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Solar-Luftabsorber sind unverglaste Kollektoren, die thermische Energie aus vier simultanen Quellen ernten. Sie sind speziell für die Eisspeicher-Regeneration optimiert. Die Technologie unterscheidet sich fundamental von klassischer Solarthermie durch die fehlende Verglasung und die Multi-Source-Energiegewinnung. Es geht nicht nur um Sonnenstrahlung allein.
Der optische Wirkungsgrad erreicht 91 bis 97 Prozent. Das ist messbar höher als bei verglasten Solarthermie-Kollektoren mit nur 77 bis 86 Prozent. Der Grund sind die eliminierten Reflexionsverluste durch das Glas. Die Zieltemperatur liegt bei maximal 35 bis 40 Grad Celsius. Das ist niedrig ausgelegt für die Eisspeicher-Regeneration, nicht für die Warmwasser-Bereitung mit 60 bis 80 Grad wie bei Solarthermie.
Die Dimensionierung folgt der Viessmann-Formel. Sie besagt, dass 2,6 Quadratmeter Absorberfläche pro Kilowatt Wärmepumpen-Heizleistung erforderlich sind. Das ist der Engineering-Standard der Industrie. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Eine 10 Kilowatt Wärmepumpe benötigt 26 Quadratmeter Absorberfläche. Das bedeutet 11 Viessmann SLK-Module à 2,34 Quadratmeter als typische Auslegung. Die Kosten betragen 4.700 bis 18.900 Euro komplett, je nach Systemgröße von 6 bis 18 Kilowatt Wärmepumpe. Die Installation macht 25 bis 30 Prozent der Gesamtkosten aus.
Das Wichtigste in Kürze
- 4 simultane Energiequellen ganzjährig: Sonne, Luftkonvektion, Kondensation, Niederschlag
- 91-97% optischer Wirkungsgrad: Keine Verglasung eliminiert Reflexionsverluste komplett
- 2,6 m²/kW Mindest-Dimensionierung: 10kW WP braucht 26m² = 11 Module zwingend erforderlich
- Viessmann SLK 60% Marktanteil: Quasi-Standard, Alternativen kaum verfügbar am Markt
- €4.700-18.900 Systemkosten: Material plus Installation für 6-18kW Systeme komplett
Was sind Solar-Luftabsorber und wie unterscheiden sie sich?
Solar-Luftabsorber sind unverglaste thermische Kollektoren, die spezialisiert sind auf Niedrigtemperatur-Wärmegewinnung. Sie sind primär für Eisspeicher-Wärmepumpen-Systeme konzipiert. Die Konstruktion verzichtet bewusst auf eine Glasabdeckung. Das steht im Gegensatz zu klassischen Solarthermie-Kollektoren und ermöglicht den direkten Luftkontakt mit der Absorberoberfläche.
Die Bauweise besteht aus schwarzen Aluminiumrohren, die mit einer selektiven Oberfläche beschichtet sind. Der Absorptionsgrad erreicht 95 Prozent für solare Strahlung. Die Rohre sind in zwei Ebenen übereinander angeordnet und hydraulisch verbunden. Das verdoppelt die effektive Wärmetauscherfläche auf 9,1 Quadratmeter pro Modul bei nur 2,34 Quadratmeter Grundfläche. Die Sole, ein Wasser-Glykol-Gemisch im Verhältnis 4:1, zirkuliert durch die Rohre. Sie transportiert die Wärme kontinuierlich zum Eisspeicher.
Der fundamentale Unterschied zu Solarthermie liegt in der Zieltemperatur und der Anwendung. Diese sind klar getrennt.
Solar-Luftabsorber Charakteristika:
- Die Zieltemperatur beträgt 20 bis 40°C niedrig für Eisspeicher-Regeneration
- Die unverglaste Bauweise ermöglicht Konvektion und Kondensation zusätzlich zur Strahlung
- Der Ganzjahresbetrieb funktioniert auch im Winter bei minus 10°C außen
- Die Anwendung ist ausschließlich auf Eisspeicher-Systeme spezialisiert
Solarthermie-Kollektoren Charakteristika:
- Die Zieltemperatur beträgt 60 bis 80°C hoch für Warmwasser-Bereitung
- Die Verglasung minimiert Wärmeverluste bei hohen Temperaturen
- Der Sommerbetrieb ist primär, im Winter ist die Effizienz gering wegen Einfrierungsgefahr
- Die Anwendung umfasst Warmwasser plus Heizungsunterstützung universal
Die Verwechslung beider Technologien ist ein häufiger Fehler. Das führt zu falschen Erwartungen an die Leistung. Ein Solar-Luftabsorber kann nicht effizient Warmwasser mit 60 Grad erzeugen. Umgekehrt kann Solarthermie nicht optimal einen Eisspeicher bei minus 5 Grad Außentemperatur regenerieren.
Welche vier Energiequellen nutzen Solar-Luftabsorber?
Die Multi-Source-Fähigkeit ist der Kern-Vorteil von Solar-Luftabsorbern. Sie macht sie überlegen gegenüber klassischer Solarthermie für die specifiche Eisspeicher-Anwendung.
Quelle 1: Direkte und diffuse Sonnenstrahlung
Die schwarze Absorberoberfläche absorbiert solare Photonen mit 95 Prozent Wirkungsgrad. Sie wandelt diese direkt in thermische Energie um. Die direkte Strahlung bei klarem Himmel liefert 600 bis 1.000 Watt pro Quadratmeter. Das ist Hochleistung an einem optimalen Sommer-Tag.
Die diffuse Strahlung bei bewölktem Himmel beträgt immer noch 100 bis 300 Watt pro Quadratmeter. Sie ist ganzjährig nutzbar. Der Vorteil der unverglasten Bauweise ist, dass die diffuse Strahlung nicht durch Glas-Reflexion um 8 bis 12 Prozent reduziert wird wie bei Solarthermie. Der volle Ertrag bleibt erhalten.
Quelle 2: Konvektive Luftwärme
Die Umgebungsluft gibt Wärme an die Absorber-Oberfläche ab, wenn der Absorber kälter ist als die Luft. Dies geschieht durch Konvektion, die vom Wind beschleunigt wird. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Bei einer Außentemperatur von 5 Grad Celsius und einem Absorber bei minus 2 Grad besteht eine Temperaturdifferenz von 7 Kelvin. Diese treibt einen Wärmefluss von 20 bis 40 Watt pro Quadratmeter an.
Die Windgeschwindigkeit verstärkt diesen Effekt massiv. Bei 3 Meter pro Sekunde Wind steigt der konvektive Wärmeübergang um 50 bis 80 Prozent gegenüber windstillen Bedingungen. Die unverglaste Bauweise ermöglicht maximalen Luftkontakt. Verglaste Kollektoren blockieren die Konvektion komplett, was ein Nachteil ist.
Quelle 3: Kondensationswärme aus Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit kondensiert auf der Absorber-Oberfläche, wenn die Absorber-Temperatur unter den Taupunkt sinkt. Das passiert typischerweise nachts oder früh morgens. Die latente Wärme der Kondensation beträgt 2.257 Kilojoule pro Kilogramm Wasser. Das entspricht 627 Kilowattstunden pro Kubikmeter, was enorm ist.
Ein praktisches Beispiel zeigt die messbare Größenordnung. Eine Lufttemperatur von 8 Grad mit 80 Prozent relativer Feuchte hat einen Taupunkt von 5 Grad. Das bedeutet, dass ein Absorber unter 5 Grad Feuchtigkeit kondensiert. Eine Kondensationsrate von 50 Gramm pro Quadratmeter und Stunde liefert 50 mal 2.257 = 112.850 Joule pro Quadratmeter und Stunde. Das entspricht 31 Watt thermischer Leistung zusätzlich.
Quelle 4: Niederschlags-Wärme durch Regen
Der Niederschlag in Form von Regen hat eine Temperatur von 8 bis 15 Grad Celsius. Er trifft auf den kälteren Absorber mit 0 bis 5 Grad und gibt durch direkten Kontakt effizient Wärme ab. Die Wärmekapazität von Wasser beträgt 4,19 Kilojoule pro Kilogramm und Kelvin. Das bedeutet, dass 1 Liter Regen mit 5 Kelvin Temperaturdifferenz 21 Kilojoule liefert. Das sind 5,8 Wattstunden Energie.
Die Niederschlagsmenge in Deutschland liegt bei 700 bis 1.200 Millimeter jährlich, regional unterschiedlich. Ein Absorber mit 26 Quadratmetern fängt bei 1.000 Millimeter Niederschlag 26 Kubikmeter Regen jährlich auf. Das entspricht 26.000 Litern. Die Gesamt-Energie beträgt 26.000 mal 5,8 Wattstunden bei 5 Kelvin Differenz = 150 Kilowattstunden jährlich. Das bedeutet 5 bis 8 Prozent der Gesamt-Regeneration, was relevant ist.
Die Kombination aller vier Quellen ermöglicht eine Ganzjahres-Regeneration. Auch bewölkte Winter-Tage ohne direkte Sonne liefern 15 bis 30 Prozent der Sommer-Leistung. Das ist ausreichend. Die klassische Solarthermie funktioniert nur mit Quelle 1, der Strahlung. Das limitiert sie stark und macht sie im Winter ineffektiv.
Warum erreichen Solar-Luftabsorber 91-97% Wirkungsgrad?
Der optische Wirkungsgrad definiert, welcher Anteil der auftreffenden Strahlung absorbiert und in thermische Energie umgewandelt wird. Die Solar-Luftabsorber erreichen 91 bis 97 Prozent laut dokumentiertem Viessmann SLK-Datenblatt. Solarthermie erreicht typischerweise nur 77 bis 86 Prozent.
Vorteil 1: Keine Verglasung eliminiert Reflexionsverluste
Die Glasabdeckung von Solarthermie-Kollektoren reflektiert 8 bis 12 Prozent der auftreffenden Strahlung zurück. Diese geht für die Energiegewinnung verloren. Die unverglaste Bauweise des Solar-Luftabsorbers hat keine Glas-Schicht. Das bedeutet direkte Absorption ohne Reflexions-Verluste bereits in der ersten Stufe.
Die Anti-Reflex-Beschichtung moderner Solarthermie-Gläser reduziert die Verluste auf 4 bis 6 Prozent minimal. Aber null ist physikalisch niemals erreichbar. Der Solar-Luftabsorber startet automatisch mit 100 Prozent Durchlass. Das ist ein Vorteil von 4 bis 12 Prozentpunkten.
Vorteil 2: Selektive Schwarzbeschichtung maximiert Absorption
Die Absorberoberfläche ist mit einer selektiven Farbe beschichtet. Sie hat einen Absorptionsgrad Alpha von 95 bis 97 Prozent für solare Wellenlängen von 300 bis 2.500 Nanometer. Der Emissionsgrad Epsilon beträgt nur 5 bis 10 Prozent für thermische Infrarot-Strahlung von 3.000 bis 30.000 Nanometer. Das minimiert die Wärmeverluste durch Abstrahlung.
Die Kombination aus hoher Absorption plus niedriger Emission ist ideal für thermische Kollektoren. Sie maximiert den Netto-Energiegewinn. Eine Standard-Schwarzfarbe ohne selektive Beschichtung hätte zwar Alpha 90 Prozent, aber Epsilon 85 Prozent. Das wäre ungünstig und würde nachts 70 bis 80 Prozent durch Abstrahlung verlieren.
Vorteil 3: Zwei-Ebenen-Konstruktion verdoppelt Fläche
Die Viessmann SLK-Module haben zwei hydraulisch verbundene Rohrebenen, die übereinander angeordnet sind. Das ist nicht eine Ebene wie bei Standard-Modellen. Die Grundfläche eines Moduls beträgt 2,34 Quadratmeter. Aber die effektive Wärmetauscherfläche erreicht 9,1 Quadratmeter durch beide Ebenen plus die Rohr-Innenflächen summiert.
Das Verhältnis von 9,1 zu 2,34 = 3,9-fach bedeutet, dass jeder Quadratmeter Dachfläche 3,9 Quadratmeter aktive Absorber-Oberfläche hat. Die Ein-Ebenen-Konstruktion älterer Modelle hatte nur ein Verhältnis von 2,0 bis 2,5. Das war deutlich schlechter in der Effizienz.
Die praktische Konsequenz ist eine höhere Leistung pro Quadratmeter installierter Fläche. Das spart Platz. Ein System mit 26 Quadratmeter Zwei-Ebenen-Bauweise hat effektiv 101 Quadratmeter Absorber-Fläche. Das entspricht einem 50 Quadratmeter Ein-Ebenen-System, ist aber kompakter.
Die Viessmann-Engineering-Formel besagt, dass 2,6 Quadratmeter Absorberfläche pro Kilowatt Wärmepumpen-Heizleistung erforderlich sind. Sie ist empirisch aus Feldtests entwickelt und optimiert worden. Die Formel garantiert eine ausreichende Regenerations-Kapazität des Eisspeichers über die gesamte Heizperiode. Das verhindert eine kritische Unterversorgung.
Berechnung für ein Standard-Einfamilienhaus
Die Heizlast eines Einfamilienhauses mit 150 Quadratmetern und guter Dämmung beträgt typischerweise 8 bis 12 Kilowatt. Das gilt bei einer Norm-Außentemperatur von minus 12 Grad. Die Wärmepumpe wird auf 10 Kilowatt Heizleistung dimensioniert als Standard-Größe. Das deckt 95 Prozent der Jahresheizlast ab.
Die Berechnung der erforderlichen Absorberfläche erfolgt mit der Formel: 10 Kilowatt × 2,6 m²/kW = 26 Quadratmeter minimale Absorberfläche erforderlich. Die Umsetzung mit Viessmann SLK-Modulen ergibt: 26 m² ÷ 2,34 m²/Modul = 11,1 Module. Das wird auf 11 Module aufgerundet als praktische Installation.
Die Alternative mit weniger Modulen ist riskant. Nur 8 Module installieren würde bedeuten: 8 × 2,34 = 18,7 Quadratmeter. Das sind nur 1,87 m²/kW statt 2,6 m²/kW. Das ist 28 Prozent Unterdimensionierung. Die Folgen zeigen sich nach 2 bis 3 Jahren: Der Eisspeicher regeneriert nicht vollständig im Sommer. Es bleiben 20 bis 30 Prozent Resteis. Das reduziert die JAZ progressiv von 5,5 auf 4,0 nach 5 Jahren kritisch.
Sicherheitspuffer einplanen
Die Praxis-Empfehlung ist konservativ. Es sollten 10 bis 15 Prozent mehr Absorberfläche installiert werden als das theoretische Minimum. Für das 10 Kilowatt Beispiel bedeutet das: 26 m² × 1,15 = 30 Quadratmeter mit Puffer. Das entspricht 13 Modulen statt 11. Die Mehrkosten betragen 2 × 1.100 Euro = 2.200 Euro Material plus 2 × 200 Euro = 400 Euro Installation. Gesamt sind das 2.600 Euro Mehrkosten.
Der Nutzen rechtfertigt diese Mehrkosten langfristig. Die vollständige Regeneration ist garantiert auch in ungünstigen Jahren mit wenig Sonnenschein. Die JAZ bleibt stabil bei 5,5 bis 6,0 über 15 bis 20 Jahre Betrieb. Die Alternative ohne Puffer führt zu JAZ-Degradation, die 200 bis 350 Euro jährlich mehr Stromkosten verursacht. Die Amortisation des Puffers erfolgt in 8 bis 13 Jahren durch vermiedene Mehrkosten.
Viessmann SLK: Der Quasi-Standard mit 60% Marktanteil
Das Viessmann SLK-System dominiert den deutschen Markt für Solar-Luftabsorber mit geschätzten 60 bis 70 Prozent Marktanteil. Es ist der Quasi-Standard mit über 30.000 Installationen seit der Markteinführung 2005 dokumentiert.
Technische Spezifikationen SLK-150
Das Standard-Modul SLK-150 hat folgende technische Daten:
Abmessungen und Gewicht:
- Grundfläche: 2,34 m² (2.400 × 975 mm)
- Effektive Absorberfläche: 9,1 m² durch Zwei-Ebenen-Konstruktion
- Bauhöhe: 90 mm flach für einfache Montage
- Gewicht leer: 32 kg pro Modul
- Gewicht befüllt: 37 kg inklusive 4,8 Liter Sole
Leistungsdaten:
- Optischer Wirkungsgrad: 94 bis 97 Prozent je nach Strahlungswinkel
- Wärmeträger-Volumen: 4,8 Liter pro Modul
- Betriebstemperatur-Bereich: minus 25°C bis plus 40°C
- Sole-Durchfluss: 50 bis 100 Liter pro Stunde optimal
Hydraulische Anbindung:
- Anschlüsse: DN20 (3/4 Zoll) mit Schnellkupplung
- Reihenschaltung: Bis 6 Module in Serie möglich
- Parallelschaltung: Mehrere Stränge kombinierbar
- Montage: Dach-Schienensystem oder Fassaden-Halterung
Material-Preise 2025/2026
Die Kosten für Viessmann SLK-Module variieren je nach Abnahmemenge und Händler:
Einzelmodul-Preise:
- 1-3 Module: €1.100 bis €1.300 pro Modul
- 4-8 Module: €1.000 bis €1.200 pro Modul (8-10% Rabatt)
- 9-15 Module: €900 bis €1.100 pro Modul (15-20% Rabatt)
- 16+ Module: €860 bis €1.000 pro Modul (20-25% Rabatt Großprojekt)
Zubehör-Kosten:
- Montagesystem Schrägdach: €200 bis €400 komplett für 8-12 Module
- Montagesystem Flachdach: €400 bis €800 mit Aufständerung
- Hydraulik-Set Verbinder: €150 bis €300 für bis zu 12 Module
- Sole-Befüllung: €80 bis €150 für 40 bis 80 Liter je nach Systemgröße
Die Gesamt-Material-Kosten für typische Systemgrößen betragen:
Systemgröße | Module | Material SLK | Montage | Hydraulik | Sole | TOTAL Material |
6 kW WP | 8 | €8.000-9.600 | €250 | €200 | €100 | €8.550-10.150 |
10 kW WP | 11 | €9.900-12.100 | €350 | €250 | €130 | €10.630-12.830 |
15 kW WP | 18 | €15.480-19.800 | €550 | €400 | €200 | €16.630-20.950 |
Alternativen zu Viessmann SLK
Die Alternativen sind begrenzt auf dem deutschen Markt:
Alukol Solar-Luft-Absorber:
- Schweizer Hersteller mit deutscher Vertretung
- Ähnliche technische Daten wie SLK
- Preis: 10 bis 15 Prozent höher als Viessmann
- Verfügbarkeit: Eingeschränkt, längere Lieferzeiten 8 bis 12 Wochen
Regionale Kleinanbieter:
- Verschiedene lokale Hersteller mit Limited Production
- Qualität variabel ohne langjährige Feldtests
- Preis: Teilweise günstiger, aber unsichere Ersatzteil-Versorgung
- Marktanteil: Zusammen unter 10 Prozent marginal
Die Empfehlung ist klar: Viessmann SLK verwenden trotz Premium-Preis. Der Grund ist die bewährte Technologie mit 20 Jahren Felddaten, die verfügbare Ersatzteil-Versorgung garantiert über Viessmann-Händlernetz und die Kompatibilität mit allen gängigen Eisspeicher-Systemen getestet.
Kosten-Aufstellung nach Systemgröße komplett
Die Gesamt-Investition für ein Solar-Luftabsorber-System umfasst Material, Installation und Inbetriebnahme. Die Kosten skalieren mit der Systemgröße proportional.
Kleines System: 6-8 kW Wärmepumpe
Rahmendaten:
- Einfamilienhaus 120 Quadratmeter Wohnfläche
- Wärmepumpe 6 bis 8 Kilowatt Heizleistung
- Eisspeicher 8 bis 10 Kubikmeter Volumen
- Solar-Luftabsorber 8 Module SLK-150
Kosten-Aufstellung detailliert:
Position | Kosten | Anteil |
8× SLK-Module | €8.000-9.600 | 68% |
Montagesystem Dach | €200-400 | 3% |
Hydraulik Verbinder | €200-300 | 2% |
Sole 38L Befüllung | €80-150 | 1% |
Material TOTAL | €8.480-10.450 | 74% |
Montage 8 Module | €1.600-2.400 | 17% |
Hydraulik-Anschluss | €400-600 | 4% |
Inbetriebnahme Test | €300-450 | 3% |
Installation TOTAL | €2.300-3.450 | 26% |
GESAMT-KOSTEN | €10.780-13.900 | 100% |
Die DIY-Einsparung bei Eigenleistung Montage beträgt 1.200 bis 2.000 Euro realistisch. Aber die Hydraulik-Anschlüsse müssen vom Fachbetrieb erfolgen für Gewährleistung zwingend.
Standard-System: 10-12 kW Wärmepumpe
Rahmendaten:
- Einfamilienhaus 150 Quadratmeter Wohnfläche
- Wärmepumpe 10 bis 12 Kilowatt Heizleistung
- Eisspeicher 12 bis 15 Kubikmeter Volumen
- Solar-Luftabsorber 11 bis 13 Module SLK-150
Kosten-Aufstellung für 11 Module:
Position | Kosten | Anteil |
11× SLK-Module | €9.900-12.100 | 67% |
Montagesystem Dach | €275-500 | 3% |
Hydraulik Verbinder | €250-400 | 2% |
Sole 53L Befüllung | €110-200 | 1% |
Material TOTAL | €10.535-13.200 | 73% |
Montage 11 Module | €2.200-3.300 | 19% |
Hydraulik-Anschluss | €500-800 | 4% |
Inbetriebnahme Test | €350-600 | 3% |
Installation TOTAL | €3.050-4.700 | 27% |
GESAMT-KOSTEN | €13.585-17.900 | 100% |
Das ist die häufigste Systemgröße mit etwa 50 Prozent aller Installationen in diesem Bereich konzentriert.
Großes System: 15-18 kW Wärmepumpe
Rahmendaten:
- Großes Einfamilienhaus oder Zweifamilienhaus 200+ Quadratmeter
- Wärmepumpe 15 bis 18 Kilowatt Heizleistung
- Eisspeicher 20 bis 25 Kubikmeter Volumen
- Solar-Luftabsorber 18 bis 20 Module SLK-150
Kosten-Aufstellung für 18 Module:
Position | Kosten | Anteil |
18× SLK-Module | €15.480-19.800 | 68% |
Montagesystem Dach | €450-720 | 2% |
Hydraulik Verbinder | €400-600 | 2% |
Sole 86L Befüllung | €180-300 | 1% |
Material TOTAL | €16.510-21.420 | 73% |
Montage 18 Module | €3.600-5.400 | 23% |
Hydraulik-Anschluss | €800-1.200 | 4% |
Inbetriebnahme Test | €400-700 | 2% |
Installation TOTAL | €4.800-7.300 | 27% |
GESAMT-KOSTEN | €21.310-28.720 | 100% |
Die großen Systeme machen etwa 15 Prozent des Marktes aus und sind typisch für Gewerbe oder Mehrfamilienhäuser.
Installation: Dach, Fassade oder Freifläche?
Die Montage-Option beeinflusst die Kosten und die Leistung erheblich. Jede Variante hat spezifische Vor- und Nachteile.
Schrägdach-Montage: Standard-Lösung
Die Montage auf einem geneigten Dach mit 25 bis 45 Grad Neigung ist die häufigste und günstigste Installations-Variante.
Ideale Bedingungen:
- Ausrichtung Süd 180 Grad optimal für maximale Sonneneinstrahlung
- Ausrichtung Südost 135 Grad oder Südwest 225 Grad akzeptabel mit 5 bis 15 Prozent Minderertrg
- Neigung 30 bis 40 Grad ideal für ganzjährigen Ertrag
- Keine Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude kritisch
Montage-Ablauf: Die Dach-Schienen werden mit Dachhaken an den Sparren befestigt. Das erfordert teilweise Ziegel-Entnahme für Zugang zu den Sparren. Die SLK-Module werden auf die Schienen aufgelegt und mit Klemmen fixiert. Die hydraulische Verbindung erfolgt mit Schnellkupplungen zwischen den Modulen. Die Vor- und Rücklauf-Leitungen werden zum Technikraum geführt mit Dachdurchführung gedämmt.
Kosten-Faktoren:
- Einfache Montage bei Standard-Dach: €150 bis €250 pro Modul komplett
- Komplexe Montage bei Sonderdach wie Schiefer oder Biberschwanz: €250 bis €400 pro Modul aufwendig
- Gerüst-Kosten: €800 bis €1.500 pauschal für Arbeitsschutz erforderlich
Vorteile: Niedrigste Installations-Kosten, optimale Ausrichtung möglich, kein zusätzlicher Platzbedarf am Boden, einfache Wartung vom Dach aus.
Nachteile: Dach-Statik muss ausreichend sein für 40 bis 60 Kilogramm pro Quadratmeter Zusatzlast, ästhetische Bedenken bei denkmalgeschützten Gebäuden möglich, Schnee-Ablagerung kann Leistung im Winter reduzieren 20 bis 40 Prozent.
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Flachdach-Montage: Mit Aufständerung
Die Montage auf einem Flachdach erfordert Aufständerungs-Gestelle, die die Module auf 30 bis 45 Grad neigen. Das erhöht die Kosten gegenüber der Schrägdach-Variante.
Befestigungs-Optionen:
- Ballastierung mit Betonplatten ohne Dach-Durchdringung für Abdichtung schonend kostet €400 bis €800 Material Ballast
- Verschraubung mit der Dach-Unterkonstruktion bei ausreichender Statik sicherer aber Abdichtung durchdringen muss kostet €300 bis €600 Material Halterungen
Ausrichtung optimieren: Die Gestelle können frei ausgerichtet werden unabhängig von der Gebäude-Orientierung. Das ermöglicht optimale Süd-Ausrichtung auch bei ungünstiger Gebäude-Lage. Der Abstand zwischen Modul-Reihen muss mindestens 1,5 bis 2,5 Meter betragen. Das verhindert gegenseitige Verschattung im Winter bei niedrigem Sonnenstand.
Kosten Flachdach-System:
- Aufständerungs-Gestelle: €50 bis €100 pro Modul Material
- Ballast Betonplatten: €30 bis €60 pro Modul schwer 80 bis 120 Kilogramm
- Montage aufwendiger: €200 bis €350 pro Modul Arbeitszeit höher
Vorteile: Optimale Ausrichtung unabhängig von Gebäude-Orientierung, keine Dach-Durchdringung bei Ballastierung schützt Abdichtung, einfacher Zugang für Wartung vom Dach aus.
Nachteile: Höhere Kosten durch Aufständerung, größerer Platzbedarf durch Verschattungs-Abstände 1,5-fach, Wind-Soglasten höher erfordern schwere Ballastierung, ästhetisch sichtbar vom Boden aus.
Fassaden-Montage: Vertikale Installation
Die Montage an einer vertikalen Gebäude-Fassade ist technisch möglich, aber mit Leistungs-Einbußen verbunden. Die Ertrags-Minderung beträgt 40 bis 50 Prozent gegenüber einer optimal geneigten Dach-Installation.
Geeignete Situationen:
- Kein Dach verfügbar bei Reihenhaus-Mittelposition ohne eigene Dachfläche
- Süd-Fassade vorhanden and unverschattet als einzige Option
- Architektonisches Konzept mit integrierten Fassaden-Elementen gewünscht
Installations-Besonderheiten: Die Halterungen müssen massiv an der Fassaden-Unterkonstruktion oder dem Mauerwerk befestigt werden. Die Wind-Soglasten sind höher als bei Dach-Montage. Die Leitungs-Führung ist einfacher, da kein Dachdurchstich erforderlich ist. Die Kosten betragen €250 bis €450 pro Modul durch aufwendige Befestigung.
Leistungs-Korrektur: Die Standard-Formel 2,6 m²/kW gilt für geneigte Installation. Bei vertikaler Fassaden-Montage muss die Fläche um 80 bis 100 Prozent erhöht werden. Das bedeutet 4,7 bis 5,2 m²/kW statt 2,6 m²/kW erforderlich. Eine 10 Kilowatt Wärmepumpe benötigt dann 47 bis 52 Quadratmeter Absorberfläche vertikal. Das entspricht 20 bis 22 Modulen statt 11 Modulen bei Dach-Montage. Die Mehrkosten sind erheblich.
Empfehlung: Fassaden-Montage nur wenn absolut keine Dach-Option verfügbar ist als letzte Alternative. Die Wirtschaftlichkeit ist fragwürdig durch doppelte Modul-Anzahl erforderlich.
Freistehende Energie-Zaun: Garten-Installation
Die Installation als freistehendes System im Garten ähnlich einem Zaun oder einer Lärmschutzwand ist eine elegante Lösung bei fehlendem Dach oder als zusätzliche Kapazität.
Konstruktion: Ein Rahmengestell aus verzinktem Stahl oder Aluminium trägt die Module vertikal oder geneigt 30 bis 60 Grad. Die Fundamente müssen frostfrei in 80 bis 120 Zentimeter Tiefe reichen. Das verhindert Hebung durch Frost-Ausdehnung. Die Mindest-Höhe beträgt 2 bis 2,5 Meter für ausreichende Wind-Stabilität bei geneigter Montage.
Kosten Fundament und Gestell:
- Punkt-Fundamente Beton: €150 bis €300 pro Stück, 4 bis 6 Stück erforderlich = €600 bis €1.800
- Stahl-Rahmengestell: €1.500 bis €2.500 Material je nach Größe
- Montage Gestell: €800 bis €1.500 Arbeitszeit Aufbau
- TOTAL Energie-Zaun Basis: €2.900 bis €5.800 zusätzlich zu SLK-Modulen
Vorteile: Keine Gebäude-Eingriffe erforderlich schont Bausubstanz, optimale Ausrichtung frei wählbar Süd ideal, kombinierbar mit Sichtschutz-Funktion Doppelnutzen, erweiterbar bei Bedarf einfach Module ergänzen.
Nachteile: Hohe Zusatz-Kosten für Fundamente und Gestell, Platzbedarf im Garten mindestens 15 bis 25 Quadratmeter, Genehmigung eventuell erforderlich bei Grenznähe Nachbar-Zustimmung, optisch dominant im Garten nicht für jeden akzeptabel.
Betriebsmodi: Direkt, Speicher, Parallel
Die Solar-Luftabsorber arbeiten in verschiedenen Modi, die automatisch von der Regelung gewählt werden. Das maximiert die Effizienz ganzjährig.
Modus 1: Direkte Speicher-Regeneration
Aktivierung: Dieser Modus ist aktiv, wenn die Sole aus den Absorbern wärmer ist als das Speicher-Wasser. Die Temperatur beträgt typischerweise 15 bis 35 Grad Celsius. Das passiert primär im Sommer bei sonnigen Tagen.
Funktionsweise: Die erwärmte Sole fließt vom Absorber zum Eisspeicher in die obere Zone. Dort schmilzt sie langsam das verbliebene Eis vom Winter. Die Schmelz-Wärme von 333 Kilojoule pro Kilogramm Eis wird dem Speicher zugeführt. Das erhöht die gespeicherte Energie-Menge kontinuierlich. Die abgekühlte Sole kehrt zu den Absorbern zurück für einen neuen Zyklus.
Zeitraum: Dieser Modus dominiert von April bis September mit 70 bis 90 Prozent der Betriebszeit. Die Regenerations-Leistung beträgt 3 bis 8 Kilowatt thermisch je nach Sonneneinstrahlung und Wetter.
Modus 2: Direkte Wärmepumpen-Speisung
Aktivierung: Dieser Modus wird gewählt, wenn die Absorber-Temperatur hoch genug ist für den direkten Wärmepumpen-Betrieb. Das bedeutet 8 bis 12 Grad Celsius minimal. Gleichzeitig wird Wärme im Haus benötigt für Heizung oder Warmwasser.
Funktionsweise: Die Sole umgeht den Eisspeicher komplett. Sie fließt direkt von den Absorbern zur Wärmepumpe als Wärmequelle. Die Wärmepumpe entzieht der Sole Energie und kühlt sie auf minus 3 bis plus 3 Grad ab. Die JAZ steigt dramatisch auf 6,0 bis 8,0, weil die Quellen-Temperatur sehr hoch ist verglichen mit normalem Eisspeicher-Betrieb bei 0 bis 4 Grad.
Zeitraum: Dieser Modus ist möglich an sonnigen Tagen im Frühjahr und Herbst März, April, September, Oktober wenn noch Heiz-Bedarf besteht. Die Betriebs-Stunden summieren sich auf 200 bis 400 Stunden jährlich. Trotz kurzer Dauer ist der Effizienz-Gewinn signifikant mit Einsparung 50 bis 120 Euro Strom jährlich.
Modus 3: Parallel-Betrieb
Aktivierung: Dieser Modus teilt die Absorber-Leistung auf. Ein Teil geht zur Speicher-Regeneration, ein Teil direkt zur Wärmepumpe. Das passiert in Übergangs-Zeiten April, Mai, September, Oktober.
Funktionsweise: Die Regelung steuert ein Drei-Wege-Ventil, das den Sole-Strom prozentual aufteilt. Typisch sind 50 Prozent Speicher plus 50 Prozent Wärmepumpe bei mittlerer Absorber-Leistung. Die Aufteilung wird dynamisch angepasst basierend auf Speicher-Füllstand und Wärme-Bedarf aktuell.
Vorteil: Die Parallel-Nutzung maximiert die Gesamt-Effizienz. Der Speicher wird regeneriert für den nächsten Winter, während gleichzeitig die aktuelle Heiz-Last mit hoher JAZ gedeckt wird. Die Gesamt-Jahresarbeitszahl profitiert um 0,3 bis 0,5 Punkte versus reine Speicher-Regeneration ohne direkten Modus.
Kraftdach-Kombination: PV plus Absorber
Die Kombination von Photovoltaik-Modulen und Solar-Luftabsorbern auf demselben Dach ist eine innovative Lösung. Sie maximiert die Energie-Ausbeute pro Quadratmeter Dachfläche durch Synergien.
Aufbau des Hybrid-Systems
Die PV-Module werden oberhalb der Solar-Luftabsorber montiert mit einem Abstand von 15 bis 25 Zentimetern. Die Absorber arbeiten als untere Schicht und nutzen die Wärme-Abstrahlung der PV-Module zusätzlich. Die PV-Module werden durch die kühlende Wirkung der Absorber auf niedrigerer Temperatur gehalten. Das erhöht ihren elektrischen Wirkungsgrad.
Technische Umsetzung: Das Montage-System benötigt spezielle Träger-Schienen, die beide Komponenten integrieren. Die Kosten für das Hybrid-Montagesystem betragen 30 bis 50 Prozent mehr als Standard-PV-Montage. Das sind etwa €150 bis €250 pro Quadratmeter installierter Fläche. Die hydraulischen Anschlüsse der Absorber müssen seitlich erfolgen, da der Zugang von oben durch die PV-Module blockiert ist.
Synergien und Effizienz-Gewinne
Vorteil 1: PV-Kühlung erhöht Strom-Ertrag: Photovoltaik-Module verlieren 0,4 bis 0,5 Prozent Leistung pro Grad Celsius Temperatur-Anstieg über 25 Grad Celsius Referenz. An heißen Sommer-Tagen erreichen ungekühlte Module 60 bis 70 Grad. Das reduziert die Leistung um 14 bis 18 Prozent Verlust. Die Absorber darunter kühlen die PV-Module auf 40 bis 50 Grad. Das reduziert den Verlust auf nur 6 bis 10 Prozent. Der Netto-Gewinn beträgt 4 bis 8 Prozent mehr Strom-Ertrag jährlich.
Vorteil 2: Absorber nutzen PV-Abwärme: Die PV-Module geben ihre Verlust-Wärme nach unten ab durch Strahlung und Konvektion. Die Absorber fangen diese Wärme auf als zusätzliche Energie-Quelle. Das erhöht die Absorber-Leistung um 10 bis 20 Prozent an sonnigen Tagen messbar.
Vorteil 3: Doppelte Flächen-Nutzung: Ein Quadratmeter Dachfläche produziert sowohl Strom als auch Wärme gleichzeitig. Die Gesamt-Energie-Ausbeute steigt um 15 bis 25 Prozent gegenüber PV allein oder Absorber allein auf gleicher Fläche.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Mehrkosten Kraftdach:
- Hybrid-Montagesystem: +€3.000 bis €5.000 für 20 bis 30 m² System
- Komplexere Installation: +€1.500 bis €3.000 Arbeitszeit höher
- TOTAL Mehrkosten: +€4.500 bis €8.000 versus separate Systeme
Mehrertrag:
- PV-Effizienz-Gewinn: +€80 bis €150 jährlich durch 4-8% mehr Strom
- Absorber-Leistung höher: +€50 bis €100 jährlich durch 10-20% mehr Wärme
- TOTAL Mehrertrag: +€130 bis €250 jährlich summiert
Amortisation: Die Mehrkosten amortisieren in €4.500 bis €8.000 ÷ €130 bis €250 = 18 bis 62 Jahren. Das ist sehr lang und wirtschaftlich grenzwertig. Die Kraftdach-Lösung lohnt primär wenn Dachfläche knapp ist und beide Systeme gewünscht sind auf limitiertem Raum zwingend kombiniert. Bei ausreichend Dachfläche ist getrennte Installation günstiger.
Überwachung und Fehlerdiagnose
Die Überwachung des Solar-Luftabsorber-Systems ist kritisch für die langfristige Performance. Einfache Monitoring-Maßnahmen decken die meisten Probleme frühzeitig auf.
Standard-Überwachung mit Temperatur-Sensoren
Mess-Punkte minimal: Die Mindest-Ausstattung umfasst drei Temperatur-Sensoren an strategischen Positionen. Der Sensor 1 misst die Vorlauf-Temperatur vom Absorber zum Speicher oder zur Wärmepumpe. Der Sensor 2 misst die Rücklauf-Temperatur vom System zurück zum Absorber. Der Sensor 3 misst die Absorber-Oberflächen-Temperatur direkt am Modul.
Auswertung der Temperaturen: Die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf zeigt die tatsächliche Wärme-Leistung an. Eine Differenz von 5 bis 15 Kelvin ist normal bei Betrieb. Eine Differenz unter 2 Kelvin deutet auf Probleme hin wie Luftblasen im Kreislauf oder verschmutzte Absorber-Oberfläche. Die Absorber-Oberflächen-Temperatur sollte tagsüber bei Sonne 15 bis 40 Grad erreichen. Werte unter 10 Grad bei Sonnenschein deuten auf defekte Sole-Zirkulation hin.
Häufige Probleme und Lösungen
Problem 1: Leistung plötzlich 30-50% niedriger
Die Symptome sind deutlich niedrigere Vorlauf-Temperatur trotz guter Wetterbedingungen. Die Ursache ist meistens Luft im Sole-Kreislauf nach Wartungs-Arbeiten oder bei Erst-Inbetriebnahme unvollständig entlüftet. Die Luftblasen reduzieren die Wärme-Übertragung massiv.
Die Lösung ist das Entlüften an den höchsten Punkten des Systems. Das sind typischerweise die obersten Absorber-Module auf dem Dach. Die Entlüftungs-Ventile werden geöffnet, bis blasenfreie Sole austritt. Der Vorgang muss bei laufender Pumpe erfolgen. Die Kosten betragen €200 bis €400 für einen Fachbetrieb. Die DIY-Durchführung ist möglich bei Zugang zum Dach sicher gewährleistet.
Problem 2: Sole-Verlust 5-10 Liter pro Jahr
Die Symptome sind sinkender Druck im Ausdehnungsgefäß messbar am Manometer. Der Füllstand muss jährlich nachgefüllt werden mit 5 bis 10 Litern Sole. Die Ursache ist meistens schleichende Undichtigkeit an Verschraubungen durch Temperatur-Zyklen. Die Verbindungen arbeiten und lockern sich minimal über Jahre.
Die Lösung ist das Nachziehen aller Verschraubungen mit Drehmoment-Schlüssel auf Hersteller-Vorgabe 20 bis 30 Newtonmeter. Die kritischen Punkte sind Modul-Verbindungen auf dem Dach und Anschlüsse im Technikraum. Die Kosten betragen €150 bis €300 für Fachbetrieb-Inspektion. Die präventive Wartung alle 3 bis 5 Jahre verhindert größere Lecks langfristig.
Problem 3: Absorber-Oberfläche verschmutzt
Die Symptome sind reduzierte Leistung schleichend über Monate. Die Verschmutzung durch Vogelkot, Pollen oder Staub reduziert den Absorptionsgrad von 95 Prozent auf 70 bis 80 Prozent messbar. Die schwarze Oberfläche wirkt grau oder fleckig visuell erkennbar.
Die Lösung ist die Reinigung mit Hochdruck-Reiniger 50 bis 80 Bar Wasserdruck vorsichtig. Die Düse muss mindestens 30 Zentimeter Abstand halten. Das verhindert Beschädigung der Oberfläche. Die Reinigung erfolgt von oben nach unten, damit Schmutzwasser abläuft. Die Kosten betragen €0 für DIY mit eigenem Gerät oder €200 bis €400 für Dachdecker mit Absturz-Sicherung professionell.
Problem 4: Frost-Schaden im Winter
Die Symptome sind plötzlicher Sole-Verlust massiv 20 bis 50 Liter oder geplatzte Rohre sichtbar. Die Ursache ist unzureichende Frostschutz-Konzentration unter 25 Prozent Glykol kritisch. Bei minus 15 bis minus 20 Grad gefriert die Sole und sprengt die Rohre durch Eis-Ausdehnung.
Die Prävention ist die Kontrolle der Glykol-Konzentration jährlich im Herbst vor Winter-Beginn. Die Messung erfolgt mit Refraktometer für €30 bis €80 Anschaffung oder Labor-Analyse für €50 bis €100 Service. Die Soll-Konzentration beträgt 30 bis 35 Prozent für Sicherheit bis minus 20 Grad ausreichend. Die Korrektur bei zu niedriger Konzentration kostet €100 bis €300 Material Glykol plus Arbeitszeit Nachfüllung.
Wartung und Lebensdauer langfristig
Die Wartungs-Anforderungen von Solar-Luftabsorbern sind minimal im Vergleich zu anderen System-Komponenten dokumentiert.
Jährliche Standard-Wartung
Sicht-Kontrolle Oberfläche: Die visuelle Inspektion der Absorber vom Boden aus oder vom Dach prüft auf sichtbare Schäden. Dazu gehören Verfärbungen, Verschmutzung oder mechanische Beschädigungen durch Hagel. Die Arbeitszeit beträgt 15 bis 30 Minuten Eigenleistung kostenlos.
Druck-Kontrolle System: Das Ablesen des Manometers am Ausdehnungsgefäß zeigt den Sole-Druck an. Der Soll-Wert beträgt 1,5 bis 2,5 Bar im kalten Zustand. Ein Abfall um mehr als 0,3 Bar pro Jahr deutet auf Leckage hin. Die Kontrolle dauert 2 Minuten alle 3 bis 6 Monate empfohlen.
Temperatur-Monitoring: Die Überprüfung der Temperatur-Werte bei Sonnenschein validiert die Funktion. Die Vorlauf-Temperatur sollte 20 bis 40 Grad erreichen bei klarem Himmel. Die Differenz zum Rücklauf sollte 5 bis 15 Kelvin betragen bei Betrieb. Die Auswertung erfolgt über die Wärmepumpen-Steuerung oder separate Anzeige.
Gesamt-Aufwand jährlich: Die Standard-Wartung beträgt 1 bis 2 Stunden Arbeitszeit Eigenleistung plus 0 bis 100 Euro Material bei Bedarf Sole-Nachfüllung. Die Beauftragung eines Fachbetriebs kostet 150 bis 300 Euro jährlich inklusive Protokoll-Erstellung.
Langzeit-Wartung alle 5-10 Jahre
Absorber-Reinigung intensiv: Die professionelle Reinigung der Absorber-Oberfläche mit speziellen Mitteln entfernt hartnäckige Ablagerungen. Die Arbeitszeit beträgt 3 bis 6 Stunden für 10 bis 15 Module durch Fachbetrieb. Die Kosten betragen €400 bis €800 komplett mit Anfahrt und Material.
Sole-Austausch komplett: Der vollständige Austausch der Sole nach 10 bis 15 Jahren erneuert die Frostschutz-Wirkung. Die Glykol-Degradation durch UV-Strahlung und Temperatur-Zyklen reduziert die Schutzwirkung langsam. Die Kosten betragen €200 bis €500 Material 80 bis 150 Liter plus €300 bis €600 Arbeitszeit Entleerung und Neubefüllung.
Dichtungs-Prüfung detailliert: Die Inspektion aller Verschraubungen und Dichtungen mit Dichtheitsprüfung unter Druck erfolgt alle 10 Jahre. Der Test mit 1,5-fachem Betriebsdruck für 4 Stunden deckt schleichende Lecks auf. Die Kosten betragen €300 bis €600 durch zertifizierten Fachbetrieb mit Protokoll.
Lebensdauer-Erwartung Komponenten
Absorber-Module: Die Viessmann SLK-Module haben eine dokumentierte Lebensdauer von mindestens 25 Jahren laut Hersteller-Angabe. Die Feld-Daten zeigen, dass viele Installationen aus den 2000er Jahren nach 20 Jahren noch voll funktionsfähig sind ohne Degradation messbar. Die Aluminium-Rohre sind korrosions-beständig. Die selektive Beschichtung verliert nach 25 bis 30 Jahren etwa 5 bis 10 Prozent Absorptionsgrad durch UV-Degradation minimal.
Hydraulik-Komponenten: Die Pumpen, Ventile und Verteiler haben eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren typisch. Die Pumpe ist das Verschleiß-Teil und muss nach 12 bis 18 Jahren ersetzt werden für €400 bis €800 inklusive Einbau. Die Ventile und Verschraubungen halten meist länger bei korrekter Installation.
Gesamt-System: Die Gesamt-Lebensdauer eines Solar-Luftabsorber-Systems beträgt realistisch 25 bis 30 Jahre. Das ist identisch mit der Lebensdauer des Eisspeicher-Tanks. Das bedeutet, dass beide Komponenten synchron altern und gemeinsam erneuert werden können nach einer Generation. Die Wärmepumpe selbst hält nur 15 bis 20 Jahre. Das bedeutet, dass die Absorber 1,5 bis 2 Wärmepumpen-Generationen überdauern. Sie sind die langlebigste Komponente im System.
Zukunfts-Entwicklungen und Markt-Trends
Trend 1: Höhere Effizienz durch nano-strukturierte Oberflächen
Die Forschung arbeitet an verbesserten selektiven Beschichtungen mit nano-strukturierten Oberflächen. Diese erreichen Absorptionsgrade Alpha von 98 Prozent versus aktuell 95 bis 97 Prozent. Der Emissionsgrad Epsilon sinkt auf 3 bis 4 Prozent versus aktuell 5 bis 10 Prozent. Die Kombination verbessert den Netto-Wirkungsgrad um 3 bis 5 Prozentpunkte absolut.
Die Verfügbarkeit wird für 2028 bis 2030 erwartet in kommerziellen Produkten. Die Mehrkosten betragen geschätzt 15 bis 25 Prozent auf Material-Preis. Für ein 11-Module-System sind das zusätzlich €1.650 bis €3.025 Mehrkosten. Der Performance-Gewinn amortisiert diese in 12 bis 20 Jahren durch höheren Ertrag.
Trend 2: Farbige Absorber für Gebäude-Integration
Die schwarze Farbe der aktuellen Absorber ist funktional optimal, aber ästhetisch limitierend. Die Entwicklung farbiger Beschichtungen in Anthrazit, Silber oder Bronze ermöglicht bessere Architektur-Integration. Die Absorptionsgrade sinken auf 88 bis 92 Prozent bei farbigen Varianten. Das ist 3 bis 7 Prozentpunkte niedriger als Schwarz.
Die Verfügbarkeit wird ab 2026 bis 2027 erwartet für Anthrazit als erste Farbe. Die Mehrkosten betragen 20 bis 30 Prozent Aufpreis auf Standard-Module. Die Zielgruppe sind urbane Projekte mit strengen Denkmalschutz-Auflagen oder Design-orientierten Bauherren.
Trend 3: Smart Monitoring mit IoT-Integration
Die Integration von IoT-Sensoren Temperatur, Durchfluss, Druck an jedem Modul ermöglicht präzises Performance-Monitoring. Die Daten werden via LoRaWAN oder NB-IoT zur Cloud-Plattform übertragen. Die Machine-Learning-Algorithmen analysieren Trends und erkennen Probleme frühzeitig. Die Wartung wird proaktiv statt reaktiv optimiert.
Die Verfügbarkeit ist bereits in Pilot-Projekten 2025 bis 2026 getestet. Die Kosten für Sensor-Nachrüstung betragen €100 bis €150 pro Modul inklusive Gateway. Für ein 11-Module-System sind das €1.100 bis €1.650 Investment. Der ROI beträgt 5 bis 8 Jahre durch vermiedene Ausfälle plus Effizienz-Optimierung 2 bis 4 Prozent Mehrertrag.
Markt-Wachstum Deutschland
Die Solar-Luftabsorber sind aktuell eine Nischen-Technologie mit etwa 800 bis 1.200 Neuinstallationen jährlich in Deutschland geschätzt. Das entspricht nur 2 bis 3 Prozent aller Wärmepumpen-Installationen. Die Kopplung an Eisspeicher-Systeme limitiert das Markt-Potenzial, da Eisspeicher selbst nur 1 bis 2 Prozent Marktanteil haben.
Die Prognose zeigt moderates Wachstum auf 1.500 bis 2.500 Installationen jährlich bis 2030. Die Treiber sind steigende Energie-Preise, die hohe
JAZ von Eisspeicher-Systemen attraktiver machen, und GEG-2024-Anforderungen, die effiziente Systeme fördern. Die Limitierung bleibt der Platzbedarf für Eisspeicher plus Absorber, der viele urbane Grundstücke ausschließt.
Zusammenfassung: Wann lohnen sich Solar-Luftabsorber?
Solar-Luftabsorber sind eine spezialisierte Komponente für
Eisspeicher-Wärmepumpen-Systeme. Sie sind keine universelle Lösung, sondern optimiert für diese spezifische Anwendung.
Empfohlen wenn:
- Ein Eisspeicher-System geplant ist oder bereits installiert ist zwingend erforderlich
- Das Dach Süd-ausgerichtet ist mit 25 bis 45 Grad Neigung optimal
- Die Dachfläche mindestens 30 bis 50 Quadratmeter verfügbar hat für 11 bis 18 Module
- Das Budget 13.000 bis 29.000 Euro für Absorber plus Eisspeicher plus Wärmepumpe komplett erlaubt
- Die Ziel-JAZ über 5,5 liegen soll mit maximaler Effizienz gewünscht
Nicht empfohlen wenn:
- Kein Eisspeicher geplant ist, dann sind Absorber nutzlos ohne Speicher
- Das Dach Nord-ausgerichtet ist oder stark verschattet, dann unter 40 Prozent Leistung
- Die Dachfläche unter 25 Quadratmeter verfügbar ist, dann Unterdimensionierung zwingend
- Das Budget limitiert ist unter 25.000 Euro Gesamt-System, dann Luft-Wasser günstiger
Die Solar-Luftabsorber sind der Schlüssel zu höchster Effizienz bei Eisspeicher-Systemen. Sie ermöglichen Jahresarbeitszahlen von 5,5 bis 7,0, die alle anderen Wärmepumpen-Typen übertreffen. Die Investition ist hoch, aber die Betriebskosten sind minimal mit 400 bis 700 Euro jährlich Strom für Heizung plus Warmwasser bei 150 Quadratmeter Wohnfläche. Die Amortisation erfolgt in 15 bis 25 Jahren gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen. Für Bauherren mit passenden Rahmenbedingungen sind Solar-Luftabsorber die erste Wahl für maximale Effizienz langfristig.
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