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Wärmepumpe

Wärmepumpe mit Gasheizung: Kosten, Förderung & Vergleich 26

Von Urik Muller
Faktengeprüft10 Min. Lesezeit11 Aufrufe

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Das Wichtigste in Kürze:
  • Kann man Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren? Ja, Hybrid-Systeme kombinieren beide Technologien – WP übernimmt 70-80% Grundlast, Gas deckt Spitzenlast ab
  • Kosten wärmepumpe mit gasheizung kombinieren: 36.000-55.000 EUR brutto, nach KfW-Förderung 70% nur 16.500-24.500 EUR Eigenanteil
  • Viessmann wärmepumpe mit gasheizung kombinieren: Vitocal 300-G + Vitodens 200-W mit Hybrid Pro Control Regelung (38.000-48.000 EUR)
  • Buderus wärmepumpe mit gasheizung: Logatherm WLW196i + Logamax plus GB192i mit Hybridmanager HM200 (35.000-46.000 EUR)
  • Schema wärmepumpe mit gasheizung kombinieren: Drei Varianten - Parallel-Puffer (Standard), Reihen-Schaltung (effizient), Kompaktgeräte (Bosch Hybrid Gas 8000)
  • Warmwasser wärmepumpe mit gasheizung kombinieren: WP heizt nachts Pufferspeicher vor, Gas schaltet nur bei Spitzenlast >65°C zu
  • Förderung: Bis 70% KfW-Zuschuss (max. 21.000 EUR) - 30% Basis + 20% Klima-Bonus + 30% Einkommensbonus + 5% Effizienz-Bonus
Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren ist 2026 die wirtschaftlichste Lösung für Altbauten mit Gasanschluss. Diese Hybrid-Heizung nutzt Wärmepumpe für 70-80% Jahreswärmebedarf (effizient bei moderaten Temperaturen) und Gas-Brennwertkessel nur für Spitzenlast bei extremer Kälte unter -5°C. Die Kombination kostet komplett 36.000-55.000 EUR, nach KfW-Förderung 70% nur 16.500-24.500 EUR Eigenanteil. Führende Hersteller: Viessmann (Vitocal 300-G), Buderus (Logatherm + Logamax), Wolf (CHA-Monoblock), Bosch (Hybrid Gas 8000 Kompaktgerät). Break-Even nach 4-5 Jahren, 20-Jahres-Ersparnis 20.000 EUR versus reine Gasheizung.

Kann man Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren? Das Hybrid-Prinzip

Die ehrliche Antwort: Ja, das ist Standard-Technologie 2026

Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren funktioniert durch intelligente Arbeitsteilung:
HYBRID-HEIZUNG = Wärmepumpe (70-80% Grundlast) + Gasheizung (20-30% Spitzenlast)

Normalfall (Außentemperatur >-2°C):
→ Wärmepumpe läuft effizient (COP 4,5+)
→ Gas bleibt AUS

Extremfall (sehr kalt <-5°C):
→ Wärmepumpe läuft weiter
→ Gas schaltet automatisch zu
→ Maximale Versorgungssicherheit
Das Kernprinzip der Kombination:
Wärmepumpe übernimmt Grundlast (70-80% Jahreswärmebedarf). Gas-Brennwertkessel schaltet nur bei extremer Kälte oder sehr hohem Warmwasserbedarf zu. Dies ist effizienter als beide Systeme vollständig zu dimensionieren.

Warum Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren statt Mono-System?

Vergleich der drei Heizsysteme:
AspektReine GasheizungReine WärmepumpeHybrid WP+Gas
Stromverbrauch/Jahr0 kWh3.500-4.500 kWh2.000-2.500 kWh
Gasverbrauch/Jahr15.000-20.000 kWh0 kWh3.000-5.000 kWh
Betriebskosten/Jahr1.800-2.400 EUR1.050-1.350 EUR1.200-1.600 EUR
CO₂-Emissionen~5 Tonnen/Jahr~0,5 Tonnen/Jahr~1,5 Tonnen/Jahr
Investition brutto9.000-15.500 EUR27.000-40.000 EUR36.000-55.000 EUR
Nach KfW 70%9.000-15.500 EUR8.000-12.000 EUR16.500-24.500 EUR
Interpretation:
  • Reine Gas: Billig beim Kauf, aber teuer im Betrieb und ab 2026 GEG-problematisch
  • Reine WP: Optimal für Neubau, aber Altbau braucht teure Sanierung (50.000+ EUR)
  • Hybrid: Sweet Spot für Altbauten – moderate Kosten, keine Komplettsanierung nötig

Wann macht es Sinn, Wärmepumpe mit Gasheizung zu kombinieren?

Perfekte Anwendungsfälle für Hybrid-Heizung

Hybrid wärmepumpe mit gasheizung passt PERFEKT wenn:
Gebäude älter als 1990 (schlecht gedämmt, hoher Heizbedarf 15.000+ kWh/Jahr)
Gasanschluss vorhanden (Brennwertkessel kann bleiben oder einfach erneuert werden)
Vorlauftemperaturen >50°C nötig (alte Heizkörper, keine Fußbodenheizung)
Keine Möglichkeit für vollständige Sanierung (Budget oder Denkmalschutz)
Budget nach Förderung 20.000-30.000 EUR (nicht 80.000+ für Komplettsanierung)
Maximale Versorgungssicherheit (WP + Gas = redundant, kein Single-Point-Failure)
Reine Wärmepumpe ist besser wenn:
❌ Haus ab 2000 gebaut oder nach 2015 saniert (gut gedämmt, <12.000 kWh/Jahr)
❌ Gasanschluss nicht vorhanden (Hybrid macht keinen Sinn ohne Gas)
❌ Vorlauftemperaturen <45°C möglich (Fußbodenheizung oder neue Niedertemperatur-Heizkörper)
❌ Gesamtbudget für Sanierung >80.000 EUR (dann Komplettlösung wirtschaftlicher)
❌ Maximale CO₂-Reduktion gefordert (reine WP besser)

Schema: Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren – Drei Hydraulik-Varianten

Schema 1: Parallel-Puffer (Standard, häufigste Lösung)

Funktionsweise parallel-puffer:
Wärmepumpe

[Pufferspeicher 300-800L] ← WP füllt unten auf 45-50°C

Gas-Brennwertkessel ← Gas heizt oben auf 55-65°C nach

[Heizkreisverteiler]

Heizkörper + Warmwasser
Vorteile Parallel-Puffer Schema:
  • ✅ Hydraulische Entkopplung (beide Systeme unabhängig regelbar)
  • ✅ Flexibel (beliebige WP + Gas Kombinationen möglich)
  • ✅ Standardtechnik (viele Installateure kennen es)
Nachteile:
  • ⚠️ Exergieverluste 2-5K durch Temperaturmischung
  • ⚠️ WP muss höhere Vorlauftemperatur erzeugen → Effizienz -5-12%
  • ⚠️ Speicherwärmeverluste 150-300 kWh/Jahr
  • ⚠️ Pufferspeicher kostet 1.500-3.000 EUR extra
Kosten Parallel-Puffer System:
  • Pufferspeicher: 1.500-3.000 EUR
  • Installation + Rohre: 1.000-2.000 EUR
  • Total Extra: 2.500-5.000 EUR

Schema 2: Reihen-Schaltung (effizient, moderne Variante)

Funktionsweise Reihen-Schema:
Wärmepumpe → [Heizkreis-Vorlauf 35-45°C direkt zu Heizkörpern]

Wenn WP nicht reicht:

Gas-Brennwertkessel → [Hydraulische Weiche] → Zusatz zu Vorlauf

[Klein-Pufferspeicher Rücklauf] ← nur für WP-Abtauung (50-100L)
Vorteile Reihen-Schaltung:
  • ✅ Maximale Effizienz (direkte Wärmeübertragung, keine Temperaturüberhöhung)
  • ✅ Kompakter (nur kleiner Puffer nötig)
  • ✅ Günstigere Hardware (Puffer 500-800 EUR statt 2.500 EUR)
  • ✅ Bessere Systemeffizienz (WP sieht niedrigere Rücklauftemperatur)
Nachteile:
  • ⚠️ Komplexere Regelung nötig
  • ⚠️ Nicht alle Installateure kennen System
Kosten Reihen-System:
  • Klein-Puffer: 500-1.000 EUR
  • Spezial-Regelung: 500-1.500 EUR
  • Total Extra: 1.500-2.500 EUR (günstiger als Parallel)

Schema 3: Kompaktgeräte (Zukunft, Plug-and-Play)

Funktionsweise Kompaktgerät:
Gesamtes Hybrid-System (WP + Gas-Kessel + Puffer + Regelung) in EINEM Gerät integriert.
Hersteller Kompaktgeräte:
  • Bosch Hybrid Gas 8000 (kombiniert beide intern)
  • Viessmann Vitocaldens 222-F (kompakte Hybrid-Einheit)
  • Vaillant aroTHERM plus hybrid (in Entwicklung)
Vorteile Kompaktgeräte:
  • ✅ Installation minimal (Plug-and-Play)
  • ✅ Platzersparnis (alles in einer Einheit)
  • ✅ Regelung werkseitig optimiert
  • ✅ Kein externer Puffer nötig
Nachteile:
  • ⚠️ Teurer (+3.000-5.000 EUR versus separate Komponenten)
  • ⚠️ Weniger flexibel (keine Modifikation möglich)
  • ⚠️ Wartung durch Spezialist nötig

Kosten: Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren – Vollständige Kalkulation

Investitionskosten Hybrid-System für Einfamilienhaus 150m²

Vollständige Kostenaufschlüsselung:
KomponenteKostenNotizen
Gas-Brennwerttherme9.000-15.500 EURModerne Brennwert-Technik
Luft-Wasser-Wärmepumpe (8-12 kW)18.000-25.000 EURLuft günstigste Option
Pufferspeicher (500L)1.500-3.000 EURParallel-Schema
Regelung & Steuerung1.500-2.500 EURIntelligente Hybrid-Steuerung
Hydraulik-Installation2.000-3.500 EURRohre, Ventile, Anschlüsse
Heizungssanierung2.000-4.000 EURHeizkörper ggf. tauschen
Inbetriebnahme & Abgleich1.000-1.500 EURHydraulischer Abgleich
GESAMT-KOSTEN BRUTTO36.000-55.000 EURKomplette Neuanlage

Nach KfW-Förderung: Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren förderung

Förderbare Kosten (nur WP-Komponenten!):
  • Wärmepumpe selbst: 18.000-25.000 EUR
  • Pufferspeicher (anteilig): 750-1.500 EUR
  • Regelung (anteilig): 750-1.250 EUR
  • Hydraulische Umfeldmaßnahmen: 2.000-3.000 EUR
  • Total förderfähig: 22.500-30.000 EUR (gedeckelt bei 30.000 EUR)
KfW-Förderung 70% Berechnung:
  • Maximum 70% von 30.000 EUR = 21.000 EUR Obergrenze
  • Typisch: 15.000-21.000 EUR Zuschuss
Nach Förderung Eigenanteil:
  • Wärmepumpen-Komponenten: 7.500-9.000 EUR (nach Förderung)
  • Gas-Brennwertkessel: 9.000-15.500 EUR (KEINE Förderung)
  • GESAMT nach Förderung: 16.500-24.500 EUR
Vergleich:
Reine Gasheizung: 9.000-15.500 EUR
Hybrid nach Förderung: 16.500-24.500 EUR (+7.000 EUR für WP-Teil)
Reine WP nach Förderung: 8.000-12.000 EUR (aber Sanierung +50.000 EUR)

Viessmann Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren: Systeme und Preise

Viessmann Vitocal 300-G + Vitodens 200-W Hybrid-Lösung

System-Aufbau Viessmann:
  • Wärmepumpe: Vitocal 300-G Außeneinheit (6-16 kW Leistung)
  • Gaskessel: Vitodens 200-W Gas-Brennwertkessel
  • Regelung: Hybrid Pro Control mit App-Anbindung
  • Intelligenz: Wettervorhersage-Integration, dynamische Strompreis-Optimierung
Besonderheit Viessmann Hybrid Pro Control:
System überwacht nicht nur Außentemperaturen, sondern verarbeitet auch hinterlegte Energiekosten für Gas und Strom. Bei Sonnenschein-Prognose: Regelung hält Gaskessel zurück, WP lädt Pufferspeicher mit Photovoltaik-Überschuss.
Viessmann Kompaktgerät Alternative:
  • Vitocaldens 222-F: Gas-Brennwerttechnik + Wärmepumpe in einem Gehäuse
  • Minimierter Installationsaufwand und Platzbedarf
Preise Viessmann Hybrid:
  • Komplett-System: 38.000-48.000 EUR brutto
  • Nach KfW-Förderung 70%: 20.000-28.000 EUR
  • Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ Oberklasse-Support, optimierte Regelung

Buderus Wärmepumpe mit Gasheizung: Modulares Design

Buderus Logatherm WLW196i + Logamax plus GB192i

System-Aufbau Buderus:
  • Wärmepumpe: Logatherm WLW196i Luft-Wasser (6-12 kW)
  • Gaskessel: Logamax plus GB192i Gas-Brennwertgerät
  • Regelung: Hybridmanager HM200 als Kommunikationsschnittstelle
  • Hydraulik: Hybrid-Hydraulikbox (HW-Set/HB-Set HYC25) mit allen Komponenten
Besonderheit Buderus Modulares Design:
Ideal für Nachrüstung. Hybridmanager HM200 verbindet Gas-Brennwertgerät und Wärmepumpe. Hybrid-Hydraulikbox enthält bereits Sicherheitsventile, Umwälzpumpen, Fühler komplett vormontiert.
Buderus Logamatic EMS plus Steuerung:
  • Wahlweise kostenoptimiert oder CO₂-optimiert
  • LIN-Bus-gesteuerte Hocheffizienzpumpen
  • Präzise Rückmeldung über Volumenströme und Energieverbräuche

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Preise Buderus Hybrid:
  • Komplett-System: 35.000-46.000 EUR brutto
  • Nach KfW-Förderung 70%: 18.000-26.000 EUR
  • Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ Zuverlässig, modulares Design, guter Support

Wolf Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren: R290 Hochtemperatur

Wolf CHA-Monoblock + Gas-Brennwertkessel

System-Aufbau Wolf:
  • Wärmepumpe: Wolf CHA-Monoblock mit R290 (Propan)
  • Gaskessel: Beliebige Brennwerttherme (auch andere Hersteller)
  • Regelung: BM-2 Multi intelligente Hybrid-Steuerung
  • Besonderheit: CHC-Hybridcenter mit integriertem Pufferspeicher
Technologische Spitzenposition Wolf R290:
R290 (Propan) hat extrem niedriges Treibhauspotenzial (GWP 3) und ermöglicht Vorlauftemperaturen bis 70°C ohne elektrischen Heizstab. Für Hybridanwendungen im Bestand entscheidend – WP deckt größeren Jahresanteil ab bevor Gaskessel zugeschaltet werden muss.
Wolf Design & Schallschutz:
Außeneinheiten entwickelt von Yacht-Designer Espen Øino mit extrem geringer Schallemission – ideal für dicht bebaute Wohngebiete.
Preise Wolf Hybrid:
  • Komplett-System: 36.000-45.000 EUR brutto
  • Nach KfW-Förderung 70%: 19.000-25.000 EUR
  • Bewertung: ⭐⭐⭐⭐ Deutsche Qualität, R290-Pionier, guter Service

Warmwasser-Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren: Brauchwasser-Strategie

Brauchwasser wärmepumpe mit gasheizung kombinieren

Problem Warmwasser-Bereitung im Hybrid:
Morgens hoher Warmwasserbedarf (Duschen) → Spitzenlast. Wärmepumpe allein reicht oft nicht für schnelle Aufheizung auf 60°C Legionellen-Schutz.
Intelligente Warmwasser-Strategie:
Nachts (niedrige Strompreise):
→ WP heizt Pufferspeicher vor auf 50-55°C
→ Thermische Energie gespeichert

Morgens (Spitzenlast):
→ Warmwasser aus Puffer entnommen
→ Kein Gas nötig

Nur bei Extrembedarf (>65°C):
→ Gas schaltet kurz zu
→ Schnelle Nachheizung oberer Speicherbereich
Pufferspeicher-Schichtung für Warmwasser:
Moderne Hybrid-Systeme nutzen thermische Schichtung im Speicher:
  • Unten (35-45°C): Wärmepumpe arbeitet effizient
  • Mitte (45-55°C): Heizkreis entnimmt Wärme
  • Oben (55-65°C): Warmwasser-Bereitung, bei Bedarf Gas-Nachheizung
SG-Ready Integration für Warmwasser:
Bei Stromüberschuss (PV-Produktion): WP lädt Puffer extra auf 60°C. Betriebsmodus 3 "Wärmepumpe bevorzugt" aktiviert. Resultat: Noch weniger Gas-Einsatz für Brauchwasser.

Förderung: Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren – KfW 2026

Die gestaffelte KfW-Förder-Systematik

Basis: 30% (für jede Wärmepumpe):
  • Basisförderung für Effizienzklasse mindestens A+++
+20% Klima-Geschwindigkeits-Bonus:
  • Gasheizung >20 Jahre alt → +20%
  • Öl-, Kohle-, Elektro-Heizung → +20%
  • Total jetzt: 50%
+30% Einkommensbonus (optional):
  • Haushalt mit Einkommen <40.000 EUR zu versteuerndem Einkommen → +30%
  • Total jetzt: 80%
+5% Effizienz-Bonus:
  • Natürliche Kältemittel (R290) → +5%
  • Wasser-WP oder Erdwärme → +5%
Maximum:
  • Basis 30% + Klima-Bonus 20% + Effizienz 5% = 55% Standard
  • Mit Einkommensbonus: bis zu 70-80% möglich
  • ABER: Maximum 21.000 EUR absolut (auch wenn 70% von 30.000 EUR)

Antragsprozess Step-by-Step

Schritt 1: Energieberater beauftragen (400-800 EUR, teilweise gefördert)
Schritt 2: Bestätigung zum Antrag (BTA) erstellen lassen
Schritt 3: Antrag VOR Vertragsabschluss stellen (kritisch!)
Schritt 4: Genehmigung abwarten (1-2 Wochen)
Schritt 5: NACH Genehmigung Handwerker-Vertrag unterzeichnen
Schritt 6: Installation durchführen (4-6 Wochen)
Schritt 7: Inbetriebnahme-Bericht + Nachweise einreichen
Schritt 8: Förderung ausgezahlt (2-4 Wochen)
Wichtig: Antrag vor Vertragsabschluss ist zwingend – sonst keine Förderung!

20-Jahres-ROI: Wann amortisiert sich Hybrid?

Kostenvergleich über 20 Jahre (Altbau 150m², 18.000 kWh/Jahr)

Szenario A: Reine Gasheizung (Baseline)
Jahr 1:
- Gasverbrauch: 18.000 kWh × 0,12 EUR = 2.160 EUR
- Wartung: 150 EUR
- CO₂-Steuer: 200 EUR
- TOTAL: 2.510 EUR

Jahr 10:
- Gaskosten: 3.150 EUR (Preissteigerung)
- CO₂-Steuer: 650 EUR
- TOTAL: 3.950 EUR

20-JAHRES-SUMME: 52.000 EUR
Szenario B: Hybrid (WP 70% + Gas 30%)
Jahr 1:
- WP-Stromverbrauch: 18.000 kWh ÷ 4,2 JAZ = 4.286 kWh
- Stromkosten: 4.286 × 0,38 EUR = 1.629 EUR
- Gas-Verbrauch: 18.000 × 30% = 5.400 kWh
- Gaskosten: 5.400 × 0,12 EUR = 648 EUR
- Wartung: 350 EUR
- CO₂-Steuer: 60 EUR
- TOTAL: 2.687 EUR

Jahr 10:
- Stromkosten: 2.280 EUR
- Gaskosten: 945 EUR
- Wartung: 350 EUR
- TOTAL: 3.895 EUR

20-JAHRES-SUMME: 53.000 EUR
ABER: KfW-Förderung -21.000 EUR (Jahr 1)
NET 20-JAHRES-KOSTEN: 32.000 EUR
ROI-Vergleich:
SystemInvestitionNach Förderung20-Jahre-KostenVorteil
Gasheizung12.000 EUR12.000 EUR52.000 EURBaseline
Hybrid WP+Gas45.000 EUR24.000 EUR32.000 EUR-20.000 EUR
Reine WP (+ Sanierung)75.000 EUR18.000 EUR35.000 EUR-17.000 EUR
Fazit: Mit KfW-Förderung ist Hybrid für Altbauten beste Lösung. Investition 24.000 EUR statt 12.000 EUR, aber 20.000 EUR Ersparnis über 20 Jahre. Break-Even nach 4-5 Jahren.

FAQ: Häufige Fragen zu Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren

F: Kann ich meine alte Gasheizung mit einer Wärmepumpe kombinieren (Nachrüstung)?
A: Technisch ja, wirtschaftlich meistens nein
Technische Machbarkeit:
  • ✅ Pufferspeicher nachinstallieren (~2.500 EUR)
  • ✅ Wärmepumpe im Außenbereich aufstellen
  • ✅ Hydraulikschema anpassen
Aber:
  • ⚠️ Alte Gasheizung (>10 Jahre) bald Austauschpflicht (ab 30 Jahren zwingend)
  • ⚠️ Kombinierte Wartungskosten höher
  • ⚠️ Komplikationen mit KfW-Förderung (alte Gas-Komponente nicht förderbar)
Empfehlung: Nur nachrüsten wenn Gasheizung sehr neu (<5 Jahre). Sonst lieber kompletter Austausch durch Hybrid-Komplett-System.
F: Wie groß muss die Wärmepumpe beim Hybrid sein?
A: 50-70% der Peak-Last, nicht 100%
Dimensionierung Beispiel 150m² Altbau:
Gesamtleistung (Peak-Last): 20 kW
WP-Leistung (70% optimal): 14 kW
Gas-Leistung (30% Reserve): 6 kW
Warum nicht 100% WP-Größe?
Eine 20 kW Wärmepumpe wäre unrentabel – würde 300+ Tage/Jahr bei 20-30% Leistung laufen (ineffizient). Besser: 10 kW WP + 10 kW Gas. WP läuft mit 80% Auslastung (optimal), Gas schaltet nur 40 Tage/Jahr zu.
F: Brauche ich einen Pufferspeicher beim Hybrid?
A: Technisch nein, praktisch ja
Ohne Puffer:
  • ❌ Ständiges Ein/Aus der WP (Taktbetrieb)
  • ❌ Verschleiß steigt
  • ❌ Effizienz -10-20%
Mit Puffer (empfohlen):
  • ✅ WP läuft kontinuierlicher
  • ✅ Effizienz +5-10%
  • ✅ Weniger Verschleiß
  • ✅ Bessere Warmwasser-Vorbereitung
Kosten-Nutzen:
  • Pufferspeicher: 2.500 EUR
  • Jährliche Einsparung: 400-600 EUR
  • Break-Even: 4-5 Jahre – lohnt sich!
F: Kann ich mit Hybrid auch kühlen?
A: Begrenzt, nur mit Wärmepumpe
  • WP-Kühlfunktion: 18-20°C möglich (über FBH oder Deckenkühlpaneele)
  • ❌ Gaskessel: Kann NICHT kühlen (nur heizen)
  • ⚠️ Im Sommer: Nur WP-Kühlung nutzen, Gas ausgeschaltet
Praktisches Limit: Hybrid ist primär für Heizung optimiert. Kühlung ist möglich, aber nicht Fokus. Wer viel kühlen braucht, sollte FBH mit passiver Kühlung separat planen.

Fazit: Wann ist Wärmepumpe mit Gasheizung kombinieren die beste Lösung?

Hybrid ist optimal für:
  • ✅ Altbau mit Gasanschluss und schlechter Dämmung
  • ✅ Budget nach Förderung: 20.000-30.000 EUR
  • ✅ Hohe Versorgungssicherheit wichtig (Dual-Backup)
  • ✅ Keine größere Sanierung möglich
  • ✅ Maximale Kostenersparnis über 20 Jahre (20.000 EUR versus reine Gasheizung)
Reine Wärmepumpe ist besser für:
  • ✅ Neubau oder gut sanierter Altbau
  • ✅ Budget nach Förderung: 10.000-15.000 EUR
  • ✅ Fußbodenheizung oder Niedertemperatur-Heizkörper vorhanden
  • ✅ Maximale CO₂-Reduktion Ziel

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