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Thermodynamik Wärmepumpen: Carnot, COP-Berechnung & JAZ

20 Min. Lesezeit

SCHNELLE ANTWORT · 01

Eine Wärmepumpe nutzt den Carnot-Kreisprozess: Sie entzieht der Umwelt Wärme und hebt sie auf Heiztemperatur. Je kleiner die Temperaturdifferenz, desto effizienter.

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Das Wichtigste in Kürze:
  • Erster Hauptsatz Energieerhaltung: Wärme Q + Arbeit W = Änderung innere Energie ΔU – Wärmepumpen wandeln elektrische Arbeit + Umweltwärme in Heizwärme, COP = Q_Heizung / W_elektrisch typisch 3,0-5,0 (300-500% "Wirkungsgrad")
  • Zweiter Hauptsatz begrenzt Effizienz: Carnot-Wirkungsgrad η_C = (T_hoch - T_niedrig) / T_hoch zeigt theoretisches Maximum – reale Wärmepumpen erreichen 50-65% Carnot-Effizienz, Niedertemperatur-Systeme 35°C Vorlauf übertreffen 70°C Hochtemperatur um 35-54%
  • Joule-Thomson-Effekt Expansionsventil: Gas-Expansion durch Drossel verursacht Temperatur-Abfall durch molekulare Anziehungskräfte – Kältemittel kühlt von +40°C auf -10°C ab, ermöglicht Verdampfung bei niedrigen Temperaturen
  • JAZ versus COP Unterschied kritisch: COP momentaner Betriebspunkt Labor-Bedingungen, JAZ (Jahresarbeitszahl) realer Durchschnitt 12 Monate Gebäudebetrieb – Differenz 0,5-1,5 Punkte durch Teillast, Abtau-Zyklen, Hilfsstrom-Verbrauch
  • §14a EnWG Netzentgelt-Rabatt 110-190 EUR/Jahr: Steuerbare Wärmepumpen >4,2 kW ab 01.01.2024 Pflicht, Netzbetreiber darf dimmen (nicht abschalten!), Mindest-Leistung 4,2 kW garantiert Frostschutz + Warmwasser
  • Gibbs-Energie ΔG bestimmt Prozess-Richtung: ΔG = ΔH - T·ΔS entscheidet Spontaneität chemische Reaktionen (Kältemittel-Phasenübergänge), ΔG<0 exergonisch läuft spontan, ΔG>0 endergonisch benötigt Energie-Zufuhr
  • Gebläsekonvektoren optimieren Wärmeübergang: Erzwungene Konvektion α=40-80 W/(m²K) versus natürliche Konvektion α=8-12 W/(m²K), Vorlauftemperatur 35-45°C ausreichend, JAZ-Steigerung 5-15% versus Radiatoren 70°C
Thermodynamik bildet physikalisches Fundament Wärmepumpentechnologie – Vier Hauptsätze definieren Energie-Umwandlung Grenzen: Nullter Hauptsatz etabliert Temperatur transitive Relation (Thermometer-Prinzip), Erster Hauptsatz postuliert Energieerhaltung dU=δQ+δW (innere Energie U Zustandsgröße), Zweiter Hauptsatz begrenzt Wärme-Arbeit-Umwandlung durch Entropie-Zunahme (Carnot-Wirkungsgrad theoretisches Maximum), Dritter Hauptsatz definiert Unerreichbarkeit absoluter Nullpunkt 0 K. Wärmepumpen-Effizienz COP = Q_Heizung / W_elektrisch typisch 3,0-5,0 bedeutet 300-500% "Wirkungsgrad" versus fossile Kessel 90-95%, aber Zweiter Hauptsatz limitiert: Carnot-COP_max = T_hoch/(T_hoch-T_niedrig) zeigt Temperatur-Differenz kritisch – 35°C Vorlauf Niedertemperatur-System erreicht COP 3,5-4,0 versus 70°C Hochtemperatur nur 2,2-2,6 (Effizienz-Gewinn 35-54%). Kältekreislauf-Komponenten realisieren thermodynamische Prozesse: Verdampfung Umweltwärme-Aufnahme (Phasenübergang flüssig→gasförmig), Verdichtung Kompressor erhöht Druck+Temperatur (Arbeit-Zufuhr elektrisch), Verflüssigung Wärme-Abgabe Heizkreis (Kondensation gasförmig→flüssig), Expansion Joule-Thomson-Effekt senkt Temperatur durch Drossel. JAZ (Jahresarbeitszahl) unterscheidet von Labor-COP durch Realbedingungen: Teillast-Betrieb (Wärmepumpe läuft nicht kontinuierlich Volllast), Abtau-Zyklen Luft-Wasser-WP verbrauchen Energie ohne Heizleistung, Hilfsstrom Umwälzpumpen/Steuerung nicht in COP enthalten, Außentemperatur-Variation über Heizperiode -15°C bis +15°C beeinflusst Effizienz. §14a EnWG Reform 01.01.2024 verpflichtet steuerbare Verbrauchseinrichtungen >4,2 kW, Netzbetreiber darf kritische Netzsituationen dimmen (früher Komplett-Abschaltung Sperrzeiten), Gegenleistung Netzentgelt-Reduzierung Modul 1 pauschale 110-190 EUR/Jahr oder Modul 2 prozentual 60% Arbeitspreis-Reduktion (lohnt ab 3.000+ kWh Verbrauch). Gebläsekonvektoren verbessern Wärmeabgabe Niedertemperatur-Systeme: Erzwungene Konvektion Ventilator-getrieben steigert Wärmeübergangskoeffizient α Faktor 3-5 versus passive Radiatoren, 35-45°C Vorlauftemperatur ausreichend volle Heizleistung (Radiatoren benötigen 70°C identische Leistung), aktive Kühlung reversibel möglich mit Entfeuchtung Kondensatwanne (passive Kühlung Fußbodenheizung limitiert >18°C Taupunkt).

Warum definieren vier Hauptsätze Thermodynamik alle Energie-Umwandlungs-Grenzen?

Thermodynamik basiert auf vier universellen Erfahrungs-Sätzen nicht herleitbar aus fundamentaleren Gesetzen – etablieren Temperatur-Konzept, Energieerhaltung, Irreversibilität, absoluten Nullpunkt.

Nullter Hauptsatz: Transitive Relation Temperatur

Historische Formulierung:
Zwei Systeme im thermischen Gleichgewicht mit drittem System befinden sich auch untereinander im Gleichgewicht.
Mathematische Konsequenz:
Wenn System A Temperatur T_A = T_C (Thermometer C)
Und System B Temperatur T_B = T_C (Thermometer C)
Dann folgt: T_A = T_B (A und B im Gleichgewicht)
Praktische Bedeutung Wärmepumpen:
  • Thermometer misst Vorlauftemperatur Heizkreis (z.B. 35°C)
  • Identische Temperatur-Anzeige bedeutet kein Wärmefluss zwischen Medium + Sensor
  • Transitivität ermöglicht Kalibrierung Temperatur-Fühler (PT100, NTC)
Ohne Nullten Hauptsatz:
❌ Keine eindeutige Temperatur-Definition möglich
❌ Thermometer-Messung bedeutungslos
❌ Carnot-Wirkungsgrad nicht berechenbar

Erster Hauptsatz: Energieerhaltung dU = δQ + δW

Fundamentale Gleichung geschlossene Systeme:
$$dU = \delta Q + \delta W$$
Wo:
  • U = Innere Energie (Zustandsgröße)
  • Q = Wärme (Prozessgröße, Vorzeichen: +zugeführt, -abgeführt)
  • W = Arbeit (Prozessgröße, Vorzeichen: +System geleistet, -System verrichtet)
Kritischer Unterschied Zustandsgröße versus Prozessgröße:
Zustandsgröße U:
  • Hängt nur ab von Zustand (Temperatur, Druck, Volumen)
  • Weg-unabhängig: ΔU identisch egal welcher Prozess A→B
  • Mathematisch exakte Differentiale
Prozessgröße Q, W:
  • Hängt ab von Prozess-Verlauf (wie System von A→B gelangt)
  • Weg-abhängig: δQ, δW unterschiedlich je nach Prozess
  • Mathematisch inexakte Differentiale (daher δ nicht d)
Anwendung Wärmepumpen-Kompressor:
Zustandsänderung Kältemittel:
Eingang Kompressor: Gasförmig, 5°C, 4 bar
Ausgang Kompressor: Gasförmig, 65°C, 18 bar

Innere Energie-Änderung:
ΔU = U_aus - U_ein = f(T,p)

Energiebilanz Kompressor:
ΔU = δQ_Kühlverlust + W_elektrisch

Typische Werte:
W_elektrisch = +2.500 W (Kompressor-Leistung)
δQ_Kühlverlust = -300 W (Wärmeabgabe Gehäuse)
→ ΔU = +2.200 W (innere Energie Kältemittel steigt)
Offene Systeme (technische Prozesse):
Erster Hauptsatz erweitert durch Massenstrom ṁ:
$$\dot{Q} + \dot{W} = \dot{m} \cdot (h_{aus} - h_{ein}) + \frac{1},{2} \dot{m} \cdot (v_{aus}^2 - v_{ein}^2) + \dot{m} \cdot g \cdot (z_{aus} - z_{ein})$$
Wo:
  • h = Spezifische Enthalpie [kJ/kg]
  • v = Geschwindigkeit [m/s] (meist vernachlässigbar)
  • z = Höhe [m] (meist vernachlässigbar)
Vereinfacht Wärmepumpe:
$$\dot{Q}_{Heizung} = \dot{m}_{Kältemittel} \cdot (h_{Verflüssiger,ein} - h_{Verflüssiger,aus})$$
Beispiel Verflüssiger (Wärmetauscher Heizkreis):
  • Massenstrom Kältemittel: ṁ = 0,08 kg/s
  • Enthalpie Eingang (Gasförmig, 65°C): h_ein = 450 kJ/kg
  • Enthalpie Ausgang (Flüssig, 40°C): h_aus = 250 kJ/kg
  • Heizleistung: Q̇ = 0,08 kg/s × (450-250) kJ/kg = 16 kW

Zweiter Hauptsatz: Entropie S und Irreversibilität

Clausius-Formulierung (thermodynamisch):
Wärme kann niemals von selbst (ohne äußere Arbeit) von kälterem zu wärmerem Körper übergehen.
Kelvin-Planck-Formulierung (maschinentechnisch):
Unmöglich, periodisch arbeitende Maschine zu konstruieren, die nichts anderes bewirkt als Wärme-Entnahme aus Reservoir + vollständige Umwandlung in Arbeit.
Entropie S als Maß Irreversibilität:
$$dS \geq \frac{\delta Q_{rev}},{T}$$
Gleichheitszeichen: Reversibler Prozess (idealisiert, nicht real erreichbar)
Ungleichheitszeichen: Irreversibler Prozess (alle realen Prozesse!)
Entropie-Zunahme Universum:
Für abgeschlossenes System (kein Austausch Energie/Materie):
$$\Delta S_{Universum} = \Delta S_{System} + \Delta S_{Umgebung} \geq 0$$
Bedeutung:
  • ΔS > 0: Spontaner, irreversibler Prozess
  • ΔS = 0: Reversibler Prozess (theoretisches Ideal)
  • ΔS < 0: Unmöglich (Zweiter Hauptsatz verletzt!)
Anwendung Wärmepumpe:
Wärmepumpe entzieht Außenluft -5°C Wärme + gibt ab an Heizkreis 35°C:
System: Wärmepumpe
Reservoir kalt: Außenluft T_kalt = 268 K (-5°C)
Reservoir warm: Heizkreis T_warm = 308 K (35°C)

Wärmefluss natürlich (Zweiter Hauptsatz):
Warm → Kalt (spontan, ΔS_Universum > 0)

Wärmepumpe erzwingt umgekehrten Fluss:
Kalt → Warm (NICHT spontan!)

Möglich nur durch Arbeit-Zufuhr W_elektrisch!

Entropie-Bilanz:
ΔS_Kalt = -Q_Quelle / T_kalt (Entropie-Abnahme Außenluft)
ΔS_Warm = +Q_Heizung / T_warm (Entropie-Zunahme Heizkreis)
ΔS_Arbeit = Dissipation Kompressor/Reibung

Zweiter Hauptsatz erzwingt:
ΔS_Gesamt = ΔS_Warm + ΔS_Kalt + ΔS_Arbeit ≥ 0
Carnot-Wirkungsgrad theoretisches Maximum:
Ideale Wärmekraftmaschine (reversibel) zwischen T_hoch und T_niedrig:
$$\eta_{Carnot} = 1 - \frac{T_{niedrig}},{T_{hoch}}$$
Carnot-COP Wärmepumpe (Kehrwert):
$$COP_{Carnot} = \frac{T_{hoch}},{T_{hoch} - T_{niedrig}}$$
Beispiel-Rechnung Luft-Wasser-Wärmepumpe Winter:
Szenario 1 - Niedertemperatur-System 35°C Vorlauf:
  • T_hoch = 35°C + 273 = 308 K (Heizkreis-Vorlauf)
  • T_niedrig = -7°C + 273 = 266 K (Außenluft Verdampfer)
  • COP_Carnot = 308 / (308-266) = 308 / 42 = 7,33 (theoretisch)
Reale Wärmepumpe erreicht 50-65% Carnot:
  • COP_real = 0,55 × 7,33 = 4,03 ✅ (typisch Praxis)
Szenario 2 - Hochtemperatur-System 70°C Vorlauf (Altbau Radiatoren):
  • T_hoch = 70°C + 273 = 343 K
  • T_niedrig = -7°C + 273 = 266 K
  • COP_Carnot = 343 / (343-266) = 343 / 77 = 4,45
Reale Wärmepumpe:
  • COP_real = 0,55 × 4,45 = 2,45 ❌ (deutlich schlechter!)
Effizienz-Vergleich:
VorlauftemperaturCarnot-COPReal-COP (55%)JAZ geschätztVerbesserung
35°C (Niedertemperatur)7,334,033,8Referenz
45°C (moderat)5,923,263,1-18%
55°C (Standard-Radiator)5,052,782,6-32%
70°C (Hochtemperatur)4,452,452,3-39%
Kernaussage Zweiter Hauptsatz:
✅ Temperatur-Differenz minimieren = Effizienz maximieren
✅ Niedertemperatur-Systeme (Fußbodenheizung, Gebläsekonvektoren 35-45°C) physikalisch überlegen
✅ Altbau-Radiatoren 70°C verlieren 35-40% Effizienz versus optimierte Systeme

Dritter Hauptsatz: Absoluter Nullpunkt 0 K unerreichbar

Nernst-Theorem Formulierung:
Entropie idealer kristalliner Stoff strebt gegen konstanten Minimalwert (oft definiert 0) bei Annäherung absoluter Nullpunkt 0 K.
$$\lim_{T \to 0} S = 0$$
Praktische Konsequenz:
Unmöglich, System durch endliche Anzahl Prozesse auf exakt 0 K abzukühlen.
Spezifische Wärmekapazität C sinkt gegen Null:
$$\lim_{T \to 0} C_p = \lim_{T \to 0} C_V = 0$$
Relevanz Wärmepumpentechnologie:
Minimal erreichbare Verdampfer-Temperatur Luft-Wasser-WP limitiert:
  • Praktische Grenze: -25°C bis -30°C (R290 Propan)
  • Tiefere Temperaturen exponentiell steigender Energie-Aufwand
  • Dritter Hauptsatz fundamental begrenzt Tiefstkühlung
Kältetechnik Linde-Verfahren:
Luftverflüssigung nutzt Joule-Thomson-Effekt + mehrstufige Kühlung:
  • Erreicht -196°C (Stickstoff-Siedepunkt)
  • Annäherung 0 K theoretisch unendlich viele Stufen nötig
  • Praktisch: 0,001 K erreichbar (Helium-Dilutionskühlung), aber nie exakt 0 K

Wie berechnet COP Coefficient of Performance Wärmepumpen-Effizienz?

COP = Q_Heizung / W_elektrisch definiert momentane Effizienz spezifischer Betriebspunkt – typisch 3,0-5,0 bedeutet 300-500% "Wirkungsgrad" versus fossile Kessel.

COP-Definition und Energie-Bilanz

Energie-Bilanz Wärmepumpe Erster Hauptsatz:
$$Q_{Heizung} = Q_{Quelle} + W_{elektrisch}$$
Wo:
  • Q_Heizung = Wärme abgegeben an Heizkreis [kW]
  • Q_Quelle = Wärme entzogen aus Umwelt (Luft/Erdreich/Grundwasser) [kW]
  • W_elektrisch = Elektrische Leistung Kompressor + Hilfsaggregate [kW]
COP-Formel:
$$COP = \frac{Q_{Heizung}},{W_{elektrisch}} = \frac{Q_{Quelle} + W_{elektrisch}},{W_{elektrisch}} = 1 + \frac{Q_{Quelle}},{W_{elektrisch}}$$
Interpretation:
COP = 4,0 bedeutet:
  • 1 kWh Strom (W_elektrisch)
    • 3 kWh Umweltwärme (Q_Quelle) kostenlos!
  • = 4 kWh Heizwärme (Q_Heizung)
Vergleich fossiler Kessel:
$$\eta_{Kessel} = \frac{Q_{Heizung}},{Q_{Brennstoff}}$$
  • Gas-Brennwertkessel: η = 0,95 (95%)
  • Wärmepumpe COP 4,0 = 400% ✅ (scheinbarer "Wirkungsgrad")
ABER: Nicht vergleichbar! Wärmepumpe nutzt zusätzlich kostenlose Umweltwärme.

COP-Einflussfaktoren: Temperatur-Differenz dominiert

Primär-Einflussfaktor: Temperatur-Spread (T_Heizung - T_Quelle):
Je größer Temperatur-Differenz, desto mehr Arbeit Kompressor erforderlich.
COP-Abhängigkeit Quellentemperatur (bei konstant 35°C Vorlauf):
QuellentemperaturTemperatur-SpreadCarnot-COPReal-COP (55%)Praxis-Relevanz
+15°C (Frühling)20 K15,48,5Teillast-Betrieb
+7°C (mild)28 K11,06,0Übergangszeit
0°C (Normauslegung)35 K8,84,8Auslegungspunkt
-7°C (kalt)42 K7,34,0Volllast Winter
-15°C (extrem)50 K6,23,4Bivalenzpunkt
COP-Abhängigkeit Vorlauftemperatur (bei konstant -7°C Außenluft):
Vorlauftemperatur Temperatur-Spread Carnot-COP Real-COP (55%) Anwendung
35°C (Fußbodenheizung) 42 K 7,3 4,0 Optimal ✅
45°C (Gebläsekonvektoren) 52 K 6,1 3,4 Gut
55°C (Radiatoren moderat) 62 K 5,3 2,9 Akzeptabel
70°C (Altbau-Radiatoren) 77 K 4,5 2,5 Suboptimal ❌
Mathematische Näherungsformel COP-Temperatur-Abhängigkeit:
$$COP \approx \frac{T_{Vorlauf}},{T_{Vorlauf} - T_{Quelle}} \times \eta_{technisch}$$
Wo η_technisch = 0,50-0,65 (abhängig Komponenten-Qualität)

Sekundär-Einflussfaktoren COP-Reduktion

1. Kompressor-Wirkungsgrad η_Kompressor:
  • Scroll-Kompressor: η = 0,65-0,75 (gut Teillast)
  • Kolben-Kompressor: η = 0,55-0,65 (robust, günstiger)
  • Inverter-Technologie verbessert Teillast-Effizienz +10-15%
2. Wärmetauscher-Effizienz:
Verdampfer (Außeneinheit):
  • Verschmutzung Lamellen → Luftstrom ↓ → ΔT_Verdampfer ↑ → COP ↓
  • Vereisung bei -5°C bis +5°C + hohe Luftfeuchtigkeit
  • Abtau-Zyklen verbrauchen Energie ohne Heizleistung (COP temporär 0!)
Verflüssiger (Wärmetauscher Heizkreis):
  • Kalk-Ablagerungen Heizwasser → Wärmeübergang ↓ → ΔT_Verflüssiger ↑ → COP ↓
  • Wartung: Enthärter-Anlage oder jährliche Reinigung
3. Kältemittel-Eigenschaften:
Kältemittel GWP (CO₂-Äquivalent) Verdampfungstemperatur COP-Charakteristik
R290 (Propan) 3 -42°C Hoch, aber brennbar A3
R32 (Difluormethan) 675 -52°C Gut, schwach brennbar A2L
R410A (Mix) 2.088 -51°C Gut, aber F-Gas-Verbot 2025+
R744 (CO₂) 1 -78°C (Tripelpunkt) Mittel, hohe Drücke
F-Gas-Verordnung EU:
  • Phase-Down R410A, R134a (hohe GWP-Werte)
  • R290 Propan Zukunft, aber A3-Sicherheit (max. 150g Füllmenge Innenaufstellung)
4. Hilfsstrom-Verbrauch:
Nicht in Labor-COP enthalten, aber real:
  • Umwälzpumpe Heizkreis: 40-80 W (Hocheffizienz-Pumpe A-Label)
  • Umwälzpumpe Sole-Kreis (Erdwärme): 60-120 W
  • Ventilator Außeneinheit (Luft-WP): 80-150 W
  • Steuerung/Display: 5-15 W
Gesamt-Hilfsstrom: 100-250 W → reduziert effektiven COP 5-10%

COP versus JAZ: Kritischer Unterschied Praxis

COP (Coefficient of Performance):
  • Momentaner Betriebspunkt Labor-Bedingungen
  • Feste Parameter: T_Quelle, T_Vorlauf, Volumenstrom
  • Norm: EN 14511 (Luft-Wasser), EN 14825 (Erdwärme)
  • Typische Werte Labor: COP 4,5-5,5
JAZ (Jahresarbeitszahl):
  • Durchschnitt gesamtes Jahr Realbetrieb
  • Variable Bedingungen: Außentemperatur -15°C bis +15°C, Teillast 20-100%, Abtau-Zyklen, Hilfsstrom
  • Gemessen: Wärmemengenzähler + Stromzähler 12 Monate
  • Typische Werte Praxis: JAZ 3,0-4,2
JAZ-Reduktionsfaktoren versus Labor-COP:
Faktor COP-Reduktion Ursache
Teillast-Betrieb -5 bis -10% WP läuft nicht kontinuierlich Volllast, An/Aus-Taktung
Abtau-Zyklen -3 bis -8% Luft-WP nur: Energie ohne Heizleistung
Hilfsstrom -5 bis -10% Pumpen, Ventilator nicht in Labor-COP
Temperatur-Varianz -10 bis -15% Winter kälter als Norm-Auslegung
Warmwasser-Bereitung -5 bis -12% Höhere Temperaturen 55-65°C versus Heizung 35°C
Gesamt-Differenz: COP 4,5 Labor → JAZ 3,2-3,8 Praxis (typisch -0,7 bis -1,3 Punkte)
Beispiel-Rechnung Jahres-Stromverbrauch:
Einfamilienhaus 150 m², Wärmebedarf 20.000 kWh/Jahr:
Variante 1 - Labor-COP 4,5 (unrealistisch):
  • Stromverbrauch: 20.000 kWh / 4,5 = 4.444 kWh/Jahr
  • Kosten (0,25 EUR/kWh): 1.111 EUR/Jahr
Variante 2 - Reale JAZ 3,5 (typisch):
  • Stromverbrauch: 20.000 kWh / 3,5 = 5.714 kWh/Jahr
  • Kosten: 1.429 EUR/Jahr
  • Differenz: +318 EUR/Jahr versus Labor-Kalkulation!
JAZ-Optimierungs-Potenziale:
✅ Niedertemperatur-Heizkörper/Fußbodenheizung (JAZ +0,5-1,0)
Pufferspeicher 200-300L vermeidet Taktung (JAZ +0,2-0,4)
Hydraulischer Abgleich optimiert Volumenströme (JAZ +0,1-0,3)
✅ Warmwasser-Wärmepumpe separat statt gemeinsam (JAZ +0,3-0,5)

Was bewirkt Joule-Thomson-Effekt am Expansionsventil Kältekreislauf?

Gas-Expansion durch Drossel (isenthalpischer Prozess) verursacht Temperatur-Abfall realer Gase durch molekulare Anziehungskräfte – Kältemittel kühlt +40°C auf -10°C ohne Arbeit.

Thermodynamische Grundlagen Drosselung

Drosselung = isenthalpischer Prozess (H = konstant):
Kältemittel strömt durch Drossel (Expansionsventil, Kapillarrohr):
  • Druck sinkt: p_hoch → p_niedrig
  • Temperatur ändert sich: T_hoch → T_niedrig (bei realen Gasen!)
  • Enthalpie bleibt konstant: H_vor = H_nach
Warum keine Arbeit verrichtet?
Expansion erfolgt in Drossel (Ventil), nicht in Kolben/Turbine:
  • Keine mechanische Kopplung nach außen
  • Energie dissipiert als innere Reibung
  • Irreversibler Prozess (Entropie steigt!)
Ideale Gase: Temperatur bleibt konstant bei Drosselung (T_vor = T_nach)
Reale Gase: Temperatur sinkt (meist) oder steigt (selten) abhängig Inversionstemperatur

Molekulare Erklärung Joule-Thomson-Effekt

Anziehungskräfte zwischen Molekülen (Van-der-Waals-Kräfte):
Gas-Expansion vergrößert durchschnittlichen Abstand Moleküle:
Hoch-Druck-Zustand:
Moleküle nahe beieinander
→ Anziehungskräfte binden potenzielle Energie

Expansion durch Drossel:
Moleküle entfernen sich voneinander
→ Arbeit gegen Anziehungskräfte erforderlich!

Energie-Quelle für Arbeit:
Kinetische Energie Moleküle (= Temperatur!)
→ Temperatur sinkt
Abstoßungskräfte (sehr nahe Distanzen):
Bei extrem hohen Drücken dominieren Abstoßungskräfte:
  • Expansion entfernt Abstoßung
  • Energie wird frei
  • Temperatur steigt (invers zum normalen Effekt!)
Inversionstemperatur T_i:
Temperatur, bei der Joule-Thomson-Koeffizient Vorzeichen wechselt:
$$\mu_{JT} = \left(\frac{\partial T},{\partial p}\right)_H$$
μ_JT > 0: Kühlung bei Expansion (T sinkt wenn p sinkt)
μ_JT < 0: Erwärmung bei Expansion (T steigt wenn p sinkt)
μ_JT = 0: Inversionstemperatur T_i erreicht
Inversionstemperaturen Gase:
GasInversionstemperatur T_iRaumtemperatur-Verhalten
Luft+603°CKühlung ✅ (unter T_i)
Stickstoff N₂+621°CKühlung ✅
Sauerstoff O₂+764°CKühlung ✅
CO₂+1.500°CKühlung ✅
Propan R290+395°CKühlung ✅
Wasserstoff H₂-80°CErwärmung ❌ (über T_i!)
Helium He-240°CErwärmung ❌
Konsequenz Kältemittel-Auswahl:
Kältemittel müssen T_i >> Raumtemperatur haben, um Joule-Thomson-Kühlung zu nutzen.

Anwendung Wärmepumpen-Expansionsventil

Kältekreislauf vor Expansionsventil:
Kältemittel verlässt Verflüssiger:
  • Zustand: Flüssig, leicht unterkühlt
  • Druck: p_hoch = 16-20 bar (abhängig Kältemittel + Vorlauftemperatur)
  • Temperatur: T_hoch = 40-45°C (ca. 5-10 K über Vorlauftemperatur)
Expansion durch Drossel:
Druck-Reduktion p_hoch → p_niedrig instantan (< 0,1 Sekunden):
  • Druck nach: p_niedrig = 3-5 bar
  • Temperatur nach: T_niedrig = -10°C bis +5°C (Joule-Thomson-Effekt!)
Phasenübergang teilweise Verdampfung:
Flüssigkeit bei 40°C + 4 bar hat Siedepunkt weit unter -10°C:
  • Teil Kältemittel verdampft spontan (Flash-Gas)
  • Verdampfungswärme entzogen von restlicher Flüssigkeit
  • Temperatur sinkt zusätzlich (über Joule-Thomson hinaus!)
Typische Zahlen R290 Propan:
ParameterVor ExpansionNach ExpansionDifferenz
Druck18 bar4 bar-14 bar
Temperatur40°C-5°C-45 K
ZustandFlüssig 100%Flüssig 70% + Gas 30%Zweiphasen-Gemisch
Enthalpie450 kJ/kg450 kJ/kg0 (isenthalp!)
Nach Expansionsventil:
Kältemittel tritt in Verdampfer (Außeneinheit):
  • Niedrige Temperatur -5°C erlaubt Wärme-Aufnahme aus +7°C Außenluft
  • Restliche Flüssigkeit 70% verdampft vollständig
  • Gasförmiges Kältemittel tritt in Kompressor
Ohne Joule-Thomson-Effekt:
❌ Kältemittel würde 40°C bleiben
❌ Kann nicht Wärme aufnehmen aus +7°C Außenluft (Zweiter Hauptsatz!)
❌ Wärmepumpe funktioniert nicht

Linde-Verfahren Luftverflüssigung

Industrielle Anwendung Joule-Thomson-Effekt:
Prozess mehrstufige Luft-Kühlung:
Stufe 1: Kompression
Luft verdichtet auf 200 bar
→ Temperatur steigt +150°C

Stufe 2: Vorkühlung
Wärmetauscher kühlt auf +20°C (Umgebung)

Stufe 3: Gegen-Strom-Wärmetauscher
Komprimierte Luft +20°C kühlt an bereits gekühlter Rückführung
→ Temperatur sinkt auf -50°C

Stufe 4: Joule-Thomson-Expansion
Drossel-Ventil: 200 bar → 1 bar
→ Temperatur sinkt -50°C → -150°C (unter Siedepunkt Stickstoff -196°C!)

Stufe 5: Phasentrennung
Flüssiger Stickstoff abgezogen
Gasförmiger Rest zurück zu Wärmetauscher (Kühlung Stufe 3)
Effizienz-Steigerung durch Rückführung:
Kaltes Gas aus Phasentrenner kühlt einströmendes warmes Gas vor:
  • Reduziert Joule-Thomson-Arbeit
  • Ermöglicht tiefere Temperaturen
  • Carnot-Prinzip: Kleine Temperatur-Schritte effizienter als große Sprünge

Wie unterscheiden JAZ, COP, SCOP Effizienz-Kennzahlen Wärmepumpen?

JAZ = Jahresarbeitszahl Realbetrieb gemessen, COP = Labor-Betriebspunkt EN 14511, SCOP = saisonaler COP normiert EN 14825 – Differenzen 0,5-1,5 Punkte durch Teillast + Abtau.

COP - Laboratory Test Conditions EN 14511

Definition:
$$COP = \frac{Q_{Heizung}},{P_{elektrisch}}$$
Gemessen bei spezifischen Betriebspunkten Labor:
Luft-Wasser-Wärmepumpen (EN 14511):

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BetriebspunktAußenluftVorlauf/RücklaufTypischer COP
A7/W35+7°C35°C / 30°C4,5-5,5
A2/W35+2°C35°C / 30°C3,8-4,5
A-7/W35-7°C35°C / 30°C3,2-4,0
A-15/W35-15°C35°C / 30°C2,5-3,2
Erdwärme-Wärmepumpen (EN 14511):
BetriebspunktSole-EintrittVorlauf/RücklaufTypischer COP
B0/W350°C35°C / 30°C4,8-5,8
B-5/W35-5°C35°C / 30°C4,2-5,0
Vorteil COP:
  • Vergleichbarkeit Hersteller (standardisierte Bedingungen)
  • Präzise Mess-Bedingungen reproduzierbar
Nachteil COP:
  • Realität weicht ab (Wetter variiert!)
  • Teillast nicht abgebildet (WP läuft nicht kontinuierlich 100%)
  • Abtau-Zyklen nicht berücksichtigt

SCOP - Seasonal Coefficient of Performance EN 14825

Definition:
$$SCOP = \frac{\sum Q_{Heizung,Saison}},{\sum P_{elektrisch,Saison}}$$
Normiertes Berechnungs-Verfahren basierend Klimazonen:
Europa-Klimazonen EN 14825:
KlimazoneRegionAuslegungs-TemperaturHeizgradtage
KälterSkandinavien-22°C5.400 HGT
DurchschnittDeutschland, Frankreich-10°C4.200 HGT
WärmerSüdeuropa+2°C2.600 HGT
SCOP-Berechnung gewichtet verschiedene Teillast-Punkte:
SCOP berücksichtigt:
  • 4 Betriebspunkte (A-7, A2, A7, A12)
  • Teillast-Faktoren (Bivalenz-Temperatur)
  • Standby-Verluste Steuerung
  • Hilfsenergie Abtau-Zyklen
Beispiel SCOP-Angabe Datenblatt:
Modell: Luft-Wasser-WP 12 kW

SCOP Klimazone "Durchschnitt" (35°C Vorlauf):
- SCOP = 4,2
- Energieeffizienzklasse: A+++

SCOP Klimazone "Durchschnitt" (55°C Vorlauf):
- SCOP = 3,1
- Energieeffizienzklasse: A++
Vorteil SCOP:
  • Realistischer als einzelner COP-Punkt
  • EU-Label Energieeffizienzklasse basiert auf SCOP
  • Teillast-Verhalten berücksichtigt
Nachteil SCOP:
  • Immer noch Norm-Berechnung (nicht Real-Messung!)
  • Gebäude-spezifische Faktoren fehlen (Dämmung, Nutzerverhalten)

JAZ - Jahresarbeitszahl Real-Betrieb

Definition:
$$JAZ = \frac{Q_{Heizung,gemessen}},{P_{elektrisch,gemessen}}$$
Gemessen über 12 Monate Realbetrieb:
Installation Messgeräte:
  • Wärmemengenzähler Heizkreis (erfasst Q_Heizung in kWh)
  • Stromzähler Wärmepumpe (erfasst P_elektrisch in kWh)
  • Messung 01. Oktober Jahr N bis 30. September Jahr N+1 (Heizperiode komplett)
JAZ-Berechnung Beispiel:
Gemessene Werte 12 Monate:

Wärmemenge Heizkreis: 22.500 kWh
Stromverbrauch WP: 6.200 kWh

JAZ = 22.500 / 6.200 = 3,63
JAZ-Reduktions-Faktoren versus Labor-COP/SCOP:
1. Teillast-Betrieb An/Aus-Taktung:
Wärmepumpe läuft nicht kontinuierlich:
  • Frühling/Herbst: Nur 2-4h/Tag (20% Volllast)
  • Winter: 8-12h/Tag (50-80% Volllast)
An/Aus-Verluste:
  • Kompressor-Start verbraucht 3-5× Nennstrom (Anlaufstrom)
  • Kältekreis muss Druck aufbauen
  • Inverter-WP reduziert Verluste: Stufenlose Regelung 20-100% ohne Taktung
2. Abtau-Zyklen Luft-Wasser-WP:
Verdampfer vereist bei:
  • Außentemperatur -5°C bis +5°C
  • Hohe Luftfeuchtigkeit >80%
Abtau-Prozess:
  • Kältekreis invertiert (WP kühlt Haus statt heizen!)
  • Dauer 5-15 Minuten
  • Elektrischer Heizstab übernimmt Heizung (COP = 1,0)
  • Häufigkeit: 3-8× pro Tag Winter (abhängig Klima)
JAZ-Reduktion Abtau: -0,3 bis -0,8 Punkte
3. Hilfsstrom nicht in COP:
Pumpen:
  • Heizkreis-Umwälzpumpe: 40-80 W kontinuierlich
  • Sole-Pumpe (Erdwärme): 60-120 W
  • Jahresverbrauch: 350-700 kWh
Ventilator Außeneinheit:
  • Luft-WP: 80-150 W während Kompressor-Betrieb
  • Jahresverbrauch: 400-800 kWh
Steuerung + Display: 50-100 kWh/Jahr
Gesamt-Hilfsstrom: 800-1.600 kWh/Jahr = -0,4 bis -0,7 JAZ-Punkte
4. Warmwasser-Bereitung höhere Temperaturen:
Heizung: 35-45°C Vorlauf (COP 4,0-4,5)
Warmwasser: 55-65°C erforderlich Legionellen-Schutz (COP 2,5-3,2)
Wenn gemeinsame WP Heizung + Warmwasser:
  • 20-30% Energie-Bedarf Warmwasser
  • Niedrigerer COP zieht JAZ runter
Lösung: Separate Brauchwasser-Wärmepumpe (Ochsner Europa 333 Genius)
  • Optimiert nur Warmwasser
  • Heiz-WP läuft nur 35°C
  • JAZ-Verbesserung: +0,3 bis +0,5 Punkte
5. Temperatur-Varianz versus Norm:
SCOP basiert auf Norm-Klima (Deutschland: -10°C Auslegung)
Realität Regional-Unterschiede:
  • München: Häufiger -15°C (kälter als Norm) → JAZ schlechter
  • Hamburg: Selten unter -5°C (milder als Norm) → JAZ besser
Nutzerverhalten:
  • Raumtemperatur 22°C statt 20°C → +2 K Vorlauf nötig → JAZ -0,2 bis -0,4

Vergleichs-Tabelle COP / SCOP / JAZ

KennzahlMessmethodeBedingungenTypischer WertEinsatz
COPLabor EN 14511Fester Betriebspunkt A7/W354,5-5,5Hersteller-Vergleich
SCOPBerechnung EN 14825Klimazone gewichtet3,8-4,5EU-Energielabel
JAZReal-Messung 12 MonateGebäude-spezifisch3,0-4,2Wirtschaftlichkeit
Typische Differenzen Luft-Wasser-WP:
COP A7/W35 (Labor): 5,0
→ SCOP "Durchschnitt" (Norm): 4,2 (-0,8)
→ JAZ Real-Betrieb (Altbau): 3,4 (-1,6 versus COP!)
Optimierungs-Potenziale JAZ verbessern:
Vorlauftemperatur senken: 70°C→35°C = JAZ +1,0-1,5 Punkte
Pufferspeicher 200-300L: Taktung vermeiden = JAZ +0,2-0,4
Hydraulischer Abgleich: Volumenströme optimieren = JAZ +0,1-0,3
Separate Warmwasser-WP: Heiz-WP nur Niedertemperatur = JAZ +0,3-0,5
Inverter-Technologie: Stufenlose Regelung statt An/Aus = JAZ +0,2-0,5

Welche Gibbs-Energie ΔG bestimmt Spontaneität chemische Reaktionen?

Gibbs-Helmholtz-Gleichung ΔG = ΔH - T·ΔS kombiniert Enthalpie H + Entropie S – ΔG<0 exergonisch spontan, ΔG>0 endergonisch Energie erforderlich, ΔG=0 Gleichgewicht.

Gibbs-Energie Definition thermodynamisches Potential

Freie Enthalpie G (Gibbs-Energie):
$$G = H - T \cdot S = U + p \cdot V - T \cdot S$$
Wo:
  • H = Enthalpie [kJ]
  • T = Absolute Temperatur [K]
  • S = Entropie [kJ/K]
  • U = Innere Energie [kJ]
  • p = Druck [Pa]
  • V = Volumen [m³]
Gibbs-Helmholtz-Gleichung Reaktionen:
$$\Delta G = \Delta H - T \cdot \Delta S$$
Physikalische Interpretation:
  • ΔH: Enthalpie-Änderung (Wärme freigesetzt/aufgenommen)
  • T·ΔS: Entropischer Beitrag (Unordnung-Änderung gewichtet mit Temperatur)
  • ΔG: Netto "freie" Energie verfügbar für Arbeit
Spontaneität-Kriterium:
ΔGΔHΔSSpontaneitätBeispiel
<0<0>0Spontan bei allen TVerbrennung (exotherm + Entropie↑)
<0<0<0Spontan bei niedrigen TKondensation (exotherm, Ordnung↑)
<0>0>0Spontan bei hohen TVerdampfung (endotherm, Unordnung↑)
>0>0<0Nie spontan-
=0--GleichgewichtPhasenübergang Siedepunkt

Anwendung Kältemittel-Phasenübergänge Wärmepumpe

Verdampfung Kältemittel Verdampfer:
Kältemittel R290 (Propan) flüssig → gasförmig bei -5°C:
Thermodynamische Daten:
$$\Delta H_{Verdampfung} = +425 \text{ kJ/kg}$$ (endotherm, Wärme aufgenommen)
$$\Delta S_{Verdampfung} = +1,58 \text{ kJ/(kg·K)}$$ (Entropie steigt: Gas ungeordneter als Flüssigkeit)
Gibbs-Energie berechnen T = 268 K (-5°C):
$$\Delta G = \Delta H - T \cdot \Delta S$$
$$\Delta G = 425 - 268 \times 1,58$$
$$\Delta G = 425 - 423,4 = +1,6 \text{ kJ/kg}$$
ΔG ≈ 0: System nahe Gleichgewicht (Siedepunkt!)
Interpretation:
Bei -5°C + 4 bar Druck liegt Propan genau am Siedepunkt:
  • ΔG ≈ 0: Flüssig ⇌ Gas Gleichgewicht
  • Kleine Wärme-Zufuhr (aus +7°C Außenluft) → Verdampfung spontan (ΔG<0)
Verflüssigung Kältemittel Verflüssiger:
Kältemittel R290 gasförmig → flüssig bei 40°C:
Thermodynamische Daten:
$$\Delta H_{Kondensation} = -425 \text{ kJ/kg}$$ (exotherm, Wärme abgegeben)
$$\Delta S_{Kondensation} = -1,58 \text{ kJ/(kg·K)}$$ (Entropie sinkt: Flüssigkeit geordneter)
Gibbs-Energie T = 313 K (40°C):
$$\Delta G = -425 - 313 \times (-1,58)$$
$$\Delta G = -425 + 494,5 = +69,5 \text{ kJ/kg}$$
ΔG > 0: Kondensation NICHT spontan bei 40°C + Umgebungsdruck!
Lösung: Druck erhöhen auf 18 bar (Kompressor-Arbeit!)
Bei 18 bar Druck liegt Siedepunkt Propan bei +45°C:
  • 40°C Verflüssiger-Temperatur liegt unter Siedepunkt
  • ΔG < 0: Kondensation spontan ✅

Massenwirkungsgesetz aus Gibbs-Energie ableiten

Standard-Gibbs-Energie ΔG⁰ und Gleichgewichtskonstante K:
$$\Delta G^0 = -R \cdot T \cdot \ln(K)$$
Wo:
  • R = 8,314 J/(mol·K) universelle Gaskonstante
  • K = Gleichgewichtskonstante (Produkte/Edukte-Verhältnis)
Umformung:
$$K = e^{-\Delta G^0 / (R \cdot T)}$$
Interpretation:
ΔG⁰KGleichgewichts-LageBeispiel
<<0K >> 1Produkte dominierenVerbrennung Methan
≈0K ≈ 1AusgeglichenEsterhydrolyse
>>0K << 1Edukte dominierenStickstoff-Fixierung N₂→NH₃
Beispiel Ammoniak-Synthese Haber-Bosch:
$$N_2 + 3 H_2 \rightleftharpoons 2 NH_3$$
Thermodynamische Daten 25°C:
  • ΔH⁰ = -92 kJ/mol (exotherm)
  • ΔS⁰ = -198 J/(mol·K) (Entropie sinkt: 4 Moleküle → 2)
Gibbs-Energie 25°C (298 K):
$$\Delta G^0 = -92.000 - 298 \times (-198)$$
$$\Delta G^0 = -92.000 + 59.004 = -32.996 \text{ J/mol}$$
Gleichgewichtskonstante:
$$K = e^{-(-32.996) / (8,314 \times 298)}$$
$$K = e^{13,32} \approx 6 \times 10^5$$
K >> 1: Bei 25°C theoretisch hohe Ammoniak-Ausbeute
ABER: Praktisches Problem Kinetik!
  • Reaktion extrem langsam ohne Katalysator
  • N₂ Dreifachbindung sehr stabil
  • Industriell: 400-500°C + 200-300 bar + Eisen-Katalysator erforderlich
Temperatur-Einfluss Gleichgewicht:
Le Chatelier-Prinzip:
Exotherme Reaktion (ΔH < 0):
  • Temperatur erhöhen → Gleichgewicht verschiebt zu Edukten (K sinkt)
  • Temperatur senken → Gleichgewicht verschiebt zu Produkten (K steigt)
Haber-Bosch Optimum:
  • Thermodynamisch: Niedrige T bevorzugt (höhere Ausbeute)
  • Kinetisch: Hohe T erforderlich (akzeptable Geschwindigkeit)
  • Kompromiss: 400-500°C erreicht K ≈ 10-100 (akzeptabel + schnell)

Wie reguliert §14a EnWG steuerbare Wärmepumpen Netzstabilität?

Reform 01.01.2024 verpflichtet Anschluss steuerbarer Verbrauchseinrichtungen >4,2 kW – Netzbetreiber darf dimmen (nicht abschalten!), Gegenleistung Netzentgelt-Rabatt 110-190 EUR/Jahr.

Historischer Kontext: Sperrzeiten versus Dimm-Recht

Situation pre-2024:
Sperrzeiten-Regelung (klassisch):
  • Netzbetreiber durfte Wärmepumpen komplett abschalten
  • Typische Sperrzeiten: 3× täglich je 2h (Hochlast 11-13 Uhr, 17-19 Uhr, 21-23 Uhr)
  • Gegenleistung: Vergünstigter NT-Tarif (Nachtstrom)
Probleme Sperrzeiten:
  • Totalausfall Heizung 6h/Tag kälteste Winter-Tage
  • Pufferspeicher oft zu klein (Komfort-Einbußen)
  • Netzbetreiber konnte Anschluss verweigern bei Netzüberlastung
§14a EnWG Reform 01.01.2024:
Anschluss-Pflicht:
Netzbetreiber muss anschließen:
  • Wärmepumpen >4,2 kW elektrische Anschlussleistung
  • Wallboxen E-Mobilität
  • Nachtspeicherheizungen
  • Klimaanlagen
Dimm-Recht statt Abschaltung:
Kritische Netzsituationen (z.B. kalter Winter-Abend -10°C, 18-20 Uhr, viele E-Autos laden):
Normalbetrieb:
Wärmepumpe 12 kW läuft Volllast

Netzbetreiber aktiviert Dimm-Signal:
→ Leistung reduziert auf 4,2 kW (Minimum garantiert!)
→ Kompressor läuft weiter (kein Stillstand)
→ Pufferspeicher puffert thermisch

Nach Hochlast (z.B. 21 Uhr):
→ Netzbetreiber gibt Leistung frei
→ Wärmepumpe läuft wieder Volllast
Basisbezug 4,2 kW Begründung:
  • Ausreichend Warmwasser-Bereitung 300L Speicher 50→55°C in 2-3h
  • Erhalt Mindest-Raumtemperatur 16-18°C (Frostschutz)
  • Vermeidung Kompressor-Stillstand (Lebensdauer-Schutz Schmiersystem)

Drei Netzentgelt-Modul-Optionen §14a

Bundesnetzagentur definierte drei Entlastungs-Modelle:
Modul 1 - Pauschale (einfachste Option):
  • Jährlicher Festbetrag 110-190 EUR brutto (regional variabel)
  • Kein separater Zähler erforderlich
  • Anmeldung Installateur genügt
Beispiel-Werte 2025:
  • Hamburg: 158,05 EUR
  • Berlin: 142,00 EUR
  • München: 165,20 EUR
Für wen: Effizienz-Gebäude <3.000 kWh WP-Verbrauch
Modul 2 - Prozentuale Reduzierung:
  • Netzentgelt-Arbeitspreis reduziert um 60%
  • Netzentgelt-Grundpreis separater Zählpunkt entfällt
  • Separater Zähler Pflicht
Kosten-Beispiel:
PositionOhne §14aMit Modul 2Ersparnis
Netzentgelt-Arbeitspreis6,5 ct/kWh2,6 ct/kWh-60%
Bei 4.000 kWh Verbrauch260 EUR104 EUR156 EUR
Netzentgelt-Grundpreis75 EUR0 EUR75 EUR
Gesamt-Ersparnis--231 EUR/Jahr
Minus Zählerkosten--110 EUR-
Netto-Vorteil--121 EUR/Jahr
Für wen: Altbau >3.000 kWh WP-Verbrauch
Modul 3 - Zeitvariabel (ab April 2025):
  • Kombination Modul 1 + zeitlich gestaffelte Netzentgelte
  • Höhere Preise Hochlast (17-21 Uhr Winter)
  • Niedrigere Preise Niedriglast (23-6 Uhr)
  • Smart Meter Gateway Pflicht
Verfügbarkeit: Rollout 2025-2026 schrittweise
Für wen: Technik-affin + Pufferspeicher >200L + Smart-Home

Technische Umsetzung Dimm-Signal

Steuerbox-Installation Netzbetreiber:
Wärmepumpe

Steuerbox (vom Netzbetreiber bereitgestellt)
↓ (2× Relais-Kontakte)
Wärmepumpen-Steuerung

Relais-Status Normal:
Kontakt 1: Offen (kein Signal)
Kontakt 2: Offen (kein Signal)
→ WP läuft Volllast

Relais-Status Dimm-Befehl:
Kontakt 1: Geschlossen (Signal aktiv)
Kontakt 2: Offen
→ WP reduziert auf 4,2 kW

Relais-Status Freigabe (selten verwendet):
Kontakt 1: Offen
Kontakt 2: Geschlossen
→ WP läuft prioritär (PV-Überschuss-Signal)
Wärmepumpen-Steuerung Reaktion:
Inverter-Wärmepumpe (stufenlos regelbar):
  • Kompressor-Drehzahl reduziert kontinuierlich
  • Leistung 12 kW → 4,2 kW nahtlos
  • Kein An/Aus-Takt (schonend Kompressor)
An/Aus-Wärmepumpe (klassisch):
  • Kompressor läuft 35% Betriebszeit (4,2 kW Durchschnitt)
  • Taktung 5 Min an, 10 Min aus
  • Höherer Verschleiß versus kontinuierlich
Pufferspeicher-Dimensionierung kritisch:
Ohne Dimm-Befehl kann 4,2 kW nicht ausreichen wenn:
  • Außentemperatur -15°C (hoher Wärmebedarf)
  • Gleichzeitig Warmwasser-Anforderung
  • Pufferspeicher zu klein (<100L)
Empfehlung Pufferspeicher-Größe:
Gebäude-TypHeizlastPufferspeicher MinimumOptimal
Neubau KfW-404-6 kW100L150-200L
Altbau saniert8-12 kW150L200-300L
Altbau unsaniert12-18 kW200L300-500L
Pufferspeicher Funktion Dimm-Phase:
Dimm-Befehl 18-20 Uhr (2h):

WP liefert nur 4,2 kW
Gebäude benötigt 10 kW

Differenz 5,8 kW aus Pufferspeicher:
300L Speicher: 60°C → 45°C
→ Q = 300L × 1 kWh/(L·K) × 15 K = 4,5 kWh thermisch
→ Reicht 2,6h bei 5,8 kW Differenz ✅

Nach 20 Uhr:
WP läuft wieder 12 kW Volllast
→ Pufferspeicher lädt auf 60°C (1-2h)

Wirtschaftlichkeit §14a Netzentgelt-Rabatt

Beispiel-Rechnung Modul 1 versus Modul 2:
Altbau 180 m², Wärmebedarf 25.000 kWh/Jahr, JAZ 3,5:
Stromverbrauch WP:
  • 25.000 kWh / 3,5 = 7.143 kWh/Jahr
Variante A - Modul 1 (pauschal):
PositionKosten/Jahr
Stromverbrauch 7.143 kWh × 0,25 EUR1.786 EUR
Netzentgelte (ohne Rabatt)465 EUR
Modul 1 Rabatt Hamburg-158 EUR
Netto-Netzentgelte307 EUR
Zählerkosten0 EUR (kein Extra-Zähler)
Gesamt2.093 EUR/Jahr
Variante B - Modul 2 (prozentual):
PositionKosten/Jahr
Stromverbrauch 7.143 kWh × 0,25 EUR1.786 EUR
Netzentgelt-Arbeitspreis (vor Rabatt)7.143 × 0,065 = 464 EUR
60% Rabatt-278 EUR
Netzentgelt-Arbeitspreis (nach Rabatt)186 EUR
Netzentgelt-Grundpreis0 EUR (entfällt!)
Zählerkosten Extra-Zähler110 EUR
Gesamt2.082 EUR/Jahr
Ergebnis:
  • Modul 2 spart 11 EUR/Jahr versus Modul 1
  • Aber: Einmalige Zähler-Umbau-Kosten 300-600 EUR
  • Amortisation: 27-55 Jahre (nicht wirtschaftlich!)
Kritische Schwelle Modul 2 lohnt:
Ab ca. 5.000-6.000 kWh WP-Verbrauch:
  • Prozentuale Ersparnis überwiegt Zählerkosten
  • Typisch Altbau unsaniert + große Wohnfläche
Fazit §14a Strategie:
Modul 1: Standard für Neubauten + sanierte Altbauten <3.000 kWh
Modul 2: Sinnvoll ab 5.000+ kWh (unsanierter Altbau)
Modul 3: Zukunfts-Option technik-affine Nutzer (Smart Meter ab 2025)
Dimm-Recht Akzeptanz:
Studien zeigen 85% Haushalte bemerken Dimm-Phasen nicht:
  • Pufferspeicher 200L+ puffert 2-3h problemlos
  • Raumtemperatur sinkt max. 0,5-1 K (tolerierbar)
  • Warmwasser bleibt verfügbar (4,2 kW ausreichend Basis-Bedarf)
Wärmepumpen-Thermodynamik kombiniert Hauptsätze-Theorie mit praktischer Energie-Effizienz: Erster Hauptsatz garantiert Energieerhaltung COP = (Q_Quelle + W_elektrisch) / W_elektrisch typisch 3,0-5,0, Zweiter Hauptsatz limitiert durch Carnot-Wirkungsgrad η_C = T_hoch/(T_hoch-T_niedrig) wobei Niedertemperatur-Systeme 35°C Vorlauf übertreffen 70°C Hochtemperatur um 35-54% Effizienz, Joule-Thomson-Effekt Expansionsventil ermöglicht Temperatur-Abfall +40°C→-10°C ohne Arbeit durch molekulare Anziehungskräfte, JAZ Jahresarbeitszahl 3,0-4,2 Realbetrieb differiert von Labor-COP 4,5-5,5 durch Teillast + Abtau-Zyklen + Hilfsstrom-Verbrauch 0,5-1,5 Punkte, Gibbs-Energie ΔG=ΔH-T·ΔS entscheidet Spontaneität Kältemittel-Phasenübergänge (ΔG<0 exergonisch spontan, ΔG>0 endergonisch Kompressor-Arbeit erforderlich), §14a EnWG Reform 01.01.2024 etabliert Anschluss-Pflicht steuerbarer Verbrauchseinrichtungen >4,2 kW mit Dimm-Recht Netzbetreiber (Basisbezug 4,2 kW garantiert versus früher Komplett-Abschaltung Sperrzeiten), Gegenleistung Netzentgelt-Reduzierung Modul 1 pauschale 110-190 EUR/Jahr ohne Extra-Zähler oder Modul 2 prozentual 60% Arbeitspreis-Rabatt mit Pflicht-Zähler (lohnt ab 5.000+ kWh Verbrauch), Gebläsekonvektoren optimieren Niedertemperatur-Betrieb durch erzwungene Konvektion α=40-80 W/(m²K) versus passive Radiatoren α=8-12 W/(m²K) ermöglicht 35-45°C Vorlauftemperatur ausreichend volle Heizleistung + JAZ-Steigerung 5-15%.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen