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Wärmepumpe Fundament: Maße, Kosten & Aufbau 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Wärmepumpen-Fundament ist eine frostfreie, schwingungsarm gelagerte Betonplatte oder ein Fertigsockel – kein optionales Zubehör, sondern Voraussetzung für Standsicherheit, Akustikschutz und Kondensatableitung.
  • Mindesttiefe: 80–120 cm bis in den frostfreien Bereich (regional verschieden – Bauamt anfragen). Ortsbeton-Platte darüber: 20–30 cm stark.
  • Grundfläche: Mindestens so groß wie die Außeneinheit, besser 5–10 cm Überstand an jeder Seite. Sockelhöhe ≥ 150 mm über Gelände gegen Spritzwasser und Schnee.
  • Kosten: Fachbetrieb 250–750 Euro (einfaches Fundament) bis 2.000–4.500 Euro (inkl. Erdarbeiten, Hauseinführung). DIY-Materialkosten: 500–1.100 Euro.
  • Fertigfundamente: Bosch Compress 6800i, Wolf CHA, Buderus Logatherm – alle haben Herstellerlösungen oder Drittanbieter-Betonsockel die sofort belastbar sind.
  • Blockstufen: Praxisbewährte Alternative zur Ortbetonplatte – zwei Blockstufen 75 × 35 × 15 cm auf Schotterbett im Hersteller-Rastermaß.
  • Körperschall: Fundament baulich vom Haus trennen. Gummipuffer oder Big-Foot-Dämpfer zwischen Gerät und Beton verhindern Übertragung ins Gebäude.
  • R290 (Propan) Sicherheitszonen: Min. 1 Meter Abstand zu Gebäudeöffnungen (Fenster, Türen, Lüftungsgitter). Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich in Bodensenken.
  • Förderung: Fundamentkosten sind als Umfeldmaßnahme im KfW-458-Programm förderfähig – bei 70 % Fördersatz reduziert sich ein 3.000-Euro-Fundament auf 900 Euro Eigenanteil.

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Warum das Fundament mehr ist als ein Betonklotz

Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen wiegen je nach Modell zwischen 150 und über 200 kg. Ohne solides Fundament entstehen vier Probleme:
Setzung und Schiefstellung: Ungleichmäßige Bodenverdichtung über 20 Betriebsjahre führt zu mechanischen Spannungen im Kältekreis und in den hydraulischen Anschlüssen. Schon 2–3° Neigung beeinträchtigt den Ölsumpf im Kompressor und erhöht den Verschleiß.
Körperschall-Übertragung: Der rotierende Verdichter und der Ventilator erzeugen Schwingungen. Ohne Entkopplung überträgt sich dieser Körperschall als tieffrequentes Brummen in Wände und Decken – von Bewohnern subjektiv störender als der Luftschall im Freien.
Kondensat-Management: Luft-Wasser-Wärmepumpen produzieren bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt 10–50 Liter Kondensat pro Tag, in Abtauphasen bis zu 80 Liter. Ohne kontrollierten Ablauf bildet sich Eis unter der Maschine – Blockierung der Luftansaugung, Gehäuseschäden, Rutschgefahr.
Frosthebung: Gefrierendes Bodenwasser dehnt sich aus und hebt das Fundament. Beim Auftauen entstehen Setzungen. Ohne frostfreie Gründung kippt die Anlage nach wenigen Wintern.

Fundamentmaße: Was Hersteller vorgeben

Jeder Hersteller liefert Fundamentpläne – diese sind die verbindliche Grundlage, nicht allgemeine Richtwerte. Abweichungen können die Montage von Anschluss-Sets unmöglich machen und die Garantie gefährden.

Maßtabelle führender Modelle

HerstellerModellGerätebreiteGerätetiefeMindest-FundamentbreiteMindest-Fundamenttiefe
BoschCompress 6800i AW 4–7 kW886 mm540 mm886 mm540 mm
BoschCompress 6800i AW 10–12 kW1.350 mm540 mm1.350 mm540 mm
WolfCHA-Monoblock1.286 mm562 mm1.286 mm562 mm
VaillantaroTHERM plus (alle Klassen)ModellabhängigModellabhängigGerät + 5–10 cmGerät + 5–10 cm
LambdaEU-13L1.160 mm764 mm1.160 mm764 mm
ViessmannVitocal 250-AModellabhängigModellabhängig≥ 150 mm Sockelhöhe300 mm über Gelände
Feste Regel für alle Modelle: Sockelhöhe mindestens 150 mm über fertigem Geländeniveau – Schutz vor Spritzwasser, Schneeverwehungen und Kondensateis.
Bosch/Buderus Besonderheit: Hydraulische Anschlüsse können wahlweise nach hinten oder durch das Fundament nach unten geführt werden. Für die Unterführungs-Variante liefert der Hersteller spezifische Durchbruch-Maße für CAN-Bus-Leitungen und Stromversorgung.

Fundamenttypen: Ortbeton, Fertigteil oder Blockstufen

Typ 1: Ortbetonplatte (Standardlösung)

Die klassische Lösung für Neuinstallationen und schwierige Böden.
Aufbau von unten nach oben:
SchichtMaterialStärke
UnterbodenGewachsener Boden, verdichtetbis frostfreie Tiefe
Frostschutz / DrainageMineralgemisch 0/32 mm, lagenweise verdichtet35–50 cm
Kapillarbrechende SchichtGewaschener Grobkies 16/32 mm10–15 cm
KondensatrohrKG-Rohr DN 100, positioniert unter Ablaufstutzen
BetonplatteC20/25, bewehrt bei > 200 kg Gesamtgewicht (Q188-Matte)20–30 cm
Betondeckung Bewehrung: Mindestens 3,5 cm – verhindert Korrosion durch Spritzwasser.
Aushärtezeiten:
- 24 Stunden: begehbar
- 7–14 Tage: Montage der Außeneinheit möglich
- 28 Tage: Volle Normfestigkeit
Oberfläche: Mit leichtem Gefälle (1–2 %) zur Kondensatseite abziehen. Exakt waagerecht ist falsch – das Kondensat muss ablaufen können.

Typ 2: Fertigfundament (Schnellmontage)

Vorgefertigte Betonsockel oder Kunststoff-Systeme, die sofort nach Ausrichtung belastbar sind – kein Warten auf Aushärtung.
Verfügbare Systeme:
SystemMaterialMaßeBesonderheit
Verklima für Bosch Compress 6800iBeton, passgenauModellspezifischLieferzeit 7–14 Werktage
Wolf CHA FertigfundamentWitterungsbeständiger Kunststoff1.680 × 715 × 600 mm97 kg, kein Betonieren
ACO WP-SetSichtbetonModularBohrlose Montage, Teleskopstangen, optionale Sickerbox
BEGRID WP WABRecycling-KunststoffModularSplittbett ausreichend, kein Beton
Vorteil Fertigfundament: Keine Schalungs- und Betonierarbeiten auf der Baustelle, keine Wartezeit. Besonders für Nachrüstungen ohne Baustellen-Organisation attraktiv.
Nachteil: Fertigfundamente sind auf spezifische Gerätemodelle abgestimmt. Bei Modellwechsel kann das Fundament inkompatibel sein.

Typ 3: Blockstufen auf Schotterbett

In der Praxis weit verbreitet – besonders bei Vaillant aroTHERM und Lambda EU-Serie.
Aufbau Blockstufen-Fundament (Beispiel Vaillant aroTHERM):
  • 30–50 cm ausheben, Schotter einbringen, verdichten
  • Zwei Blockstufen 75 × 35 × 15 cm im Hersteller-Rastermaß setzen (Vaillant: Mitte-Mitte 74 cm)
  • Blockstufen 5–10 cm über Gelände überstehen lassen
  • Zwischenraum im hinteren Bereich mit Grobkies (Kondensatversickerung) auffüllen
Lambda EU-Serie: 1 m tiefer Kies-Unterbau mit eingelegtem Kondensatrohr, darauf Blockstufen in Mörtelbett. Alternative: massiver Betonblock aus mehreren Mischungen.
Vorteil: Günstiger als Ortbetonplatte, kein Schalung nötig, sofort belastbar, gute Drainage zwischen den Stufen.
Voraussetzung: Aufstandsfläche und Verankerung müssen Hersteller-Vorgaben entsprechen. Nicht für alle Modelle geeignet – Montageplan prüfen.

Schritt-für-Schritt: Fundament selber bauen

Phase 1: Standort wählen und markieren

Checkliste Standort:
  • TA Lärm-Abstände zur Grundstücksgrenze einhalten (→ Abschnitt Akustik)
  • R290-Sicherheitszonen prüfen: 1 m Abstand zu Fenstern, Türen, Lichtschächten, Lüftungsgittern (→ Abschnitt R290)
  • Keine Bodensenken oder Mulden (Propan-Ansammlung)
  • Wartungszugang: Mindestens 60 cm frei auf drei Seiten
  • Kondensatablauf: Wohin fließt das Wasser? Versickerung oder Kanal?

Phase 2: Aushub

  • Baugrube 10 cm größer als Fundament an jeder Seite (Platz für Schalung)
  • Tiefe: regionaler Frostiefe + 5–10 cm Puffer. Deutschland: Durchschnitt 80–100 cm, Voralpenraum / Mittelgebirge bis 120–140 cm
  • Grubenboden mit Rüttelplatte verdichten

Phase 3: Schotterschicht und Drainage

  • 35–50 cm Mineralgemisch (0/32 mm) lagenweise einbringen und verdichten (je 10–15 cm)
  • Kondensatrohr (KG DN 100) so positionieren, dass es unter dem Geräte-Ablaufstutzen endet
  • Versickerungsschicht: 10–15 cm gewaschener Grobkies (16/32 mm) obenauf

Phase 4: Schalung und Betonieren

  • Holzschalung oder Polystyrol-Formsteine auf Fundamentmaß aufbauen
  • Bewehrung einlegen (Q188-Matte bei Geräten über 200 kg), Betondeckung min. 3,5 cm
  • Beton C20/25 einfüllen, verdichten (Flaschenrüttler)
  • Oberfläche mit Richtlatte waagerecht und leicht mit Gefälle abziehen
  • Oberfläche vor Sonneneinstrahlung schützen, ggf. wässern

Phase 5: Aushärten und Montage

  • 24 h: begehbar
  • 7–14 Tage: Montage der Außeneinheit
  • Ankerbolzen oder Montageschienen nach Hersteller-Fundament-Plan versetzen

Kondensatableitung: Keine Nacharbeit

Pro Tag entstehen 10–50 Liter Kondensat, in Abtauphasen bis 80 Liter. Ohne kontrollierte Ableitung:
  • Eisbildung unter dem Gerät → Blockierung der Ansaugung
  • Rutschgefahr auf Wegen
  • Gehäuseschäden durch aufwachsendes Eis
Lösung 1: Versickerung im Fundament
Sickerschacht zwischen den Fundamentstreifen: Grube min. 80 cm tief, gefüllt mit Grobkies 16/32 mm. KG-Rohr (DN 100) leitet Kondensat zentral ins Kiesbett. Voraussetzung: Boden ist versickerungsfähig (kein schwerer Lehm).
Lösung 2: Kanalanschluss
Bei nicht versickerungsfähigem Boden: Anschluss ans Abwassersystem. Frostsicherer Siphon zwingend (verhindert Geruchseintritt und bei R290-Geräten Gaseintritt in den Kanal).
Lösung 3: Kondensatheizung
In Regionen mit extremen Minusgraden: Elektrische Begleitheizung im Ablaufrohr verhindert Zufrieren bis in frostfreie Tiefe.
Norm: DIN EN 1717 – keine Rückströmung ins Trinkwassersystem. Planung mit Fachbetrieb abstimmen.

Körperschall-Entkopplung: Das Akustik-Fundament

Warum Trennung vom Haus entscheidend ist

Ein Fundament das baulich mit der Kellerwand verbunden ist, wirkt als akustische Brücke. Schwingungen des Verdichters wandern durch Beton direkt in Wände und Decken – tieffrequentes Brummen in Innenräumen, das von Bewohnern als massiv störend empfunden wird.
Regel Nr. 1: Wärmepumpen-Fundament und Hausfundament niemals verbinden. Trennschnitt oder Trennlage zwischen den Fundamenten.

Schwingungsisolatoren

SystemMaterialTemperaturbeständigkeitDämpfung
Gummipuffer (Silentblöcke)NaturkautschukBegrenzt (verhärtet bei Kälte)Hochfrequent gut
Big-Foot / Mamut-FüßeRecycling-Gummigranulat, UV-beständigSehr gutBreitbandig, auch tieffrequent
Big-Foot-Dämpfer sind die bessere Wahl im Außenbereich: Keine Verhärtung bei Frost, höhere Effektivität bei tiefen Frequenzen, heben das Gerät an (bessere Luftzirkulation, Kondensatablauf).

Flexible Leitungsführung

Alle hydraulischen und elektrischen Verbindungen flexibel ausführen:
  • Hydraulische Leitungen: PEX-Schläuche oder Kompensatoren am Ein- und Austritt der Wärmepumpe
  • Elektrische Leitungen: Wellrohr mit Schlaufe (nicht straff)
  • Kein straffer Kontakt zwischen Leitung und Hauswand

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TA Lärm: Zulässige Schallpegel am Nachbargrundstück

Der Betreiber ist verantwortlich dafür, dass am maßgeblichen Immissionsort (0,5 m vor dem geöffneten Fenster des Nachbarn) die Grenzwerte eingehalten werden.
GebietstypTagwert (06–22 Uhr)Nachtwert (22–06 Uhr)
Reines Wohngebiet (WR)50 dB(A)35 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet (WA)55 dB(A)40 dB(A)
Mischgebiet60 dB(A)45 dB(A)
Kurgebiete / Krankenhäuser45 dB(A)35 dB(A)
Physikalische Grundregel: Bei Verdopplung des Abstands sinkt der Schalldruckpegel um ca. 6 dB(A).
Reflexionsfallen vermeiden: Aufstellung zwischen zwei schallharten Wänden (Nische, Ecke) kann den Pegel durch Reflexionen um bis zu 9 dB(A) erhöhen. Immer Abstand zu schallharten Flächen lassen.
Nachtmodus moderner Geräte: Viessmann Vitocal 250-A, Vaillant aroTHERM plus, Buderus WLW186i erreichen im schallreduzierten Nachtmodus 28–30 dB(A) in 3 m Entfernung. Trotzdem: Standort-Planung vor Installation, nicht danach.

R290 (Propan): Sicherheitszonen beim Fundamentstandort

Seit der F-Gase-Verordnung verschärfung ist R290 (Propan, GWP = 3) der Kältemittel-Standard der Zukunft. Propan ist leicht entflammbar (Sicherheitsgruppe A3) und schwerer als Luft.
Verhalten bei Leckage: Propan sinkt zum Boden und sammelt sich in Vertiefungen, Mulden und Kellerschächten – ähnlich wie eine Flüssigkeit.

Ausschlusskriterien für den Fundamentstandort

  • Keine Aufstellung in Bodensenken, Mulden oder Kellerschächten
  • Mindestens 1 Meter Abstand zu Gebäudeöffnungen: Fenster, Türen, Lichtschächte, Lüftungsgitter
  • Keine Zündquellen im 1-Meter-Radius: Steckdosen, Lichtschalter, Grills, Gasleitungen

Reduzierung der Schutzzonen bei Platzmangel

  • Gasdichte Trennwand mindestens bis Oberkante der Wärmepumpe, über Ausblasseite hinausragend: reduziert seitlichen Abstand von 1 m auf 0,5 m
  • Vaillant aroTHERM plus verfügt über systemintegrierte Luftführung die den Schutzbereich minimiert – erleichtert Installation in engen Siedlungslagen

Fundamentkosten 2026

Kostenvergleich: DIY vs. Fachbetrieb

PositionDIY (Material)Fachbetrieb (Lohn + Material)
LeistungEigenleistung (Material)Fachbetrieb (Komplett)
Aushub und Erdarbeitenca. 50 € (Leihgerät)1.200–2.500 €
Frostschutz (Kies/Schotter)50–150 €Im Erdarbeiten-Preis enthalten
Beton und Schalung150–400 €250–450 €
Kondensatablauf / Drainage50–150 €Im Erdarbeiten-Preis enthalten
Hauseinführung (Kernbohrung)200 € (Spezialbohrer)800–1.000 €
Gesamtkosten500–1.100 €2.000–4.500 €
Einfaches Fundament (nur Betonplatte, Fachbetrieb): 250–750 Euro – die häufig genannte Zahl in Kostenübersichten, ohne umfangreiche Erdarbeiten.

Förderung als Umfeldmaßnahme (KfW 458)

Fundamentkosten, Erdarbeiten und Hauseinführung sind als Umfeldmaßnahmen im KfW-Heizungsförderungs-Programm anerkannt.
Rechenbeispiel:
  • Gesamte Fundamentkosten inkl. Erdarbeiten: 3.000 Euro
  • Fördersatz 70 % (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus + Einkommensbonus): 2.100 Euro Zuschuss
  • Eigenanteil: 900 Euro
→ Der finanzielle Vorteil von DIY vs. Fachbetrieb schrumpft durch die Förderung erheblich. Fachbetrieb bietet zusätzlich Haftungssicherheit und VDI-4645-Konformität.

Hersteller-Fundamentpläne im Überblick

Bosch / Buderus (Compress 6800i AW / Logatherm WLW186i)

Baugleiche Monoblock-Geräte, bis 75 °C Vorlauftemperatur, optimiert für Sanierung.
  • 4–7 kW: Fundamentbreite min. 886 mm, Tiefe 540 mm
  • 10–12 kW: Fundamentbreite min. 1.350 mm, Tiefe 540 mm
  • Hydraulische Anschlüsse: Wahlweise nach hinten oder durch das Fundament nach unten – für letzteres liefert der Hersteller Durchbruch-Maße
  • Bosch bietet Fundamentservice als eigenständige Leistung an – entkoppelt vom Heizungsinstallateur

Vaillant (aroTHERM plus)

  • Gerätegewicht: 110–180 kg je nach Leistungsklasse
  • Fundamentplan mit exakten Abmaßen für alle Leistungsklassen verfügbar
  • Zwei Dämpfungsfüße-Größen: klein (4,5 cm Höhe), groß (10 cm Höhe) – unterschiedliche Schalldämmwerte
  • Blockstufen-Fundament community-bewährt: Mitte-Mitte-Abstand 74 cm, 5–10 cm über Gelände
  • aroTHERM plus (R290): systemintegrierte Luftführung reduziert Schutzzone

Viessmann (Vitocal 250-A)

  • Bodenkonsole oder Dämpfungssockel auf Betonfundament ≥ 150 mm Höhe
  • Mindestabstand Unterkante Gerät zu Gelände: 300 mm (Schnee, Spritzwasser)
  • Für Voralpenraum und schneereiche Regionen besonders relevant

Wolf (CHA-Monoblock)

  • Abmessungen: 1.286 mm Breite, 562 mm Tiefe, R290
  • Fertigfundament-Bausatz aus Kunststoff: 1.680 × 715 × 600 mm, 97 kg, kein Betonieren nötig
  • Einbau-Check mit Schablonen stellt sicher, dass Versorgungsleitungen im exakten 30°-Winkel im Isolierstein ankommen

Lambda (EU-08L / EU-13L)

  • EU-13L: 1.772 × 1.160 × 764 mm (H × B × T) – voluminöses Gehäuse, entsprechend massives Fundament nötig
  • Empfehlung Hersteller: Beton-Blockstufen (50 × 35 × 15 cm) auf verdichtetem Schotterbett
  • Community-Praxis: 1 m tiefer Kies-Unterbau mit Kondensatrohr, darüber Blockstufen in Mörtelbett

Buderus (Logatherm WLW196i)

  • Fundamentstärke, Untergrund und Frostschutz nach örtlichen Regeln der Bautechnik (kein fixiertes Maß vom Hersteller)
  • Einbaucheck enthält modellspezifische Anschlussmaße für hydraulische und elektrische Verbindungen

IDM

  • Allgemeine Vorgaben: tragfähig, eben, frostfrei, ausreichend groß, Schwingungsentkopplung
  • Modellabhängige Maße in Aufstellungsvorschriften und Richtlinien dokumentiert

Stiebel Eltron (WPL-Serie)

  • Aufstellung auf solidem Betonpodest oder Konsolen die auf dem Fundament verschraubt werden
  • Genaue Fundamentmaße im jeweiligen Montagehandbuch

Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit

Die Fundamentfläche muss so dimensioniert sein, dass die zulässige Bodenpressung σzul nicht überschritten wird:
$$p = \frac{F},{A} + \gamma \cdot h \leq \sigma_{zul}$$
Dabei ist F die Gewichtskraft der Wärmepumpe, A die Grundfläche, γ die Wichte des Betons (ca. 25 kN/m³) und h die Fundamenttiefe.
BodenartZulässige Bodenpressung (kN/m²)Eignung
Gewachsener Fels> 1.000Optimal, keine Setzungen
Fester Kies / Schotter400–600Sehr gut, gute Drainage
Sandiger Lehm / Ton200–300Durchschnittlich, Verdichtung zwingend
Weicher Ton / Schluff100–150Kritisch, Bewehrung und Frostschutz nötig
Bei weichem Untergrund: Fundamentfläche vergrößern oder tiefere Schotterschicht einbringen.

VDI 4645: Norm für Planung und Montage

Die VDI-Richtlinie 4645 ist das zentrale Regelwerk für Wärmepumpenanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern und zunehmend Voraussetzung für KfW-Fördergelder.
Drei Zertifizierungskategorien:
KategorieKompetenz
P (Planer)Heizlastberechnung nach DIN 12831, Fundamentstatik, Wärmequellen-Dimensionierung
E (Errichter)Montage, Schwingungsentkopplung, hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme
PE (Planer und Errichter)Beide Bereiche – für Handwerksmeister und Ingenieure mit Gesamtverantwortung
Für den Bauherrn: VDI-4645-Fachbetrieb = reduziertes Risiko für spätere Lärmkonflikte, ineffizienten Betrieb und Gewährleistungsstreitigkeiten.

Häufige Fragen zum Wärmepumpen-Fundament

Wie tief muss das Fundament einer Wärmepumpe sein?

Die Fundamentsohle muss in frostfreier Tiefe liegen – in Deutschland im Durchschnitt 80–100 cm, in exponierten Lagen des Voralpenraums oder der Mittelgebirge bis 120–140 cm. Das Bauamt der Gemeinde gibt die regionalen Frosttiefen an.

Welche Betongüte ist für ein Wärmepumpen-Fundament nötig?

Mindestens C20/25 für Außenbauteile. Bei Geräten über 200 kg Gesamtgewicht zusätzlich Bewehrung (Q188-Baustahlmatte) mit mindestens 3,5 cm Betonüberdeckung.

Kann ich das Fundament selbst bauen?

Ja – handwerklich ist ein Betonfundament für ein EFH-Standardgerät selbst machbar. Material-Kosten: 500–1.100 Euro. Wichtig: Frosttiefe einhalten, Körperschall-Entkopplung nicht vergessen, Kondensatablauf bereits in der Erdbauphase planen. Wegen Förderbarkeit der Fachbetrieb-Variante (KfW 458, bis 70 %) lohnt ein Vergleich.

Sind Blockstufen als Fundament zulässig?

Ja, wenn die Hersteller-Rastermaße eingehalten werden und der Untergrund ausreichend tragfähig und verdichtet ist. Vaillant aroTHERM und Lambda EU-Serie werden in der Praxis häufig auf Blockstufen-Fundamenten betrieben.

Was kostet ein Wärmepumpen-Fundament beim Fachbetrieb?

Einfaches Betonfundament ohne umfangreiche Erdarbeiten: 250–750 Euro. Mit Aushub, Drainage, Hauseinführung (Kernbohrung): 2.000–4.500 Euro. Als Umfeldmaßnahme im KfW-458-Programm förderfähig – bei 70 % Förderquote sinkt Eigenanteil eines 3.000-Euro-Fundaments auf 900 Euro.

Wie weit muss die Wärmepumpe von Fenstern und Türen entfernt sein?

Bei R290-Geräten (Propan-Kältemittel): mindestens 1 Meter Abstand zu allen Gebäudeöffnungen (Fenster, Türen, Lüftungsgitter, Lichtschächte). Propan ist schwerer als Luft und sammelt sich in Bodensenken – keine Aufstellung in Mulden oder Kellerschächten.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen