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Mitsubishi Ecodan Zubadan R32 2026: Technik, Preise und Förderung

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Das Wichtigste in Kürze

  • Flash-Injection-Technologie: Die patentierte Zubadan-Verdichtertechnik hält die Heizleistung laut Datenblatt bis -15°C auf Nennniveau (8,0 kW bei A-15/W35 ebenso wie bei A2/W35 beim Außengerät PUD-SHWM80YAA).
  • Vorlauftemperatur bis 60°C: Die Zubadan-Split-Technik erreicht laut Hersteller-Datenblatt maximal 60°C Vorlauftemperatur – oft ausreichend für Altbau-Heizkörper ohne Austausch.
  • Effizienzklasse A+++: Bei 35°C Vorlauf erreicht das Modell einen SCOP von 4,45 (Klasse A+++), bei 55°C Vorlauf sinkt der SCOP auf 3,35 (Klasse A++).
  • Leiser Betrieb: Der Schallleistungspegel liegt bei 56 dB(A), der Schalldruckpegel im Heizbetrieb bei rund 42 dB(A).
  • Kältemittel R32: Werksseitig sind 1,4 kg R32 (GWP 675) vorgefüllt; Leitungslänge und Höhenunterschied zwischen Innen- und Außeneinheit sind jeweils bis 30 Meter zulässig.
  • KfW-Förderung 2026: Die Grundförderung liegt bei 30%, mit Boni sind in der Regel bis zu 70% der förderfähigen Kosten möglich (für einkommensschwache Selbstnutzer bis zu 80%) – gedeckelt auf maximal 28.000 Euro für die erste Wohneinheit (max. rund 19.600 Euro, bei 80% bis 22.400 Euro Zuschuss).
  • Leistungsspektrum: Die Ecodan-Zubadan-Baureihe deckt am Markt grob den Bereich von rund 6 bis 14 kW ab; unabhängig verifizierte Datenblatt-Werte liegen in diesem Artikel für das 8-kW-Außengerät PUD-SHWM80YAA vor.

Was ist die Mitsubishi Ecodan Zubadan und wie funktioniert die Technologie?

Mitsubishi Ecodan ist die Luft-Wasser-Wärmepumpen-Baureihe von Mitsubishi Electric für Ein- und Mehrfamilienhäuser. „Zubadan" bezeichnet dabei eine patentierte Verdichter- und Einspritztechnologie (Flash-Injection) innerhalb der Ecodan-Baureihe, die als „Zubadan Inverter"-Gerätevarianten angeboten wird und gezielt für kalte Klimazonen und hohe Vorlauftemperaturen entwickelt wurde – keine eigenständige Markenfamilie außerhalb von Ecodan. Das System ist als Split-Bauweise aufgebaut: Eine Außeneinheit mit Verdichter und Verdampfer wird über Kältemittelleitungen mit einer Hydromodul-Inneneinheit verbunden, die typischerweise Plattenwärmetauscher, Regelung und Umwälzpumpen für die Heizkreise enthält; ein Pufferspeicher kann je nach gewähltem Systemset integriert oder separat ausgeführt sein. Zielgruppe sind vor allem Altbauten mit Bestandsheizkörpern, die höhere Vorlauftemperaturen benötigen als moderne Fußbodenheizungen im Neubau.

Wie funktioniert die Zubadan Flash-Injection-Technologie?

Bei Wärmepumpen ohne Zubadan-Technologie sinkt die Verdampfertemperatur bei niedrigen Außentemperaturen ab. Dadurch steht dem Verdichter weniger gasförmiges Kältemittel zur Verfügung, und die Heizleistung nimmt tendenziell ab. Die patentierte Flash-Injection spritzt zusätzliches, unter hohem Druck stehendes Kältemittel direkt in den Verdichtungsprozess ein und stabilisiert so den Kältemittel-Durchsatz auch bei tiefen Außentemperaturen. Laut Hersteller-Datenblatt zum Außengerät PUD-SHWM80YAA bleibt die Heizleistung dadurch bis -15°C nahezu auf Nennniveau erhalten: Sowohl bei A-15/W35 als auch bei A2/W35 werden 8,0 kW erreicht. Der dokumentierte Betriebsbereich für den Heizbetrieb reicht laut Datenblatt von -28°C bis +24°C Außentemperatur. Wichtig für die Praxis: Das ist eine Datenblatt-Kennlinie unter Normbedingungen, keine unbedingte Garantie für jede individuelle Anlage – die tatsächlich erreichte Leistung hängt zusätzlich von korrekter Dimensionierung und einem durchgeführten hydraulischen Abgleich ab.

Welche Leistungsgrößen gibt es und welche passt zu meinem Altbau?

Am Markt wird die Ecodan-Zubadan-Baureihe in mehreren Leistungsklassen angeboten, die grob den Bereich von etwa 6 bis 16 kW abdecken – von kompakten Geräten für teilsanierte Altbauten bis zu großen Einheiten für unsanierte oder sehr große Gebäude. Unabhängig verifizierte Datenblatt-Werte liegen im Rahmen dieses Artikels ausschließlich für das Außengerät PUD-SHWM80YAA vor, das bei A2/W35 eine Nennleistung von 8,0 kW liefert. Für andere Leistungsklassen sollten Interessenten die aktuellen Herstellerunterlagen beim Fachbetrieb anfordern, da sich Modellbezeichnungen und Kennwerte über die Zeit ändern können und ältere Übersichten teils veraltete Zuordnungen enthalten.

Wie dimensioniere ich die passende Leistung?

Die Dimensionierung orientiert sich an der Gebäude-Heizlast bei der regionalen Norm-Außentemperatur. Als groben Anhaltspunkt gilt: unsanierte Altbauten benötigen häufig rund 120-160 W/m², teilsanierte Gebäude mit neueren Fenstern etwa 80-120 W/m², nach EnEV 2014 sanierte Häuser rund 45-65 W/m² und gut sanierte Altbauten mit KfW-Standard meist unter 40 W/m², häufig im Bereich von etwa 15-30 W/m². Für ein 150 m² großes, unsaniertes Haus ergibt sich daraus überschlägig eine Heizlast von rund 18-24 kW. Vor der Auswahl sollte zusätzlich geprüft werden, bei welcher Vorlauftemperatur die vorhandenen Heizkörper im kritischsten Raum – meist der mit dem kleinsten Heizkörper – noch ausreichend Leistung liefern. Reicht 60°C Vorlauf aus, ist die Zubadan-Split-Technik grundsätzlich geeignet, da sie diese Temperatur laut Datenblatt erreicht. Eine verbindliche Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb ersetzt diese Faustregeln nicht, insbesondere weil ein zu klein gewähltes Gerät den Effizienzvorteil der Flash-Injection wieder zunichtemachen kann.

Welche technischen Daten hat das Zubadan-Außengerät PUD-SHWM80YAA?

Die folgende Tabelle fasst die Kennwerte zusammen, die im Hersteller-Datenblatt zum Zubadan-Außengerät PUD-SHWM80YAA (R32) dokumentiert sind. Diese Werte gelten für dieses konkrete 8-kW-Modell und lassen sich nicht ohne Weiteres auf größere oder kleinere Geräte der Baureihe übertragen, da sich Wirkungsgrade und Leistungskennlinien je Modellgröße unterscheiden.
KennwertWert
Heizleistung bei A2/W358,0 kW
Heizleistung bei A-15/W358,0 kW
COP bei A2/W35rund 3,2-3,3
SCOP bei 35°C Vorlauf4,45 (Klasse A+++)
SCOP bei 55°C Vorlauf3,35 (Klasse A++)
Maximale Vorlauftemperatur60°C
Betriebsbereich Heizen-28°C bis +24°C
Betriebsbereich Warmwasser-28°C bis +35°C
KältemittelR32, GWP 675
Kältemittel-Füllmenge werkseitig1,4 kg
Max. Leitungslänge Innen/Außen30 m
Max. Höhenunterschied Innen/Außen30 m
Schallleistungspegel56 dB(A)
Schalldruckpegel (Heizbetrieb)rund 42 dB(A)

Wie laut ist die Mitsubishi Ecodan Zubadan im Betrieb?

Der Schallleistungspegel des Außengeräts PUD-SHWM80YAA liegt laut Datenblatt bei 56 dB(A), der Schalldruckpegel im Heizbetrieb bei rund 42 dB(A). Der Unterschied zwischen beiden Werten ist wichtig: Der Schallleistungspegel beschreibt die insgesamt abgestrahlte Schallenergie der Quelle, der Schalldruckpegel den tatsächlich in einem bestimmten Abstand messbaren Pegel, der mit zunehmender Entfernung zur Wärmepumpe weiter abnimmt. Damit liegt das Gerät im unteren, leiseren Bereich vergleichbarer Luft-Wasser-Wärmepumpen. Ob der reale Betrieb an der Grundstücksgrenze als störend wahrgenommen wird, hängt zusätzlich vom Aufstellort, dem Untergrund, eventuellen Schallreflexionen an Hauswänden und dem Abstand zur Nachbargrenze ab. Bei sehr engem Abstand zu Nachbargrundstücken kann trotz niedriger Herstellerwerte eine Lärmkonflikt-Situation entstehen, insbesondere wenn keine schwingungsentkoppelte Montage auf Vibrationsdämpfern erfolgt. Details zu zulässigen Abständen und Grenzwerten sollten vorab mit dem Fachbetrieb und gegebenenfalls der Gemeinde geklärt werden.

Was kostet die Mitsubishi Ecodan Zubadan und wie hoch ist die Förderung 2026?

Die Anschaffungskosten für Außeneinheit und Hydromodul zusammen sowie die Installationskosten variieren stark nach Installationsbetrieb, Region und Gebäudesituation. Als groben Anhaltspunkt gilt, dass größere Modelle der Baureihe (14-16 kW) häufig einige Tausend Euro über den Preisen der kleinsten 6-kW-Ausführung liegen; konkrete, verlässlich verifizierte Preislisten für alle Leistungsklassen liegen für diesen Artikel nicht vor. Interessenten sollten sich mehrere Angebote von zertifizierten Fachbetrieben einholen, da Gerätepreis, Installationsaufwand für Kältemittelleitungen, Elektroanschluss und hydraulischen Abgleich sowie regionale Lohnkosten den Gesamtpreis stärker beeinflussen als der reine Modellname.
Seit der neuen BEG-Richtlinie für Einzelmaßnahmen, die für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gilt, läuft die Heizungsförderung für Wärmepumpen über die KfW im Programm 458. Anträge nach den bis dahin geltenden, älteren Konditionen mussten spätestens bis zum 20. Juli 2026, 20:00 Uhr gestellt werden. Die Grundförderung beträgt 30% der förderfähigen Kosten; über einen Einkommensbonus und einen Klimageschwindigkeitsbonus sind weitere Zuschläge möglich, sodass in der Regel bis zu 70% der förderfähigen Kosten erreichbar sind – für selbstnutzende Eigentümer mit niedrigem zu versteuerndem Haushaltseinkommen (bis 30.000 bzw. mit Familienbonus bis 40.000 Euro) sind seit dem 21. Juli 2026 sogar bis zu 80% möglich. Die förderfähigen Kosten sind für die erste Wohneinheit auf 28.000 Euro begrenzt, woraus sich ein maximaler Zuschuss von rund 19.600 Euro (bei 70%) beziehungsweise bis zu 22.400 Euro (bei 80% für einkommensschwache Selbstnutzer) ergibt. Grundsätzlich bleiben elektrisch angetriebene Wärmepumpen mit dem Kältemittel R32 weiterhin förderfähig; ab dem 1. Januar 2028 sollen laut den aktuellen Regelungen jedoch nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln gefördert werden. Mehr Details zur neuen Förderstruktur liefert der Beitrag zum KfW-Update 2026.
Förder-BausteinWert/Regelung 2026
Grundförderung (KfW 458)30% der förderfähigen Kosten
Maximale Gesamtförderung mit Bonibis zu 70% (bis zu 80% für einkommensschwache Selbstnutzer)
Förderfähige Kosten pro Wohneinheitmax. 28.000 Euro (erste Wohneinheit)
Maximaler Zuschuss pro Wohneinheitrund 19.600 Euro (bis 22.400 Euro bei 80%-Satz)
Gültigkeit neue BEG-RichtlinieAnträge ab 21.07.2026
Frist für alte KonditionenAnträge bis 20.07.2026, 20:00 Uhr
Zuständigkeit HeizungsförderungKfW (BAFA: Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung)
Mindestinvestition Einzelmaßnahmei.d.R. 300 Euro brutto
Effizienzbonus (5%) für Wärmepumpenentfällt seit 21.07.2026
Smart-Meter-AnforderungAnschlussfähigkeit an zertifiziertes Smart-Meter-Gateway seit 01.02.2025; separate §14a-EnWG-Pflicht für steuerbare Verbraucher ab 4,2 kW Anschlussleistung
Förderfähigkeit R32-Wärmepumpenweiterhin grundsätzlich förderfähig

Zubadan-Split oder R290-Monoblock: Welche Variante passt zu meinem Altbau?

Neben der R32-Zubadan-Split-Technik bieten viele Hersteller inzwischen auch Monoblock-Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel Propan (R290) an. Der grundsätzliche Unterschied liegt in der Bauweise: Bei der Split-Technik sind Innen- und Außeneinheit über Kältemittelleitungen verbunden, bei Monoblock-Geräten befindet sich der komplette Kältekreis in der Außeneinheit, und ins Haus führen nur wassergefüllte Leitungen. Das reduziert den Aufwand für Kältemittelarbeiten im Gebäude, ändert aber nichts daran, dass die Installation der Außeneinheit selbst weiterhin einem zertifizierten Kälte-Fachbetrieb vorbehalten ist. R32 hat ein Treibhauspotenzial (GWP) von 675, während R290 als natürliches Kältemittel mit deutlich niedrigerem Treibhauspotenzial gilt. Für die Wartung des Kältekreises braucht der Betreiber selbst keinen Kälteschein, Arbeiten am Kältemittelkreislauf dürfen aber ausschließlich zertifizierte Fachbetriebe durchführen – unabhängig davon, ob es sich um ein Split- oder Monoblock-System handelt. Bei der KfW-Förderung gibt es keinen speziellen Kältemittel-Bonus; maßgeblich sind Grundförderung und die verfügbaren Zusatzboni, unabhängig davon, ob R32 oder R290 verwendet wird.
AspektR32 Zubadan SplitR290 Monoblock
BauweiseGetrennte Innen-/Außeneinheit mit KältemittelleitungenKompletter Kältekreis in einer Außeneinheit, nur Wasserleitungen ins Haus
KältemittelR32, GWP 675R290 (Propan), natürliches Kältemittel mit sehr niedrigem Treibhauspotenzial
Maximale Vorlauftemperatur (Zubadan-Modell)meist 60°C laut Datenblatt, bei einzelnen Power-Inverter-Varianten mit R32 bis 68-70°Cmodellabhängig, teils höher
Installation/Wartung KältekreisNur durch zertifizierten Kälte-FachbetriebNur durch zertifizierten Kälte-Fachbetrieb
KfW-FörderungGrundförderung plus Boni, kein Kältemittel-BonusGrundförderung plus Boni, kein Kältemittel-Bonus

Welche Probleme treten in der Praxis auf und wie lassen sie sich lösen?

Der Heizstab läuft häufiger als erwartet

Ein häufig genannter Praxis-Punkt ist ein spürbar aktiver Heizstab trotz Zubadan-Technik. Typische Ursachen sind eine zu kalte Rücklauftemperatur durch fehlenden hydraulischen Abgleich, eine im Verhältnis zur tatsächlichen Gebäude-Heizlast unterdimensionierte Wärmepumpe oder eine unnötig hoch eingestellte Vorlauftemperatur aus Gewohnheit früherer Gasheizungen. In allen drei Fällen hilft es, zunächst Heizkurve und hydraulischen Abgleich durch einen Fachbetrieb prüfen zu lassen, bevor über einen Gerätewechsel nachgedacht wird.

Die Außeneinheit wird alle paar Stunden kurz warm (Abtauzyklen)

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Bei Außentemperaturen zwischen etwa 0°C und +5°C bildet sich Frost auf den Verdampfer-Lamellen, den die Wärmepumpe periodisch durch kurze Abtauzyklen entfernt. Das ist ein normaler Betriebsvorgang und kein Defekt; während dieser kurzen Phasen wird vorübergehend nicht geheizt, was den Raumtemperaturverlauf kaum spürbar beeinflusst.

WLAN-Verbindung zur App bricht ab

Bricht die Verbindung zur Steuerungs-App ab, liegt die Ursache meist an der Router-Frequenz oder einer instabilen Kabelverbindung am WLAN-Adapter im Hydromodul. Ein Neustart des Adapters, die Nutzung eines separaten 2,4-GHz-Netzes und die Prüfung der Steckverbindung an der Serviceklappe lösen das Problem in den meisten Fällen ohne Technikereinsatz.

Taktbetrieb (häufiges An- und Ausschalten)

Schaltet die Wärmepumpe ungewöhnlich oft ein und aus, ist häufig der Pufferspeicher zu klein für die Gebäudegröße dimensioniert, oder die Inverter-Modulation ist falsch konfiguriert. Ein Fachbetrieb kann prüfen, ob ein größerer externer Pufferspeicher oder eine Anpassung der Regelparameter die Taktung reduziert und so Verschleiß und Effizienzverluste vermeidet.

Wie schneidet die Mitsubishi Ecodan Zubadan in Tests und Erfahrungsberichten ab?

Bei unabhängigen Vergleichstests von Luft-Wasser-Wärmepumpen ist entscheidend, unter welcher Vorlauftemperatur getestet wird. Ein Gerät, das bei 35°C Vorlauf gemessen wird, wie er typisch für Fußbodenheizungen im Neubau ist, erzielt naturgemäß einen besseren COP als bei 50-60°C Vorlauf, wie ihn unsanierte Altbauten mit Bestandsheizkörpern benötigen – dieser Effekt betrifft grundsätzlich alle Hersteller gleichermaßen. Wer Testergebnisse verschiedener Wärmepumpen vergleicht, sollte deshalb genau prüfen, ob die zugrunde gelegte Vorlauftemperatur zur eigenen Heizsituation passt; ein pauschales Gesamtranking über alle Vorlauftemperaturen hinweg sagt wenig darüber aus, wie sich ein Gerät im eigenen Altbau tatsächlich verhält. Einen laufend aktualisierten Überblick zu Stiftung-Warentest-Ergebnissen verschiedener Wärmepumpen-Hersteller bietet der Beitrag zu Wärmepumpen-Testsiegern. In Foren und Erfahrungsberichten wird bei der Zubadan-Technik häufig die stabile Leistung bei tiefen Außentemperaturen sowie die niedrige Betriebslautstärke positiv erwähnt; kritisch angesprochen werden gelegentlich der Anschaffungspreis und die regional unterschiedliche Verfügbarkeit von Servicepartnern.

Häufige Fragen zur Mitsubishi Ecodan Zubadan

Brauche ich für Wartung und Installation einen Kälteschein?

Als Eigentümer benötigen Sie selbst keinen Kälteschein. Arbeiten am Kältemittelkreislauf – etwa das Verlegen und Befüllen der Leitungen zwischen Außen- und Hydromodul-Inneneinheit – dürfen aber ausschließlich zertifizierte Kälte-Fachbetriebe durchführen. Reine Bedien- und Programmieraufgaben über die Steuerungs-App sind davon nicht betroffen und können vom Eigentümer selbst vorgenommen werden.

Wie viel Strom verbraucht die Mitsubishi Ecodan Zubadan im Winter?

Der tatsächliche Verbrauch hängt stark von Gebäude, Vorlauftemperatur und Witterung ab; die folgende Rechnung zeigt ein Beispiel mit den verifizierten SCOP-Werten des Modells PUD-SHWM80YAA. Bei einem beispielhaften Jahres-Wärmebedarf von 18.000 kWh und einem SCOP von 3,35 bei 55°C Vorlauf ergibt sich ein Jahresstromverbrauch von rund 5.370 kWh. Bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 39,92 Cent pro kWh (Destatis, 1. Halbjahr 2025) entspricht das Stromkosten von rund 2.145 Euro pro Jahr. Bei niedrigerer Vorlauftemperatur und damit höherem SCOP von 4,45 sinkt der Strombedarf im selben Rechenbeispiel auf rund 4.045 kWh beziehungsweise etwa 1.615 Euro pro Jahr.

Was bedeutet der SCOP-Wert konkret?

Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) beschreibt die saisonale Effizienz über eine komplette Heizperiode und ist realistischer als ein einzelner Momentan-COP. Für das Modell PUD-SHWM80YAA liegt der SCOP laut Datenblatt bei 4,45 für die Niedertemperaturanwendung mit 35°C Vorlauf (Energieeffizienzklasse A+++) und bei 3,35 für 55°C Vorlauf (Klasse A++). Je höher die im eigenen Gebäude benötigte Vorlauftemperatur, desto niedriger fällt der reale SCOP aus – das gilt für alle Luft-Wasser-Wärmepumpen, nicht nur für Mitsubishi-Geräte.

Bleibt die Heizleistung bei -20°C wirklich stabil?

Der von Mitsubishi dokumentierte Betriebsbereich für den Heizbetrieb reicht laut Datenblatt von -28°C bis +24°C Außentemperatur. Innerhalb dieses Bereichs hält die Flash-Injection-Technologie die Heizleistung nahe am Nennniveau, wie die Datenblatt-Werte bei A-15/W35 mit bis zu 8,8 kW zeigen. Eine unbedingte 100-Prozent-Garantie für jede individuelle Anlage lässt sich daraus jedoch nicht ableiten: Korrekte Dimensionierung, ein durchgeführter hydraulischer Abgleich und ein technisch einwandfreier Zustand der Anlage sind Voraussetzung dafür, dass die Datenblatt-Werte in der Praxis auch erreicht werden.

Brauche ich für eine kleine Wärmepumpe einen Smart Meter?

Seit der BEG-Novelle, die für Anträge ab dem 21. Juli 2026 gilt, müssen neu eingebaute, geförderte Wärmepumpen für ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) vorbereitet sein beziehungsweise ein solches nach Inbetriebnahme bestellt werden; eine speziell auf Wärmepumpen unter 4,2 kW begrenzte BEG-Regel existiert dabei nicht. Die 4,2-kW-Schwelle stammt aus der separaten Smart-Meter-Pflicht für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG. Die hier beschriebenen Zubadan-Modelle liegen mit rund 6 bis 14 kW ohnehin über dieser Schwelle, sodass diese Pflicht für sie in der Regel nicht relevant ist. Betroffen von der §14a-Pflicht sind vor allem sehr kleine Wärmepumpen, etwa für einzelne Wohnungen oder stark sanierte, kleine Gebäude.

Welchen Abstand muss ich zur Nachbargrenze einhalten?

Der zulässige Abstand richtet sich nach Landesbauordnung, örtlichem Bebauungsplan und den Lärmschutz-Anforderungen am jeweiligen Immissionsort. Da sich die Regelungen zwischen Bundesländern und Gemeinden unterscheiden, sollte der genaue Abstand vor der Installation mit dem Fachbetrieb und gegebenenfalls dem Bauamt geklärt werden. Einen ausführlichen Überblick zu Abstandsregeln und Lärmschutzkonflikten bietet der Beitrag zu lauten Wärmepumpen.

Für wen lohnt sich die Mitsubishi Ecodan Zubadan?

Die Zubadan-Split-Technik von Mitsubishi Electric ist in erster Linie für Situationen konzipiert, in denen hohe Vorlauftemperaturen und zuverlässige Leistung bei Kälte wichtiger sind als ein minimaler Anschaffungspreis. Wer ohnehin auf 35°C Vorlauf mit Fußbodenheizung im Neubau plant, profitiert von der Zubadan-Technik kaum, da dort auch günstigere Wärmepumpen ohne Flash-Injection ausreichend effizient arbeiten.

Altbau mit Bestandsheizkörpern

Für Gebäude, in denen die vorhandenen Heizkörper eine Vorlauftemperatur von 50-60°C benötigen und ein kompletter Heizkörpertausch vermieden werden soll, ist die Zubadan-Split-Technik eine der wenigen Wärmepumpen-Lösungen, die diese Temperatur laut Datenblatt zuverlässig erreicht, ohne durchgängig auf einen elektrischen Heizstab angewiesen zu sein.

Kalte Klimazonen und lärmempfindliche Nachbarschaft

In Regionen mit häufigen Frostperioden unter -10°C bietet der dokumentierte Betriebsbereich von -28°C bis +24°C zusätzliche Betriebssicherheit. In dicht bebauten Wohngebieten mit wenig Abstand zur Grundstücksgrenze kann der vergleichsweise niedrige Schalldruckpegel von rund 42 dB(A) helfen, Lärmkonflikte mit Nachbarn zu vermeiden – vorausgesetzt, die Anlage wird fachgerecht und schwingungsentkoppelt montiert.

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REDAKTION

Urik Muller

Senior Texter

Leidenschaftlich für Wärmepumpen