Wärmepumpe

Wärmepumpe entlüften: 8-Schritte-Anleitung 2026

Von Urik Muller
Faktengeprüft18 Min. Lesezeit

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Eine Wärmepumpe entlüften bedeutet Luft aus dem Heizkreis-System entfernen. Das betrifft Heizkörper, Rohrleitungen und die Wärmepumpe selbst. Die Entlüftung erfolgt durch Öffnen der Entlüftungsventile mit einem 5 Millimeter Vierkantschlüssel. Die Ventile sitzen oben am Heizkörper. Luft sammelt sich dort physikalisch, weil sie leichter ist als Wasser und aufsteigt.
Luftpolster im System blockieren die Wasser-Zirkulation. Das führt zu Heizleistungs-Verlusten von 10 bis 30 Prozent. Heizkörper bleiben oben kalt und unten warm. Gluckern und Rauschen sind typische Geräusche. Die Umwälzpumpe muss 30 bis 60 Minuten vor der Entlüftung abgestellt werden. Laufende Pumpen verwirbeln Luftblasen. Das verhindert den Aufstieg zum Entlüftungsventil. Das ist der häufigste Fehler bei 40 bis 50 Prozent erfolgloser Entlüftungen.
Der Systemdruck muss zwischen 1,0 und 1,8 bar liegen. Zu niedriger Druck unter 0,8 bar bedeutet das Wasser erreicht nicht die oberen Stockwerke. Zu hoher Druck über 2,0 bar öffnet das Überströmventil automatisch.

Das Wichtigste in Kürze

Umwälzpumpe 30 bis 60 Minuten abstellen vor Entlüftung: Laufende Pumpen verwirbeln Luftblasen mit 0,3 bis 0,8 Meter pro Sekunde Strömungsgeschwindigkeit. Die Wartezeit ermöglicht der Luft aufzusteigen zu den Hochpunkten. 40 bis 50 Prozent erfolgloser Entlüftungen entstehen durch vergessene Pumpen-Abschaltung. Nach der Entlüftung die Pumpe langsam einschalten mit 5 bis 10 Minuten Aufheiz-Phase.
Thermostat-Ventile vor Entlüftung auf Maximum öffnen: Alle Heizkörper auf Stufe 5 oder MAX drehen für freien Durchfluss. 50 Prozent aller Entlüftungs-Probleme sind geklemmte Thermostat-Stifte bei alten Ventilen. Wenn nach dem Öffnen des Entlüftungsventils keine Luft oder Wasser kommt liegt ein Thermostat-Problem vor. Thermostatkopf abnehmen und Stift manuell bewegen. Bei Klemmen Ölspray WD-40 aufsprühen und 10 Minuten warten.
Von oben nach unten entlüften in richtiger Reihenfolge: Start beim höchsten Heizkörper im zweiten Stock oder Dachgeschoss. Luft steigt physikalisch aufwärts. Dann das erste Stockwerk und zuletzt das Erdgeschoss. Pro Heizkörper 3 bis 5 Minuten einplanen. Vierkantschlüssel 5 Millimeter passt bei 98 Prozent aller deutschen Heizkörper.
Bis blasenfreies Wasser kommt 10 Sekunden warten: Ventil nur eine Viertel Drehung gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Erst kommt Zischen von Luft, dann Sprudeln von Wasser mit Luftblasen, dann konstanter dünner Wasserstrahl blasenfrei. 10 Sekunden blasenfreies Wasser abwarten sichert vollständige Entlüftung. Dann Ventil im Uhrzeigersinn fingerfest schließen.
Systemdruck während und nach Entlüftung prüfen: Manometer zeigt optimal 1,0 bis 1,8 bar bei kaltem System. Kritisch unter 0,8 bar erreicht Wasser nicht die oberen Stockwerke. Nachfüllen über Füllventil mit enthärtetem Wasser ist ideal. Baumarkt Entkalkungs-Kartuschen für 15 bis 30 Euro verhindern Kalk-Ablagerungen im Wärmetauscher.

Was bedeutet Wärmepumpe entlüften?

Wärmepumpe entlüften ist der Prozess Luft aus dem geschlossenen Heizkreis zu entfernen. Das System umfasst Heizkörper, Rohrleitungen, die interne Hydraulik der Wärmepumpe und den Pufferspeicher. Die Entlüftung erfolgt durch Öffnen mechanischer Entlüftungsventile. Ein Vierkantschlüssel von 5 Millimeter passt auf Standard-Ventile oben am Heizkörper. Automatische Schnellentlüfter sitzen oben an der Wärmepumpe selbst.
Luft gelangt bei der initialen Befüllung ins System. Bei der Erstinbetriebnahme ist das System leer und wird mit 150 bis 300 Litern Wasser gefüllt für ein Einfamilienhaus. Restluft bleibt trotz Vorsicht. Bei Wartungsarbeiten dringt Luft ein. Heizkörper-Tausch oder Ventil-Reparaturen öffnen das System. Undichtigkeiten entstehen nach 10 bis 15 Jahren durch alternde Dichtungen. Sauerstoff diffundiert durch mikroskopische Leckagen.

Die physikalische Realität von Luft in Wasser

Luft hat eine Dichte von 1,2 Kilogramm pro Kubikmeter bei 20 Grad Celsius. Wasser hat eine Dichte von 1.000 Kilogramm pro Kubikmeter. Luft ist 833-mal leichter als Wasser. Sie steigt nach dem Archimedischen Prinzip zwingend nach oben. Luft sammelt sich an geodätischen Hochpunkten. Das sind der oberste Heizkörper im zweiten Stock und obere Bögen in horizontal verlegten Rohrleitungen.
Luftpolster blockieren die Wasser-Zirkulation teilweise oder vollständig. Der Volumenstrom reduziert sich von 12 Litern pro Minute normal auf 6 bis 8 Liter pro Minute mit Luft. Die Wärmepumpe erkennt den Durchfluss als zu gering. Sie schaltet ab mit einer Störungsmeldung.

Chemisches Ausgasen nach dem Henry-Gesetz

Warmes Wasser kann weniger Gas binden als kaltes Wasser. Die Wärmepumpe erwärmt das Wasser von 10 auf 45 Grad Celsius Vorlauf. Gelöste Luft perlt aus und bildet Mikroblasen. Das passiert kontinuierlich im Betrieb.

Unterschied Heizkörper-Entlüftung versus System-Entlüftung

Heizkörper-Entlüftung ist DIY möglich für Hausbesitzer. Die Durchführung dauert 30 bis 60 Minuten für ein ganzes Einfamilienhaus. Ein Vierkantschlüssel von 5 Millimeter aus dem Baumarkt für 2 bis 5 Euro reicht als Werkzeug. Die Entlüftung entfernt Luft aus den Radiatoren selbst. Kleine Luftpolster von 50 bis 200 Milliliter sammeln sich oben pro Heizkörper. Das Ventil oben am Heizkörper öffnen bis blasenfreies Wasser kommt. Die Methode ist ausreichend für regelmäßige Wartung ein bis zwei Mal pro Jahr im Herbst zum Heizperiode-Start. Sie verhindert Gluckern und Heizleistungs-Verlust von 10 bis 15 Prozent.
System-Entlüftung erfordert einen Fachbetrieb. Der Zeitaufwand beträgt 2 bis 4 Stunden. Die Kosten liegen bei 150 bis 400 Euro für Arbeit und Material. Die Entlüftung entfernt Luft aus dem gesamten System. Das umfasst die interne Hydraulik der Wärmepumpe, alle Rohrleitungen, den Pufferspeicher und den Verteiler der Fußbodenheizung. Fachbetriebe nutzen Hersteller-spezifische Software-Programme. Vaillant hat den P.0 Entlüftungs-Modus. Buderus bietet ein Menü "Hydraulik entlüften". Viessmann hat "Service → Entlüftung" im Touch-Display.
Die Software steuert Pumpen und Ventile automatisch. Das 3-Wege-Ventil zwischen Heizung und Warmwasser wechselt die Position. Das spült beide Pfade. Die Umwälzpumpe schaltet im Intervall an und aus. Druck-Stöße lösen Luftblasen. Die System-Entlüftung ist notwendig nach der Installation. KfW-Förderung erfordert eine dokumentierte fachgerechte Inbetriebnahme. Nach Reparaturen mit geöffnetem System dringt massiv Luft ein. 5 bis 10 Liter Luft entstehen bei Wärmepumpen-Tausch oder Wärmetauscher-Reinigung.

8-Schritte-Anleitung Heizkörper entlüften DIY

Vorbereitung Equipment

Ein Vierkantschlüssel von 5 Millimeter ist Standard für 98 Prozent der Entlüftungsventile in Deutschland. Der Baumarkt führt diese in der Heizungs-Abteilung für 2 bis 5 Euro. Spezial-Entlüftungsschlüssel mit integrierter Auffangschale kosten 6 bis 8 Euro. Ein Auffangbehälter mit 0,5 bis 1 Liter Volumen ist nötig. Eine alte Tasse oder Schüssel funktioniert. Küchenrolle saugt das Wasser auf. Beim Öffnen spritzt Wasser raus mit 50 bis 200 Milliliter pro Heizkörper typisch.
Ein trockener Lappen verhindert Wasserflecken auf Parkett oder Laminat. Eine Taschenlampe hilft bei schlecht beleuchteten Entlüftungsventilen. Diese sitzen oft hinter dem Heizkörper oben in der Ecke versteckt.

Schritt 1 - Umwälzpumpe abstellen 30 bis 60 Minuten vor Entlüftung

Das Display der Heizungsregelung bietet einen Modus "Umwälzpumpe AUS" oder "Sommerbetrieb". Das schaltet die Heizkreis-Pumpe ab. Die Warmwasser-Bereitung bleibt aktiv. Dieser First-Step ist kritisch. 40 bis 50 Prozent der Fehlerfälle vergessen diesen Schritt. Installateure unter Zeitdruck und DIY-Besitzer aus Unwissenheit entlüften mit laufender Pumpe. Das funktioniert nicht.
Der physikalische Grund ist die laufende Pumpe verwirbelt Luftblasen. Die Strömungsgeschwindigkeit beträgt 0,3 bis 0,8 Meter pro Sekunde in Rohrleitungen DN 25 bis 32. Das ist typisch für ein Einfamilienhaus. Luftblasen von 1 bis 5 Millimeter Durchmesser haben eine Auftriebskraft von 0,001 bis 0,1 Newton nach dem Archimedischen Prinzip. Die Schleppkraft der Strömung beträgt 0,05 bis 0,5 Newton nach dem Stokes-Gesetz. Die Strömung ist 5 bis 50-mal stärker als der Auftrieb. Luftblasen werden mitgerissen horizontal oder abwärts. Sie sammeln sich nicht an Hochpunkten oben am Heizkörper. Sie zirkulieren endlos im System. Das Öffnen des Entlüftungsventils bringt nichts weil keine Luft rauskommt.
Die Wartezeit von 30 bis 60 Minuten ist notwendig. Nach dem Abstellen der Pumpe stoppt die Strömung in 10 bis 30 Sekunden. Das Wasser steht still. Minimale Konvektion durch Temperatur-Unterschiede bleibt mit 0,01 bis 0,05 Meter pro Sekunde. Luftblasen steigen ungestört auf. Die Geschwindigkeit beträgt 0,1 bis 0,3 Meter pro Sekunde je nach Größe. Kleine Blasen steigen langsamer als große. Nach 5 bis 20 Minuten erreichen sie die Hochpunkte je nach Entfernung und Rohrleitungs-Geometrie. Dort bilden sich Luftpolster von 50 bis 200 Milliliter pro Heizkörper. Viele kleine Blasen koaleszieren zu einem größeren Polster. Das ist leichter zu entlüften.
Eine Minimum-Wartezeit von 30 Minuten ist ausreichend für 80 bis 90 Prozent der Luft. Optimal sind 60 Minuten für 95 bis 98 Prozent gesammelte Luft. Das ist besonders wichtig wenn viel Luft im System ist. Nach Installation oder Reparatur sind über 2 Liter Luft gesamt im System.
Die Prüfung ob die Umwälzpumpe stumm ist erfolgt durch Hören. Kein Brummen darf hörbar sein. Bei modernen Hocheffizienz-Pumpen ist kaum etwas zu hören. Die Hand auf dem Pumpengehäuse spürt keine Vibration wenn die Pumpe aus ist.

Szenario

Pumpe läuft

Pumpe aus 60 Min

Faktor Verbesserung

Luft erreicht Entlüftungsventil

20-30%

95-98%

3-5× mehr entfernbar

Entlüftungs-Erfolg

40-60%

90-95%

1,5-2× höher

Zeit pro Heizkörper

2-3 Min wenig raus

3-5 Min viel raus

Länger aber effektiver

Wiederholen nötig

Ja 2-3×

Nein meist 1×

Gesamt-Zeit gespart

<span>Schritt 2 - Thermostate auf Maximum öffnen an allen Heizkörpern</span>

Den Thermostatkopf auf Stufe 5 oder MAX drehen. Das öffnet den Ventil-Stift vollständig. Maximaler Durchfluss von Wasser ist möglich. Das Vorlaufventil komplett öffnen am unteren Rohr des Heizkörpers. Der Drehknopf wird ganz nach links gedreht bis voll offen. Das Rücklaufventil komplett öffnen am oberen Rohr mit identischem Verfahren.
50 Prozent aller Entlüftungs-Probleme entstehen durch geklemmte Thermostat-Stifte. Alte Ventile von 15 bis 25 Jahren korrodieren. Der Stift bewegt sich mechanisch nicht mehr. Der Thermostatkopf zeigt Stufe 5 aber das Ventil bleibt intern geschlossen. Die Diagnose erfolgt durch Abnehmen des Thermostatkopfs. Der Schraubring gegen den Uhrzeigersinn lösen oder den Clip drücken je nach Modell. Den Stift manuell mit dem Finger bewegen. Er sollte leicht rein und raus bewegbar sein mit 3 bis 5 Millimeter Hub.
Wenn der Stift klemmt Ölspray WD-40 aufsprühen. 10 Minuten einwirken lassen dann mehrmals bewegen. Das Zeichen für einen funktionierenden Stift ist er springt zurück nach außen. Die Feder drückt den Stift raus. Das ist die Standard-Position ohne Thermostatkopf. Das Ventil ist offen.

<span>Schritt 3 - Von oben nach unten entlüften in richtiger Reihenfolge</span>

Der Start erfolgt beim höchsten Heizkörper. Das ist im zweiten Stock, Dachgeschoss oder der obersten Etage des Gebäudes. Luft sammelt sich hier zuerst physikalisch. Der Grund ist Luft steigt aufwärts durch den Dichte-Unterschied. Der geodätische Hochpunkt ist immer voller Luft.
Die Reihenfolge ist zweiter Stock komplett entlüften, dann erster Stock komplett, dann Erdgeschoss zuletzt. Die falsche Reihenfolge unten zu starten bedeutet Luft sitzt noch oben. Sie wird nach unten gedrückt temporär. Nach der Entlüftung steigt sie wieder hoch. Das ist ineffizient.

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Pro Stockwerk zusätzlich vom Heizungsverteiler weg arbeiten. Heizkörper nah an der Wärmepumpe oder am Verteiler kommen zuerst. Dann weiter entfernte Heizkörper. Luft wird systematisch rausgedrückt Richtung Entlüftungsventile die entfernt sind.
Der Zeitaufwand beträgt pro Heizkörper 3 bis 5 Minuten. Ventil öffnen, warten bis Wasser kommt, schließen, abwischen. Gesamt sind 30 bis 60 Minuten nötig für ein Einfamilienhaus mit 8 bis 12 Heizkörpern typisch.

<span>Schritt 4 - Entlüftungsventil lokalisieren oben am Heizkörper</span>

Die Position ist gegenüber dem Thermostat. Meist rechts oben am Heizkörper. Der Thermostat sitzt links unten als Standard. Das Entlüftungsventil ist diagonal gegenüber rechts oben. Das Aussehen ist eine kleine Schraube mit 10 bis 15 Millimeter Durchmesser. Eine Vierkant-Öffnung von 5 Millimeter sitzt zentral. Teilweise ist eine sechseckige Mutter außen zusätzlich. Diese ignorieren. Nur die Vierkant-Innenöffnung ist relevant.
Alternative Positionen bei alten Gusseisen-Heizkörpern sind manchmal seitlich oben rechts oder links. Mit einer Taschenlampe suchen. Neuere Flachheizkörper haben das Entlüftungsventil oft versenkt hinter einer weißen Abdeckkappe. Die Kappe abnehmen durch Drehung gegen den Uhrzeigersinn oder Clip.

<span>Schritt 5 - Entlüftungsventil vorsichtig eine Viertel Drehung öffnen</span>

Das Symptom ist der Thermostatkopf zeigt Stufe 5 aber das Ventil bleibt intern geschlossen. Der Stift klemmt in Position "geschlossen". Kein Wasser fließt durch den Heizkörper trotz Thermostat-Einstellung MAX. Das Resultat ist der Heizkörper bleibt komplett kalt. Nicht nur oben. Das unterscheidet es vom Luft-Problem wo nur oben kalt ist. Oder die Entlüftung funktioniert nicht. Beim Öffnen des Ventils kommt keine Luft oder Wasser raus. Wasser kann nicht zum Entlüftungsventil fließen wegen des geklemmten Thermostat-Ventils.

Die Diagnose-Methode in 2 Minuten

Den Thermostatkopf abnehmen. Den Schraubring gegen den Uhrzeigersinn lösen bei alten Modellen Danfoss oder Heimeier. Oder Clip drücken und abziehen bei modernen Modellen Homematic oder Tado. Der Stift ist sichtbar mit 8 bis 12 Millimeter Durchmesser. Er ist Metall glänzend oder korrodiert braun. Er ragt 3 bis 8 Millimeter heraus bei funktionsfähigem Ventil.
Den Test manuell mit dem Finger durchführen. Den Stift rein drücken. Er sollte leicht bewegbar sein mit 3 bis 5 Millimeter Hub gegen Feder-Widerstand. Nach Loslassen sofort zurückspringen nach außen in 0,5 bis 1 Sekunde. Falls er klemmt bewegt sich der Stift nicht oder nur sehr schwer mit Kraft. Er springt nicht zurück nach Loslassen. Das Ventil ist defekt. 50 Prozent aller Entlüftungs-Probleme sind eigentlich Thermostat-Klemmer dokumentiert durch Installateure-Erfahrung.

Die Lösung Stift gängig machen

Ölspray WD-40 oder Kriechöl direkt auf den Stift aufsprühen. Auf den Übergang Ventil-Körper sprühen. 5 bis 10 Sprühstöße geben. Das Öl kriecht in die Spalten und löst Kalk oder Rost. Eine Einwirkzeit von 10 bis 15 Minuten ist nötig. Das Öl muss Zeit haben zu penetrieren.
Dann den Stift mehrmals bewegen. Rein drücken und loslassen 20 bis 30-mal wiederholen. Das löst Kalk mechanisch durch Reibung. Erneut testen. Der Stift sollte jetzt leicht beweglich sein und zurückspringen. Falls er immer noch klemmt das Ventil-Oberteil austauschen. Mit Schraubenschlüssel 27 oder 30 Millimeter das Ventil-Oberteil abschrauben gegen den Uhrzeigersinn. Ein neues Oberteil für 15 bis 35 Euro im Baumarkt aufschrauben. Die Heizung vorher abstellen und den Heizkörper entleeren. Sonst läuft Wasser raus.
Alternativ das Ventil komplett austauschen. Ein Klempner berechnet 80 bis 150 Euro Arbeit plus 40 bis 80 Euro Material. Das ist sinnvoll bei alten Ventilen über 25 Jahre. Gleich alle im Haus austauschen mit 8 bis 12 Stück. Gesamt kostet das 800 bis 1.500 Euro. Aber es löst das Problem dauerhaft.

Mikroblasen-Problem langfristig

Standard-Entlüftung entfernt nur Makroblasen größer als 1 Millimeter. Schwimmerentlüfter erfassen diese. Mikroblasen kleiner als 1 Millimeter bleiben im System. 60 bis 70 Prozent der Luft bleibt. Sie sind zu klein für Auftrieb. Sie schweben in der Strömung. Sie setzen sich ab an Wärmetauscher-Oberflächen. Das bildet eine Isolierschicht. Die Effizienz reduziert sich um 3 bis 8 Prozent.
Die Lösung ist einen Mikroblasenabscheider nachrüsten. Die Installation kostet 800 bis 1.500 Euro. Spirovent oder Flamcovent sind Standard-Produkte. Der Abscheider wird platziert im Vorlauf direkt nach der Wärmepumpe. Das ist die heißeste Stelle im System. Das ist optimal für die Funktion. KfW-Installation bei modernen Systemen sollte einen Abscheider enthalten. Oft wird er vergessen zur Kosteneinsparung beim Installateur.

Wann Fachbetrieb rufen statt DIY

Hausbesitzer können Heizkörper entlüften. Das Entlüftungsventil oben mit 5 Millimeter Vierkantschlüssel öffnen. Es gibt kein Risiko die Wärmepumpe zu beschädigen. Der Zeitaufwand beträgt 30 bis 60 Minuten für ein Einfamilienhaus. Aber System-Entlüftung nicht durchführen. Die interne Hydraulik der Wärmepumpe ist komplex. Hersteller-spezifische Software-Programme sind erforderlich. Vaillant hat P.0, Buderus ein Menü, Viessmann Touch. Das Risiko ist Fehler-Codes auszulösen. F.532 bei Vaillant bedeutet Drucksprung-Erkennung fehlgeschlagen. 7H bei Daikin bedeutet Durchfluss-Fehler. Das kann die Garantie gefährden wenn unsachgemäß durchgeführt. Ohne Fachbetrieb-Protokoll verfällt die KfW-Förderung.

Fünf Situationen wo Fachbetrieb zwingend ist

Nach Installation initial einer neuen Wärmepumpe: Das System wird komplett gefüllt mit 150 bis 300 Litern Wasser für ein Einfamilienhaus. Immer bleibt Restluft von 5 bis 15 Litern trotz Vorsicht bei Befüllung. KfW-Förderung erfordert fachgerechte dokumentierte Inbetriebnahme. Ein Protokoll über hydraulischen Abgleich und Entlüftung ist zwingend. Ohne Protokoll verfällt die Förderung von 70 Prozent. Das sind 10.500 bis 21.000 Euro verloren. Der Fachbetrieb nutzt Software-Programme vom Hersteller. Er entlüftet alle hydraulischen Pfade systematisch. Heizung, Warmwasser und Puffer werden bearbeitet. Die Dauer beträgt 2 bis 4 Stunden komplett.
Gluckern bleibt nach zwei bis drei DIY-Entlüftungen: Der Hausbesitzer entlüftet korrekt. Pumpe aus 60 Minuten, von oben nach unten, blasenfreies Wasser 10 Sekunden. Aber nach 1 bis 2 Tagen ist wieder Gluckern zu hören. Das bedeutet Luft dringt kontinuierlich ein. Eine Leckage ist irgendwo im System. Eine mikroskopische Undichtigkeit existiert. Oder die MAG-Membran ist defekt und saugt Luft ein. Der Fachbetrieb führt eine Diagnose durch. Ein Druck-Test mit 3,0 bar für 24 Stunden prüft die Dichtigkeit. Der MAG-Vordruck wird gemessen ohne Wasser. Er sollte 0,8 bis 1,2 bar N₂ betragen. Die Reparatur der Leckage erfolgt. Verschraubungen nachziehen. Dichtungen austauschen. MAG-Membran ersetzen für 150 bis 400 Euro.
Wärmepumpe zeigt Fehler-Codes: Durchfluss-Fehler 7H bei Daikin oder F.532 bei Vaillant bedeuten Volumenstrom unter 8 Liter pro Minute unter dem Minimum. Hochdruck-Störung bedeutet Luft im Wärmetauscher blockiert den Kältekreis-Verflüssiger. Niederdruck-Störung bei Sole-Systemen bedeutet Luft in der Erdsonde blockiert den Verdampfer. DIY-Entlüftung der Heizkörper hilft nicht weil das Problem in der Wärmepumpe intern sitzt. Der Fachbetrieb öffnet das Wärmepumpen-Gehäuse. Er entlüftet Schnellentlüfter intern oben am Kondensator oder Backup-Heizer manuell. Er nutzt das Service-Menü Software. Das Entlüftungs-Programm läuft 15 bis 20 Minuten automatisch.
Fußbodenheizung im System: FBH-Rohre sind horizontal verlegt. Luftblasen bleiben hängen in oberen Bögen der Rohrschlangen. Einfaches Öffnen des Entlüfters am Verteiler reicht nicht. Eine Spülung ist erforderlich mit hoher Fließgeschwindigkeit. Der Fachbetrieb schließt Schläuche an den Heizkreisverteiler. Er spült jeden Kreis einzeln für 5 bis 10 Minuten mit Druck von 2 bis 4 bar. Lufttaschen werden mechanisch rausgedrückt. Der Zeitaufwand beträgt 2 bis 3 Stunden. 10 bis 15 FBH-Kreise sind typisch für ein Einfamilienhaus mal 10 Minuten Spülung gleich 100 bis 150 Minuten plus Auf- und Abbau.
Sole-Kreis bei Erdwärme-System: Der Sole-Kreis verbindet die Wärmepumpe mit Erdsonden von 50 bis 150 Meter Tiefe. Luft in der Sonde blockiert den Durchfluss komplett. Das führt zu Niederdruckstörung der Wärmepumpe. Die interne Sole-Pumpe der Wärmepumpe ist zu schwach. Sie schafft nicht den Druck von 2 bis 4 bar nötig um die Luftblase nach unten zu drücken gegen den Auftrieb durch U-Rohr-Effekt. Der Fachbetrieb nutzt eine externe Spül-Pumpe. Eine Jet-Pumpe mit 4 bis 6 bar Druck. Ein großer Vorratsbehälter mit 200 bis 500 Litern Sole-Glykol-Gemisch. Er spült jeden Sonden-Kreis einzeln für 15 bis 20 Minuten. Die Dauer gesamt beträgt 3 bis 6 Stunden für 2 bis 4 Sonden typisch.

Situation

DIY möglich

Fachbetrieb nötig

Kosten Fachbetrieb

Risiko ohne Fachmann

Heizkörper-Entlüftung

Ja einfach

Optional

0 €

Kein Risiko

Installation initial

Nein komplex

Ja zwingend

150-400 €

KfW-Förderung verfällt

Gluckern bleibt

Nein Diagnose nötig

Ja Druck-Test

150-400 €

Effizienz-Verlust dauerhaft

Fehler-Codes WP

Nein intern

Ja Service-Menü

150-400 €

Garantie gefährdet

Fußbodenheizung

Nein Spülung nötig

Ja Schläuche

200-500 €

FBH funktioniert nicht

Sole-Kreis Erdwärme

Nein Hochdruck

Ja Jet-Pumpe

300-800 €

WP schaltet ab

Kosten Fachbetrieb-Entlüftung 2026

System-Entlüftung komplett kostet 150 bis 400 Euro. Die Arbeit dauert 2 bis 4 Stunden mal 60 bis 100 Euro pro Stunde. Material ist minimal mit Wasser oder Glykol für 20 bis 50 Euro. FBH-Spülung kostet 200 bis 500 Euro. Der höhere Zeitaufwand von 3 bis 5 Stunden plus Wasser-Verbrauch von 500 bis 1.000 Litern erhöht die Kosten. Sole-Kreis-Spülung kostet 300 bis 800 Euro. Eine externe Pumpe mieten für 50 bis 150 Euro pro Tag. Sole-Glykol nachfüllen mit 30 bis 80 Euro pro 10 Liter. Die Arbeit dauert 3 bis 6 Stunden.
Die Kosten amortisieren sich durch vermiedene Effizienz-Verluste. 10 bis 20 Prozent mehr Heizleistung ohne Luft spart 150 bis 350 Euro pro Jahr Stromkosten. Über 5 Jahre sind das 750 bis 1.750 Euro langfristig gespart.

Fazit: Wärmepumpe entlüften für optimale Effizienz

Die Wärmepumpe entlüften ist ein essentieller Wartungs-Schritt. Er verhindert Heizleistungs-Verlust von 10 bis 30 Prozent. Er stoppt Gluckern-Geräusche. Er verhindert Wärmepumpen-Störungen wegen Durchfluss oder Hochdruck. DIY ist möglich für Heizkörper-Entlüftung. Die 8-Schritte-Anleitung dauert 30 bis 60 Minuten. Ein Vierkantschlüssel von 5 Millimeter aus dem Baumarkt für 2 bis 5 Euro ist das einzige nötige Werkzeug.
Der kritische First-Step ist Umwälzpumpe abstellen für 30 bis 60 Minuten. 40 bis 50 Prozent erfolgloser Entlüftungen vergessen diesen Schritt. Die Luft zirkuliert weiter im System statt aufzusteigen zu den Entlüftungsventilen. Von oben nach unten arbeiten ist wichtig. Der höchste Heizkörper im zweiten Stock kommt zuerst. Luft sammelt sich geodätisch oben physikalisch zwingend.
Drei Kern-Probleme sind wichtig zu verstehen. Der Umwälzpumpen-Fehler ist der häufigste Grund für Fehlschlag. Die Strömung von 0,3 bis 0,8 Meter pro Sekunde verwirbelt Luftblasen. Die Auftriebskraft von 0,001 bis 0,1 Newton ist zu schwach gegen die Schleppkraft von 0,05 bis 0,5 Newton der Strömung. Blasen werden mitgerissen und zirkulieren endlos. Die Wartezeit von 30 bis 60 Minuten ohne Pumpe ermöglicht Luft aufzusteigen ungestört zu Hochpunkten. 95 bis 98 Prozent Luft erreicht die Entlüftungsventile versus nur 20 bis 30 Prozent bei laufender Pumpe.
Thermostat-Ventil-Klemmer verursachen 50 Prozent aller Probleme. Alte Ventile von 15 bis 25 Jahren korrodieren. Der Stift bewegt sich nicht mehr. Der Thermostatkopf zeigt Stufe 5 aber das Ventil bleibt intern geschlossen. Die Diagnose ist Thermostatkopf abnehmen und Stift manuell bewegen als Test. Die Lösung ist Ölspray WD-40 für 10 Minuten einwirken lassen. Oder das Ventil-Oberteil austauschen für 15 bis 35 Euro im Baumarkt.
Das Mikroblasen-Problem bedeutet 60 bis 70 Prozent Luft bleibt langfristig. Standard-Entlüftung entfernt nur Makroblasen größer als 1 Millimeter sichtbar. Mikroblasen kleiner als 1 Millimeter bleiben im System. Sie schweben in der Strömung. Sie setzen sich ab an Wärmetauscher-Oberflächen. Das bildet eine Isolierschicht. Die Effizienz reduziert sich um 3 bis 8 Prozent. Die Lösung ist einen Mikroblasenabscheider nachrüsten für 800 bis 1.500 Euro. Spirovent oder Flamcovent werden platziert im Vorlauf direkt nach der Wärmepumpe.
Wer regelmäßig ein bis zwei Mal pro Jahr entlüftet im Herbst zum Heizperiode-Start September bis Oktober und optional im Frühjahr März bis April verhindert Effizienz-Verlust. 10 bis 20 Prozent Heizleistung spart 150 bis 350 Euro pro Jahr Stromkosten vermieden. Wer Gluckern langfristig ignoriert riskiert Korrosion. Sauerstoff-Luft reagiert mit Stahl-Heizkörpern und Wärmetauscher. Das bildet Magnetit-Schlamm schwarz magnetisch. Der blockiert Pumpen und Ventile. Die Reparatur kostet 800 bis 2.500 Euro für Wärmetauscher-Reinigung oder Austausch.
Wer nach Installation keine System-Entlüftung durch Fachbetrieb durchführen lässt riskiert KfW-Förderung zu verlieren. Ein Protokoll über hydraulischen Abgleich und Entlüftung ist zwingend dokumentiert. Ohne Protokoll verfallen 70 Prozent Förderung. Das sind 10.500 bis 21.000 Euro rechtlich verloren.
Die Wärmepumpe entlüften ist die einfachste Wartung die DIY möglich ist. Keine technischen Kenntnisse sind erforderlich. Es gibt kein Risiko die Wärmepumpe zu beschädigen wenn nur Heizkörper betroffen sind. Aber System-Entlüftung erfordert einen Fachbetrieb. Die Wärmepumpe intern und Software-Programme sind Hersteller-spezifisch. Die Kosten von 150 bis 400 Euro amortisieren sich durch vermiedene Effizienz-Verluste langfristig.

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