Das Wichtigste in Kürze
- Luft-Luft-Wärmepumpen sind technisch identisch mit reversiblen Split-Klimageräten und erreichen je nach Geräteklasse einen SCOP von 3,5 bis über 5,0.
- Die Gesamtkosten liegen meist zwischen 4.500 € und 14.000 €, mit zentraler Lüftungsanlage zwischen 14.000 € und 26.000 €.
- Über das KfW-Programm 458 sind 30 % bis maximal 70 % Zuschuss möglich, gedeckelt auf förderfähige Kosten von 30.000 € pro Wohneinheit (max. 21.000 € Zuschuss).
- Förderfähig ist ein Gerät nicht über eine feste JAZ-Grenze, sondern über die BEG-EM-Kriterien mit SCOP ab 4,6 bzw. ηs,h ab 181 %, wie sie für die Produktkategorie Luft-Luft-Wärmepumpe über Ökodesign-Label und Produktnormen definiert sind.
- Luft-Luft-Wärmepumpen liefern im Normalfall kein Warmwasser, weil ihnen die nötigen Wassererwärmungs- und Speicherkomponenten fehlen, und benötigen daher meist eine separate Lösung.
- Im unsanierten Altbau kann die vergleichsweise niedrige Vorlauf-/Lufttemperatur von Luft-Luft-Wärmepumpen den Einsatz ohne Sanierung oder Hybrid-Konzept einschränken, auch wenn Geräte im Heizbetrieb Lufttemperaturen von etwa 40 bis über 60 °C erreichen können.
- Ab 4,2 kW elektrischer Leistung gelten Geräte seit dem 1. Januar 2024 als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG.
Was ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie direkt an die Raumluft ab, ohne Umweg über einen wassergeführten Heizkreis. Technisch ist sie identisch mit einer
reversiblen Split-Klimaanlage: Ein 4-Wege-Ventil kehrt den Kältemittelkreislauf um, sodass dasselbe Gerät im Sommer kühlt und im Winter heizt.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Wärmepumpen-Typen ist das Fehlen jeder hydraulischen Komponente: keine Heizkörper, keine Fußbodenheizung, keine Rohrleitungen. Die Wärme wird über warme Luft direkt in den Raum geblasen und verteilt sich per Konvektion.
Split- oder Monoblock-System: Was ist der Unterschied?
Am Markt dominieren
Split-Systeme mit getrennter Außen- und Inneneinheit, verbunden über dünne Kältemittelleitungen. Die Außeneinheit enthält Verdichter und Ventilator, die Inneneinheit gibt als Wandgerät die warme Luft in den Raum ab. Bei Multi-Split-Systemen kann eine Außeneinheit mehrere Innengeräte gleichzeitig versorgen.
Monoblock-Geräte vereinen alle Komponenten in einem Gehäuse, das über zwei Wanddurchführungen Außenluft ansaugt und Abluft ausblässt. Die Installation ist meist einfacher, weil keine Kältemittelleitung verlegt werden muss, dafür eignet sich die Bauweise eher für einzelne Räume als für eine ganze Wohnung.
| Merkmal | Split-System (2 Einheiten) | Monoblock (1 Einheit) |
|---|
| Aufbau | Außeneinheit mit Verdichter, Inneneinheit als Wandgerät | Alle Komponenten in einem Gehäuse |
| Installation | Kernbohrung für Kältemittelleitung, meist durch Kälte-Fachbetrieb | Zwei Wanddurchführungen für Luftkanäle, geringerer Aufwand |
| Einsatzbereich | Mehrere Räume über Multi-Split möglich | Meist einzelner Raum |
| Förderfähigkeit (BEG EM) | Möglich bei Erfüllung der SCOP-/ηs,h-Anforderungen und Zuordnung zur förderfähigen Produktkategorie | Ebenfalls möglich bei Erfüllung der SCOP-/ηs,h-Anforderungen und Zuordnung zur förderfähigen Produktkategorie |
Wie unterscheidet sich eine Luft-Luft- von einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Der Name verrät den Kernunterschied: Luft-Luft nutzt Außenluft als Quelle und gibt die Wärme an Raumluft ab,
Luft-Wasser-Wärmepumpen geben die Wärme an einen wassergeführten Heizkreis ab, also an Heizkörper, Fußbodenheizung oder einen Warmwasserspeicher.
Der praktisch wichtigste Punkt: Luft-Luft-Systeme sind üblicherweise nicht zur Trinkwassererwärmung ausgelegt und stellen in der Praxis kein Warmwasser bereit, weil ihnen die nötigen Wassererwärmungs- und Speicherkomponenten fehlen – physikalisch könnten Wärmepumpen über geeignete Wärmetauscher durchaus auch Wasser erwärmen. Wer eine Luft-Luft-Wärmepumpe installiert, braucht zwingend eine separate Warmwasserlösung, etwa einen Elektro-Durchlauferhitzer oder eine kompakte Brauchwasser-Wärmepumpe.
Auch der Installationsaufwand unterscheidet sich deutlich: Luft-Wasser-Systeme erfordern Rohrleitungen, Heizkörperanschlüsse und einen hydraulischen Abgleich, während Luft-Luft-Geräte im Wesentlichen eine Kernbohrung und die Gerätemontage benötigen.
| Kriterium | Luft-Luft-Wärmepumpe | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|
| Wärmeabgabe | Direkt an Raumluft | Über Heizkörper, Fußbodenheizung oder Wasserkreis |
| Warmwasserbereitung | Nicht möglich, separate Lösung nötig | Über Warmwasserspeicher integrierbar |
| Installationsaufwand | Kernbohrung und Gerätemontage | Rohrleitungen, hydraulischer Abgleich |
| Maximale Temperatur | Etwa 40 bis über 60 °C Lufttemperatur (modellabhängig) | Bis etwa 55-70 °C Vorlauftemperatur je nach Modell |
| Altbau-Eignung ohne Sanierung | Eingeschränkt | Besser geeignet für kleine, alte Heizkörper |
Wie funktioniert eine Luft-Luft-Wärmepumpe technisch?
Im Kern arbeitet jede Luft-Luft-Wärmepumpe nach dem Kältekreis-Prinzip: Ein Kältemittel verdampft im Außengerät, nimmt dabei Wärme aus der Außenluft auf, wird vom Verdichter komprimiert und gibt die Wärme im Innengerät beim Verflüssigen wieder ab. Ein Expansionsventil senkt anschließend den Druck, und der Kreislauf beginnt erneut.
Die Effizienz wird über drei Kennwerte beschrieben, die häufig verwechselt werden. Der COP beschreibt einen einzelnen Betriebspunkt, moderne Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen dabei bei milden Außentemperaturen (etwa +7 °C) typischerweise Werte zwischen rund 3,5 und 4,5, bei kälteren Temperaturen entsprechend weniger. Der SCOP mittelt über eine ganze Heizsaison und liegt bei einfachen Geräten zwischen 3,5 und 4,0, bei Mittelklasse-Geräten zwischen 4,0 und 4,5 und bei Premium-Modellen bei bis zu 5,0 und darüber.
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) bezieht sich dagegen auf die tatsächlich gemessene Praxis-Effizienz im realen Betrieb eines konkreten Gebäudes und kann von den Labor-Werten COP und SCOP abweichen. Für die Förderfähigkeit von Luft-Luft-Wärmepumpen ist nicht die JAZ, sondern der SCOP beziehungsweise der Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs,h maßgeblich.
Was kostet eine Luft-Luft-Wärmepumpe 2026?
Die Anschaffungskosten hängen stark von der Anzahl der Innengeräte ab. Ein einzelnes Split-Innengerät kostet etwa 600 bis 2.200 €, ein Multi-Split-System mit zwei bis fünf Innengeräten liegt bei rund 1.400 bis 4.000 € für die Geräte, hinzu kommen 500 bis 1.500 € Installationskosten je nach Aufwand.
In Summe bewegen sich die Gesamtkosten für ein Wohngebäude meist im Bereich von 4.500 bis 14.000 € inklusive Gerät, Installation und Material. Wird die Luft-Luft-Wärmepumpe mit einer zentralen Lüftungsanlage kombiniert, steigen die Gesamtkosten inklusive Lüftungsanlage, Installation und Inbetriebnahme auf etwa 14.000 bis 26.000 €.
Die jährlichen Betriebskosten hängen stark von Wärmebedarf, Gebäudegröße und Geräte-Effizienz ab und reichen von wenigen hundert Euro bei gut gedämmten Häusern bis zu deutlich über 2.000 € bei größeren oder schlecht gedämmten Gebäuden. Wer eine separate Warmwasserlösung benötigt, sollte zusätzlich Kosten für Durchlauferhitzer oder Brauchwasser-Wärmepumpe einplanen.
| Kostenart | Bereich |
|---|
| Single-Split-Gerät | 1.000-2.500 € |
| Multi-Split-Geräte (2-5 Innengeräte) | 2.000-5.000 € |
| Installation | 500-1.500 € |
| Gesamtkosten ohne zentrale Lüftung | 4.500-14.000 € |
| Gesamtkosten mit zentraler Lüftungsanlage | 14.000-26.000 € |
| Jährliche Betriebskosten | ca. 300 bis über 2.000 € |
Welche Förderung gibt es 2026 für Luft-Luft-Wärmepumpen?
Seit dem 1. Januar 2024 laufen die Zuschüsse für die meisten gebäudebezogenen Heizungstausch-Maßnahmen über die KfW; das BAFA bleibt nur für bestimmte Bereiche wie den Bau, Ausbau oder die Optimierung von Wärmenetzen sowie einzelne weitere BEG-EM-Maßnahmen zuständig. Im Programm
KfW 458 beträgt die Grundförderung mindestens 30 %, die maximale Gesamtförderung liegt bei 70 % der förderfähigen Kosten.
Die förderfähigen Kosten sind pro Wohneinheit grundsätzlich auf 30.000 € begrenzt, sodass sich ein maximaler Zuschuss von 21.000 € ergibt. Die Förderung für den Heizungstausch steht pro Wohneinheit außerdem grundsätzlich nur einmal innerhalb von fünf Jahren zur Verfügung.
Anders als oft dargestellt, hängt die Förderfähigkeit einer Luft-Luft-Wärmepumpe nicht an einer pauschalen JAZ von mindestens 3,0. Maßgeblich sind die technischen Mindestanforderungen der BEG-Einzelmaßnahmen-Richtlinie: Das Gerät muss überwiegend zur Raumheizung eingesetzt werden, in der BAFA-Liste förderfähiger Wärmepumpen gelistet sein und für Heizleistungen bis 12 kW einen Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad ηs,h von mindestens 181 % beziehungsweise einen SCOP von mindestens 4,6 erreichen.
Das bedeutet in der Praxis: Sowohl Split- als auch Monoblock-Geräte können förderfähig sein, wenn sie diese Effizienzwerte erreichen und gelistet sind. Die Bauweise allein entscheidet nicht über die Förderung.
| Baustein | Höhe | Voraussetzung |
|---|
| Grundförderung | mind. 30 % | Heizungstausch auf Wärmepumpe, auch für Vermieter möglich |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | Selbstnutzende Eigentümer, Austausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung |
| Einkommensbonus | 30 % | Selbstnutzende Eigentümer, zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 40.000 € |
| Effizienzbonus | 5 % | Meist nur Erdwärme/Wasser/natürliche Kältemittel, bei Standard-R32-Luft-Luft-Geräten meist nicht anwendbar |
| Maximale Gesamtförderung | 70 % (gedeckelt) | Kombination aller Boni, gesetzlich gedeckelt |
Für den Antrag sind ein Angebot sowie eine technische Projektbeschreibung erforderlich, die vom ausführenden Fachunternehmen erstellt und bestätigt wird; die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten ist für dieses Programm nicht zwingend vorgeschrieben. Mehr Details zu Fristen und Antragsschritten liefert unser
Überblick zur KfW-Förderung für Wärmepumpen.
Ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Altbau geeignet?
Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen im normalen Heizbetrieb meist Zulufttemperaturen im Bereich von etwa 30 bis 45 °C, in Boost- oder Abtauphasen teils deutlich mehr. Unsanierte Altbauten mit kleinen, alten Heizkörpern sind dagegen oft auf Vorlauftemperaturen von 65 bis 75 °C ausgelegt, sodass eine reine Luft-Luft-Lösung ohne weitere Maßnahmen meist nicht ausreicht.
Grund ist der Carnot-Wirkungsgrad: Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Außenluft und gewünschter Innentemperatur, desto stärker sinkt die Effizienz. Bei winterlichen Außentemperaturen um -10 °C und einer geforderten Lufttemperatur von 55 °C sinkt der COP in den Bereich von 2,5 bis 3,0, wirtschaftlich noch vertretbar, aber nicht mehr optimal.
Drei Lösungswege für den Altbau
- Sanierung zuerst: Fenster, Dämmung und größere Heizkörper senken die Heizlast, sodass 45-50 °C Vorlauf ausreichen und die Luft-Luft-Wärmepumpe monovalent arbeiten kann.
- Hybrid-Betrieb: Die Luft-Luft-Wärmepumpe deckt die Grundlast, eine bestehende Gas- oder Ölheizung übernimmt nur an sehr kalten Spitzentagen.
- Einzelraum-Konzept: Split-Geräte beheizen nur die Hauptwohnräume, selten genutzte Nebenräume werden separat elektrisch beheizt.
Mehr zu Vorlauftemperaturen, Sanierungsreihenfolge und Dämm-Prioritäten im
Altbau-Ratgeber zur Wärmepumpe.
Was bedeutet die Netzdienlichkeit-Pflicht (§14a EnWG) für Luft-Luft-Wärmepumpen?
Seit dem 1. Januar 2024 gelten Wärmepumpenheizungen und Klimageräte mit einer elektrischen Anschlussleistung über 4,2 kW, die im Niederspannungsnetz angeschlossen werden, als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG. Diese Pflicht betrifft nicht nur Luft-Wasser-Wärmepumpen, sondern grundsätzlich auch leistungsstarke Luft-Luft-Systeme.
Der Netzbetreiber darf den Strombezug einer solchen Anlage bei drohender lokaler Netzüberlastung vorübergehend auf mindestens 4,2 kW reduzieren, darf den Anschluss aber umgekehrt aus Kapazitätsgründen nicht mehr verweigern. Im Gegenzug profitieren Betreiber von einem reduzierten Netzentgelt, dessen genaue Höhe vom jeweiligen Netzbetreiber abhängt und laut Marktbeispielen im Bereich von einigen hundert Euro pro Jahr liegen kann.
Wie die technische Steuerbarkeit umgesetzt wird, ist gesetzlich nicht auf bestimmte Hersteller-Lösungen festgelegt. Möglich sind unter anderem SG-Ready-Schnittstellen, Modbus- oder KNX-Anbindungen sowie Smart-Meter-gestützte Lösungen. Details zu Tarifen und Netzentgelt-Rabatten liefert unser
Ratgeber zu Wärmepumpenstrom-Tarifen.
Luft-Luft versus Luft-Wasser – wann lohnt sich welches System?
Beide Systeme können über 20 Jahre wirtschaftlich ähnlich abschneiden, der Unterschied liegt vor allem im Warmwasserbedarf und in der Altbau-Flexibilität. Wer ohnehin eine zentrale Warmwasserbereitung und ein hydraulisches Heizsystem mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung besitzt, profitiert meist von einer
Luft-Wasser-Wärmepumpe, die höhere Vorlauftemperaturen erreicht.
Wer dagegen eine unkomplizierte, vergleichsweise günstige Nachrüstlösung für einzelne Räume oder ein bereits gut gedämmtes Gebäude sucht, findet in der Luft-Luft-Wärmepumpe eine Lösung mit geringerem Installationsaufwand. Wichtig bleibt, die separate Warmwasserlösung von Anfang an ins Budget einzuplanen, da sie sonst häufig vergessen wird.
Häufige Fragen zu Luft-Luft-Wärmepumpen
Ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe dasselbe wie eine Klimaanlage?
Ja, technisch sind moderne reversible Split-Klimageräte und Luft-Luft-Wärmepumpen identisch. Ein 4-Wege-Ventil kehrt den Kältemittelkreislauf um, sodass dasselbe Gerät im Sommer kühlt und im Winter heizt, der Unterschied ist vor allem eine Bezeichnungsfrage.
Kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe auch Warmwasser erzeugen?
Nein, eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann physikalisch kein Warmwasser bereitstellen, weil sie Wärme nur an Raumluft abgibt und keinen Wasserkreislauf besitzt. Für die Warmwasserbereitung ist immer eine separate Lösung wie ein Elektro-Durchlauferhitzer oder eine kompakte Brauchwasser-Wärmepumpe notwendig.
Wie viele Innengeräte kann eine Außeneinheit versorgen?
Bei Multi-Split-Systemen versorgt eine Außeneinheit üblicherweise zwei bis fünf Innengeräte gleichzeitig, die Gerätekosten für ein solches System liegen je nach Marke und Leistung meist zwischen etwa 2.000 € und deutlich über 5.000 € zuzüglich Installation. Wie viele Innengeräte sinnvoll sind, hängt von der Anzahl der zu beheizenden Räume und der Leistungsfähigkeit der Außeneinheit ab.
Was kostet der Betrieb einer Luft-Luft-Wärmepumpe pro Jahr?
Die jährlichen Betriebskosten bewegen sich je nach Wärmebedarf, Gebäudegröße und Geräte-Effizienz typischerweise zwischen etwa 700 und 1.600 €, bei sehr hohem Wärmebedarf oder geringer Effizienz auch darüber. Entscheidend für die tatsächliche Höhe sind der SCOP des Geräts, die gewünschte Raumtemperatur und der Strompreis.
Warum wird ein Förderantrag für eine Luft-Luft-Wärmepumpe manchmal abgelehnt?
Häufige Ablehnungsgründe sind ein fehlender Nachweis der technischen Mindestanforderungen (SCOP unter 4,6 beziehungsweise ηs,h unter 181 % bei Geräten bis 12 kW), eine fehlende BAFA-Listung des Modells oder eine fehlende Bestätigung durch ein Fachunternehmen beziehungsweise einen Energieeffizienz-Experten vor Antragstellung. Auch ein bereits begonnener Auftrag vor Bewilligung kann zur Ablehnung führen, da die Förderung an die vorherige Antragstellung gebunden ist.
Wie laut ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Betrieb?
Die Außeneinheit enthält den Verdichter und ist die lauteste Komponente, während Innengeräte im Flüstermodus deutlich leiser arbeiten. Monoblock-Geräte gelten als hörbarer, weil der Verdichter im Innenraum mitläuft. Genaue Werte variieren stark je nach Modell, weshalb ein Blick ins Datenblatt vor dem Kauf sinnvoll ist.
Für wen lohnt sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe?
Eine Luft-Luft-Wärmepumpe eignet sich vor allem dort, wo entweder bereits eine gute Gebäudedämmung vorliegt oder nur einzelne Räume beheizt werden müssen. In unsanierten Altbauten mit hohem Vorlaufbedarf ist sie nur in Kombination mit Sanierung oder Hybrid-Konzept sinnvoll.
Gut geeignet für...
Sanierte Bestandsbauten, Neubauten mit punktuellem Zusatzbedarf und Eigentümer, die bereits eine funktionierende Warmwasserlösung besitzen und lediglich einzelne Räume effizient nachrüsten möchten.
Nur mit Einschränkungen geeignet für...
Unsanierte Altbauten ohne Sanierungsplan oder Hybrid-Konzept, da die begrenzte Lufttemperatur von 50 bis 55 °C bei kleinen, alten Heizkörpern meist nicht ausreicht.
Eher ungeeignet für...
Haushalte, die eine vollständige Ganzhausversorgung inklusive zentraler Warmwasserbereitung ohne Zusatzinvestition suchen, sowie Gebäude mit sehr hohem Wärmebedarf bei tiefen Außentemperaturen ohne Hybrid-Backup.