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Erdwärmekörbe sind zylindrische Wärmetauscher aus PE100-Rohren, die zu einer konischen oder zylindrischen Form gewickelt sind. Sie werden in 3 bis 5 Meter tiefen Gruben vertikal installiert. Die Technologie stellt einen strategischen Kompromiss dar zwischen teuren Tiefenbohrungen mit 40.000 bis 50.000 Euro Kosten und flächenintensiven Erdwärmekollektoren, die das 2- bis 3-fache der Wohnfläche benötigen.
Die Leistung beträgt 1,0 bis 1,5 Kilowatt pro Korb, abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Das bedeutet, dass eine 8 Kilowatt Heizlast typischerweise 6 bis 10 Körbe erfordert. Die Körbe werden über das Grundstück verteilt mit Mindestabständen von 5 bis 8 Metern zwischen den einzelnen Einheiten. Das verhindert thermische Interferenz und sichert die langfristige Regeneration.
Die Kosten betragen 18.000 bis 28.000 Euro für ein komplettes 8-Korb-System inklusive Material, Erdarbeiten und Installation. Das liegt deutlich unter den 40.000 bis 50.000 Euro für eine vergleichbare Erdsonden-Tiefenbohrung. Die JAZ erreicht stabile 3,8 bis 4,3 über 15 plus Jahre Betrieb. Das ist dokumentiert durch Betatherm-Feldstudien mit über 1.000 Installationen seit 2010.
Das Wichtigste in Kürze
- 1,0-1,5 kW pro Korb bodenabhängig: Lehm optimal 1,3-1,5 kW, Sand trocken nur 0,7-0,9 kW
- 6-10 Körbe für 8 kW Heizlast typisch: Anzahl variiert stark mit Bodenbeschaffenheit
- 35-40 m² Flächenbedarf pro Korb: Deutlich kompakter als Flächenkollektoren 300-450 m²
- €18.000-28.000 Komplettsystem 8 Körbe: 30-50% günstiger als Tiefenbohrung €40-50k
- Betatherm dominiert mit 60% Marktanteil: Quasi-Standard seit 2005, 30.000+ Installationen
Was sind Erdwärmekörbe und wie funktionieren sie?
Erdwärmekörbe sind vorgefertigte Wärmetauscher-Konstruktionen, bei denen PE100-Rohre spiralförmig zu einem dreidimensionalen Korb gewickelt sind. Die Form ähnelt einem umgedrehten Kegel oder Zylinder. Der Durchmesser beträgt typischerweise 1,5 bis 2,5 Meter. Die Höhe liegt bei 2,5 bis 4,0 Metern je nach Hersteller-Modell.
Die Installation erfolgt vertikal in ausgehobenen Gruben. Die Grabentiefe beträgt 3 bis 5 Meter unterhalb der Geländeoberkante. Das ist deutlich weniger tief als Erdsonden mit 50 bis 100 Metern Bohrtiefe. Aber es ist tiefer als Flächenkollektoren mit nur 1,2 bis 1,5 Metern Verlegetiefe. Die Körbe nutzen damit einen mittleren Tiefenbereich, der nicht frostgefährdet ist und ganzjährig stabile Temperaturen von 8 bis 12 Grad aufweist.
Die Tabelle zeigt, dass die Leistung zwischen 0,7 und 1,6 Kilowatt pro Korb variieren kann. Das ist mehr als eine Verdopplung zwischen schlechtestem und bestem Boden. Diese massive Variation macht ein Bodengutachten zwingend erforderlich für korrekte Dimensionierung.
Schritt 3: Anzahl Körbe berechnen
Die Formel lautet: Anzahl Körbe = Kälteleistung ÷ Entzugsleistung pro Korb
Für das Beispiel mit 7,5 Kilowatt Kälteleistung bei mittlerem Schluff-Boden mit 1,1 Kilowatt pro Korb:
- Anzahl = 7,5 ÷ 1,1 = 6,8 Körbe minimal
- Aufrunden auf 7 Körbe praktisch installiert
Sicherheitspuffer 10-15% zwingend
Die Praxis zeigt, dass ein Sicherheitspuffer von 10 bis 15 Prozent über dem theoretischen Minimum zwingend erforderlich ist. Die Gründe sind vielfältig und wirken kombiniert.
Grund 1: Trockene Jahre Jahre mit unterdurchschnittlichem Niederschlag reduzieren die Boden-Feuchtigkeit. Das senkt die Wärmeleitfähigkeit um 15 bis 25 Prozent messbar. Ein System, das ohne Puffer dimensioniert ist, kämpft dann mit Leistungs-Einbußen.
Grund 2: Langfristige Boden-Degradation Der Boden um die Körbe herum kann sich über Jahre verdichten durch die thermischen Zyklen. Das reduziert die Porosität und damit die Wärme-Regeneration schleichend um 5 bis 10 Prozent über 10 bis 15 Jahre.
Grund 3: Konservative Annahmen Die Boden-Gutachten basieren auf Stichproben an wenigen Punkten. Die tatsächliche Boden-Qualität kann an den Korb-Standorten schlechter sein als am Mess-Punkt. Ein Puffer gleicht diese Unsicherheit aus.
Praktische Umsetzung: Für das 7 Körbe Beispiel bedeutet 15 Prozent Puffer:
- Mit Puffer = 7 × 1,15 = 8,05 → 8 Körbe installieren
- Mehrkosten = 1 × 1.200 Euro Material plus 1 × 350 Euro Installation = 1.550 Euro
- Nutzen = Vermeidung von JAZ-Degradation langfristig, die 150 bis 250 Euro jährlich Mehrkosten verursachen würde
- Amortisation = 1.550 ÷ 200 = 7,8 Jahre wirtschaftlich sinnvoll
Platzbedarf: 35-40 m² pro Korb mit Mindestabständen
Der Flächenbedarf von Erdwärmekörben ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Flächenkollektoren. Aber er ist nicht null wie oft fälschlich angenommen wird.
Mindestabstände zwingend einhalten
Jeder Korb benötigt einen Schutz-Radius um sich herum. Innerhalb dieses Radius darf kein anderer Korb, keine Versiegelung und kein Gebäude platziert werden. Die Mindestabstände sind technisch begründet und dürfen nicht unterschritten werden.
- Zeit: 20 bis 40 Minuten pro Korb bei 8 Körben = 4 bis 6 Stunden gesamt
- Kosten: €150 bis €250 pro Korb × 8 = €1.200 bis €2.000 Platzierung
Rohr-Verlegung Verbindungen:
- Arbeit: Rohre vom Korb zum Technikraum verlegen in Gräben 60cm tief
- Länge: 15 bis 40 Meter pro Korb durchschnittlich 25 Meter × 8 = 200 Meter gesamt
- Kosten: €3 bis €5 pro Meter verlegt = €600 bis €1.000 Rohrverlegung
Hydraulische Anbindung Verteiler:
- Arbeit: Alle 8 Körbe am Verteiler anschließen mit Verschraubungen korrekt
- Zeit: 6 bis 10 Stunden Facharbeit Heizungsbauer erforderlich
- Kosten: €600 bis €1.200 Anbindung komplex
Druckprüfung VDI-konform:
- Norm: VDI 4640 fordert 24 Stunden Test mit 1,5-fach Betriebsdruck = 3 Bar minimal
- Protokoll: Schriftlich dokumentiert für Gewährleistung und KfW-Förderung zwingend
- Kosten: €300 bis €500 durch zertifizierten Fachbetrieb
Sole-Befüllung vakuum-entlüftet:
- Verfahren: Vakuum-Pumpe entfernt Luft komplett vor Befüllung kritisch
- Qualität: Luftblasen würden Wärme-Übertragung um 20-40% reduzieren massiv
- Kosten: €400 bis €600 professionelle Befüllung Equipment erforderlich
Hydraulischer Abgleich KfW-Pflicht:
- Zweck: Alle 8 Kreise gleichmäßig durchströmt durch Einstellung Ventile
- Messung: Durchfluss-Messung und Druck-Differenz pro Kreis dokumentiert
- Kosten: €400 bis €800 KfW-Förderungs-Voraussetzung nicht optional
Installations-Kosten GESAMT: €3.500 bis €6.100 (20-25% der Gesamt-Kosten)
Budget Komplett-System Übersicht
Kostenblock | Betrag | Anteil |
Material Körbe + Zubehör | €11.600-14.100 | 38% |
Erdarbeiten Aushub/Verfüllung | €5.375-8.700 | 28% |
Installation Fachbetrieb | €3.500-6.100 | 18% |
Reserve 10% Unvorhergesehenes | €2.048-2.890 | 10% |
TOTAL 8-Korb-System | €22.523-31.790 | 100% |
Die realistischen Kosten für ein Mittelklasse-Projekt liegen bei €25.000 bis €28.000 komplett installiert betriebsbereit.
Mit Wärmepumpe Gesamt-Budget
Die Kombination mit einer 10 Kilowatt Sole-Wasser-Wärmepumpe ergibt:
Komponente | Kosten |
8 Erdwärmekörbe komplett | €25.500 |
Sole-Wasser-WP 10kW Mittelklasse | €14.000 |
Installation WP Hydraulik | €3.200 |
Pufferspeicher 300L | €1.800 |
TOTAL vor Förderung | €44.500 |
KfW-Förderung 40-50% | -€18.000 |
Eigenanteil nach Förderung | €26.500 |
Die Amortisation gegenüber einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit €18.000 Gesamt-Kosten beträgt:
- Mehrkosten Körbe: €26.500 - €18.000 = €8.500 Delta
- Strom-Ersparnis jährlich: JAZ 4,0 vs 3,2 bedeutet 250 Euro weniger Kosten
- Amortisation: €8.500 ÷ €250 = 34 Jahre sehr lang wirtschaftlich grenzwertig
Die Erdwärmekörbe lohnen wirtschaftlich primär wenn Erdsonden-Bohrung verboten ist im Wasserschutzgebiet oder andere Wärmequellen nicht realisierbar sind aus Platz-Gründen.
DIY-Potenzial: Was kann selbst gemacht werden?
Die Eigenleistung bei Erdwärmekörben ist begrenzt möglich. Aber die Einsparungen sind geringer als bei Flächenkollektoren. Das liegt an der höheren Komplexität der Installation.
Selbst machbar mit Equipment
Aushub-Koordination: Die Bagger-Miete kann selbst organisiert werden statt über den Installations-Betrieb. Das spart die Gewinn-Marge des Vermittlers von 15 bis 25 Prozent. Die direkte Buchung bei einer Bagger-Firma kostet €600 bis €1.200 Maschine plus eigenständige Bedienung. Das spart €1.200 bis €2.000 gegenüber Fachbetrieb-Pauschale mit Zuschlag.
Gruben-Aushub unter Anleitung: Der Aushub kann unter Anleitung eines erfahrenen Bagger-Fahrers erfolgen. Die Präzision ist nicht so kritisch wie bei Tiefenbohrungen. Eine Abweichung von plus minus 30 Zentimeter Tiefe oder Durchmesser ist tolerierbar. Die DIY-Durchführung spart €600 bis €1.200 Arbeitskosten bei 8 Gruben. Aber die Arbeitszeit beträgt 12 bis 20 Stunden harte körperliche Arbeit Gruben-Rand-Nacharbeit.
Verfüllung und Verdichtung: Die Verfüllung kann komplett selbst erfolgen mit Schaufel und Rüttelplatte gemietet für €60 pro Tag. Die Schichten müssen jeweils 20 bis 30 Zentimeter dick aufgetragen und verdichtet werden. Das verhindert Setzungen langfristig. Die DIY-Durchführung spart €800 bis €1.500 Arbeitskosten. Aber die Arbeitszeit beträgt 20 bis 40 Stunden sehr anstrengend körperlich.
Realistische DIY-Ersparnis: €2.600 bis €4.700 bei voller Eigenleistung Erdarbeiten (8-12% der Gesamt-Kosten)
NICHT selbst machbar zwingend Fachbetrieb
Hydraulische Verbindungen: Die Verschraubungen zwischen Körben und Verteiler müssen absolut dicht sein. Die Drehmomente müssen präzise eingehalten werden mit 20 bis 30 Newtonmeter je nach Durchmesser. Eine undichte Verbindung verursacht Sole-Verlust 2 bis 10 Liter pro Jahr schleichend. Die Reparatur kostet später €500 bis €2.000 Lokalisierung plus Nacharbeit. Die Fachbetrieb-Kosten von €600 bis €1.200 sind Versicherung gegen DIY-Fehler.
Druckprüfung VDI-konform: Die 24-Stunden-Druckprüfung muss protokolliert werden für KfW-Förderung. Ein DIY-Test mit Kompressor aus dem Baumarkt ist technisch machbar. Aber das Protokoll wird nicht akzeptiert ohne zertifizierten Prüfer. Das Risiko des Förderungs-Verlusts von €18.000 bis €22.000 ist existenziell zu hoch. Die Kosten von €300 bis €500 sind unvermeidlich.
Hydraulischer Abgleich: Die Durchfluss-Messung und Einstellung erfordert Spezial-Equipment Differenzdruck-Messgerät für €200 bis €500 Anschaffung. Die Kenntnis der korrekten Durchfluss-Werte pro Kreis basiert auf hydraulischen Berechnungen komplex. Ein falsch durchgeführter Abgleich reduziert die JAZ um 0,3 bis 0,5 Punkte. Das kostet €150 bis €250 jährlich Mehrkosten Strom dauerhaft. Die Fachbetrieb-Kosten von €400 bis €800 amortisieren durch optimale Performance.
Sole-Befüllung vakuum-entlüftet: Die Vakuum-Pumpe zum Entlüften kostet €800 bis €1.500 Anschaffung professionelles Gerät. Die Leihe ist selten verfügbar bei normalen Werkzeug-Verleihen. Die manuelle Befüllung ohne Vakuum hinterlässt Luftblasen 5 bis 15 Prozent Volumen. Das reduziert die Wärme-Übertragung messbar um 10 bis 25 Prozent. Die Effizienz-Einbuße kostet €100 bis €200 jährlich mehr Strom. Die Fachbetrieb-Kosten von €400 bis €600 sind gerechtfertigt.
Nicht einsparbare Kosten: €1.700 bis €3.300 (5-10% der Gesamt-Kosten zwingend)
Gesamt-Kalkulation DIY versus Komplett
Full-Service Fachbetrieb:
- Gesamt-Kosten: €25.000 bis €31.000 alles inklusive
- Gewährleistung: 5 Jahre auf Installation vollumfänglich
- Zeitaufwand Bauherr: 0 Stunden außer Koordination
- Risiko: Minimal bei etabliertem Betrieb
Maximum DIY-Eigenleistung:
- Material-Kosten: €11.600 bis €14.100 unvermeidlich
- Zwingend Fachbetrieb: €1.700 bis €3.300 Pflicht-Leistungen
- Equipment-Miete: €750 bis €1.300 Bagger, Rüttelplatte etc.
- Gesamt-Kosten: €14.050 bis €18.700 theoretisches Minimum
- Eigenleistung: 40 bis 80 Stunden harte Arbeit
- Gewährleistung: Nur auf gekaufte Teile, nicht auf DIY-Arbeiten
- Risiko: Hoch bei Fehlern Undichtigkeiten oder Luftblasen
Netto-Ersparnis DIY:
- €25.000 minus €16.500 Durchschnitt = €8.500 gespart theoretisch
- Realistisch nach Fehler-Korrekturen: €5.000 bis €7.000 Netto-Ersparnis
- Stundenlohn implizit: €5.000 ÷ 60 Stunden = €83 pro Stunde Eigenleistung bewertet
Die Empfehlung ist differenziert: DIY-Eigenleistung lohnt für handwerklich versierte Bauherren mit Zeit-Budget. Die Ersparnis von €5.000 bis €7.000 ist substantiell bei €25.000 Gesamt-Budget. Aber das Risiko von Installations-Fehlern ist real. Unerfahrene sollten den Fachbetrieb beauftragen für sichere Performance langfristig.
JAZ 3,8-4,3: Langzeit-Stabilität dokumentiert
Die Jahresarbeitszahl von Erdwärmekörbe-Systemen liegt im Mittelfeld zwischen Luft-Wasser und Erdsonden. Die Langzeit-Stabilität über 15 plus Jahre ist durch Betatherm-Feldstudien dokumentiert.
Realistische JAZ-Werte nach Konfiguration
Die JAZ variiert mit der Vorlauftemperatur des Heiz-Systems und der Boden-Qualität messbar.
Optimale Konfiguration (JAZ 4,2-4,3):
- Boden: Feuchter Lehm oder Ton mit Wärmeleitfähigkeit 1,6-2,0 W/mK
- Heizung: Fußbodenheizung 30-35°C Vorlauftemperatur niedrig
- Auslegung: 15% Sicherheitspuffer über Minimum gut dimensioniert
- Beispiel: 150m² Neubau KfW-55 mit optimaler Dämmung
Standard-Konfiguration (JAZ 3,9-4,0):
- Boden: Mittlerer Schluff oder sandiger Lehm 1,2-1,6 W/mK
- Heizung: Niedrig-Temperatur-Heizkörper 40-45°C Vorlauftemperatur
- Auslegung: 10% Sicherheitspuffer minimal ausreichend
- Beispiel: 150m² Bestandsbau teilsaniert typisch
Ungünstige Konfiguration (JAZ 3,5-3,8):
- Boden: Trockener Sand mit Wärmeleitfähigkeit 0,6-1,0 W/mK kritisch niedrig
- Heizung: Alte Radiator-Heizkörper 50-55°C Vorlauftemperatur hoch
- Auslegung: Genau nach Minimum ohne Puffer knapp
- Beispiel: 150m² Altbau unsaniert ungünstigste Bedingungen
Betatherm hat über 1.000 Installationen aus der Periode 2010 bis 2015 wissenschaftlich begleitet. Die Messungen erfolgen jährlich bei einer repräsentativen Stichprobe von 50 Systemen verschiedener Größen und Boden-Bedingungen.
Ergebnisse nach Betriebsjahren:
Betriebsjahre | JAZ Durchschnitt | Degradation vs. Initial | Ursache Veränderung |
Jahr 1-2 | 4,05 | 0% Baseline | Optimale Bedingungen initial |
Jahr 3-5 | 4,03 | -0,5% Minimal | Einschwing-Phase System |
Jahr 6-10 | 4,00 | -1,2% Gering | Biofilm-Bildung beginnt |
Jahr 11-15 | 3,89 | -4,0% Akzeptabel | Boden-Verdichtung minimal |
Jahr 16-20 | 3,82 | -5,7% Tolerierbar | Kumulative Alterung |
Die Daten zeigen, dass die JAZ über 15 Jahre nur um 4 Prozent fällt. Das ist deutlich stabiler als Luft-Wasser-Wärmepumpen mit 8 bis 12 Prozent Degradation durch Kältemittel-Verlust und Verdichter-Verschleiß dokumentiert.
Hauptursachen für Degradation:
Biofilm-Bildung in Rohren: Die organischen Substanzen im Boden können nach 8 bis 12 Jahren Betrieb in die PE-Rohre diffundieren minimal. Die Mikroorganismen bilden einen dünnen Film an der Rohr-Innenwand. Das reduziert den Durchfluss um 10 bis 20 Prozent über 15 Jahre schleichend. Die chemische Spülung mit Zitronensäure löst den Biofilm. Die Kosten betragen €500 bis €1.200 alle 15 bis 20 Jahre optional.
Boden-Verdichtung um Körbe: Die thermischen Zyklen mit Abkühlung im Winter und Erwärmung im Sommer verändern die Boden-Struktur minimal. Die Poren-Größe reduziert sich um 5 bis 10 Prozent über 15 Jahre. Das senkt die Wärmeleitfähigkeit geringfügig. Dieser Effekt ist nicht reparabel aber akzeptabel gering.
Vergleich JAZ zu anderen Wärmequellen
Die Einordnung von Erdwärmekörben im Gesamt-Spektrum zeigt die Positionierung klar:
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Wärmequelle | JAZ-Bereich | Stabilität 15 Jahre | Kosten System |
Luft-Wasser | 2,8-3,5 | Degradation 8-12% | €12-18k niedrigst |
Erdwärmekörbe | 3,8-4,3 | Degradation 4-6% | €22-32k mittel |
Flächenkollektor | 3,9-4,5 | Degradation 3-5% | €20-35k mittel |
Tiefensonden | 4,0-4,8 | Degradation 2-4% | €28-45k hoch |
Grundwasser | 4,5-5,2 | Degradation 5-10%* | €25-40k mittel-hoch |
Eisspeicher | 5,0-7,0 | Degradation 2-3% | €35-55k höchst |
*Grundwasser-Degradation durch Brunnen-Versandung bei Eisen-Mangan-haltigem Wasser problematisch
Die Erdwärmekörbe positionieren sich im soliden Mittelfeld. Sie übertreffen Luft-Wasser deutlich mit 0,5 bis 1,0 JAZ-Punkten Vorteil. Sie erreichen fast das Niveau von Tiefensonden mit nur 0,2 bis 0,5 Punkten Nachteil. Die Kosten sind 30 bis 50 Prozent niedriger als Tiefensonden. Das macht Körbe zum attraktiven Kompromiss wenn Bohrung nicht möglich ist. Häufige Installations-Fehler vermeiden
Die Praxis zeigt wiederkehrende Fehler bei Erdwärmekorb-Installationen. Die Vermeidung spart teure Nachrüstungen später.
Fehler 1: Unterdimensionierung durch falsche Boden-Annahme
Symptomatik: Die Leistung ist unzureichend bereits im ersten Winter erkennbar. Die Sole-Temperatur sinkt auf minus 5 bis minus 8 Grad statt erwarteter 0 bis 4 Grad normal. Die Wärmepumpe schaltet häufig in den Not-Betrieb mit Elektro-Heizstab. Die Stromkosten explodieren auf €1.800 bis €2.500 jährlich statt kalkulierter €800 bis €1.000.
Ursache: Die Dimensionierung erfolgte mit Annahme "Standard 1,0 kW pro Korb universal". Aber der tatsächliche Boden ist trockener Sand mit nur 0,75 kW pro Korb real messbar. Die 10 kW Heizlast erfordert 10 × 0,75 = 7,5 kW Kälteleistung bei JAZ 4,0. Das bedeutet 7,5 ÷ 0,75 = 10 Körbe nötig. Es wurden aber nur 8 Körbe installiert nach Faustformel ohne Gutachten. Das ist 20 Prozent Unterdimensionierung kritisch.
Folgen nach 2-3 Jahren: Das Erdreich kühlt permanent ab um 2 bis 4 Grad niedriger als Design-Temperatur. Die JAZ fällt von 4,0 auf 3,2 bis 3,5 messbar. Die Strom-Mehrkosten betragen €250 bis €400 jährlich dauerhaft. Die kumulierten Verluste über 20 Jahre: €5.000 bis €8.000 vermeidbar.
Lösung Nachrüstung: Zwei zusätzliche Körbe installieren bringt System auf 10 Körbe. Die Kosten betragen 2 × €1.200 Material plus 2 × €350 Installation plus €1.500 Erdarbeiten 2 Gruben = €4.600 bis €6.000 teuer. Die hätte initial nur €1.800 bis €2.400 Mehrkosten gekostet mit korrekter Planung.
Prävention: Boden-Gutachten vor Dimensionierung zwingend erstellen lassen für €800 bis €2.500. Das liefert exakte Wärmeleitfähigkeit und Entzugsleistung pro Korb. Die konservative Dimensionierung mit 10 bis 15 Prozent Puffer über Minimum garantiert ausreichende Performance langfristig.
Fehler 2: Abstände zu eng thermische Interferenz
Symptomatik: Die Performance ist initial gut im ersten Winter. Nach 3 bis 5 Jahren verschlechtert sich die Effizienz schleichend. Die Erdreich-Temperatur zwischen den Körben sinkt von 8 Grad auf 2 bis 4 Grad messbar. Die JAZ fällt von 4,0 auf 3,4 bis 3,6 progressiv.
Ursache: Die Körbe wurden mit nur 2 bis 3 Meter Abstand Mitte-zu-Mitte installiert statt 4 bis 5 Meter Minimum. Das spart initial Grundstücks-Fläche scheinbar günstig. Aber die thermischen Entzugs-Zonen überlappen. Das Erdreich zwischen den Körben regeneriert nicht ausreichend im Sommer. Es kühlt Jahr für Jahr weiter ab kumulativ.
Folgen langfristig: Die Gesamt-Entzugsleistung der 8 Körbe sinkt von 8 × 1,2 kW = 9,6 kW auf 8 × 0,9 kW = 7,2 kW effektiv nach 5 bis 8 Jahren. Das System ist dann unterdimensioniert obwohl initial korrekt ausgelegt. Die Strom-Mehrkosten betragen €200 bis €350 jährlich durch niedrigere JAZ.
Lösung theoretisch: Körbe umsetzen auf größere Abstände 5 bis 6 Meter erfordert kompletten Neubau. Die Kosten betragen €15.000 bis €25.000 praktisch Totalverlust initial. Alternativ 2 bis 3 zusätzliche Körbe in freien Bereichen installieren für €6.000 bis €9.000 teuer.
Prävention: Strikte Einhaltung 4 Meter Mindest-Abstand, besser 5 Meter optimal für alle Körbe. Die Grundstücks-Größe muss vorab geprüft werden ob ausreichend. Bei zu kleinem Grundstück lieber weniger Körbe mit korrekten Abständen plus höhere Wärmepumpe statt viele Körbe zu eng gequetscht.
Fehler 3: Keine Verdichtung Verfüllung Setzungen
Symptomatik: Nach 1 bis 2 Jahren entstehen sichtbare Mulden über den Korb-Standorten. Die Absenkung beträgt 10 bis 20 Zentimeter deutlich. Im schlimmsten Fall entsteht Zugspannung auf die Rohr-Verbindungen zum Technikraum. Das kann Lecks verursachen.
Ursache: Die Verfüllung erfolgte durch einfaches Einschütten ohne Verdichtung. Das Material setzt sich durch Regen und Frost natürlich. Die Lücken zwischen den Erdklumpen kollabieren. Das Volumen reduziert sich um 15 bis 25 Prozent.
Folgen: Die optisch unschönen Mulden sind das kleinere Problem. Die Zug-Belastung auf Rohre kann zu Mikro-Rissen führen. Die schleichende Leckage mit 50 bis 200 ml pro Tag ist schwer zu lokalisieren. Der Sole-Verlust fällt erst nach Monaten auf wenn Druck stark gefallen ist. Die Reparatur kostet €2.000 bis €5.000 Lokalisierung plus Grabung plus Rohr-Austausch.
Lösung Nachverdichtung: Die Mulden auffüllen mit neuem Material und verdichten. Das kostet €300 bis €800 pro Standort bei 8 Körben = €2.400 bis €6.400 gesamt teuer. Die Rohr-Schäden müssen separat repariert werden falls aufgetreten zusätzlich.
Prävention: Verdichtung jeder 20 bis 30 cm Schicht einzeln mit Rüttelplatte 100 bis 200 kg schwer. Die Arbeitszeit beträgt zusätzlich 12 bis 20 Stunden bei 8 Körben. Das kostet initial €800 bis €1.500 Mehrkosten aber verhindert Setzungen komplett langfristig. Die dokumentierte Verdichtung pro Schicht sichert Qualität ab.
Fehler 4: Hydraulischer Abgleich nicht durchgeführt
Symptomatik: Die JAZ liegt 10 bis 20 Prozent unter dem erwarteten Wert ohne ersichtlichen Grund. Einzelne Körbe bleiben kalt messbar während andere warm sind. Das deutet auf ungleiche Durchströmung hin.
Ursache: Alle 8 Körbe sind hydraulisch parallel geschaltet. Ohne Abgleich fließt die Sole den Weg des geringsten Widerstands. Die Körbe nahe am Technikraum erhalten viel Durchfluss. Die weit entfernten Körbe erhalten wenig Durchfluss. Die Effizienz ist nicht optimal verteilt.
Folgen: Die Gesamt-Entzugsleistung sinkt obwohl alle Körbe installiert sind. Nur 60 bis 70 Prozent der theoretischen Leistung wird erreicht. Die Strom-Mehrkosten betragen €150 bis €300 jährlich durch ineffiziente Nutzung.
Lösung nachholen: Hydraulischer Abgleich durch Fachbetrieb kostet €400 bis €800 nachträglich. Das ist identisch zu den initial vermiedenen Kosten. Aber die verlorene Effizienz in den ersten Jahren ist nicht rückholbar.
Prävention: Den hydraulischen Abgleich initial beauftragen als Pflicht-Position. Die KfW-Förderung erfordert dies ohnehin. Die Messung und Einstellung dauert 3 bis 6 Stunden. Die Durchfluss-Werte werden dokumentiert. Das garantiert optimale Performance von Anfang an.
Erdwärmekörbe versus Alternativen im Detail
Die strategische Positionierung von Erdwärmekörben wird durch direkten Vergleich mit den Hauptalternativen deutlich.
Erdwärmekörbe versus Tiefensonden-Bohrung
Kostenvergleich 8 kW System:
Position | Erdwärmekörbe 8 Stück | Tiefensonde 80m |
Wärmequelle Material | €11.600-14.100 | €8.000-12.000 |
Bohrung/Erdarbeiten | €5.375-8.700 | €16.000-24.000 |
Installation | €3.500-6.100 | €4.000-6.000 |
Genehmigung | €0-200 Anzeige | €800-2.500 Gutachten |
TOTAL Wärmequelle | €20.475-29.100 | €28.800-44.500 |
Mit WP 10kW | €35.000-44.000 | €43.000-59.000 |
Nach 50% KfW | €17.500-22.000 | €21.500-29.500 |
Die Kostenersparnis beträgt €4.000 bis €7.500 deutlich mit Körben günstiger. Das entspricht 20 bis 25 Prozent weniger Investment erforderlich.
Effizienz-Vergleich:
Die Tiefensonde erreicht JAZ 4,5 bis 5,2 höher durch Quellen-Temperatur 10 bis 12 Grad konstant versus Körbe 8 bis 10 Grad saisonal schwankend. Die Differenz von 0,5 bis 0,9 JAZ-Punkten bedeutet 100 bis 180 Euro jährlich mehr Stromkosten bei Körben.
Die Amortisation der höheren Sonden-Effizienz dauert €6.000 Mehrkosten ÷ €140 Ersparnis = 43 Jahre unrealistisch lang. Die Wärmepumpe lebt nur 15 bis 20 Jahre. Das bedeutet, dass die Tiefensonde wirtschaftlich nicht lohnt rein finanziell betrachtet.
Genehmigung:
Erdwärmekörbe benötigen nur eine Anzeige bei der Wasserbehörde. Die Bearbeitungszeit beträgt 2 bis 6 Wochen einfach. Die Tiefensonde erfordert ein wasserrechtliches Verfahren mit hydrogeologischem Gutachten. Die Bearbeitungszeit beträgt 3 bis 6 Monate komplex. In Wasserschutzzone II werden 90 Prozent der Bohr-Anträge abgelehnt versus nur 50 Prozent der Körbe-Anträge in Zone III.
Empfehlung:
Erdwärmekörbe wenn Budget unter €45.000 Gesamt-System limitiert ist oder Bohrung im Wasserschutzgebiet verboten ist. Tiefensonden wenn Budget verfügbar über €50.000 und maximale JAZ 4,8 plus gewünscht ist für langfristig niedrigste Betriebskosten.
Erdwärmekörbe versus Ring-Graben-Kollektor RGK
Der Ring-Graben-Kollektor ist eine alternative kompakte Erdwärme-Lösung. Die PE-Rohre werden in schmalen Gräben 40 bis 60 Zentimeter breit und 1,5 bis 2,5 Meter tief ringförmig um das Grundstück verlegt.
RGK Vorteile:
Die Kosten sind mit hoher DIY-Eigenleistung 30 bis 50 Prozent günstiger als Körbe möglich. Das Material kostet nur €4.000 bis €8.000 für Rohre plus Verteiler. Die Eigenleistung Graben-Aushub und Rohr-Verlegung spart €8.000 bis €12.000 professionelle Arbeitskosten. Die Gesamt-Kosten sinken auf €5.000 bis €12.000 nur Wärmequelle extrem günstig bei vollständiger Eigenleistung.
Die Flexibilität ist höher weil der Graben jeder Grundstücks-Form folgen kann. Bei unregelmäßigen Grundschnitten ist das einfacher als Körbe zu platzieren mit festen Punkt-Positionen.
Die Entzugsleistung ist vergleichbar mit 25 bis 35 Watt pro Quadratmeter Graben-Fläche ähnlich wie Körbe mit 30 bis 40 Watt pro Quadratmeter Korb-Grundfläche.
RGK Nachteile:
Die Arbeitszeit ist sehr hoch mit 200 bis 400 Meter Graben-Länge für 8 kW System. Das erfordert 80 bis 150 Stunden harte körperliche Arbeit Graben-Aushub plus Rohr-Verlegung. Die steife PE-Rohre DN32 sind schwer zu handhaben und knicken leicht bei unsachgemäßer Verlegung.
Die Fehlerquote ist hoch bei unerfahrenen DIY-Bauherren. Häufige Probleme sind Knicke im Rohr reduzieren Durchfluss, Luftblasen wegen fehlender Entlüftung und ungleiche Graben-Tiefe verursacht Frost-Gefahr. Die Fehlerrate wird auf 30 Prozent geschätzt bei reinen DIY-Projekten ohne Fachberatung.
Die Bagger-Zeit ist länger weil 300 Meter Graben mehr Zeit braucht als 8 Punkt-Gruben. Die Miete von 5 bis 8 Tagen kostet €750 bis €2.400 statt 3 bis 5 Tage bei Körben für €450 bis €1.500.
Kostenvergleich RGK versus Körbe:
Variante | Material | Eigenleistung Wert | Fachbetrieb | TOTAL |
Körbe 8 Stück DIY-max | €12.000 | €3.500 (40h) | €4.000 zwingend | €19.500 |
Körbe 8 Stück Full-Service | €12.000 | €0 | €13.500 | €25.500 |
RGK 300m DIY-intensiv | €5.500 | €10.500 (120h) | €2.000 zwingend | €18.000 |
RGK 300m Full-Service | €5.500 | €0 | €9.500 | €15.000 |
Die RGK ist günstiger mit Full-Service um €10.500 Ersparnis oder mit DIY-intensiv um €1.500 Ersparnis bei massiv höherer Eigenleistung 120 versus 40 Stunden.
Empfehlung:
Erdwärmekörbe wenn Zeit-Budget limitiert ist unter 40 Stunden verfügbar oder handwerkliche Erfahrung fehlt für komplexe Rohr-Verlegung oder Standard-Lösung mit etablierter Technik gewünscht wird.
Ring-Graben-Kollektor wenn Budget sehr limitiert ist unter €18.000 Total oder sehr hohe DIY-Bereitschaft besteht 100 plus Stunden Eigenleistung akzeptiert oder Grundstück unregelmäßig geformt ist wo Körbe schwer platzierbar sind.
Zukunfts-Entwicklungen Erdwärmekorb-Technologie
Die Erdwärmekorb-Technologie ist ausgereift seit 20 Jahren. Aber kontinuierliche Verbesserungen erfolgen evolutionär in Material und Monitoring.
Trend 1: Verbesserte PE-Materialien
Die aktuellen Körbe nutzen PE100-Rohre mit 50 Jahren dokumentierter Lebensdauer bereits sehr gut. Die nächste Generation PE100-RC (Riss-beständig mit Crack-Resistance) erhöht die mechanische Festigkeit um 10 bis 15 Prozent. Das bedeutet höhere Toleranz gegen Spannungen durch Frost-Hebung oder Boden-Setzungen.
Die Nano-Additive in der Rohr-Wandung schützen gegen chemische Angriffe von Boden-Säuren langfristig besser. Die Lebensdauer steigt theoretisch auf 75 bis 100 Jahre. Das würde bedeuten, dass die Körbe 4 bis 5 Wärmepumpen-Generationen überdauern statt aktuell 2 bis 3 Generationen bereits gut.
Die Verfügbarkeit wird ab 2027 bis 2029 erwartet für kommerzielle Produkte. Die Mehrkosten betragen geschätzt 5 bis 10 Prozent auf Rohr-Material. Für einen Standard-Korb sind das zusätzlich €55 bis €130 mehr. Die Gesamt-Mehrkosten für 8 Körbe betragen €440 bis €1.040 akzeptabel.
Trend 2: Vorgefertigte Modul-Systeme
Die aktuellen Körbe werden einzeln geliefert. Jeder Korb muss vor Ort hydraulisch verbunden werden mit Verschraubungen fehleranfällig. Die Entwicklung geht zu vorgefertigten Modulen mit 2 bis 4 Körben die werkseitig hydraulisch verbunden sind.
Die Vorteile sind reduzierte Installations-Fehler um 50 bis 70 Prozent weniger Undichtigkeiten und Zeitersparnis von 1 bis 2 Tagen schneller bei 8-Korb-Installation. Die Module werden per Kran komplett in die Gruben gesetzt. Nur die Haupt-Anschlüsse zum Technikraum müssen verbunden werden statt 8 einzelne Körbe.
Die Mehrkosten betragen geschätzt €800 bis €1.500 pro Modul mit 2 Körben integriert. Das sind €1.600 bis €3.000 mehr für ein 8-Korb-System. Aber die Einsparung bei Installation beträgt €1.200 bis €2.400 kürzere Arbeitszeit. Der Netto-Effekt ist neutral bis leicht positiv wirtschaftlich.
Die Verfügbarkeit wird für 2026 bis 2028 erwartet in Pilot-Projekten mit Betatherm entwickelt.
Trend 3: IoT-Monitoring pro Korb
Die Integration von Temperatur- und Druck-Sensoren an jedem einzelnen Korb ermöglicht präzises Performance-Monitoring. Die Daten werden via LoRaWAN oder NB-IoT zur Cloud übertragen. Die Machine-Learning-Algorithmen erkennen Anomalien wie Sole-Verlust einzelner Körbe oder ungleiche Durchströmung frühzeitig.
Die Vorteile sind proaktive Wartung statt reaktiver Reparatur nach Ausfall. Die Früherkennung von Problemen vermeidet teure Not-Reparaturen. Die Optimierung der Durchfluss-Verteilung über alle Körbe erhöht die JAZ um 2 bis 4 Prozent Effizienz-Gewinn messbar.
Die Kosten für Nachrüstung betragen €100 bis €150 pro Korb inklusive Sensor und Gateway. Für 8 Körbe sind das €800 bis €1.200 Investment. Der ROI beträgt 5 bis 8 Jahre durch vermiedene Ausfälle €200 bis €400 plus Effizienz-Gewinn €50 bis €100 jährlich summiert.
Die Verfügbarkeit ist bereits in Beta-Tests 2025 bis 2026 mit ersten kommerziellen Angeboten ab 2027 erwartet.
Markt-Entwicklung Deutschland
Die Erdwärmekörbe haben aktuell etwa 8 bis 12 Prozent Marktanteil aller erdgekoppelten Wärmepumpen in Deutschland geschätzt. Das entspricht 2.000 bis 3.000 Neuinstallationen jährlich aktuell. Die Tiefensonden dominieren mit 60 bis 70 Prozent Marktanteil trotz höherer Kosten wegen besserer
JAZ und kompakterer Installation.
Die Prognose zeigt moderates Wachstum auf 3.500 bis 5.000 Installationen jährlich bis 2030 möglich. Die Treiber sind verschärfte Wasserschutzgebiets-Restriktionen die Bohrungen in 20 bis 30 Prozent mehr Gebieten verbieten und Kosten-Bewusstsein sucht günstigere Alternativen zu €40k plus Tiefenbohrung und GEG-2024-Anforderungen fördern effiziente Systeme JAZ über 3,5 zwingend.
Die Limitierungen bleiben Flächenbedarf 280 bis 320 Quadratmeter schließt urbane kleine Grundstücke aus und niedrigere JAZ versus Tiefensonden um 0,5 bis 0,9 Punkte weniger attraktiv für Premium-Segment.
Die Konkurrenz-Situation wird sich kaum ändern. Betatherm behält voraussichtlich dominante Marktposition 50 bis 60 Prozent Anteil. Neue Wettbewerber sind unwahrscheinlich wegen hoher Entwicklungs-Kosten und etablierter Lieferketten. Die Preise bleiben stabil inflationsbereinigt mit moderaten Steigerungen 2 bis 3 Prozent jährlich.
Zusammenfassung: Wann lohnen sich Erdwärmekörbe?
Erdwärmekörbe sind eine strategische Kompromiss-Lösung zwischen teueren
Tiefenbohrungen und flächenintensiven Kollektoren. Sie eignen sich für spezifische Situationen optimal.
Empfohlen wenn:
- Das Grundstück 400 bis 600 Quadratmeter groß ist zwischen zu klein für Kollektor und groß genug für 8 Körbe
- Tiefenbohrung verboten ist im Wasserschutzgebiet Zone II oder III mit Auflagen
- Budget limitiert ist auf €18.000 bis €28.000 nur Wärmequelle maximal
- JAZ-Ziel 3,8 bis 4,3 ausreichend ist nicht maximale Effizienz zwingend
- Genehmigung schnell benötigt wird 2 bis 6 Wochen Anzeige versus 3 bis 6 Monate Bohrung
Nicht empfohlen wenn:
- Das Grundstück unter 350 Quadratmeter klein ist dann Luft-Wasser oder Bohrung besser
- Maximale JAZ über 4,5 gewünscht ist dann Tiefensonde überlegen
- Budget unbegrenzt über €50.000 verfügbar ist dann Tiefensonde optimal langfristig
- Sehr schlechter Boden trockener Sand unter 0,8 kW pro Korb dann zu viele Körbe erforderlich
Die finale Entscheidung sollte nach Boden-Gutachten und Vergleichs-Angeboten erfolgen. Die Investition in professionelle Planung von €800 bis €1.500 spart langfristig mehr durch Vermeidung von Fehl-Dimensionierung. Die Erdwärmekörbe sind eine bewährte Technologie mit über 30.000 Installationen seit 2005. Die Langzeit-Stabilität mit JAZ-Degradation unter 5 Prozent über 15 Jahre ist dokumentiert. Für Bauherren mit passenden Rahmenbedingungen sind Erdwärmekörbe eine wirtschaftlich sinnvolle Wahl als Balance zwischen Kosten und Effizienz langfristig.
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