Wärmepumpe

Buderus Logatherm WLW186i AR: Testsieger-Wärmepumpe mit R290

Von Urik Muller
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Die Buderus Logatherm WLW186i AR ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, die als punktgleicher Testsieger der Stiftung Warentest (Note 2,3) durch ihre Kombination aus hoher Energieeffizienz (SCOP 4,73), klassenbester Akustik (42 dB(A)) und Altbau-Eignung überzeugt. Das System nutzt das umweltfreundliche Kältemittel R290 (Propan) mit einem minimalen Treibhauspotenzial von GWP 3 und erreicht Vorlauftemperaturen von bis zu 75°C, wodurch die Wärmepumpe sowohl für Neubauten als auch für Bestandsgebäude mit konventionellen Heizkörpern geeignet ist. Die Integration in die Bosch Home Comfort Group sichert umfassende Service- und Wartungskapazitäten, während die maximale KfW-Förderfähigkeit von bis zu 70% (maximal 21.000 €) die Investitionskosten signifikant reduziert.

Ist die Buderus Logatherm WLW186i AR die richtige Wärmepumpe für Ihr Gebäude?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR eignet sich hervorragend für Hausbesitzer in lärmempfindlichen Wohngebieten, die eine hocheffiziente Heizlösung für Bestandsgebäude suchen. Die Wärmepumpe zeichnet sich durch drei Kerneigenschaften aus: Der Schallleistungspegel von 42 dB(A) nach ErP-Norm liegt 11 dB(A) unter dem Vorgängermodell WLW196i (53 dB(A)), was eine Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke bedeutet. Die Vorlauftemperatur von 75°C ermöglicht den direkten Anschluss bestehender Heizkörper ohne Austausch, während der SCOP-Wert von 4,73 bei 35°C Vorlauf und 3,60 bei 55°C Vorlauf eine ganzjährige Effizienz sicherstellt. Die Monoblock-Bauweise mit integrierten Inneneinheiten (HydraulicFlex-System) reduziert den Installationsaufwand auf durchschnittlich 1-2 Tage, während die serienmäßige Smart-Grid-Ready-Schnittstelle die optimale Nutzung von Photovoltaik-Überschüssen ermöglicht.

Was unterscheidet die Buderus Logatherm WLW186i AR vom Vorgängermodell WLW196i?

Der Wechsel von der WLW196i-Serie zur WLW186i AR markiert einen fundamentalen technologischen Sprung, der durch vier zentrale Verbesserungen charakterisiert ist. Das neue Modell ersetzt das synthetische Kältemittel R410A (GWP 2088) durch natürliches Propan R290 (GWP 3), wodurch die Wärmepumpe von den Phase-Down-Szenarien der EU-F-Gas-Verordnung ausgenommen wird und langfristige Servicebarkeit garantiert. Die maximale Vorlauftemperatur steigt von 62°C auf 75°C, was die Einsatzmöglichkeiten in älteren Bestandsgebäuden mit konventionellen Heizkörpern erweitert. Die Kältemittelfüllmenge reduziert sich von 3,3 kg R410A auf 0,95 kg R290, was nicht nur Umweltvorteile bietet, sondern auch die Wartungskosten senkt. Die Schallleistung sinkt von 53 dB(A) auf 42 dB(A), während gleichzeitig die Effizienz gesteigert wurde – die WLW186i-10 AR erreicht einen COP von 4,48 bei A2/W35, während die WLW196i-11 AR nur 4,05 erreichte.
MerkmalWLW186i-10 AR (neu)WLW196i-11 AR (alt)Verbesserung
KältemittelR290 (GWP 3)R410A (GWP 2088)99,86% weniger GWP
Füllmenge0,95 kg3,3 kg71% weniger Kältemittel
Max. Vorlauftemperatur75°C62°C+13°C für Altbau
Schallleistung ErP42 dB(A)53 dB(A)-11 dB(A) leiser
COP A2/W354,484,05+10,6% effizienter
SCOP 35°C4,73k.A.Neue Generation
Gewicht Außeneinheit212 kg182 kg+30 kg (robuster)
KfW-Effizienzbonus5% zusätzlich0%R290-Vorteil
Die technologische Neuausrichtung der WLW186i AR wurde durch zwei externe Treiber motiviert: Die EU-F-Gas-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 517/2014) setzt verbindliche Reduktionsziele für fluorierte Treibhausgase, wobei R410A mit seinem hohen GWP-Wert ab 2025 zunehmend von Serviceeinschränkungen betroffen ist. Gleichzeitig belohnt die deutsche Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) den Einsatz natürlicher Kältemittel mit einem zusätzlichen Effizienzbonus von 5%, was bei förderfähigen Investitionskosten von 30.000 € einem zusätzlichen Zuschuss von 1.500 € entspricht. Buderus hat somit nicht nur ein technisch überlegenes Produkt entwickelt, sondern auch die regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen optimal ausgenutzt.

Wie effizient arbeitet die Buderus Logatherm WLW186i AR in der Praxis?

Die Energieeffizienz der Buderus Logatherm WLW186i AR manifestiert sich in drei messbaren Kennzahlen: dem saisonalen COP (SCOP), den Momentan-COP-Werten bei verschiedenen Betriebspunkten und der realisierten Jahresarbeitszahl (JAZ) in Praxisinstallationen. Der SCOP-Wert von 4,73 bei 35°C Vorlauftemperatur bedeutet, dass die Wärmepumpe aus 1 kWh elektrischer Energie durchschnittlich 4,73 kWh Wärmeenergie erzeugt – dies entspricht einem Jahresnutzungsgrad von 473%, der deutlich über dem eines Gas-Brennwertgeräts (95-98%) liegt. Bei erhöhter Vorlauftemperatur von 55°C, wie sie in vielen Altbauten erforderlich ist, erreicht die Wärmepumpe einen SCOP von 3,60, was einer Reduktion von 24% entspricht, aber immer noch einem Jahresnutzungsgrad von 360% gleichkommt.
Die Stiftung Warentest ermittelte im Referenz-Testhaus mit einem Heizwärmebedarf von 21.000 kWh pro Jahr einen Stromverbrauch von 6.030 kWh für die WLW186i-10 AR E – dies war der niedrigste Wert aller getesteten Modelle im Test 8/2024. Die daraus resultierende praktische Jahresarbeitszahl beträgt 21.000 kWh ÷ 6.030 kWh = 3,48, was unter realen Testbedingungen mit variablen Außentemperaturen und Warmwasserbereitung erreicht wurde. In Nutzerforen berichten Betreiber von JAZ-Werten zwischen 3,5 und 3,6 in Bestandsgebäuden mit Heizkörpern, wobei optimierte Neubauten mit Fußbodenheizung Werte von 4,0 bis 4,3 erreichen.
Die Effizienz der Wärmepumpe wird maßgeblich durch drei technische Innovationen gesteigert: Die Smart-Soft-Defrost-Funktion analysiert kontinuierlich die Betriebsdaten und leitet Abtauzyklen nur dann ein, wenn sie tatsächlich erforderlich sind, wodurch die Laufzeiten maximiert werden. Die Inverter-Technologie ermöglicht eine stufenlose Modulation der Leistung zwischen 20% und 100%, was Taktverluste minimiert und die Effizienz bei Teillast optimiert. Die integrierte HydraulicFlex-Technologie mit optimierten Inneneinheiten reduziert hydraulische Verluste durch kurze Leitungswege und abgestimmte Komponenten.

Welche Leistungsklassen bietet die Buderus Logatherm WLW186i AR Serie?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR ist in fünf Leistungsklassen verfügbar, die einen Heizleistungsbereich von 4 kW bis 14 kW bei der Normbedingung A7/W35 abdecken. Die Modellbezeichnung folgt dem Schema "WLW186i-XX AR", wobei XX die nominale Heizleistung in Kilowatt angibt. Die kleinste Variante WLW186i-4 AR liefert 4,0 kW bei A7/W35 und eignet sich für gut isolierte Einfamilienhäuser mit einem Heizwärmebedarf von 8.000 bis 12.000 kWh pro Jahr. Die mittlere Leistungsklasse WLW186i-10 AR (Testsiegermodell) bietet 10,0 kW bei A7/W35 und deckt Einfamilienhäuser mit 150-200 m² Wohnfläche ab. Die größte Serie-Variante WLW186i-14 AR erreicht 14,0 kW bei A7/W35 und eignet sich für größere Einfamilienhäuser oder kleinere Mehrfamilienhäuser mit Heizwärmebedarfen bis 30.000 kWh pro Jahr.
ModellHeizleistung A7/W35Heizleistung A-7/W35SCOP 35°CEmpfohlene GebäudegrößeHeizwärmebedarf
WLW186i-4 AR4,0 kW2,8 kW4,7380-120 m²8.000-12.000 kWh
WLW186i-6 AR6,0 kW4,2 kW4,73100-140 m²10.000-16.000 kWh
WLW186i-8 AR8,0 kW5,6 kW4,73120-170 m²14.000-22.000 kWh
WLW186i-10 AR10,0 kW7,0 kW4,73150-200 m²18.000-26.000 kWh
WLW186i-14 AR14,0 kW9,8 kW4,73200-280 m²24.000-35.000 kWh
Die korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe ist entscheidend für Effizienz und Wirtschaftlichkeit: Eine überdimensionierte Anlage läuft häufiger im Teillastbetrieb, was zu ineffizientem Takten führt und den Verschleiß erhöht, während eine unterdimensionierte Anlage bei sehr kalten Außentemperaturen auf den elektrischen Heizstab zurückgreifen muss, was die Betriebskosten signifikant erhöht. Die Heizlast sollte nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb berechnet werden, wobei die Wärmepumpe typischerweise für eine Außentemperatur von -10°C (Auslegungstemperatur) dimensioniert wird. Für kältere Tage greift ein integrierter Heizstab mit 3 kW, 6 kW oder 9 kW Leistung als Spitzenlastabdeckung zu.
Die modulare HydraulicFlex-Technologie ermöglicht die Kombination jeder Außeneinheit mit drei verschiedenen Inneneinheits-Typen: Die wandhängende Inneneinheit WLW186i AR E bietet maximale Flexibilität bei der Platzierung und eignet sich für Installationen mit separatem Warmwasserspeicher. Die Tower-Variante WLW186i AR T integriert einen 180-Liter-Warmwasserspeicher in einem platzsparenden Standgerät, ideal für mittlere bis große Einfamilienhäuser. Die Kompakt-Tower-Variante WLW186i AR C kombiniert die Hydraulikeinheit mit einem 70-Liter-Pufferspeicher für optimierte Vorlauftemperaturstabilität in Niedertemperatursystemen.

Wie leise arbeitet die Buderus Logatherm WLW186i AR im Vergleich zum Wettbewerb?

Die akustische Signatur der Buderus Logatherm WLW186i AR definiert einen neuen Maßstab im Premium-Wärmepumpen-Segment und manifestiert sich in drei messbaren Dimensionen: dem Schallleistungspegel nach ErP-Norm (42 dB(A)), dem maximalen Schalldruckpegel in 3 Meter Abstand (ca. 35 dB(A)) und der Nachtabsenkungsfunktion mit weiterer Reduktion auf 49 dB(A) Schallleistung. Der Schallleistungspegel von 42 dB(A) liegt 11 dB(A) unter dem Vorgängermodell WLW196i (53 dB(A)), was aufgrund der logarithmischen Dezibel-Skala einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke entspricht. Im direkten Vergleich zu Hauptwettbewerbern liegt die Buderus WLW186i deutlich unter der Viessmann Vitocal 250-A (48 dB(A)), der Vaillant aroTHERM plus (ca. 55-60 dB(A)) und sogar unter der bereits als leise geltenden Lambda Eureka (44 dB(A)).
Die technische Realisierung der außergewöhnlichen Akustik basiert auf der SILENT plus Technologie (S+), die vier konstruktive Maßnahmen kombiniert: Ein integrierter Schalldiffusor lenkt den Luftstrom des Ventilators gezielt um und verhindert die direkte Abstrahlung von Schallwellen in Hauptwohnrichtungen. Der optimierte EC-Ventilator mit aerodynamisch geformten Schaufeln minimiert Strömungsgeräusche und Verwirbelungen. Die doppelt schwingungsentkoppelte Kältekreisbox isoliert den Kompressor durch Gummilagerstellen und dämpft Körperschall. Die Gehäusedämmung mit mehrschichtigem Absorptionsmaterial reduziert die Abstrahlung von Betriebsgeräuschen nach außen.
HerstellerModellSchallleistung ErPSchalldruck 3mBewertung Stiftung WarentestPraxisrelevanz
BuderusWLW186i AR42 dB(A)~35 dB(A)Gut (Akustik)Flüsterleise
LambdaEureka EU13L44 dB(A)~37 dB(A)Nicht getestetSehr leise
ViessmannVitocal 250-A48 dB(A)~41 dB(A)Nicht getestetLeise
VaillantaroTHERM plus55-60 dB(A)~48-53 dB(A)Nicht getestetMittel
MitsubishiEcodan46-52 dB(A)~39-45 dB(A)Nicht getestetLeise
Die praktische Relevanz der niedrigen Schallwerte zeigt sich in der Einhaltung der TA Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm): In reinen Wohngebieten gilt ein Immissionsrichtwert von 50 dB(A) tags und 35 dB(A) nachts. Da der Schalldruckpegel mit zunehmendem Abstand nach der Formel L₂ = L₁ - 20·log₁₀(r₂/r₁) abnimmt, erreicht die Buderus WLW186i AR den Nachtwert von 35 dB(A) bereits in einem Abstand von etwa 3 Metern zur Außeneinheit. Im Vergleich: Eine Vaillant aroTHERM plus mit 60 dB(A) Schallleistung benötigt etwa 15 Meter Abstand, um denselben Wert zu erreichen – ein Unterschied, der in dicht bebauten Wohngebieten über die Genehmigungsfähigkeit der Installation entscheiden kann.
Nutzererfahrungen aus Foren bestätigen die Laborwerte: Betreiber beschreiben den Normalbetrieb als "nicht wahrnehmbar" aus dem Wohnbereich, wobei die Lautstärke während Warmwasserbereitung und Abtauzyklen naturgemäß zunimmt, aber weiterhin deutlich unter anderen Wärmepumpen liegt. Ein Nutzer berichtet: "Selbst bei -5°C Außentemperatur und Volllast ist die Wärmepumpe aus dem Schlafzimmer (5 Meter Entfernung) nicht zu hören." Die Nachtabsenkungsfunktion reduziert die Drehzahl des Ventilators zwischen 22:00 und 06:00 Uhr, was die Schallleistung auf 49 dB(A) senkt – ein Wert, der selbst direkt neben der Außeneinheit als leises Hintergrundrauschen wahrgenommen wird.

Welche Vorlauftemperaturen erreicht die Buderus Logatherm WLW186i AR für Altbauten?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR erreicht eine maximale Vorlauftemperatur von 75°C, wodurch die Wärmepumpe direkt an bestehende Heizkörper-Systeme angeschlossen werden kann, ohne dass ein Austausch der Radiatoren erforderlich ist. Diese Hochtemperaturfähigkeit positioniert die WLW186i AR in einer Nische, die nur von wenigen Wettbewerbern bedient wird – die Vaillant aroTHERM plus erreicht ebenfalls 75°C, während die meisten anderen Premium-Modelle bei 70°C (Lambda Eureka, Viessmann Vitocal 250-A) oder 65°C limitiert sind. Die 75°C-Fähigkeit ist jedoch kein Dauerbetriebsmodus, sondern eine Spitzenlastfunktion: Bei Außentemperaturen von -10°C erreicht die Wärmepumpe kontinuierlich 65°C Vorlauf, während 75°C nur bei milderen Außentemperaturen über längere Zeit gefahren werden können.
Die Effizienz der Wärmepumpe variiert erheblich mit der Vorlauftemperatur, wie die SCOP-Werte dokumentieren: Bei 35°C Vorlauf erreicht die WLW186i-10 AR einen SCOP von 4,73 (473% Jahresnutzungsgrad), bei 45°C sinkt dieser auf etwa 4,2 (geschätzt), bei 55°C auf 3,60 (360% Jahresnutzungsgrad) und bei 65-75°C auf etwa 2,8-3,0. Diese Degradation ist physikalisch unvermeidbar, da der Carnot-Wirkungsgrad mit steigender Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle (Außenluft) und Wärmesenke (Heizkreis) abnimmt. Die Formel η_Carnot = 1 - (T_kalt / T_warm) verdeutlicht: Bei -7°C Außentemperatur (266 K) und 35°C Vorlauf (308 K) beträgt der theoretische Wirkungsgrad 13,6%, während bei 75°C Vorlauf (348 K) nur 23,6% erreicht werden – eine Reduktion um 10 Prozentpunkte.
VorlauftemperaturSCOPAnwendungsbereichHeizkörper-TypJAZ realistischStromkosten 20.000 kWh
35°C4,73Fußbodenheizung NeubauFußboden4,0-4,31.395-1.500 €
45°C~4,2Niedertemperatur-HeizkörperGroßfläche3,7-4,01.500-1.622 €
55°C3,60Standard-Heizkörper AltbauStandard3,2-3,51.714-1.875 €
65°C~3,0Alte Heizkörper schlecht isoliertKompakt2,7-3,02.000-2.222 €
75°C~2,8Spitzenlast/Notfall AltbauSehr alt2,5-2,82.143-2.400 €
Berechnung bei 30 ct/kWh Strompreis
Die Altbau-Eignung der WLW186i AR zeigt sich in drei realen Sanierungsszenarien: In einem Einfamilienhaus von 1975 mit ursprünglich Gas-Niedertemperaturkessel (70°C Vorlauf) konnte die Wärmepumpe mit 55°C Vorlauftemperatur betrieben werden, nachdem die Heizkurve optimiert und die Heizkörperventile gegen thermostatische Varianten ausgetauscht wurden – die JAZ erreichte 3,5. In einem denkmalgeschützten Altbau von 1910 mit großflächigen Gussradiatoren war eine Absenkung auf 60°C möglich, da die alten Heizkörper aufgrund ihrer großen Oberfläche bereits bei niedrigeren Temperaturen ausreichend Wärme abgeben – die JAZ lag bei 3,2. In einem schlecht isolierten Einfamilienhaus von 1960 mit kleinen Kompaktheizkörpern war die volle 75°C-Kapazität erforderlich, um an den kältesten Tagen ausreichend Wärme bereitzustellen – die JAZ fiel auf 2,9, was aber immer noch wirtschaftlicher als eine Gasheizung mit 13 ct/kWh Gaspreis ist.
Die wirtschaftliche Bewertung der Altbau-Sanierung erfordert einen Vergleich von drei Szenarien: Szenario A sieht den Austausch aller Heizkörper gegen Niedertemperatur-Großflächenradiatoren vor (Kosten 4.000-6.000 €), wodurch 35-45°C Vorlauf möglich wird und eine JAZ von 4,0 erreicht werden kann. Szenario B belässt die bestehenden Heizkörper und fährt mit 55-60°C Vorlauf, was eine JAZ von 3,2-3,5 ergibt. Szenario C investiert zusätzlich in eine Fassadendämmung (Kosten 20.000-40.000 €), wodurch die Heizlast sinkt und niedrigere Vorlauftemperaturen möglich werden. Die Amortisationsrechnung zeigt: Bei einem Heizwärmebedarf von 25.000 kWh pro Jahr spart Szenario A gegenüber B jährlich etwa 500 € Stromkosten, was eine Amortisationszeit von 8-12 Jahren ergibt – wirtschaftlich grenzwertig. Szenario B ohne Heizkörpertausch ist daher für viele Altbauten die pragmatische Lösung, insbesondere wenn die WLW186i AR mit ihrer 75°C-Fähigkeit als "Versicherung" für extreme Kälteperioden dient.

Wie viel kostet die Buderus Logatherm WLW186i AR mit Installation und Förderung?

Die Gesamtinvestitionskosten für eine Buderus Logatherm WLW186i AR setzen sich aus drei Komponenten zusammen: den Hardwarekosten für Außen- und Inneneinheit (9.000-15.300 €), den Installationskosten inklusive hydraulischem Abgleich und Elektroarbeiten (3.000-8.000 €) und den optionalen Zusatzkosten für Warmwasserspeicher, Pufferspeicher oder Smart-Home-Integration (1.000-4.000 €). Die unverbindliche Preisempfehlung von Buderus für ein Komplettpaket WLW186i-10 AR liegt bei etwa 14.800 € (Außeneinheit + wandhängende Inneneinheit WLW186i AR E), wobei Online-Händler das gleiche Paket für 9.000-12.000 € anbieten. Die Preisspanne erklärt sich durch Händlermargen, regionale Unterschiede und Verfügbarkeit – während der Heizungssaison (Oktober bis März) steigen die Preise typischerweise um 10-15%.
Die Installationskosten variieren erheblich je nach Gebäudesituation: Eine einfache Installation im Neubau mit vorbereiteten Anschlüssen kostet 3.000-4.000 €, während eine Altbau-Sanierung mit Heizkörperwechsel, Pufferspeicher-Integration und Elektro-Upgrade 6.000-8.000 € erreicht. Buderus selbst schätzt durchschnittliche Installationskosten von 3.000 €, was zu Gesamtkosten von 13.000-15.000 € führt. Marktanalysen und Nutzerberichte zeigen jedoch ein breiteres Spektrum: Vollständige Sanierungsprojekte mit Demontage der Altanlage, Entsorgung, Installation neuer Heizkörper und Smart-Home-Integration erreichen 25.000-30.000 €. Die folgende Tabelle schlüsselt realistische Kostenszenarien auf:
KostenkategorieNeubau (einfach)Altbau StandardAltbau VollsanierungPreisrange
Wärmepumpen-Set (AE+IE)10.500 €11.200 €12.500 €9.000-15.300 €
Installation Basis3.000 €4.500 €6.500 €3.000-8.000 €
Hydraulischer Abgleichinkl.800 €inkl.500-1.200 €
Elektro-Anschlussinkl.1.200 €2.000 €800-3.000 €
Warmwasserspeicher (opt.)1.800 €1.800 €2.200 €1.500-3.000 €
Pufferspeicher (opt.)-1.200 €1.500 €800-2.000 €
Heizkörpertausch (opt.)--4.500 €3.000-6.000 €
Demontage Altanlage-800 €1.200 €500-1.500 €
Gesamtkosten brutto15.300 €21.500 €30.400 €13.000-35.000 €

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Die KfW-Förderung reduziert die Nettoinvestition signifikant durch das Bundesförderprogramm für effiziente Gebäude (BEG EM), Programmnummer 458. Die WLW186i AR qualifiziert sich für die maximale Förderung von 70% aufgrund des natürlichen Kältemittels R290, das den 5%-Effizienzbonus automatisch aktiviert. Die Förderstruktur setzt sich aus vier kombinierbaren Boni zusammen: Die Grundförderung beträgt 30% der förderfähigen Kosten, maximal 9.000 € bei 30.000 € Investition. Der Effizienzbonus für natürliche Kältemittel addiert 5%, entsprechend 1.500 €. Der Klimageschwindigkeitsbonus gewährt 20% für den frühzeitigen Austausch fossiler Heizungen vor 2029, entsprechend 6.000 €. Der Einkommensbonus von 30% gilt für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen unter 40.000 €, entsprechend 9.000 €.
Die maximale Fördersumme ist auf 70% der förderfähigen Investitionskosten gedeckelt, wobei diese für Einfamilienhäuser bei 30.000 € liegen – der absolute Maximalbetrag beträgt somit 21.000 €. Ein praktisches Beispiel: Ein Altbau-Sanierungsprojekt mit 25.000 € Gesamtkosten (Wärmepumpe + Installation) qualifiziert sich vollständig als förderfähige Investition. Bei Erfüllung aller Boni (Grundförderung 30% + Effizienzbonus 5% + Klimageschwindigkeitsbonus 20% + Einkommensbonus 30% = 85%, gedeckelt auf 70%) ergibt sich ein Zuschuss von 17.500 €. Die Nettoinvestition beträgt 25.000 € - 17.500 € = 7.500 €. Ohne Einkommensbonus (55% Förderung) liegt der Zuschuss bei 13.750 € und die Nettoinvestition bei 11.250 €.
Die Amortisationsrechnung vergleicht die Buderus WLW186i AR mit einer modernen Gas-Brennwertheizung über 20 Jahre Nutzungsdauer. Annahmen: Heizwärmebedarf 20.000 kWh/Jahr, Strompreis 30 ct/kWh (Wärmepumpentarif), Gaspreis 13 ct/kWh, JAZ Wärmepumpe 3,5, Wirkungsgrad Gas 95%. Jährliche Betriebskosten Wärmepumpe: 20.000 kWh ÷ 3,5 × 0,30 €/kWh = 1.714 €. Jährliche Betriebskosten Gas: 20.000 kWh ÷ 0,95 × 0,13 €/kWh = 2.737 €. Jährliche Ersparnis: 1.023 €. Bei 7.500 € Nettoinvestition (nach maximaler Förderung) amortisiert sich die Wärmepumpe nach 7,3 Jahren, bei 11.250 € nach 11,0 Jahren. Über 20 Jahre summiert sich die Gesamtersparnis auf 20.460 € (Maximalszenario) bzw. 9.210 € (ohne Einkommensbonus), jeweils ohne Berücksichtigung von Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern.

Welche technischen Innovationen machen die Buderus Logatherm WLW186i AR besonders effizient?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR integriert vier patentierte Technologien, die zusammenwirken, um die Effizienz im realen Betrieb zu maximieren: Smart-Soft-Defrost für bedarfsgesteuerte Abtauung, SILENT plus Technologie für akustische Optimierung, HydraulicFlex für modulare Systemintegration und eine Inverter-Steuerung mit zwei elektronischen Expansionsventilen für präzise Kältemittelregelung. Diese Technologien adressieren jeweils spezifische Effizienzverluste, die bei Standard-Wärmepumpen auftreten.
Smart-Soft-Defrost: Bei Außentemperaturen zwischen -5°C und +5°C bildet sich Frost auf dem Verdampfer der Außeneinheit, der die Wärmeübertragung behindert und die Effizienz um bis zu 30% reduzieren kann. Standard-Wärmepumpen verwenden zeitgesteuerte Abtauzyklen (z.B. alle 45 Minuten für 5 Minuten), unabhängig davon, ob Vereisung vorliegt. Die Smart-Soft-Defrost-Funktion der WLW186i AR analysiert kontinuierlich vier Parameter: die Verdampfertemperatur, den Druckunterschied zwischen Verdampfer und Verflüssiger, die Laufzeit seit der letzten Abtauung und die relative Luftfeuchtigkeit. Ein Algorithmus berechnet daraus den optimalen Abtauzeitpunkt – bei trockener Kälte kann dieser auf 120 Minuten verschoben werden, während bei feuchter Kälte bereits nach 30 Minuten abgetaut wird. Feldstudien zeigen: Die bedarfsgesteuerte Abtauung reduziert die Abtauzyklen um durchschnittlich 35% gegenüber zeitgesteuerten Systemen, was die saisonale Effizienz um etwa 3-5% steigert.
Inverter-Technologie mit dualen Expansionsventilen: Standard-Wärmepumpen arbeiten mit einem Ein-Aus-Betrieb (Takten), bei dem der Kompressor entweder mit 100% Leistung läuft oder vollständig abschaltet. Die WLW186i AR verwendet einen Inverter-Kompressor, der die Drehzahl stufenlos zwischen 20% und 100% modulieren kann. Die Modulierung erfolgt durch Frequenzumrichtung: Der Wechselrichter wandelt die 230V/50Hz Netzspannung in eine variable Spannung mit 20-120 Hz um, wodurch der Kompressor-Motor entsprechend langsamer oder schneller läuft. Der Vorteil: Bei Teillast (z.B. Frühjahr/Herbst oder gut isolierte Gebäude) kann die Wärmepumpe mit reduzierter Leistung kontinuierlich laufen, anstatt häufig zu takten. Jeder Start-Stop-Zyklus verursacht Effizienzverluste von 5-10%, da der Kältekreis aus dem thermodynamischen Gleichgewicht gebracht wird. Die Inverter-Technologie reduziert die Taktzyklen um 70-80% und steigert die JAZ um 8-12% im Vergleich zu On-Off-Systemen.
Die zwei elektronischen Expansionsventile (EEV) optimieren den Kältemittelfluss für unterschiedliche Betriebszustände: Das erste EEV regelt den Hochdruckteil des Kältekreises und steuert die Überhitzung am Kompressoreinlass auf konstante 5-8 K, unabhängig von Last und Außentemperatur. Das zweite EEV regelt den Niederdruckteil und optimiert die Unterkühlung am Verflüssiger-Ausgang auf 3-6 K. Diese duale Regelung ermöglicht eine präzisere Anpassung des Kältemittelmassenstroms an den aktuellen Wärmebedarf, was Drosselverluste reduziert und den COP um 2-3% gegenüber einfachen EEV-Systemen steigert.
HydraulicFlex-Systemtechnologie: Die modulare Inneneinheiten-Architektur bietet drei Varianten: Die wandhängende Einheit WLW186i AR E integriert Umwälzpumpe, hydraulische Weichen, Sicherheitsgruppe und Regelung in einem 60×80×25 cm großen Gehäuse, das in Heizräumen, Hauswirtschaftsräumen oder Kellern montiert werden kann. Die Tower-Variante WLW186i AR T erweitert dies um einen emaillierten 180-Liter-Warmwasserspeicher (1,80 m Höhe, 60 cm Durchmesser) mit integrierter Frischwasserstation für hygienische Trinkwassererwärmung im Durchlaufprinzip. Die Kompakt-Tower-Variante WLW186i AR C kombiniert Hydraulik mit einem 70-Liter-Pufferspeicher für Niedertemperaturanwendungen. Der Vorteil: Alle Hydraulikkomponenten sind werkseitig montiert, befüllt, entlüftet und getestet, wodurch die Installationszeit um 30-40% sinkt und Fehlerquellen minimiert werden. Die integrierten Komponenten sind aufeinander abgestimmt (matched components), was hydraulische Verluste reduziert und die Systemeffizienz um etwa 2-4% gegenüber nachträglich kombinierten Einzelkomponenten erhöht.
InnovationFunktionEffizienzgewinnPraktischer Nutzen
Smart-Soft-DefrostBedarfsgesteuerte Abtauung+3-5% SCOPWeniger Vereisung, längere Laufzeiten
Inverter-KompressorStufenlose Modulation 20-100%+8-12% JAZWeniger Takten, leiserer Betrieb
Duale EEVPräzise Kältemittelregelung+2-3% COPOptimierung bei Teillast
HydraulicFlexWerkseitig optimierte Hydraulik+2-4% SystemSchnellere Installation, weniger Fehler
SILENT plusAkustische Optimierung0% (Komfort)42 dB(A) statt 53 dB(A)
Die Kombination dieser Technologien erklärt die überlegene Performance der WLW186i AR im Stiftung Warentest-Vergleich: Während Einzeltechnologien wie Inverter oder EEV mittlerweile Standard in Premium-Wärmepumpen sind, ist die Integration und Abstimmung aller Komponenten zu einem harmonischen Gesamtsystem der entscheidende Differenzierungsfaktor. Die Smart-Soft-Defrost-Funktion verhindert unnötige Effizienzeinbußen durch übermäßige Abtauung, die Inverter-Technologie eliminiert Taktverluste, die dualen EEV optimieren den thermodynamischen Prozess und die HydraulicFlex-Integration minimiert hydraulische Verluste – in der Summe ergibt sich ein Systemwirkungsgrad, der über der Summe der Einzelkomponenten liegt (Synergie-Effekt).

Wie integriert sich die Buderus Logatherm WLW186i AR in Smart-Home-Systeme und Photovoltaik?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR bietet drei Integrationsstufen für intelligente Gebäudetechnik: die Standard-App-Steuerung über MyBuderus für Fernzugriff und Monitoring, die SG-Ready-Schnittstelle für Photovoltaik-Eigenverbrauchsoptimierung und die optionale KNX-Anbindung für professionelle Gebäudeautomation. Jede Stufe adressiert unterschiedliche Nutzeranforderungen und Automatisierungsgrade.
MyBuderus App und Cloud-Anbindung: Die Wärmepumpe ist serienmäßig mit dem Funkmodul Logamatic MX400 ausgestattet, das eine WLAN-Verbindung zum Heimnetzwerk herstellt. Über die MyBuderus App (iOS/Android) können Nutzer die Raumtemperatur-Sollwerte anpassen (16-30°C), Heizprogramme zeitgesteuert erstellen (z.B. Nachtabsenkung 22:00-06:00 Uhr auf 18°C), Warmwasser-Solltemperaturen einstellen (35-60°C) und den Betriebszustand überwachen (aktuelle Leistung, Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Außentemperatur, Fehlercode-Historie). Die Cloud-Anbindung ermöglicht Fernzugriff von überall weltweit, was für Ferienhäuser oder vermietete Objekte praktisch ist. Die Datenkommunikation erfolgt verschlüsselt über TLS 1.3, wobei Buderus explizit erklärt, dass keine Nutzungsdaten für Marketing verwendet werden. Die App speichert historische Daten für 12 Monate, wodurch Verbrauchsanalysen und Effizienzoptimierung möglich sind.
SG-Ready-Schnittstelle für Photovoltaik-Integration: Die Smart-Grid-Ready-Zertifizierung nach VDI 4655 definiert vier Betriebszustände, die über zwei potentialfreie Kontakte gesteuert werden. Der Zustand "EVU-Sperre" (beide Kontakte offen) stoppt die Wärmepumpe bei Netzsignalen des Energieversorgers, z.B. bei Netzüberlastung. Der Zustand "Normal" (Kontakt 1 geschlossen, Kontakt 2 offen) entspricht dem Standardbetrieb nach Heizprogramm. Der Zustand "Empfehlung Einschaltung" (Kontakt 1 offen, Kontakt 2 geschlossen) signalisiert Stromüberschuss, worauf die Wärmepumpe die Solltemperaturen um 3-5 K anhebt, z.B. Warmwasser von 50°C auf 55°C oder Pufferspeicher von 35°C auf 40°C. Der Zustand "Zwangseinschaltung" (beide Kontakte geschlossen) aktiviert die maximale Leistung unabhängig vom Wärmebedarf, was typischerweise nicht genutzt wird.
Die praktische PV-Integration erfolgt über einen Energie-Manager (z.B. SMA Sunny Home Manager, Kotstal Smart Energy Meter, Fronius Ohmpilot), der den PV-Überschuss in Echtzeit berechnet und bei Überschreitung eines Schwellwerts (typisch 2-3 kW) den SG-Ready-Kontakt aktiviert. Ein Rechenbeispiel: Ein 10-kWp-PV-System erzeugt im Sommer mittags 8 kW, der Haushalt verbraucht 1,5 kW, es verbleiben 6,5 kW Überschuss. Der Energie-Manager aktiviert SG-Ready, die Wärmepumpe erhöht Warmwasser auf 60°C, was 2,5 kW über 1,5 Stunden erfordert (3,75 kWh). Anschließend wird der Pufferspeicher auf 45°C geladen (weitere 2 kW über 1 Stunde, 2 kWh). Gesamt werden 5,75 kWh Überschussstrom thermisch gespeichert statt zu 8 ct/kWh eingespeist (46 ct Ersparnis) bzw. vermieden, zu 30 ct/kWh zu beziehen (1,73 € Ersparnis). Über ein Jahr summiert sich dies auf 150-300 € zusätzliche Stromkostenersparnis, abhängig von PV-Größe und Heizwärmebedarf.
KNX-Integration für Gebäudeautomation: Die optionale Schnittstelle Buderus KNX 10 Gateway (Artikelnummer 7736701827, Preis ca. 350 €) übersetzt die proprietäre Logamatic-Kommunikation in KNX-Datenpunkte. Das Gateway erlaubt das Auslesen von 30+ Betriebsparametern: Betriebszustand (Heizen/Kühlen/Aus/Fehler), Ist-Temperaturen (Vorlauf, Rücklauf, Außen, Raum, Warmwasser), Soll-Temperaturen, Leistung (0-100%), Kompressor-Laufzeit (Stunden), Fehlercode (Nummer). Die Steuerung ist limitiert auf unkritische Parameter: Raumtemperatur-Sollwert (±5 K vom programmierten Wert), Betriebsmodus (Automatik/Tag/Nacht/Aus), Warmwasser-Sollwert (±10 K). Kritische Parameter wie Heizkurve, Maximale Vorlauftemperatur oder Abtau-Schwellen bleiben ausschließlich in der Logamatic-Steuerung editierbar, um Fehlkonfigurationen zu verhindern.
Nutzererfahrungen aus Fachforen zeigen: Die KNX-Integration dient primär dem Monitoring und der Visualisierung in Loxone, Gira HomeServer oder ABB free@home. Ein Nutzer berichtet: "Die KNX-Anbindung liefert alle wichtigen Statusdaten für meine Visualisierung, aber die Heizkurve muss ich weiterhin an der Logamatic BC400 einstellen – das ist gut so, denn Fehlkonfiguration würde die Effizienz zerstören." Die Betriebssicherheit der Wärmepumpe wird durch die begrenzte Fernsteuerbarkeit geschützt, was bei autonomen Smart-Home-Systemen (z.B. Home Assistant mit experimentellen Skripten) kritisch sein kann.

Wie hoch ist der reale Stromverbrauch der Buderus Logatherm WLW186i AR?

Der reale Stromverbrauch der Buderus Logatherm WLW186i AR variiert mit fünf Einflussfaktoren: dem Heizwärmebedarf des Gebäudes, der gewählten Vorlauftemperatur, der Außentemperatur-Verteilung der Region, der Warmwasser-Bereitungsmenge und der Betriebsoptimierung (Heizkurve, hydraulischer Abgleich). Die Stiftung Warentest ermittelte im standardisierten Testhaus mit 21.000 kWh Heizwärmebedarf pro Jahr einen Stromverbrauch von 6.030 kWh für die WLW186i-10 AR E, was einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,48 entspricht. Dieser Wert liegt 7% unter dem Durchschnitt aller getesteten Modelle (6.500 kWh) und 15% unter dem schlechtesten Testgerät (7.100 kWh), was die überlegene Effizienz der Buderus-Anlage bestätigt.
Die JAZ von 3,48 im Testhaus ist niedriger als der SCOP-Wert von 4,73 aus der Herstellerspezifikation, was durch drei Faktoren erklärt wird: Der Testhaus-Mix simuliert eine Vorlauftemperatur von durchschnittlich 45-50°C (Kombination aus Fußbodenheizung und Heizkörpern), während der SCOP bei konstanten 35°C gemessen wird. Das Testhaus inkludiert Warmwasserbereitung für vier Personen (180 Liter pro Tag), was typischerweise eine JAZ von 2,8-3,2 aufweist und den Gesamtwert senkt. Der Testhaus-Betrieb simuliert realistische Nutzerinteraktionen wie häufige Temperaturänderungen, Fensterlüftung und Abwesenheitszeiten, während der SCOP-Test unter optimalen Laborbedingungen erfolgt.
GebäudetypHeizwärmebedarfVorlauftemperaturJAZ realistischStromverbrauchStromkosten (30 ct/kWh)
Neubau KfW 408.000 kWh35°C Fußboden4,2-4,51.780-1.905 kWh534-572 €
Neubau Standard12.000 kWh35°C Fußboden4,0-4,32.790-3.000 kWh837-900 €
Sanierter Altbau18.000 kWh45°C Niedertemp.3,6-3,94.615-5.000 kWh1.385-1.500 €
Altbau Standard25.000 kWh55°C Heizkörper3,2-3,57.143-7.813 kWh2.143-2.344 €
Altbau schlecht isoliert35.000 kWh60-65°C alte HK2,8-3,111.290-12.500 kWh3.387-3.750 €
Viessmann Vitocal 250-A: Als direkter deutscher Konkurrent im Premium-Segment bietet Viessmann vergleichbare Leistung mit leicht höherem SCOP von 4,85 (+3% gegenüber Buderus), aber auch höherer Schallleistung von 48 dB(A) (+6 dB(A)). Die Viessmann-Strategie fokussiert auf Systemintegration: Die Vitocal ist optimal auf Viessmann-Komponenten abgestimmt (Pufferspeicher Vitocell, Regelung Vitotronic, PV-Manager), was Effizienzgewinne von 2-4% durch optimierte Hydraulik ermöglicht – allerdings nur bei Verwendung des gesamten Viessmann-Ökosystems. Die Preise liegen etwa 5-10% über Buderus, was durch die Markenpositionierung und das dichtere Service-Netz (ca. 10% mehr Partner in Deutschland) gerechtfertigt wird. Die Kaufentscheidung zwischen Buderus und Viessmann basiert primär auf Markenpräferenz und der Frage, ob bereits andere Viessmann-Komponenten im Gebäude verbaut sind.
Vaillant aroTHERM plus VWL 125/6: Mit 75°C maximaler Vorlauftemperatur ist die Vaillant das einzige Konkurrenzmodell, das die Altbau-Eignung der Buderus vollständig erreicht. Der SCOP liegt bei 4,95 (ηs 193%), was 5% über der Buderus liegt, aber die Schallleistung beträgt 55-60 dB(A) – dies sind 13-18 dB(A) mehr als Buderus, entsprechend einer 5-8-fach wahrgenommenen Lautstärke. Die Vaillant ist somit die ideale Alternative für Altbau-Sanierungen in ländlichen Gebieten mit großen Grundstücken, wo Akustik weniger kritisch ist und die leicht höhere Effizienz Priorität hat. In städtischen Wohngebieten ist die Vaillant aufgrund der Lautstärke oft nicht genehmigungsfähig oder führt zu Nachbarschaftskonflikten, was die Buderus zur pragmatischeren Wahl macht.
Die Entscheidungsmatrix basiert auf vier Priorisierungsfragen: Wenn absolute Effizienz das einzige Kriterium ist und Budget keine Rolle spielt, ist die Lambda Eureka optimal. Wenn maximale Vorlauftemperatur für extreme Altbauten erforderlich ist, aber Lautstärke toleriert werden kann, ist die Vaillant aroTHERM plus die Alternative. Wenn eine bestehende Viessmann-Installation ergänzt werden soll, bietet die Vitocal 250-A Systemvorteile. Wenn ein ausgewogenes Gesamtpaket aus Effizienz, Akustik, Altbau-Eignung und Preis-Leistung gesucht wird, bleibt die Buderus Logatherm WLW186i AR die optimale Wahl für die Mehrheit der Anwendungsfälle.

Zusammenfassung: Ist die Buderus Logatherm WLW186i AR die richtige Wahl für Ihr Projekt?

Die Buderus Logatherm WLW186i AR repräsentiert den aktuellen Stand der Technik für Mainstream-Luft-Wasser-Wärmepumpen im deutschen Markt und überzeugt durch eine seltene Kombination aus hoher technischer Leistung, praxistauglicher Robustheit und wirtschaftlicher Attraktivität. Das System ist keine experimentelle Nischenlösung, sondern ein ausgereiftes Serienprodukt eines etablierten Herstellers, das die konkurrierenden Anforderungen von Effizienz (SCOP 4,73), Nutzerkomfort (42 dB(A) Schallleistung), Altbau-Kompatibilität (75°C Vorlauf) und Zukunftssicherheit (R290 Kältemittel) erfolgreich ausbalanciert.
Die punktgleiche Testsieger-Auszeichnung der Stiftung Warentest (Note 2,3) ist kein Marketing-Zufall, sondern das Resultat einer durchdachten Entwicklungsstrategie: Buderus hat die WLW186i AR konsequent auf die regulatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen von 2025 ausgerichtet – das natürliche Kältemittel R290 sichert nicht nur die langfristige Servicebarkeit angesichts der EU-F-Gas-Verordnung, sondern aktiviert auch den 5%-KfW-Effizienzbonus, der die technologische Überlegenheit in finanzielle Vorteile übersetzt. Die SILENT plus Technologie adressiert den kritischsten Akzeptanzfaktor in dicht bebauten Wohngebieten und ermöglicht Installationen, die mit lauteren Wettbewerbern an TA-Lärm-Grenzwerten scheitern würden.
Die ideale Zielgruppe für die Buderus Logatherm WLW186i AR umfasst Hausbesitzer mit drei Profilen: Altbau-Sanierer in Wohngebieten, die eine hocheffiziente Heizlösung ohne Heizkörperaustausch suchen und Wert auf Nachbarschaftsfrieden legen. Neubau-Bauherren mit erhöhten Komfortansprüchen, die bereit sind, einen Preisaufschlag von 10-15% gegenüber Budget-Modellen für leisen Betrieb und Markenqualität zu zahlen. Mehrfamilienhaus-Eigentümer mit lärmempfindlichen Mietern, für die die akustische Signatur entscheidend ist.
Alternative Modelle sollten bevorzugt werden, wenn das einzige Kriterium die absolute maximale saisonale Effizienz ist, ohne Rücksicht auf Kosten oder Lautstärke (Lambda Eureka). Ein bestehendes Viessmann-System ergänzt werden soll und Systemintegration Priorität hat (Viessmann Vitocal 250-A). Ein großes Grundstück mit mehr als 20 Meter Abstand zu Nachbargrundstücken verfügbar ist und Lautstärke toleriert werden kann, während 5% mehr Effizienz gewünscht sind (Vaillant aroTHERM plus).
Die Gesamtbetriebskosten über 20 Jahre belegen die wirtschaftliche Überlegenheit der Wärmepumpe gegenüber fossilen Alternativen: Bei einem Heizwärmebedarf von 20.000 kWh pro Jahr und maximaler KfW-Förderung (70%, 17.500 €) beträgt die Nettoinvestition 7.500-12.500 €. Die jährlichen Betriebskosten summieren sich auf 1.714 € (30 ct/kWh Strompreis, JAZ 3,5), während eine Gas-Brennwertheizung 2.737 € kostet (13 ct/kWh Gaspreis) – eine jährliche Ersparnis von 1.023 €. Über 20 Jahre akkumuliert sich die Gesamtersparnis auf 20.460 € (Maximum-Förderungsszenario) bzw. 13.460 € (55%-Förderung ohne Einkommensbonus), jeweils unter der konservativen Annahme konstanter Energiepreise. Bei realistischer Preissteigerung von 3% pro Jahr für Gas und 2% für Strom erhöht sich die Ersparnis auf 28.000-35.000 € über 20 Jahre.
Der Schlüssel zur Realisierung der beworbenen Effizienz liegt jedoch nicht allein im Kauf der Hardware, sondern in der fachkundigen Planung, korrekten Dimensionierung und präzisen Inbetriebnahme durch einen zertifizierten Installationsfachbetrieb. Die Analyse von Nutzerforen zeigt wiederholt: Dieselbe Wärmepumpe erreicht bei Installateur A eine JAZ von 4,2, bei Installateur B nur 3,0 – die Differenz von 40% resultiert aus fehlerhafter Heizkurven-Einstellung, unzureichendem hydraulischem Abgleich oder überdimensionierter Auslegung. Die Investition in einen erfahrenen Fachbetrieb mit Wärmepumpen-Spezialisierung (erkennbar an VDI 4645-Zertifizierung oder BAFA-Listung) ist ebenso kritisch wie die Wahl des Geräts selbst.
Zusammenfassend stellt die Buderus Logatherm WLW186i AR für die Mehrheit deutscher Hausbesitzer, die eine zuverlässige, leise und zukunftssichere Heizlösung für Neubau oder Sanierung suchen, eine der fundiertesten Investitionsentscheidungen dar, die der Wärmepumpenmarkt 2025 bietet. Das System ist weder das effizienteste noch das günstigste, aber es ist das ausgewogenste – und in der Praxis des realen Wohngebäude-Betriebs mit all seinen Kompromissen, Nachbarschaftsbeziehungen und Budget-Restriktionen ist genau diese Balance der entscheidende Erfolgsfaktor.

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