Das Wichtigste in Kürze
- Die Bosch Compress 3400i AWS ist eine Luft-Wasser-Split-Wärmepumpe; laut Bosch-Installationsanleitung deckt die Baureihe CS3400iAWS mit den Außeneinheiten 4, 6, 8 und 10 OR-S einen modulierenden Leistungsbereich von rund 2,1 bis 7,9 kW ab.
- Laut Bosch-Datenblatt erreicht die CS3400iAWS 10 OR-S einen COP von 4,7 bei A7/W35 und eine Energieeffizienz von ηs=126% – eine ausdrückliche Klasse A++ nennt das gefundene offizielle Datenblatt dafür nicht.
- Die maximale Vorlauftemperatur liegt laut Datenblatt bei 60°C – für sehr alte Heizkörper vor 1970 meist nicht ausreichend.
- Der Schallleistungspegel beträgt 59 dB(A) außen; die TA Lärm setzt nächtliche Immissionsrichtwerte von 40 dB(A) in allgemeinen und 35 dB(A) in reinen Wohngebieten am Immissionsort fest, die bei ungünstiger Aufstellung überschritten werden können.
- Belastbare, einheitliche Online-Gerätepreise für die einzelnen Baugrößen ließen sich für 2025 nicht aus autoritativen Quellen bestätigen; die tatsächlichen Preise variieren je nach Händler und Zeitpunkt.
- Die BEG-Förderung ist 2026 auf maximal 70% der Kosten gedeckelt; seit 21. Juli 2026 liegt der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit bei 28.000 EUR, wobei dieser Höchstbetrag erst ab dem 1. Februar 2027 stufenweise sinkt.
- Der bisherige Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290 entfällt seit dem 21. Juli 2026 – die genaue frühere Bonushöhe lässt sich nicht eindeutig bestätigen; die R32-betriebene Compress 3400i AWS profitierte von diesem Baustein ohnehin nicht.
Was ist die Bosch Compress 3400i AWS?
Die Bosch Compress 3400i AWS ist eine Luft-Wasser-Split-Wärmepumpe für Ein- und Zweifamilienhäuser, die als Baureihe CS3400iAWS in den Außeneinheiten 4, 6, 8 und 10 OR-S angeboten wird. Die Außeneinheit lässt sich mit den Inneneinheiten AWS E, AWS B und AWS M kombinieren: AWS E und AWS M verfügen laut Bosch über einen integrierten elektrischen Heizstab, während AWS B für den Betrieb mit einem externen Zusatzheizer vorgesehen ist. Das System lässt sich smart steuern und grundsätzlich mit Photovoltaik-Überschuss oder Smart-Grid-Konzepten koppeln. Als Kältemittel kommt R32 zum Einsatz. Damit positioniert sich Bosch im mittleren Preissegment zwischen günstigen Einstiegsmodellen und Premium-Wärmepumpen mit Naturkältemittel. Der deutsche Wärmepumpenmarkt insgesamt wächst spürbar: 2025 wurden laut Branchenverband rund 299.000 Wärmepumpen verkauft, mit einem Marktanteil von 48 Prozent erstmals die meistverkaufte Heizungsart vor Gas- und Ölheizungen.
Welche Leistungsklassen und Preise bietet die Baureihe?
Die Compress 3400i AWS umfasst laut Bosch-Installationsanleitung die Außeneinheiten CS3400iAWS 4, 6, 8 und 10 OR-S. Gemeinsam decken sie einen modulierenden Leistungsbereich von etwa 2,1 bis 7,9 kW ab – vom kleinen Effizienzhaus bis zum mittelgroßen Einfamilienhaus. Bei den Geräte-Listenpreisen lässt sich für 2025/2026 keine belastbare, einheitliche Bandbreite aus autoritativen Quellen bestätigen; die tatsächlichen Online-Preise der einzelnen Baugrößen variieren je nach Händler und Zeitpunkt. Die tatsächliche Gesamtinvestition hängt zusätzlich stark von Installation, Hydraulik und gewählter Inneneinheit ab.
| Modell | Leistungsbereich (modulierend) | Bauform | Preis-Richtwert (Gerät, online) |
|---|
| CS3400iAWS 4 OR-S | 2,1-3,8 kW | Split, einphasig | keine gesicherten Preisdaten |
| CS3400iAWS 6 OR-S | 2,1-6,0 kW | Split, einphasig | keine gesicherten Preisdaten |
| CS3400iAWS 8 OR-S | 2,1-7,4 kW | Split, einphasig | keine gesicherten Preisdaten |
| CS3400iAWS 10 OR-S | 2,1-7,9 kW | Split, einphasig | keine gesicherten Preisdaten |
| CS3400iAWS 12 OR-T | 7,8-12,0 kW | Split, dreiphasig | keine gesicherten Preisdaten |
| CS3400iAWS 14 OR-T | 9,2-14,0 kW | Split, dreiphasig | keine gesicherten Preisdaten |
Welche Inneneinheiten stehen zur Wahl?
Bosch bietet für die Compress 3400i AWS drei Inneneinheiten-Varianten: ein kompaktes wandhängendes Modul ohne eigenen Speicher, ein Standgerät mit Pufferspeicher und ein Standgerät mit Warmwasserspeicher. Diese
modulare Inneneinheiten-Auswahl erlaubt es, zunächst mit der günstigsten Variante zu starten und später auf einen Warmwasserspeicher aufzurüsten, ohne die Außeneinheit tauschen zu müssen.
| Inneneinheit | Typ | Speicher | Typischer Aufpreis |
|---|
| AWS E (Compact) | Wandhängend | Kein Speicher, nur Hydraulik | Im Grundpreis enthalten |
| AWS B | Standgerät | Kein von Bosch spezifizierter Pufferspeicher (Schätzung: ca. 80 Liter) | Schätzung: ca. +800 EUR (keine offizielle Bosch-Preisangabe) |
| AWS M | Standgerät | Warmwasserspeicher ca. 190 Liter (laut Bosch) | Schätzung: ca. +2.000 EUR (keine offizielle Bosch-Preisangabe) |
Wie effizient ist die Compress 3400i AWS laut Datenblatt?
Bosch nennt für die Compress 3400i AWS je nach Modell einen COP zwischen etwa 3,4 und 3,7 bei A2/W35 und rund 4,7 bis 4,8 bei A7/W35 – nicht die in manchen Vergleichsportalen kursierende SCOP-Angabe von 4,89 mit Effizienzklasse A+++. Für die konkrete Außeneinheit CS3400iAWS 10 OR-S weist das EU-Produktdatenblatt eine jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz (ηs) von 126 Prozent bei mittleren Klimaverhältnissen aus, was der Energieeffizienzklasse A++ entspricht. Die technischen Daten dieses Modells nennen konkret einen COP von 4,7 bei A7/W35 mit 8,9 kW Heizleistung, 3,4 bei A2/W35 mit 7,9 kW und 2,8 bei A-7/W35 mit 6,9 kW. Diese Werte gelten für den Auslegungspunkt Fußbodenheizung bei 35°C Vorlauf.
| Betriebspunkt | Heizleistung | COP |
|---|
| A-7°C / W35°C | 6,9 kW | 2,8 |
| A2°C / W35°C | 7,9 kW | 3,4 |
| A7°C / W35°C | 8,9 kW | 4,7 |
Wie stark sinkt die Effizienz bei höherer Vorlauftemperatur?
Bosch veröffentlicht für die Compress 3400i AWS keine offizielle COP-Kurve für Vorlauftemperaturen oberhalb von 35°C. Aus Erfahrungswerten vergleichbarer R32-Split-Wärmepumpen lässt sich ableiten, dass der COP bei rund 45°C Vorlauf auf etwa 3,0 bis 3,5 sinken und bei 55-60°C in den Bereich von 2,0 bis 2,5 fallen kann. Das ist eine Modellabschätzung, keine Herstellerangabe. Wer eine Fußbodenheizung mit 30-35°C Vorlauf betreibt, bleibt nahe am Bestwert von COP 4,7; wer stattdessen alte Heizkörper mit 55°C oder mehr versorgen muss, verliert einen erheblichen Teil der Effizienz.
Reicht die Vorlauftemperatur für Altbauten?
Die maximale Vorlauftemperatur der Compress 3400i AWS liegt laut technischem Datenblatt bei 60°C, und zwar ohne zusätzlichen elektrischen Heizstab. Der zulässige Außentemperaturbereich im Heizbetrieb reicht von -20°C bis +45°C. Für den Heizkreis empfiehlt sich laut allgemeiner Fachpraxis ein ausreichender Mindestwasserinhalt, um Kurztaktungen zu vermeiden; konkrete Bosch-Vorgaben mit festen Literangaben ließen sich dafür nicht eindeutig bestätigen. Diese 60°C-Grenze reicht für Fußbodenheizungen und die meisten modernisierten Heizkörper-Systeme ab Baujahr 1980 aus. Bei sehr alten Gussheizkörpern, die häufig 65 bis 75°C benötigen, wird es dagegen eng – hier bieten Wettbewerber wie Wolf CHA (bis 70°C) oder
Vaillant aroTHERM plus (bis 75°C) ohne Heizstab mehr Spielraum.
| Gebäudetyp | Typischer Vorlaufbedarf | Bosch 3400i geeignet? |
|---|
| Neubau mit Fußbodenheizung | 30-35°C | Sehr gut geeignet |
| Sanierung mit Fußbodenheizung | 35-40°C | Gut geeignet |
| Moderner Altbau mit Niedertemperatur-Heizkörpern (ab 1980) | 45-50°C | Geeignet, Effizienz sinkt |
| Altbau mit Standard-Heizkörpern (1970-1980) | 55-60°C | Grenzwertig, an der Leistungsgrenze |
| Altbau mit alten Gussheizkörpern (vor 1970) | 65-75°C | In der Regel nicht ausreichend |
Wie laut ist die Compress 3400i AWS im Betrieb?
Der Schallleistungspegel der Außeneinheit CS3400iAWS 10 OR-S liegt laut Datenblatt bei 59 dB(A), bei einem Nenn-Luftvolumenstrom von 2.600 m³/h. Das ordnet die Compress 3400i AWS in die Kategorie normal-leiser Luft-Wasser-Wärmepumpen für Wohngebäude ein – nicht in den Flüsterbetrieb-Bereich, den manche Premium-Modelle wie Wolf CHA (Schalldruck im Nachtbetrieb rund 32-35 dB(A) bei 3 m Abstand) oder Vaillant aroTHERM plus (rund 27,5-29 dB(A) Schalldruck bei 3 m im Nachtmodus) erreichen sollen. Relevant ist der Schallpegel vor allem wegen der TA Lärm: Für reine Wohngebiete gelten nachts 35 dB(A), für allgemeine Wohngebiete 40 dB(A) als Immissionsrichtwert am maßgeblichen Immissionsort – nicht direkt am Gerät. Bei ungünstiger Aufstellung, etwa nah an der Grundstücksgrenze oder dem Schlafzimmerfenster des Nachbarn, kann eine Außeneinheit mit rund 59 dB(A) Schallleistung diese nächtlichen Grenzwerte am Immissionsort
überschreiten, wobei dies von Abstand, Abstrahlrichtung und Ausbreitungsbedingungen abhängt und nicht automatisch eintritt.
Welche Kältemittel- und Förderregeln gelten 2026?
Die Compress 3400i AWS arbeitet mit dem synthetischen
Kältemittel R32, während Wettbewerber wie Wolf, Vaillant oder Panasonic bei vielen Modellen auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) setzen. Für die
BEG-Heizungsförderung 2026 ist das relevant: Seit der Neufassung vom 21. Juli 2026 gilt weiterhin eine Grundförderung von 30 Prozent, ergänzt um einen auf 16 Prozent reduzierten Klima-Geschwindigkeitsbonus, der halbjährlich weiter sinkt, sowie einen neu gestaffelten Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent; für selbstnutzende Haushalte mit geringem Einkommen kann die Gesamtförderung bis zu 80 Prozent erreichen. Der bisherige Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie R290 entfällt seit dem 21. Juli 2026 – die R32-betriebene Bosch profitierte von diesem Baustein ohnehin nicht. Seit dem 21. Juli 2026 liegt der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit bei 28.000 Euro; ab dem 1. Februar 2027 sinkt dieser Höchstbetrag stufenweise weiter. Bei einer Förderquote von 70 Prozent auf diese 28.000 Euro ergibt sich ein maximaler Zuschuss von bis zu 21.000 Euro für eine neue Wärmepumpe im selbstgenutzten Einfamilienhaus; ein separater Emissionsminderungszuschlag für Wärmepumpen ist nach aktuellem Stand nicht mehr vorgesehen. Diskutiert wird zudem ein Bonus von 5 Prozentpunkten für besonders sanierungsbedürftige Gebäude (Worst-Performing-Buildings) im Rahmen der BEG-Einzelmaßnahmen-Förderung für die Gebäudehülle ab dem ersten Quartal 2027 – ob ein intelligentes Messsystem dafür zwingende Voraussetzung ist, lässt sich derzeit nicht eindeutig bestätigen.
Was kostet die Bosch Compress 3400i AWS komplett mit Einbau?
Neben dem reinen Gerätepreis bestimmen Installation, Hydraulik und die gewählte Inneneinheit die Gesamtinvestition. Für ein typisches Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung und der mittelgroßen CS3400iAWS 10 OR-S liegen die Installationskosten grob im Bereich von 4.500 bis 7.500 Euro, je nach Aufwand für die Kältemittelleitung zwischen Außen- und Inneneinheit und eventuellen Umbauten im Heizungskeller. Zusammen mit Gerät und Kleinmaterial ergibt sich eine Gesamtinvestition, die je nach Gebäude häufig zwischen rund 12.000 und 18.000 Euro brutto liegt. Nach Abzug einer Förderung von 30 bis 70 Prozent reduziert sich der Eigenanteil deutlich; bei 70 Prozent Förderung auf eine Beispielinvestition von 15.000 Euro verbleiben rechnerisch 4.500 Euro Eigenanteil.
| Kostenposition | Richtwert |
|---|
| Gerät (Außen- und Inneneinheit, je nach Modell) | ca. 4.000-7.000 EUR |
| Installation (Aufstellung, Verrohrung, Elektrik) | ca. 4.500-7.500 EUR |
| Material/Hydraulik/Sonstiges | ca. 1.000-2.000 EUR |
| Gesamtinvestition brutto | ca. 12.000-18.000 EUR |
| Eigenanteil nach 70% Förderung (Beispiel 15.000 EUR Investition) | ca. 4.500 EUR |
Wie schneidet die Compress 3400i AWS im Vergleich ab?
Im Wettbewerbsvergleich positioniert sich die Compress 3400i AWS als solide Mittelklasse-Lösung. Wolf CHA erreicht laut Hersteller höhere Vorlauftemperaturen bis 70°C und einen deutlich niedrigeren Schallpegel, Vaillant aroTHERM plus sogar bis 75°C – beide zudem mit dem natürlichen Kältemittel R290 und damit mit Zugriff auf den Förder-Effizienzbonus. Panasonic Aquarea und Haier ProWarm liegen preislich oft günstiger und erreichen laut Herstellerangaben teils ähnliche oder leicht höhere COP-Werte. Der Bosch-Vorteil liegt weniger in Bestwerten bei Effizienz oder Schall, sondern in der Split-Flexibilität mit tauschbarer Inneneinheit und dem dichten deutschen Servicenetz.
| Hersteller/Modell | Max. Vorlauf ohne Heizstab | Kältemittel | Besonderheit |
|---|
| Bosch Compress 3400i AWS | 60°C | R32 | Split, modulare Inneneinheit |
| Wolf CHA | 70°C | R290 | Niedriger Schallpegel |
| Vaillant aroTHERM plus | 75°C | R290 | Hohe Altbau-Eignung |
| Panasonic Aquarea | 60°C (ältere R32-Modelle, ohne Heizstab) bzw. bis 75°C (neuere R290-Modelle wie Aquarea L/T-CAP M, ohne Heizstab) | R32/R290 je Modell | Oft günstigerer Einstiegspreis |
Was sind die größten Stärken und Schwächen?
Stärken der Compress 3400i AWS
- Modulare Inneneinheit: Die CS3400iAWS Außeneinheit ist laut Bosch-Unterlagen mit den Inneneinheiten AWS E, AWS B und AWS M kompatibel.
- Solide COP-Werte: 4,7 bei A7/W35 laut Datenblatt, Energieeffizienzklasse A++ (ηs 126%).
- Smart-Home-fähig: Steuerung über HomeCom Easy App, SG-Ready für Photovoltaik- und Smart-Grid-Kopplung.
- Aktive Kühlfunktion: Reverse-Cycle-Kühlung mit bis zu 9,02 kW Kühlleistung und EER 4,2 bei A35/W18.
- Dichtes Servicenetz: Bosch Thermotechnik verfügt laut eigenen Angaben über ein bundesweites Fachpartner-Netzwerk für Installation und Wartung.
Schwächen der Compress 3400i AWS
- 60°C Vorlauf-Grenze: Ohne Heizstab reicht die Wärmepumpe für sehr alte Gussheizkörper mit 65-75°C Bedarf nicht aus.
- R32 statt R290: Kein Zugriff auf den bisherigen Effizienzbonus der BEG-Förderung für natürliche Kältemittel.
- Schallleistung 59 dB(A): Kein Flüsterbetrieb wie bei Premium-Konkurrenten mit unter 40 dB(A).
- Keine durchgehende Effizienzkurve oberhalb 35°C Vorlauf: Bosch veröffentlicht dazu nur einzelne Werte wie den COP bei A7/W55, keine vollständige Kennlinie.
Wie wirtschaftlich ist die Wärmepumpe im Vergleich zur Gasheizung?
Eine Modellrechnung veranschaulicht das Sparpotenzial: Bei einem Wärmebedarf von 12.000 kWh pro Jahr und einer angenommenen realen Jahresarbeitszahl von etwa 4,2 (leicht unterhalb des Norm-COP von 4,7, da reale Vorlauftemperaturen variieren) benötigt die Compress 3400i AWS rund 2.860 kWh Strom pro Jahr. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 Euro pro kWh ergeben sich daraus jährliche Stromkosten von rund 1.000 Euro. Eine vergleichbare Gasheizung mit 92 Prozent Nutzungsgrad benötigt für dieselbe Wärmemenge rund 13.043 kWh Gas; bei einem angenommenen Gaspreis von 0,13 Euro pro kWh ergeben sich jährliche Kosten von rund 1.700 Euro. Diese Modellrechnung nutzt feste, heute angenommene Preise – tatsächliche Strom- und Gaspreise sowie Förderbedingungen können sich über die Nutzungsdauer der Anlage deutlich ändern und dienen hier nur als Orientierung, nicht als Garantie.
| Heizsystem | Jahresverbrauch (Modellrechnung) | Jährliche Kosten (Modellrechnung) |
|---|
| Bosch Compress 3400i AWS (JAZ ca. 4,2) | ca. 2.860 kWh Strom | ca. 1.000 EUR |
| Gasheizung (92% Nutzungsgrad) | ca. 13.043 kWh Gas | ca. 1.700 EUR |
Häufige Fragen zur Bosch Compress 3400i AWS
Was kostet die Bosch Compress 3400i AWS inklusive Einbau 2026?
Für ein Einfamilienhaus mit Fußbodenheizung liegt die Gesamtinvestition inklusive Gerät, Installation und Material bei einer Einstiegs-Splitwärmepumpe wie der Compress 3400i AWS häufig zwischen 12.000 und 18.000 Euro brutto, wobei marktweite Kostenübersichten für Luft-Wasser-Wärmepumpen insgesamt eher einen Bereich von rund 15.000 bis 30.000 Euro nennen. Nach Abzug der maximalen BEG-Förderung von 70 Prozent sinkt der Eigenanteil deutlich, bei einer Beispielinvestition von 15.000 Euro auf rechnerisch rund 4.500 Euro.
Gibt es die Compress 3400i AWS auch mit 14 kW für größere Häuser?
Ja: Die Baureihe deckt insgesamt einen modulierenden Leistungsbereich von rund 4 bis 14 kW ab; die größte Außeneinheit CS3400iAWS 14 OR-T deckt den oberen Bereich bis 14 kW ab und ist für größere Einfamilienhäuser oder kleine Mehrfamilienhäuser mit entsprechend hohem Wärmebedarf ausgelegt. Für die dreiphasigen 12- und 14-kW-Varianten gelten grundsätzlich dieselben technischen Eckdaten wie für die kleineren Modelle, etwa die maximale Vorlauftemperatur von 60°C ohne Heizstab.
Ist die Compress 3400i AWS Boschs neueste Wärmepumpe 2026?
Die Compress 3400i AWS ist Teil eines größeren Bosch-Portfolios, das auch die monoblock-basierten Serien Compress 5800i AW und Compress 6800i AW umfasst. Während die 3400i als preisbewusste Split-Lösung für Neubau und moderate Sanierung positioniert ist, richten sich die
Compress 5800i AW und die Compress 6800i AW eher an lärmempfindliche Standorte beziehungsweise an Altbauten mit höherem Vorlauftemperaturbedarf. Alle drei Serien werden 2026 parallel angeboten; welche Serie passt, hängt vor allem von Gebäude und Anforderungen ab, nicht vom Erscheinungsjahr.
Wird die Bosch Compress 3400i AWS in Deutschland gefertigt?
Bosch Home Comfort (ehemals Bosch Thermotechnik) ist eine Sparte der Robert Bosch GmbH und entwickelt Heiztechnik unter anderem am Standort Wernau in Deutschland. Für Wärmepumpen-Komponenten bestehen zusätzlich europäische Fertigungspartnerschaften, sodass nicht jede Komponente zwingend ausschließlich in Deutschland produziert wird. Für Kundinnen und Kunden relevanter als der genaue Fertigungsort ist meist das dichte deutsche Servicenetz für Installation, Wartung und Ersatzteile.
Welche Erfahrungen gibt es bisher mit der Compress 3400i AWS?
Da die Compress 3400i AWS ein vergleichsweise junges Modell im Bosch-Portfolio ist, liegen bislang keine umfassenden Langzeit-Erfahrungsberichte unabhängiger Testinstitute vor. Die vorliegenden technischen Datenblätter bestätigen für einzelne Baugrößen solide, aber keine Spitzenwerte bei Effizienz (etwa COP 4,7 bei A7/W35) und Schall (Schallleistung um 59 dB(A) je nach Modell) – die genauen Werte variieren je nach Baugröße und Messbedingung. Wer verlässliche Praxiswerte sucht, sollte auf Rückmeldungen von Fachbetrieben aus der eigenen Region setzen und die eigene Heizlastberechnung mit den Datenblattwerten abgleichen.
Wie oft muss die Bosch Compress 3400i AWS gewartet werden?
Wie bei den meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen empfiehlt sich eine jährliche Wartung, bei der Kältekreis, Filter, Kondensatablauf und die Heizkreis-Hydraulik überprüft werden. Fachbetriebe kalkulieren dafür laut Markterfahrung häufig rund 150 bis 300 Euro pro Jahr; die jährliche Wartung ist zudem oft Voraussetzung für den vollen Garantieerhalt.
Für wen lohnt sich die Bosch Compress 3400i AWS?
Die Bosch Compress 3400i AWS ist eine solide, aber keine Rekord-Wärmepumpe: Sie punktet mit modularer Inneneinheit, einem guten COP-Wert bei niedrigen Vorlauftemperaturen und einem dichten deutschen Servicenetz, stößt aber bei sehr alten Heizkörpern und bei strengen Lärmanforderungen an ihre Grenzen.
Neubau und moderne Sanierung mit Fußbodenheizung
Wer eine Fußbodenheizung mit 30-40°C Vorlauf plant oder bereits hat, profitiert vom besten COP-Wert der Baureihe (4,7 bei A7/W35) und von der Flexibilität, später mit AWS B oder AWS M eine Warmwasserlösung nachzurüsten.
Altbau mit alten Heizkörpern
Bei Gussheizkörpern, die laut gängiger Faustregel häufig 65-75°C Vorlauf benötigen, stößt die für den reinen Wärmepumpenbetrieb geltende 60°C-Grenze der Compress 3400i AWS an ihre Grenzen (mit elektrischem Zusatzheizer sind laut Bosch-Unterlagen bis zu 80°C möglich). Hier sind Wärmepumpen mit höherer Vorlauftemperatur wie Wolf CHA oder Vaillant aroTHERM plus ohne zusätzlichen Heizstab meist die wirtschaftlichere Wahl.
Lärmempfindliche Nachbarschaft
In dicht bebauten Wohngebieten mit knappen Abständen zum Nachbargrundstück sollte die Schallleistung – bei der Compress 3400i AWS je nach Baugröße meist rund 59-60 dB(A), in manchen Herstellerunterlagen auch höher – sorgfältig gegen die TA-Lärm-Immissionsrichtwerte von 40 dB(A) in allgemeinen und 35 dB(A) in reinen Wohngebieten nachts geprüft werden; Modelle mit deutlich niedrigerer Schallleistung können hier die bessere Wahl sein.