenstrom: 0,078 × 1,2 = 0,094 kg/s
  • Austrittstemperatur: 32°C (versus 20°C Eintritt)
  • QQ Q = 0,094 kg/s × 1,005 kJ/(kg·K) × (32-20) K
  • QQ Q = 0,094 × 1,005 × 12 = 1,13 kW
Identische Heizleistung würde klassischer Radiator bei 70°C Vorlauf erfordern – Gebläsekonvektor erreicht dies bei nur 45°C.

Altbau-Sanierung: Fußbodenheizung-Verzicht wirtschaftlich

Gebläsekonvektoren eliminieren 8.000-15.000 EUR Umbau-Kosten Flächenheizung:
Kosten-Vergleich Altbau 150 m² Sanierung:
Variante 1 - Fußbodenheizung-Umbau + Standard-Wärmepumpe:
KostenpositionBetrag
Fußbodenheizung-Installation 150 m²12.000 EUR
Estrich-Aufbau inkl. Dämmung4.500 EUR
Fliesen/Parkett-Neuverlegung9.000 EUR
Elektrische Anpassungen1.200 EUR
Gesamt Umbau26.700 EUR
Wärmepumpe Luft 12 kW (Standard)14.000 EUR
Installation WP + Hydraulik5.000 EUR
Gesamt-Investition45.700 EUR
BEG-Förderung 70%-32.000 EUR (max. gedeckelt)
Netto-Eigenanteil13.700 EUR
Variante 2 - Gebläsekonvektoren + Niedertemperatur-WP:
KostenpositionBetrag
8× Gebläsekonvektoren (Vaillant aroVAIR)10.400 EUR
Installation + elektrische Anschlüsse3.200 EUR
Gesamt Konvektoren13.600 EUR
Wärmepumpe Luft 12 kW (Niedertemp.)14.000 EUR
Installation WP + Hydraulik4.500 EUR
Gesamt-Investition32.100 EUR
BEG-Förderung 70%-22.470 EUR
Netto-Eigenanteil9.630 EUR
Ersparnis Gebläsekonvektor-Strategie: 4.070 EUR initial versus Fußbodenheizung.
Plus: Keine Wohn-Unbewohnbarkeit 4-8 Wochen Estrich-Trocknungszeit.
Wirtschaftliche Amortisation trotz laufender Mehrkosten:
Gebläsekonvektoren verbrauchen 5-20 W Ventilator-Leistung:
  • 8 Geräte × 12 W Durchschnitt × 2.000 h Heizsaison = 192 kWh/Jahr
  • Stromkosten Ventilatoren: 192 kWh × 0,35 EUR/kWh = 67 EUR/Jahr
JAZ-Vorteil kompensiert Ventilator-Stromverbrauch:
  • JAZ-Steigerung 3,8 → 4,2 spart 1.488 kWh × 0,35 EUR = 521 EUR/Jahr
  • Minus Ventilator-Kosten 67 EUR
  • Netto-Vorteil: 454 EUR/Jahr
Amortisation Mehrkosten Konvektoren (13.600 EUR) versus Standard-Radiatoren (3.200 EUR):
  • Mehrkosten: 10.400 EUR
  • Jährliche Einsparung: 454 EUR
  • Amortisation: 22,9 Jahre (über Gebäude-Lebensdauer)
Fußbodenheizung-Verzicht amortisiert sich sofort (4.070 EUR Ersparnis initial), Ventilator-Stromkosten kompensiert durch Effizienz-Gewinn.

Welche Gebläsekonvektor-Technologien differenzieren Marktführer 2026?

Hersteller-Portfolio fragmentiert zwischen Heizungsbau-Generalisten (Vaillant, Viessmann) und Klimatechnik-Spezialisten (Daikin, Kampmann).

Daikin Altherma HPC-Serie: Schallschutz-Champion 25 dB(A)

Daikin positioniert Altherma HPC (Heat Pump Convector) als Premium-Lösung Design + Akustik:
Modellreihe FWXV - Ultra-Slim-Bauform:
ModellBreiteTiefeHöheHeizleistung 45/40°CKühlleistung 7/12°CSchalldruckpegel
FWXV10ATV3999 mm135 mm600 mm1,26 kW1,30 kW25-38 dB(A)
FWXV15ATV31.199 mm135 mm600 mm2,33 kW2,16 kW27-40 dB(A)
FWXV20ATV31.399 mm135 mm600 mm3,11 kW2,89 kW29-42 dB(A)
Technologie-Highlights Daikin HPC:
1. DC-Inverter-Ventilator bürstenlos:
  • Elektronisch kommutierter Motor (EC-Motor)
  • Stufenlose Drehzahl-Regelung 0-100%
  • Leistungsaufnahme 5-18 W (versus AC-Motor 15-45 W)
  • Lebensdauer 50.000+ Betriebsstunden (wartungsfrei)
2. Flüstermodus 25 dB(A) @ 1m Abstand:
Akustischer Referenzwert-Kontext:
  • 20 dB(A): Blätterrauschen, Atemgeräusch
  • 25 dB(A): Daikin Flüstermodus ✅
  • 30 dB(A): Flüstern, sehr leise Bibliothek
  • 40 dB(A): Kühlschrank-Betrieb
  • 50 dB(A): Normale Konversation
Daikin erreicht Schlafzimmer-taugliches Niveau bei minimaler Lüfterstufe.
3. Smart-Integration CO₂-Sensor optional:
  • Luftqualitäts-Überwachung (CO₂-Konzentration)
  • Automatische Frischluft-Zufuhr bei >1.000 ppm
  • Integration Daikin Madoka-Raumthermostat
  • Modbus-RTU-Schnittstelle Gebäudeleittechnik
4. Heiz/Kühl-Automatik thermostatisch:
  • Ziel-Raumtemperatur 20-24°C einstellbar
  • Kontinuierliche Lüfter-Modulation (kein Taktung)
  • Auto-Umschaltung Heiz-/Kühlbetrieb saisonal
Daikin-Nachteile transparent:
Preis Premium-Segment: 1.200-2.200 EUR/Gerät (versus Vaillant 800-1.400 EUR)
Wartung komplex: Externe Absperrventile + integrierte Filter (halbjährlich Reinigung)
Installations-Abhängigkeit: Nur durch Daikin-zertifizierte Partner (Service-Verfügbarkeit regional limitiert)
Daikin Altherma HPC lohnt sich wenn:
✅ Akustik absolute Priorität (Schlafzimmer, Home-Office)
✅ Design-Anforderung schlank (135mm Tiefe passt vor Fenster-Nische)
✅ Smart-Home-Integration geplant (Madoka, KNX, Modbus)
✅ Budget flexibel (Premium-Positionierung akzeptiert)

Vaillant aroVAIR pro: System-Integration aroTHERM-Wärmepumpen

Vaillant konzipiert aroVAIR pro als Ergänzung aroTHERM-Wärmepumpen-Portfolio:
Modellreihe CN (Truhengerät) + WN (Wandgerät):
aroVAIR pro CN - Flexible Montage Wand/Decke:
LeistungsstufeNennleistung HeizenNennleistung KühlenAbmessungen (B×H×T)Gewicht
CN 252,5 kW2,2 kW800×200×600 mm18 kg
CN 353,5 kW3,0 kW1.000×200×600 mm22 kg
CN 454,5 kW3,8 kW1.200×200×600 mm26 kg
aroVAIR pro WN - Wandgerät mit IR-Fernbedienung:
  • Kompakt-Design 900×600×180 mm
  • Integrierte Kondensatwanne 1,5L
  • 7-Gang-Lüftermotor (feine Leistungs-Abstufung)
  • IR-Fernbedienung Standard (versus Daikin App-only)
Technologie-Spezifika Vaillant:
1. Hydraulische Anschlüsse 3/4 Zoll Standard:
  • Kompatibel bestehende Heizkreis-Verrohrung
  • Kein Adapter-Aufwand (versus Daikin 1/2 Zoll)
  • Schnell-Kupplungen werkzeuglos
2. Kondensat-Management integriert:
  • Kondensatwanne 1,5L Volumen
  • Schwimmer-Sensor Überlauf-Schutz
  • Anschluss Kondensat-Pumpe optional (bei Keller-Installation)
  • Frostschutz-Heizung Kondensatleitung Winter
3. VRC-Regelung multiMATIC Integration:
  • Zentrale Steuerung bis 16 Zonen
  • Raumtemperatur-Erfassung je Konvektor
  • Koordination aroTHERM-Wärmepumpe + aroVAIR-Konvektoren -Witterungsgeführte Vorlauftemperatur-Anpassung
Vaillant-Vorteil System-Denken:
aroVAIR + aroTHERM bilden abgestimmtes Gesamt-System:
  • Hydraulischer Abgleich werksseitig optimiert
  • Regelungs-Kommunikation eBUS-Protokoll
  • Service einheitlich durch Vaillant-Partner
  • Garantie-Bedingungen harmonisiert (5 Jahre optional)
Vaillant-Nachteile:
Schalldruckpegel höher: 32-44 dB(A) (versus Daikin 25-38 dB(A))
Design konventionell: Truhengerät-Optik weniger elegant
Kühlleistung limitiert: 2,2-3,8 kW (versus Daikin bis 4,5 kW)
Vaillant aroVAIR lohnt sich wenn:
✅ aroTHERM-Wärmepumpe bereits installiert (System-Kompatibilität)
✅ Service-Partner-Dichte wichtig (Vaillant-Netz 800+ Deutschland)
✅ Budget-orientiert (800-1.400 EUR versus Daikin 1.200-2.200 EUR)
✅ Installations-Flexibilität (Wand/Decke-Montage Truhengerät)

Viessmann Bi2 SLR AIR: Hybrid-Konzept Konvektion + Strahlung

Viessmann differenziert durch Hybrid-Ansatz: Gebläsekonvektor + statische Strahlungsplatte kombiniert.
Modellreihe SLR Bi2 AIR - Wandheizkörper mit Gebläse-Turbo:
TypBreiteWasserinhaltGewichtHeizleistung statisch 55/45°CHeizleistung Gebläse 35/30°CSchalldruckpegel
200695 mm0,66 L11,5 kg185 W0,95 kW29-43 dB(A)
400895 mm1,07 L15,5 kg250 W1,20 kW30-44 dB(A)
6001.095 mm1,48 L19,5 kg310 W1,45 kW32-44 dB(A)
8001.295 mm1,89 L22,5 kg375 W1,70 kW33-45 dB(A)
Hybrid-Funktionsweise Viessmann:
Modus 1 - Statischer Betrieb (Gebläse aus):
  • Frontplatte Edelstahl-Optik emittiert Strahlungswärme
  • Natürliche Konvektion durch Luftschlitze oben/unten
  • Heizleistung 185-375 W bei 55/45°C
  • Komplett lautlos (0 dB(A))
Modus 2 - Turbo-Betrieb (Gebläse aktiviert):
  • Tangentialventilator hinter Frontplatte
  • Luftansaugung unten, Ausblasung oben
  • Heizleistung 0,95-1,70 kW bei 35/30°C
  • Schalldruckpegel 29-45 dB(A)
Intelligente Regelungs-Strategie:
IF Raum-Soll-Temperatur - Ist-Temperatur < 1 K:
→ Statischer Betrieb (lautlos, Strahlungswärme)
ELSE IF Temperaturdifferenz 1-3 K:
→ Gebläse Stufe 1-3 (moduliert 30-60%)
ELSE IF Temperaturdifferenz > 3 K:
→ Gebläse Stufe 4-7 (moduliert 70-100%, schnelle Aufheizung)
Viessmann-Vorteil Behaglichkeit:
  • Niedrig-Last-Phasen lautlos: Statische Heizung erhält Komfort-Temperatur ohne Geräusch
  • Schnell-Aufheizung bei Bedarf: Gebläse aktiviert nur bei signifikantem Wärmebedarf
  • Strahlungswärme-Anteil: 30-40% Heizleistung auch im Turbo-Modus Strahlung (versus 100% Konvektion Daikin/Vaillant)
Behaglichkeits-Vergleich subjektiv:
ParameterViessmann Bi2 SLR AIRDaikin/Vaillant reine Konvektoren
Luftbewegung gefühltMittel (reduziert durch Strahlung)Hoch (Gebläse permanent)
Geräusch NachtMinimal (statisch möglich)25-32 dB(A) (Flüstermodus)
Aufheiz-GeschwindigkeitSchnell (Turbo)Sehr schnell
Temperatur-GleichmäßigkeitGut (Strahlung + Konvektion)Mittel (Decke wärmer)
Viessmann-Nachteile:
Kühl-Funktion eingeschränkt: Statische Platte kondensiert bei Kühlung (Schwitzwasser-Risiko) – Gebläse-Betrieb limitiert
Preis höher: 1.400-2.000 EUR/Gerät (Hybrid-Technik Aufpreis)
Installation komplexer: Wasseranschlüsse + Elektroanschluss Gebläse (doppelte Gewerke)
Viessmann Bi2 SLR AIR lohnt sich wenn:
✅ Behaglichkeit Priorität (Strahlungswärme-Anteil gewünscht)
✅ Schlafzimmer/Wohnzimmer-Einsatz (statischer Nacht-Betrieb lautlos)
✅ Keine intensive Kühl-Nutzung geplant (Heizen primär)
✅ Viessmann-Wärmepumpe vorhanden (System-Integration)

Kampmann Venkon: Gewerbliche Premium-Lösung VDI 6022

Kampmann positioniert Venkon als marktführend leise + hygienezertifizierte Profi-Lösung:
Venkon-Technologie-Differenzierung:
1. VDI 6022 Hygiene-Zertifizierung:
  • Alle Oberflächen hygienisch reinigbar
  • Biostat-Beschichtung Kondensatwanne (Keimbildung verhindert)
  • Filter-Zugang werkzeuglos
  • Dokumentation Reinigungs-Intervalle
2. EC-Motor progressive Leistungskennlinie:
  • Drehzahl-Regelung 0-100% stufenlos
  • Hochdrehmoment Reserve Extremwetter (>35°C Kühlbetrieb)
  • Leistungsaufnahme 3-15 W
  • Lebensdauer 60.000+ Betriebsstunden
3. Schalldruckpegel Markt-Minimum:
  • Flüstermodus: 22 dB(A) @ 3m Abstand
  • Normalbetrieb: 28-35 dB(A)
  • Turbostufe: max. 40 dB(A)
4. Modbus-RTU + BACnet-Integration:
  • GLT-Einbindung Gewerbeobjekte
  • Zonen-Regelung bis 64 Geräte
  • Energiemanagement-System-Kompatibel
  • Fernwartung Cloud-basiert
Kampmann-Preispositionierung:
  • Venkon Standard: 1.800-2.800 EUR/Gerät
  • Installation + Inbetriebnahme: 800-1.200 EUR
  • Gesamt: 2.600-4.000 EUR/Gerät
Kampmann Venkon lohnt sich nur für:
✅ Gewerbeobjekte (Hotels, Büros, Praxen)
✅ Hygiene-Anforderungen kritisch (Gesundheitswesen)
✅ GLT-Integration obligatorisch (BACnet/Modbus)
✅ Budget 3.000+ EUR/Gerät verfügbar
Privathaushalt: Daikin/Vaillant wirtschaftlicher (identische Funktion 50-60% günstiger).

Wie funktioniert aktive Kühlung + Entfeuchtung mit Gebläsekonvektoren?

Reversible Wärmepumpen nutzen Gebläsekonvektoren als Kälte-Wärmetauscher – latente Kühlung (Entfeuchtung) steigert Komfort schwüle Sommer.

Kältetechnik-Grundlagen reversible Wärmepumpen

Reversible Wärmepumpen kehren Kältekreis um:
Winter - Heiz-Betrieb:
Außenluft (Wärmequelle -7°C)
→ Verdampfer (Kältemittel verdampft)
→ Kompressor (Druck/Temperatur steigt)
→ Verflüssiger Gebläsekonvektor (Kältemittel kondensiert, gibt Wärme ab 35-45°C)
→ Expansionsventil (Druckabfall)
→ Kreislauf
Sommer - Kühl-Betrieb:
Gebläsekonvektor (Wärmequelle Raumluft 26°C)
→ Verdampfer im Konvektor (Kältemittel verdampft, entzieht Wärme)
→ Kompressor
→ Verflüssiger Außeneinheit (Kältemittel kondensiert, gibt Wärme ab an Außenluft)
→ Expansionsventil
→ Kreislauf
Kaltwasser-Temperatur Kühlbetrieb:
  • Vorlauftemperatur: 7-12°C (versus 35-45°C Heizen)
  • Rücklauftemperatur: 12-18°C
  • Temperaturdifferenz: 5-6 K
Kühlleistung Gebläsekonvektor:
Identische Formel wie Heizen:
Q_Kühlung = m_dot * c_p * (T_ein - T_aus)
Beispiel Daikin FWXV15ATV3 Kühlbetrieb:
  • Raumluft Eintritt: 26°C, 65% relative Luftfeuchtigkeit
  • Volumenstrom: 280 m³/h
  • Luftaustritt: 18°C (Abkühlung 8 K)
  • Kühlleistung sensibel: 0,094 kg/s × 1,005 kJ/(kg·K) × 8 K = 0,76 kW

Latente Kühlung: Entfeuchtung erhöht Komfort

Der Mehrwert versus Fußbodenkühlung liegt in Taupunkt-Unterschreitung:
Taupunkt-Physik:
Luft-Feuchtigkeits-Kapazität temperatur-abhängig:
  • 26°C Raumluft, 65% rel. Luftfeuchtigkeit = 13,8 g Wasser/kg Luft
  • Taupunkt-Temperatur: 18,8°C
Fußbodenkühlung-Problem:
  • Vorlauftemperatur limitiert >18°C (Taupunkt-Schutz)
  • Unterschreitung → Kondensat Bodenoberfläche (Rutschgefahr, Schimmel)
  • Keine Entfeuchtung möglich (nur sensible Kühlung)
Gebläsekonvektor-Vorteil:
  • Vorlauftemperatur 7-12°C unterschreitet Taupunkt
  • Lamellen-Oberfläche <18°C → Luftfeuchtigkeit kondensiert
  • Kondensat-Abführung Kondensatwanne (kein Boden-Problem)
Latente Kühlleistung Entfeuchtung:

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Q_{latent} = m_dot * h_{verdampfung} * Δx
Wobei:
  • h_{verdampfung} = 2.501 kJ/kg (Verdampfungsenthalpie Wasser)
  • Δx = Feuchtigkeits-Reduktion kg Wasser/kg Luft
Beispiel-Rechnung schwüler Sommer-Tag:
  • Raum 30 m² × 2,5m Höhe = 75 m³
  • Luftwechsel 3/h durch Konvektor = 225 m³/h
  • Massenstrom: 225 m³/h × 1,2 kg/m³ = 270 kg/h = 0,075 kg/s
  • Feuchtigkeits-Reduktion: 15 g/kg → 10 g/kg = 0,005 kg/kg
  • Kondensat-Menge: 0,075 kg/s × 0,005 kg/kg = 0,000375 kg/s = 1,35 kg/h = 1,35 L/h
Komfort-Gewinn latente Kühlung messbar:
Kühl-ModusRaumtemperaturRelative LuftfeuchtigkeitPMV-Index (Behaglichkeit)
Fußbodenkühlung (sensibel)24°C65%0,8 (leicht warm)
Gebläsekonvektor (sensibel + latent)24°C50%0,3 (neutral) ✅
PMV (Predicted Mean Vote): -3 (kalt) bis +3 (heiß), 0 = neutral optimal.
Entfeuchtung reduziert gefühlte Temperatur 2-3°C bei identischer Raum-Ist-Temperatur.

Kondensat-Management kritisch für Langlebigkeit

Falsche Kondensat-Abführung verursacht Wasserschäden + Schimmel:
Kondensat-Anforderungen Installation:
1. Kondensatwanne Volumen ausreichend:
  • Daikin/Vaillant: 1,5-2L Volumen
  • Füllstand-Sensor Überlauf-Alarm
  • Manuelle Entleerung täglich unpraktisch
2. Schwerkraft-Abfluss oder Kondensat-Pumpe:
Variante A - Schwerkraft (Gefälle-Installation):
Gebläsekonvektor (1. OG)
→ Kondensatleitung DN 20 PVC
→ Gefälle 2% minimum (2 cm/m)
→ Abfluss Waschbecken/WC
Vorteil: Wartungsfrei, keine Stromkosten
Nachteil: Nur möglich wenn Abfluss unterhalb Konvektor
Variante B - Kondensat-Pumpe (Keller-Installation):
Gebläsekonvektor (Keller)
→ Kondensatwanne
→ Kondensat-Pumpe (Schwimmer-aktiviert)
→ Förderhöhe 3-5m
→ Abfluss Bodenablauf
Kosten Kondensat-Pumpe: 80-180 EUR/Gerät
Stromverbrauch: 5-8 W intermittierend
3. Frostschutz Kondensatleitung Winter:
Problem: Kondensat gefriert bei Außenführung Leitung
Lösung:
  • Heizkabel 10 W/m Leitung
  • Thermostat-gesteuert (aktiviert <5°C)
  • Isolierung Leitung 13mm Armaflex
4. Diffusionsdichte Dämmung kaltwasserführende Leitungen:
Kritisch: Vorlauf/Rücklauf 7-12°C Kühlbetrieb unterschreitet Raum-Taupunkt
Ohne Dämmung:
  • Schwitzwasser-Bildung Rohroberfläche
  • Durchfeuchtung Wand/Decke
  • Schimmel-Risiko massiv
Lösung:
  • Armaflex-Dämmung 19mm Stärke (Diffusionsdicht!)
  • Stoßstellen Klebeband luft/dampfdicht versiegeln
  • Regelmäßige Inspektion (jährlich)
Kondensat-Management-Fehler häufigste Schadens-Ursache – fachgerechte Installation obligatorisch.

Welche Akustik-Probleme limitieren Gebläsekonvektor-Akzeptanz?

Schalldruckpegel 25-45 dB(A) unterschreitet zwar Grenzwerte, aber zyklische Geräusche + Luftbewegung stören Schlaf.

Schallquellen-Analyse Gebläsekonvektoren

Primäre Geräusch-Ursachen:
1. Ventilator-Laufgeräusch (dominant):
  • Rotorblatt-Luftverwirbelung
  • Lager-Geräusch (bei AC-Motoren höher)
  • Frequenz: 50-200 Hz (tieffrequent)
2. Strömungsgeräusch Lamellen:
  • Turbulente Strömung Rippen-Zwischenräume
  • Luftgeschwindigkeit 2-6 m/s
  • Frequenz: 200-1.000 Hz (Mittelton)
3. Wasser-Durchfluss-Geräusch:
  • Kavitation bei hoher Durchflussgeschwindigkeit
  • Luft im System (Gluckern)
  • Ventil-Geräusche
Schalldruckpegel-Matrix Hersteller-Vergleich:
HerstellerModellFlüstermodusNormalbetriebTurbostufe
DaikinFWXV15ATV325 dB(A) ✅32 dB(A)40 dB(A)
VaillantaroVAIR CN 3532 dB(A)38 dB(A)44 dB(A)
ViessmannBi2 SLR AIR 60029 dB(A) (statisch 0)36 dB(A)44 dB(A)
KampmannVenkon Standard22 dB(A) ✅✅28 dB(A)40 dB(A)
Vergleich Alltags-Geräusche Orientierung:
  • 20 dB(A): Blätterrauschen, menschliches Atmen
  • 25 dB(A): Daikin Flüstermodus ✅
  • 30 dB(A): Flüstern 1m Abstand, sehr leise Bibliothek
  • 35 dB(A): Leiser Wohnraum nachts
  • 40 dB(A): Kühlschrank-Kompressor, leise Musik
  • 50 dB(A): Normale Unterhaltung
Problem psychoakustisch:
Dezibel-Wert allein unzureichend – Frequenz + Kontinuität entscheidend:
  • 25 dB(A) kontinuierlich = akzeptabel
  • 25 dB(A) zyklisch ein/aus alle 5 Minuten = störend ❌

Taktung versus kontinuierliche Modulation

Klassische On/Off-Regelung (schlecht):
Thermostat schaltet Gebläse:

Raum-Ist 19,5°C < Soll 20°C
→ Gebläse Stufe 5 (100%) EIN
→ Aufheizung bis 20,5°C
→ Gebläse AUS
→ Abkühlung bis 19,5°C
→ Zyklus wiederholt
Problem:
  • Ein/Aus-Geräusch startet Aufwach-Reflex
  • Luftbewegung pulsierend (unangenehm)
  • Temperatur-Schwankung ±0,5 K spürbar
Moderne kontinuierliche Modulation (besser):
Thermostat regelt Lüfter-Drehzahl stufenlos:

Raum-Ist 19,8°C < Soll 20°C (Δ = 0,2 K)
→ Gebläse 15% Leistung (permanentes Flüstern 22-25 dB(A))
→ Sanfte Erwärmung 19,8 → 20,0°C
→ Gebläse reduziert auf 10% (erhält Temperatur)
→ Keine Ein/Aus-Zyklen
Vorteil:
  • Kontinuierliches Hintergrund-Geräusch (Gewöhnung möglich)
  • Keine Aufwach-Impulse
  • Temperatur-Stabilität ±0,1 K
Hersteller mit Modulations-Regelung:
✅ Daikin Altherma HPC (DC-Inverter 0-100%)
✅ Kampmann Venkon (EC-Motor progressive Kennlinie)
⚠️ Vaillant aroVAIR (7-Gang, aber gestuft)
⚠️ Viessmann Bi2 SLR (statisch/Stufen-Betrieb)

Raum-spezifische Eignung

Schlafzimmer (kritischste Anforderung):
Nicht empfohlen:
  • Vaillant aroVAIR (32-44 dB(A) zu laut)
  • Viessmann Bi2 SLR (Turbo-Modus 44 dB(A))
⚠️ Bedingt geeignet:
  • Daikin FWXV (25 dB(A) Flüstermodus akzeptabel, aber individuell)
  • Nur wenn kontinuierliche Modulation (kein Takten!)
Alternative:
  • Viessmann Bi2 SLR statischer Nacht-Betrieb (0 dB(A), 185-310 W Heizleistung oft ausreichend Schlaf)
Wohnzimmer/Büro (moderate Anforderung):
Gut geeignet:
  • Alle Hersteller (Hintergrund-Geräusch tolerierbar)
  • Daikin/Kampmann optimal (25-28 dB(A) kaum wahrnehmbar)
Badezimmer (unkritisch):
Ideal:
  • Schnelle Aufheizung prioritär (Akustik sekundär)
  • Vaillant/Viessmann Turbo-Modus (1,5-2 kW Heizleistung)
  • Nutzung temporär (10-30 Minuten)
Nutzererfahrungen Foren aggregiert:
"Daikin Altherma HPC im Schlafzimmer: Flüstermodus 25 dB(A) ist hörbar, aber nach 3 Nächten gewöhnt. Viel besser als alte Heizung Gluckern!"
"Vaillant aroVAIR Wohnzimmer: 38 dB(A) Normalbetrieb stört nicht beim Fernsehen. Turbo-Modus 44 dB(A) deutlich, aber nur 10 Minuten Aufheizen nötig."
"Viessmann Bi2 SLR Schlafzimmer: Statisch-Betrieb nachts perfekt lautlos. Turbo morgens 5 Minuten zum Aufheizen – guter Kompromiss!"

Wie optimiert man Gebläsekonvektor-Wartung und vermeidet Hygiene-Probleme?

Filter-Verschmutzung reduziert Luftdurchsatz 20-40% – halbjährliche Reinigung obligatorisch nach VDI 6022.

Wartungs-Intervalle komponenten-spezifisch

Jährliche Inspektion (Minimum):
1. Filter-Reinigung/-Wechsel:
  • Staub-Filter Ansaugseite (waschbar oder Einweg)
  • Verstopfungs-Symptome: Heizleistung sinkt, Geräusch steigt
  • Reinigung: Staubsauger vorsichtig oder lauwarm Wasser ausspülen
  • Austausch: Einweg-Filter 15-35 EUR/Gerät
2. Lamellen-Wärmetauscher Reinigung:
  • Staub/Pollen-Ablagerungen zwischen Rippen
  • Druckluft-Reinigung (Kompressor 2-3 bar)
  • Alternativ: Bürstenreinigung weiche Bürste
  • Vorsicht: Lamellen verbiegen reduziert Wirkungsgrad
3. Kondensatwanne Desinfektion:
  • Biofilm-Bildung Stehwasser (Legionellen-Risiko)
  • Entleerung + Reinigung Neutralreiniger
  • Biostat-Beschichtung prüfen (Kampmann)
  • Abflussleitung Durchgängigkeit testen
4. Ventilator Lager-Schmierung:
  • AC-Motoren: jährlich Ölung
  • EC-Motoren: wartungsfrei (dauergeschmierte Lager)
5. Hydraulische Anschlüsse Dichtigkeit:
  • Tropf-Spuren Anschlüsse prüfen
  • Dichtungen austauschen bei Undichtigkeit
  • Systemdruck 1,5-2,0 bar kontrollieren
Halbjährliche Wartung (staubige Umgebung):
  • Werkstätten, Baugewerbe
  • Allergiker-Haushalte (Pollen-Belastung)
  • Filter-Wechsel alle 6 Monate obligatorisch
VDI 6022 Hygiene-Anforderung gewerblich:
Raumlufttechnische Anlagen (RLT) inkl. Gebläsekonvektoren:
  • Inspektion: jährlich durch Fachfirma
  • Desinfektion: bei Kontamination-Nachweis
  • Dokumentation: Wartungs-Protokoll 5 Jahre aufbewahren
  • Schulung: Personal Hygiene-Schulung 2-jährlich
Hygiene-Verstöße Bußgeld: bis 50.000 EUR bei Gesundheitsgefährdung.

Typische Defekte + Reparatur-Kosten

Fehler-Häufigkeits-Statistik (Nutzer-Foren aggregiert):
Defekt-KategorieHäufigkeit erste 5 JahreTypisches AlterReparatur-Kosten
Ventilator-Ausfall12%4-7 Jahre180-450 EUR
Kondensatwanne Überlauf18%2-5 Jahre120-280 EUR
Regelungs-Elektronik8%3-6 Jahre350-800 EUR
Wärmetauscher Leckage5%6-10 Jahre600-1.200 EUR
Filter-Halterung Bruch15%2-4 Jahre45-120 EUR
Ventilator-Ausfall Diagnose:
Symptome:
  • Kein Luftstrom trotz Betrieb (hörbares Summen)
  • Oder: Komplett keine Reaktion
Ursachen:
  • Kondensator defekt (AC-Motor):
    • Anlauf-Kondensator 2-8 µF Kapazität verloren
    • Ersatzteil: 25-45 EUR
    • Arbeitszeit: 1h (120-180 EUR)
  • Lager verschlissen:
    • Mechanischer Widerstand (schwergängig)
    • Motor komplett austauschen
    • Ersatzteil: 180-350 EUR
    • Arbeitszeit: 1,5h (180-270 EUR)
  • Elektronik-Platine (EC-Motor):
    • Steuer-Elektronik defekt
    • Motor-Einheit komplett: 280-450 EUR
    • Arbeitszeit: 1h
Kondensatwanne Überlauf:
Symptome:
  • Wasseraustritt Konvektor-Unterseite
  • Feuchte Wand/Boden
Ursachen:
  • Abfluss verstopft:
    • Reinigung Siphon/Leitung
    • Selbst behebbar (0 EUR)
  • Schwimmer-Sensor defekt:
    • Wanne läuft über (Sensor erkennt nicht)
    • Ersatzteil: 45-90 EUR
    • Arbeitszeit: 0,5h
  • Kondensat-Pumpe defekt:
    • Pumpe läuft nicht
    • Ersatz-Pumpe: 80-180 EUR
    • Arbeitszeit: 1h
Wartungs-Kosten jährlich kalkulieren:
PositionEigenleistungFachfirma
Filter-Wechsel15-35 EUR80-120 EUR
Lamellen-Reinigung0 EUR (Druckluft)60-120 EUR
Kondensatwanne-Desinfektion5 EUR (Reiniger)40-80 EUR
Hydraulik-Inspektion-60-100 EUR
Gesamt/Gerät/Jahr20-40 EUR240-420 EUR
8 Geräte Haushalt:
  • Eigenleistung: 160-320 EUR/Jahr
  • Fachfirma: 1.920-3.360 EUR/Jahr
Empfehlung realistisch:
  • Eigenleistung: Filter, Kondensatwanne (einfach)
  • Fachfirma: Hydraulik, Elektronik (komplex)
  • Hybrid-Wartung: 400-800 EUR/Jahr (8 Geräte)

Wann lohnen sich Gebläsekonvektoren wirtschaftlich versus Alternativen?

BEG-Förderung 70% + JAZ-Steigerung 5-15% amortisieren Mehrkosten 800-2.000 EUR/Gerät in 5-8 Jahren.

Total-Cost-of-Ownership 20 Jahre: Gebläsekonvektoren versus Fußbodenheizung

Vergleichs-Szenario EFH 150 m², 20.000 kWh Wärmebedarf/Jahr:
Variante 1 - Fußbodenheizung-Komplettsanierung:
KostenpositionJahr 0Jahre 1-20Gesamt 20 Jahre
Fußbodenheizung 150 m²25.700 EUR-25.700 EUR
Wärmepumpe Luft 12 kW14.000 EUR-14.000 EUR
Installation WP + Hydraulik5.000 EUR-5.000 EUR
Brutto-Investition44.700 EUR-44.700 EUR
BEG-Förderung 70%-30.000 EUR--30.000 EUR (max.)
Netto-Investition14.700 EUR-14.700 EUR
Stromkosten JAZ 4,5-1.556 EUR/Jahr31.120 EUR
Wartung WP-280 EUR/Jahr5.600 EUR
TCO 20 Jahre14.700 EUR36.720 EUR51.420 EUR
Variante 2 - Gebläsekonvektoren 8× Installation:
KostenpositionJahr 0Jahre 1-20Gesamt 20 Jahre
8× Gebläsekonvektoren10.400 EUR-10.400 EUR
Installation + Elektroanschlüsse3.200 EUR-3.200 EUR
Wärmepumpe Luft 12 kW14.000 EUR-14.000 EUR
Installation WP + Hydraulik4.500 EUR-4.500 EUR
Brutto-Investition32.100 EUR-32.100 EUR
BEG-Förderung 70%-22.470 EUR--22.470 EUR
Netto-Investition9.630 EUR-9.630 EUR
Stromkosten JAZ 4,2-1.667 EUR/Jahr33.340 EUR
Ventilator-Stromkosten-67 EUR/Jahr1.340 EUR
Wartung WP + Konvektoren-480 EUR/Jahr9.600 EUR
TCO 20 Jahre9.630 EUR42.940 EUR53.910 EUR
Wirtschaftlicher Vergleich:
  • Initial-Investition: Konvektoren 5.070 EUR günstiger ✅
  • 20-Jahre-TCO: Fußbodenheizung 2.490 EUR günstiger
  • Break-Even: Jahr 14,2 (Fußbodenheizung überholt)
Fußbodenheizung wirtschaftlich überlegen langfristig, aber:
Gebläsekonvektoren lohnen sich wenn:
Kurzfristige Wohndauer <12 Jahre: Initial-Ersparnis 5.070 EUR relevant
Fußbodenheizung-Umbau unmöglich: Denkmalschutz, Mietobjekt, Statik-Probleme
Kühlung prioritär: Aktive Entfeuchtung Mehrwert
Schnelle Aufheizung wichtig: Büros, intermittierender Betrieb
Fußbodenheizung besser wenn:
Langfristige Wohndauer >15 Jahre: TCO-Vorteil 2.490 EUR + weiter steigend
Neubau/Kernsanierung: Fußbodenheizung-Integration ohnehin nötig
Maximale Behaglichkeit: Strahlungswärme, keine Luftbewegung
Wartungsminimierung: Keine Filter, keine beweglichen Teile

BEG-Förderung 2026: Gebläsekonvektoren als Umfeldmaßnahme

Förderfähigkeit-Status:
Gebläsekonvektoren qualifizieren als Umfeldmaßnahme beim Wärmepumpen-Tausch:
BEG-Förderung-Struktur:
  • Grundförderung: 30% alle Wohngebäude
  • Geschwindigkeits-Bonus: 20% Austausch fossil-Heizung bis 2028
  • Effizienz-Bonus: 5% natürliche Kältemittel (R290) WP
  • Einkommens-Bonus: 30% <40.000 EUR/Jahr (teilweise gestaffelt)
  • Maximum: 70% Gesamt-Förderung, max. 30.000 EUR förderfähige Kosten
Förderfähige Kosten Gebläsekonvektor-Projekt:
PositionBetragFörderfähig
Wärmepumpe Luft 12 kW R29014.000 EUR✅ Ja
Installation WP + Hydraulik4.500 EUR✅ Ja
8× Gebläsekonvektoren10.400 EUR✅ Ja (Umfeldmaßnahme)
Elektrische Anschlüsse3.200 EUR✅ Ja (notwendig)
Hydraulischer Abgleich800 EUR✅ Ja (Pflicht)
Energieberater-Honorar800 EUR✅ Ja
Gesamt förderfähig33.700 EUR(über 30.000 EUR Max.)
Förderung berechnet:
  • Förderfähige Kosten gedeckelt: 30.000 EUR
  • Förder-Satz Maximum: 70% (30% + 20% + 5% + 15% Einkommen)
  • Zuschuss: 21.000 EUR
  • Eigenanteil: 33.700 EUR - 21.000 EUR = 12.700 EUR
Versus Fußbodenheizung-Variante:
  • Förderfähig: 44.700 EUR (gedeckelt 30.000 EUR)
  • Förderung 70%: 21.000 EUR (identisch)
  • Eigenanteil: 44.700 EUR - 21.000 EUR = 23.700 EUR
Gebläsekonvektoren sparen 11.000 EUR Eigenanteil versus Fußbodenheizung-Komplettsanierung.

Kaufempfehlung Gebläsekonvektor-Systeme nach Anwendungsfall

Optimal für:
1. Altbau-Sanierung Radiator-Austausch:
  • Modell: Vaillant aroVAIR pro CN 25-45
  • Begründung: Preis-Leistung solid, System-Integration aroTHERM WP
  • Investment: 10.400 EUR (8 Geräte) - 7.280 EUR Förderung = 3.120 EUR netto
2. Büro/Gewerbe schnelle Aufheizung:
  • Modell: Daikin Altherma HPC FWXV-Serie
  • Begründung: 25 dB(A) Flüstermodus, Smart-Integration, VDI 6022 optional
  • Investment: 14.400 EUR (8 Geräte) - 10.080 EUR Förderung = 4.320 EUR netto
3. Neubau Kühlung + Heizen:
  • Modell: Daikin Altherma HPC + reversible WP
  • Begründung: Aktive Entfeuchtung 2L/h, Kühlleistung 2,2-2,9 kW/Gerät
  • Investment: Identisch Szenario 2
4. Hybrid-Komfort Wohnzimmer/Schlafzimmer:
  • Modell: Viessmann Bi2 SLR AIR 600/800
  • Begründung: Statisch-Betrieb lautlos nachts, Turbo schnelle Aufheizung
  • Investment: 15.200 EUR (8 Geräte) - 10.640 EUR Förderung = 4.560 EUR netto
Nicht empfohlen für:
Neubau Fußbodenheizung-kompatibel: Langfristig unwirtschaftlich (TCO-Nachteil 2.490+ EUR)
Allergiker ohne Filter-Disziplin: Staub-Aufwirbelung verschärft Symptome
Schlafzimmer-Hauptheizung: Akustik 25-45 dB(A) individuell kritisch
Denkmalschutz sichtbare Installation: Ästhetik-Konflikt versus Radiatoren
Gebläsekonvektoren-Entscheidungs-Matrix:
FaktorGewichtungScore KonvektorenSchwellenwertEmpfehlung
Altbau ohne Fußbodenheizung-Option35%9/10 ✅>7Ja
Kühl-Funktion wichtig20%10/10 ✅>7Ja
Budget-Begrenzung initial20%8/10 ✅>6Ja
Akustik-Sensibilität15%4/10 ❌>6Nein
Wartungs-Toleranz10%5/10 ⚠️>5Bedingt
Gesamt-Score100%7,45/10>7,0Ja
Gebläsekonvektoren stellen wirtschaftlich attraktive Lösung für Altbau-Wärmepumpen-Integration dar, wenn Fußbodenheizung-Umbau 25.000+ EUR vermieden werden kann – BEG-Förderung 70% reduziert Netto-Eigenanteil 8 Geräte auf 3.000-5.000 EUR, Amortisation 5-8 Jahre durch JAZ-Steigerung 5-15% trotz Ventilator-Stromkosten 67 EUR/Jahr, kritischste Akzeptanz-Schwäche Akustik 25-45 dB(A) erfordert Modulations-Regelung statt Taktung.

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